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Bücher - Autoren

Alexander Demandt

 
Ungeschehene Geschichte - Ein Traktat über die Frage: Was wäre geschehen, wenn...? - Alexander Demandt
Buch:Ungeschehene Geschichte - Ein Traktat über die Frage: Was wäre geschehen, wenn...?
Autor:Alexander Demandt, Ausgabe vom 1. Juli 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 117238
Preis: 14,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Geschichte im Konjunktiv
Dieser Band lädt ein zu einem Gedankenspiel der historischen Phantasie. Was wäre geschehen, wenn Hitler 1938 gestorben wäre, der deutsche Bauernkrieg 1525 Erfolg gehabt hätte? Wenn Pontius Pilatus Jesus begnadigt hätte, Hannibal nach dem Sieg bei Cannae auf Rom marschiert wäre? Solche Fragen sind auch heute noch ungewöhnlich und gelten vielen noch immer als abwegig. Der Historiker erforscht, was war. Aber der Traktat führt vor, wie ergiebig Überlegungen über unverwirklichte Möglichkeiten sein können. Kritisch prüfend und genau abwägend entwickelt Alexander Demandt Regeln des Nachdenkens über ungeschehene Geschichte, das nicht zuletzt der Erkenntnis der geschehenen Geschichte dient. Er zeigt, "dass unser Bild von der Geschichte unfertig bleibt, wenn es nicht in den Rahmen der unverwirklichten Möglichkeiten gerückt wird." Sein Werk hat auch heute noch nichts von seiner Frische und seinem intellektuellen Reiz eingebüßt.
Dr. Alexander Demandt ist Professor für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Eigentlich streng verboten für Historiker (5 von 5 Punkten) meint P.D.T.S.
ist die Frage nach dem "was wäre gewesen wenn ...". Dennoch ist diese Frage offenbar so anziehend, dass nicht nur Romane, sondern auch "fiktive Geschichtsbücher" geschrieben worden sind. Von den Büchern aus der letzten Kategorie ist man ja häufig enttäuscht, aber bei diesem kleinen Büchlein von dem Historiker Alexander Demandt ist es ganz anders. Etwa die Hälfte des Buches beleuchtet in Essay-artigen Abschnitten gerade die Frage: "Darf man das?" und wiegt sehr sachlich das Für und Wider ab. Die folgende Hälfte greift dann exemplarisch historische Begebenheiten heraus, die auch ganz anders hätten verlaufen können. Mich hat besonders an diesem Buch beeindruckt, dass Demandt nicht einfach daherschwadroniert, sondern sowohl in seiner Ausgangsfrage ("Darf man das?") als auch in der Diskussion seiner Beispiele äußerst sauber und rigoros vorgeht. Ich gebe einem vorhergehenden Rezensenten recht, dass das Buch sehr wissenschaftlich daherkommt, aber darin sehe ich gerade seine Stärke. Interessant auch, was Demandt über sein (und aus seinem) Seminar, aus dem das Buch entstanden ist, berichtet. Die Abscheu der Historiker vor der Frage "Was wäre wenn?" war so groß, dass seine Studierenden Probleme hatten, den Schein anerkennen zu lassen! Äußerst lesenswert, und dass sogar der große Jacob Burckhardt auf dem Titel zu sehen ist, hat mich sehr gefreut. Der Geist, der in diesem Werk weht, ist der Burckhardtsche Geist.

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Die Kelten - Alexander Demandt
Buch:Die Kelten
Autor:Alexander Demandt, Ausgabe vom 15. Dez. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 22073
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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In dieser Einführung finden Leserinnen und Leser alles beschrieben, was man über die Welt der Kelten wissen sollte. Alexander Demandt vermittelt prägnant und allgemeinverständlich die Grundkenntnisse über Herkunft, Gesellschaft, Staatsform, Kultur, Religion und Mythologie eines der bedeutensten Völker der europäischen Geschichte.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 13 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Informative Einführung über alle Bereiche keltischen Lebens (5 von 5 Punkten) meint M.S.
Dieses kleine, realtiv dünne Büchlein hat mich stark überrascht. Es gibt zahlreiche Informationen zu allen Bereichen keltischen Lebens. Von ihrem Ursprung über die Züge durch Europa, von ihrer Wirtschaft über Religion zu Kriegswesen und Alltagsleben. Und dies alles, wie ich finde, leicht verständlich und übersichtlich! Sicherlich enthält es vielleicht einige Begriffe, mit denen ein Einsteiger nicht sofort etwas anfangen kann. Dies ist jedoch nicht weiter schlimm, da einem das wohl mit jedem Fachbuch passieren kann und das Gesamtkonzept des Buches ein abgerundetes Bild liefert. Ich hatte sehr viel Vergnügen bei der Lektüre dieses Büchleins und konnte wieder einige neue Kenntnisse und Einblicke gewinnen.

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Geschichte der Spätantike: Das Römische Reich von Diocletian bis Justinian 284-565 n - Chr - Alexander Demandt
Buch:Geschichte der Spätantike: Das Römische Reich von Diocletian bis Justinian 284-565 n - Chr
Autor:Alexander Demandt, Ausgabe vom 18. März 2008, Gebunden, Verkaufsrang 104099
Preis: 39,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Alexander Demandt hat seine Darstellung der Spätantike vollständig neu bearbeitet und legt sie in erweiterter Form auf dem aktuellen Forschungsstand vor. Er präsentiert in einer gegenüber der ersten Auflage in vielerlei Hinsicht veränderten Darstellung die Ereignis- und Politikgeschichte der Spätantike; er setzt mit der Krise des römischen Reiches unter den Soldatenkaisern (235-284) ein und beschreibt die Entwicklungen bis zum Ende der Herrschaft Justinians (565). Er erläutert die inneren Verhältnisse des Imperiums - Staat, Gesellschaft, Wirtschaft, Bildungswesen, Städte, Religion - und erhellt die Deutungsgeschichte der Spätantike. Ein umfassender Anhang bietet unter anderem Herrscherlisten und Stammtafeln sowie eine ausführliche Zeittafel. Für die vollständige Neubearbeitung wurde die aktuelle Forschungsliteratur seit 1989 gesichtet, ausgewertet und eingearbeitet; dies betrifft insbesondere die Erkenntnisse der archäologischen Forschung.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Das Standardwerk (5 von 5 Punkten) meint p. aus Siegen
Das Besondere an Demandts "Geschichte der Spätantike" ist, dass sie einerseits für Fachwissenschaftler unumgänglich ist, aber auch für alle interessierten Laien aufgrund der eingängigen Lesbarkeit die erste Anlaufstelle sein sollte. Demandt - Prof. für Alte Geschichte - schildert hier - nach einem Überblick zur Forschungsgeschichte, den Wesenszügen der Epoche und den Quellen - chronologisch die Geschichte der Sätantike angefangen von der Reichskrise unter den Soldatenkaisern (235-284) bis hin zum Beginn des Byzantinischen Reichs unter Justinian (518-565). Dabei lassen sich die Kapitel getrost auch einzeln lesen, wer z. B. eine gute Einführung in Leben und Werk Konstantins sucht, liest einfach nur das ihm gewidmete Kapitel. Nach dem chronologische Kapitel der politischen Geschichte der Spätantike widmet sich Demandt den inneren Verhältnissen des Römischen Reichs, hierunter fallen u. a. der Staat, die Bevölkerungsentwicklung, die Wirtschaft, das Heerwesen, die Städte, die Religione(n) u. v. m (!!!). Der Ausführliche Anhang mit diversen Herrscherlisten, Registern, Karten und einem Abkürzungs- und Literaturverzeichnis rundet das Werk ab, was das Nachschlagen einzelner Begriffe erheblich erleichtert.
Demandt zeigt die Spätantike insgesamt als eine Epoche des Umbruchs, in der nicht nur politische Veränderungen das Römische Reich tangieren, sondern vor allem auch religiöse, soziale und wirtschaftliche. Wer sich das Buch zu Gemüte führt, wird ein fundiertes Wissen über diese Epoche erlangen. Daher eignet es sich für alle Interessierten, nicht nur für Historiker oder Geschichtsstudierende, sondern auch für Studenten u. Wissenschaftler verwandter Disziplinen, wie z. B. die Kirchengeschichte.

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Kleine Weltgeschichte - Alexander Demandt
Buch:Kleine Weltgeschichte
Autor:Alexander Demandt, Ausgabe vom 15. Febr. 2007, Broschiert, Verkaufsrang 44373
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Die ganze Weltgeschichte vom Urknall bis heute in einem einzigen Buch von gerade einmal knapp 350 Seiten darstellen zu wollen, dazu gehört - außer dem nötigen Überblick - schon einiges an Selbstvertrauen. Und schließlich hat Alexander Demandt einen Ruf zu verlieren. Das gibt er selbst in seinem "Vor- und Nachwort" zu bedenken. Dem Ansinnen des Beck Verlages zuzustimmen, eine einbändige Weltgeschichte vorzulegen, dürfte ihm deshalb alles andere als leicht gefallen sein. Doch zu unserem Glück hat er sich der Herausforderung nicht verweigert. Herausgekommen ist Kleine Weltgeschichte, die mit Demandts großen Arbeiten vor allem eines teilt: die souveräne Erzählkunst des Autors, der zudem sehr genau weiß, wo und wie er die Akzente setzen muss, damit seine (hoffentlich sehr zahlreichen) Leser Gewinn und Genuss aus der Lektüre ziehen. Dass an neueren universalgeschichtlichen Darstellungen ein unübersehbarer Mangel herrscht, ist angesichts der enormen Spezialisierung der historischen Zunft kein Wunder. "Infolge der Ausdifferenzierung der Geschichtswissenschaft", zitiert der Autor den Eintrag "Weltgeschichte" aus der Brockhaus Enzyklopädie, " hat die Darstellung der Weltgeschichte ihre Bedeutung verloren." Aber, fragt Demandt völlig zu Recht: "Müssen wir über den Teilen das Ganze vergessen?" Das vorliegende Buch ist die richtige Antwort auf diese Frage! Und so wollen wir an dieser Stelle nicht darüber lamentieren, dass zwar "Geographiestudenten nach wie vor alle Kontinente, Mediziner alle Organe kennen müssen", in der Geschichtswissenschaft aber "die Forderung nach Grundwissen aus den universitären Prüfungsordnungen verschwunden" ist. Seien wir froh, dass wir noch einmal eine derart gelungene, konzise Gesamtdarstellung präsentiert bekommen haben. In ihrem Genre jedenfalls, so viel darf man jetzt schon sagen, wird diese Kleine Weltgeschichte auf absehbare Zeit nicht so leicht ihresgleichen finden. -Andreas Vierecke


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Gelungener Überblick (5 von 5 Punkten) meint F.R. aus Rinteln
Dieses Büchlein hat mich angenehm überrascht.
Im Inhaltsverzeichnis sieht man zunächst, dass den einzelnen Bereichen (z. B. den Römern) immer nur wenige Seiten gewidmet sind. Der Autor versteht es aber meisterhaft, auf diesem engen Raum viele Fakten unterzubringen und dazu auch noch die Hintergründe zu beleuchten. Am Ende jedes Kapitels findet man einen Kommentar, der die soeben besprochene Epoche mit der Gegenwart verbindet. Nebenbei lernt man u. a., welche Bedeutung das Wort "Rhein" hat und was Venedig mit dem Wendland verbindet.
Ich kann das Buch als Überblick über die Weltgeschichte nur empfehlen.

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Das Ende der Weltreiche: Von den Persern bis zur Sowjetunion -
Buch:Das Ende der Weltreiche: Von den Persern bis zur Sowjetunion
 Ausgabe vom 24. Aug. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 229034
Direkt bei Amazon nicht vorrätig,
andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten).
Alexander Demandt gibt dieses Gemeinschaftswerk von zehn international renommierten Historikern heraus, die in spannenden und gut verständlichen Beiträgen die Gründe für den Untergang der Weltreiche aufzeigen. Den Leser erwart eine fesselnde Zeitreise, die am Hof des persischen Großkönigs beginnt und im Moskauer Kreml endet.
Josef Wiesehöfer:
Der Zusammenbruch des Perserreichs der Achämeniden
Alexander Demandt:
Die Auflösung des Römischen Reiches
Reinhard Schneider:
Krise und Aufteilung des fränkischen Großreiches
Donald Nicol:
Der Fall von Byzanz
Renate Pieper:
Das Ende des spanischen Kolonialreiches in Amerika
Martin Schulze-Wessel:
Der Niedergang der Donaumonarchie
Fikret Adanir:
Der Zerfall des Osmanischen Reiches
Toro Yuge:
Der Untergang des Japanischen Imperiums
Bernard Porter:
Die Transformation des British Empire
Gerhard Simon:
Die Desintegration der Sowjetunion
Alexander Demandt:
Die Weltreiche in der Geschichte
Dr. Alexander Demandt ist Professor für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
kurz aber gut (4 von 5 Punkten) meint M.F.M. aus Niederösterreich
Das Buch besteht aus mehr oder weniger langen Beiträgen diverser Fachautoren, auch eines japanischen und eines türkischen Autors. Wenn man das berücksichtigt, ergibt sich eine teilweise sehr spannende Lektüre, wenngleich kaum Neues geboten wird. Sehr gefallen hat mir, dass in jedem Beitrag die Vielseitigkeit der Gründe, die zum Zerfall jeden "Reiches" geführt haben, betont wird. Ich konnte wieder einmal den Schluss ziehen, dass man aus Geschichte eigentlich nichts lernen kann, da jede historische Situation einmalig und so gut wie unwiederholbar ist. Andererseits tut man sich unendlich leichter, ein Urteil über geschichtliche Ereignisse abzugeben und sich eine eigene Meinung zu bilden, wenn man diese und andere Ereignisse kennt und die Analysen liest. Ein sehr gutes Buch.

Über die Deutschen: Eine kleine Kulturgeschichte - Alexander Demandt
Buch:Über die Deutschen: Eine kleine Kulturgeschichte
Autor:Alexander Demandt, Ausgabe vom Okt. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 370447
Preis: 24,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Eine einerseits anspruchsvoll, umfassende und faktensatte, andererseits aber auch leichtfüßige, bisweilen sogar witzige und vorzüglich geschriebene Kulturgeschichte der Deutschen vorzulegen Demandts Mittel ist das Parlando des geübten Causers, der es versteht, seinen Gegenstand mit witzigen Aperçus, anekdotischen Splittern und bisweilen überraschenden Querverweisen zum Funkeln zu bringen und damit den Leser zu fesseln. Diese mit vermeintlich leichter Hand hingetuschte und angesichts ihres schwergewichtigen Gegenstands überaus graziös anmutende Kulturgeschichte der Deutschen ist aus einem immensen, souverän beherrschten Wissen geschöpft. Das ist das große, dass bleibende Verdienst dieser kleinen Kulturgeschichte von Alexander Demandt, der man, wenn es ihn denn gäbe, den Preis für ein vorbildliches Alterswerk zuerkennen müsste." (Süddeutsche Zeitung)

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 2.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Germania (4 von 5 Punkten) meint D.J.P.B. aus Kiel
Diese "kleine Kulturgeschichte" ist in der zweiten, durchgesehenen Auflage von 2008 ganze 496 Seiten stark, der Verfasser neigt offensichtlich ein wenig zur Untertreibung. Er neigt auch dazu, alles ein wenig unterkühlt darzustellen (mir wäre es lieber, wenn er so schriebe wie Simon Schama). Vielleicht ist das die Altersweisheit, "Kulturgeschichte ist eine Wissenschaft des Alters", dieses Zitat von Heinrich Wölfflin steht als erster Satz in dem "Gruß an den Leser". Alexander Demandt war siebzig, als das Buch erschien, er hat ein langes Gelehrtenleben hinter sich, und er hat einen sehr guten Ruf als Althistoriker. Dass er sich neuerdings für die Reihe ZDF History vor den Karren von Guido Knopp spannen lässt, steht hier nicht zur Diskussion. Ich gebe gerne zu, dass das Buch bei seinem Erscheinen an mir vorbeigelaufen ist, und ich es erst jetzt im Antiquariat gefunden habe. Anderseits habe ich vor Jahren sein Buch über das Privatleben der römischen Kaiser mit Vergnügen gelesen, ich kannte zumindest den Verfasser, als ich "Über die Deutschen" las. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich die damaligen Rezensionen gelesen. Die einen staunen machen, haben die alle das gleiche Buch gelesen? Haben sie es ganz gelesen? Viele in einer nationalen Ehre beleidigte Deutsche sind da am Schreiben. Wenn man über Deutschland schreibt, kann man es offensichtlich niemandem Recht machen. Dies ist ein facettenreiches Buch, das sehr viel Material bewegt. Vielleicht für manche Leser zu viel. Was mich an der Darstellung beim Lesen geärgert hat, ist die zurückgenommene Abstraktion, die manchmal schon an die Banalität grenzt. Und das ist natürlich auch sehr deutsch, ein englischer Historiker hätte das anders geschrieben. Dennoch ist das Buch durchaus eine Leseempfehlung.

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Über allen Wipfeln: Der Baum in der Kulturgeschichte - Alexander Demandt
Buch:Über allen Wipfeln: Der Baum in der Kulturgeschichte
Autor:Alexander Demandt, Ausgabe vom 1. Januar 2005, Gebunden, Verkaufsrang 414827
Preis: 12,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Hier schreibt nicht nur ein äWissender" - Professor für Alte Geschichte in Berlin, der sich als Wissenschaftler interdisziplinär gut auskennt [...] -, hier ist auch ein persönlich vom Thema äErgriffener" am Werk. So ist ein Buch von großer hermeneutischer Kompetenz und bewegender Empathie entstanden.

Ungeschehene Geschichte - Ein Traktat über die Frage: Was wäre geschehen, wenn...? - Alexander Demandt
Buch:Ungeschehene Geschichte - Ein Traktat über die Frage: Was wäre geschehen, wenn...?
Autor:Alexander Demandt, Ausgabe vom Januar 2000, Broschiert, Verkaufsrang 1035182
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Geschichte im Konjunktiv
Dieser Band lädt ein zu einem Gedankenspiel der historischen Phantasie. Was wäre geschehen, wenn Hitler 1938 gestorben wäre, der deutsche Bauernkrieg 1525 Erfolg gehabt hätte? Wenn Pontius Pilatus Jesus begnadigt hätte, Hannibal nach dem Sieg bei Cannae auf Rom marschiert wäre? Solche Fragen sind auch heute noch ungewöhnlich und gelten vielen noch immer als abwegig. Der Historiker erforscht, was war. Aber der Traktat führt vor, wie ergiebig Überlegungen über unverwirklichte Möglichkeiten sein können. Kritisch prüfend und genau abwägend entwickelt Alexander Demandt Regeln des Nachdenkens über ungeschehene Geschichte, das nicht zuletzt der Erkenntnis der geschehenen Geschichte dient. Er zeigt, "dass unser Bild von der Geschichte unfertig bleibt, wenn es nicht in den Rahmen der unverwirklichten Möglichkeiten gerückt wird." Sein Werk hat auch heute noch nichts von seiner Frische und seinem intellektuellen Reiz eingebüßt.
Dr. Alexander Demandt ist Professor für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Eigentlich streng verboten für Historiker (5 von 5 Punkten) meint P.D.T.S.
ist die Frage nach dem "was wäre gewesen wenn ...". Dennoch ist diese Frage offenbar so anziehend, dass nicht nur Romane, sondern auch "fiktive Geschichtsbücher" geschrieben worden sind. Von den Büchern aus der letzten Kategorie ist man ja häufig enttäuscht, aber bei diesem kleinen Büchlein von dem Historiker Alexander Demandt ist es ganz anders. Etwa die Hälfte des Buches beleuchtet in Essay-artigen Abschnitten gerade die Frage: "Darf man das?" und wiegt sehr sachlich das Für und Wider ab. Die folgende Hälfte greift dann exemplarisch historische Begebenheiten heraus, die auch ganz anders hätten verlaufen können. Mich hat besonders an diesem Buch beeindruckt, dass Demandt nicht einfach daherschwadroniert, sondern sowohl in seiner Ausgangsfrage ("Darf man das?") als auch in der Diskussion seiner Beispiele äußerst sauber und rigoros vorgeht. Ich gebe einem vorhergehenden Rezensenten recht, dass das Buch sehr wissenschaftlich daherkommt, aber darin sehe ich gerade seine Stärke. Interessant auch, was Demandt über sein (und aus seinem) Seminar, aus dem das Buch entstanden ist, berichtet. Die Abscheu der Historiker vor der Frage "Was wäre wenn?" war so groß, dass seine Studierenden Probleme hatten, den Schein anerkennen zu lassen! Äußerst lesenswert, und dass sogar der große Jacob Burckhardt auf dem Titel zu sehen ist, hat mich sehr gefreut. Der Geist, der in diesem Werk weht, ist der Burckhardtsche Geist.

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Konstantin der Grosse - Alexander Demandt; Josef Engemann
Buch:Konstantin der Grosse
Autor:Alexander Demandt; Josef Engemann, Ausgabe vom 18. Mai 2007, Gebunden, Verkaufsrang 325254
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Konstantin der Grosse setzte den Sonntag als gesetzlichen Feiertag ein, gründete die Stadt Konstantinopel, stiftete den ersten Bau von St. Peter in Rom, förderte das Christentum und ließ als erster antiker Kaiser Kirchen errichten.
Konstantin der Grosse gehört zu den bedeutendsten römischen Kaisern. Seine Zeit als Herrscher über das römische Reich markiert einen Wendepunkt zwischen der heidnischen Antike und dem christlichen Mittelalter in Europa. Zum ersten Mal führt eine deutsche Publikation in dieser Fülle die historischen, archäologischen und kunsthistorischen Zeugnisse dieses Kaisers zusammen, und trägt so seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung in Antike, Mittelalter und Neuzeit Rechnung.Die neuesten Forschungsergebnisse werden von ausgewiesenen Fachleuten anhand von Spitzenstücken international renommierter Museen lebendig geschildert.
CD-ROM mit Fotos und Kurzbeschreibungen zu rund 1.600 Exponaten
Ausstellungsdaten:2. Juni bis 4. November 2007 parallel in drei Museen in Trier: Rheinisches Landesmuseum, Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum und Städtisches Museum Simeonsstift. www.konstantin-ausstellung.de

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Als das Römerreich von Deutschland aus regiert wurde (5 von 5 Punkten) meint F.S.B. aus München
Das umfangreiche, großformatige und reich bebilderte Buch erschien zur großen Konstantinsausstellung in Trier (2.6.-4.11.07), ist jedoch weit mehr als nur eine Auflistung der dort zu sehenden Exponate. In einer Reihe kurzer Fachartikel stellen Experten (u.a. W. Kuhoff, A.Demandt, H.Brandt, M. Clauss, J. Engemann) den aktuellen Forschungsstand dar, beginnend mit der Reichskrise des 3. Jh. bis zum Nachleben des Konstantinsmythos im christlichen Europa. Dementsprechend breit gespannt ist der Bogen: Portraitskulpturen, Bewaffnung, Provinzialverwaltung, der Senat, Weiterleben der heidnischen Kulte, Münzprägung, Gladiatorenspiele, Rechtsprechung, Glas-, Keramik- und Mosaikproduktion, Trier als Bischofssitz, Konstantin und das Christentum - das und vieles mehr wird anschaulich dargestellt. (wenn auch die zu den Einzelartikeln angegebenen Literaturquellen am Ende des Buches sehr unübersichtlich zusammengefasst sind).
Für Nichtfachleute stellt diese Fülle der in Einzelbeiträgen nebeneinander stehenden Themen ein mögliches Problem dar. Daher ist es empfehlenswert, sich vor der Lektüre, auf jeden Fall aber vor Besuch der Ausstellung auf das Thema einzustimmen. Dazu eignen sich zahlreiche Sachbücher oder Biographien über Konstantin, weniger anstrengend geht es mit einem historischen Roman wie dem aktuell erschienenen Buch "Der Preis des Purpurs" (siehe meine Empfehlungsliste). Ohne eine solche Vorbereitung besteht die Gefahr, von der Materialfülle - bei der Ausstellung ergänzt durch die Trierer Bauten - schlicht überfordert zu werden.
In Anbetracht der schönen Ausstattung ist das Buch, das auch noch eine CD ROM mit den Abbildungen, Texten und einem umfangreichen Literaturverzeichnis enthält, seinen Preis wirklich wert. Besonders empfehlenswert ist es für jeden, der sich über das römische Reich hinaus speziell für die römische Geschichtsepoche Deutschlands, den Trierer Raum oder die Frühzeit des Christentums interessiert

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Mit Fremden leben - Eine Kulturgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart - Alexander Demandt
Buch:Mit Fremden leben - Eine Kulturgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart
Autor:Alexander Demandt, Ausgabe vom 1995, Gebunden, Verkaufsrang 505952
Direkt bei Amazon nicht vorrätig,
andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten).
Fünfzehn Historiker zeigen in ihren Beiträgen zu diesem Band, wie alt das Fremdenproblem ist und wie vielschichtig seine Lösungsansätze waren. Und sie zeigen, daß die Probleme im Zusammenleben mit Fremden nur dann zu meistern sind, wenn Augenmaß, Toleranz und guter Wille zusammen kommen.Dr. Alexander Demandt ist Professor für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin.

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