Aus der Amazon.de-Redaktion Er war ein weit gereister Universalgelehrter, in der ganzen Welt bekannt und bewundert. Ein Frauenschwarm, bei dem auch Männer glänzende Augen bekamen. Zu seinen Verehrern zählten Johann Wolfgang von Goethe ebenso wie Edgar Allan Poe, und zu seinen Vorlesungen pilgerte begeistert ganz Berlin, vom einfachen Arbeiter bis zum preußischen König. Als Forscher und als Denker war Alexander von Humboldt eine Klasse für sich - um so verwunderlicher, dass diese so faszinierende Gestalt der deutschen Geistesgeschichte vielen seiner Landsleute bis heute nahezu gänzlich unbekannt geblieben ist. Dies dürfte sich jedoch schnell ändern, denn mit Hans Magnus Enzensberger hat sich ein bekannter zeitgenössischer Bewunderer Alexander von Humboldts für eine Wiederentdeckung von Person und Werk stark gemacht, der für diesen Plan namhafte Mitstreiter aus Politik und Wissenschaft gewinnen konnte. Eine Lichtgestalt wie der jüngere der beiden Humboldt Brüder, so hofft man, könnte auch der zunehmend verbissenen Debatte um den bedauernswerten Zustand der deutschen Bildung zwischen Pisa und Bologna eine positive Orientierung geben. Ein wenig von der Begeisterung seines damaligen Berliner Publikums können heutige Leser nun nachvollziehen, wenn sie in jenem Werk auf Entdeckungsreise gehen, das aus den Vorlesungen Humboldts entstand: der Kosmos, laut Untertitel der "Entwurf einer physischen Weltbeschreibung". Was damit gemeint war, hat Humboldt folgendermaßen beschrieben: "Ich habe den tollen Einfall, die ganze materielle Welt in einem Werke darzustellen, das zugleich in lebendiger Sprache anregt und das Gemüth ergötzt." Auf nahezu tausend Seiten entfaltet der Kosmos ein überwältigendes Panorama des verfügbaren Wissens, ein wahrlich erschöpfendes Magazin wissenschaftlicher Weltbeschreibung, das bei aller Empirie jedoch geradezu verführerisch unterhaltsam, eben 'ergötzend' bleibt. Heute wäre Humboldt sicher ein Star der Wissenschaftsbelletristik wie Hawkins, Gould oder Pinker, und sein Werk lebt vor allem vom jugendlichen Enthusiasmus des romantischen Eroberers fremder Welten, der den deutschen Alexander mit seinem antiken Vorbild verbindet. Humboldts Kosmos lohnt auch heute eine Entdeckung und verdient viele neugierige, wagemutige und wissensdurstige Leser, die bereit sind, sich von der Begeisterung des Autoren anstecken zu lassen. -Peter Schneck
Buch:
Ansichten der Kordilleren und Monumente der eingeborenen Völker Amerikas
Autor:
Alexander von Humboldt, Ausgabe vom 6. Sept. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 310899
Aus der Amazon.de-Redaktion "El segundo descubridor" - der "zweite Entdecker Amerikas", mit diesem Ehrennamen versahen die Bewohner Kubas den deutschen Weltreisenden und Naturforscher Alexander von Humboldt, der von 1799 bis 1804 den südamerikanischen Kontinent bereiste und in eindrucksvollen Bildern und Erzählungen beschrieb. Das wohl ehrgeizigste Buch, das Humboldt über die Reise zusammen stellte, die Ansichten der Kordilleren und Monumente der eingeborenen Völker musste allerdings fast 200 Jahre warten, um heute endlich in einer deutschen Fassung vollständig und mit all den grandiosen Illustrationen und Farbtafeln, die den Reiz des Buches ausmachen, erscheinen zu können. Das Verdienst dafür gebührt der Anderen Bibliothek Hans Magnus Enzensbergers im Eichborn Verlag ebenso wie der exzellenten Übersetzung, besorgt von Claudia Kalscheuer, und der Edition durch Oliver Lubrich und Ottmar Ette. Das Ergebnis ist nicht nur für den Leser der Gegenwart beeindruckend, sondern vermittelt auch etwas von der Attraktion, die das Buch bei seinem Erscheinen auf seine Leser ausübte: Die Ansichten der Kordilleren zählten außerhalb Deutschlands zu den Büchern, die Alexander von Humboldts internationalen Ruhm begründeten. Die ungebrochene Faszination von Humboldts Reisebericht liegt vor allem in der offenen und flexiblen Form, die der Forscher nutzte, um seinem Publikum in wissenschaftlich versierter und zugleich eingängiger Prosa die geographischen und kulturellen Besonderheiten Südamerikas nahe zu bringen. Im Mittelpunkt stehen nämlich die Bilder, oder besser: die neunundsechzig 'Ansichten' der 'Neuen Welt', anhand derer Humboldt ein faszinierendes Panorama von Natur und Kultur entwirft. In einer Mischung aus Reisebericht, persönlicher Erzählung, sensibler Kunstbetrachtung und exakter naturwissenschaftlicher Beschreibung wendet sich Humboldt unterschiedlichsten Phänomenen zu wie dem komplexen Kalendersystem der Maya oder aztekischen Handschriften mit ihren geheimnisvollen bunten Bildzeichen. Er beschreibt Skulpturen, Kultgefäße und beeindruckende Tempelanlagen, aber auch Zeugnisse handwerklichen Könnens, wie die kunstvolle Seilbrücke über einen der zahlreichen Flüsse, und vor allem die grandiosen Berge der Hochanden, wie den Chimborazo, mit fast sechstausend Metern zur damaligen Zeit einer der höchsten Gipfel der Welt - den Alexander von Humboldt ohne Sauerstoffmaske, dafür aber mit Stulpenstiefeln bewältigte. Neben dem Kosmos und den Ansichten der Natur stehen die Ansichten der Kordilleren für Alexander von Humboldts überragende Stellung als moderner Naturforscher, deren Lektüre auch nach fast 200 Jahren immer noch zu faszinieren vermag. -Peter Schneck 1
Buch:
Ansichten der Natur
Autor:
Alexander von Humboldt, Ausgabe vom 1986, Taschenbuch, Verkaufsrang 198785
Kosmos - Entwurf einer physischen Weltbeschreibung
Autor:
Alexander von Humboldt, Heinrich Berghaus, Ottmar Ette, Oliver Lubrich, Ausgabe vom 2006, Broschiert, Verkaufsrang 433728
Aus der Amazon.de-Redaktion Er war ein weit gereister Universalgelehrter, in der ganzen Welt bekannt und bewundert. Ein Frauenschwarm, bei dem auch Männer glänzende Augen bekamen. Zu seinen Verehrern zählten Johann Wolfgang von Goethe ebenso wie Edgar Allan Poe, und zu seinen Vorlesungen pilgerte begeistert ganz Berlin, vom einfachen Arbeiter bis zum preußischen König. Als Forscher und als Denker war Alexander von Humboldt eine Klasse für sich - um so verwunderlicher, dass diese so faszinierende Gestalt der deutschen Geistesgeschichte vielen seiner Landsleute bis heute nahezu gänzlich unbekannt geblieben ist. Dies dürfte sich jedoch schnell ändern, denn mit Hans Magnus Enzensberger hat sich ein bekannter zeitgenössischer Bewunderer Alexander von Humboldts für eine Wiederentdeckung von Person und Werk stark gemacht, der für diesen Plan namhafte Mitstreiter aus Politik und Wissenschaft gewinnen konnte. Eine Lichtgestalt wie der jüngere der beiden Humboldt Brüder, so hofft man, könnte auch der zunehmend verbissenen Debatte um den bedauernswerten Zustand der deutschen Bildung zwischen Pisa und Bologna eine positive Orientierung geben. Ein wenig von der Begeisterung seines damaligen Berliner Publikums können heutige Leser nun nachvollziehen, wenn sie in jenem Werk auf Entdeckungsreise gehen, das aus den Vorlesungen Humboldts entstand: der Kosmos, laut Untertitel der "Entwurf einer physischen Weltbeschreibung". Was damit gemeint war, hat Humboldt folgendermaßen beschrieben: "Ich habe den tollen Einfall, die ganze materielle Welt in einem Werke darzustellen, das zugleich in lebendiger Sprache anregt und das Gemüth ergötzt." Auf nahezu tausend Seiten entfaltet der Kosmos ein überwältigendes Panorama des verfügbaren Wissens, ein wahrlich erschöpfendes Magazin wissenschaftlicher Weltbeschreibung, das bei aller Empirie jedoch geradezu verführerisch unterhaltsam, eben 'ergötzend' bleibt. Heute wäre Humboldt sicher ein Star der Wissenschaftsbelletristik wie Hawkins, Gould oder Pinker, und sein Werk lebt vor allem vom jugendlichen Enthusiasmus des romantischen Eroberers fremder Welten, der den deutschen Alexander mit seinem antiken Vorbild verbindet. Humboldts Kosmos lohnt auch heute eine Entdeckung und verdient viele neugierige, wagemutige und wissensdurstige Leser, die bereit sind, sich von der Begeisterung des Autoren anstecken zu lassen. -Peter Schneck
Buch:
Alexander von Humboldt - Über einen Versuch den Gipfel des Chimborazo zu ersteigen
Autor:
Alexander von Humboldt, Ausgabe vom 28. Dez. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 521522
Buch:
Amerikanische Reise 1799-1804
Autor:
Alexander von Humboldt, Ausgabe vom 20. Febr. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 180387