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Bücher - Autoren

Andrea Camilleri

 
Die dunkle Wahrheit des Mondes: Commissario Montalbano erlebt Sternstunden - Roman - Andrea Camilleri
Buch:Die dunkle Wahrheit des Mondes: Commissario Montalbano erlebt Sternstunden - Roman
Autor:Andrea Camilleri, Ausgabe vom 4. Juni 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 2443
Preis: 8,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Einige lüsterne Morgengedanken in Richtung der (diesmal abwesenden) Dauerverlobten Livia; der obligatorische Espresso; im Geiste wird bereits die nächste üppige Mahlzeit in der Trattoria angepeilt; anschließend vielleicht ein Verdauungsspaziergang zum Leuchtturm, wo trotz der Hitze noch ein Lüftchen geht. Nur nichts überstürzen! Fans des Commissarios Montalbano und seines schrägen Teams sind mit deren extrem entspannten Arbeitsabläufen längst vertraut. Duftiger und mediterran leichter kann die polizeiliche Ermittlungsarbeit im fiktiven sizilianischen Städtchen Vigàta eigentlich nicht mehr vonstatten gehen. Daran ändert sich zunächst auch wenig, als die verzweifelte Michela Pardo ihren Bruder als vermisst meldet. Erst als der Verschwundene in sexuell eindeutiger Pose ? aufgrund eines Kopfschusses aber leider mausetot -, in seiner Dachwohnung entdeckt wird, beginnt das Tempo unmerklich anzuziehen. Überschäumend hektisch gings ja in der Regel noch nie zu in den Montalbano-Romanen des greisen und weisen Andrea Camilleri. Sinnlich atmosphärisches, insbesondere kulinarischer Art, genoss stets den Vorrang vor dröger Schnüfflerroutine. Sinnlich in ganz anderer Hinsicht und absolut neu hingegen, das fast schon frühlingshaft sexuelle Erwachen, das dem Commissario angesichts der spröd-erotischen Austrahlung der rätselhaften Michela Pardo den Ermittlerblick trübt. Welch seltsam tiefgehende Liebe verband dabei die stille Schönheit mit ihrem Bruder Angelo, der sich im Leben als eher gefallener Engel präsentierte? Als schließlich auch noch die schöne Elena, eine frustrierte Professorengattin und Angelos letzte Geliebte auf den Plan tritt, droht Montalbano als erotischer Sandwichbelag zu enden. Es ist wie so oft bei Camilleri: Alles hängt mit allem zusammen. Diverse "Drogenunfälle" in der Gegend; die dubiose Verbandelung Angelos mit hochrangigen Pharmakonzernen; seine verlorene Approbation als Arzt; schließlich seine Leidenschaften, die nun den armen Montalbano heißlaufen lassen. Andrea Camilleri hat sozusagen einen sommerlich lichtdurchfluteten, erotikgesättigten Roman komponiert, der leider nicht alle getreuen Leser zufriedenstellte. Neben der etwas leichtgewichtigen Story findet sich der Grund hauptsächlich im Wechsel des Übersetzers, dem in der Tat einige sprachliche Kuriositäten und Verrenkungen nicht abzusprechen sind. Solch sprachgenauer Leserschaft, lieber Verlag, sollte man den nötigen Respekt zollen. - Ravi Unger


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 21 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Nicht wie die Anderen (4 von 5 Punkten) meint L. aus Hessen
Wer in diesem Buch auf die Beschreibungen irgendwelcher kulinarischen Köstlichkeiten wartet, wartet vergeblich. Auch die Sprüche der Haupfiguren sind anders als gewohnt. Nichts desto trotz ist die Handlung schlüssig und spannend. Ein guter Krimi der leider etwas das Montalbano-Typische missen lässt.

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Die schwarze Seele des Sommers: Commissario Montalbano blickt in den Abgrund - Roman - Andrea Camilleri
Buch:Die schwarze Seele des Sommers: Commissario Montalbano blickt in den Abgrund - Roman
Autor:Andrea Camilleri, Ausgabe vom 12. Dez. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 32004
Preis: 19,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Es ist August, die sizilianische Sonne brennt, alles sind im Urlaub - bis auf Commissario Montalbano. Und nun soll er auch noch nach einer am Meer gelegenen Villa Ausschau halten, weil Freunde aus dem Norden dort ihren Urlaub verbringen wollen. Er wird fündig und alle sind zufrieden. Zumindest bis zu dem Tag, als der Sohn der Urlauber zunächst spurlos im Innern der Villa verschwindet. Trotz aller Versuche, bei der sommerlichen Gluthitze einen kühlen Kopf zu bewahren, hat Montalbano irgendwann das Gefühl, alles doppelt zu sehen: Nicht nur die Villa narrt ihn mit einem mysteriösen Innenleben, auch ein Jahre zurückliegender Mordfall wird zum unheimlichen Déjà-vu, als sich herausstellt, dass die Ermordete eine Doppelgängerin hat, die nun ein erbarmungsloses Spiel mit ihm zu treiben scheint ...

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 27 Bewertungen)

Leserkommentare:*
vielleicht der spannendste Montalbano Krimi (5 von 5 Punkten) meint s.
Nachdem ich alle Montalbano Romane gelesen habe, habe ich mich sehr auf den aktuellen Roman gefreut und ihn in zwei Tagen durchgelesen.
Die Geschichte ist sehr spannend. Montalbanos Freundin Livia will mit einem befreundeten Ehepaar Ferien in Vigata machen, Montalbano mietet für diese eine Villa nahe am Meer und findet dort die Leiche einer schönen jungen Frau. Er macht sich auf die Spur des Mörders, wobei die schöne Zwillingsschwester der Ermordeten ihm hilft und den Kopf verdreht...
Mit vielen altbekannten Figuren und einer bis auf die letzte Seite spannenden Handlung halte ich diesen Montalbano-Krimi für einer der besten. Wie man diesen Roman nicht gut finden kann, kann ich nicht nachvollziehen.

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Die Passion des stillen Rächers: Commissario Montalbano stößt an seine Grenzen - Andrea Camilleri
Buch:Die Passion des stillen Rächers: Commissario Montalbano stößt an seine Grenzen
Autor:Andrea Camilleri, Ausgabe vom 16. Okt. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 5009
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Die Sache sieht mir nicht nach einer simplen Erpressung aus." Commissario Montalbano, noch ganz schön lädiert durch seinen letzten Fall, muss wieder in den Ring, wird mit dem mysteriösen Verschwinden einer jungen Studentin konfrontiert und stößt bei seinen Ermittlungen auf ein "finsteres Pläneschmieden". Wie sollte es anders sein: Camilleri vom Feinsten! Susanna Mistretta ist verschwunden, Vater, Freund und Onkel sind in größter Sorge, die Mutter seit langem bettlägerig, sie leidet "an einer unheilbaren Krankheit, ... nämlich Lebensüberdruss. Eine Art tödlicher Depression." Zunächst gibt es keinerlei Hinweise oder Forderungen, zumal auch jeder weiß, dass die Familie in ?würdiger Armut? lebt. Doch dann ein Anruf: "Er sagt nicht drei Millionen Euro, er sagt sechs Milliarden (Lire). Das heißt für mich, dass der Anrufer nicht mehr der Jüngste ist." Erste Hinweise, mit Hochdruck setzt die Spurensuche ein. Dabei machen Vorgesetze Montalbano das Leben schwer, aber, es wäre ja nicht das erste Mal, dass der ausgefuchste Commissario seine so ganz eigenen Wege geht und findet. Andrea Camilleri hat schon vor langem eines geschafft: seinen Commissario sieht man hautnah vor sich, man liest nicht über ihn, man erlebt ihn, man verfolgt nicht die Geschichte, man begleitet ihn und er ist ein sympathischer Vertrauter. Glaubwürdig, seriös, gradlinig, ein Eigenbrödler und Genussmensch. Zu seinen Mitarbeitern hat er ein bestes Verhältnis, auch wenn er über Catarella sagt, er bringe es fertig, "nach dem Diebstahl einer Handtasche einen Atomkrieg auszulösen." Livia, seine Lebensgefährtin mit dem energischen südländischen Temperament oder Pippo Ragonese, das "Hühnerarschgesicht vom Televigàta", Camilleri stattet seine Figuren mit klarem Gesicht, Charakter, Wesen und Witz aus. Für das Zusammenspiel aller von größter Bedeutung. Der neue Fall des Comissarios entpuppt sich zu etwas ganz Besonderem: ein Fall, der ohne Blutvergießen und Leiche auskommt, in dem es mehr um Moral und die Funktion des Paten geht, die, selbst auf Sizilien, einmal nicht nur mit Korruption und Betrug zu tun haben muss. Also auch ohne Mord und Totschlag nicht minder spannend und bis zur letzten Seite ein Genuss. Auf die entscheidenden Sprünge hilft dem Commissario der Anblick eines Spinnennetzes, der ihm klar macht, dass sich die Entführung zu einem raffinierten Racheakt entpuppt. ".... ob seine Idee ein absurdes Phantasiegebilde war oder die nicht weniger absurde Wahrheit" - nach 250 Seiten ist man klüger! -Barbara Wegmann


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 15 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Eine angenehme, leichte, sanft philosophische Krimilektüre für eine Abend ohne Fernsehkrimi (5 von 5 Punkten) meint W.S. aus Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland
Bei der Lösung seines letzten Falles ist Commissario Salvo Montalbano durch Schüsse schwer verletzt worden. Seine langjährige "Fernbeziehung" Livia hat Urlaub genommen und ist nach Vigata gekommen, um ihren Salvo zu pflegen. Der lässt sich das auch wohl gefallen, zumal diese Verletzung ihn sehr mitgenommen hat. Wer an die Grenze des Lebens kommt, sieht alles in einem etwas anderen Licht. Und so kommt Montalbano im neuesten Buch seines mittlerweile über 80- jährigen literarischen Schöpfers Andrea Camilleri nachdenklich und regelrecht philosophisch daher.

Er ist noch krank geschrieben, hat gerade mal seit einer Woche das Krankenhaus verlassen, als ihn ein Anruf aus dem Kommissariat von seinem Krankenlager aufschreckt. Catarella erklärt ihm in seiner üblichen, den Leser jedes Mal aufs Neue ins Schmunzeln bringende Art, ein Mädchen sei verschwunden.
Auf einer einsamen Landstraße, so stellt sich heraus, wurde der Motorroller von Susanna Mistrella gefunden, der Tochter einer angesehenen und einstmals auch wohlhabenden Familie. Ihr Vater, der ehemalige, weitgereiste Geologe Salvatore Mistrella hat sofort eine Vermisstenanzeige erstattet und geht von einer Entführung aus. Auch der Freund des Mädchens, Francesco Lipari, wird verhört, doch schnell ist klar, daß er mit der ganzen Sache nichts zu tun hat.

Dottor Minutolo wird mit der Leitung der Untersuchung beauftragt und Montalbano soll ihm zuarbeiten, so gut er krankheitshalber kann. Da er sich mit diesem Kollegen gut versteht, geht das auch für Montalbanos Verhältnisse erstaunlich gut.

Signora Mistrella ist todkrank, seit sechs Jahren ans Bett gefesselt. Ihr Schwager ist Arzt im benachbarten Ort und behandelt sie. Von ihm erfährt Montalbano, daß es sich bei der Krankheit von Susannas Mutter um eine schwere, wohl tödliche Depression handelt. Susanna hat sie über Jahre aufopfernd gepflegt, und so liegt zunächst die Vermutung nahe, sie habe vor dieser großen Verantwortung und Last die Flucht ergriffen.
Doch als sich die Entführer melden und ein Lösegeld von sechs Milliarden(Lire!) verlangen, ist klar: Susanna ist verschwunden und befindet sich in fremder Gewalt. Junge Leute werden es nicht gerade sein, vermutet der Commissario, sonst hätten sie ihre Lösegeldforderung nicht so formuliert. Weiter kommt er aber zu diesem Zeitpunkt auch nicht. Über die beiden verfeindeten lokalen Fernsehsender, die wir aus den anderen Büchern gut kennen, versuchen die Entführer, die Öffentlichkeit mit Bildern von Susanna zu mobilisieren. Denn jedermann weiß, daß die Familie Mistrella mittellos ist, seit sie vor sechs (!) Jahren alles verkauft hat, um einem Verwandten namens Peruzzo aus der Klemme zu helfen. Peruzzo zahlte das Geld nie zurück und versucht gerade eine politische Karriere zu starten, kann deshalb keine schlechten Nachrichten über seine Person vertragen. Die Absicht der Entführer ist erfolgreich: der Druck auf Peruzzo wird so stark, daß er bereit ist zu zahlen. Doch als die offizielle Übergabe des Geldes erfolgen soll, befinden sich im Koffer statt der 500 Euro-Noten nur Zeitungsreste.

Montalbano hat in der Zwischenzeit sozusagen aus dem Rückraum genau zugehört und genau hingesehen. Obwohl er eine Höllenangst vor Sterbenden hat, besucht er Signora Mistrella. Was er dort sieht, riecht und fühlt, bringt ihn auf die Spur, daß die ganze Entführung wohl nur eine Tarnung für eine ganz andere Angelegenheit ist.

Als Francesco Lipari sich erinnert, daß Susana kurz vor ihrem Verschwinden zu ihm gekommen und zum ersten Mal von sich aus vorgeschlagen habe zusammen zu schlafen, da dämmert es Montalbano. Das riecht nach Abschied, denkt er, sich an entsprechende Szenen mit seiner Livia erinnernd, und als Susanna nach der Übergabe des Koffers wohlbehalten zurückkehrt und dem verzweifelten Francesco mitteilt, sie wollen sich von ihm trennen und nach Afrika gehen, kommen Montalbanos Ermittlungsfäden wie bei einer Spinne, die er zu Hause lange beobachtet, zusammen, und er kann, wie so oft, abseits der offiziellen Ermittlungen, den Fall klären, und eine Form von Gerechtigkeit herstellen, mit der alle leben können.

Dieser - hoffentlich nicht letzte- Roman des berühmten italienischen Autors und Regisseurs Andrea Camilleri handelt mehr noch als seine Vorgänger vom Sinn des Lebens von Menschen, die älter werden und dem Tod ins Auge schauen. Er erzählt von einer menschlichen Form von Gerechtigkeit, die ein Commissario zu finden sucht, ohne sich mit Gott zu verwechseln. Und wie immer erzählt er von skurrilen und liebenswerten Polizistenpersönlichkeiten, von der unmöglichen Liebe Montalbanos zu Livia und von gutem Essen und Trinken.
Eine angenehme, leichte, sanft philosophische Krimilektüre für einen Abend ohne Fernsehkrimi.


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Die Form des Wassers: Commissario Montalbano löst seinen ersten Fall - Roman - Andrea Camilleri
Buch:Die Form des Wassers: Commissario Montalbano löst seinen ersten Fall - Roman
Autor:Andrea Camilleri, Ausgabe vom 4. Juni 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 1866
Preis: 8,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Vier Romane und insgesamt sieben Jahre hat es gedauert, bis Andrea Camilleri und seinem Romanhelden Salvo Montalbano der Sprung über die Alpen nach Deutschland gelang. Spät zwar, aber zum Glück für den Leser, denn Montalbano fügt den Brunettis und Scalzis einen weiteren eigenständigen Charakter innerhalb der italienischen Kriminalliteratur hinzu. Andrea Camilleri ist gebürtiger Sizilianer. Sein erster Roman in deutscher Sprache spielt auf Sizilien und handelt vom immerjungen Thema der Verfilzung von politischer Macht und Verbrechen, ohne dabei die üblichen Mafia-Klischees zu bedienen. Camilleri bewegt sich auf der Höhe der Zeit wie damals sein Vorgänger Leonardo Sciascia, ohne die tiefe Resignation des großen Autors zu teilen. Der Tote, der eines Morgens an der Küste in einem Auto gefunden wird, gehört dort eigentlich nicht hin. Der Ingenieur Luparello galt als wirklich ehrenwerter Mann. Was sollte er also dort am Strand, einer Art Bordell unter freiem Himmel, verloren haben? Außerdem hat es den Anschein, als sei er in Gesellschaft einer Prostituierten einem Herzanfall erlegen. Wer war diese Frau und wie konnte das Auto an diesen absolut unzugänglichen Küstenabschnitt gelangen? Merkwürdige Umstände, denkt sich der Commissario Montalbano. Die Befragung der Zeugen und der fast freundliche Kontakt zu einem der wichtigen Zuhälter der Gegend lassen ihn schon bald an der Todesursache zweifeln. Er heftet sich an die Spur der unbekannten Frau und bemerkt schnell, daß die hohe Politik tief in diesen "Todesfall" verwickelt ist. Der Autor ist in der Lage, die Spannung sehr subtil zu entwickeln und auf Temperatur zu halten. Die Dialoge sind ungemein unterhaltsam, mit feinem Humor und glaubwürdig gestaltet. Commissario Montalbano ist ein Mann mit Schwächen, aber auch mit Charakter und - er liebt seine von Sizilien so ferne Frau tatsächlich. Eine richtig schöne Entdeckung des Frühjahrs! Die Leser dürfen sich auf weitere Romane Andrea Camilleris und seines sehr menschlichen Helden freuen. -Ulrich Deurer


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 54 Bewertungen)

Leserkommentare:*
angenehme Reiselektüre (4 von 5 Punkten) meint D. aus Linz
Ich kann jeden die Montalbone-Romane empfehlen, der etwas leicht Lesbares für seinen Sommerurlaub sucht!
man bekommt einerseits Lust auf Sizilien und die sizilianische Küche. In angenehmen Details sind die zubereiteten Gerichte beschrieben. Montalbone ist nicht nur ein toller Kommissar, er ist auch ein Feinschmecker durch und durch. Der Humor kommt auch nicht zu kurz!
Der erste Roman der Serie ist besonders hervorzuheben.

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Der Hund aus Terracotta: Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall - Roman - Andrea Camilleri
Buch:Der Hund aus Terracotta: Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall - Roman
Autor:Andrea Camilleri, Ausgabe vom 3. Mai 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 5037
Preis: 8,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Er ist ein ausgesprochener Genießer sizilianischer Küche und bekommt Herzklopfen, wenn er den Kühlschrank aufmacht. Er will im Job auf keinen Fall befördert werden, hat eher auf Pressekonferenzen Hemmungen als bei schönen Frauen, kämpft als "einsamer Wolf", schlägt sich schon mal eine Nacht um die Ohren. Mit einem Paukenschlag - der Festnahme eines mehrfachen Mörders - beginnt Commissario Montalbanos zweiter Fall. Aber was bei anderen Krimis schon fast das Ende wäre, ist hier der Auftakt zu einer feingesponnenen, liebevoll, fast zärtlich erzählten und überdies mystisch angehauchten Geschichte. Im harten Ermittlungsgeschäft zwischen sizilianischer Mafia, dunklen Waffengeschäften und Mord entdeckt Montalbano in einer Grotte die Skelette einer Frau und eines Mannes, bewacht von einem Hund aus Terrakotta. Ganz eindeutig ein Liebespaar, das allerdings viele Rätsel aufgibt und ins Sizilien der 40er Jahre führt, Kriegsende, Nachkriegszeit. Und hier, auf dem die kriminalistischen, Spuren sichernden Weg in die Vergangenheit, wird die Spannung zum Virus und steckt von Seite zu Seite mehr an. Andrea Camilleri, Bestseller-Autor aus Sizilien, entfaltet sein Erzähltalent nur zögernd, aber was stellenweise ein wenig spröde beginnt, nimmt dann um so schneller und intensiver gefangen: die rekonstruierte Geschichte zweier Menschen, eingebettet in eine überzeugende, atmosphärisch dichte Schilderung von Raum und Zeit. Der Commissario und sein Autor, oder ist es vielleicht umgekehrt? Einerlei: Sizilien, die gute Küche und vertrackte Fälle lieben beide. Ein Team mit schlitzohriger Spitzfindigkeit und mediterranem Charme, das die Zutaten für spannende Unterhaltung genausogut kennt wie die Menüfolge eines guten sizilianischen Essens. -Barbara Wegmann


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 33 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Spannend, intelligent, humorvoll - Commissario Montalbano (5 von 5 Punkten) meint J.T.K. aus Bischberg, Oberfranken
In 'Der Hund aus Terracotta' hat es der sizilianische Commissario Salvo Montalbano nicht nur mit der allgegenwärtigen Mafia, sondern auch mit einem viele Jahre zurückliegenden Doppelmord zu tun. Aber er löst jede seiner Aufgaben mit der ihm eigenen Art - nach einem hervorragenden Essen läßt es sich sehr gut nachdenken. Und immer mit der gehörigen Portion Humor, weshalb überhaupt keine Langeweile aufkommt.

Sicher gibt es spannendere Kriminalromane, aber Andrea Camilleri setzt eben andere Prioritäten. Die Beschreibung der Tatorte, der Art und Weise, wie sein Commissario arbeitet und der Blick auf seine Heimat Sizilien machen das Buch sehr lesenswert. Und für meine Verhältnisse war auch genügend Spannung vorhanden.

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Der Märtyrer im schwarzen Hemd: Roman - Andrea Camilleri
Buch:Der Märtyrer im schwarzen Hemd: Roman
Autor:Andrea Camilleri, Ausgabe vom Nov. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 100016
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Es ist eine typisch sizilianische Nacht: Die würzige Aprilluft streicht mild durch die Straßen, und die Stimmung in den Tavernen ist gut. Der perfekte Moment für eine zünftige Rauferei mit einem Kommunisten. In erwartungsvoller Vorfreude lauern die drei Mussolini-treuen Studenten Lillino, Nino und Tazio in einer Gasse auf das Objekt ihrer Begierde. Nur nimmt die Prügelei in der Dunkelheit einen unerwarteten Verlauf. Dummerweise verirrt sich eine Revolverkugel in Lillinos Schädel und bläst ihm das Licht des Lebens aus. Keine Frage, wer der Täter ist, ist doch ein Kommunist beteiligt. Seltsam nur, dass die Kugel im Kopf des Opfers nicht aus der Waffe des Täters stammt. Doch während einzelne Gesetzeshüter noch rätseln, nimmt ein abgekartetes politisches Spiel bereits seinen Lauf.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Krimi der Extraklasse (5 von 5 Punkten) meint R.J.
Sizilien 1921, eine Schlägerei läuft aus dem Ruder und einer der Beteiligten wird erschossen. Was wie eine Allerweltsgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einem historischen Politthriller der Extraklasse. Und wenn ich sage "historisch", dann meine ich nicht diese Möchtegern-Historienromane, wo Geschichte nur schmückendes Beiwerk ist, sondern hier wird voll ins politische und gesellschaftliche Leben gegriffen, und das in einer zugleich kompetenten und amüsanten Weise, wie man es nur selten erlebt. Die mitunter schon satirische Sprache konterkariert teilweise die Handlung, denn angesichts der beschriebenen faschistischen Machtübernahme bleibt einem mitunter das Lachen im Halse stecken. Einfach herausragend.

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Der Dieb der süßen Dinge: Commissario Montalbanos dritter Fall - Roman - Andrea Camilleri
Buch:Der Dieb der süßen Dinge: Commissario Montalbanos dritter Fall - Roman
Autor:Andrea Camilleri, Ausgabe vom 2. Juli 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 2833
Preis: 8,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Commissario Salvo Montalbano steht vor seinem dritten Fall. Diesmal bekommt es der hartgesottene sizilianische Ermittler mit einer scheinbar recht simplen Sache zu tun: einem kleinen Eierkuchendieb. Doch ganz so einfach ist der Fall nicht, denn dieser Dieb der süßen Dinge ist nur die Spitze des Eisberges. Vigáta, die malerische sizilianische Küstenstadt, wird Zentrum von gleich zwei Verbrechen: Auf einem Fischerboot wird ein Tunesier erschossen und gleichzeitig wird der Geschäftsmann Lapecora erstochen im Aufzug seines Wohnhauses aufgefunden. Commissario Montalbano hat alle Hände voll zu tun. Zunächst konzentriert er sich auf den Fall Lapecora. Wieder einmal heißt es: Cherchez la femme! Die Spur führt zu der schönen Tunesierin Karima. Und plötzlich ist Montalbano auch in die Recherchen zu dem Mordfall auf dem Fischerboot verstrickt. Der Eierkuchendieb schließlich ist es, der den entscheidenden Hinweis auf die Verbindung der Verbrechen liefert. Montalbano kann nicht verhindern, dass der Verlauf der Ermittlungen auch sein Privatleben gehörig durcheinanderbringt. Trotz aller Abwehr geraten dabei die Grundfesten seiner Lebensweise ins Rutschen und er ist schließlich gezwungen alles neu zu überdenken. Mit dem eigenwilligen Commissario Montalbano hat der sizilianische Autor, Drehbuchautor und Regisseur Andrea Camilleri eine neue Kultfigur geschaffen. Mit einer gehörigen Portion sizilianischem Machismo ausgestattet, ist der Kommissar nicht immer wirklich sympathisch - oft ist sein Zynismus ätzend, seine Überheblichkeit verletzend, seine Übellaunigkeit enervierend. Doch dann gibt es die Momente, in denen seine scheinbare Gefühllosigkeit ins Wanken gerät, seine Kompromisslosigkeit ihren Tribut fordert. Ein Kriminalroman für alle, die neugierig sind, die Gegensätze zwischen dem lyrischen Venezien einer Donna Leon und dem unnachgiebigen Sizilien eines Andrea Camilleri näher zu ergründen. Ein Buch auch für alle Liebhaber der italienischen Küche. Niemals sollte man sich mit leerem Magen in diese Lektüre vertiefen, denn die enorme Vielfalt der sizilianischen Köstlichkeiten (die übrigens in einem Glossar eigens übersetzt sind) lässt dem Leser schnell das Wasser im Mund zusammen laufen. Die überaus präzise, bildhafte Sprache, die schnellen Dialoge sowie der trockene Humor garantieren spannende und kurzweilige Unterhaltung. -Ursula Kohaupt
Am Anfang scheint es ein "einfacher" Mord an einem sizilianischen Geschäftsmann zu sein. Doch dann kommt die schöne Tunesierin Karima, die den Honoratioren der Stadt, getarnt als Putzfrau, ihre sexuellen Wünsche erfüllt, ins Spiel. Allzu offensichtlich will die Witwe sie Commissario Montalbano als Mörderin verkaufen. Als der Sohn der verschwundenen Karima, der sich verwaist als "Dieb der süßen Dinge" über Wasser halten muss, auftaucht, steigt die Spannung ins Unermessliche: Der tote Fischer ist Karimas Bruder, der weiße BMW, der in beiden Fällen eine wichtige Rolle spielt, gehört dem Geheimdienst. Salvo überführt die Witwe des Mordes an ihrem Ehemann, nicht aus Eifersucht oder verletzten Gefühlen, sondern aus purem Geiz. Und er wird auch noch die beiden anderen Fälle lösen. Bis zur letzten Minute fesselt dieses Kriminalhörspiel. Gerda Wameling spricht wie auch in den beiden ersten Camilleri-Hörspielen den scharfsichtigen, zynischen Commissario Salvo Montalbano. Durchgängig ist die Sprecherleistung in diesem Hörspiel überzeugend. Durch die bewusst harten Szenenwechsel steigt die Spannung kontinuierlich bis zum Ende. Und mit der Saxophonpassage von Henrik Albrechts Musik ist ein unverkennbares Leitmotiv geschaffen. Sie wird eingesetzt, wenn die Melancholie, die Einsamkeit Salvos , aber auch das Zusammensein mit Livia, seiner Freundin, skizziert wird. Kriminalhörspiel mit Musik, Spieldauer: 100 Minuten, 2 CD. Auch erhältlich als MC (3785711478) . . - culture.text

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 29 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Spannend und witzig - Welch eine Mischung (5 von 5 Punkten) meint J.T.K. aus Bischberg, Oberfranken
'Der Dieb der süßen Dinge' hat mir von den Romanen um Commissario Salvo Montalbano bislang am Besten gefallen. Das Buch hat einfach das gewisse Etwas. Beim Lesen wähnt man sich schon in Sizilien und man fiebert der Lösung des Falles bzw. eigentlich der Fälle förmlich entgegen.

Und doch versteht es Andrea Camilleri immer wieder witzige Dialoge bzw. Beschreibungen einzubauen, so dass man nicht nur schmunzeln sondern lachen muss.

Die Spannung hat - wie es sich für einen Krimi gehört - natürlich die Oberhand. Aber durch den fast schon genialen Witz von Camilleri wird aus einem spannenden Krimi ein Buch, das man gelesen haben sollte.

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Das kalte Lächeln des Meeres: Commissario Montalbanos siebter Fall - Andrea Camilleri
Buch:Das kalte Lächeln des Meeres: Commissario Montalbanos siebter Fall
Autor:Andrea Camilleri, Ausgabe vom 20. Aug. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 3384
Preis: 8,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Commissario Montalbano, sizilianisches Leckermaul und Gesetzeshüter aus Passion, ist verzweifelt: Er fühlt sich in seiner Berufsehre getroffen, denn die allgegenwärtige Korruption der italienischen Polizei wirft auch einen Schatten auf ihn und seine Kollegen. Soll er kündigen? Sich der Verzweiflung hingeben, während er langsam alt und verbittert wird? Ein äußerst vertrackter Fall stellt nicht nur seine Fähigkeiten als Ermittler auf eine harte Probe, sondern trägt noch zu seiner Weltverachtung bei: Beim Schwimmen vor seinem Haus in Marinella findet Montalbano eine verweste Leiche, die nur unzureichend identifiziert werden kann. Parallel zu diesem Fall wird er mit der Tragödie zahlloser Flüchtlinge konfrontiert, die in überfüllten Booten an die Küsten Italiens geschwemmt werden. Nicht alle diese Menschen sind jedoch auf der Suche nach einem besseren Leben - Prostitution und Kinderhandel gehören zum Alltag in diesem miesen Geschäft. Und als Montalbano bewusst wird, dass er unabsichtlich zum Tod eines jungen Afrikaners beigetragen hat, brennt bei ihm eine Sicherung durch und er geht zum Gegenangriff über ... Nach zehn Montalbano-Romanen könnte man eigentlich erwarten, dass Camilleri allmählich die Puste ausgeht. Aber ganz im Gegenteil - Das kalte Lächeln des Meeres beginnt gewohnt ruhig, mit viel Charme und philosophischem Weltschmerz, legt unaufhaltsam an Tempo zu und endet in einem Showdown, der es in sich hat. Fast schon auf dem Niveau eines Georges Simenon, weiß Camilleri auf elegante Weise Unterhaltung und Gesellschaftskritik miteinander zu verbinden. Dabei liefert er kein harmonisch geschlossenes Weltbild, sondern bringt die Widersprüche unseres künstlich abgeschirmten Alltags messerscharf auf den Punkt. Commissario Montalbano ist eine Bereicherung für jede Krimibibliothek und damit für jeden, der anspruchsvolle Unterhaltung zu schätzen weiß. Mit jedem Romans aufs Neue! -Hannes Riffel


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 18 Bewertungen)

Leserkommentare:*
lokalkolirit und gelungene story (5 von 5 Punkten) meint h. aus Menden
Mille grazie Signore Camillieri für vergnügliche Lesestunden mit Ermittler Montalbano auf Sizilien. Herrlich skurrile Charaktere, den Mund wässrig machende Rezepte für die Zubereitung von Barben und was sich sonst noch an kulinarischen Köstlichkeiten im Mittelmeer tummelt, unterhaltsam spannende Geschichten vermengt mit reichlich sizilianischem Flair. Empfehlenswert!

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Der Kavalier der späten Stunde: Commissario Montalbanos sechster Fall - Andrea Camilleri
Buch:Der Kavalier der späten Stunde: Commissario Montalbanos sechster Fall
Autor:Andrea Camilleri, Ausgabe vom 20. Aug. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 7518
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Commissario Montalbano hat ein Problem: Der neue, teure Pullover, den seine Freundin Livia ihm geschenkt hat, segelt wie von bösen Geistern besessen davon und landet im Schmutz. Bei einer eiligst eingeleiteten Waschaktion schrumpft das gute Stück schließlich auf einen Bruchteil seiner ursprünglichen Größe zusammen. Wie kann er ihr das nur gestehen? Und ausgerechnet jetzt soll er sich mit einem Betrüger beschäftigen, der zahllose Sizilaner um ihre Ersparnisse gebracht hat! Eigentlich hat sein Kollege Augello den Fall übernommen. Aber zwei Dinge bringen Montalbano dazu, sich einzumischen: Die Befürchtung, dass sich der Betrüger auch die Erspanisse seines Schützlings François unter den Nagel gerissen haben könnte, und die Vorwürfe des Polizeipräsidenten, er habe sich bei früheren Ermittlungen ungebührlich verhalten. Der Commissario ist sauer und lässt das seine Kollegen spüren. Und nicht einmal der ganzen kulinarischen Vielfalt Siziliens will es gelingen, seine Laune zu bessern. Mit Der Kavalier der späten Stunde haben es die Abenteuer um den barbäßigen Feinschmecker Montalbano bereits auf acht Bände gebracht, von Ermüdungserscheinungen ist jedoch nichts zu spüren. Allenfalls ließe sich feststellen, dass er bei der Erwähnung des Wortes Hochzeit aus Livias Munde nicht mehr ganz so heftig zusammenzuckt, aber das könnte auch ein Irrtum sein. Camilleri schreibt so elegant und einfallsreich wie eh und je, und zum Menschenfreund hat er seinen Commissario glücklicherweise auch noch nicht gemacht. Ein Festmahl! -Hannes Riffel


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Immer wieder gut (5 von 5 Punkten) meint B.
Wenn man ein Fan von Comissario Montalbano ist, wird man auch hier wieder nicht enttäuscht.

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Das Spiel des Patriarchen: Commissario Montalbanos fünfter Fall - Roman - Andrea Camilleri
Buch:Das Spiel des Patriarchen: Commissario Montalbanos fünfter Fall - Roman
Autor:Andrea Camilleri, Ausgabe vom 12. Juli 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 4570
Preis: 8,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Ob ein Autor wohl stolz oder eher eifersüchtig ist, wenn der Held seiner Krimis drauf und dran ist, ihm den Bekanntheitsgrad streitig zu machen? Andrea Camilleris Commissario Salvo Montalbano ist sicherlich so eine Figur, die nun auf gut 300 Seiten einen neuen Fall vor sizilianischer Kulisse zu lösen hat: altbekannt, vertraut, sympathisch, so eine Mischung aus Brummbär und gutmütigem Kumpel, dazu natürlich ein schlauer Fuchs, erfahren und routiniert, ein guter Esser und Feinschmecker allemal - so viel Zeit muss sein. So kennt man ihn, Montalbano, der mit seinen "Methoden, die oft und gerne die Grenzen zur Illegalität überschreiten," nicht ganz unangefochten ist. Und dann: Ein junger Mann wird ermordet, ein altes Ehepaar, das im gleichen Haus wohnt, verschwindet spurlos und natürlich ist da die sizilianische Mafia, die ihre Finger mit im Spiel hat. Ganz klar, irgendwie hat das alles miteinander zu tun, auch wenn die einzelnen Geschehnisse zu Beginn noch astronomisch weit auseinander liegen. Montalbano und sein Team, allesamt weder sklavische Handlanger noch gesichtslose Hintergrundfiguren, leisten seziererische Puzzle- und Aufdeckungsarbeit. Camilleris Krimis haben keine Eile mit spektakulären Verbrechen, überfallen den Leser nicht brutal und plump mit hohler Action und faden Effekten, sie bleiben ruhig und sacht, aber wirklich nie langweilig. Stetig fließend verbünden sich die vielfältigen Ebenen des Geschehens filigran gesponnen und spannend im furiosen Höhepunkt. Der kommt dann schließlich doch so plötzlich, dass man etwas Mühe hat, angesichts der verwickelten verbrecherischen Machenschaften den Überblick zu behalten. Dennoch: Der Bestsellerautor mit dem Händchen für Millionenauflagen versteht es auch in seinem neuen Buch, Commissario Montalbano und seinen kniffeligen Fall zu einer letztlich runden Kriminalgeschichte zusammenzuführen. -Barbara Wegmann


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 17 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Die Sucht nach Camilleri-Büchern hat voll eingesetzt (5 von 5 Punkten) meint E.S. aus Wien
Die Sucht nach Camilleri-Büchern hat mich im Griff! Man kann das Buch in einem durchlesen und wird nicht müde.

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