Anna Gavalda, Ausgabe vom 5. Nov. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 205729
Aus der Amazon.de-Redaktion Warum um alles in der Welt heißt Alles Glück kommt nie "Alles Glück kommt nie"? Immerhin lässt sich das Original, La Consolante, ganz salopp mit "Die Tröstende" übersetzen. Aber das Problem gab es ja schon bei Anna Gavaldas deutschem Überraschungs-Bestseller Zusammen ist man weniger allein. Auch da gab es für den eher knappen, und gerade in seiner Knappheit gelungenen Titel (Ensemble, c?est tout, also "Zusammen, das ist alles") keine logische, in der Übersetzung gelungene Entsprechung "Die Tröstende? - das wäre wohl der bessere Titel gewesen. Denn in Galvanas Buch geht es, was den Plot betrifft, äußerst eher einfach zu. Held ist der 46-jährige Pariser Architekt Charles, der vor lauter Arbeit fast zu leben vergisst. In die Midlife-Crisis gekommen, wird Charles aus der Bahn geworfen, als er die Nachricht vom Tod einer gewissen Anouk erhält. Da er einmal in die weitaus ältere Frau verliebt gewesen ist, sucht Charles nach Spuren der faszinierenden Frau. Was er findet, ist die Spur von Anouks Sohn Alexis, der einmal sein bester Freund gewesen ist. Und er macht Bekanntschaft mit Kate, der Immigrantin, die ihm nicht nur ihre Vergangenheit offenbart, sondern ihm auch zeigt, was wahre Liebe - und wahres Glück - bedeuten kann? In Frankreich wird Anna Gavalda inzwischen fast schon wie ein Popstar verehrt. In Deutschland ist es bisher nicht ganz so schlimm, auch wenn man es der Autorin durchaus gönnen könnte. Denn Galvada hebt die Unterscheidung zwischen U- und E-Literatur auf eine Art und Weise aus, die bezaubert. Da ist sicher nicht jeder Satz ganz schmalzfrei. Aber Alles Glück kommt nie ist - trotz des umständlichen Titels - alles andere als misslungen. Beste Unterhaltung. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de 1
Taschenbuch Zusammen ist man... weniger allein, Roman, 550 Seiten Anna Gavalda ist eine Art literarische Fachfrau fürs Verlassen und Verlassenwerden, für missglückte Leben und Lieben - Lieben, in denen sich nicht zuletzt die Dinge selbst gegen zwischenmenschliche Beziehungen verschwören. In ihrem Überraschungserfolg Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet waren es unter anderem ein Handy, ein Sportwagen und ein IKEA-Bett, die das Zusammenleben zwischen Mann und Frau auf recht unterschiedliche Arten und Weisen zumindest im Wege standen. Und in dem Nachfolgeband Ich habe sie geliebt muss die Protagonistin erfahren, dass sie sich mit ihrem Mann (wegen eines knarrenden Bettgestells) wohl allzu diskret geliebt hat, um ihr gegenseitiges Begehren über die Jahre zu retten. In Gavaldas - im Übrigen wieder einmal wundervoll einfühlsam von Ina Kronenberger ins Deutsche übertragenen - Roman Zusammen ist man weniger allein nun geht es einmal mehr um die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit: an Hand von Menschen, die in einer Pariser Wohngemeinschaft eher zufällig zusammengekommen sind. Da ist der schüchterne Philibert, von Geburt her von Adel, aber im Verhältnis zu Frauen eher ein Kretin: ganz im Gegensatz zu Franck, einem gutmütigen Koch, der seine geliebte, schon etwas sehr altersschwache Großmutter Paulette durchs Leben bringt. Und da ist natürlich noch Camille, die den Gaumenfreuden Francks krankhaft widersteht - und im Alltag zwar als Putzfrau arbeiten muss, eigentlich aber eine künstlerische Karriere verdient hätte. Eine verrückte Vierergruppe, die das Leben zusammengespült hat. Zusammen ist man weniger allein ist eine Art moderner Variante von Goethes Wahlverwandtschaften, wobei nie so ganz sicher ist, ob die Chemie zwischen den Figuren stimmt, und eigentlich auch ohne Wahl. Aber es ist nicht nur dicker, sondern auch etwas fröhlicher und glücklicher als Gavaldas frühere Bücher. Und das tut der Geschichte keinen Abbruch - ganz im Gegenteil. Überaus vergnüglich, witzig, und nur manchmal traurig. -Stefan Kellerer
Buch:
Ich habe sie geliebt
Autor:
Anna Gavalda, Ausgabe vom 8. Sept. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 14295
Pierre und Chlo haben nichts gemeinsam. Chlo ist Anfang dreißig, hat zwei kleine Töchter und wurde gerade von ihrem Mann verlassen. Pierre ist Mitte sechzig, ihr Schwiegervater und ein unsensibler, arroganter Bourgeois. So dachte sie zumindest - bis er sie und die Kinder ins Ferienhaus der Familie mitnimmt. Früher haben sich Cloé und ihr Mann so vorsichtig wie möglich geliebt. Denn das Bettgestell hatte entsetzlich geknarrt, und morgens am Frühstückstisch wusste jeder Bescheid. Danach legte das Paar die Matratze vom Bett auf den Boden. "Wir hatten unsere Lektion gelernt", heißt es im ebenso schmalen wie gelungenen Roman der französischen Autorin Anna Gavalda: "Und liebten uns so diskret wie möglich." Etwas zu diskret vielleicht, denn nachdem die zwei Töchter Lucie und Marion geboren wurden, kommt die Liebe der beiden plötzlich abhanden. Eines Tages steht Cloé allein da mit den Kindern, und ausgerechnet der mürrische Schwiegervater Pierre nimmt sich der verlassenen Gruppe an. Gemeinsam fahren die vier in ein Landhaus, und hier offenbart der schweigsame Pierre, unter dessen Tyrannei sein Sohn Zeit seines Lebens litt und der der Icherzählerin Cloé immer wie ein einsiedlerischer "Marsmensch" erschienen war, der jungen Frau die Geschichte seiner großen Liebe, die mit Schuld, Versagen und verpasstem Glück zu tun hat: "Mein Leben ist wie eine geschlossene Faust", gesteht ihr Pierre. Und in ihrem Beisein gelingt es ihm, diese Faust - wenn auch nur für einen kleinen Augenblick, erzählend - zu öffnen. Leise und fast in der Form knapper Prosagedichte entfaltet Gavalda ihre unspektakuläre Geschichte - wie ein kleines Kammerspiel, in dem die Liebe immer wieder auch als eine existenzielle Krankheit erscheint. Ich habe sie geliebt ist ein präzises, lakonisches, überzeugendes und anrührendes schmales Bändchen geworden, dem man möglichst viele Leser wünscht. -Stefan Kellerer
Buch:
Das Wetter ist schön, das Leben auch
Autor:
Anna Gavalda, Ausgabe vom 4. Aug. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 137031
Buch:
Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet
Autor:
Anna Gavalda, Ausgabe vom 16. Okt. 2003, Broschiert, Verkaufsrang 37295
Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet. 1999 wurde Anna Gavalda mit ihrem ersten Erzählband auf einen Schlag berühmt. Das Buch mit dem zärtlich-romantischen Titel "Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet" enthält Alltagsgeschichten; manchmal sind es nicht viel mehr als Skizzen. Die Technik, mit der die Französin ihre Geschichten erzählt, ist gekennzeichnet durch einen lebhaften Wechsel der Stilebenen und Perspektiven. Figuren werden zitiert, nicht selten wird der Leser direkt mit in die Erzählung eingebaut, indem er angesprochen wird. Auch deshalb sind diese Erzählungen für das Medium Hörbuch besonders geeignet. Anna Gavalda hat ihren Job als Lehrerin mittlerweile aufgegeben. Die Mutter von zwei Kindern lebt bei Paris. Und noch immer zieht sie es vor, einzig in dem kleinen, aber feinen Verlag "Le Dilettante" zu veröffentlichen und eine gewisse Unabhängigkeit zu kultivieren. Die hier vorgelesenen sechs Erzählungen sind sehr genaue Momentaufnahmen. Geschichten, in denen das Leben zärtlich, jedoch keineswegs beschönigend erzählt wird. Anna Gavalda lässt ihre Figuren das aussprechen, was man heute denkt. Sie scheut vor nichts zurück. Dennoch sind ihre Erzählungen alles andere als berechenbar. Häufig baut sie überraschende Wendungen ein. Die Sprecher dieser Erzählungen beeindrucken durch großes Einfühlungsvermögen und ausgesprochen stimmliche Virtuosität. Nina Petri liest "Kleine Praktiken aus Saint-Germain" und "Epilog". Für die junge Pariserin, die sich verabredet, aber wegen eines etwas unpassenden Gefühls von Stolz alles vermasselt, wie auch für die Mutter, die sich beim Verleger vorstellt, hat die Sprecherin die passende Stimme. Sie trifft den Ton und überzeugt mit dem gekonnten Wechsel aus Innensicht der Ich-Erzählerinnen und direkter Ansprache an die Leser/Zuhörer. "Jahrelang" und "Ungewollter Schwangerschaftsabbruch" thematisieren traurige Ereignisse: In "Jahrlang" liest Hannes Hellmann von zwei Menschen, die einmal zusammen waren, und sich noch einmal kurz vor dem Tod des einen sehen. Er liest aus der Perspektive des Mannes, der jetzt verheiratet, mit Kindern, eingefangen in der Tretmühle, jahrelang um diese Frau getrauert hat. In der Geschichte über den Schwangerschaftsabbruch berichtet Maria Fuchs im Tonfall der gefassten, niemanden belästigenden Mutter von diesem traurigen Ereignis. "Junior" ist eine amüsante Satire des Provinzadels, der sich mit der Herstellung von Gartenmöbeln durchs Leben bringen muss. Junior klaut den Jaguar Papas, um auf eine Party zu gehen. Auf der Fahrt nach Hause passiert ein Unfall mit einem Wildschwein. Am Ende hat das Wildschwein das Innere der Luxuskarosse völlig demoliert. Herrlich gelesen von Gustav-Peter Wöhler. Schließlich "Klick-Klack". Diese kleine Geschichte über einen jungen Mann, seine Verehrung für eine Kollegin und über seine zwei Schwestern wird von Jona Mués unvergesslich gelesen. Der Sprecher springt virtuos zwischen den Perspektiven hin und her, zitiert souverän die unterschiedlichen Figuren, spricht zu sich selbst, dann wieder zum Leser. Wirklich ein Hörgenuss! Lesung, Spieldauer: ca. 154 Minuten, 2 CD. - culture.text
Buch:
35 Kilo Hoffnung
Autor:
Anna Gavalda, Ausgabe vom Okt. 2007, Broschiert, Verkaufsrang 10247
Zusammen ist man weniger allein Anna Gavalda ist eine Art literarische Fachfrau fürs Verlassen und Verlassenwerden, für missglückte Leben und Lieben - Lieben, in denen sich nicht zuletzt die Dinge selbst gegen zwischenmenschliche Beziehungen verschwören. In ihrem Überraschungserfolg Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet waren es unter anderem ein Handy, ein Sportwagen und ein IKEA-Bett, die das Zusammenleben zwischen Mann und Frau auf recht unterschiedliche Arten und Weisen zumindest im Wege standen. Und in dem Nachfolgeband Ich habe sie geliebt muss die Protagonistin erfahren, dass sie sich mit ihrem Mann (wegen eines knarrenden Bettgestells) wohl allzu diskret geliebt hat, um ihr gegenseitiges Begehren über die Jahre zu retten. In Gavaldas - im Übrigen wieder einmal wundervoll einfühlsam von Ina Kronenberger ins Deutsche übertragenen - Roman Zusammen ist man weniger allein nun geht es einmal mehr um die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit: an Hand von Menschen, die in einer Pariser Wohngemeinschaft eher zufällig zusammengekommen sind. Da ist der schüchterne Philibert, von Geburt her von Adel, aber im Verhältnis zu Frauen eher ein Kretin: ganz im Gegensatz zu Franck, einem gutmütigen Koch, der seine geliebte, schon etwas sehr altersschwache Großmutter Paulette durchs Leben bringt. Und da ist natürlich noch Camille, die den Gaumenfreuden Francks krankhaft widersteht - und im Alltag zwar als Putzfrau arbeiten muss, eigentlich aber eine künstlerische Karriere verdient hätte. Eine verrückte Vierergruppe, die das Leben zusammengespült hat. Zusammen ist man weniger allein ist eine Art moderner Variante von Goethes Wahlverwandtschaften, wobei nie so ganz sicher ist, ob die Chemie zwischen den Figuren stimmt, und eigentlich auch ohne Wahl. Aber es ist nicht nur dicker, sondern auch etwas fröhlicher und glücklicher als Gavaldas frühere Bücher. Und das tut der Geschichte keinen Abbruch - ganz im Gegenteil. Überaus vergnüglich, witzig, und nur manchmal traurig. -Stefan Kellerer
Buch:
Ich wünsche mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet
Autor:
Anna Gavalda, Ausgabe vom 1. Sept. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 300736
Buch:
Aber wer einmal lebt, muss es ununterbrochen tun: Das Leben auf den Punkt gebracht
Autor:
William Boyd, Anna Gavalda, Arno Geiger, Wilhelm Genazino, Lars Gustafsson, Pascal Mercier, Ausgabe vom 9. Febr. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 311008