Product Description Ungelesen, fleckenfrei, rein. Die große amerikanische Schriftstellerin schreibt über die Trauer nach dem Tod des Ehemannes und über den Versuch, das Unfassbare begreiflich zu machen. Ein sehr offenes, sehr persönliches Buch, das zugleich von beeindruckender Allgemeingültigkeit ist. Joan Didion wurde dafür mit den National Book Award ausgezeichnet.
Product Description Achte auf nichts wegen mir.' In Harrachov, einem Ferienort weit im Ostender Tschechischen Republik, sitzen Evy und Vera auf der Terrasse und würdengern Ski laufen. Aber nicht nur ihre Beziehung stagniert, auch die Liftesind abgestellt. Dabei hatte alles so stürmisch angefangen, vor zwei Jahrenim Winter. Vera war bei einer rasanten Abfahrt mit Evy zusammengeprallt,und sie hatten sich auf der Stelle verliebt. Jetzt sind sie eigentlichnur noch für die anderen faszinierend. Für die alte Frau Beran, die ihnendas Zimmer vermietet, für Oliver, der seine Frau und seine Kinder vernachlässigt,weil er ihnen gern zeigen möchte, was für ein toller Sportler er ist, fürden Mann, der die Skier repariert und verleiht. Die dreizehn Erzählungenin diesem Band bilden eine Art Kettengeschichte. Nur dem Leser erschließtsich, wie sie zusammenhängen, nur er weiß am Ende, was hinter dem Rückender Figuren geschieht.Die dreizehn Episoden in diesem Band bilden eineKettengeschichte. Jede birgt ein neues Geheimnis, das den Leser auf dieSuche schickt, an deren Ende nur er weiß, was hinter dem Rücken der Figurengeschieht.
Buch:
Offene Blende: Roman: In Erinnerung an Steffi Schneider 1942 - 1990
Aus der Amazon.de-Redaktion Christiane geht in den 80ern aus der DDR nach New York, angeblich um zu heiraten. Doch sie sucht diesen Amerikaner, der sie bereits als Ehefrau eingeplant hatte, nie auf. Anfangs übernachtet sie in einem Obdachlosenheim, später bringt sie sich mit kellnern durch. Schließlich lernt sie Jeff kennen und baut mit ihm eine Avantgarde-Bühne auf. Da ist sie schon zu "Jo" geworden, und die junge westdeutsche Fotografin Leah, die sich in den 90ern in diese rätselhafte ältere Frau verliebt, wird den verschütteten Teil ihrer Biografie erst nach und nach in Erfahrung bringen. Bekanntlich konstituiert sich Identität über Sprache. Jemand, dessen Identität durch einen Kulturschock, wie er sich gravierender kaum denken lässt, zersplittert ist, wird in der (Fremd-)Sprache kaum das Mittel finden, um Kohärentes auszudrücken. Wenn Jo spricht, ist es folglich ein poetisches, verhüllendes Sprechen. Auch ihre Theaterarbeiten zeigen nur die flüchtige Wortlosigkeit, in der viele Menschen leben, ohne es sich einzugestehen. Identität verändert sich und das ist weder gut noch schlecht, höchstens schwierig. Dass sich der Dramaturgin mit Leah eine Fotografin hinzugesellt, lässt dieses Buch noch visueller funktionieren, was der Leserin eine dauerhaft hohe Umsetzungsleistung von Sprache in Bilder abverlangt. Antje Strubel ist eine ausgezeichnete Schriftstellerin. Sie beherrscht das Schreiben so klar, dass es seinesgleichen sucht, ansatzweise wie Patricia Highsmiths The Price of Salt. Was macht man jedoch mit einem Buch, das meisterhaft, aber nicht amüsant ist? Man konsumiert es nicht beschwingt, sondern die Geschichte setzt sich einem auf die Brust und zwingt einem ihr beharrlich erzähltes Eigenleben auf. Liest man weiter, oder schlägt man das Buch zu? Schlägt man es zu, bleibt das sichere Gefühl, etwas verpasst zu haben. Unser Ratschlag: Lesen Sie dieses Buch, auch wenn es anstrengt. Eine so außergewöhnlich eigensinnige Stimme wie Antje Strubel wird noch weiter auf sich aufmerksam machen. -Stephanie Sellier 1
Aus der Amazon.de-Redaktion "Am Realismus gehen die schönsten Ideen kaputt." Der Satz, den Antje Rávic Strubel einer ihrer Figuren in den Mund legt, beschreibt in kaum zu überbietender Lakonie, was die Autorin selbst unbedingt zu vermeiden sucht: jenen allzu platten Realismus, der gerade in den Büchern vieler junger Erzähler fröhliche Urständ feiert. Auf den ersten Blick kleidet sich Strubels jüngstes, in der neuen Marebibliothek erschienenes Buch ins Gewand der klassischen Crime Story. An der Kreuzberger Admiralsbrücke finden sich Teile einer von einer Schiffsschraube zerschredderten Leiche. Daniel Stillmann, Student der Mathematik, scheint Zeuge eines Verbrechens geworden zu sein. Ist der alte Mann im Kapitänsmantel, den er vom Fenster seiner Wohnung aus beobachtet und der ihn nun nicht mehr loslässt, der Mörder? Und: Wo zum Teufel steckt eigentlich Daniels Freundin Kathleen? Ein Nachtstück nennt die hochgelobte Autorin ihr drittes Buch, in dem sie Motive und Konstellationen der beiden Romane Offene Blende und Unter Schnee wie in einer chemischen Versuchsanordnung variiert, neu durchdekliniert: die Fremdheit zwischen Liebenden, das Vexierspiel erfundener Identitäten, die langen Schatten deutsch-deutscher Geschichte. Daniel und der geheimnisvolle Alte, so scheint es, leben nur in den Köpfen zweier Frauen aus Ost und West, die sich mit der mysteriösen Mordgeschichte selbst um Kopf und Kragen erzählen. Eine Vater-Sohn-Tragödie, ein Stasi-Mordkomplott der "Truppe für nasse Sachen" an Bord des NVA-Zerstörers Erfurt? Immer tiefer verirrt sich der Leser in ein dunkles Labyrinth; die ordnenden Grenzen von Raum und Zeit sind längst außer Kraft gesetzt. "Auster?", fragt man sich bereits in Strubels Debüt, "du hast wohl ein bisschen zu viel von ihm gelesen, was." Treffer versenkt - diesmal gemahnt nicht nur das dem Buch vorangestellte Motto an den Autor der New York-Trilogie. Dabei erzählt Strubel jedoch auf verblüffende Weise deutsch, mit fast existentialistischem Ernst und ohne einen Hauch falscher Sentimentalität. Glasklar und doch geheimnisvoll egal, ob es um die Bewusstseinszustände ihrer Heldinnen oder ein nautisches Manöver geht. "Alles wird immer schon dagewesen sein, nur die Bedeutungen können sich um wenige Grade verschieben - auch das ist die Kunst und die Trägheit der Sprache." Auf beides versteht sich Antje Rávic Strubel wie kaum eine Autorin ihrer Generation. -Niklas Feldtkamp 1