Product Description Roman. Originalausgabe Erscheinungsjahr: 2005 Gewicht: 200 gr / Abmessung: 19 cm Von Stuckrad-Barre, Benjamin von Die Ausgangssituation ist klassisch: Der Ich-Erzähler, gerade mal Anfang Zwanzig, ist soeben von seiner Freundin verlassen worden; nach vierjähriger Beziehung nun per Fax der Schlussstrich. Ende, aus, vorbei. Natürlich ist der Verlassene im Moment des Aus so verliebt wie in all den Jahren nicht. Trotz verschiedener "Soloprojekte" in der gemeinsamen Zeit, trotz der gelegentlichen Gastrolle als Single, fühlt sich der Erzähler schlecht wie schon lange nicht mehr: ach, wie immer schon. Gebührend wird der Verflossenen hinterhergetrauert: er ruft sie an, legt auf, geht joggen, sucht trinkend nach schnellem Ersatz, um doch nur wieder zurückzufallen, auf sie, auf sich und auf: OASIS. Denn natürlich hört er genau die Musik, die zu all seinem Unglück noch gefehlt hat. Götter des Britpop! "You and I gonna live forever?" Von wegen. "Soloalbum" erzählt von schönen Mädchen und blöden Parties, von coolen CDs und steinewerfenden Greisen - aber wie jedes wirklich gute Buch erzählt es die ewige Story vom Lieben und Sterben, von sterbender Liebe. Und wie im richtigen Leben macht auch hier der Ton die Musik: Zurückgeworfen auf sich selbst, mit sich, der Liebe und dem Leben kämpfend, entwickelt der Erzähler einen Sound, der seinesgleichen sucht in der deutschen Gegenwartsliteratur. Und das ist auch noch äußerst lustig zu lesen.
Buch:
Livealbum
Autor:
Benjamin von Stuckrad-Barre, Ausgabe vom Mai 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 260756
Aus der Amazon.de-Redaktion Der Meister "des meinungsbetonten 100-Zeilers" (taz) ist zurück. Wie schon in Remix betreibt er "Alltagsarchäologie und Gegenwartsstenografie" (Klappentext), sprich: Er schaut den Leuten aufs Maul und kratzt an den Oberflächen der schönen neuen Medienwelt. Er begleitet einen Tag lang Paola und Kurt Felix, "die Fleisch gewordene James-Last-Platte in der Endlosschleife", aber das ist gar nicht mal böse gemeint. Er macht sich Gedanken über Solarien und "Wohnen, Möbel, Leben", versucht in Tübingen eine Karte fürs Madonna-Konzert zu ergattern ("kei Schoongs") und trifft die Ministerin a.D. Andrea Fischer im Abgeordneten-Restaurant: Am Nebentisch sitzt Helmut Kohl "wie zwei Öltanks... und guckt, als habe man von seinem Tellerchen gegessen". Es geht also wieder mal, immer noch, um Deutsches Theater. Darum, wie wir alle uns in Szene setzen, die einen auf der großen Bühne, die anderen auf Nebenschauplätzen. Das ist nicht immer zum Lachen, etwa bei einer Realsatire wie der MDR-Kuppelshow Je t'aime. Auch die Materialsammlungen mit Klosprüchen und Gästebucheinträgen sind Geschmackssache. Einige der besten Texte kommen ohne die üblichen Promi-Verdächtigen aus und entfalten nicht polemisches, sondern poetisches Potential. "Im Copy-Shop" blockiert einer stundenlang "den besten Farbkopierer am Platze" - warum? Auf einem Rockfestival fragt sich der "Rockliterat", ob es "richtiges Lesen im falschen Zelt" gibt, und liefert eine hübsche Sozialstudie dieser Versammlungsform. In meinem Lieblingsstück, "Herbst in Berlin", flaniert er durch den sommermüden Tiergarten, "dabei versucht man je nach Charakter, so viele oder so wenig Bucheckern oder Eicheln wie möglich zu zertreten. Am schönsten knacken die Fruchtbecher der Eicheln..." Einige wird die Materialmasse abschrecken, andere werden sich Schritt für Schritt durchlesen. Und einen Stuckrad-Barre entdecken, der sich weiterentwickelt. Neben anderen Süchten scheint er auch seine zwanghafte Neigung zum Kalauer in den Griff zu bekommen. An seinem 26. Geburtstag beginnt er gar zu dichten: "Am neuen Computer sitzen / Glauben, dass jetzt alles / Besser wird / (anders zumindest) / Und seine Ordnung kriegt". Dann: "Noch kürzer werden / Knapper / Besser". Wohlan! -Patrick Fischer 1
Buch:
Was.Wir.Wissen
Autor:
Benjamin von Stuckrad-Barre, Benjamin von Stuckrad- Barre, Ausgabe vom 2005, Gebunden, Verkaufsrang 638441
Buch:
Deutsches Theater.
Autor:
Benjamin von Stuckrad-Barre, Ausgabe vom 12. Okt. 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 103025
Aus der Amazon.de-Redaktion Knapp vier Dutzend Stationen umfasst Stuckrad-Barres Deutschlandreise. Geografisch reicht sie von München (wo der Autor notgedrungen in ein Waschbecken pinkeln musste) bis Sylt (wo BVSB als investigativer Krabbenpuler bei der Imbisskette Gosch anheuerte), thematisch von Bernhard Jagoda (und dem Ritual der Verkündung der Arbeitslosenzahlen) bis zu Claus Peymann (der sich keine Hose kauft, aber mit dem Autor essen geht). Höhepunkt ist freilich ein kleiner räumlicher Exkurs nach Namibia, wohin der rasante Reporter Christoph Schlingensief folgt. Der Text über Schlingensief gehört vielleicht zum Besten, was über den Apothekerssohn aus Oberhausen, der nicht funktionieren will, je geschrieben wurde. "Manchmal heißt es, Christoph Schlingensief sei gar nichts peinlich. Richtiger ist: Alles ist ihm peinlich, der Verklemmung setzt er Exhibitionismus entgegen und stellt sich zur Verfügung, wirft sich den ersten und zweiten Stein gleich selbst mitten ins Gesicht. (...) Seht her, zeigt er, ich kann es nicht, und das ist nicht schlimm, denn es ist normal." Die fast schon zärtliche Ernsthaftigkeit, mit der Stuckrad-Barre hier über Schlingensief schreibt, lässt erahnen, dass ihn das Thema auch persönlich betrifft. Ist nicht auch Stuckrad-Barres Karriere nach einem Skript permanenter Selbstüberforderung abgelaufen? Als halb kalkulierte, halb improvisierte Selbstinszenierung eines jungen Sprachverfertigers, der in alles hineinstolpert und sich selbst dabei beobachtet, wie er abwechselnd - und manchmal gleichzeitig - die Rollen des Medienvirtuosen und des Mediendilettanten spielt. Egomanisch und medien- (also auch: selbst-)kritisch zugleich. "Die Kamera läuft, läuft immer. Und wie andere Menschen in den Spiegel, so guckt Schlingensief auf den Kontrollmonitor: Was machen wir da? Wie sieht es aus, was täuschen wir vor? So wird ein Gespräch mit ihm zur Gegendarstellung, er hilft seinem Gegenüber auf die Beine eigener Sprache; natürlich vergreift er sich dabei immer wieder im Ton und an Sakrilegen." Der Ton. Benjamin von Stuckrad-Barre weiß, was die Musik macht. Und sein Grundton ist sehr oft ein polemischer. Das ist dann gut, wenn Stuckrad-Barre diesen Modus nicht nur zur Selbstaffirmation (und das heißt ja meist: zur Herabsetzung anderer) nutzt, sondern zum Dingfestmachen eines Sachverhalts. Beispiel Kabarett. "Wenn die Kritisierten mit dem Fallschirm in Fußballstadien springen und nichts sagen, bloß "18!" schreien, wenn ihre einzige Wahlkampfidee ist, schwul zu sein und Pandabären zu retten, dann muss doch die Kritik umso ernsthafter sein. Stattdessen ist auch bei Dieter Hildebrandt das Rabattgesetz gefallen, billiger waren die Späße nie." Am besten ist Stuckrad-Barre dann, wenn er sein Kredo ernst nimmt, dass man "die Dinge immer wieder neu überprüfen" müsse. Und wenn er sich mal einen ganzen Text lang nicht nur jede Häme verkneift, sondern in respektvoller Distanz verharrt, wie in dem schönen Text über Manfred Krug. "Seine Menschenliebe und -kenntnis kehrt die Versehrtheit, das Krummnasige, Komischnasige eines jeden um in etwas Liebenswertes, ohne die Basistragik jeder Existenz zu verniedlichen." Da wird es einem fast schon warm ums Herz. Manchmal klingt diese neue Ernsthaftigkeit fast schon rührend sozialdemokratisch, aber diese konstruktive Milde steht Stuckrad-Barre ausgesprochen gut zu Gesicht. Dass er auch das Polemisch-Atmosphärische gut beherrscht, wissen wir ja schon - und natürlich finden sich auch hier reichlich Beispiele (etwa die Beschreibung eines Hotelzimmers: "diese gewiss lieb gemeinte beigefarbene Keimfreihölle heißt natürlich "Management-Suite" und ist eingerichtet wie das Weltbild von Peter Hahne."). Vielleicht ist jetzt der Punkt erreicht, an dem sich entscheidet, ob Benjamin von Stuckrad-Barre ein talentierter Selbstdarsteller bleibt oder ob aus ihm noch einmal ein großer Reporter unkonventionellen Zuschnitts (à la Alexander Osang) wird: Die Gretchenfrage ist dabei, ob es ihm gelingt, sich selbst in seinen Texten zurückzunehmen und einfach auf seine Beobachtungen zu vertrauen. Die sind nämlich meist so gut, dass sie für sich selbst sprechen und zusätzlicher Kommentierung nicht bedürfen. (Selbiges gilt im Übrigen für die zahlreichen vom Autor selbst geschossenen Fotos, die seine Texte auf kongeniale Weise ergänzen - und zusätzlich auch als Postkartenserie erhältlich sind.). Aber vielleicht erleben wir derzeit ja auch eine Parallelentwicklung der beiden erfolgreichsten Entertainer der letzten Jahre: Wie sein Vorbild Harald Schmidt hat sich auch Benjamin von Stuckrad-Barre immer mehr vom polemischen hin zum analytischen, ja didaktischen Modus bewegt. Letztes Indiz: seine MTV-Sendung Lesezirkel, in der Stuckrad-Barre als selbst ermächtigte "Undercover-Guerilla der Stiftung Lesen" auftritt. Da ist es nur logisch, dass auch Deutsches Theater mit einem Zitat von Stuckrad-Barres persönlichem Literaturreferenten und Lesezirkel-Dauergast Walter Kempowski endet: "In der Nacht Klavier gespielt, die Kühe, draußen vor dem Fenster, hörten mir zu. Ich brach ab, als ich merkte, daß ich mir wie Chopin vorkam. Außerdem störte es mich, daß auch die Mädchen mir drüben, im anderen Haus, möglicherweise zuhörten und eventuell dächten, ich käme mir wie Chopin vor." -Axel Henrici
Buch:
KiWi Taschenbücher, Transkript
Autor:
Benjamin von Stuckrad-Barre, Benjamin von Stuckrad- Barre, Ausgabe vom März 2001, Gebunden, Verkaufsrang 534979
Aus der Amazon.de-Redaktion Nun also Transkript, das "Reclamheft zur Lesereise". Mit sämtlichen Grammatikfehlern, Original-Ähs und Versprechern. Muss das sein? Vergessen wir mal die Vorgeschichte, also alles, was mit "Popliterat", "Medienhype" etc. anfängt... Oder halt: Vergessen wir sie in einem Punkt nicht: denn dieser immer noch recht junge Mann, um den es hier geht, hat angefangen als Reporter. (Wenngleich seine Themenwahl oft recht eigenwillig war.) Das Wort "Reporter" kommt von lateinisch "reportare", "zurücktragen". Der Reporter ist einer, der über Grenzen geht, dahin, wo noch keiner war, und der denen daheim dann davon erzählt. Benjamin von Stuckrad-Barre überschreitet gerne Grenzen, gelegentlich auch die des guten Geschmacks, aber dazu später. Bleiben wir beim journalistischen Einmaleins. Wenn vom Phänomen BVSB die Rede ist, geht es sehr häufig um das "Wie": Also, wie der schon wieder über die Leute herzieht und, überhaupt, ständig gegen den guten Ton verstößt (sagen die einen, die ihn nicht mögen). Oder: Wie der es den ganzen Schnarchnasen des Kulturbetriebs mal wieder zeigt und sagt, was Sache ist (sagen die anderen, die Fans). Aber genau "was" ist denn hier Sache? Wenn Stuckrad-Barre vor versammeltem Publikum aus seinem Künstler-Vertrag zitiert ("da stehen wahnsinnige Sachen drin, sogar, ähm, was es zu essen gibt") und sich damit selbst der Lächerlichkeit preisgibt, legt er das Funktionieren des Betriebs offen, freilich ohne - wie etwa ein Schlingensief - diesen wirklich stören zu wollen. Kritisch war gestern: Heute macht man sich lustig. Wenn es sein muss, auch über sich selbst. Stuckrad-Barre, der nach eigenem Bekunden "Comedy" hasst, beeindruckt durch seine Beobachtungsgabe, weniger durch die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen und holzhammerharten Verbalprügel gegen Leute, die er nicht mag (und die, wie Alexander Osang einmal bemerkte, meist ohnehin schon am Boden liegen). Das zu Grunde liegende Arbeitsprinzip ist das des Müllsammlers. Ob Diepgen, Biolek oder Studentenpartys: BVSB ist derjenige, der sich alles reinzieht und (quasi stellvertretend) den Medienmüll für uns trennt. Das da ist Bio-Müll, der da gehört zum alten Eisen... und der Rest? Ist auch nur Trash. Aber anders als etwa Rainald Goetz (Abfall für Alle) - ein regelmäßiger Gast der transkribierten Lesungen - ist Stuckrad-Barre kein obsessiver Fakten-Ordner, mehr der Conferencier, der sich, Gott und der Welt ein Bein zu stellen versucht. Auf offener Bühne. Kann man nur hoffen, dass für einen, der spaßeshalber ausgezogen ist, ein Popstar zu werden und der versprochen hat, stets von unterwegs Bescheid zu geben, wie das so ist und wie das so geht, dass also für so einen die traurige Wahrheit nicht gilt: "Wer sich in die Medien begibt, kommt darin um." -Axel Henrici 1
Buch:
Remix 1: Texte 1996-1999
Autor:
Benjamin von Stuckrad-Barre, Ausgabe vom 17. März 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 247470
Aus der Amazon.de-Redaktion Der Meister "des meinungsbetonten 100-Zeilers" (taz) ist zurück. Wie schon in Remix betreibt er "Alltagsarchäologie und Gegenwartsstenografie" (Klappentext), sprich: Er schaut den Leuten aufs Maul und kratzt an den Oberflächen der schönen neuen Medienwelt. Er begleitet einen Tag lang Paola und Kurt Felix, "die Fleisch gewordene James-Last-Platte in der Endlosschleife", aber das ist gar nicht mal böse gemeint. Er macht sich Gedanken über Solarien und "Wohnen, Möbel, Leben", versucht in Tübingen eine Karte fürs Madonna-Konzert zu ergattern ("kei Schoongs") und trifft die Ministerin a.D. Andrea Fischer im Abgeordneten-Restaurant: Am Nebentisch sitzt Helmut Kohl "wie zwei Öltanks... und guckt, als habe man von seinem Tellerchen gegessen". Es geht also wieder mal, immer noch, um Deutsches Theater. Darum, wie wir alle uns in Szene setzen, die einen auf der großen Bühne, die anderen auf Nebenschauplätzen. Das ist nicht immer zum Lachen, etwa bei einer Realsatire wie der MDR-Kuppelshow Je t'aime. Auch die Materialsammlungen mit Klosprüchen und Gästebucheinträgen sind Geschmackssache. Einige der besten Texte kommen ohne die üblichen Promi-Verdächtigen aus und entfalten nicht polemisches, sondern poetisches Potential. "Im Copy-Shop" blockiert einer stundenlang "den besten Farbkopierer am Platze" - warum? Auf einem Rockfestival fragt sich der "Rockliterat", ob es "richtiges Lesen im falschen Zelt" gibt, und liefert eine hübsche Sozialstudie dieser Versammlungsform. In meinem Lieblingsstück, "Herbst in Berlin", flaniert er durch den sommermüden Tiergarten, "dabei versucht man je nach Charakter, so viele oder so wenig Bucheckern oder Eicheln wie möglich zu zertreten. Am schönsten knacken die Fruchtbecher der Eicheln..." Einige wird die Materialmasse abschrecken, andere werden sich Schritt für Schritt durchlesen. Und einen Stuckrad-Barre entdecken, der sich weiterentwickelt. Neben anderen Süchten scheint er auch seine zwanghafte Neigung zum Kalauer in den Griff zu bekommen. An seinem 26. Geburtstag beginnt er gar zu dichten: "Am neuen Computer sitzen / Glauben, dass jetzt alles / Besser wird / (anders zumindest) / Und seine Ordnung kriegt". Dann: "Noch kürzer werden / Knapper / Besser". Wohlan! -Patrick Fischer 1
Hörbuch:
Liverecordings, 1 Audio-CD
Autor:
Benjamin von Stuckrad-Barre, Benjamin von Stuckrad- Barre, Christian Kracht, Harald Schmidt, Christian Ulmen, Ausgabe vom 1999, Audio CD, Verkaufsrang 773026
Buch:
Black Box
Autor:
Benjamin von Stuckrad-Barre, Benjamin von Stuckrad- Barre, Ausgabe vom 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 1280616