Lunar Park Wie beginnt man einen guten Roman? Der 41-jährige US-amerikanische Autor Bret Easton Ellis hat es uns vorgemacht, ein ums andere Mal. "Du siehst Dir verblüffend ähnlich" lautet so ein grandioser Anfangssatz, einleuchtend und verstörend zugleich. Zu lesen ist er in Lunar Park. Es ist ein Satz, "der in seiner Kürze und Einfachheit eine Rückkehr zur Form, ein Echo auf die erste Zeile meines Debütromans Unter Null darstellen soll." So erklärt es Bret Easton Ellis selbst, und zwar, ausgerechnet, in: Lunar Park, gleich im zweiten Satz. Und das ist dann fast noch verstörender als der Beginn. Lunar Park beginnt wie ein "Best of" von früheren Romanen des Autors (American Psycho, Einfach unwiderstehlich) und eben wie das "Best of" eines Romans, den Bret Easton Ellis noch gar nicht geschrieben hat: versetzt mit Erklärungen, die alle so tun, als hätte man es bei dem vorliegenden Werk mit einem Sachbuch zu tun, eine Art "Making of" eines der bedeutendsten Autoren der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur, oder eben mit einer raffinierten Autobiografie. Von Liebesgeschichten des Helden und Ich-Erzählers Bret Easton Ellis ist da die Rede, von Exzessen und den Menschen, die dabei eine Rolle spielten, von einer unglücklichen Kindheit mit einem Übervater, von Heirat, Kindern, einer familiären Idylle. Aber genau dort bricht die Fiktion in Form eines Horrortrips ein in die vermeintliche Wirklichkeit. Spielzeug entwickelt ein rätselhaftes Eigenleben, Literatur-Fans erscheinen wie Figuren aus Literaturverfilmungen in der Provinz, Kinder verschwinden aus der Nachbarschaft, das eigene Heim verfällt. Oder spielt sich das Grauen lediglich in der Phantasie des Autors ab? Eigentlich weiß man das nie, und gerade dies macht die Faszination dieses eigenwilligen Buches aus. So ist Lunar Park ein phantastischer Roman geworden, der geschickt mit Dichtung und Wahrheit spielt - und zwar so, dass man nirgends weiß, wo die Wahrheit anfängt und die Dichtung aufhört. Irgendwie liest sich das Buch so, als hätte Bret Easton Ellis Stephen Kings Shining in das Gebiet anspruchsvoller Literatur überführen wollen. Und das ist erstaunlich gut gelungen. -Stefan Kellerer Bret Easton Ellis im Interview In seinem Roman Lunar Park treibt Bret Easton Ellis die Form der Ich-Erzählung ins Extrem, indem er sich selbst zur Hauptfigur einer packenden Geschichte über einen zugedröhnten Schriftsteller macht, der versucht wieder mit seiner Frau und seinem Sohn in Kontakt zu kommen und seine kaputte Vergangenheit zu bewältigen. Aus dem Familienroman wird ein Horrorszenarium à la Stephen King, doch kann man das wirklich ernst nehmen? Ein großartiges Spiel um Schein und Sein, eine bizarre Selbstspiegelung. In unserem exklusiven Interview verrät der berühmte Autor mehr über die Entstehung des Romans, seinen Schreiballtag und seinen Musikgeschmack. Lesen Sie unser Interview mit Bret Easton Ellis.
Buch:
Lunar Park
Autor:
Bret Easton Ellis, Ausgabe vom 16. Januar 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 514416
Aus der Amazon.de-Redaktion Wie beginnt man einen guten Roman? Der 41-jährige US-amerikanische Autor Bret Easton Ellis hat es uns vorgemacht, ein ums andere Mal. "Du siehst Dir verblüffend ähnlich" lautet so ein grandioser Anfangssatz, einleuchtend und verstörend zugleich. Zu lesen ist er in Lunar Park. Es ist ein Satz, "der in seiner Kürze und Einfachheit eine Rückkehr zur Form, ein Echo auf die erste Zeile meines Debütromans Unter Null darstellen soll." So erklärt es Bret Easton Ellis selbst, und zwar, ausgerechnet, in: Lunar Park, gleich im zweiten Satz. Und das ist dann fast noch verstörender als der Beginn. Lunar Park beginnt wie ein "Best of" von früheren Romanen des Autors (American Psycho, Einfach unwiderstehlich) und eben wie das "Best of" eines Romans, den Bret Easton Ellis noch gar nicht geschrieben hat: versetzt mit Erklärungen, die alle so tun, als hätte man es bei dem vorliegenden Werk mit einem Sachbuch zu tun, eine Art "Making of" eines der bedeutendsten Autoren der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur, oder eben mit einer raffinierten Autobiografie. Von Liebesgeschichten des Helden und Ich-Erzählers Bret Easton Ellis ist da die Rede, von Exzessen und den Menschen, die dabei eine Rolle spielten, von einer unglücklichen Kindheit mit einem Übervater, von Heirat, Kindern, einer familiären Idylle. Aber genau dort bricht die Fiktion in Form eines Horrortrips ein in die vermeintliche Wirklichkeit. Spielzeug entwickelt ein rätselhaftes Eigenleben, Literatur-Fans erscheinen wie Figuren aus Literaturverfilmungen in der Provinz, Kinder verschwinden aus der Nachbarschaft, das eigene Heim verfällt. Oder spielt sich das Grauen lediglich in der Phantasie des Autors ab? Eigentlich weiß man das nie, und gerade dies macht die Faszination dieses eigenwilligen Buches aus. So ist Lunar Park ein phantastischer Roman geworden, der geschickt mit Dichtung und Wahrheit spielt - und zwar so, dass man nirgends weiß, wo die Wahrheit anfängt und die Dichtung aufhört. Irgendwie liest sich das Buch so, als hätte Bret Easton Ellis Stephen Kings Shining in das Gebiet anspruchsvoller Literatur überführen wollen. Und das ist erstaunlich gut gelungen. -Stefan Kellerer Bret Easton Ellis im Interview In seinem Roman Lunar Park treibt Bret Easton Ellis die Form der Ich-Erzählung ins Extrem, indem er sich selbst zur Hauptfigur einer packenden Geschichte über einen zugedröhnten Schriftsteller macht, der versucht wieder mit seiner Frau und seinem Sohn in Kontakt zu kommen und seine kaputte Vergangenheit zu bewältigen. Aus dem Familienroman wird ein Horrorszenarium à la Stephen King, doch kann man das wirklich ernst nehmen? Ein großartiges Spiel um Schein und Sein, eine bizarre Selbstspiegelung. In unserem exklusiven Interview verrät der berühmte Autor mehr über die Entstehung des Romans, seinen Schreiballtag und seinen Musikgeschmack. Lesen Sie unser Interview mit Bret Easton Ellis.
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Buch:
Unter Null - Roman - ( rororo panther).
Autor:
Bret Easton Ellis, Ausgabe vom Sept. 1994, Broschiert, Verkaufsrang 218686
Buch:
Glamorama.
Autor:
Bret Easton Ellis, Bret Easton Ellis, Joachim Kalka, Ausgabe vom 3. April 2006, Broschiert, Verkaufsrang 539414
Glamorama ist ein satirisches Massenmord-Opus, das noch kühner ist als Bret Easton Ellis' American Psycho von 1990. Es beginnt als eine ironische Persiflage auf den Unternehmer Victor Ward, Schauspieler-Dressman und Inbegriff des Zeitgeists, der sich bestenfalls für eine Fortsetzung von Flatliners eignen würde. Ellis trifft den Schickimicki-Jargon genau und gibt dem Nachtleben das Aufregende, das Tempo und den Glanz, die ihm in der tristen Realität fehlen. Promi-Namen und Modeausdrücke zitieren kann jeder, aber Ellis' Erzählstil verleiht der Sprache der Bussi-Clique, die dem Ruhm hinterhereilt, literarischen Glanz. Er besitzt einen betont kühlen Humor: Als Victors Freundin versucht, ihm die von ihm beschlossene Trennung auszureden, schnupft sie wütend sechs Häufchen Koks, hält kurz inne und murmelt "falsches Fläschchen", schnupft vier korrigierende Dosen von was auch immer sie in ihrer anderen geballten Faust hält und nimmt dann Anstoß an einer Rivalin auf der Party, die das gleiche Kleid trägt wie sie. Man muß dabeigewesen sein, und Ellis vermittelt einem das Gefühl, daß man es war. Aber eine solche Satire ist wie eine sehr intelligente Bombe, die auf ein besonders breites Scheunentor zusteuert. Ellis' an Tom Wolfe erinnernder Sachverstand hat jedoch mehr verdient als sich nur mit der Statusangst von Models zu befassen, und Glamorama legt erst richtig los, als Victor für eine mysteriöse Gruppe von Dressman-Terroristen rekrutiert wird, die 747-Jumbos und das Ritz in Paris in die Luft sprengen und dabei Kevlar-gefütterte Armani-Anzüge tragen. Sie benehmen sich immer noch wie seichte Snobs; sprechen "cool" aus, als hätte es zwölf "o". Aber jetzt, wenn einer von ihnen ein Glas Cristal kippt, kann es sehr wohl sein, daß es vergiftet ist - mit einer entsetzlichen Wirkung, die Ellis fachmännisch und emotionslos beschreibt. Sein Enfant-terrible-Debüt Unter Null (engl. Originaltitel Less Than Zero) versuchte, Joan Didion nachzuahmen. Nun hat sich Ellis zu einer kleineren Ausgabe eines Don DeLillo gemausert - und das ist ein großes Lob. -Tim Appelo Ein Autor von Gigasellern, ein guter Übersetzer und ein hervorragender Sprecher, was kann da schief gehen? Alles. Bret Easton Ellis, Joachim Kalka (Übersetzung) und Rufus Beck sind Opfer einer falschen redaktionellen Entscheidung geworden. Glamorama hätte ein tolles Hörspiel gegeben, als Lesung ist es eine Zumutung. Für das obercoole Genäsele einer New Yorker Szene Entsprechungen im Deutschen zu finden: schwierig. Das Ergebnis dann so zu sprechen, dass es nicht schrecklich verkrampft klingt: sehr schwierig. Das Ganze aber obendrein noch dialogisch zu präsentieren, je nach Figur unterschieden in Gestus, Tempo, Lautstärke und Intonation: kaum lösbar. Als wäre das nicht genug, kommt natürlich auch die Übersetzung nicht drum herum, dass alle Schauplätze (New York, New York!), alle Personennamen (das Amerikanische hält ein wunderbares Sortiment von Zungenbrechern parat) und vor allem die Markennamen (die von Ellis geschilderte Welt dreht sich mehr oder weniger um nichts anderes als um Labels) unübersetzt bleiben müssen und von Rufus Beck nun möglichst amerikanisch in Kalkas eingedeutschte Cool-Sprache eingebaut werden wollen: Finito. Rufus Beck leistet Heroisches, hier kann er nicht gewinnen. Man mag nicht mehr folgen, es geht einem auf den Keks, Hörbuch-Verzauberung kommt nicht auf: Aus-Taste. (Lesung, Spieldauer 269 Minuten, 3 CDs) -Michael Winteroll
Buch:
Die Informanten
Autor:
Bret Easton Ellis, Ausgabe vom Dez. 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 234455
Product Description Die amerikanische Apokalypse hat begonnenAuch im Nachfolgebuch zu seinem international erfolgreichen und umstrittenen Roman "American Psycho" bestätigt Ellis einmal mehr seine herausragende Stellung als literarischer Chronist der Gegenwart. In zwölf miteinander verwobenen Geschichten zeichnet der Autor das Bild einer sanften Apokalypse im Los Angeles der 80er Jahre Braungebrannte Teenagerstudenten kreuzen mit ihren Porsches durch die Straßen zwischen Bel Air und Malibu Beach, immer auf der Suche nach dem ultimativen Kick, der ihrem kreditkartengesicherten Leben etwas Authentizität verleiht. Ob Drogendealer oder höhere Tochter, alle sind sie Konsumexperten - MTV, In-Restaurants, Drogen und Armani - man trifft sich zum Essen, zurKoksline, zum Sex, und man hat sich doch nichts zu sagen. Ihre Eltern stehen ihnen dabei in nichts nach, frustrierte Ehefrauen aus dem Filmbusiness halten sich Liebhaber im Alter ihrer Söhne, ein Vater nötigt seinen Sohn zum Wochenendtrip nach Hawaii, welcher sich als eine Fahrt ins blanke Nichts entpuppt. Ein Rockstar auf Welttournee schändet im Drogenrausch Zimmermädchen und Groupies, um dann von seinem Manager zu verlangen, was der Wunsch all dieser saturierten Upper-Class-Figuren zu sein scheint "Bring mir meine Träume in Ordnung."
Hörbuch:
American Psycho: Rolling Stone - Talking Books
Autor:
Bret Easton Ellis, Ausgabe vom 14. Mai 2007, Audio CD, Verkaufsrang 363557