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Bücher - Autoren

Catherine Millet

 
Das sexuelle Leben der Catherine M. - Catherine Millet
Buch:Das sexuelle Leben der Catherine M.
Autor:Catherine Millet, Ausgabe vom 1. Okt. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 45518
Preis: 8,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Das sexuelle Leben der Catherine M.
Diese Frau ist ein Skandal. Das hätte wohl kaum jemand gedacht, der sie im Frühjahr 2001 zum ersten Mal in Bernard Pivots Bouillon de Culture im französischen Fernsehen sah: freundlich und zurückhaltend, fast schüchtern wirkte sie da. Und trotzdem hatte Catherine Millet, 52-jährige Chefredakteurin der Avantgarde-Zeitschrift artpress, Spezialistin für Yves Klein und einstige Kommissarin ihrer Heimat bei der Biennale in Venedig, ein Buch geschrieben, dass ganz Frankreich in Wallung brachte. Die Rede ist natürlich nicht von ihrem Band über Zeitgenössische Kunst, der nahezu unbeachtet blieb. Gemeint ist vielmehr die schonungslose Bestandaufnahme ihres unersättlichen Sexuallebens, die erotische Autorinnen, wie Catherine Breillat und Virginie Despentes, wie Betschwestern aussehen lässt.
In Frankreich gingen täglich bis zu 5.000 Exemplare von Das sexuelle Leben der Catherine M. über den Ladentisch, die erste Auflage war bald schon ausverkauft. Nun hat der Goldmann Verlag für 650.000 Mark die Rechte gekauft und das schamlose Buch auf Deutsch herausgebracht. Viel Geld für geschriebenen Sex, denn darum handelt es sich bei Millets Roman: Ausschließlich ums Vögeln, Ficken, Lecken geht es in dem Buch. Von nichts anderem erzählt Millet auf 285 Seiten als von ihrem Wunsch, sich (nach der Defloration mit 18 Jahren) auf schmuddeligen Parkplätzen, in Swinger-Clubs, Bahnhofshallen oder im Gebüsch des Bois de Bologne mit möglichst vielen Männern zu vereinigen - teilnahmslos und ohne Leidenschaft. Hier macht sich eine Kunstexpertin selbst zum Kunstprodukt, zum Objekt der Begierde einer lüsternen Männerwelt - und eines beinahe ebenso lüsternen Literaturbetriebs. Und trotzdem ist die teilnahmslose, abtörnende Art, in der Millet über Gruppensex und Mösen und Schwänze schreibt, so gar nicht geeignet für den Vorwurf skandalöser Pornografie.
Parallel zu Millets erotischer Beichte hat ihr Ehemann, der Schriftsteller Jacques Henric, einen Band mit biederen Nacktfotos seiner Frau herausgebracht,(Die Legenden der Catherine M.), der pünktlich zur Buchmesse auf Deutsch erscheint. Und auch die Vergleiche mit de Sade oder Georges Bataille, die nach Erscheinen ihres Bestsellers auf die Autorin niederprasselten, hat sie nicht verdient. Und das ist keineswegs negativ gemeint. Zwar keinen "Klassiker der französischen erotischen Literatur" (Bernard Pivot) hat Millet geschrieben, wohl aber eine überzeugend kaltblütige, gut geschriebene Bestandsaufnahme ihrer entfesselten, sich immer wieder auch prostituierenden Sexualität. -Thomas Köster

Das sexuelle Leben der Catherine M. - Catherine Millet
Buch:Das sexuelle Leben der Catherine M.
Autor:Catherine Millet, Ausgabe vom 5. Sept. 2001, Gebunden, Verkaufsrang 228402
Diese Frau ist ein Skandal. Das hätte wohl kaum jemand gedacht, der sie im Frühjahr 2001 zum ersten Mal in Bernard Pivots Bouillon de Culture im französischen Fernsehen sah: freundlich und zurückhaltend, fast schüchtern wirkte sie da. Und trotzdem hatte Catherine Millet, 52-jährige Chefredakteurin der Avantgarde-Zeitschrift artpress, Spezialistin für Yves Klein und einstige Kommissarin ihrer Heimat bei der Biennale in Venedig, ein Buch geschrieben, dass ganz Frankreich in Wallung brachte. Die Rede ist natürlich nicht von ihrem Band über Zeitgenössische Kunst, der nahezu unbeachtet blieb. Gemeint ist vielmehr die schonungslose Bestandaufnahme ihres unersättlichen Sexuallebens, die erotische Autorinnen, wie Catherine Breillat und Virginie Despentes, wie Betschwestern aussehen lässt.
In Frankreich gingen täglich bis zu 5.000 Exemplare von Das sexuelle Leben der Catherine M. über den Ladentisch, die erste Auflage war bald schon ausverkauft. Nun hat der Goldmann Verlag für 650.000 Mark die Rechte gekauft und das schamlose Buch auf Deutsch herausgebracht. Viel Geld für geschriebenen Sex, denn darum handelt es sich bei Millets Roman: Ausschließlich ums Vögeln, Ficken, Lecken geht es in dem Buch. Von nichts anderem erzählt Millet auf 285 Seiten als von ihrem Wunsch, sich (nach der Defloration mit 18 Jahren) auf schmuddeligen Parkplätzen, in Swinger-Clubs, Bahnhofshallen oder im Gebüsch des Bois de Bologne mit möglichst vielen Männern zu vereinigen - teilnahmslos und ohne Leidenschaft. Hier macht sich eine Kunstexpertin selbst zum Kunstprodukt, zum Objekt der Begierde einer lüsternen Männerwelt - und eines beinahe ebenso lüsternen Literaturbetriebs. Und trotzdem ist die teilnahmslose, abtörnende Art, in der Millet über Gruppensex und Mösen und Schwänze schreibt, so gar nicht geeignet für den Vorwurf skandalöser Pornografie.
Parallel zu Millets erotischer Beichte hat ihr Ehemann, der Schriftsteller Jacques Henric, einen Band mit biederen Nacktfotos seiner Frau herausgebracht,(Die Legenden der Catherine M.), der pünktlich zur Buchmesse auf Deutsch erscheint. Und auch die Vergleiche mit de Sade oder Georges Bataille, die nach Erscheinen ihres Bestsellers auf die Autorin niederprasselten, hat sie nicht verdient. Und das ist keineswegs negativ gemeint. Zwar keinen "Klassiker der französischen erotischen Literatur" (Bernard Pivot) hat Millet geschrieben, wohl aber eine überzeugend kaltblütige, gut geschriebene Bestandsaufnahme ihrer entfesselten, sich immer wieder auch prostituierenden Sexualität. -Thomas Köster
Das Thema französische Skandalautoren nimmt im öffentlichen Diskurs mittlerweile einen festen Platz ein. Catherine Millet und ihr Buch "Das sexuelle Leben der Catherine M." sorgten dabei immer wieder für Zündstoff. Jetzt gibt es das sexuelle Protokoll auf Hörbuch!
Kühl, nüchtern und sachlich erinnert sich die Ich-Erzählerin an die Zeit ihrer sexuellen Obsession, in er sie nur eines wollte: ficken, blasen und lecken. Nach ihrer Initiierung in Lyon tat sie es überall: auf Parkplätzen, im Bois de Boulogne, in Swinger-Clubs, selbst auf einem Transporter der Pariser Stadtreinigung. Wo war ihr egal, mit wem war ihr egal - sie akzeptierte manchmal auch Frauen -, Hauptsache es geschah oft. Niemals passierte etwas Gefährliches, niemals kochten Leidenschaften über! Das Klima, in dem alles sich abspielte, sie selbst eingeschlossen, war seltsam lasch, teilnahmslos, kein bisschen wild. Was hier zählte war nicht Leidenschaft, Rausch oder Ekstase, was hier zählte war "die Mechanik der Körper". Erotik im Sinne von Verführung und Hingabe spielte keine Rolle.
Catherine Millet, die diese Orgien erlebt hat, ist seit Jahren Chefredakteurin der Zeitschrift "Artpress", dem wichtigsten französischen Medium für zeitgenössische Kunst. Die anerkannte Kunstkritikerin gilt als Spezialistin für Yves Klein. Der Bericht über ihr sexuelles Leben scheint Millet sehr leicht gefallen zu sein. Jedenfalls klingt das Ganze weder nach Geständnis noch nach Provokation. Es ist vielmehr eine nüchterne Bestandsaufnahme ihrer sexuell experimentierenden Periode, ergänzt durch analytische Überlegungen über ihre Kindheit, die Bedeutung der Zahl oder des Raums.
Marion von Stengel liest die sexuelle Autobiografie. Die Synchronsprecherin spricht u.a. Pamela Anderson. Der teilnahmslose Rückblick mit seiner eigenwillig distanzierten Aneinanderreihung von Bildern und Szenen wird durch ihre Stimme passend, in der richtigen Form präsentiert. Nicht einmal der Hauch von Erotik schwingt dabei mit. Indem die Protagonistin sich zum Objekt der Begierde erklärt, könnte man sich zumindest eine Frage stellen: Was hat das alles mit Freiheit und vor allem mit der Freiheit der Frau zu tun? Dennoch schonungslos offen, analytisch geschult und sprachlich treffend wird in diesem Bericht auf eine neue Art das Experiment Sex beschrieben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Lesung, Spieldauer: ca. 210 Minuten, 3 MC. Auch als CD erhältlich. Lesung, Spieldauer: ca. 210 Minuten, 3 CD. Auch als MC erhältlich.
- culture.text

Das sexuelle Leben der Catherine M - Bild Erotik-Bibliothek Band 2 - Catherine Millet, Gaby Wurster
Buch:Das sexuelle Leben der Catherine M - Bild Erotik-Bibliothek Band 2
Autor:Catherine Millet, Gaby Wurster, Ausgabe vom 10. Juli 2006, Gebunden, Verkaufsrang 335702
Diese Frau ist ein Skandal. Das hätte wohl kaum jemand gedacht, der sie im Frühjahr 2001 zum ersten Mal in Bernard Pivots Bouillon de Culture im französischen Fernsehen sah: freundlich und zurückhaltend, fast schüchtern wirkte sie da. Und trotzdem hatte Catherine Millet, 52-jährige Chefredakteurin der Avantgarde-Zeitschrift artpress, Spezialistin für Yves Klein und einstige Kommissarin ihrer Heimat bei der Biennale in Venedig, ein Buch geschrieben, dass ganz Frankreich in Wallung brachte. Die Rede ist natürlich nicht von ihrem Band über Zeitgenössische Kunst, der nahezu unbeachtet blieb. Gemeint ist vielmehr die schonungslose Bestandaufnahme ihres unersättlichen Sexuallebens, die erotische Autorinnen, wie Catherine Breillat und Virginie Despentes, wie Betschwestern aussehen lässt.
In Frankreich gingen täglich bis zu 5.000 Exemplare von Das sexuelle Leben der Catherine M. über den Ladentisch, die erste Auflage war bald schon ausverkauft. Nun hat der Goldmann Verlag für 650.000 Mark die Rechte gekauft und das schamlose Buch auf Deutsch herausgebracht. Viel Geld für geschriebenen Sex, denn darum handelt es sich bei Millets Roman: Ausschließlich ums Vögeln, Ficken, Lecken geht es in dem Buch. Von nichts anderem erzählt Millet auf 285 Seiten als von ihrem Wunsch, sich (nach der Defloration mit 18 Jahren) auf schmuddeligen Parkplätzen, in Swinger-Clubs, Bahnhofshallen oder im Gebüsch des Bois de Bologne mit möglichst vielen Männern zu vereinigen - teilnahmslos und ohne Leidenschaft. Hier macht sich eine Kunstexpertin selbst zum Kunstprodukt, zum Objekt der Begierde einer lüsternen Männerwelt - und eines beinahe ebenso lüsternen Literaturbetriebs. Und trotzdem ist die teilnahmslose, abtörnende Art, in der Millet über Gruppensex und Mösen und Schwänze schreibt, so gar nicht geeignet für den Vorwurf skandalöser Pornografie.
Parallel zu Millets erotischer Beichte hat ihr Ehemann, der Schriftsteller Jacques Henric, einen Band mit biederen Nacktfotos seiner Frau herausgebracht,(Die Legenden der Catherine M.), der pünktlich zur Buchmesse auf Deutsch erscheint. Und auch die Vergleiche mit de Sade oder Georges Bataille, die nach Erscheinen ihres Bestsellers auf die Autorin niederprasselten, hat sie nicht verdient. Und das ist keineswegs negativ gemeint. Zwar keinen "Klassiker der französischen erotischen Literatur" (Bernard Pivot) hat Millet geschrieben, wohl aber eine überzeugend kaltblütige, gut geschriebene Bestandsaufnahme ihrer entfesselten, sich immer wieder auch prostituierenden Sexualität. -Thomas Köster
Das Thema französische Skandalautoren nimmt im öffentlichen Diskurs mittlerweile einen festen Platz ein. Catherine Millet und ihr Buch "Das sexuelle Leben der Catherine M." sorgten dabei immer wieder für Zündstoff. Jetzt gibt es das sexuelle Protokoll auf Hörbuch!
Kühl, nüchtern und sachlich erinnert sich die Ich-Erzählerin an die Zeit ihrer sexuellen Obsession, in er sie nur eines wollte: ficken, blasen und lecken. Nach ihrer Initiierung in Lyon tat sie es überall: auf Parkplätzen, im Bois de Boulogne, in Swinger-Clubs, selbst auf einem Transporter der Pariser Stadtreinigung. Wo war ihr egal, mit wem war ihr egal - sie akzeptierte manchmal auch Frauen -, Hauptsache es geschah oft. Niemals passierte etwas Gefährliches, niemals kochten Leidenschaften über! Das Klima, in dem alles sich abspielte, sie selbst eingeschlossen, war seltsam lasch, teilnahmslos, kein bisschen wild. Was hier zählte war nicht Leidenschaft, Rausch oder Ekstase, was hier zählte war "die Mechanik der Körper". Erotik im Sinne von Verführung und Hingabe spielte keine Rolle.
Catherine Millet, die diese Orgien erlebt hat, ist seit Jahren Chefredakteurin der Zeitschrift "Artpress", dem wichtigsten französischen Medium für zeitgenössische Kunst. Die anerkannte Kunstkritikerin gilt als Spezialistin für Yves Klein. Der Bericht über ihr sexuelles Leben scheint Millet sehr leicht gefallen zu sein. Jedenfalls klingt das Ganze weder nach Geständnis noch nach Provokation. Es ist vielmehr eine nüchterne Bestandsaufnahme ihrer sexuell experimentierenden Periode, ergänzt durch analytische Überlegungen über ihre Kindheit, die Bedeutung der Zahl oder des Raums.
Marion von Stengel liest die sexuelle Autobiografie. Die Synchronsprecherin spricht u.a. Pamela Anderson. Der teilnahmslose Rückblick mit seiner eigenwillig distanzierten Aneinanderreihung von Bildern und Szenen wird durch ihre Stimme passend, in der richtigen Form präsentiert. Nicht einmal der Hauch von Erotik schwingt dabei mit. Indem die Protagonistin sich zum Objekt der Begierde erklärt, könnte man sich zumindest eine Frage stellen: Was hat das alles mit Freiheit und vor allem mit der Freiheit der Frau zu tun? Dennoch schonungslos offen, analytisch geschult und sprachlich treffend wird in diesem Bericht auf eine neue Art das Experiment Sex beschrieben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Lesung, Spieldauer: ca. 210 Minuten, 3 MC. Auch als CD erhältlich. Lesung, Spieldauer: ca. 210 Minuten, 3 CD. Auch als MC erhältlich.
- culture.text

Bettina Rheims, The Book of Olga - Bettina Rheims, Catherine Millet
Buch:Bettina Rheims, The Book of Olga
Autor:Bettina Rheims, Catherine Millet, Ausgabe vom Dez. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 1151504

Dali und ich - Catherine Millet
Buch:Dali und ich
Autor:Catherine Millet, Ausgabe vom Sept. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 722361
Preis: 46,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

das sexuelle leben der catherine m. - catherine millet
Buch:das sexuelle leben der catherine m.
Autor:catherine millet, Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 2398349

Das sexuelle Leben der Catherine M - 2 Cassetten. - Catherine Millet, Marion von Stengel
Buch:Das sexuelle Leben der Catherine M - 2 Cassetten.
Autor:Catherine Millet, Marion von Stengel, Ausgabe vom 2002, Hörkassette, Verkaufsrang 2514947
Diese Frau ist ein Skandal. Das hätte wohl kaum jemand gedacht, der sie im Frühjahr 2001 zum ersten Mal in Bernard Pivots Bouillon de Culture im französischen Fernsehen sah: freundlich und zurückhaltend, fast schüchtern wirkte sie da. Und trotzdem hatte Catherine Millet, 52-jährige Chefredakteurin der Avantgarde-Zeitschrift artpress, Spezialistin für Yves Klein und einstige Kommissarin ihrer Heimat bei der Biennale in Venedig, ein Buch geschrieben, dass ganz Frankreich in Wallung brachte. Die Rede ist natürlich nicht von ihrem Band über Zeitgenössische Kunst, der nahezu unbeachtet blieb. Gemeint ist vielmehr die schonungslose Bestandaufnahme ihres unersättlichen Sexuallebens, die erotische Autorinnen, wie Catherine Breillat und Virginie Despentes, wie Betschwestern aussehen lässt.
In Frankreich gingen täglich bis zu 5.000 Exemplare von Das sexuelle Leben der Catherine M. über den Ladentisch, die erste Auflage war bald schon ausverkauft. Nun hat der Goldmann Verlag für 650.000 Mark die Rechte gekauft und das schamlose Buch auf Deutsch herausgebracht. Viel Geld für geschriebenen Sex, denn darum handelt es sich bei Millets Roman: Ausschließlich ums Vögeln, Ficken, Lecken geht es in dem Buch. Von nichts anderem erzählt Millet auf 285 Seiten als von ihrem Wunsch, sich (nach der Defloration mit 18 Jahren) auf schmuddeligen Parkplätzen, in Swinger-Clubs, Bahnhofshallen oder im Gebüsch des Bois de Bologne mit möglichst vielen Männern zu vereinigen - teilnahmslos und ohne Leidenschaft. Hier macht sich eine Kunstexpertin selbst zum Kunstprodukt, zum Objekt der Begierde einer lüsternen Männerwelt - und eines beinahe ebenso lüsternen Literaturbetriebs. Und trotzdem ist die teilnahmslose, abtörnende Art, in der Millet über Gruppensex und Mösen und Schwänze schreibt, so gar nicht geeignet für den Vorwurf skandalöser Pornografie.
Parallel zu Millets erotischer Beichte hat ihr Ehemann, der Schriftsteller Jacques Henric, einen Band mit biederen Nacktfotos seiner Frau herausgebracht,(Die Legenden der Catherine M.), der pünktlich zur Buchmesse auf Deutsch erscheint. Und auch die Vergleiche mit de Sade oder Georges Bataille, die nach Erscheinen ihres Bestsellers auf die Autorin niederprasselten, hat sie nicht verdient. Und das ist keineswegs negativ gemeint. Zwar keinen "Klassiker der französischen erotischen Literatur" (Bernard Pivot) hat Millet geschrieben, wohl aber eine überzeugend kaltblütige, gut geschriebene Bestandsaufnahme ihrer entfesselten, sich immer wieder auch prostituierenden Sexualität. -Thomas Köster
Das Thema französische Skandalautoren nimmt im öffentlichen Diskurs mittlerweile einen festen Platz ein. Catherine Millet und ihr Buch "Das sexuelle Leben der Catherine M." sorgten dabei immer wieder für Zündstoff. Jetzt gibt es das sexuelle Protokoll auf Hörbuch!
Kühl, nüchtern und sachlich erinnert sich die Ich-Erzählerin an die Zeit ihrer sexuellen Obsession, in er sie nur eines wollte: ficken, blasen und lecken. Nach ihrer Initiierung in Lyon tat sie es überall: auf Parkplätzen, im Bois de Boulogne, in Swinger-Clubs, selbst auf einem Transporter der Pariser Stadtreinigung. Wo war ihr egal, mit wem war ihr egal - sie akzeptierte manchmal auch Frauen -, Hauptsache es geschah oft. Niemals passierte etwas Gefährliches, niemals kochten Leidenschaften über! Das Klima, in dem alles sich abspielte, sie selbst eingeschlossen, war seltsam lasch, teilnahmslos, kein bisschen wild. Was hier zählte war nicht Leidenschaft, Rausch oder Ekstase, was hier zählte war "die Mechanik der Körper". Erotik im Sinne von Verführung und Hingabe spielte keine Rolle.
Catherine Millet, die diese Orgien erlebt hat, ist seit Jahren Chefredakteurin der Zeitschrift "Artpress", dem wichtigsten französischen Medium für zeitgenössische Kunst. Die anerkannte Kunstkritikerin gilt als Spezialistin für Yves Klein. Der Bericht über ihr sexuelles Leben scheint Millet sehr leicht gefallen zu sein. Jedenfalls klingt das Ganze weder nach Geständnis noch nach Provokation. Es ist vielmehr eine nüchterne Bestandsaufnahme ihrer sexuell experimentierenden Periode, ergänzt durch analytische Überlegungen über ihre Kindheit, die Bedeutung der Zahl oder des Raums.
Marion von Stengel liest die sexuelle Autobiografie. Die Synchronsprecherin spricht u.a. Pamela Anderson. Der teilnahmslose Rückblick mit seiner eigenwillig distanzierten Aneinanderreihung von Bildern und Szenen wird durch ihre Stimme passend, in der richtigen Form präsentiert. Nicht einmal der Hauch von Erotik schwingt dabei mit. Indem die Protagonistin sich zum Objekt der Begierde erklärt, könnte man sich zumindest eine Frage stellen: Was hat das alles mit Freiheit und vor allem mit der Freiheit der Frau zu tun? Dennoch schonungslos offen, analytisch geschult und sprachlich treffend wird in diesem Bericht auf eine neue Art das Experiment Sex beschrieben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Lesung, Spieldauer: ca. 210 Minuten, 3 MC. Auch als CD erhältlich. Lesung, Spieldauer: ca. 210 Minuten, 3 CD. Auch als MC erhältlich.
- culture.text

Das sexuelle Leben der Catherine M., 3 Audio-CDs - Catherine Millet, Marion von Stengel
Hörbuch:Das sexuelle Leben der Catherine M., 3 Audio-CDs
Autor:Catherine Millet, Marion von Stengel, Ausgabe vom 2002, Audio CD, Verkaufsrang 576641
Diese Frau ist ein Skandal. Das hätte wohl kaum jemand gedacht, der sie im Frühjahr 2001 zum ersten Mal in Bernard Pivots Bouillon de Culture im französischen Fernsehen sah: freundlich und zurückhaltend, fast schüchtern wirkte sie da. Und trotzdem hatte Catherine Millet, 52-jährige Chefredakteurin der Avantgarde-Zeitschrift artpress, Spezialistin für Yves Klein und einstige Kommissarin ihrer Heimat bei der Biennale in Venedig, ein Buch geschrieben, dass ganz Frankreich in Wallung brachte. Die Rede ist natürlich nicht von ihrem Band über Zeitgenössische Kunst, der nahezu unbeachtet blieb. Gemeint ist vielmehr die schonungslose Bestandaufnahme ihres unersättlichen Sexuallebens, die erotische Autorinnen, wie Catherine Breillat und Virginie Despentes, wie Betschwestern aussehen lässt.
In Frankreich gingen täglich bis zu 5.000 Exemplare von Das sexuelle Leben der Catherine M. über den Ladentisch, die erste Auflage war bald schon ausverkauft. Nun hat der Goldmann Verlag für 650.000 Mark die Rechte gekauft und das schamlose Buch auf Deutsch herausgebracht. Viel Geld für geschriebenen Sex, denn darum handelt es sich bei Millets Roman: Ausschließlich ums Vögeln, Ficken, Lecken geht es in dem Buch. Von nichts anderem erzählt Millet auf 285 Seiten als von ihrem Wunsch, sich (nach der Defloration mit 18 Jahren) auf schmuddeligen Parkplätzen, in Swinger-Clubs, Bahnhofshallen oder im Gebüsch des Bois de Bologne mit möglichst vielen Männern zu vereinigen - teilnahmslos und ohne Leidenschaft. Hier macht sich eine Kunstexpertin selbst zum Kunstprodukt, zum Objekt der Begierde einer lüsternen Männerwelt - und eines beinahe ebenso lüsternen Literaturbetriebs. Und trotzdem ist die teilnahmslose, abtörnende Art, in der Millet über Gruppensex und Mösen und Schwänze schreibt, so gar nicht geeignet für den Vorwurf skandalöser Pornografie.
Parallel zu Millets erotischer Beichte hat ihr Ehemann, der Schriftsteller Jacques Henric, einen Band mit biederen Nacktfotos seiner Frau herausgebracht,(Die Legenden der Catherine M.), der pünktlich zur Buchmesse auf Deutsch erscheint. Und auch die Vergleiche mit de Sade oder Georges Bataille, die nach Erscheinen ihres Bestsellers auf die Autorin niederprasselten, hat sie nicht verdient. Und das ist keineswegs negativ gemeint. Zwar keinen "Klassiker der französischen erotischen Literatur" (Bernard Pivot) hat Millet geschrieben, wohl aber eine überzeugend kaltblütige, gut geschriebene Bestandsaufnahme ihrer entfesselten, sich immer wieder auch prostituierenden Sexualität. -Thomas Köster
Das Thema französische Skandalautoren nimmt im öffentlichen Diskurs mittlerweile einen festen Platz ein. Catherine Millet und ihr Buch "Das sexuelle Leben der Catherine M." sorgten dabei immer wieder für Zündstoff. Jetzt gibt es das sexuelle Protokoll auf Hörbuch!
Kühl, nüchtern und sachlich erinnert sich die Ich-Erzählerin an die Zeit ihrer sexuellen Obsession, in er sie nur eines wollte: ficken, blasen und lecken. Nach ihrer Initiierung in Lyon tat sie es überall: auf Parkplätzen, im Bois de Boulogne, in Swinger-Clubs, selbst auf einem Transporter der Pariser Stadtreinigung. Wo war ihr egal, mit wem war ihr egal - sie akzeptierte manchmal auch Frauen -, Hauptsache es geschah oft. Niemals passierte etwas Gefährliches, niemals kochten Leidenschaften über! Das Klima, in dem alles sich abspielte, sie selbst eingeschlossen, war seltsam lasch, teilnahmslos, kein bisschen wild. Was hier zählte war nicht Leidenschaft, Rausch oder Ekstase, was hier zählte war "die Mechanik der Körper". Erotik im Sinne von Verführung und Hingabe spielte keine Rolle.
Catherine Millet, die diese Orgien erlebt hat, ist seit Jahren Chefredakteurin der Zeitschrift "Artpress", dem wichtigsten französischen Medium für zeitgenössische Kunst. Die anerkannte Kunstkritikerin gilt als Spezialistin für Yves Klein. Der Bericht über ihr sexuelles Leben scheint Millet sehr leicht gefallen zu sein. Jedenfalls klingt das Ganze weder nach Geständnis noch nach Provokation. Es ist vielmehr eine nüchterne Bestandsaufnahme ihrer sexuell experimentierenden Periode, ergänzt durch analytische Überlegungen über ihre Kindheit, die Bedeutung der Zahl oder des Raums.
Marion von Stengel liest die sexuelle Autobiografie. Die Synchronsprecherin spricht u.a. Pamela Anderson. Der teilnahmslose Rückblick mit seiner eigenwillig distanzierten Aneinanderreihung von Bildern und Szenen wird durch ihre Stimme passend, in der richtigen Form präsentiert. Nicht einmal der Hauch von Erotik schwingt dabei mit. Indem die Protagonistin sich zum Objekt der Begierde erklärt, könnte man sich zumindest eine Frage stellen: Was hat das alles mit Freiheit und vor allem mit der Freiheit der Frau zu tun? Dennoch schonungslos offen, analytisch geschult und sprachlich treffend wird in diesem Bericht auf eine neue Art das Experiment Sex beschrieben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Lesung, Spieldauer: ca. 210 Minuten, 3 MC. Auch als CD erhältlich. Lesung, Spieldauer: ca. 210 Minuten, 3 CD. Auch als MC erhältlich.
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Zeitgenössische Kunst - Catherine Millet
Buch:Zeitgenössische Kunst
Autor:Catherine Millet, Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 629812

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