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Bücher - Autoren

Christian Meier

 
Kultur, um der Freiheit willen: Griechische Anfänge - Anfang Europas? - Christian Meier
Buch:Kultur, um der Freiheit willen: Griechische Anfänge - Anfang Europas?
Autor:Christian Meier, Ausgabe vom 19. Januar 2009, Gebunden, Verkaufsrang 94245
Preis: 22,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Erzählung von den kulturellen Wurzeln Europas (5 von 5 Punkten) meint B.
In den Jahrhunderten vor den Perserkriegen (5. Jhdt. v.Chr.) entstand und verfestigte sich im Ägäisraum eine Kultur, die Vorbild wurde für eine viel spätere Kultur, die im Mittelalter und der Neuzeit in jenem Raum entstand, den wir heute Europa nennen. Wie kam es, dass die griechische (und die römische) Kultur massstabgebend wurde für Generationen, die erst Jahrhunderte später aus dem Dunkel der Völkerwanderung hervortraten, wo doch andere, machtvolle Kulturen vergingen, ohne Spuren zu hinterlassen? Christian Meier ortet den Grund für dieses Phänomen in der Freiheit, die sich die Griechen zu verschaffen wussten - die Freiheit, sich als ganze Menschen entfalten zu können, und die politischen Voraussetzungen für diese Möglichkeit, die in den Besonderheiten der Poliswelt und den Verfassungen der einzelnen Polis bestanden.

Doch war dieser Weg alles andere als notwendig, gerade und sicher. Christian Meier berichtet von der Entstehung der Poliswelt ausgehend vom Niedergang der mykenischen Kultur. Er erzählt von den wichtigen und prägenden, trotz der dünnen Quellenlage noch heute deutlich erkennbaren, Entwicklungen. Dabei folgt er nicht nur den historisch zu erhärtenden Fakten, den Kriegen und Friedenschlüssen, Tyrannen und Tyrannenmord, er nimmt sich auch ausführlich Zeit, von Homer und Hesiod zu berichten, von den vorsokratischen Philosophen und der archaischen Lyrik. Er beschreibt das für das damalige Griechenland so wichtige Agonale, und Symposion oder die Tragödie finden im flüssig geschriebenen Text ihren Platz in der Entwicklungsgeschichte der griechischen Kultur. Meier verfolgt den Sonderweg Spartas in eine Kultur des permamenten Belagerungszustands. Und er zeigt schliesslich den Aufstieg Athens zur führenden Macht auf der Peloponnes.

Nichts in der Geschichte der Menschheit ist zwingend. Doch gelingt es Christian Meier aufzuzeigen, welche Kräfte trotz aller Gegenkräfte, die in Kriegen und Tyrannis immer wieder erwuchsen, die griechische Kultur zum Massstab für spätere Zeiten machten. Diese Kräfte unter dem Begriff Freiheit zu bündeln darf trotz der für unsere heutigen Massstäbe nicht unbedingt als freiheitlich zu bezeichnenden Gesellschaft der Griechen als hilfreicher Faden durch die Geschichte von 800 - 500 v.Chr. gelten. Denn schliesslich waren es nicht wie an anderen Orten und zu anderen Zeiten Monarchie oder Adelsherrschft, die die Klutur prägten, sondern die Gemeinschaft von einer verhältnismässig breiten Schicht von Männern, denen es auferlegt war, sich als ganze Menschen auszubilden, körperlich, geistig und künstlerisch, um sich auch als ganze Menschen in diese Gemeinschaft einzuordnen - bis hin zum Kampf in der Phalanx.

Christian Meier versteht es, seine Geschichte in fliessenden, wohlgeformten Sätzen zu erzählen. Hier ist ein grosser Meister der Sprache am Werk, dessen Schulung an den klassischen Vorbildern spürbar ist. Das vorliegende Buch ist auch in dieser Hinsicht eine Wohltat: Es berichtet nicht nur von den Wurzeln europäischer Kultur, es macht diese Kultur in der verwendeten Sprache vorbildlich greifbar. Historische Quellen sind in den Text derart eingeflochten, dass dem Leser das Zitat meist entgeht, die Darstellung aber fast plastisch wird. Meier nimmt den Leser genauso in die Räumlichkeiten eines Symposions mit wie auf die blutgetränkten Schlachtfelder jener Zeit. Besonders zu empehlen ist (vor allem für eilige Leser) das einleitende Kapitel, in dem Meier seine Perspektive auf das Thema zusammenfassend darstellt.

Im Nachwort wird versprochen, dass es sich bei diesem Buch um die beiden ersten Kapitel einer Reihe von Büchern handelt, die der Entstehung Europas nachforschen. Gespannt ist zu erwarten, wie die begonnene Erzählung fortgesetzt wird. Es wird zu zeigen sein, weshalb das klassische Griechenland keinen Bestand haben konnte, und weshalb der Freiheitsbegriff sich doch durch die Geschichte mit ihren zahlreichen Niedergängen hindurch retten liess.

Bildung einer "Kultur nicht um der Herrschaft, sondern um der Freiheit willen" (57) (5 von 5 Punkten) meint M.D. aus Bochum
Christian Meier ist einer der renommiertesten und literarische begabtesten Historiker Deutschlands. Geschichtsschreibung in "erzählerischer Absicht" (Meier, in: Caesar, S. 580) ist der Maßstab, an dem Meier sich in seinem beiden bekanntesten Darstellungen Caesar (1982) und Athen: Ein Neubeginn der Weltgeschichte (1993) orientiert hat, sprich: Geschichtsschreibung auch als spannendes Lesevergnügen ohne dabei die Maßstäbe der Wissenschaft zu vernachlässigen. So ist es ihm gelungen, ein breites Publikum an historisch Interessierten für die Antike zu begeistern. In seinem neuen Buch "Kultur, um der Freiheit willen: Griechische Anfänge - Anfang Europas?" geht Meier der Fragestellung nach, inwieweit das heutige Europa mit seinen Werten und Idealen seine Wurzeln im antiken Griechenland hat.

Was passierte in Griechenland beginnend im 8. Jhdt. v. Chr.? Wie kam es zur Entstehung der zahlreichen Poleis i.e. Stadtstaaten, in denen Herrschaft teilweise nicht durch einen Mann, sondern einer breiten Schicht der (freien, männlichen) Bevölkerung ausgeübt wurde? Welche Rolle spielte dabei die griechische Kultur (Homer, Sophokles, die olympischen Spiele), die auch heute noch das kulturelle Fundament unseres Gemeinwesens bildet? Obwohl er einer der erfahrensten Experten auf diesem Gebiet ist, hat sich Meier seinen Sinn für das "sich wundern", die Akzeptanz des Geheimnisvollen, ins hohe Alter hinein bewahrt. In Bezug auf die griechischen Poleis schreibt Meier: "Einmal jedoch lief es ganz anders. Da war es keine Monarchie und kein herrschaftsgeübter Adel, sondern eine relativ breite, über hunderte von selbstständigen Gemeinden sich verteilenden Schicht von Freien, von 'Bürgern', die sich ihre Welt formte" (18). Wie lässt sich dieses damals revolutionär Neue aus heutiger Sicht beschreiben? Wie kam es dazu und was trieb die Menschen an? Um dieses Phänomen zu bezeichnen, wählt Meier den Begriff der Freiheit: "Will man die Eigenheit dieser frühen griechischen Gemeinden in einem Wort bezeichnen, so bietet sich Freiheit an. Sie hatten den Begriff nicht, die Sache war ihnen eher selbstverständlich, eine Eigenschaft der Grundeigentümer, der Zugehörigen. Freiheit von Herrschaft, Freiheit des Gründers im Eigenen, insofern Unabhängigkeit, auch als Bewegung nach außen. Freiheit zugleich des Selbst-Seins, Selbst-das-Gemeinwesen-Seins" (73).

Die Darstellung ist in zwei Abschnitte unterteilt. Im einleitenden Abschnitt "Die Frage nach dem Anfang" beschreibt Meier die strukturellen Grundbedingungen für den griechischen Neubeginn im 8. Jhdt. v. Chr. nach dem Zusammenbruch der mykenischen Kultur 400 Jahre zuvor und den darauf folgenden "Dark Ages", so bezeichnet, weil aus dieser Zeit keine Quellen erhalten sind und sich die Lebenswirklichkeit der Menschen daher nur anhand von Vermutungen rekonstruieren lässt. Der zweite Abschnitt "Entstehung der Poliswelt" nimmt den Großteil der Darstellung ein. Hier gibt Meier einen Abriss griechischer Geschichte beginnend mit der Formierung der Polisgemeinschaften irgendwann in den "Dark Ages", der griechischen Kolonisation, sowie der Entwicklung in den beiden größten griechischen Poleis Athen und Sparta. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den zahlreichen Begegnungen und Auseinandersetzungen der Griechen mit dem Orient, vor allem dem Perserreich, sowie dessen Einfluss auf die griechisch-europäische Welt. Dabei orientiert sich Meier konsequent an der Leitfrage, aus welchen Gründen sich die antik-griechische Welt in eine bestimmte Richtung entwickelt hat. Seine Antwort lautet, dass die Griechen hier "dazu kamen, eine Kultur nicht um der Herrschaft, sondern um der Freiheit willen auszubilden" (57).

Die Darstellung schließt mit einer Beschreibung der Entwicklung der attischen Demokratie gegen Ende des 6. Jhdt. v. Chr. Damit schließt Meier an sein Buch Athen: Ein Neubeginn der Weltgeschichte an, im dem er sich auf die Geschichte Athens im 5. Jhdt. v. Chr., des klassischen Zeitalters, konzentrierte. Dabei entwickelt er ein spannend zu lesendes Panorama der griechischen Politik- und Kulturgeschichte und inwieweit diese unser heutiges Europa beeinflusst hat. Im Nachwort kündet Meier noch weitere Bände in der Reihe "Siedler Geschichte Europas" an. Es bleibt zu hoffen, dass wir nicht allzu lange auf die kommenden Bände warten müssen. Gerade in einer immer schneller zusammenwachsenden Welt gewinnen die Fragen nach unserem Ursprung, unserer Identität, an Bedeutung und Wichtigkeit.

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Athen: Ein Neubeginn der Weltgeschichte - Christian Meier
Buch:Athen: Ein Neubeginn der Weltgeschichte
Autor:Christian Meier, Ausgabe vom 3. Febr. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 13522
Preis: 22,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Mit einem Wort: Ein meisterhaftes Stück Literatur." (Süddeutsche Zeitung )

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Das fremde Athen (5 von 5 Punkten) meint B.
Das Buch kommt ohne wissenschaftlichen Apparat aus (Quellenangaben, Literaturverzeichnis), bietet aber davon abgesehen eine anspruchsvolle Darstellung der Thematik und ist sehr lebendig und anregend geschrieben. Das Unerhörte der Demokratie im Athen des Altertums, eine Art von Anachronismus bedenkt man die sonst überall damals üblichen Regierungsformen, aber auch die kaum glaubliche, konsequente Rationalisierung der Politik (so gibt etwa Themistokles Athen aufgrund langer, strategischer Vorausplanung preis um sich mit den im Grunde überlegenen Persern auf dem für die Athener noch ungewohnten Meer bei Salamis zu messen), stellt das Buch wunderbar dar. Zugrunde geht dann Athen letztlich, trotz aller unerhörter Rationalität, die es auch späterhin immer wieder kennzeichnet, an Überspannung der Kräfte und der eigenen Hybris. Dabei macht das Buch auch immer wieder deutlich, wie fremd uns Heutigen die damaligen Athener im Grunde sind, nicht zuletzt in dem unheimlichen politischen Engagement aller Bürger (gemeint sind natürlich nur die in Athen geborenen freien Männer), das ihr ganzes Leben durchdrang. Das Leben dieser Menschen spielte sich viel mehr im öffentlichen Bereich ab, als das Unsrige, und die Möglichkeiten der Teilnahme am öffentlichen Geschehen auch für den normalen Vollbürger im demokratischen Athen sind ziemlich beeindruckend. Besonders interessant fand ich auch zu erfahren, wie sich die damalige politische Situation immer wieder in der Kunst wiedergespiegelt hat, sozusagen einem der "klassischen" Prunkstücke und Vermächtnisse Athens. Unter anderem (Meisterwerke der bildenden Kunst, der Philosophie und Architektur) wird hier besonders auch die überragende Bedeutung der Tragödie für diese Polis herausgestellt, deren sie, die Wege des Üblichen immer wieder kühn verlassend, besonders bedürftig gewesen zu sein scheint. Ich bin mit diesem Buch vollauf zufrieden.

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Caesar - Christian Meier
Buch:Caesar
Autor:Christian Meier, Ausgabe vom 3. Febr. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 52306
Preis: 22,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Caesar fasziniert noch immer durch das, wodurch er Jahrhunderte lang die großen Geister des Abendlandes beeindruckt hat: der Eroberer Galliens und der ganzen römischen Welt, bedeutend zugleich als Politiker und Diplomat, Feldherr und Soldatenführer, Redner, Schriftsteller und auch Liebhaber; Sieger nicht nur, sondern vielfach mild gegenüber den Besiegten, von verwegener Unbekümmertheit und männlichem Charme; von nicht nachlassender Tatkraft und höchster Präsenz, noch aus Rückschlägen zum Erfolg ausholend: eine ungemein reiche, nahezu unwahrscheinliche Entfaltung menschlicher Möglichkeiten.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Individuum gegen Gesellschaft (5 von 5 Punkten) meint N.G. aus Berlin
Mittlerweile gibt es viele neuere, detaillierte Biographien über den römischen Feldherren und Politiker. Was jedoch dieses Werk aus den frühen 80er Jahren auszeichnet, dass ist die Wahl des Schwerpunktes. Es geht um die Nacherzählung einer Lebensgeschichte, die wie ein Scharnier zwischen dem Aufstieg Roms als Republik und seinem Höhepunkt und der späteren Stagnation als Kaiserreich zu stehen scheint. Vor Caesar gab es den permanenten Konflikt zwischen Optimaten und Popularen. Nach Caesar gab es Augustus und seine Nachfolger.

Die politische Dynamik dieser Zeit ist von Meier mit ihren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen sehr klar und meistens auch spannend beschrieben. So setzt das Buch auch bereits mit der Erzählung früherer Konflikte und der Genese der Vorgänger von Caesar ein, die auf der Basis von Militärgewalt in die Konflikte der Republik gewaltsam eingriffen. Wie Augustus ohne Caesar nicht denkbar ist, ist es wohl Caesar nicht ohne Marius und Sulla. Der Machtverlust - besser: Der Verlust an intellektuellem Potential und gesellschaftlicher Autorität - des römischen Senats wird gut beschrieben. Und so lernt der Leser, dass die Geschichte dieser Welt eben nicht immer in Form einer Entwicklung von autoritären Systemen in Richtung einer demokratischen Mitbestimmung von freien Bürgern verläuft. Möglicherweise hatte der Autor dann doch eine kleine Warnung im Hinterkopf: Wenn ein demokratisches System (und sei es auch nur eine Adelsrepublik) seine Probleme nicht mehr lösen kann, dann führt das erzwungenermaßen in die Diktatur.

Schlüsselpunkt nach Meier scheint es hier gewesen zu sein, dass es dem Senat nicht mehr gelang, unterschiedliche Persönlichkeiten in die Gesellschaft zu integrieren. Möglicherweise war das Problem aber auch, dass durch die besondere Geschichte Roms Persönlichkeiten entstanden, die einfach nicht mehr integrierbar waren. Ceasar scheint ein Mann gewesen zu sein, der persönliche Leistungsfähigkeit, Überlegenheit, Klugheit, Mut, Heldentum usw. weit mehr schätzte als das Funktionieren einer Gemeinschaft. Nicht zuletzt dieses Ethos war dann einer der Hintergründe seiner Verachtung der Institutionen des alten Roms.

Man muss allerdings sagen, dass die Persönlichkeit Caesars einem doch beim Lesen oft etwas fremd bleibt. Zwar sind auch von ihm selbst Texte überliefert geblieben. Diese stellen jedoch einen eher kalten Machtmenschen dar, so dass man meint, auf den Menschen hinter der für die Nachwelt geschaffenen Oberfläche nicht wirklich erkennen zu können. Dies mag aber wohl kein Fehler von Meier sein, sondern zeigt eher, wie sehr man auch in der Antike die Kunst der Selbstdarstellung beherrschte. So bleibt das Bild eines Menschen, dem bis zu seinem Tod praktisch alles gelungen ist, was er sich vorgenommen hat, und der die kurzen Krisen in seinem Leben nicht als Bruch sondern nur als temporäre Herausforderung erfahren hat.

Nur an den Iden des März stellte sich dann doch heraus, dass seine Mitmenschen dieses Maß an Erfolg nicht ertragen konnten.

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Die Entstehung des Politischen bei den Griechen (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) - Christian Meier
Buch:Die Entstehung des Politischen bei den Griechen (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Autor:Christian Meier, Ausgabe vom 26. April 1983, Taschenbuch, Verkaufsrang 142069
Preis: 16,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Die in diesem Band vereinigten Studien sind durch zwei Fragen geleitet: Wie kam es zur Demokratie bei den Griechen? Und: Wodurch ist das Politische bei den Griechen ausgezeichnet? Bei der Beantwortung dieser Fragen geht es Christian Meier insbesondere um die Entwicklung geeigneter Kategorien, die es ermöglichen, die Eigenart der Griechen schärfer zu erfassen und damit zugleich für die Erkenntnis der Gegenwart wieder fruchtbar zu machen.

Res publica amissa: Eine Studie zu Verfassung und Geschichte der späten römischen Republik - Christian Meier
Buch:Res publica amissa: Eine Studie zu Verfassung und Geschichte der späten römischen Republik
Autor:Christian Meier, Ausgabe vom 18. Nov. 1980, Taschenbuch, Verkaufsrang 559906
Direkt bei Amazon nicht vorrätig,
andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten).
In einer ausführlicehn Einleitung erörtert Christian Meier neben den theoretischen und methodischen Vorraussetzungen seines Ansatzes vor allem die allgemeine Problematik von Interessenvertretung und politischer Parteiung, von politischer Kapazität, Veränderungsprozeß und Krise.Christian Meier, einer der bekanntesten Historiker Deutschlands, wurde 1929 in Stolp in Pommern geboren. Er habilitierte sich in Frankfurt und lehrt - nach Stationen in Freiburg i.Br., Basel, Köln und Bochum - in München Alte Geschichte. Er trat mit einer Reihe von Publikationen an die Öffentlichkeit, darunter:
Res Publica Amissa; (1966, 2. Auflage 1980), Entstehung des Begriffs Demokratie; (1970), Die Entstehung des Politischen; (1980), Politik und Anmut; (1985), Athen. Ein Neubeginn der Weltgeschichte; (1993).

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Strukturgeschichtlicher Klassiker (5 von 5 Punkten) meint M.D. aus Bochum
Christian Meiers erstmals 1966 erschienende "Studie zu Verfassung und Geschichte der späten römischen Republik" (Untertitel) ist mittlerweile zu einem geschichtswissenschaftlichen Klassiker geworden. Kaum ein Seminar über die römische Republik, oder auch die frühe Kaiserzeit, welches dieses Buch nicht in das Literaturverzeichnis aufnimmt. Und das vollkommen zu Recht.
Meiers Ansätze und Thesen zur Spätphase der römischen Republik sind bis heute in ihrer Substanz nicht angetastet worden und werden in Seminaren und Vorlesungen gelehrt.
Die Ausgangsfrage Meiers lautet nicht, warum die Republik untergegangen sei, sondern warum sie überhaupt solange hat überleben können. Aus diesem Ansatz leitet er dann seine Hauptthese der "Krise ohne Alternative" ab. Das bedeutet, dass sich keine gesellschaftliche Schicht ein anderes politisches System überhaupt nur vorstellen konnte. Die "gewachsene Verfassung" der res publica wurde als unantastbar und alternativlos betrachtet, da jahrhundertlang alle gesellschaftlichen Schichten von ihr, vor allem materiell, profitiert hatten.
Aus dieser Alternativlosigkeit folgte dann, nach Meier, zwangsläufig eine "Extensivierung" der Verfassung. Das heißt, dass versucht wurde, die Institutionen der alten Republik den neuen Gegebenheiten anzupassen. Höhe-, und gleichzeitig Schlusspunkt, dieser Entwicklung sei der von Caesar 49 v.Chr. wegen seiner dignitas entfesselte Bürgerkrieg gewesen. Dignitas (Würde, Ehre,) ist über die Jahrhunderte die Haupttugend der aristokratischen Elite gewesen. Man ging in die Politik, nicht um Reichtum zu erwerben (der war vielmehr überhaupt Voraussetzung zu diesem Schritt) sondern um seine dignitas zu vermehren. Nun trug gerade Caesars insistieren auf seine dignitas dazu bei, dass ein Krieg geführt wurde, der zum Untergang der Adelsrepublik führte. Die res publica ist also, wie es schon Montesquieu analysierte, an ihren eigenen Tugenden zu Grunde gegangen.
"Res publica amissa" ist aber nicht für den Einsteiger in die Geschichte der römischen Republik zu empfehlen. Die ersten 200 Seiten sind Strukturgeschichte pur, das heißt, im Mittelpunkt der
Darstellung stehen Ämter und Institutionen und nicht die Ereignisgeschichte. Diese wird vielmehr vorausgesetzt. Wer also nicht eine ungefähre Ahnung von den Gracchen, Drusus, Cinna, Mithridates, Sulla, den Seeräuberkriegen, Pompeius, Crassus, Cicero und, natürlich, Caesar hat, wird so seine Schwierigkeiten haben, Meiers Gedankengänge nachzuvollziehen. Der letzten hundert Seiten zeichenen dann die "entscheidenden Stadien der akuten Krise" nach und gehen somit mehr auf die Ereignisgeschichte ein. Im Mittelpunkt aber bleibt die Verfassung der Republik.
Fazit:fast 40 Jahre alt und immer noch DAS Standardwerk. Als Einführung in die Geschichte der römischen Republik ist aber eine der zahlreichen auf dem Markt erhältlichen Darstellungen zu diesem Thema zu empfehlen.

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Athen - Ein Neubeginn der Weltgeschichte - Christian Meier
Buch:Athen - Ein Neubeginn der Weltgeschichte
Autor:Christian Meier, Ausgabe vom 1998, Gebunden, Verkaufsrang 779799
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andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten).
In das Athen 500 Jahre v. Chr. führt der Historiker Christian Meier in seinem Buch. Er schildert die Geburt Europas und die der Demokratie, beschreibt eine Zeit, in der auf den Gebieten der Kunst, Philosophie, Dichtung, Architektur und der Politik ein Neubeginn stattfand.Christian Meier, einer der bekanntesten Historiker Deutschlands, wurde 1929 in Stolp in Pommern geboren. Er habilitierte sich in Frankfurt und lehrt - nach Stationen in Freiburg i.Br., Basel, Köln und Bochum - in München Alte Geschichte. Er trat mit einer Reihe von Publikationen an die Öffentlichkeit, darunter:
Res Publica Amissa; (1966, 2. Auflage 1980), Entstehung des Begriffs Demokratie; (1970), Die Entstehung des Politischen; (1980), Politik und Anmut; (1985), Athen. Ein Neubeginn der Weltgeschichte; (1993).
"Mit einem Wort: Ein meisterhaftes Stück Literatur."
Süddeutsche Zeitung
"Zu ihrer Zeit haben Burckhardt und Nietzsche versucht, eine Quersumme der griechischen Kultur zu ziehen - ohne rechten Erfolg. Christian Meier zeigt, dass die politische und kulturelle Geschichte nicht genügen, dass Athen auch eine Kultur der so genannten kleinen Leute war, der Bauern, Handwerker, Matrosen, Fischer und Händler. In den Volksversammlungen spielten sie eine entscheidende, oft verhängnisvolle Rolle. So erklären sich manche Verbrechen und Verblendungen. Das Volk von Athen war besonders intelligent, kühn und tapfer, aber auch unbedacht und hochmütig. Schließlich sah es nicht mehr die Grenzen seiner Möglichkeiten. Der Staat ging schmählich unter."
Deutsche Welle
"Am Ende steht der Leser vor einem geschlossenen Bild einer großen politischen Revolution. Es ist mit hoher Kunstfertigkeit, mit Verstand und Herz gezeichnet."
Werner Dahlheim, Neuen Zürcher Zeitung

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Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Das fremde Athen (5 von 5 Punkten) meint B.
Das Buch kommt ohne wissenschaftlichen Apparat aus (Quellenangaben, Literaturverzeichnis), bietet aber davon abgesehen eine anspruchsvolle Darstellung der Thematik und ist sehr lebendig und anregend geschrieben. Das Unerhörte der Demokratie im Athen des Altertums, eine Art von Anachronismus bedenkt man die sonst überall damals üblichen Regierungsformen, aber auch die kaum glaubliche, konsequente Rationalisierung der Politik (so gibt etwa Themistokles Athen aufgrund langer, strategischer Vorausplanung preis um sich mit den im Grunde überlegenen Persern auf dem für die Athener noch ungewohnten Meer bei Salamis zu messen), stellt das Buch wunderbar dar. Zugrunde geht dann Athen letztlich, trotz aller unerhörter Rationalität, die es auch späterhin immer wieder kennzeichnet, an Überspannung der Kräfte und der eigenen Hybris. Dabei macht das Buch auch immer wieder deutlich, wie fremd uns Heutigen die damaligen Athener im Grunde sind, nicht zuletzt in dem unheimlichen politischen Engagement aller Bürger (gemeint sind natürlich nur die in Athen geborenen freien Männer), das ihr ganzes Leben durchdrang. Das Leben dieser Menschen spielte sich viel mehr im öffentlichen Bereich ab, als das Unsrige, und die Möglichkeiten der Teilnahme am öffentlichen Geschehen auch für den normalen Vollbürger im demokratischen Athen sind ziemlich beeindruckend. Besonders interessant fand ich auch zu erfahren, wie sich die damalige politische Situation immer wieder in der Kunst wiedergespiegelt hat, sozusagen einem der "klassischen" Prunkstücke und Vermächtnisse Athens. Unter anderem (Meisterwerke der bildenden Kunst, der Philosophie und Architektur) wird hier besonders auch die überragende Bedeutung der Tragödie für diese Polis herausgestellt, deren sie, die Wege des Üblichen immer wieder kühn verlassend, besonders bedürftig gewesen zu sein scheint. Ich bin mit diesem Buch vollauf zufrieden.

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Von Athen bis Auschwitz: Betrachtungen zur Lage der Geschichte - Christian Meier
Buch:Von Athen bis Auschwitz: Betrachtungen zur Lage der Geschichte
Autor:Christian Meier, Ausgabe vom 1. Juli 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 428699
Direkt bei Amazon nicht vorrätig,
andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten).
Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 12.08.2002
Erfreut zeigt sich Wolfgang Kruse von dem vorliegenden Versuch Christian Meiers, über den "fachlich-universitären Tellerrand" hinauszublicken und eine Schau der europäischen Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart zu wagen. Der Versuch sei gelungen und das Ergebnis "in hohem Maße beeindruckend und diskussionswürdig", schreibt der Rezensent. Nur eine Geschichtswissenschaft, die von den Problemen der Gegenwart ausgehe, könne die in der Öffentlichkeit vorherrschende "Abwesenheit der Geschichte'" überwinden, so Meier, weshalb er sich in seiner Darstellung auf Europa konzentriert. Der europäische Sonderweg, der schließlich in Auschwitz münden sollte, habe schon in der griechischen Antike begonnen, mit dem Aufkommen von Öffentlichkeit, Freiheit und Gleichheit. Nach einem "instruktiven" Kapitel über das 19. Jahrhundert gelangt Meier relativ zügig in die Gegenwart. Sein anfängliches Ziel habe der Autor aber nicht ganz erreichtmeint Kruse, denn: "So intensiv und redlich Meier sich auch bemüht, so recht mag es ihm nicht gelingen, das mit Athen beginnende 'immer neue Aufreißen der Horizonte' mit dem Holocaust zu einer historischen Einheit zusammenzudenken." Auch Meier könne Auschwitz letztlich nicht erklären.
© Perlentaucher Medien GmbH


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Ein europäischer Sonderweg? (4 von 5 Punkten) meint M.D. aus Bochum
Wie wurde in der Vergangenheit nicht über das Phänomen eines deutschen Sonderweges diskutiert, der sich aus dem Zusammenfallen von wirtschaftlicher Progressivität und politischer Rückständigkeit der verspäteten Nation ergeben hätte.

Nun, da diese Diskussion verstummt ist, wirft der Althistoriker Christian Meier in seinem neuen Buch "Von Athen bis Auschwitz - Betrachtungen zur Lage der Geschichte" den Begriff eines europäischen Sonderweges in den Raum, der im Athen der Antike begann und mit Auschwitz endete: "Sonderweg deswegen, weil die europäische Kultur offensichtlich nicht nur eine Kultur unter anderen gewesen, sondern von Athen bis Auschwitz einen von allen anderen sich gründlich unterscheidenden Weg gegangen ist, der schließlich die ganze Welt verändert hat" (41).

Außerdem ist das Buch, wie der Untertitel schon andeutet, eine Betrachtung zur Rolle der Geschichte in einer beschleunigten globalisierten Welt, in welcher Gegenwart immer schneller zur Geschichte wird.

Die Darstellung besteht aus sechs Kapiteln, wobei jeder Abschnitt für sich sehr lesenswert ist, aber nur höchst marginal von der übergeordneten Fragestellung zusammengehalten wird. Das erste, dritte und sechste Kapitel bestehen, grob gesagt, aus theoretischen Überlegungen zur Bedeutung von Geschichte in den vergangenen 2000 Jahren. Dabei versucht Meier der Frage auf den Grund zu gehen, ob Geschichte heute eigentlich noch in der Lage ist Orientierung zu geben bzw. identitätsstiftend zu wirken, oder ob der Historiker mittlerweile so nützlich sei wie der "Bikini-Verkäufer[.] am FKK-Strand" (13).

Das zweite, dritte und fünfte Kapitel versuchen, in der Antike, zu Beginn des15. Jahrhunderts und im Holocaust Elemente eines europäischen Sonderweges zu skizzieren. Höhepunkt des Buches ist sicherlich das Kapitel über Auschwitz, in dem Meier versucht zu begründen, wie man Auschwitz verstehen und in einen Erinnerungsprozess integrieren sollte. Er argumentiert dafür, den Holocaust zu entmythologisieren und das eigene Gewissen nicht mit einem gigantischen Denkmal ruhig zu stellen, wie er provokant formuliert. Auschwitz müsse als Wert begriffen werden, der, mit Imre Kertesz sprechend, über "unermeßliches Leid zu unermeßlichem Wissen geführt hat und damit eine unermeßliche moralische Reserve birgt" (159).

Christian Meier ist einer der renommiertesten Historiker Deutschlands, der mit seinen Darstellungen "Cäsar" und "Athen" ein breites Publikum erreicht hat. Hier wagt de Althistoriker einen Ausflug über die Grenzen seines Fachgebiets und versucht, ein europaspezifisches Element aufzuspüren, welches die Entwicklung von Athen bis Auschwitz erklären könne. Dies gelingt, wie gesagt, nur bedingt. Die Kapitel sind alle gut zu lesen und interessant, aber ohne wirklichen Zusammenhang. Trotzdem bleibt die Darstellung empfehlenswert.

Das Verschwinden der Gegenwart - Über Geschichte und Politik. - Christian Meier
Buch:Das Verschwinden der Gegenwart - Über Geschichte und Politik.
Autor:Christian Meier, Ausgabe vom 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 135503
Direkt bei Amazon nicht vorrätig,
andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten).
"Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehst, dreh dich um und betrachte, woher du kommst."
Sprichwort aus dem Senegal
Der Historiker Christian Meier hat sich nie mit der Existenz im universitären Elfenbeinturm begnügt, sondern immer wieder auch an öffentlichen Debatten um aktuelle Fragen teilgenommen.
Die in diesem Buch versammelten Aufsätze handeln von der Rolle des Historikers für die Gegenwart, von den Schwierigkeiten bei der Erinnerung an die beiden deutschen Diktaturen, kommentieren den Prozess der deutschen und europäischen Vereinigung und betonen die Notwendigkeit der Besinnung auf die Geschichte in einer Zeit, die Gefahr läuft, schon ihre eigene Gegenwart nicht mehr wahrzunehmen. Deutlich wird, dass man bei Einschätzung der Gegenwart und Prognosen für die Zukunft auf historisches Denken nicht verzichten kann.

Athen/Caesar: 2 Bde. - Christian Meier
Buch:Athen/Caesar: 2 Bde.
Autor:Christian Meier, Ausgabe vom 3. Febr. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 181302
Preis: 39,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 9 bis 10 Tagen.
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"Christian Meiers Caesar-Biographie darf ein intellektuelles Ereignis genannt werden." (Nürnberger Nachrichten )

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Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Das fremde Athen (5 von 5 Punkten) meint B.
Das Buch kommt ohne wissenschaftlichen Apparat aus (Quellenangaben, Literaturverzeichnis), bietet aber davon abgesehen eine anspruchsvolle Darstellung der Thematik und ist sehr lebendig und anregend geschrieben. Das Unerhörte der Demokratie im Athen des Altertums, eine Art von Anachronismus bedenkt man die sonst überall damals üblichen Regierungsformen, aber auch die kaum glaubliche, konsequente Rationalisierung der Politik (so gibt etwa Themistokles Athen aufgrund langer, strategischer Vorausplanung preis um sich mit den im Grunde überlegenen Persern auf dem für die Athener noch ungewohnten Meer bei Salamis zu messen), stellt das Buch wunderbar dar. Zugrunde geht dann Athen letztlich, trotz aller unerhörter Rationalität, die es auch späterhin immer wieder kennzeichnet, an Überspannung der Kräfte und der eigenen Hybris. Dabei macht das Buch auch immer wieder deutlich, wie fremd uns Heutigen die damaligen Athener im Grunde sind, nicht zuletzt in dem unheimlichen politischen Engagement aller Bürger (gemeint sind natürlich nur die in Athen geborenen freien Männer), das ihr ganzes Leben durchdrang. Das Leben dieser Menschen spielte sich viel mehr im öffentlichen Bereich ab, als das Unsrige, und die Möglichkeiten der Teilnahme am öffentlichen Geschehen auch für den normalen Vollbürger im demokratischen Athen sind ziemlich beeindruckend. Besonders interessant fand ich auch zu erfahren, wie sich die damalige politische Situation immer wieder in der Kunst wiedergespiegelt hat, sozusagen einem der "klassischen" Prunkstücke und Vermächtnisse Athens. Unter anderem (Meisterwerke der bildenden Kunst, der Philosophie und Architektur) wird hier besonders auch die überragende Bedeutung der Tragödie für diese Polis herausgestellt, deren sie, die Wege des Üblichen immer wieder kühn verlassend, besonders bedürftig gewesen zu sein scheint. Ich bin mit diesem Buch vollauf zufrieden.

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Die parlamentarische Demokratie - Christian Meier
Buch:Die parlamentarische Demokratie
Autor:Christian Meier, Ausgabe vom 1999, Gebunden, Verkaufsrang 765672
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Weder Lehrbuch noch wissenschaftliches Großwerk: Der Leser hat es mit einem Essay in Buchstärke zu tun, der zwar ohne Anmerkungsapparat auskommt, aber einiges an historischem Wissen voraussetzt. Etwas irreführend ist der allgemein formulierte Titel, denn Meier geht es in erster Linie um Deutschland und den deutschen Parlamentarismus, vor allem um die vergangenen 50 Jahre Bundestag. Der Emeritus der Münchner Universität sucht zunächst einmal die Wurzeln des Parlamentarismus (Kapitel Herkunft des Parlaments) in den Ständeversammlungen des Mittelalters und der frühen Neuzeit auf. Dabei umfaßt sein Blick - für jene Zeiten unumgänglich - nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa. Aber lang Vergangenes steht nicht im Mittelpunkt, sondern der lebendige Organismus Parlament. Er möchte Verständnis wecken für die Gepflogenheiten des Deutschen Bundestages, wie sie sich in einem halben Jahrhundert parlamentarischer Arbeit herausgebildet haben (Kapitel Die Organisation des Bundestages). Die Schlichtheit derzeitiger Debatten vergleicht er mit lebhafteren Perioden und plädiert unter anderem dafür, die allzu gern reklamierte Würde des hohen Hauses nicht gar zu hoch zu bewerten. Für ihn besaß Joschka Fischers berühmt gewordene Unverschämtheit: "Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch, mit Verlaub" vom 18. Oktober 1984 durchaus parlamentarischen Charme. Und wer sich etwa noch an die geradezu legendären Invektiven eines Herbert Wehner erinnert, wird dem nur zustimmen können. Der deutsche Bundestag war vor 20 Jahren lebendiger als heute. Christian Meier hat die Parlaments-Statistiken durchforstet und kann die Arbeitsweise der Volksvertretung immer wieder anhand gut gewählter Beispiele beleuchten. Ein wichtiges Buch, dem nur an manchen Stellen vielleicht eine weniger trockene Sprache zu wünschen gewesen wäre. -Michael Winteroll


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Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Eher ein Fachbuch (3 von 5 Punkten) meint F.N.P. aus Aachen
Ich habe dieses Buch gekauft um mir ein besseres Bild der parlamentarischen Demokratie meines Landes zu machen. Leider konnte es mir dabei nicht sehr hilfreich sein. Das liegt nicht nur daran, dass der Autor wenig über die gesamte parlamentarische Demokratie sondern mehr über den Bundestag an sich schreibt. Es liegt vor allem an Gedankensprüngen und einer schwierigen Sprache. Außerdem benötigt der Leser einiges an politischem Vorwissen um Zitate und Begriffe richtig einordnen zu können. Ich möchte als Orientierung ein paar Beispiele angeben.
Folgender Satz handelt über die Wahlmänner in den USA, die verwendeten Fachwörter
Werden nicht weiter erklärt:
"Sobald im wesentlichen Parteien zur Wahl stehen, sind sie sinnlos; dass die Wahl des amerikanischen Präsidenten eine Wahl von Elektoren ist, wird heute normalerweise in den Berichten darüber selten auch nur erwähnt; denn die Wahlmänner sind durch imperatives Mandat je auf einen Kandidaten festgelegt."
Personen wie: Otto Hintze, Theodor Eschenburg, Carlo Schmid sind für die deutschen Politik bestimmt wichtige Größen. Ich würde mir allerdings wünschen etwas über Personen zu erfahren, bevor sie zitiert werden. Der Autor beschreibt jedoch weder Parteiangehörigkeit, politisches Amt oder andere Daten.
Ich muss gestehen, dass ich selten so viel Mühe hatte ein Buch zu Ende zu lesen. Insgesamt drängte sich mir das Gefühl auf als Unwissender einer Rede an ein Fachpublikum bei zu wohnen. Die Vielzahl an Fakten und die detaillierte Beschreibung der Geschäftsordnung des Bundestages, die in diesem Buch durchaus gegeben ist, ist bestimmt für Fachleute durchaus nützlich. Für den Einstieg in das politische System bzw. das auffrischen und vertiefen der Schulkenntnisse kann ich von diesem Buch jedoch nur abraten.

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