Roman Erscheinungsjahr: 2010 5. Aufl. Gewicht: 165 gr / Abmessungen: 177 mm x 108 mm x 16 mm Von Hein, Christoph In seinem vieldiskutierten Roman erzählt Christoph Hein von einem Vater, dessen Kind die Familie verriet, um sich in den Dienst der RAF zu stellen. Und er erzählt von einem wichtigen, oft verdrängten Stück bundesdeutscher Geschichte. Als der bundesweit gesuchte Terrorist Oliver Zurek bei einem Schußwechsel mit Beamten des Grenzschutzes von einer Kugel tödlich verletzt wird, kommt es zu einem politischen Skandal. Denn die offiziellen Mitteilungen über seinen Tod - es ist von Selbstmord die Rede - stimmen nicht mit den Zeugenaussagen überein. Olivers Vater, ein ehemaliger Gymnasialdirektor, mißtraut den Behörden und versucht, die Wahrheit über den Tod seines Sohnes zu erfahren. Pressestimmen: ""In seiner frühen Kindheit ein Garten" ist zu einem Lehrstück geworden. Zu einer Geschichte, die uns anrührt. Mehr noch - zu Geschichte, die uns angeht." (Frankfurter Rundschau) Zur Zeit der Terroristenangst und der bundesdeutschen Notstandsgesetze in den 70er Jahren entstand ein schmales Bändchen, das zeigen sollte, wie schnell man als normale, besonders rechtschaffene Bürgerin ins Mühlwerk von Polizei und Justiz geraten kann. Die verlorene Ehre der Katharina Blum hieß das Buch, Heinrich Böll sein Autor. Jetzt ist dessen Protagonistin - zumindest teilweise - wieder auferstanden. Katharina Blumenschläger heißt die Frau, und ihr Vorbild ist durchaus real. Christoph Hein hat sie in seinem Roman In seiner frühen Kindheit ein Garten der RAF-Terroristin Birgit Hogefeld nachempfunden, die mit Wolfgang Grams befreundet war. Auch Grams hat einen Doppelgänger im Buch: Oliver Zurek, und dessen Geschichte ist eben die von Grams, den eine Spezialeinheit der GSG9 und Polizeieinheiten am 27. Juni 1993 auf dem Bahnhof von Bad Kleinen stellten. Grams kam ums Leben. Selbstmord oder Hinrichtung? lautete damals die Frage, die unbeantwortet blieb, bis heute. In Heins Roman versucht ein normaler und besonders rechtschaffener Bürger, der Vater von Oliver Zurek, den Geschehnissen nachzuspüren - und stürzt auf ein Netz aus Lügen und Gewalt, dass ihn an Gut und Böse zweifeln lässt. Christoph Hein, der schon im DDR-Staat mit merkwürdigen Polizeimethoden konfrontiert war, hat aus den Ungereimtheiten bundesrepublikanischer Rechtsstaatlichkeit einen faszinierenden Roman gemacht, der ein ums andere Mal die entscheidende Frage - "Wo leben wir eigentlich?" - klar umreißt. So ist der Leser bei der Lektüre des Öfteren versucht, das Buch ganz unliterarisch, als - wenn auch fiktiv verschlüsselte - Bestandsaufnahme der Ereignisse in und um Bad Kleinen zu begreifen. Aber damit täte man dem Buch bitter unrecht. Denn Hein hat auch sprachlich Beachtliches geleistet und das 70er-Jahre-Genre des "Terroristenromans" neu belebt, freilich, den Zeitumständen entsprechend, aus der rekapitulierenden Außenperspektive eines nur indirekt Beteiligten. Und ist dabei, trotz der etwas plumpen Anspielung, weit besser als einstmals Heinrich Böll. -Stefan Kellerer
Buch:
MARCO POLO Reiseführer Singapur: Reisen mit Insider-Tips - Mit Cityatlas
Autor:
Sabine Hein, Christoph Hein Rainer Wolfgramm, Ausgabe vom 2. Januar 2008, Broschiert, Verkaufsrang 10569
Product Description Roman Erscheinungsjahr: 2004 Gewicht: 128 gr / Abmessungen: 177 mm x 108 mm x 13 mm Von Hein, Christoph Keinem, auch nicht Lucie, der schönen Klassenbesten, darf der dreizehnjährige Daniel sagen, wohin sein Vater ihn gleich bringen wird: nach Westberlin. Dort soll er das Gymnasium besuchen, weil das zu Hause, in der mitteldeutschen Kleinstadt, nicht möglich ist. Der neue Schuldirektor und der Pfarrer warnen vor Besuchen in der Heimatstadt: "Es sei zu gefährlich, sagten sie, weil ich heimlich nach Westberlin gegangen sei. Ich hatte die Republik verraten und stand auf der Liste." Mit den Mitteln einer fiktiven Autobiographie erzählt Christoph Hein von einer Jugend in der DDR der fünfziger Jahre. "Was Christoph Hein hier vorgelegt hat, ist ein kleines Wunder an Unbeschwertheit, aber auch ein Kunstprodukt im Stadium der Vollkommenheit. Gelingt es ihm doch, die Wahrnehmungsperspektive eines Dreizehnjährigen in seinem Erwachsenwerden und gleichzeitig noch Kindlichsein so wunderbar in der Schwebe zu halten, daß einem Tränen der Rührung ins Auge schießen, während man gleichzeitig nicht umhinkommt, breit zu grinsen", schrieb Tilman Krause im Tagesspiegel.
Buch:
Landnahme: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Autor:
Christoph Hein, Ausgabe vom 31. Okt. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 26026
Aus der Amazon.de-Redaktion "Er war einer von uns, auch wenn er nur ein Vertriebener war." Bevor sein bester Freund das über ihn sagen kann, muss Bernhard Haber mit vielen Anfeindungen fertig werden und bei seiner Landnahme den schmalen Grat zwischen Anpassung und Aufbegehren ertasten. Auf Bernhard, vertrieben aus Wroclaw, "aber geboren in Breslau", und seine Eltern hat in dem sächsischen Städtchen Guldenberg niemand gewartet. Denn sie kommen "aus einem Deutschland, das nicht unser Deutschland war", sind ein lebendes Mahnmal für den verlorenen Krieg. Der robuste Junge verschafft sich jedoch schnell Respekt, will stets "mit dem Kopf durch die Wand", die die Einheimischen zwischen sich und den Fremden ziehen. In der DDR-Provinz, wo die "entzückenden Blumenbeete... mit Depressionen gedüngt" werden, wechselt er behende die Beschäftigungen und die politischen Lager. Erst hilft er bei der Zwangskollektivierung die Bauern kirre zu machen, dann scheffelt er als Fluchthelfer das große Geld und baut sich damit eine bürgerliche Existenz auf - ein Selfmademan wie Willenbrock, ein unangepasster Opportunist wie Der Tangospieler. Erzählt wird seine Geschichte von denen, die Bernhard gekannt haben und hier ähnlich wie Zeugen bei Gericht Auskunft geben: der Banknachbar, seine erste Freundin, der Fluchthelfer-Komplize, seine Schwägerin. So entsteht ein Geflecht von Lebensberichten und -beichten, ein Sittenbild der ostdeutschen Nachkriegsgesellschaft, mit allen erdenklichen erotischen, ökonomischen und kriminellen Verwicklungen. Was leicht zur lehrbuchartigen Versuchsanordnung hätte geraten können, liest sich dank des ständigen Perspektivenwechsels und der erstklassigen Dialoge ausgesprochen unterhaltsam, quasi wie Short Cuts in Sachsen. Am Schluss sorgen die Kinder der Vertriebenen dafür, dass im Karnevalsumzug keine "Fidschis" mitmarschieren, die Landnahme scheint vollends geglückt. Willkommen im neuen Deutschland. -Patrick Fischer 1
Buch:
Frau Paula Trousseau: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Autor:
Christoph Hein, Ausgabe vom 18. Aug. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 39194
Product Description Bewegungsreime und -lieder zur Sprachförderung Erscheinungsjahr: 2009 m. Illustr. von 3-6 J.; Lehrpersonen Gewicht: 250 gr / Abmessung: 23 cm Von Vredeber, Albrecht; Weiler, Tina; Hein, Christoph Vom dicken und vom dünnen Rettich, der Erdbeere Kunigunde oder den verliebten Wiener Würstchen: Nun gibt es endlich die Fortsetzung zu unserem Bestseller "Ohren an das Knie heran...". In den fantasievollen Singspielen zum Thema "Ernährung" entwickeln die Kinder spielerisch und trotzdem gezielt ihre Ausdrucksmöglichkeiten mit Körper und Sprache. Und auch die sozialen Aspekte kommen nicht zu kurz: So hilft Knoblauch gegen das Küsschen von der Tante, Gemüse ist nicht nur bunt, sondern auch gesund und der dicke und der dünne Rettich entdecken, was Schönheit wirklich bedeutet... Alle 30 Lieder und Reime sind auf der beiliegenden CD enthalten - zum Mitsingen, Mitspielen und auch mal "richtig abrocken" beim Käse-Rock''n Roll. Da bleibt garantiert keiner auf dem Platz sitzen!