Clive Barker, Ausgabe vom März 2004, Gebunden, Verkaufsrang 222096
Buch:
Die Bücher des Blutes 4 - 6
Autor:
Clive Barker, Ausgabe vom Juli 2003, Gebunden, Verkaufsrang 104156
Buch:
Spiel des Verderbens: Roman
Autor:
Clive Barker, Ausgabe vom 16. Sept. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 374217
Aus der Amazon.de-Redaktion Horror-Roman? Hat da der Klappentext zu viel versprochen? Gut, die Geschichte beginnt mystisch im Warschau des Zweiten Weltkriegs und offeriert manch harte Szene (so ein akribisch geschilderter Selbstmordversuch) - aber Horror? Oh ja, Horror! Nur baut der sich so langsam und bedrohlich auf, dass man anfangs gar nicht recht daran glauben mag. Genauso wenig wie Marty Strauss, der Hauptakteur des Buchs. Der langjährige Häftling denkt noch an einen Glücksfall, als ihn Unternehmer Joseph Whitehead aus dem Gefängnis holt und zu seinem Leibwächter macht. Das Leben unter einer "Art gnädiger Diktatur" auf Whiteheads Landgut ist schließlich angenehmer als der Alltag hinter Gefängnismauern. Doch woher soll Strauss auch wissen, wie Whitehead sein Vermögen gemacht hat? Denn das ist der Schlüssel zu dem Terror, der langsam über den Wirtschaftsmagnaten (und damit auch über seinen Bodyguard) hereinbricht. Mamoulian, ein Mann aus der Vergangenheit und "ein Geschöpf, das möglicherweise nicht einmal real war", fordert alte Spielschulden ein. Dass ihn dabei ein Kerl namens "Rasierklingenesser" begleitet lässt schon vermuten, dass die Schuldeneintreiber mit äußerstem Nachdruck vorgehen. Britanniens Horrorautor Nummer eins Clive Barker festigte mit diesem 1985 erschienenen und jetzt neu aufgelegten Roman seinen Ruf als Meister der düsteren Erzählung. Barker weiß eine Geschichte ohne Hektik ihrem nervenzerfetzenden Höhepunkt zuzuleiten. Wo andere Autoren sofort zum Brutalo-Holzhammer greifen, führt der Liverpooler Schreiber seine Darsteller behutsam ein und nimmt sich Zeit für ihre Charakterisierung. Ein Weg, der den Einbruch des Schreckens in die scheinbar sichere Umgebung um so schlimmer werden lässt - und der Weg in einen überraschenden und im besten Sinne furchtbaren Horror-Roman. -Joachim Hohwieler
Buch:
Gewebte Welt
Autor:
Clive Barker, Ausgabe vom 20. Nov. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 392739
Abarat Skepsis ist angesagt, wenn ein weltbekannter Horrorautor plötzlich Jugendbücher verfasst. Ausgerechnet Clive Barker, dessen Bücher des Blutes ihrem Namen mehr als gerecht werden und dessen Hellraiser-Serie Filmgeschichte geschrieben hat, wildert jetzt auf dem Markt zwischen J. K. Rowling und Philip Pullman? Der Anfang ist so konventionell wie charmant: Die sechzehnjährige Candy, Tochter eines zu Wutanfällen neigenden Alkoholikers, ist in einer ländlichen Kleinstadt in den USA aufgewachsen, die langweiliger nicht sein könnte. Nach einem Streit mit einer Lehrerin hält sie es nicht mehr aus und läuft davon. Von einer goldenen Wolke neugierig gemacht, gelangt sie alsbald auf eine weite Grasebene und entdeckt - einen Leuchtturm. Mitten in Minnesota, Tausende von Kilometern vom Meer entfernt! Ab diesem Punkt unterläuft Barker alle Erwartungen: Candys weitere Reise führt sie auf einen geheimnisvollen Archipel, in eine Welt, die sich von der unseren grundlegend unterscheidet. Jede Insel ist unveränderlich in einer festen Tageszeit gefangen - vierundzwanzig Inseln in vierundzwanzig "Stunden?, von einer unerklärlichen fünfundzwanzigsten Insel/Stunde ganz zu schweigen. Und die Mitternacht droht, den Tag zu verschlingen ... Abarat, der erste von vier geplanten Bänden, liest sich streckenweise wie eine Mischung aus Oz, Narnia und Erdsee, womit dem Buch jedoch keinesfalls seine Originalität abgesprochen werden soll. Der Roman ist düsterer als das Gros der Jugendliteratur, und wenn man genauer hinsieht, stößt man auf für Barker typische Themen wie Kapitalismuskritik und gleichgeschlechtliche Liebe. Gerüchten zufolge hat Disney die Multimedia-Rechte an dieser Serie für knapp unter 10 Millionen Dollar gekauft. Hoffen wir, dass Barker trotzdem die Freiheit genießt, nach seinen eigenen Vorstellungen weiter zu schreiben. Denn dann könnte Abarat ein ganz großer Wurf in der phantastischen Literatur werden! -Felix Darwin
Buch:
Cabal
Autor:
Clive Barker, Ausgabe vom Aug. 2005, Broschiert, Verkaufsrang 339424
Clive Barker, Ausgabe vom 1. Januar 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 348390
Aus der Amazon.de-Redaktion Hollywood: die Stummfilm-Ära. Katya Lupi ist ein Star. Schön und erfolgreich spielt sie die Rolle der Femme Fatale, die Parties in ihrem Haus im Coldheart Canyon sind legendär; hier verliert sich die Schauspielerelite der Traumfabrik in ihren Orgien. Aber das Haus birgt ein dunkles Geheimnis, den Eingang zum Teufelsland, das Unsterblichkeit bringen kann. Hollywood: die Gegenwart. Todd Pickett ist ein Star, er bringt den Produzenten seiner Actionfilme Millionen Dollar ein. Aber sein Stern sinkt. Als er nach einer misslungenen Schönheitsoperation untertauchen muss, mietet seine Agentin das leer stehende Haus im Coldheart Canyon. Todd begegnet Katya, die keinen Tag gealtert ist, und verfällt ihr... Die dunkle Seite von Hollywood. Das Geschäft mit der Eitelkeit, Sex, Obsessionen und die Besessenheit von Fans, das sind die Themen des Romans von Clive Barker, der nach den eher fantasyorientierten Büchern wie "Galileo" diesmal eine pralle Geistergeschichte erzählt, die aber nur wenig mit den üblichen und sattsam bekannten Spukhäusern zu tun hat. Barkers Geister unterscheiden sich hier kaum von Lebenden, Katya, der sexbesessene Stummfilmstar, ist genauso wenig zu echten Gefühlen fähig wie Todd, der beneidenswerte und zugleich bemitleidenswerte Actionstar. Aber die eigentliche Heldin ist Tammy, die übergewichtige Präsidentin von Todds Fanclub, die sich von einer traurigen Besessenen zu einer starken Frau wandelt. Barker bleibt sich treu, neben viel Groteskem bietet er viel Sex und Gewalt. Aber dieser Roman ist auch eine böse Abrechnung mit der Traumfabrik. Wie authentisch das Porträt Hollywood Babylons, was Klischee und Wahrheit ist, bleibt offen; aber hier hat der Insider Barker offensichtlich eine Menge Frust verarbeitet. Ob er genüsslich Ikonen wie Rudolph Valentino demontiert oder fiktive Produzenten von Paramount ihrem verdienten Schicksal ausliefert, das bietet faszinierenden Lesestoff, bis hin zum splatterlastigen Höhepunkt und dem überraschend versöhnlichen Ende. -Andreas Decker