Jugendbuch Tintenherz0465Cornelia Funke Meggie lebt mit ihrem Vater Mo, einem "Bücherarzt", in einem alten Haus. Da steht eines Nachts ein merkwürdiger Mann vor der Tür. Er warnt Mo vor jemandem namens Capricorn. Bei Nacht und Nebel fliehen die drei, und nach und nach findet Meggie heraus, dass ihr Vater allerlei Geheimnisse vor ihr verbirgt. Wieso hat er sich zum Beispiel immer geweigert, ihr vorzulesen? Und was ist mit Meggies Mutter wirklich geschehen, die vor vielen Jahren verschwand? Meggie bekommt erste Antworten, als sie vom grausamen Capricorn gefangen genommen werden. Er tut alles, um von Mo das Buch "Tintenherz" zu bekommen. Denn Capricorn selbst - und nicht nur er - ist aus diesem Buch in unsere Welt gekommen, "herausgelesen" von Mo. Ein Albtraum wird lebendig, ein Buch erwacht zum Leben. Und Meggie wird zum Angelpunkt eines dunklen Kampfes zwischen Realität und allzu realer Fiktion. Tintenherz ist ein fabelhaft erzähltes Buch über Bücher, über das Wunder des Lesens und über die Bedeutung, die Geschichten für unser Leben haben. Wer hätte sich nicht schon einmal gewünscht, dass die Figuren aus seinen Büchern lebendig werden? Funke lässt diesen Traum Wirklichkeit werden. Aber Meggie, Mo und alle anderen zahlen dafür einen hohen Preis. Denn wundersame Märchenwelt und finsterer Albtraum gehen Hand in Hand, und das Böse scheint von Anfang an die besseren Karten zu haben... Mit ihrem neuen Buch wird Cornelia Funke nicht nur ihre Fangemeinde begeistern. Auch diejenigen, die ihre Bücher noch nicht kennen, werden "Funke-süchtig" werden, sobald sie einige Seiten gelesen haben. Und die einen wie die anderen werden am Ende erstaunt und betrübt feststellen, dass sie die fast 600 Seiten wie im Rausch verschlungen haben. Aber glücklicherweise gibt es ja noch andere Bücher von dieser außergewöhnlichen Autorin, die zu Recht seit ihrem Buch Herr der Diebe auch international bekannt ist. -Gabi Neumayer
Erscheinungsjahr: 2005 m. Zeichn. ab 11 J. Gewicht: 1028 gr / Abmessung: 21,5 cm Von Funke, Cornelia Eigentlich könnte alles so friedlich sein. Doch der Zauber von "Tintenherz" lässt Meggie nicht los. Und eines Tages ist es so weit: Gemeinsam mit Farid geht Meggie in die Tintenwelt, denn sie will den Weglosen Wald sehen, den Speckfürsten, den Schönen Cosimo, den Schwarzen Prinzen und seine Bären. Sie möchte die Feen treffen und natürlich Fenoglio, der sie später zurückschreiben soll. Vor allem aber will sie Staubfinger warnen, denn auch der grausame Basta ist nicht weit. Leseprobe: Mo wusste sofort, dass Meggie fort war. Er wusste es in dem Moment, in dem er an ihre Tür klopfte und ihm nichts als Stille antwortete. Resa deckte unten in der Küche mit Elinor den Frühstückstisch. Das Klirren der Teller drang bis zu ihm herauf, aber er hörte es kaum, er stand nur da, vor der verschlossenen Tür, und lauschte seinem eigenen Herzen. Viel zu laut schlug es, viel zu schnell. "Meggie?" Er drückte die Klinke herunter, aber die Tür war verschlossen. Meggie schloss nie ab, niemals. Sein Herz schlug, als wollte es ihn ersticken. Die Stille hinter der Tür klang schrecklich vertraut. Genauso hatte sie sich ihm schon einmal auf die Ohren gelegt, damals, als er Resas Namen gerufen hatte, wieder und wieder. Zehn Jahre hatte er auf Antwort warten müssen. Nicht wieder. Gott, bitte, nicht wieder. Nicht Meggie. Es schien, als hörte er das Buch hinter der Tür flüstern, Fenoglios verfluchte Geschichte. Er glaubte die Seiten rascheln zu hören, gefräßig wie bleiche Zähne. "Mortimer?" Elinor stand hinter ihm. "Die Eier werden kalt. Wo bleibt ihr? Himmel!" Sie sah ihm besorgt ins Gesicht, griff nach seiner Hand. "Was ist los mit dir? Du bist ja blass wie der Tod." Endlich geht sie weiter, die Geschichte um Tintenherz - das Buch, das Meggies Leben für immer verändert hat. Im ersten Band wurden einige Figuren aus Tintenherz in die reale Welt "hineingelesen?. Und es kostete viel Mühe und einige Opfer, die Bedrohung durch den Bösewicht Capricorn abzuwenden. Tintenblut nun beginnt mit einer der berührendsten und tragischsten Figuren aus Tintenherz: Staubfinger. Nach Jahren der Sehnsucht nach seiner Tintenwelt hat er endlich jemanden gefunden, der ihn zurücklesen kann. Doch dieser Mann, der sich Orpheus nennt, ist mit dem Schurken Basta im Bunde. Und so gelangt Staubfinger zwar zurück in die Tintenwelt - aber sein treuer Begleiter Farid nicht. Farid weiß, dass in der Tintenwelt der Tod auf Staubfinger wartet. Und so geht er zu Meggie und bittet sie, ihn ebenfalls in die Tintenwelt zu lesen. Meggie lässt sich überreden, aber sie besteht darauf, mitzukommen. Obwohl sie weiß, dass sie sich damit auf ein ungewisses Schicksal einlässt - und ihren Eltern das Herz bricht. So findet Meggie sich in der vertrauten und zugleich völlig fremden Tintenwelt wieder. Einer Welt voller Magie, fantastischer Wesen, grausamer Tyrannen und vogelfreier Spielleute. Staubfinger hat dort seine geliebte Frau wiedergefunden - aber kann er seinem vorbestimmten Schicksal entgehen? Farid und Meggie finden zwar den Schriftsteller, der die Tintenwelt erschaffen hat, doch seine halbherzigen Versuche, ihnen zu helfen, machen alles nur noch schlimmer. Als wäre das alles nicht schon schrecklich genug, hat Basta inzwischen in der realen Welt Meggies Familie gefunden, und bald ist er ebenfalls wieder in der Tintenwelt - ebenso wie Meggies Eltern. Mo wird angeschossen, der grausame Natternkopf rüstet sich zur Übernahme der Macht, Basta jagt Meggie und Staubfinger. Und dann werden Meggie und Mo auch noch zu Gefangenen des Natternkopfs ... Die Macht von Wörtern und Geschichten und die Frage nach der Möglichkeit, ein offenbar vorherbestimmtes Schicksal zu ändern: Das sind auch die Themen dieses zweiten Bandes um die Tintenwelt. Stärker noch als im ersten Band durchdringen sich hier reale und fiktive Welt. Diesmal werden die "echten? Figuren in die Welt des Buches Tintenherz versetzt und müssen sich in dieser fremden Umgebung behaupten. Und die ist wundersam, fantastisch und lässt einen immer wieder staunen - aber vor allem ist sie grausam, düster und schrecklich. Wer dieses Buch liest, sollte sich deshalb auf ein alptraumhaftes Abenteuer voller Verzweiflung vorbereiten, durchsetzt nur von kleinen Momenten von Hoffnung. Hoffnung auch darauf, dass im dritten Band doch noch alles gut werden kann - auch wenn es am Ende von Tintenblut nicht danach aussieht. -Gabi Neumayer
Jugendbuch Tintentod0476Cornelia Funke Mit einem fantastischen Paukenschlag beschließt Cornelia Funke die "Tintenwelt"-Trilogie - ein grandioser Schlusspunkt der Abenteuer von Mo, Resa, Meggie und den zahllosen Fabelwesen. Die bekennende Büchersüchtige Cornelia Funke wird auch mit diesem Band Leseratten, Bibliophile, kleine und große Abenteurer fesseln. Elinor ist tieftraurig: Schließlich sind diesmal mit dem Buchbinder Mo, Resa und ihrer Tochter Meggie gleich alle ihre Lieben in die Tintenwelt verschwunden. Die Tintenwelt, das ist jene Zauberwelt, die aus Buchstaben geschaffen wurde. Fenoglio, der fantastische Schreiber, hat sie niedergeschrieben, und einige wenige äußerst begabte Vorleser, wie Mo und Meggie, können sich auf seinen Worten "hinlesen" in diese sagenhafte Welt. Und dann beginnt das Abenteuer... Wer Tintenherz und Tintenblut kennt, der wird sich schnell wieder heimisch fühlen bei Feuerelfen, Spielleuten und Glasmännern, im weglosen Wald und auf der Burg Ombra. Wer die beiden Vorgängerromane noch nicht kennt, irrt erst einmal wie in einem riesigen Labyrinth durch unbekannte Orte und Gestalten in Cornelia Funkes großartig sprachgewaltigem Abschluss der Trilogie. Doch schnell entfaltet die Geschichte auch für den Unkundigen ihren ganz eigenen unwiderstehlichen Sog, getragen von den Bildern, die die Autorin hier mit Worten malt. Die schöne Tintenwelt, in der Mo, auch "Zauberzunge" genannt, seine stumme Frau Resa und ihre Tochter Meggie nun leben, wird beherrscht vom grausamen Natternkopf. Dessen Schwager, der Hänfling, regiert die Stadt Ombra, in der es inzwischen fast nur noch Frauen und Kinder gibt, die meisten Männer wurden bereits getötet. So bricht Mo jede Nacht im Schutz der Dunkelheit auf, um als "Eichelhäher" gemeinsam mit dem schwarzen Prinzen gegen die fremden Soldaten zu kämpfen und Ombra aus seiner Knechtschaft zu befreien. Doch eines Tages begibt er sich leichtsinnig in noch größere Gefahr: Mo möchte die atemberaubenden Illustrationen von Balbulus, dem besten Buchmaler der Welt, sehen. Und dieser wohnt direkt in der Höhle des Löwen, der Burg von Ombra. Cornelia Funke schreibt, ähnlich wie ihre angelsächsische Kollegin Joanne K. Rowling, Kinderbücher, denen auch Erwachsene rettungslos verfallen. Einmal in die Tintenwelt eingetaucht, fällt es schwer, diese mystische Welt und ihre vielen liebenswerten Bewohner wieder zu verlassen. Denn wie im Märchen, oder besser gesagt: wie im richtigen Leben, geht es auch hier um die ganz großen Dinge: Liebe und Schmerz, Freundschaft und Verrat, Angst und Tod; und den immerwährenden Kampf darum, das Gute siegen zu lassen. Umso schöner, dass Cornelia Funke dem spannungsgebeutelten Leser nach fast 750 prall gefüllten Seiten ein Zeichen der Hoffnung schenkt: Mo und Resa bekommen einen Sohn. Und der kann nachts sogar manchmal fliegen. Oder träumt er das nur? - Ulrike Künnecke, Literaturtest
Buch:
Kindern Grenzen setzen - wann und wie?: Mit Liebe konsequent sein
Autor:
Cornelia Nitsch, Cornelia von Schelling, Ausgabe vom 1. Januar 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 10538
Drachenreiter. Ganz hinten, in einem verlassenen Tal, herrscht Aufregung. Stimmt es wirklich, daß die Menschen kommen und das ganze Tal überfluten wollen? Die Drachen, die sich hierher zurückgezogen haben, beratschlagen, was zu tun ist. Lug, ein junger, mutiger und abenteuerlustiger Drache folgt dem Rat des weisen Schieferbart und macht sich auf, den Saum des Himmels zu suchen, die ursprüngliche Heimat der Drachen. Doch nicht nur er und das Koboldmädchen Schwefelfell sind dorthin unterwegs. Auch der geheimnisvolle Goldene hat schon seine Raben auf die Suche geschickt. Die bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke erzählt eine spannende und überaus fesselnde Geschichte zwischen Phantasie und Wirklichkeit, die sie selbst mit zahlreichen Bildern von Schwefelfell und all den anderen trefflich illustriert hat. -Manuela Haselberger