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Das Verfahren ist bekannt und bewährt: Man nehme einen Denker aus der deutschen Geistesgeschichte und schlage literarischen Profit aus dessen Verschrobenheit. Ganz vorzüglich ist das beispielsweise Gert Hofmann mit Georg Christoph Lichtenberg in Die kleine Stechardin gelungen. Bernhard Setzwein hat mit Nicht kalt genug einen vorzüglichen Nietzsche-Roman vorgelegt, und Klaas Huizing widmete sich in Das Ding an sich auf hoch vergnügliche Weise dem Königsberger Philosophen und Kant-Vertrauten Johann Georg Hamann. Nun versucht sich auch Daniel Kehlmann erfolgreich an diesem Genre und porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher. Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen. Am Ende kann man Daniel Kehlmann gleich doppelt gratulieren: Zu diesem ebenso unterhaltsamen wie niveauvollen Roman - und zur Nominierung von Die Vermessung der Welt zum in diesem Jahr erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis. -Christian Stahl In seinem fünften und bisher besten Roman widmet sich der junge Daniel Kehlmann gleich zwei großen Geistern der an deutschen Genies reichen Epoche des 19. Jahrhunderts. Abwechselnd lässt er Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt die Welt erforschen und vermessen, am Ende begegnen sich die beiden, inzwischen alt und berühmt geworden, in Berlin. So leicht, geistreich und zugleich witzig ist schon lange nicht mehr über deutsche Dichter und Denker erzählt worden, über die allzumenschliche Lächerlichkeit auch im Genial-Erhabenen. Ob das alles wirklich so war, fragt der glückliche Leser nicht, auch wenn die leicht karikaturhaften Züge nicht zu leugnen sind. Etwa wenn Humboldt mit seinem Begleiter Bonpland von Paris nach Madrid reitet, um dort am Hof um die Erlaubnis für seine erste Südamerikaexpedition anzusuchen, sie aber einfach nicht vorankommen, weil Humboldt nicht aufhören kann, nebenbei zu messen und zu forschen: "Ein Hügel, von dem man nicht wisse, wie hoch er sei, beleidige die Vernunft, mache ihn unruhig. Ohne stetig die eigene Position zu bestimmen, könne ein Mensch sich nicht fortbewegen. Ein Rätsel, wie klein auch immer, lasse man nicht am Wegesrand." Gäbe es einen Preis der prägnantesten Hörbuchstimmen, hätte Ulrich Matthes sicher gute Chancen. Es genügen wenige Worte, um ihn zweifelsfrei zu erkennen. Unverkennbarkeit einerseits, grandioser Schauspieler andererseits, wie Matthes in zahlreichen Stücken, Filmen und Hörbüchern bewiesen hat. Auch aus dem Kehlmann-Roman macht er ein akustisches Ereignis und vermag die Wirkung dieses glänzenden Stücks Literatur noch strahlender zu machen. Dringend zu empfehlen! Spieldauer: ca. 345 Minuten, 5 CDs, Hörbuchfassung des Autors -Christian Stahl
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 387 Bewertungen)
Leserkommentare:* Mathematik vs. Naturwissenschaften (5 von 5 Punkten) meint S.B. Hmmm, irgendwie scheine ich ein anderes Buch gelesen zu haben - und das hat mir _wirklich_ gut gefallen. Meiner unbedeutenden Meinung nach gehts bei der Vermessung um zwei Dinge: Die schöpferische Vermessung der Welt (also nicht der Erde, sondern allem, was sein könnte) in der Mathematik, und der beschreibend-analytischen Vermessung der wirklich existierenden Welt in den Naturwissenschaften. Nebenbei darum, wie sich Genies mit den Niederungen des Lebens herumschlagen müssen. Alles wahnsinnig witzig beschrieben, ich habe viel gelacht. Ich fand es ein durch und durch gelungenes Buch, ich hatte eigentlich nichts erwartet, aber im Nachhinein nichts auszusetzen. Es gibt sicher noch 10 weitere Ebenen, eigentlich wollte ich nur meine +5 Punkte geben - lest das Buch und macht euch selbst ein Bild, es ist einen Versuch wert!
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Das Verfahren ist bekannt und bewährt: Man nehme einen Denker aus der deutschen Geistesgeschichte und schlage literarischen Profit aus dessen Verschrobenheit. Ganz vorzüglich ist das beispielsweise Gert Hofmann mit Georg Christoph Lichtenberg in Die kleine Stechardin gelungen. Bernhard Setzwein hat mit Nicht kalt genug einen vorzüglichen Nietzsche-Roman vorgelegt, und Klaas Huizing widmete sich in Das Ding an sich auf hoch vergnügliche Weise dem Königsberger Philosophen und Kant-Vertrauten Johann Georg Hamann. Nun versucht sich auch Daniel Kehlmann erfolgreich an diesem Genre und porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher. Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen. Am Ende kann man Daniel Kehlmann gleich doppelt gratulieren: Zu diesem ebenso unterhaltsamen wie niveauvollen Roman - und zur Nominierung von Die Vermessung der Welt zum in diesem Jahr erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis. -Christian Stahl In seinem fünften und bisher besten Roman widmet sich der junge Daniel Kehlmann gleich zwei großen Geistern der an deutschen Genies reichen Epoche des 19. Jahrhunderts. Abwechselnd lässt er Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt die Welt erforschen und vermessen, am Ende begegnen sich die beiden, inzwischen alt und berühmt geworden, in Berlin. So leicht, geistreich und zugleich witzig ist schon lange nicht mehr über deutsche Dichter und Denker erzählt worden, über die allzumenschliche Lächerlichkeit auch im Genial-Erhabenen. Ob das alles wirklich so war, fragt der glückliche Leser nicht, auch wenn die leicht karikaturhaften Züge nicht zu leugnen sind. Etwa wenn Humboldt mit seinem Begleiter Bonpland von Paris nach Madrid reitet, um dort am Hof um die Erlaubnis für seine erste Südamerikaexpedition anzusuchen, sie aber einfach nicht vorankommen, weil Humboldt nicht aufhören kann, nebenbei zu messen und zu forschen: "Ein Hügel, von dem man nicht wisse, wie hoch er sei, beleidige die Vernunft, mache ihn unruhig. Ohne stetig die eigene Position zu bestimmen, könne ein Mensch sich nicht fortbewegen. Ein Rätsel, wie klein auch immer, lasse man nicht am Wegesrand." Gäbe es einen Preis der prägnantesten Hörbuchstimmen, hätte Ulrich Matthes sicher gute Chancen. Es genügen wenige Worte, um ihn zweifelsfrei zu erkennen. Unverkennbarkeit einerseits, grandioser Schauspieler andererseits, wie Matthes in zahlreichen Stücken, Filmen und Hörbüchern bewiesen hat. Auch aus dem Kehlmann-Roman macht er ein akustisches Ereignis und vermag die Wirkung dieses glänzenden Stücks Literatur noch strahlender zu machen. Dringend zu empfehlen! Spieldauer: ca. 345 Minuten, 5 CDs, Hörbuchfassung des Autors -Christian Stahl
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 387 Bewertungen)
Leserkommentare:* Mathematik vs. Naturwissenschaften (5 von 5 Punkten) meint S.B. Hmmm, irgendwie scheine ich ein anderes Buch gelesen zu haben - und das hat mir _wirklich_ gut gefallen. Meiner unbedeutenden Meinung nach gehts bei der Vermessung um zwei Dinge: Die schöpferische Vermessung der Welt (also nicht der Erde, sondern allem, was sein könnte) in der Mathematik, und der beschreibend-analytischen Vermessung der wirklich existierenden Welt in den Naturwissenschaften. Nebenbei darum, wie sich Genies mit den Niederungen des Lebens herumschlagen müssen. Alles wahnsinnig witzig beschrieben, ich habe viel gelacht. Ich fand es ein durch und durch gelungenes Buch, ich hatte eigentlich nichts erwartet, aber im Nachhinein nichts auszusetzen. Es gibt sicher noch 10 weitere Ebenen, eigentlich wollte ich nur meine +5 Punkte geben - lest das Buch und macht euch selbst ein Bild, es ist einen Versuch wert!
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Aus der Amazon.de-Redaktion Ruhm heißt der neue Roman des Erfolgsschriftstellers Daniel Kehlmann. Damit niemand glaubt, dass er nun größenwahnsinnig geworden ist, hat er in einem Interview vor der Veröffentlichung betont, dass der Titel ironisch gemeint sei. Geistreicher Witz und subtile Ironie - diese beiden Stärken spielt Kehlmann in der Tat auch in seinem neuen Roman aus. Eine seiner Figuren ist Leo Richter, ein brillanter, geistreicher Bestseller-Autor. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um ein Alter Ego Kehlmanns handelt. Genährt wird er dadurch, dass Richter im Roman Ruhm über eben dieses Werk reflektiert. Und er schafft Figuren, die dort auftreten - ein vielschichtiges und spannendes Spiel mit Wirklichkeit und Fiktion, das auf weiteren Ebenen fortgeführt wird. Kehlmann schildert Richter auch in ironischer Brechung: Auf Reisen beispielsweise mutiert Leo, der Löwe, unter Flugangst leidend, zu einem ängstlich wimmernden Kätzchen. Aus neun Kurzgeschichten besteht der Roman. Jede kann, mit Ausnahme der letzten, für sich gelesen werden. Einzelne Figuren oder Fäden der einen Geschichte werden in der nächsten oder einer späteren Geschichte weitergesponnen und zu einem Roman verwoben. Ruhm ist voller intertextueller Bezüge und Querverweise. So zitiert Kehlmann paraphrasierend aus Goethes Faust. Aber man muss nicht alles erkennen, um dem Roman folgen und ihn mit Genuss lesen zu können. Ruhm ist ein Literatur gewordener Episodenfilm, spannungsreich und mitreißend geschrieben. Pointiert und treffsicher sind die Schilderungen: Ein Satz oder eine Geste reichen bei Kehlmann aus, um Bilder entstehen und Situationen klar werden zu lassen. Den begeisterten Lesern von Die Vermessung der Welt und Ich und Kaminski wird auch Ruhm gefallen. - Elisabeth Müller "
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 124 Bewertungen)
Leserkommentare:* Eine kreiselnde Wunderscheibe (5 von 5 Punkten) meint w. aus Wien, Österreich Es beginnt mit einer Geschichte, etwas grotesk. Die nächste Geschichte folgt mit ersten Kreuzungspunkten. Mit jeder weiteren Kurzgeschichte vernetzt sich dieses Buch. Es ist wie bei einer kreiselnden Wunderscheibe, bestehend zunächst aus einzelnen Bildern, die mit zunehmender Geschwindigkeit sich immer mehr verbinden und schliesslich gemeinsam zu einem ganzen, neuen Bild verschmelzen. Jede Kurzgeschichte für sich hat ihren eigenen Reiz, doch besonders interessant sind die zahlreichen Kreuzungen und schliesslich die Sprünge in verschiedenen Ebenen. Am Ende ist man fast schwindelig und sieht zwar das Ganze, aber kann es dennoch kaum erfassen. Ein lesenswertes und empfehlenswertes Buch.
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| | Buch: | Mahlers Zeit: Roman (suhrkamp taschenbuch) |
| Autor: | Daniel Kehlmann, Ausgabe vom 24. April 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 13715 |
| Preis: | 7,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Pressenotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999 Bewunderung und Respekt bringt Andreas Nentwich dem knapp 25jährigen Autor Kehlmann in seiner Rezension entgegen. Dieser Roman ist "das Werk eines fertigen Schriftstellers", meint Nentwich und lobt Kehlmanns Souveränität im Umgang mit der vertrackten Struktur des Romans, mit Farben, Bildern und fremden Psychen. Dass Kehlmann gelegentlich eine Spur zu dick aufträgt, findet Nentwich verzeihlich angesichts der "somnambulen Realität des Romans", in dem das umgesetzt werde, was "Mahler" in seiner Lebens-"Zeit" nicht gelinge: die Aufhebung der Linearität. © Perlentaucher Medien GmbH
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 33 Bewertungen)
Leserkommentare:* Mahlers Wahnsinn - Kehlmanns Genie (5 von 5 Punkten) meint D.M. aus Aßlar Paranoia und Verschwörungsglaube sind beileibe kein neuer Stoff. Darren Aronofskys "Pi", der hier schon angeführte Streifen "A Beautiful Mind" oder auch Hans C. Schmids "23" verfügen über ähnlich paranoide Protagonisten wie Daniel Kehlmanns früher Geniesteich um einen Physiker, der, ähnlich wie Kafkas Gregor Samsa, eines Tages aufwacht und eine unglaubliche Entdeckung macht, die sein Leben auf den Kopf stellt. Dr. David Mahler hat sich freilich nicht in einen Käfer verwandelt; er hat vier Formeln zum zweiten Hauptsatz der Thermodynamik gefunden, mit denen er die Zeitlichkeit der Existenz aufheben zu können vermeint. Mahler vertraut sich seinem alten Schulfreund Marcel und seiner Freundin Katja an, doch beide sind skeptisch, Marcel aber wenigstens solidarisch. Mahlers Leben erschwert sich zusätzlich dadurch, dass er glaubt, die Schergen einer undefinierbaren Macht seien hinter ihm her, weil sein verwegener Angriff auf deren Grundfesten nicht ungestraft bleiben könne. Ein LKW-Unfall, Tote in seiner Nähe, zerbrochene Laternen, Hubschrauber und eine Herzattacke bei ihm selbst addieren sich in seiner Wahrnehmung zu Warnungen. Mahler degeneriert zum Gehetzten. Vor seinen Studenten verzettelt er sich ebenso wie bei einem Vortrag vor der Fachwelt. Diese, sein vorgesetzter Professor allen voran, hält ihn für verrückt, im günstigsten Fall für einen lächerlichen Spinner. Mahlers letzte Hoffnung ist Professor Valentinov, ein Wissenschaftler von Weltruf, der allein, so glaubt Mahler, seine Formeln zu würdigen wissen werde, wenn er nur zu ihm dringen könne. Gemeinsam mit Marcel fährt er zu einem Kongress, sprengt den Vortrag des Wissenschaftsministers und verkündet vor laufenden Kameras seine Hauptthesen, bis er hinausgeworfen wird. Valentinov hat den Kongress leider schon verlassen, aber der Zug ist noch nicht abgefahren. An einem See in Bahnhofsnähe kommt es dann endlich zu der erhofften Begegnung mit der Koryphäe, aber es ist, Mahler hat es geahnt, zu spät.
Die unerhörte Begebenheit am Schluss macht deutlich: Kehlmanns Buch ist eher eine Novelle als der proklamierte Roman. Gelegentlich musste ich an Thomas Manns erste herausragende Novelle "Der kleine Herr Friedemann" denken, in der der Held ebenfalls, durch verstörende Ereignisse aus seinem vertrauten Leben gerissen, tragisch endet. Mitunter drängt sich der Verdacht auf, Kehlmann kennt sich deshalb so gut aus in der Psyche von erwachsen gewordenen Wunderkindern (solche waren ja auch die beiden Hauptfiguren in der "Vermessung der Welt"), weil er selbst eines ist. Kaum anders erklärt sich ein so exzellent erdachtes und geschriebenes Buch, dem ich vor allem den Verzicht auf die selbstinszenatorischen Eitelkeiten hoch anrechne, gegen die man sich ja sonst bei zeitgenössischen Autoren immer wappnen muss. Ja, man glaubt es kaum, aber hier scheint ein Gegenwartsliterat (und Suhrkamp-Autor!) seine Leser mehr zu lieben als sich selbst: Er benutzt noch Anführungszeichen! Seine besondere Faszination bezieht dieses Psychogramm aus der gekonnt durchgehaltenen Balance zwischen Genie und Wahnsinn, die Kehlmann auf seiner erzählerischen Achterbahnfahrt durch die Psyche seiner Hauptfigur gelingt.
Also vor allem eine gut ausgedachte Geschichte? Tatsächlich berichtete DER SPIEGEL vor etwa einem Jahr von dem Fall eines Akademikers, der von seinen Verwandten entmündigt werden sollte, weil sie ihn für verrückt halten, eines Mannes, der ebenfalls hoch komplexe Formeln zu Papier zu bringen versteht und sich ähnlich wie David Mahler als hochbegabter Wissenschaftler profilierte, bis schließlich niemand mehr seinen Überlegungen und Berechnungen zu folgen vermochte und alle ihn für geistig verwirrt hielten. Welche Vorbilder der Autor auch immer vor Augen hatte, als er "Mahlers Zeit" schrieb, sein Buch ist, egal ob man seine Hauptfigur für klar im Kopf hält oder nicht, beruhigenderweise deutlich mehr ein Beweis für Genialität als für Wahnsinn.
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| | Buch: | Ich und Kaminski: Roman (suhrkamp taschenbuch) |
| Autor: | Daniel Kehlmann, Ausgabe vom 29. Nov. 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 11015 |
| Preis: | 7,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Amazon.de Hörbuch-Rezension Daniel Kehlmann schrieb einmal: "Aus irgendeinem Grund hören viele Menschen einen Text lieber, als ihn selbst zu lesen, und sie hören ihn lieber dargeboten von einem stotternden und hustenden Vorlese-Dilettanten, der sein Verfasser ist, als von einem Profi". Und dann machte er sich daran, selbst als Vorleser seines Romans Ich und Kaminski auf drei CDs zu dilettieren und so seine eigene Aussage zu bestätigen. Gehustet und gestottert wird zwar nicht, aber Kehlmanns Vortrag ist doch dazu angetan, sich ein allgemeines Verbot von Autorenlesungen zu wünschen. Umso mehr, wenn man vergleicht, wie genial und berauschend, Kehlmanns Bestseller Die Vermessung der Welt vom Schauspieler Ulrich Matthes interpretiert wurde. Der Schuss geht leider gleich doppelt nach hinten los. Durch den eher unangenehmen und laienhaften Vortragsstil des Autors treten die literarischen Schwächen des Romans noch deutlicher hervor. Und eigentlich muss man sich wundern, dass Kehlmann sich mit seinem nächsten Roman, dem gefeierter Bestseller Die Vermessung der Welt, so steigern konnte. Auf dem Cover wird der Autor zitiert: "Mit Ich und Kaminski habe ich mir die Komik als Stilmittel erarbeitet". Wenn das stimmen sollte, dann merkt man es dem Roman leider nicht an. Am schlimmsten aber ist, dass der Autor seinen Text mit einem Tonfall liest, als wäre er schreiend komisch. Also Finger und Ohren weg. Wer ein Hörbuch von Daniel Kehlmann haben möchte, sollte unbedingt zu Die Vermessung der Welt greifen. -Christian Stahl Spieldauer: ca. 215 Minuten, 3 CDs, Autorenlesung 1
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 49 Bewertungen)
Leserkommentare:* Die Vermessung des Künstlers (5 von 5 Punkten) meint P.P. aus Staufenberg Ein zweitklassiger Kunsthistoriker möchte seine stagnierende Karriere durch eine Biographie des Malers Kaminski aufpolieren. Mit reichlich Egozentrik und Arroganz im Gepäck besucht er den Künstler im abgelegenen Gebirge und erlebt dort viele Überraschungen.
Daniel Kehlmann hat eine einzigartige Gabe, die Weltanschauungen selbsternannter Helden auf subtile Weise zu bedeutungslosen Bläschen im Wasserglas zu degradieren. 5 Punkte von mir
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| | Hörbuch: | Die Vermessung der Welt - 5 CDs |
| Autor: | Daniel Kehlmann, Ausgabe vom 13. Sept. 2005, Audio CD, Verkaufsrang 110267 |
| Preis: | 22,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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DIE VERMESSUNG DER WELT Das Verfahren ist bekannt und bewährt: Man nehme einen Denker aus der deutschen Geistesgeschichte und schlage literarischen Profit aus dessen Verschrobenheit. Ganz vorzüglich ist das beispielsweise Gert Hofmann mit Georg Christoph Lichtenberg in Die kleine Stechardin gelungen. Bernhard Setzwein hat mit Nicht kalt genug einen vorzüglichen Nietzsche-Roman vorgelegt, und Klaas Huizing widmete sich in Das Ding an sich auf hoch vergnügliche Weise dem Königsberger Philosophen und Kant-Vertrauten Johann Georg Hamann. Nun versucht sich auch Daniel Kehlmann erfolgreich an diesem Genre und porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher. Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen. Am Ende kann man Daniel Kehlmann gleich doppelt gratulieren: Zu diesem ebenso unterhaltsamen wie niveauvollen Roman - und zur Nominierung von Die Vermessung der Welt zum in diesem Jahr erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis. -Christian Stahl
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 387 Bewertungen)
Leserkommentare:* Mathematik vs. Naturwissenschaften (5 von 5 Punkten) meint S.B. Hmmm, irgendwie scheine ich ein anderes Buch gelesen zu haben - und das hat mir _wirklich_ gut gefallen. Meiner unbedeutenden Meinung nach gehts bei der Vermessung um zwei Dinge: Die schöpferische Vermessung der Welt (also nicht der Erde, sondern allem, was sein könnte) in der Mathematik, und der beschreibend-analytischen Vermessung der wirklich existierenden Welt in den Naturwissenschaften. Nebenbei darum, wie sich Genies mit den Niederungen des Lebens herumschlagen müssen. Alles wahnsinnig witzig beschrieben, ich habe viel gelacht. Ich fand es ein durch und durch gelungenes Buch, ich hatte eigentlich nichts erwartet, aber im Nachhinein nichts auszusetzen. Es gibt sicher noch 10 weitere Ebenen, eigentlich wollte ich nur meine +5 Punkte geben - lest das Buch und macht euch selbst ein Bild, es ist einen Versuch wert!
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„Ein Fall von früher Meisterschaft“ (Abendzeitung) Ein kleiner Angestellter kommt ebenso überraschend wie unverdient zu sehr viel Geld. Ein Junge findet in zielloser Gewalt den einzigen Ausweg aus der Langeweile der Sommerferien. Ein poetischer Elektriker schildert seine Passion: das Anzünden von Häusern.... Daniel Kehlmanns Geschichten erzählen von Menschen, die sich in der Alltäglichkeit ihres Daseins nach einem Ereignis sehnen, das ihr Leben verändert. Geschickt aufgebaute Spannung und subtile Ironie machen die Lektüre zu einem abgründigen Vergnügen.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 6 Bewertungen)
Leserkommentare:* sehr gut (5 von 5 Punkten) meint S.L. aus miesbach Der Kauf und Versand hat super geklappt, auch sehr schnell, und das Buch befindet sich in optimalem Zustand. Bin sehr zufrieden
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| | Buch: | Requiem für einen Hund |
| Autor: | Daniel Kehlmann, Sebastian Kleinschmidt, Ausgabe vom Febr. 2009, Broschiert, Verkaufsrang 314350 |
Direkt bei Amazon nicht vorrätig, andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten). |
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„Ein solches Gespräch würde man selbst gern am Kaffeetisch führen.“ -Dina Netz, WDR 5 Literaturmagazin Bücher, 20.September 2008
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Leserkommentare:* Hund unter dem Tisch und in der Ecke. (5 von 5 Punkten) meint P.N. Ja, hier er erklärt Kehlmman ein Stück seiner Arbeitsweise. Beindruckend ist die Gesprächsführung und die angerissenen Themen. Nach der Lektüre dieses schmalen Bändchens habe ich "Ruhm" nochmal anders gelesen. Um Kehlmann als Autor zu verstehen, ist dieses Buch sehr hilfreich. Kehlmann ist bei allen anderen Eigenschaften auch ein Literaturtheoretiker auf hohem Niveau. Bin gespannt wann ihm eine Poetikvorlesung angeboten wird.
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| | Buch: | Beerholms Vorstellung |
| Autor: | Daniel Kehlmann, Ausgabe vom 2. Juli 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 51895 |
| Preis: | 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Bernholms Vorstellung ist der Debütroman des 22-jährigen österreichischen Autors Daniel Kehlmann. Kehlmann lebt in Wien und arbeitet als freier Mitarbeiter der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Der Roman erzählt die Lebensgeschichte des Magiers Arthur Beerholm. Gleichzeitig ist es das Buch eines Suchenden, eines Suchenden auf der Suche nach einer Art höherer, magischer Existenz. Beerholms Kindheit und Jugend ist dadurch gekennzeichnet, dass er moderat unglücklich wurde. Mit zehn Jahren kam er in ein Schweizer Internat, mit 23 empfing er die niederen Priesterweihen. Diese Faszination für Theologie entstand aus einem noch undeutlichen Lebenziel heraus, "Ich wollte mir über eine Möglichkeit, die in der Ferne Gestalt annahm, klar werden, über eine irritierende mathematische Konstellation, über zwei Parallelen, die sich in einer nebligen Unendlichkeit berühren wollen.", so reflektiert Beerholm über die ersten Zauberkunststücke seiner Jugendzeit. Vom Priesterkandidaten wechselt er zum Zauberer, macht kleine Kunststücke und arbeitet als Betrüger beim Pokerspiel. Sein Traum verwirklicht sich aber, als er sich als Schüler dem großen Magier Jan von Roden aufdrängt. Arthur Beerholm bringt es mit von Rodens Hilfe zum besten Täuschungskünstler der Welt. Auf dem Höhepunkt seines Schaffens gelingt es ihm sogar, der Materie seinen Willen aufzuzwingen. Er kann Schaufensterscheiben zersplittern lassen und setzt in einem Park einen Busch in Brand. Ihn selbst lassen seine Erfolge allerdings ziemlich kalt, denn das Ziel seines Lebens, jene zwei Gegensätze, Realität und Fiktion haben sich für ihn ununterscheidbar vermischt. Fasziniert beobachtet er, wie er als Magier so perfekt wird, dass Dinge und Welt ihm zu gehorchen scheinen und seine Zauberkunststücke wie von selbst gelingen. Am Ende kündigt er an, aus dem Fenster zu springen und seinem Leben ein Ende zu bereiten. Beerholms Vorstellung ist ein solide erzählter Roman ohne große Aussetzer. Beerholm ist ein bemühter Selbstdarsteller, ruhig und abgeklärt erzählt er sein Leben. Sein Erzählstil ist erklärend, reflexiv, allerdings ohne geschwätzig zu sein oder Überflüssiges zu erzählen. Die faszinierende Kälte von Beerholms Empfinden fängt Kehrmann mit Hilfe eines äußerst lakonischen und zurückhaltenden Stils ein. Allerdings ist das Buch nicht ohne Längen, die vor allem auf den ersten 100 Seiten des Buches zu suchen sind. Der Roman ist ein beachtlicher Erstling ohne große Schwächen, gut zu lesen, allerdings auch ohne große Stärken und spektakuläre Schilderungen; ein interessantes Stück reflexiver Prosa. -Christoph Steven
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)
Leserkommentare:* schönes Kehlmann-Buch (4 von 5 Punkten) meint p. Ein schönes Buch! Im Vergleich zu anderen Kehlmann-Büchern gehört "Beerholms Vorstellung" zu den 2 besten! Eine schöne Sprache, spannende Beschreibungen ... das Buch kann man in einem Zug lesen. Sehr gut.
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| | Buch: | Zahl Zeit Zufall - Alles Erfindung? |
| Autor: | Rudolf Taschner, Ausgabe vom 5. Sept. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 66912 |
| Preis: | 22,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Der blinde Zufall scheint unser Geschick zu leiten - aber was ist Zufall? Wir glauben uns dem Diktat der Zeit unterworfen - aber was ist Zeit? Nur was man mit Zahlen belegen kann, zählt - aber woher kommen die Zahlen? Rudolf Taschner nähert sich solch tiefgründigen Fragen mit heiterer Gelassenheit, verständlich und unterhaltsam zugleich. Unterstützt von anschaulichen Bildern, Geschichten und subtilen Anekdoten verführt er uns zu mathematischen Seitensprüngen, aber auch zur Einsicht: Immer, wenn man Zeit oder Zufall zu fassen vermeint, verflüchtigen sich beide blitzschnell ins unendliche Reich der Zahlen. Zahl, Zeit und Zufall sind untrennbar ineinander verwoben, und das Geflecht, das sie zusammenhält, ist nicht irgendwo "draußen", "im Universum", sondern in uns selbst, in unserem Denken und in unserem Bewusstsein.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 17 Bewertungen)
Leserkommentare:* begeistert!!! (5 von 5 Punkten) meint I. Das Buch "Zahl, Zeit, Zufall. Alles Erfindung?" ermöglicht in meinen Augen
eine äußerst ansprechende Begegnung und Auseinandersetzung mit mathematischen Themengebieten - auch, und gerade speziell, für jene nicht so besonders mathematisch bewanderte Lesergruppe.
Die Fähigkeit Univ.Prof.Dr. Rudolf Taschners, Mathematik den Menschen zu
vermitteln und Faszination zu wecken wo vielerlei Unverständnis und
schulgeprägter Unmut warten, ist bemerkenswert. Dies zeigt sich im Weiteren durch die gelungene Leichtheit der Sprache mit der der Autor die fachlichen Informationen anbietet.
In Seinem Buch konfrontiert er den Leser mit Phänomenen der Mathematik und unterstreicht deren Bedeutsamkeit durch den Transfer in unterschiedliche Lebensbereiche, wobei es ihm gelingt die so charakteristischen komplexen Formeln im Hintergrund zu halten und somit dem themenfremderen Leser die Türen weit öffnet.
Im Allgemeinen gelingt es dem Leser einen Einblick in mathematische Welten zu erhalten, der wohl keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, doch eben dies scheint Univ.Prof.Dr. Rudolf Taschner am Herzen zu liegen - nämlich Mathematik als intellektuelles Kulturgut dem Unbedarften näher zu bringen.
Wer Seine Person genauer betrachtet, kann feststellen, dass er eben genau diesem Anliegen im Verein "math.space" den nötigen Raum gibt um Faszination zu entdecken.
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