Elisabeth Herrmann, Ausgabe vom 1. März 2009, Gebunden, Verkaufsrang 365880
Aus der Amazon.de-Redaktion Nach Das Kindermädchen und Die siebte Stunde kehrt Rechtsanwalt Joachim Vernau zurück! Der Berliner Jurist hatte irgendwann den richtigen Moment verpasst, um an die wirklich großen Mandanten heranzukommen, und auch die Heirat in bessere Kreise scheiterte im letzten Moment. Inzwischen Strafverteidiger für Kleinkriminelle und Gelegenheitsgauner, wird er in ein Mordkomplott verwickelt, zu dessen Aufklärung er tief in die deutsch-deutsche Vergangenheit hinabsteigen muss. Zunächst traut Joachim Vernau seinen Augen nicht. Eben noch hatte er den obdachlosen Gauner, den Ex-Junkie Hellmer, vor Gericht vertreten, und nun schießt eine alte Dame aus Görlitz vor dem Landgericht auf den armen Schlucker. Besonders treffsicher ist sie nicht - Hellmer verschwindet, und die Schützin stirbt wenig später im Krankenhaus. Vorher aber kann Vernau sie noch als Mandantin gewinnen und macht sich auf die Suche nach dem Motiv. Seine Suche führt ihn zunächst nach Görlitz. Dort entdeckt er Hinweise auf ein dunkles Familiengeheimnis, in dessen Zentrum ihr verstorbener Sohn zu stehen scheint. Die so genannte Wende, die nicht alle Ostdeutschen zu Gewinnern machte, ist dabei die Musik, die im Hintergrund spielt. Dann verschwinden plötzlich die Dokumente, und Vernau weiß, dass er dabei ist, sich eine Menge Feinde zu machen. Bei einem Roman von Elisabeth Herrmann darf man erwarten, dass es nicht nur darum geht, einen Täter zu ermitteln. Wann immer Rechtsanwalt Vernau und seine chaotische Kollegin Marie Louise Hoffmann aus der bescheidenen Hinterhofkanzlei zu ermitteln beginnen, kommen auch die großen Themen zur Sprache: Was verstehen wir unter Gerechtigkeit, wie viel an sozialer Spaltung verträgt unsere Gesellschaft? Vor allem aber beschert uns Elisabeth Herrmann als variantenreiche Stilistin einen wunderbaren Berlin-Krimi mit dem typischen Panoptikum aus Pennern, linken Aktivisten, Hartz-IV-Empfängern, Investoren und Spekulanten, Senatsfilz und einem verschnarchten Justizapparat. Dass dies nie manieriert und durchweg authentisch klingt, liegt vielleicht daran, dass die Autorin - von der Maurerin bis zur Fernsehjournalistin - einen ungewöhnlichen Lebensweg absolviert hat, der für ganz unterschiedliche Begegnungen gesorgt haben dürfte. Die "Letzte Instanz" ist übrigens nicht nur das Fernziel vieler Juristen, sondern auch eine sehr bodenständige Kneipe hinter dem Berliner Stadthaus, dessen Geschichte hier ebenfalls erzählt wird. -Carsten Hansen, Literaturtest 1
Buch:
Die siebte Stunde
Autor:
Elisabeth Herrmann, Ausgabe vom 1. Aug. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 349557
Buch:
Das Kindermädchen
Autor:
Elisabeth Herrmann, Ausgabe vom 5. Aug. 2005, Gebunden, Verkaufsrang 673911
Buch:
Vergebung - Der Mut, einen neuen Anfang zu wagen
Autor:
Doris Weber, Rudolf von Waldenfels, Jörg Bopp, Martin Rungholt, Elisabeth Moltmann-Wendel, Hedda Heitter, Fulbert Steffensky, Ute Meckbach, Ralph Ludwig, Ursula Frey, Monika Herrmann, Thomas Becker, Klaus Hofmeister, Ausgabe vom 19. Aug. 2008, Broschüre, Verkaufsrang 1759363
Buch:
Wiegendrucke der Lithographie : Wien 1801 bis 1821; 325 - Ausstellung 26 - Februar bis 30 - April 1988
Autor:
Elisabeth Herrmann-Fichtenau, Ausgabe vom 1988, Taschenbuch, Verkaufsrang 4547981
Buch:
Konstanze
Autor:
Elisabeth Herrmann, Ausgabe vom 1. Mai 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 278911