Aus der Amazon.de-Redaktion Was den Lebensbericht dieses wohl stillsten und tragikumflortesten unter den Rockstars so verdammt intensiv macht, ist die eigenhändige Ausleuchtung seiner ganz persönlichen Dunkelzone, deren erschreckende Todesnähe den Leser mehr als verstört. Da schreibt jemand seinen größten Hit - "Layla" -, und durchlebt zugleich die tiefste Drogenhölle. Besitzt Anwesen, über den halben Globus verteilt, schart die schönsten Frauen der Welt um sich, und bricht bei der ersten Frage der Suchtberaterin, ob er eigentlich wisse, wer er sei, zusammen wie ein Häuflein Elend. Diese Schonungslosigkeit, bisweilen hart am Rand der Selbstpreisgabe, macht Eric Claptons Erinnerungen zu einem erschütternden Suchtprotokoll und hebt sie meilenweit über die flockigen Memoiren so manches Popkollegen hinaus. Hier geht?s ums nackte Leben, nicht nur um Musik! Doch keine Bange, auch der Blues kommt zu seinem Recht. Ein Leben lang hat uns dieser merkwürdig unterkühlte Mann mit den gebremsten Emotionen mit den schönsten Songs und Bluesläufen versorgt. Fast erschreckend, nun nachzulesen, welch dichtem Nebelmeer aus Alkohol, Heroin und Lebensschmerz die vertrauten Melodien entstammen sollen. Clapton-typisch, also fast tragisch, begann alles mit den "Yardbirds", die nach seinem vorzeitigen Abgang mit Nachfolger Jeff Beck eine wahre Hitserie hinlegten (was unseren Mann mächtig wurmte). John Mayall und dem Blues in seiner bislang ursprünglichsten Form folgten "Cream", drei Supermännlein im Koksschnee, die ihre Egos wie edle Karossen wienerten. Und ? ein Alien betrat die Popszene, der einer anderen Galaxie entsprungen schien. "Er machte mir Angst, weil er ganz offensichtlich ein Riesenstar werden würde". Süßsaures Bekenntnis des Blues-Traditionalisten, der der ungestümen Innovationskraft eines Jimi Hendrix nichts entgegenzusetzen hatte. Nach "Blind Faith", diesem Kurzexperiment, das der Popwelt immerhin das dubiose Adelsprädikat "Supergroup" bescherte, hinterließ Clapton mit "Derek and the Dominos" seine berühmt gewordene Liebeserklärung an Pattie, die Frau seines Freundes George Harrison. Als "Layla" wurde sie zur bislang deutlichsten musikalischen Duftmarke des Songwriters. Danach führte die Drogenkarriere zu einem zweijährigen Absturz. Bei den Selbstreflexionen des Autors scheint manchmal das Handbuch für Suchtkranke in Reichweite gelegen zu haben. Seine notorische Untreue und Unstetigkeit, wie auch der Umstand, Komplikationen beharrlich aus dem Wege zu gehen, deutet Clapton als klassische Kennzeichen des Alkoholikers. Nach unzähligen Entgiftungen, Rückfällen und allmählich wieder nach oben weisender Erfolgskurve, folgte im März 1991 der ultimative Niederschlag. Claptons fünfjähriger Sohn Conor kam durch einen fürchterlichen Fenstersturz ums Leben. In die kaum erträgliche Schilderung jenes tragischen Ereignisses mischt sich auch hier der schon bekannte Wesenszug des Musikers: Zu seiner ganz persönlichen Trauer gelangt er nur durch Flucht in emotionale Versteinerung. Erst nach langem Zögern folgte "Tears in Heaven", der intime Abschied eines Vaters, der längst in den Kanon der kollektiven Trauermusiken aufgenommen wurde. Nun hat der Mann noch einmal etwas für ihn Ungeheures getan: Eric Clapton hat die Tür zu seinem Innersten weit aufgestoßen. Was man zu sehen bekommt, ist so fremd wie vertraut. Aber immer lesenswert! ?Ravi Unger
Hörbuch:
Mein Leben 5 Cds
Autor:
Eric Clapton, Ausgabe vom 26. Nov. 2007, Audio CD, Verkaufsrang 474600
MEIN LEBEN Was den Lebensbericht dieses wohl stillsten und tragikumflortesten unter den Rockstars so verdammt intensiv macht, ist die eigenhändige Ausleuchtung seiner ganz persönlichen Dunkelzone, deren erschreckende Todesnähe den Leser mehr als verstört. Da schreibt jemand seinen größten Hit - "Layla" -, und durchlebt zugleich die tiefste Drogenhölle. Besitzt Anwesen, über den halben Globus verteilt, schart die schönsten Frauen der Welt um sich, und bricht bei der ersten Frage der Suchtberaterin, ob er eigentlich wisse, wer er sei, zusammen wie ein Häuflein Elend. Diese Schonungslosigkeit, bisweilen hart am Rand der Selbstpreisgabe, macht Eric Claptons Erinnerungen zu einem erschütternden Suchtprotokoll und hebt sie meilenweit über die flockigen Memoiren so manches Popkollegen hinaus. Hier geht?s ums nackte Leben, nicht nur um Musik! Doch keine Bange, auch der Blues kommt zu seinem Recht. Ein Leben lang hat uns dieser merkwürdig unterkühlte Mann mit den gebremsten Emotionen mit den schönsten Songs und Bluesläufen versorgt. Fast erschreckend, nun nachzulesen, welch dichtem Nebelmeer aus Alkohol, Heroin und Lebensschmerz die vertrauten Melodien entstammen sollen. Clapton-typisch, also fast tragisch, begann alles mit den "Yardbirds", die nach seinem vorzeitigen Abgang mit Nachfolger Jeff Beck eine wahre Hitserie hinlegten (was unseren Mann mächtig wurmte). John Mayall und dem Blues in seiner bislang ursprünglichsten Form folgten "Cream", drei Supermännlein im Koksschnee, die ihre Egos wie edle Karossen wienerten. Und ? ein Alien betrat die Popszene, der einer anderen Galaxie entsprungen schien. "Er machte mir Angst, weil er ganz offensichtlich ein Riesenstar werden würde". Süßsaures Bekenntnis des Blues-Traditionalisten, der der ungestümen Innovationskraft eines Jimi Hendrix nichts entgegenzusetzen hatte. Nach "Blind Faith", diesem Kurzexperiment, das der Popwelt immerhin das dubiose Adelsprädikat "Supergroup" bescherte, hinterließ Clapton mit "Derek and the Dominos" seine berühmt gewordene Liebeserklärung an Pattie, die Frau seines Freundes George Harrison. Als "Layla" wurde sie zur bislang deutlichsten musikalischen Duftmarke des Songwriters. Danach führte die Drogenkarriere zu einem zweijährigen Absturz. Bei den Selbstreflexionen des Autors scheint manchmal das Handbuch für Suchtkranke in Reichweite gelegen zu haben. Seine notorische Untreue und Unstetigkeit, wie auch der Umstand, Komplikationen beharrlich aus dem Wege zu gehen, deutet Clapton als klassische Kennzeichen des Alkoholikers. Nach unzähligen Entgiftungen, Rückfällen und allmählich wieder nach oben weisender Erfolgskurve, folgte im März 1991 der ultimative Niederschlag. Claptons fünfjähriger Sohn Conor kam durch einen fürchterlichen Fenstersturz ums Leben. In die kaum erträgliche Schilderung jenes tragischen Ereignisses mischt sich auch hier der schon bekannte Wesenszug des Musikers: Zu seiner ganz persönlichen Trauer gelangt er nur durch Flucht in emotionale Versteinerung. Erst nach langem Zögern folgte "Tears in Heaven", der intime Abschied eines Vaters, der längst in den Kanon der kollektiven Trauermusiken aufgenommen wurde. Nun hat der Mann noch einmal etwas für ihn Ungeheures getan: Eric Clapton hat die Tür zu seinem Innersten weit aufgestoßen. Was man zu sehen bekommt, ist so fremd wie vertraut. Aber immer lesenswert! ?Ravi Unger
Buch:
Tears in Heaven
Taschenbuch, Verkaufsrang 847228
Buch:
Guitar Chord Songbook - Gitarre
Musiknoten, Verkaufsrang 3983010
Buch:
Eric Clapton The Guitar Anthology Volume One
Autor:
Eric Clapton, Ausgabe vom 1991, Taschenbuch, Verkaufsrang 3562143
Buch:
Eric Clapton - Stars, Mythen und Legenden
Autor:
Eric Clapton, Fred Weiler, Ausgabe vom Januar 1997, Gebunden, Verkaufsrang 852257
Buch:
Solos - NOTENBUCH
Autor:
Eric Clapton, Ausgabe vom 1990, Gebunden, Verkaufsrang 4031790
Product Description rares Notenbuch mit Noten und Gitarrenriffs zu folgenden Eric Clapton Songs: After Midnight, I Ain't Git You, Baby What's Wrong, Crossroads, After Midnight 2, Lay Down Sally, Cocaine, Badge, I Feel Free, Strange Brew. White Room, Sunshine Of Your Love, Forever Man, Ramblin' On My Mind, Have You Ever Loved A Woman, Hideaway
Hörbuch:
Play it! Eric Clapton, 2 Audio-CDs m - Songbooklet