Der Fisch lernt fliegen - Unterwegs durch die Jahre
Autor:
Erika Pluhar, Ausgabe vom 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 403358
Amazon.at Wir treffen viele Schauspieler, die nur auf der Theaterbühne aktiv sind - und wenige, die auch auf der Bühne des täglichen Lebens agieren. Erika Pluhar, die im Vorjahr von den Brettern des Wiener Burgtheaters Abschied genommen hat, ist nicht nur Schauspielerin, Schriftstellerin und Sängerin, sondern längst eine öffentlich Person geworden, von der Engagement gefordert wird und die sich diesem Engagement keinesfalls entzieht. Davon zeugt ihr Buch Der Fisch lernt fliegen, das thematisch an die beiden autobiografischen Werke Marisa sowie Am Ende des Gartens anschließt. Es handelt sich dabei um Aufsätze, Briefe, Reden, politische Kommentare, manchmal auch nur Skizzen, die eine Frau zeigen, die zwar auch den Sog aus Angst, Furcht und Schmerz (der Tod ihrer Tochter) kennt, sich jedoch nicht von ihm wegschwemmen lässt, sondern mit Mut und Stärke dagegen ankämpft. Die Buchaufzeichnungen beginnen 1952 mit einem noch etwas kindlichen Brief an die ältere Schwester ("Vor ein paar Tagen war ich mit Vatis Chef in Peer Gynt. Es war sehr schön, aber es ist so fürchterlich schwer, sich zu benehmen") und enden auch mit einem Brief - an den damaligen Kanzler Klima ("Ich hoffe auch, dass Du letztlich eine Regierung zustande bringst..."). Dazwischen handelt es sich um sowohl politische als auch emanzipatorische Texte an Vaclav Havel, Claus Peymann, Kanzler Vranitzky, Archim Benning, Jörg Haider, um Schreiben an Schauspielerinnen sowie Kritikerinnen. Erika Pluhar über Erika Pluhar: "Ich bin keine Politikerin, die in Detailfragen sattelfest ist. Ich bin jedoch eine aufmerksame Beobachterin politischer Vorgänge, deren Ursprünge ich immer in privatmenschlichen Verhaltensmuster sehe." Solche Beobachterinnen braucht das Land ganz dringend. -Elfriede Quell 1
Hörbuch:
Reich der Verluste - CD
Autor:
Erika Pluhar, Ausgabe vom 2005, Audio CD, Verkaufsrang 260041
Roman Erscheinungsjahr: 2005 Senioren Gewicht: 262 gr / Abmessungen: 191 mm x 120 mm x 17 mm Von Pluhar, Erika Eine ganz besondere Liebesgeschichte in Wien. "Ein kluger Lebensroman voller Poesie und wundersamer Leichtigkeit." Brigitte Nelly, die 54jährige Pragerin, ist zum ersten Mal in Wien, der Heimatstadt ihrer Mutter. In der Straßenbahn nach Grinzing kommt sie mit einem gebildeten älteren Herrn ins Gespräch, und beide beschließen, den Nachmittag miteinander zu verbringen. Schließlich sitzen sie sich im Garten eines Ausflugslokals in Grinzing gegenüber und tasten sich behutsam vor in das Leben des andern. Ihre Unterhaltung wird immer intensiver und intimer, und sie merken gar nicht, wie die Zeit vergeht und ein neuer Morgen sich ankündigt. Pressestimmen: "Ein bewegender Roman, der in die Tiefen der menschlichen Existenz leuchtet, den Schmerz zweier Leben zu ermessen sucht und doch in großer Hoffnung mündet." Iserlohner Zeitung "Ihre grauen Haare gefallen mir sehr gut". Mit diesem simplen Kompliment gelingt es dem sechzigjährigen Rudolf Smelik, pensionierter Dramaturg des Wiener Burgtheaters, das Gespräch mit der vierundfünfzigjährigen Nelly Tomasova, die als Sekretärin an einem kleinen Theater arbeitet, wieder anzukurbeln. Er wird dies mehrmals tun, um die leicht verletzbare Frau zum Reden zu bewegen. Zu der Begegnung der beiden war es gekommen, als sich die Pragerin mit "Verzeihen Sie, ist das hier schon die Endstation?" an den fremden Mann wandte. Der Titel ist somit identisch mit der ersten Zeile des neuen Buches von Erika Pluhar. Nach Erkundigungen von Gewohnheiten, dem Feststellen von Gemeinsamkeiten, Ansichten über Theater und Politik, werden die Gespräche bei einem Wiener Heurigen immer vertraulicher, immer intimer. Nelly Tomasova berichtet von ihrer unglücklichen Ehe, von einer unerfüllten großen Liebe, vom Freitod ihres alkoholkranken Vaters und dass sie gerne Pianistin geworden wäre. Rudolf Smelik wiederum erzählt von seiner geheilten Alkoholsucht, von Liebschaften und von jener einzigen Frau, die er heiraten wollte und die in seinen Armen starb. Erika Pluhar schildert das Entstehen einer Liebesbeziehung zweier reifer Menschen in Form eines Drehbuchs. Zunächst überfordern die langen Dialoge, aber Sperriges macht bald Geschmeidigem Platz. Ein gewisses Befremden lösen die manchmal zu trivial geratenen Passagen aus, doch rasch dringt ins Bewusstsein, dass das erste Zusammensein zweier Menschen, die sich nicht gleichgültig sind, stets mit Banalitäten einhergeht. Gerade diese Banalitäten sind plötzlich wichtig und berühren. Die "stärksten" Seiten bleiben allerdings die Gespräche über das Theater - erfüllt von Leidenschaft, erfüllt von der Bühnengröße Erika Pluhar. -Elfriede Quell
Buch:
Paar Weise: Geschichten und Betrachtungen zur Zweisamkeit
Autor:
Erika Pluhar, Ausgabe vom 24. Januar 2007, Gebunden, Verkaufsrang 251190