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| | Buch: | Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945 |
| Autor: | Ernst Klee, Ausgabe vom 20. Okt. 2005, Broschiert, Verkaufsrang 22322 |
| Preis: | 16,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Buchnotiz zu : Die Zeit, 23.10.2003 Willi Jasper ist mit Ernst Klees "Personallexikon zum Dritten Reich" im großen und ganzen zufrieden. Mit Respekt vor der "enormen Fleißarbeit" des Autors sieht er über die wenigen Schwachstellen und Lücken hinweg, möchte mit seinen Anmerkungen die "Gesamtleistung des Autors nicht schmälern". In Systematik und Begrifflichkeit werde nicht ausreichend eingeführt, bemängelt der Rezensent, einzelne Personengruppen werden zu stark (Mediziner), andere zu wenig (Geisteswissenschaftler) berücksichtigt, Querverweise fehlen. Nichts desto trotz liefere Klee eine "erschreckendes Gesamtbild", gelingt es ihm doch mit den 4300 Kurzbiografien manch unliebsame These zu bekräftigen. So wird bald offensichtlich, dass der "mörderische Antisemitismus" seinen Ursprung nicht in erster Linie innerhalb der "benachteiligten Volksschichten" habe, wie Jasper erörtert, sondern in der "Mitte der Gesellschaft". © Perlentaucher Medien GmbH Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 19.09.2003 Einiges werde hier endlich "zurechtgerückt", "ergänzt" und richtiggestellt, lobt Rudolf Walther. Das Projekt von Ernst Klee, ein Personenlexikon mit 4.300 Kurzbiografien zum Dritten Reich zu erstellen, sei also bis auf kleine, verzeihbare Mängel vorzüglich gelungen. Bei Stichprobenvergleichen mit dem Herder-Lexikon von 1937 und verschiedenen Brockhaus-Ausgaben stellten sich im Vergleich zu Klees Arbeit erstaunliche Lücken heraus: so werde in den anderen Lexika zum Beispiel bei manchen Wissenschaftlern deren "braune" Forschungsarbeit vor 1945 komplett ausgeklammert (Paul Althaus), oder Kriegsverberbrechen überhaupt nicht erwähnt (Theodor Oberländer). Der entscheidende Vorteil von Klees Herangehensweise läge also vor allem in der Zeitspanne, die er genauestens beachte: die Karrieren werden laut Walther sowohl während als auch nach der Nazi-Zeit verfolgt. Außerdem lobt er den übersichtlichen Aufbau, das ausführliche Register und die ausführlichen Quellenangaben. Zudem sei es auch noch "unübertroffen vollständig" resümiert Walther angetan. Sein Urteil: "Von außerordentlichem Nutzen"! © Perlentaucher Medien GmbH
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Fleißarbeit (4 von 5 Punkten) meint N.G. aus Berlin Über die Auswahl der hier im Lexikon beschriebenen Personen und über die Qualität der Lebensläufe kann man wirklich streiten. Sucht man nach Einträgen, die für sich allein kaum einen Sinn ergeben, wird man schnell fündig. Aber mindert das den Nutzwert dieses Buches? Hier ist es der Untertitel, der für Klarheit sorgt. Intention von Klee war es offenbar, hier aufzuzeigen, welche persönlichen Kontinuitäten zwischen dem Dritten Reich und dem Nachkriegsdeutschland gegeben hat. Im Ergebnis sind deshalb hier vor allem Mitglieder der mittleren Führungsebene des Dritten Reiches vertreten. Aber genau damit füllt Klee eine Lücke. Die Prominenz nämlich, die wird bei Guido Knopp doch schon bis zum Erbrechen abgehandelt. Wer dieses Regime aber wirklich am Funktionieren gehalten hat, das sind aber oft genug die, die dann nach 1945 eben doch als Mitläufer eingestuft wurden. Und dann im Nachkriegsdeutschland wieder schnell zu Ruhm und Ehren kamen.
Ärzte und Juristen, das waren die zwei Berufsgruppen, die sich über die Katastrophen der deutschen Geschichte offenbar am besten retten konnten. Liest man das Buch mit seinen 4.300 Einträgen einfach mal quer, erhält man einen guten Eindruck, wie sich Eliten sich nach dem verlorenen Krieg schnell wieder fanden. Auch die Diskrepanz zwischen den durch Urteil verlangten Haftstrafen und der tatsächlichen Haftdauer überrascht in vielen Lebensläufen. Als Täter war man offenbar 1953 in der Regel schon wieder frei. Als Opfer war man 1953 in der Regel schon fast ein Jahrzehnt tot. Es stimmte halt etwas nicht, nach dem Krieg, im Deutschland des beginnenden Wirtschaftswunders.
Wenn man das Buch kritisieren kann, dann sicherlich nicht aufgrund einzelner Fehler in der Masse von 4.300 Lebensläufen. Ich hätte mir eher gewünscht, dass mehr einzelne Lebensläufe exemplarisch herausgehoben und näher beschrieben worden wären. Dadurch wäre das Bild einer deutschen Elite, die Schreckliches angerichtet hat, noch genauer, verständlicher und für die Zukunft warnender geraten. Denn auch heute haben wir genug Karrieristen, die durchaus bereit sind, auch schlechte Weisungen gut und professionell umzusetzen, wenn es denn nur dem eigenem Erfolg dient. Und diese Freiheit von humanistischen Werten ist genau das, was den Verbrechern an der Spitze dann den Erfolg erst ermöglicht.
Für mich ist das ein wertvolles Buch, dessen Lektüre ich hier empfehlen möchte.
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| | Buch: | Euthanasie im NS-Staat: Die Vernichtung lebensunwerten Lebens |
| Autor: | Ernst Klee, Ausgabe vom 1. Juni 1985, Taschenbuch, Verkaufsrang 25415 |
| Preis: | 12,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Jede Gesellschaft hat kranke oder behinderte Mitbürger. Menschen, auf die man besonders eingehen muss, die der Hilfestellung bedürfen. In der nationalsozialistischen Ideologie jedoch wurden solche Personen schlicht und Menschen verachtend als "lebensunwert" deklariert, da sie für die NS-Welt keinen produktiven Beitrag darstellten. Die widerwärtige Konsequenz solchen Denkens war die Euthanasie. Diese Tötung behinderter, kranker oder alter Personen (sowie angeblich "Arbeitsscheuer") ist eines der abstoßendsten Kapitel des Nationalsozialismus, wurde hier doch in vermeintlichen Heilanstalten und unter Mitarbeit der Ärzte und Schwestern Massenmord an denen begangen, um die man sich hätte kümmern sollen. Vielleicht deshalb, vielleicht aber auch weil so viele vom medizinischen Personal später unbehelligt weiterarbeiteten, wurde nach 1945 das Thema Euthanasie im NS-Staat eher unter den Tisch gekehrt. Ernst Klees Buch, das man ohne jedes Zögern ein Basiswerk hierzu nennen kann, wirkt dadurch oftmals wie ein Schock. Was der Autor darin an Erkenntnissen über diese Praxis der Massentötung im NS-Regime zusammengetragen und analysiert hat, ist in der Kombination von Gesamtübersicht und Detailinformationen nicht zu überbieten. Ein Exkurs über die generelle Geschichte der Euthanasie führt zu den propagandistischen und juristischen Vorbereitungen im NS-Regime (die Verabschiedung entsprechender Gesetze begann bereits 1933). Dem Aufbau einer Euthanasieorganisation folgten dann im Spätjahr 1939 die ersten Tötungen. Klee beschreibt anhand von Originalunterlagen und Augenzeugenberichten Täter und Opfer, Organisation, Methoden und Orte dieser Verbrechen. Und er belegt, dass auch nach Hitlers offiziellem Euthanasie-Stopp 1941 das Morden weiterging. Ein aufrüttelndes Buch darüber, wie kaltblütig man im Hitler-Reich mit Menschen umging, die man in nationalsozialistischer Dumpfheit als "lebensunwert" titulierte - ein Begriff, der einen erschauern lassen sollte. -Joachim Hohwieler
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Ungesehen, unerhört, Mahnung, die keiner haben will (5 von 5 Punkten) meint A. Klees Report - Trilogie ist ein Muß für die Geschichtsaufarbeitung. In iener nüchternen Art wird ein Mordkapitel dargestellt, bei dem Deutschalnd schuldig wurde, durch Wegsehen, durch Ignorieren durch Entwerten. Die Schuld reichte lange nach dem zweiten Weltkrieg hinein, noch heute sind Massenmörder unter uns udn viele konnten in einem "Rechtsstaat" unbehelligt untertauchen. Dies ist nicht nur ein Kapitel für Ärzte sondern auch für Juristen, die ihre Geschichte weiter bearbeiten wollen.
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| | Buch: | Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer |
| Autor: | Ernst Klee, Ausgabe vom 15. Febr. 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 141882 |
| Preis: | 14,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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"Die Machthaber des Dritten Reiches boten Medizinern etwas unerhört Verlockendes, in der Welt bis dahin Einmaliges: Statt Meerschweinchen, Laborratten und Versuchskaninchen konnten sie Menschen massenhaft zu Versuchszwecken benutzen." Ernst Klee
Für dieses Buch, das auf Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste stand, erhielt Ernst Klee den Geschwister-Scholl-Preis.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)
Lesermeinungen:* NS - Medizin (5 von 5 Punkten) meint T.H. aus Khe, Baden Hallo,
falls Sie sich dieses Buch zulegen, werden Sie es vermutlich mehrmals in die Hand nehmen um gelegentlich das eine od. andere nachzulesen, weil einfach Dinge passiert sind die sehr unglaubhlich erscheinen und unfassbar. Etliche "Damen und vor allem Herren" die hier mitgewirkt haben, konnten nach dem Krieg weiter praktizieren.
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| | Buch: | Was sie taten - Was sie wurden: Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord |
| Autor: | Ernst Klee, Ausgabe vom Juni 2004, Broschiert, Verkaufsrang 129207 |
| Preis: | 11,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Ernst Klee beschließt seine Trilogie über die "Vernichtung lebensunwerten Lebens" durch die Nazis mit einem Band über den Lebensweg der Täter und Tatgehilfen nach 1945. Er zeigt, wie Ärzte, Juristen und Verwaltungsfachleute, die an der "Ausmerzung" beteiligt waren, z. T. unerkannt, z. T. unbehelligt weiterleben konnten. Andere fanden milde Richter oder verständnisvolle Ärzte, die die Beschuldigten mit Attesten vor einer Strafverfolgung bewahrten. Klee zeigt Fluchtwege und Verbindungen der Täter auf, weist an Einzelbeispielen nach, daß an Nazi-Verbrechen Beteiligte sogar in der Strafverfolgung eingesetzt waren. Er nennt die Namen jener, die wieder in Verwaltung, Ministerien, höchste Stellen der Justiz einrücken konnten, wieder Patienten behandelten oder Mediziner ausbildeten. Dabei tauchen viele bekannte, aber auch unbekannte Namen auf. Das Buch unterscheidet sich von ähnlichen darin, daß fast ausnahmslos Justizakten - z. T. auch Schriftverkehr der Täter - als Grundlage dienen. So wird zum ersten Mal an einem großen - auf die Massenvernichtung "lebensunwerten Lebens" begrenzten - Personenkreis deutlich, in welchem Ausmaß NS-Gehilfen nach 1945 als Biedermänner weitermachen, weiter entscheiden und das öffentliche Leben beeinflussen konnten.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Ein äußerst wichtiges Buch (5 von 5 Punkten) meint G.K. Das Buch empfehle ich besonders all jenen, die die Frage umtreibt inwieweit sich die Nachkriegsgeneration im Nachhinein am Holocaust schuldig macht.
Das Buch ist sauber, ja akribisch recherchiert und steht auf solider Grundlage.
(Als Bettlektüre eignet es sich allerdings nicht, denn es treibt den Adrenalinspiegel zu sehr in die Höhe.....)
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| | Buch: | Persilscheine und falsche Pässe - Wie die Kirchen den Nazis halfen. |
| Autor: | Ernst Klee, Ausgabe vom Sept. 2005, Broschiert, Verkaufsrang 77387 |
| Preis: | 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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"Zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen kirchenkritische Fernsehsendungen haben sich jüngst Vertreter aus den beiden deutschen Großkirchen verabredet. Anlaß sind 'besonders unangenehme' Dokumentationssendungen des Publizisten Ernst Klee, die im Hessischen Rundfunk gesendet wurden und werden. Klee legt ohne jedwede Beschönigung das Fehlverhalten der Kirchen im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus bloß: Verwicklungen in Aktivitäten der Euthanasie und des Antisemitismus bis hin zu der organisierten Fluchthilfe für Nazi-Bonzen nach Lateinamerika nach Kriegsende. Die Kirchen werden mit dieser unbewältigten Vergangenheit dargestellt, was dazu führt, daß das in Jahrzehnten emsig und mühsam geglättete Geschichtsbild vom geschlossenen offiziellen Widerstand der Kirchen zerstört wird ... Spötter in höheren Kirchenrängen sprechen von einer neuen 'hoffnungsvollen' Phase, der zwischenkirchlichen Zusammenarbeit, von einem Minimalkonsens, den sie 'Reinwasch-Ökumene' nennen." (Publik-Forum. Zeitung kritischer Christen, 17.5.1991). Das Manuskript für dieses Buch war die Grundlage des Fernsehfilms "Persilscheine und falsche Pässe".
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)
Lesermeinungen:* unheimliche Details (5 von 5 Punkten) meint T.F. aus Schwandorf/Bayern Ein sehr gutes und sehr empfehlenswertes Buch,
Das Buch enthüllt wie sich die zwei Hauptkirchen in Deutschland für Kriegsverbrecher des Dritten Reiches einsetzen aus Angst vor den roten Heiden".
Die Enthüllungen die der Autor ans Tageslicht bringt sind schon sehr erschreckend genauso wie einige Karieren die von vermut. Kriegsverbrechern. Nach ihrer Haft. Genauso werden die Fluchtwege und Fluchtnetzwerke nach Südamerika etwas beleuchtet.
Mich hat das Buch sehr gefesselt und ich muss dem Autor für seine guten und sachlichen Recherchen ein großes lob aussprechen
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| | Buch: | Das Kulturlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945 |
| Autor: | Ernst Klee, Ausgabe vom 23. Febr. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 333301 |
| Preis: | 29,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 2.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Es hätte noch mehr drin stehen können... (4 von 5 Punkten) meint G. aus In den Sternen ...aber es ist doch sehr informativ weil es eine grosse Anzahl von Künstlern und Künstlerinnen aus der damaligen Zeit beschreibt.
Soviel ich im Vorwort gelesen habe sind auch viele Dokumente nicht mehr einsehbar was die Aufdeckungen erschwert.
Dieses Nachschlagwerk ist in seiner journalistischen Arbeit einmalig, und räumt mit den Mythen auf sie seien alle nur Mitläufer gewesen die unter Zwang gehandelt hatten.
Niemand damals war gezwungen in solchen Filmen mitzuwirken, sie hätten auch ihre Karriere aussetzen können.
Viele solche Akteure konnten zumindest in Österreich (Harlan, Ucizky, Hörbiger-Wesselys) ihre Karriere nahtlos fortsetzen und mit reaktionären Filmen zeigen, dass sie sich kaum gebessert hatten in ihrer Ideologie.
Zumindest ist dieses Buch ein Muss für kritische Leser, die anderen können in ihrer Regenbogenblätter Heile Welt stehnbleiben.
Leider ein Sub-Standardwerk (1 von 5 Punkten) meint q. Das Kulturlexikon zum Dritten Reich ist ein problematisches Werk, das wohl nur aus Gründen politischer Korrektheit in den Medien milde oder sogar positiv beurteilt worden ist. Dennoch gab es Wissenschaftler und Journalisten, die diese Vorzugsbehandlung des verdienten NS-Forschers Ernst Klee durchbrachen und zu Recht die fragwürdigen Auswahlkriterien und methodischen Schwächen seines Personenlexikons anprangerten.
Ungenauigkeiten, tendenziöse Auslassungen und Überspitzungen machen das Buch für Wissenschaftler oder Studenten, die in ihrer Arbeit seriös zitieren und belegen müssen, zu einem Risiko. Klees moralischer Anspruch wird dort zweifelhaft, wo notwendig verkürzte Biographien Hintergründe unbeleuchtet lassen und Fakten bewusst missachtet werden, die zu Gunsten der Betroffenen sprechen könnten. Bei dieser Art von "wilder Nazijagd" geraten Menschen ins Licht bzw. Zwielicht, die dies nicht verdient haben, so etwa Brigitte Mira oder Fritz Lang, aber auch Adelige, die nur deshalb auftauchen, weil sie "blaublütig" waren und Parteimitglieder - ohne je einen Platz im Kulturleben des Dritten Reiches gehabt zu haben. Unprofessionell ist auch der unkritische Umgang mit Naziquellen: NS-Werke bzw. Aussagen von hohen Parteifunktionären werden als Beleg herangezogen - Hitler und Goebbels als Gewährsleute! Kein Standard-, sondern ein Sub-Standard-Werk.
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| | Buch: | Dokumente zur Euthanasie: (Fischer Sachbuch) |
| | Ausgabe vom 1997, Taschenbuch, Verkaufsrang 142959 |
| Preis: | 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Nach der Veröffentlichung des inzwischen weithin bekannten Buches von Ernst Klee '"Euthanasie" im NS-Staat. Die "Vernichtung lebensunwerten Lebens"' (S. Fischer Verlag, 1983) hielten es Autor und Verlag für notwendig, angesichts der Fülle des Materials einen separat benutzbaren Dokumentenband herauszugeben. Dahinter stand die Absicht, Texte, die im oben genannten Buch nur knapp zitiert werden konnten, möglichst ungekürzt dem Publikum vorzulegen. Inzwischen ist es Ernst Klee gelungen, weitere Materialien zutage zu fördern, mit denen niemand mehr gerechnet hat oder rechnen wollte. Er konnte teilweise nahezu vollständige, nach dem Krieg als verschollen betrachtete oder versteckte Aktenbestände durchsehen, die brisante schriftliche Quellen und sogar Fotomaterialien enthalten. Der vorliegende Band präsentiert Dokumente, die im ersten Band nur auszugsweise zitiert werden konnten, und Texte und Fotos, die hier erstmals veröffentlicht bzw. - soweit sie vor Jahrzehnten in anderem Zusammenhang schon einmal publiziert worden sind - der Vergessenheit entrissen werden. Erschreckend ist nicht allein, was seinerzeit in Kliniken, "Heil"- und Vergasungsanstalten geschehen ist. Erschreckend ist auch die Tatsache, daß Hunderte freiwillig mitmachten, den Massenmord organisierten und dann verübten, daß Abertausende davon wußten und nichts sagten. Mehr als eine Generation danach stehen wir erst am Anfang der notwendigen Trauerarbeit.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Wenn aus Menschen "Ballastexistenzen" werden. (5 von 5 Punkten) meint A.2.G. aus Bundesrepublik Deutschland Die NS-Verantwortlichen missbrauchten nicht nur den Begriff Euthanasie. Sie gebrauchten vielmehr den Begriff "Vernichtung lebensunwerten Lebens", denn sie ließen keineswegs nur Schwerst- und Geisteskranke töten, sondern auch jene, die im Sinne ihrer Ideologie keinen Nutzen versprachen.
Die "Ausmerzung" der "Ballastexistenzen", zu denen auch Alkoholkranke, "geistig Tote", Arbeits- und Obdachlose und andere "Gemeinschaftsunfähige" gehörten, war jedoch keine originäre Erfindung der Nationalsozialisten, denn die öffentliche wie private Fürsorge hatten ihre Opfer bereits lange vor 1933 zu "lebensunwertem Leben" erklärt, bevor sie dann später direkt der Tötung ausgeliefert wurde.
Das Buch liefert als Ergänzung zu "Euthanasie im NS-Staat" zum einen Dokumente, die die Organisationen und die Hintergründe der Euthanasie erhellen, und zum anderen Zeugen- und Beschuldigtenaussagen, die anschaulich machen, was dieser abstrakte Begriff "Vernichtung lebensunwerten Lebens" für Opfer wie Täter menschlich bedeutete. Dokumente, so der Autor, die dem Leser - sofern er nicht Wissenschaftler ist und aufgrund einer wissenschaftlichen Arbeit Akten einsehen kann - nicht zugänglich sind.
Der Autor zeigt unter anderem auch, wie sich Wissenschaftler, Ärzte, Richter, Staatsanwälte und die Vertreter der beiden großen Kirchen damals verhielten.
Im Verfahren, in dem es um die Verbrechen in Hadamar ging, kam das Gericht 1947 hinsichtlich der "Widerstandsproblematik" (nach zahlreichen Beispielen, dass sich Mitarbeiter erfolgreich gegen Tötungsaktionen wehrten und einige sich daran beteiligten) dabei zu diesem Urteil:
" ... Nicht die angebliche Bedrohung war die Ursache für ihre Beteiligung an der >Aktion
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| | Buch: | Deutsche Medizin im Dritten Reich: Karrieren vor und nach 1945 |
| Autor: | Ernst Klee, Ausgabe vom Nov. 2001, Gebunden, Verkaufsrang 369030 |
| Preis: | 25,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Braune Gesinnung unter weißen Kitteln - das gab es im Dritten Reich zuhauf. Mediziner beteiligten sich in großem Ausmaß an nationalsozialistischen Verbrechen. Sie waren Vordenker der Vernichtung: Lange vor Hitler hatten Ärzte gefordert, "Schädlinge" - zum Beispiel Behinderte - zu sterilisieren oder "erbkranke" Kinder "auszumerzen". Sie begutachteten jene Patienten, die im Zuge der "Euthanasie"-Aktion als "lebensunwertes Leben" eingestuft und umgebracht wurden. Und sie schlachteten die Leichen der Ermordeten als willkommenes Forschungsmaterial aus - Hirnforscher etwa bedienten sich hemmungslos an Gehirnpräparaten aus KZs und Gaskammern. Ernst Klee, Autor von Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer, ist ein ausgewiesener Kenner der Materie. Er dokumentiert in seinem neuen Buch unzählige Fälle, in denen Mediziner sich zwischen 1933 und 1945 von allen ethischen Standards ihres Berufes abkehrten. Der Nationalsozialismus eröffnete den Wissenschaftlern ungeahnte Perspektiven: Medizinische Experimente am Menschen ließen sich nun ungehindert durchführen. So wurden in Konzentrationslagern tausende Häftlinge zu Tode malträtiert, vorgeblich im Dienste der Wissenschaft. Zudem erhielten Ärzte eine herausragende Aufgabe im NS-Staat: Sie waren als "biologische Soldaten" für die Gesundheit des "Volkskörpers" verantwortlich. Ihre Aufgabe bestand nicht mehr darin, den Schwachen und Kranken zu helfen, sondern den "Volkskörper" vor ihnen zu schützen - durch Selektion und Mord. "Nie hatten Mediziner mehr Macht über Menschen als in der Nazizeit", schreibt Ernst Klee. Akribisch hat der Autor die Verbrechen des Standes erforscht. Und er nennt die Täter beim Namen. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, denn allzu lange wurden das Verhalten von Ärzten im Nationalsozialismus verdrängt und vertuscht. Kaum jemand musste nach 1945 längere Strafen fürchten. Die meisten NS-Ärzte kehrten schnell in Amt und Würden zurück. Das in nüchterner Sprache verfasste Buch schildert eindrücklich die Skrupellosigkeit von höchst angesehenen Medizinern und wissenschaftlichen Institutionen. Es liefert intensive Einblicke in ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte und ist ein Appell an Medizin, Wissenschaft und Gesellschaft, sich endlich mit ihrer NS-Vergangenheit auseinander zu setzen. -Christoph Peerenboom 1
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Bedenkenswerte Arbeit (5 von 5 Punkten) meint A. Was sie waren, was sie wurden...
Nahezu programmatisch war die Unerschütterlichkeit derer, die ohne Skrupel waren. Dies kann man analog für alle Zeitenwenden formulieren!
Diese Skrupellosigkeit öffnete und öffnet bis heute Türen. Gerade die die Sozialität für sich reklamieren sind diejenigen, denen es daran mangelt. Kant (über die Krankheiten des Kopfes) beschreibt diese Menschen als "Tore". Hier hat Klee ein schönes Buch über diese Menschen geschrieben. Deren Torheiten zu Asozialitäten und Massenmord reichten, ohne dass diese Skrupel hatten später im Takt weiter zu machen. Nun stellt man am Ende die Frage was heute anders ist. Bedarf nciht die Karriere in der WIssenschaft "Opfer" der anderen? Bedarf es in der forschenden Medizin nicht diejenigen, die Risiken eingehen? Ton diese es freiwillig, wissen sie wirklich was sie tun?
Hier gibt es Beispiele wie die Contergan Affaire, die zeigen, dass Wissenschaft sich selbst korrumpiert und die Politiker gerne mitgehen.
Klee hat diese Korruptheit gut dargestellt.
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| | Buch: | Die SA Jesu Christi - Die Kirchen im Banne Hitlers. |
| Autor: | Ernst Klee, Ausgabe vom Juni 1995, Broschiert, Verkaufsrang 477005 |
Direkt bei Amazon nicht vorrätig, andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten). |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Kirche und Staat die liebe zur Macht (5 von 5 Punkten) meint j. aus Münster Ein sehr endrucksvolles Buch mit Fakten der Aktivitäten der Kirche in der NS-Zeit. Es ist viel geschwiegen worden und nach dem Krieg gab es natürlich auch Kirchenleute die Wiederstand geleistet haben - aber eben oft erst danach und es waren wohl sehr wenige. Religion und Hitler eine gute Doku!
Politik und Kirche (5 von 5 Punkten) meint . Die Haltung der Kirchen zum NS-Regime war nicht so heldenhaft, wie wir es gerne hätten. Leider setzt sich die Kirche selbst viel zu wenig mit diesem Thema auseinander. Diese Publikation - und viele weitere desselben Autors - liefert hervorragendes Material auch für den Unterricht an Schulen und z.B. im Konfirmandenunterricht. |
| | Buch: | Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945 |
| Autor: | Ernst Klee, Ausgabe vom 11. Aug. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 559275 |
Direkt bei Amazon nicht vorrätig, andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten). |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Fleißarbeit (4 von 5 Punkten) meint N.G. aus Berlin Über die Auswahl der hier im Lexikon beschriebenen Personen und über die Qualität der Lebensläufe kann man wirklich streiten. Sucht man nach Einträgen, die für sich allein kaum einen Sinn ergeben, wird man schnell fündig. Aber mindert das den Nutzwert dieses Buches? Hier ist es der Untertitel, der für Klarheit sorgt. Intention von Klee war es offenbar, hier aufzuzeigen, welche persönlichen Kontinuitäten zwischen dem Dritten Reich und dem Nachkriegsdeutschland gegeben hat. Im Ergebnis sind deshalb hier vor allem Mitglieder der mittleren Führungsebene des Dritten Reiches vertreten. Aber genau damit füllt Klee eine Lücke. Die Prominenz nämlich, die wird bei Guido Knopp doch schon bis zum Erbrechen abgehandelt. Wer dieses Regime aber wirklich am Funktionieren gehalten hat, das sind aber oft genug die, die dann nach 1945 eben doch als Mitläufer eingestuft wurden. Und dann im Nachkriegsdeutschland wieder schnell zu Ruhm und Ehren kamen.
Ärzte und Juristen, das waren die zwei Berufsgruppen, die sich über die Katastrophen der deutschen Geschichte offenbar am besten retten konnten. Liest man das Buch mit seinen 4.300 Einträgen einfach mal quer, erhält man einen guten Eindruck, wie sich Eliten sich nach dem verlorenen Krieg schnell wieder fanden. Auch die Diskrepanz zwischen den durch Urteil verlangten Haftstrafen und der tatsächlichen Haftdauer überrascht in vielen Lebensläufen. Als Täter war man offenbar 1953 in der Regel schon wieder frei. Als Opfer war man 1953 in der Regel schon fast ein Jahrzehnt tot. Es stimmte halt etwas nicht, nach dem Krieg, im Deutschland des beginnenden Wirtschaftswunders.
Wenn man das Buch kritisieren kann, dann sicherlich nicht aufgrund einzelner Fehler in der Masse von 4.300 Lebensläufen. Ich hätte mir eher gewünscht, dass mehr einzelne Lebensläufe exemplarisch herausgehoben und näher beschrieben worden wären. Dadurch wäre das Bild einer deutschen Elite, die Schreckliches angerichtet hat, noch genauer, verständlicher und für die Zukunft warnender geraten. Denn auch heute haben wir genug Karrieristen, die durchaus bereit sind, auch schlechte Weisungen gut und professionell umzusetzen, wenn es denn nur dem eigenem Erfolg dient. Und diese Freiheit von humanistischen Werten ist genau das, was den Verbrechern an der Spitze dann den Erfolg erst ermöglicht.
Für mich ist das ein wertvolles Buch, dessen Lektüre ich hier empfehlen möchte.
Hoher Nutzwert - fundiertes Nachschlagwerk zu Personen im NS (4 von 5 Punkten) meint W.B. Ernst Klee, bekannt geworden mit bahnbrechenden Studien zur Euthanasie, dem Behindertenmord im Dritten Reich, hat ein Werk vorgelegt, zu dem die etablierte Geschichtswissenschaft bisher nicht in der Lage war: Kurzbiografien zu 4300(!) führenden Persönlichkeiten im Nationalsozialismus. Angegeben wird jeweils die Funktion, der Dienstgrad (incl. SS-Karriere), die wichtigsten Tätigkeitsbereiche sowie die Stellung des Betreffenden nach 1945. Recherchiert hat Klee in verschiedensten Archiven, ganz besonders in den Akten der ehemaligen Ludwigsburger Zentralstelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung von NS-Verbrechen, der heutigen Außenstelle des Bundesarchivs. Ein besonderer Service sind soweit möglich akribische Literaturangaben unter die tausendfachen Kurzbiografien, die weitere Recherchen ermöglichen. Dass bei einer solchen Sisyphus-Arbeit Fehler nicht ausbleiben, versteht sich. Einige hochrangige Funktionsträger des NS-Regimes fehlen, z.B. Paul Karl Schmidt, Pressechef im NS-Außenministerium 1940-1945, der nach 1945 als Bestsellerautor "Paul Carell" zu Hitlers Russlandfeldzug reüssierte. Eine weiter Schwäche ist die Überrepräsentiertheit von Medizinern und die Unterrepräsentiertheit von Offizieren im Lexikon. Dies schmälert den überaus hohen Nutzwert des Personenlexikons jedoch nicht, zumal jeder kurze Artikel nicht nur eine hohe Dichte an Sachinformationen enthält, sondern Klee zudem ausgesprochen lesbar schreibt.
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