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Bücher - Autoren

Federico Garcia Lorca

 
Poemas / Gedichte: Spanisch / Deutsch - Federico García Lorca
Buch:Poemas / Gedichte: Spanisch / Deutsch
Autor:Federico García Lorca, Ausgabe vom Mai 2007, Broschiert, Verkaufsrang 107670
Preis: 5,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Aus dem umfangreichen lyrischen Gesamtwerk hat der Lorca-Experte Gustav Siebenmann eine repräsentative Auswahl zusammengestellt und neu übersetzt.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Federico García Lorca zum Kennenlernen (5 von 5 Punkten) meint H.E. aus königs Wusterhausen

Ich kannte bisher vor allem Lorcas Stücke und einzelne von den Zigeunerromanzen.
Das Bändchen hat mich angeregt, mich genauer mit F.G.L. zu beschäftigen. Unabdingbar sind Veröffentlichungen, die einen Textabgleich mit dem jeweiligen Original gestatten.
Inzwischen bin ich so enthusiasmiert, daß ich die Übersetzer Beck,Koppenfels und Siebenmann miteinander vergleiche;
und alles hat sowieso nur Sinn, wenn der Ian Gibsen danebenliegt...

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Bernarda Albas Haus - Federico Garcia Lorca
Buch:Bernarda Albas Haus
Autor:Federico Garcia Lorca, Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 289686
Direkt bei Amazon nicht vorrätig,
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"Das alte spanische Drama erneuert sich in seinen Versen. Tod und Liebe tanzen miteinander einen wilden Tanz, der maskierte und der nackte Tod, die maskierte und die nackte Liebe."
Pablo Neruda über Federico Garcia Lorca

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Tragödie in den Dörfern Spaniens (5 von 5 Punkten) meint C. aus Niedersachsen
[Einführung]:
Das Drama spielt in dem 1930er Jahren in einem andalusischen Dorf in Spanien und erzählt die Geschichte von Bernarda Alba und ihren fünf Töchtern. Zu Beginn der Geschichte verstirbt Bernardas Mann, sodass die Frauen gehalten sind im Haus ihre Trauerzeit von mehreren Jahren abzuleisten. Der einzige Kontakt zur Außenwelt ist La Poncia, die Hausmagd von Bernarda, die sie regelmäßig mit Informationen aus dem Dorf versorgt. Bernarda ist eine tyrannische Mutter und ihre Kinder, besonders die freidenkende Adela, leiden oft unter ihr. Die älteste Tochter Angustias ist von Bernardas erstem Mann, der zu Beginn verstarb und ist deshalb recht vermögend. Sie plant ihre Hochzeit mit dem Dorfschönling Pepe El Romano, der im Roman nur passiv auftaucht. Doch auch die Schwestern Adela und Martirio sind in Pepe El Romano verliebt, wobei Adela sogar eine Affäre mit ihm hat. Martirio weiß davon und spielt die Familienmitglieder taktisch hinterhältig gegeneinander aus.

[Bewertung]:
Das Drama "Bernarda Albas Haus" beleuchtet die damalige Unterdrückung der Frauen in den Dörfern Spaniens und das Leiden der Frauen unter den Traditionen. Amelia, einer der Töchter, trifft die Situation perfekt: "Als Frau auf die Welt zu kommen ist die größte Strafe." Sie ist es auch, die die Situation komplett begreift. Sie versteht die Gesellschaft und sie versucht sich dagegen zu wehren, indem sie und Martirio darüber sprechen, dass eine Zukunft ohne Hochzeit besser wäre. Alle Töchter verbindet wohl eine Sache, der Neid auf die älteste Tochter Angustias, deren Hochzeit bevor steht. Allen ist klar, dass Pepe el Romano sie nur ihres Vermögens wegen heiratet. Das Hauptaugenmerk liegt aber doch wohl auf Bernarda, wobei man sich fragt, wie sie alles hätte besser machen können. Sie gönnt sich selbst keine Ruhe, selbst auf der Trauerfeier muss sie ihr Gesicht und ihren Ruf wahren. Sie hat Angst vor übler Nachrede und ist so gesehen eine Gefangene der Traditionen. Bewundert habe ich die Rolle der María Josefa, der Mutter von Bernarda, da sie die Person ist, die diese Zustände nicht realisiert, romantisch in ihrer eigenen Welt lebt und von ihrer Hochzeit und dem Meer träumt. Sie lebt realitätsfern und wird in ihrem Zimmer gefangen gehalten und ich denke, dass ihre Situation noch die Angenehmste ist, da sie sich nicht durch ihr Umfeld beirren lässt. Das Stück zeigt, was für Ausmaße die Unterdrückung damals annahm, sodass die Frauen ihre eigenen Häuser für Jahre nicht verlassen durften, weil ein Mann verstorben war. Das Werk wirkt aufklärend, sowohl historisch als auch emotional und ist wirklich lesenswert.

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Bluthochzeit: Tragödie in drei Akten und sieben Bildern - Federico Garcia Lorca
Buch:Bluthochzeit: Tragödie in drei Akten und sieben Bildern
Autor:Federico Garcia Lorca, Ausgabe vom März 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 339118
Direkt bei Amazon nicht vorrätig,
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Für Fans Andalusiens eine schöne Reiselektüre (4 von 5 Punkten) meint .
Ich habe das Buch auf deutsch gelesen und vermute auch, dass die Ausdrucksstärke in der Ursprungsversion intensiver ist. Für alle die das südliche Spanien lieben eine schöne Lektüre über das Andalusien vergangener Zeiten, an welches man bei der Reise durch die Region zauberhafterweise oft erinnert wird.

Poetisches Drama (3 von 5 Punkten) meint I.E.
"Bluthochzeit" ist ein sehr poetisches Stück über ein recht komplexes Beziehungsgeflecht zwischen einem Brautpaar, deren Eltern und ehemals Geliebten (ob verstorben oder getrennt). Insgesamt liegt der Focus hier mehr auf Atmosphäre als auf Plot, was auch unterstrichen wird durch Figuren wie den Mond (ein junger Holzfäller) und den Tog (eine Bettlerin). Ich gehe stark davon aus, dass das mit dem richtigen Regisseur und dem richtigen Designteam zu einer ganz wunderbaren theatralen Erfahrung werden kann, als Lesedrama ist es allerdings für visuellere Leser als mich eher geeignet. Für meinen eigenen Geschmack fehlt die sprachliche Geschliffenheit (was natürlich auch an der Übersetzung von Rudolf Wittkopf liegen kann - allerdings kann ich kein Spanisch, sodass ich mir da kein Urteil anmaßen möchte). Das mag ein zunächst bizarrer Vorwurf sein, da ich ja sagte, es sei ein poetisch überhöhtes Drama. Das ist richtig, angesprochen wird so aber eher eine emotionale, denn intellektuelle Sphäre, womit ich ein wenig verloren bin.

Dennoch bin ich sicher, dass weniger zynische Leute sich sehr in diesem Stück verlieren können.

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Zigeunerromanzen: Primer romancero gitano 1924-1927 (Bibliothek Suhrkamp) - Federico García Lorca
Buch:Zigeunerromanzen: Primer romancero gitano 1924-1927 (Bibliothek Suhrkamp)
Autor:Federico García Lorca, Ausgabe vom 16. Sept. 2002, Gebunden, Verkaufsrang 165657
Preis: 11,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Im Jahr 1928, als in Europa die Zeichen auf Surrealismus standen, erschien in Spanien ein Buch, das zu der Handvoll lyrischer Massenerfolge gehört, die die Literaturgeschichte kennt: García Lorcas Zigeunerromanzen, ein Bestseller in der Größenordnung von Heines Buch der Lieder oder Baudelaires Blumen des Bösen. Mit diesem schmalen Band, der auf dem archaischen Gefühlsklavier der Romanze in einer Weise spielt, die den Zeitgenossen atemberaubend neu erschien, erreichte der Spanier, was selten gelingt und niemals verziehen wird: Avantgardist und Populärstar zugleich zu sein. Die Avantgarden haben längst selbst Grünspan angesetzt und Lorcas Romanzen sind dem Schulbuch anheimgefallen. Mit dem Erscheinen der neuen Übersetzung von Martin von Koppenfels (Dichter in New York, 2000) ist jetzt die Gelegenheit gekommen, einen unvoreingenommenen Blick auf dieses erstaunlich langlebige Kultbuch von einst zu werfen, um herauszufinden, worin sein Geheimnis besteht. Was steckt hinter diesem andalusischen Bilderbogen mit seinen melancholischen Viehdieben und transsexuellen Erzengeln, seinen Zigeunermadonnen und mondsüchtigen Planeten, seinen Märtyrern und kürbiskernkauenden Straßenkindern? Man wird entdecken, daß diese Romanzen fragile Gebilde sind, Seiltänze von der Ballade zum Puppentheater, von der schwarzen Romantik ins Land Dada. Lorca jongliert mit den Stilen: Das ölige Pathos des Moritatensängers beherrscht er so gut wie die schrille oder ironische Pointe. Und zugrunde liegt dieser Lyrik eine stetige, stille Hysterie der Bilder, die ahnen läßt, von wem Buñuel, Saura oder Almodóvar so manchen ihren Kunstgriffe gelernt haben.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Grandiose lyrische Meisterwerke in schwächerer Übersetzung (4 von 5 Punkten) meint M.P. aus Mérida/ Venezuela
García Lorcas "Zigeunerromanzen" gehören zu den wenigen unvergesslichen Gedichtbänden, mit ihnen kehrte sich der andalusische Lyriker und Dramatiker 1928 von den Manifesten des Surrealismus ab und schuf eine schwärmerische, phantasievolle Atmosphäre, in denen surrealistische Effekte nicht mehr als Provokationen automatischen Schreibens, sondern poetisch und fein nuanciert zutage treten ("Hat der Cognac in den Flaschen rasch maskiert sich als November..."). Vor allem sein Rückgriff auf die spanische Romanzentradition bescherten García Lorca unter den Avangardisten viele Feinde und führte zum endgültigen Bruch der Freundschaft mit Bunuel und Dalí, deren kurz darauf entstandener surrealistischer 15-Minüter "Ein andalusischer Hund" García Lorcas "Mondsüchtige Romanze" in der Eingangssequenz parodiert und wohl noch andere versteckte Bösartigkeiten enthält. García Lorca äußerte sich später dazu: "Bunuel hat so einen Scheißfilm gedreht, ganz mickrig, der sich Ein andalusischer Hund nennt, und der andalusische Hund bin ich!".
Die "Zigeunerromanzen" sind ein beeindruckendes Werk, García Lorca verbirgt seine Gefühle hinter Farben ("Grün wie ich dich liebe grün"), Naturschilderungen und geradezu apokalyptischen Bildern. Das beeindruckenste und vollkommenste der Gedichte, die "Romanze von der Spanischen Guardia Civil" zeigt García Lorcas Sympathie für das einfache Volk, seinen kunstvollen Umgang mit Symbolen sowie christlichen Motiven und seine düstere, visionäre Kraft. Die unverhohlene Kritik an staatlichen Machtorganen wirkt im Hinblick auf seine spätere Ermordung in Granada wie eine Warnung.
Die Gediche liegen hier in einer zweisprachigen Ausgabe spanisch-deutsch vor, dabei kann die Übersetzung leider nicht annähernd mit dem Original mithalten. Viel von García Lorcas sprachlicher Kraft und den poetischen Klängen seiner Verse geht hier im Deutschen verloren, eine weitaus bessere Übersetzung einzelner Romanzen liegt in der suhrkamp-Auflage Federico García Lorca, Gedichte vor. Wer jedoch die gesamten Zigeunerromanzen haben möchte und sich vielleicht auch einmal an den spanischen Gedichten versuchen will, für den lohnt sich der Kauf dieses Buches allemal.

Bodas de sangre - (Tragödie) - Federico Garcia Lorca
Buch:Bodas de sangre - (Tragödie)
Autor:Federico Garcia Lorca, Ausgabe vom Januar 2007, Broschiert, Verkaufsrang 137998
Preis: 3,40 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Bluthochzeit - Federico García Lorca, Federico García Lorca
Buch:Bluthochzeit
Autor:Federico García Lorca, Federico García Lorca, Ausgabe vom 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 732873
Direkt bei Amazon nicht vorrätig,
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Für Fans Andalusiens eine schöne Reiselektüre (4 von 5 Punkten) meint .
Ich habe das Buch auf deutsch gelesen und vermute auch, dass die Ausdrucksstärke in der Ursprungsversion intensiver ist. Für alle die das südliche Spanien lieben eine schöne Lektüre über das Andalusien vergangener Zeiten, an welches man bei der Reise durch die Region zauberhafterweise oft erinnert wird.

Poetisches Drama (3 von 5 Punkten) meint I.E.
"Bluthochzeit" ist ein sehr poetisches Stück über ein recht komplexes Beziehungsgeflecht zwischen einem Brautpaar, deren Eltern und ehemals Geliebten (ob verstorben oder getrennt). Insgesamt liegt der Focus hier mehr auf Atmosphäre als auf Plot, was auch unterstrichen wird durch Figuren wie den Mond (ein junger Holzfäller) und den Tog (eine Bettlerin). Ich gehe stark davon aus, dass das mit dem richtigen Regisseur und dem richtigen Designteam zu einer ganz wunderbaren theatralen Erfahrung werden kann, als Lesedrama ist es allerdings für visuellere Leser als mich eher geeignet. Für meinen eigenen Geschmack fehlt die sprachliche Geschliffenheit (was natürlich auch an der Übersetzung von Rudolf Wittkopf liegen kann - allerdings kann ich kein Spanisch, sodass ich mir da kein Urteil anmaßen möchte). Das mag ein zunächst bizarrer Vorwurf sein, da ich ja sagte, es sei ein poetisch überhöhtes Drama. Das ist richtig, angesprochen wird so aber eher eine emotionale, denn intellektuelle Sphäre, womit ich ein wenig verloren bin.

Dennoch bin ich sicher, dass weniger zynische Leute sich sehr in diesem Stück verlieren können.

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Dichter in New York - Poeta en Nueva York: Gedichte: Gedichte / Spanisch und deutsch (Bibliothek Suhrkamp) - Federico García Lorca
Buch:Dichter in New York - Poeta en Nueva York: Gedichte: Gedichte / Spanisch und deutsch (Bibliothek Suhrkamp)
Autor:Federico García Lorca, Ausgabe vom 18. Juli 2005, Gebunden, Verkaufsrang 200814
Preis: 15,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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New York in einem Dichter
Federico García Lorcas
"Dichter in New York" neu übersetzt
Lorcas lange verschollenes Manuskript zum "Dichter in New York" tauchte 1997 in Mexiko auf; über sechzig Jahre waren vergangen, seit er es - kurz vor seinem Tod - bei einem Freund und Verleger in Madrid hinterlegt hatte. Bergamín war es denn auch, der den Gedichtband 1940 erstmals im Exil publizierte. Den überraschenden Fund hat der Suhrkamp-Verlag zum Anlass genommen, eine zweisprachige Fassung in einer neuen deutschen Übersetzung von Martin von Koppenfels herauszugeben.
Nehmen wir vorweg, dass der Vergleich mit dem Original am bisherigen Bild des "Dichter in New York" wenig ändert. Der nun erschienene Poesieband kommt aber doch einer Neuentdeckung gleich, insofern als er dem deutschsprachigen Publikum einen entstaubten und transparenten Lorca präsentiert, der weit weniger gestelzt und rhythmisiert daherkommt als noch bei Enrique Beck - dem jahrzehntelang allein berechtigten Übersetzer -, auch wenn Koppenfels im Bemühen um einen natürlichen Sprachduktus da und dort zur Ausdeutschung von knappen Sprachsequenzen tendiert.
Alltägliche Hölle
Das heftige und düstere Buch, das Lorca während seines Aufenthaltes in New York und Kuba 1929/30 schrieb, ist durchzogen von der Einsamkeit und Entfremdung des Individuums, das einer Welt des erbarmungslosen Fortschritts und der sozialen Ungerechtigkeit ausgeliefert ist. "Es ist nicht die Hölle, sondern die Strasse. / Es ist nicht der Tod, sondern nur der Obststand": Wo der Profit als höchster Wert am Himmel hängt, liegt die Hölle alltäglich auf der Strasse.
"Eine Welt zerbrochener Flüsse und unfassbarer Entfernung" ist auch jene des Poeten, der "ich" sagt und sich dennoch seiner Machtlosigkeit bewusst ist ("Ich, ein Dichter ohne Arme, verirrt / in der Menge, die sich erbricht"). Er tritt hier nicht auf als Instanz, die Welt erschafft oder sich einverleibt, sondern als einer, der sie erleidet. Unschuld und ferne Kindheit werden endgültig verabschiedet, und aus der Trauer um den Verlust eines Ortes der Ganzheit steigen die allgegenwärtigen Schatten des Todes. Pablo Neruda hatte Lorca als Überschrift für den Gedichtzyklus "Einführung in den Tod" vorgeschlagen.
Sprachlich spiegelt sich die Zerrissenheit in der Unmöglichkeit des erhabenen Dichtergesangs, in der Brechung der Sprachregister, in surrealen Bildcollagen, im Verzicht auf Reim und streng geregeltes Versmass und in der weitgehenden Abwendung von der Romanzendichtung, die Lorca 1928 mit dem "Romancero gitano" einen so populären Erfolg - und die ebenso harsche Kritik einiger Freunde - beschieden hatte, dass er sich missverstanden fühlen musste und in einer tiefen Schaffenskrise, gepaart mit Liebeskummer, nach New York floh. Abschied, Kulturschock und neue Freiheit - die Distanz zu seiner Heimat ermöglichte dem 31-jährigen Andalusier die Auseinandersetzung nicht nur mit neuen Dichterformen, sondern auch mit seiner Homosexualität, der er in seinem Schreiben erstmals Ausdruck verlieh.
Reisebericht
Zurück in Spanien überarbeitete, ordnete und betitelte Lorca seine Gedichte immer wieder neu und zögerte mit deren Herausgabe. Schliesslich entschied er, diese Texte - mit provokativen Titeln wie "Landschaft mit urinierender Menschenmenge" - in ein möglichst harmloses Genre einzubinden, und wählte dafür die Form des Reiseberichts. Das Buch folgt chronologisch den Stationen von Lorcas Aufenthalt und sollte ausserdem mit Fotos illustriert werden, worauf die vorliegende Edition bewusst verzichtet (dagegen sind im Anhang die verschiedenen Textvarianten der einzelnen Gedichte aufgeführt). Diese widersprüchliche Beziehung zwischen Konvention und poetischer Radikalität tritt schon in Lorcas Rede hervor, die er 1931 und 1935 zum "Dichter in New York" hielt und die hier erstmals in deutscher Sprache zu lesen ist. Einerseits bettet er die lyrischen Texte in einen Spaziergang durch New York ein, anderseits betont er: "Ich bin heute nicht gekommen, um Sie zu unterhalten, [sondern] um zu ringen", und zwar mit dem "gewaltigen Drachen", dem Publikum. Jenes hingegen, einmal eingetreten in die "bittere, aber lebendige Lyrik", kehrt aus der Dichterstadt nicht unversehrt zurück.
Rita Catrina Imboden

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Eine sozialkritische Lyrik der Meisterklasse (5 von 5 Punkten) meint K.P.
POETA EN NUEVA YORK
(span.; Ü: Dichter in New York). Gedichtzyklus von Federico García Lorca, erschienen 1940. - Im Sommer 1929 reiste García Lorca in die Vereinigten Staaten. Er befand sich in einer tiefen persönlichen Krise,da der Verkauf seiner Ziegeunerromanzen keinen guten Absatz machten. In New York angekommen, überraschte ihn der Ausbruch der Weltwirtschaftskrise. Seine von ungünstigen Voraussetzungen belastete Begegnung mit der amerikanischen Wirklichkeit und mit der Weltstadt New York zeigen die erst nach seinem Tod herausgegebenen, aber größtenteils bereits in den USA entstandenen Gedichte dieser Sammlung. Fremdartig, von allen früheren Schöpfungen Lorcas sich unterscheidend, spiegelt der in zehn Teile gegliederte Zyklus die aufeinanderfolgenden Phasen der inneren Entwicklung des Dichters, die sich von der Ankunft in New York bis zur Rückkehr nach Spanien (Frühjahr 1930) vollzog. Der erste Teil, Poemas de la soledad (Gedichte der Einsamkeit), zeugt von schmerzlicher Ratlosigkeit in einer Welt, in der "Mensch und Maschine der Sklaverei des Augenblicks leben". Aus dieser sinnentleerten, verstümmelten, in "Geometrie und Angst" gigantisch übersteigerten, labyrinthischen Welt flüchtet sich der Dichter sehnsüchtig in die Erinnerung an seine Kindheit. - Die beiden Teile Los negros (Die Neger) und Calles y sueños (Straßen und Träume) evozieren die Welt der Neger und ihr verlorenes Paradies gegenüber dem gespenstischen Leben der Stadt, das wie ein Totentanz der Lebenden anmutet. Im Neger sieht Lorca nicht nur lo más espiritual y lo más delicado" (das Geistigste und das Verletzlichste) der Neuen Welt, sondern wie im Zigeuner auch Ursprünglichkeit und ungebrochene schöpferische Kraft.

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Dali, Lorca, Bunuel - Aufbruch in Madrid - Salvador Dali, Federico Garcia Lorca, Luis Bunuel
Buch:Dali, Lorca, Bunuel - Aufbruch in Madrid
Autor:Salvador Dali, Federico Garcia Lorca, Luis Bunuel, Ausgabe vom Febr. 1999, Broschiert, Verkaufsrang 335356
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Das dichterische Bild bei Don Luis de Góngora, Die Kinder-Schlummerlieder, Theorie und Spiel des Dämons - Federico García Lorca, Enrique Beck
Buch:Das dichterische Bild bei Don Luis de Góngora, Die Kinder-Schlummerlieder, Theorie und Spiel des Dämons
Autor:Federico García Lorca, Enrique Beck, Ausgabe vom 1954, Broschiert, Verkaufsrang 1540237
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Impressionen und Landschaften - Federico García Lorca
Buch:Impressionen und Landschaften
Autor:Federico García Lorca, Ausgabe vom 2. Juni 1998, Gebunden, Verkaufsrang 1054572
Preis: 24,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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