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| | Buch: | Der Aufmacher: Der Mann, der bei Bild Hans Esser war |
| Autor: | Günter Wallraff, Ausgabe vom 1997, Taschenbuch, Verkaufsrang 15162 |
| Preis: | 6,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Deutschlands einflußreichste Zeitung lügt, fälscht und hetzt - das ist das Ergebnis der Recherchen des bekannten Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, der sich unter dem Namen Hans Esser 1977 für vier Monate bei Bild in Hannover einschlich. Sein Äußeres paßte er den Gepflogenheiten an: Höhensonnengebräunt, in Anzug und Krawatte, mit Siegelring und Herrenparfüm sprach "Esser" beim Redaktionsleiter Schwindmann (Name geändert) vor - und wurde genommen. Ein ehemaliger Werbetexter, leistungsorientiert und kapitalbewußt - daraus könnte man ein funktionierendes Gewinde machen, ein unscheinbares Schräubchen in der gigantischen Meinungsmache-Maschinerie des Axel Springer Verlags. So glaubte man zumindest. Das Prinzip der Bild-Zeitung bzw. der Boulevard-Zeitung schlechthin ist denkbar einfach und wird von Wallraff gekonnt aufgezeigt: Innerhalb einer strengen Hierarchie müssen schlecht bezahlte Redakteure vor Superlativen strotzende Geschichten abliefern, die nur dann politisch sein dürfen, wenn diejenigen, die Bild unterstützen, es wollen. Soziale Mißstände passen nicht ins Bild und werden spätestens auf dem Schreibtisch des Redaktionsleiters wegredigiert, was nicht sensationell genug ist wird verfälscht oder "aktualisiert" - auch Sachverhalte, die sich vor Jahren ereigneten, sind in Bild immer brandaktuell. Daß bei dieser täglichen Volksverdummung, der Freakshow zum Mitnehmen, Menschen in den Tod gehetzt werden, wird bedenkenlos hingenommen. Wallraff berichtet von einem Selbstmörder, der noch nicht den Schneid für den letzten Schnitt hat. Der Redakteur versucht am Telefon, doch noch seine Geschichte zu bekommen: "Sie reden doch nur so, Sie trauen sich das ja doch nicht richtig." Ein weiterer Dialog: "Da haben sich zwei Kinder mit Kleinkalibergewehren beschossen." - "Dufte, prima. Tot?!" - "Nee, nur schwer verletzt." Redaktionsalltag. Wallraff erfuhr auch, wie Bild sich im Wahlkampf engagiert, verbal auf die sogenannten Linken einprügelt und den Populisten zur Macht verhilft. Da wird posiert und in Szene gesetzt, wird positive Publicity gegen ständige Verfügbarkeit und gewisse Gefälligkeiten getauscht, wird ganz nebenbei ein konservativ-reaktionäres Weltbild der arbeitenden Bevölkerung vermittelt. Ist all dies vergangen und vergessen, gibt's das nicht mehr? Schauspieler, die von Bild in den Selbstmord getrieben wurden, jugendliche Kriminelle, die wochenlang als Stereotyp für den ausländischen Straftäter hinhalten müssen, anhaltende hysterische Berichterstattung über Kindesmißbrauch, religiöse "Wertevermittlung" im aufklärerischen Gewand - angesichts dieser heutigen Realität von Bild und der weitestgehend gleich funktionierenden Konkurrenz möchte man es bezweifeln. Doch Wallraffs Buch, dem weitere nicht minder lesenswerte folgten, hat sicher zur Verbesserung der Zustände beigetragen und gehört auch heute noch zur politischen Pflichtlektüre für jedermann. -Erik Möller
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 17 Bewertungen)
Leserkommentare:* Was heute BILDBLOG.DE ist... (5 von 5 Punkten) meint U.P. ...war vor über drei Jahrzehnten Günther Wallraff. Damals arbeitete der Enthüllungsjournalist unter Pseudonym in einer Bildredaktion. Aus seinen Erlebnissen entstand eines der bekanntesten und folgenreichsten Sachbücher über die Machenschaften des größten Hetzblattes der BRD.
An mehreren belegbaren und authentischen Beispielen wird die Redaktionsarbeit der Bild deutlich. Eine Abfolge aus Lügen, Unterstellungen, offener Hetze und politischer Rechtslastigkeit, garniert mit Storys mehr oder weniger prominenter Showstars und Politbonzen, die sich schon damals für ein paar Zeilen der Bild an den Hals warfen.
DER AUFMACHER hatte damals einen enormen Erfolg und brachte den Springerkonzern in Schwierigkeiten. Plötzlich waren Bilder von Todesopfern und Interviews nicht mehr so einfach zu kriegen, plötzlich wehrten sich die Opfer mit gerichtlichen Klagen und Schadensersatzforderungen und plötzlich stand Bild selber am Pranger.
Umso erschreckender ist, das DER AUFMACHER in den über dreißig Jahren seit seiner Erstauflage wenig von seiner Aktualität eingebüßt hat. Zwar hat er an politischer Relevanz verloren, auch wenn der Ex-Kanzler Schröder noch zugeben musste, daß er sich an Bild, Bams und Glotze orientierte.
Die Sensationshetze und Produktpropaganda ist jedoch noch genauso wiederlich wie damals. Heutzutage wird der Amokläufer von Winnenden von Bild als Rambo präsentiert, während die Bilder seiner Opfer aus dem Internet geklaut wurden; billiger Schrott wird als Volks- PC, -Fahrrad, -Waschmittel angepriesen (oder wer auch immer zahlt um seine Produkte bei Bild in die Schlagzeilen zubringen); Uraltnachrichten werden als Topaktuell verkauft.
Alle diese Maschen findet man bereits bei Wallraffs DER AUFMACHER, wodurch dieses Buch auch heute noch jedem kritisch denkenden Bürger zu empfehlen ist.
Denn auch heute gilt:Deutschlands einflußreichste Zeitung lügt, fälscht und hetzt !
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| | Buch: | Ganz unten - Erweiterte Neuauflage: Mit einer Dokumentation der Folgen |
| Autor: | Günter Wallraff, Ausgabe vom 1992, Taschenbuch, Verkaufsrang 85098 |
| Preis: | 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Dunkle Kontaktlinsen, ein schwarzes Haarteil und gebrochenes Deutsch reichen aus, um das Ausmaß der beruflichen und gesellschaftlichen Diskriminierung zu erfahren, die Millionen sogenannter Ausländer täglich widerfährt. Zwei Jahre lang (von 1983 bis 1985) war Günter Wallraff Ali Levent, ein Türke, der kein Türkisch spricht. In seiner Odyssee durch die Arbeitswelt fängt er zu sieben Mark die Stunde in einem Reitstall bei Köln als "Drecksarbeiter" an, wird bald des Diebstahls bezichtigt und kündigt wegen der andauernden Repressalien. Auf einem Bauernhof wird er wie ein Nutztier gehalten, darf nicht in die Stadt, um den Hof nicht in Verruf zu bringen. Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, nimmt er jede Arbeit an. Er besucht Kneipen - wo ihm Haß und Ablehnung entgegenschlagen - und den politischen Aschermittwoch der CSU: Als Türke Ali Levent wird er von den "gemütlichen" Bayern zwar nicht zum Bier eingeladen ("Geh, schleich dich, aber hurtig!" - "Wißt ihr net, wo ihr hiegehört?"), als angeblicher Vertreter des türkischen Faschisten-Chefs Türkes ("Tod allen dreckigen Juden, kommunistischen Hurensöhnen und griechischen Hunden!") bekommt er jedoch von Franz-Josef Strauß persönlich einen unterschriebenen Bildband ("Für Ali mit herzlichem Gruß"). Man muß eben unterscheiden zwischen erwünschten und unerwünschten Ausländern, wie es ein CSU-Politiker kürzlich formulierte. Bei einem Fußball-Länderspiel verleugnet Wallraff alias Levent seine Scheinexistenz, da er sonst um sein Leben fürchten muß - Neonazis grölen "Sieg heil", "Deutschland den Deutschen", "Türken raus" und werfen "Ali" Zigaretten ins Haar und gießen ihm Bier über den Kopf, obwohl der plötzlich Hochdeutsch spricht und nur noch die deutsche Mannschaft anfeuert. Als Bulettenbrater bei McDonald's sieht er zu, wie mit Toilettenputzlappen die Tische gewischt werden bzw. mit dem Grillschaber ein Klo gereinigt wird. Als Illegaler auf der Baustelle arbeitet er zehn Stunden am Tag unter ständigen Diskriminierungen und Ausgrenzungen und miserablen Arbeitsbedingungen. Er bemüht sich als bekehrungswilliger Moslem um die katholische Taufe, doch nur ein Priester in einer abschüssig gelegenen armseligen Dorfkirche gibt ihm den Segen - unter Scheinargumenten versuchen die übrigen Pfarrer, ihn desto heftiger abzuwimmeln, je höher sie in der kirchlichen Hierarchie stehen. Beim Arzneimittelversuch stellt "Ali" am eigenen Leib fest, daß Marktzwänge auch Menschenversuche möglich machen. Und seine schlimmsten und ausführlichsten Erfahrungen sammelt Wallraff als Lohnsklave, als Leiharbeiter bei Thyssen, vermittelt durch eine dubiose Vermieterfirma, die den Großteil seines Lohns einsackt und ihn unter erbärmlichen Bedingungen tage- und nächtelang schuften läßt. Die Schichten seiner Kollegen dauern bis zu 72 Stunden lang - ohne Schlaf. Seine Gesundheit leidet aufgrund des ständig eingeatmeten Drecks, und er sieht sich gezwungen, mit einer List zum Chauffeur des Chefs der Leiharbeiterfirma aufzusteigen, wo er den Alltag eines modernen Sklaventreibers aus erster Hand beobachten kann. Ganz unten ist erschütternd, es ist bewegend und sehr aufschlußreich. Spannend und provokant schildert Wallraff Praktiken, die normal und gängig waren und es teilweise heute noch sind, beschreibt eine Gesellschaft, in der die Diskriminierung in Wirtschaft, Medien und Politik fast schon institutionalisiert ist. Wer sich abseits einer Medienberichterstattung, die zumindest teilweise mit Fug und Recht als tendenziös bezeichnet werden kann, über die tatsächliche Arbeits- und Lebenswelt "ganz unten" informieren will, der muß dieses Buch gelesen haben. -Erik Möller
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 16 Bewertungen)
Leserkommentare:* Beklemmend (5 von 5 Punkten) meint C.S. aus Linz, Oberösterreich Österreich Eine Parallelwelt, die wir uns normalerweise nicht vorstellen können: Wie Menschen, die sich nicht recht wehren können, ausgebeutet werden, zeigt Wallraff im Selbstversuch. Den Kampf Menschenwürde gegen Profitgier hat die Würde auch schon in den 70ern klar verloren. Die immer härteren Bedingungen in der Arbeitswelt haben ihren Anfang schon vor 30 Jahren genommen, insofern ist das Buch auch heute aktuell.
Wie erniedrigend und schrecklich Menschen auch in Mitteleuropa der Gegenwart behandelt werden, zeigt Wallraff deutlich. Ein sehr empfehlenswertes Buch!
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| | Buch: | Ich - der andere: Reportagen aus vier Jahrzehnten |
| Autor: | Günter Wallraff, Ausgabe vom 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 195815 |
| Preis: | 8,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Audiobook-Rezensionen Günter Wallraff repräsentiert den engagierten Schriftsteller wie kaum ein anderer. Er ist eine Institution, wenn es um die gesellschaftliche Moral geht. Seine Bücher wie "Ihr da oben ? wir da unten", "Der Aufmacher" oder "Ganz unten" sorgten allesamt für Furore. Die kritischen Sozialreportagen, die er in vier Jahrzehnten geschrieben hat, sind in Deutschland eine Ausnahme und gerade deshalb auch so wichtig. Mit seinen politischen Texten deckte er gesellschaftliche Missstände in Deutschland, aber auch im Ausland auf. Die hier zu hörenden Reportagen las der streitbare Autor anlässlich seines 60. Geburtstags. "Ich- der Andere" ist das Programm von Günter Wallraff. Er ist in unzählige Rollen geschlüpft, hat sich getarnt und konnte so mitten im Geschehen beobachten. 1963 wurde Wallraff zur Bundeswehr eingezogen, seine Kriegsdienstverweigerung wurde abgelehnt; statt dessen hat man ihn in einer psychiatrischen Abteilung beobachtet und als untauglich eingestuft. Um die Situation einigermaßen zu meistern, schrieb er Tagebuch. War Wallraff in diese "Rolle" noch unfreiwillig geschlüpft, so spielte er von nun an "Rollen" ganz bewusst. Für seine Industriereportagen (1970) kroch er in die verdreckte Haut eines Sinter-Arbeiters bei Thyssen in Duisburg. Die Reportage über sein Dasein als Portier und Bote im Gerling Konzern (1973) muss man tragikomisch nennen. Mit zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt seine Rolle als Hans Esser, in der er die skrupellosen publizistischen Praktiken von "Bild" aufdeckte. Das war 1977, seine Überlegungen zum 50.Geburtstag des Blattes zeigen, dass Rufschädigung, Sensationsmache und der permanente Verstoß gegen das Grundgesetz, das die Würde des Menschen schützt, bei "Bild" noch immer an der Tagesordnung sind. Als Türke Ali arbeitete Wallraff bei einer Subfirma, die Leiharbeiter anstellt und sie an Thyssen vermietet. "Ganz unten" verdeutlicht, dass Ali am Rande der Gesellschaft lebt! Autorenlesung, Spieldauer: ca. 140 Minuten, 2 MCs. Auch als CD erhältlich. - culture.text
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Leserkommentare:* Ein Muss für alle, die Günter Wallraff noch nicht kennen, und für die, die ihre Erinnerung auffrischen wollen! (5 von 5 Punkten) meint L. aus Butjadingen-Stollhamm, an der Nordseeküste Frage: Wer weiß, wo Günter Wallraff gerade ist? Antwort: Keine Ahnung, aber man sollte sich den neuen Pabst aus Polen mal ganz genau ansehen. - So witzelte man schon Ende der 70er Jahre über den Verkleidungskünstler, Maskeraden-Spezialist und Scharadenschauspieler unter den Reportern. Wie kein anderer hat Günter Wallraff in den letzten fast 40 Jahren mit seinen Reportagen die politische Gegenkultur zur herrschenden Meinungsmacht geprägt. Vielfältig in seinen Themen, aber einmalig in seinem Stil: "Er dringt in die Situation, über die er schreiben möchte, ein, unterwirft sich ihr und teilt seine Erfahrungen und Ermittlungen in einer Sprache mit, die jede "Überhöhung" vermeidet, sich nicht einmal des Jargons bedient, der ja als poetisch empfunden werden könnte." So empfand es Heinrich Böll 1970 in einem Vorwort zu Günter Wallraffs "13 unerwünschte Reportagen".
In dem Buch "Ich - der andere", anlässlich des 60. Geburtstages von Günter Wallraff am 1. Oktober 2002 als "Jubiläumsband" erschienen, sind Auszüge aus den besten Reportagen versammelt: Als "Hans Esser" schaut er für uns hinter die Kulissen der "Bild"-Zeitung, als Türke "Ali" lebt er den Titel des späteren Buches: "Ganz unten". Peinlichkeiten gibt es aus dem Melitta-Werk, aus dem Gerling-Konzern, dem Stahlwerk oder aus der Bundeswehr zu vermelden.
Aber nicht immer schreibt Günter Wallraff seine Schelmenstücke, nein, manchmal riskiert er sogar sein Leben. Das Buch nennt hierfür zwei Beispiele: 1996 machte er an einem geheimen Ort ein Interview mit dem Anführer der militanten Kurdenpartei PKK in der Türkei, Abdullah Öcalan. Günter Wallraff setzte sich für einen von der PKK verfolgten Kurden ein, später schrieb er ein kritisches Buch mit dem Titel: "PKK - die Diktatur des Abdullah Öcalan". Wie man weiß, genügt ein solches Buch in diesem politischen Kontext, um das eigene Leben zu gefährden, man denke nur an die "Satanischen Verse" von Salman Rushdie.
Noch konkreter setzte Günter Wallraff 1974 sein Leben aufs Spiel: Aus Protest gegen die Militärregierung in Griechenland kettete er sich auf dem Platz der Verfassung in Athen an einen Lichtmast und verteilte Flugblätter. Er wurde ins Gefängnis gebracht und dabei schwer verletzt. Hätte er nicht Kontakte bis in die deutsche Botschaft gebracht, die sein Schicksal zu einer öffentlichen Sache machen konnten, hätte er dieses Abenteuer vielleicht nicht überlebt. Nach seiner Freilassung wurde er in Griechenland als Held gefeiert, der durch seine Aktion das negative Bild, dass viele Griechen von Deutschland hatten, ein wenig revidierte.
Aber hinter dieser starken und mutig aktionistischen Seite gibt es bei Günter Wallraff auch andere Töne, wie ein Tagebucheintrag von 1960 zeigt: "Ich bin mein eigener Maskenbildner. Locke meinem Wesen immer neue Masken hervor. Ich warte darauf, die Maske zu finden, die sich mit meinem ursprünglichen Gesicht deckt. Ich glaube, sie längst schon unbemerkt getragen zu haben. Oder sie niemals zu finden, da sich mein Gesicht der jeweiligen Maske anpasst. Weiter werde ich mir unermüdlich Masken aufsetzen, mich suchen und in einem vor mir verbergen, wenn ich mich gefunden habe, werde ich mich verlassen."
"Ich - der andere" ist das Beste von Günter Wallraff: Ein Muss für alle, die ihn noch nicht kennen, und für die, die ihre Erinnerung auffrischen wollen!
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| | Buch: | 13 unerwünschte Reportagen |
| Autor: | Günter Wallraff, Ausgabe vom 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 113112 |
| Preis: | 8,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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"Unter denen, die in der Bundesrepublik publizieren, nimmt Günter Wallraff mit seinen Reportagen eine Ausnahmestellung ein. ...Er dringt in die Situation, überdie er schreiben möchte, ein, unterwirft sich ihr und teilt seine Erfahrungen und Ermittlungen in einer Sprache mit, die jede 'Überhöhung' vermeidet, sich nicht einmal des Jargons bedient, der ja als poetisch empfunden werden könnte. ... Betrachtet man seine Berichte genau, so wird in Ihnen allen Herrschaft entlarvt." (Heinrich Böll)
"Das Schreiben kritischer Sozialreportagen hat hierzulande kaum eine große und wirksame Tradition. Insofern ist Günter Wallraff eine Ausnahmeerscheinung." (Süddeutsche Zeitung)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Leserkommentare:* Leider immer noch nicht überholt... (5 von 5 Punkten) meint S.L. aus Potsdam Hier zeigt sich schon überdeutlich,was auch Wallraffs spätere Bücher immer auszeichnet:Hier erlebt und fragt der ganze Mensch,und wer das liest,erlebt alles hautnahe mit,sowohl Schrecken als auch Wut und Staunen.
Das klingt so einfach,ein Mensch maskiert sich,um anderen die Maske abreißen zu können-aber dazu gehören ein Mut,eine Fähigkeit zum Mitgefühl und ein wirklich WISSEN-Wollen,die eben doch nicht viele aufbringen können.Besonders gruselig empfinde ich immer noch die Umfrage des "Napalmfabrikanten" zur Gewissensberuhigung...
Aber auch die anderen Reportagen sind eben leider noch nicht total veraltet-deswegen sind Mensche wie Wallraff weiterhin so wichtig.Und ich wünsche ihm weiter soviel Mut und Kraft wie bisher,aber am allermeisten wünsche ich ihm und mir und uns allen,dass eines Tages solche Rufer und Mahner nicht mehr nötig sind und über schönere Dinge schreiben dürfen-weil das Schreckliche verschwindet.
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| | Buch: | Industriereportagen: Als Arbeiter in deutschen Großbetrieben |
| Autor: | Günter Wallraff, Ausgabe vom 1991, Taschenbuch, Verkaufsrang 208884 |
| Preis: | 6,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Günter Wallraff, geboren 1942 in Burscheid bei Köln. Zuerst Buchhändler, dann Journalist und Schriftsteller. Heute engagiert er sich vor allem in Ostdeutschland gegen Rechtsradikalismus und Rassismus. Zahlreiche weitere Veröffentlichungen.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)
Leserkommentare:* Als Arbeiter in deutschen Großbetrieben (5 von 5 Punkten) meint R. aus Costa Banana Die Industriereportagen von Günter Wallraff sind harte Kost. Auch wenn man gerne geneigt ist zu sagen, heute habe sich doch vieles geändert und das meiste gebessert. Vielleicht auch ein bißchen dank Leuten, wie Günter Wallraff.. In anderen Ländern herrschen immer noch inhumane Produktionsmethoden, deshalb finde ich, das Buch hat genauso noch seine Aktualität wie in den 60er Jahren. Auch in unserer oft sogenannten Leistungsgesellschaft sind genug neue Missstände hinzugetreten, denen sich mal jemand wie Günter Wallraff annehmen könnte: es wäre sicher eine spannende Sache das auf heute zu übertragen. Zu diesem Buch: Die Reportagen sind alle gut lesbar geschrieben und trotzdem ja Stumpfsinn geschildert wird, recht fesselnd. Muss man mal reingeguckt haben
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| | Buch: | Der Aufmacher - Der Mann, der bei Bild Hans Esser war |
| Autor: | Günter Wallraff, Ausgabe vom 1977, Broschiert, Verkaufsrang 43107 |
Direkt bei Amazon nicht vorrätig, andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten). |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Deutschlands einflußreichste Zeitung lügt, fälscht und hetzt - das ist das Ergebnis der Recherchen des bekannten Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, der sich unter dem Namen Hans Esser 1977 für vier Monate bei Bild in Hannover einschlich. Sein Äußeres paßte er den Gepflogenheiten an: Höhensonnengebräunt, in Anzug und Krawatte, mit Siegelring und Herrenparfüm sprach "Esser" beim Redaktionsleiter Schwindmann (Name geändert) vor - und wurde genommen. Ein ehemaliger Werbetexter, leistungsorientiert und kapitalbewußt - daraus könnte man ein funktionierendes Gewinde machen, ein unscheinbares Schräubchen in der gigantischen Meinungsmache-Maschinerie des Axel Springer Verlags. So glaubte man zumindest. Das Prinzip der Bild-Zeitung bzw. der Boulevard-Zeitung schlechthin ist denkbar einfach und wird von Wallraff gekonnt aufgezeigt: Innerhalb einer strengen Hierarchie müssen schlecht bezahlte Redakteure vor Superlativen strotzende Geschichten abliefern, die nur dann politisch sein dürfen, wenn diejenigen, die Bild unterstützen, es wollen. Soziale Mißstände passen nicht ins Bild und werden spätestens auf dem Schreibtisch des Redaktionsleiters wegredigiert, was nicht sensationell genug ist wird verfälscht oder "aktualisiert" - auch Sachverhalte, die sich vor Jahren ereigneten, sind in Bild immer brandaktuell. Daß bei dieser täglichen Volksverdummung, der Freakshow zum Mitnehmen, Menschen in den Tod gehetzt werden, wird bedenkenlos hingenommen. Wallraff berichtet von einem Selbstmörder, der noch nicht den Schneid für den letzten Schnitt hat. Der Redakteur versucht am Telefon, doch noch seine Geschichte zu bekommen: "Sie reden doch nur so, Sie trauen sich das ja doch nicht richtig." Ein weiterer Dialog: "Da haben sich zwei Kinder mit Kleinkalibergewehren beschossen." - "Dufte, prima. Tot?!" - "Nee, nur schwer verletzt." Redaktionsalltag. Wallraff erfuhr auch, wie Bild sich im Wahlkampf engagiert, verbal auf die sogenannten Linken einprügelt und den Populisten zur Macht verhilft. Da wird posiert und in Szene gesetzt, wird positive Publicity gegen ständige Verfügbarkeit und gewisse Gefälligkeiten getauscht, wird ganz nebenbei ein konservativ-reaktionäres Weltbild der arbeitenden Bevölkerung vermittelt. Ist all dies vergangen und vergessen, gibt's das nicht mehr? Schauspieler, die von Bild in den Selbstmord getrieben wurden, jugendliche Kriminelle, die wochenlang als Stereotyp für den ausländischen Straftäter hinhalten müssen, anhaltende hysterische Berichterstattung über Kindesmißbrauch, religiöse "Wertevermittlung" im aufklärerischen Gewand - angesichts dieser heutigen Realität von Bild und der weitestgehend gleich funktionierenden Konkurrenz möchte man es bezweifeln. Doch Wallraffs Buch, dem weitere nicht minder lesenswerte folgten, hat sicher zur Verbesserung der Zustände beigetragen und gehört auch heute noch zur politischen Pflichtlektüre für jedermann. -Erik Möller
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 17 Bewertungen)
Leserkommentare:* Was heute BILDBLOG.DE ist... (5 von 5 Punkten) meint U.P. ...war vor über drei Jahrzehnten Günther Wallraff. Damals arbeitete der Enthüllungsjournalist unter Pseudonym in einer Bildredaktion. Aus seinen Erlebnissen entstand eines der bekanntesten und folgenreichsten Sachbücher über die Machenschaften des größten Hetzblattes der BRD.
An mehreren belegbaren und authentischen Beispielen wird die Redaktionsarbeit der Bild deutlich. Eine Abfolge aus Lügen, Unterstellungen, offener Hetze und politischer Rechtslastigkeit, garniert mit Storys mehr oder weniger prominenter Showstars und Politbonzen, die sich schon damals für ein paar Zeilen der Bild an den Hals warfen.
DER AUFMACHER hatte damals einen enormen Erfolg und brachte den Springerkonzern in Schwierigkeiten. Plötzlich waren Bilder von Todesopfern und Interviews nicht mehr so einfach zu kriegen, plötzlich wehrten sich die Opfer mit gerichtlichen Klagen und Schadensersatzforderungen und plötzlich stand Bild selber am Pranger.
Umso erschreckender ist, das DER AUFMACHER in den über dreißig Jahren seit seiner Erstauflage wenig von seiner Aktualität eingebüßt hat. Zwar hat er an politischer Relevanz verloren, auch wenn der Ex-Kanzler Schröder noch zugeben musste, daß er sich an Bild, Bams und Glotze orientierte.
Die Sensationshetze und Produktpropaganda ist jedoch noch genauso wiederlich wie damals. Heutzutage wird der Amokläufer von Winnenden von Bild als Rambo präsentiert, während die Bilder seiner Opfer aus dem Internet geklaut wurden; billiger Schrott wird als Volks- PC, -Fahrrad, -Waschmittel angepriesen (oder wer auch immer zahlt um seine Produkte bei Bild in die Schlagzeilen zubringen); Uraltnachrichten werden als Topaktuell verkauft.
Alle diese Maschen findet man bereits bei Wallraffs DER AUFMACHER, wodurch dieses Buch auch heute noch jedem kritisch denkenden Bürger zu empfehlen ist.
Denn auch heute gilt:Deutschlands einflußreichste Zeitung lügt, fälscht und hetzt !
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| | Buch: | Mein Tagebuch aus der Bundeswehr |
| Autor: | Günter Wallraff, Ausgabe vom 1992, Taschenbuch, Verkaufsrang 123431 |
| Preis: | 6,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Günter Wallraff, geb. 1942 in Burscheid bei Köln, war zuerst Buchhändler, dann Journalist und Schriftsteller. Heute engagiert er sich vor allem in Ostdeutschland gegen Rechtsradikalismus und Rassismus. Zahlreiche weitere Veröffentlichungen. 2010 wird ihm der Gerty-Spies-Literaturpreis der rheinland-pfälzischen Landeszentrale für politische Bildung verliehen.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 6 Bewertungen)
Leserkommentare:* Es zu verneinen wäre blind - und linientreu. (5 von 5 Punkten) meint . Nach einer gewissen Zeit, die ich selbst in dem "Verein" verbringen durfte, wobei es mir durchaus nicht geschadet hat, nein im Gegenteil, ich habe mir eine eigene Meinung bilden dürfen, die ich den meisten Kritikern aus dem Zivilen wohl voraus habe, muß ich Wallraff beipflichten. Auf annähernd jeder Seite begegneten mir bundeswehrtypische und klischeeechte Abläufe, wie ich sie jeden Tag erleben durfte, so daß mich das Buch, so traurig es sich anhören mag schon sehr belustigte. Viel hat sich leider nicht verändert, liebe Kameraden, vor allem im Umgang mit denen, "die nicht wollen und deshalb mal vernünftig in den ...(Allerwertesten) getreten werden müssen" und wie Aussätzige wortlos zum Chef geührt werden, zu: Vernehmung, Diszi ... was eben so anliegt. Ein hervorragendes Werk, in jedem Fall lohnenswert für Ehemalige, die aus ihrer Zeit gelernt haben. Und für den Rest: So oder ähnlich wird es sich zugetragen haben. Die Überzogenheit sei dem Autoren angesichts seines Motives doch durchaus gegönnt. Viel Freude beim lesen.
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| | Buch: | Ganz unten. |
| Autor: | Günter Wallraff, Ausgabe vom März 1990, Broschiert, Verkaufsrang 57045 |
Direkt bei Amazon nicht vorrätig, andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten). |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Dunkle Kontaktlinsen, ein schwarzes Haarteil und gebrochenes Deutsch reichen aus, um das Ausmaß der beruflichen und gesellschaftlichen Diskriminierung zu erfahren, die Millionen sogenannter Ausländer täglich widerfährt. Zwei Jahre lang (von 1983 bis 1985) war Günter Wallraff Ali Levent, ein Türke, der kein Türkisch spricht. In seiner Odyssee durch die Arbeitswelt fängt er zu sieben Mark die Stunde in einem Reitstall bei Köln als "Drecksarbeiter" an, wird bald des Diebstahls bezichtigt und kündigt wegen der andauernden Repressalien. Auf einem Bauernhof wird er wie ein Nutztier gehalten, darf nicht in die Stadt, um den Hof nicht in Verruf zu bringen. Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, nimmt er jede Arbeit an. Er besucht Kneipen - wo ihm Haß und Ablehnung entgegenschlagen - und den politischen Aschermittwoch der CSU: Als Türke Ali Levent wird er von den "gemütlichen" Bayern zwar nicht zum Bier eingeladen ("Geh, schleich dich, aber hurtig!" - "Wißt ihr net, wo ihr hiegehört?"), als angeblicher Vertreter des türkischen Faschisten-Chefs Türkes ("Tod allen dreckigen Juden, kommunistischen Hurensöhnen und griechischen Hunden!") bekommt er jedoch von Franz-Josef Strauß persönlich einen unterschriebenen Bildband ("Für Ali mit herzlichem Gruß"). Man muß eben unterscheiden zwischen erwünschten und unerwünschten Ausländern, wie es ein CSU-Politiker kürzlich formulierte. Bei einem Fußball-Länderspiel verleugnet Wallraff alias Levent seine Scheinexistenz, da er sonst um sein Leben fürchten muß - Neonazis grölen "Sieg heil", "Deutschland den Deutschen", "Türken raus" und werfen "Ali" Zigaretten ins Haar und gießen ihm Bier über den Kopf, obwohl der plötzlich Hochdeutsch spricht und nur noch die deutsche Mannschaft anfeuert. Als Bulettenbrater bei McDonald's sieht er zu, wie mit Toilettenputzlappen die Tische gewischt werden bzw. mit dem Grillschaber ein Klo gereinigt wird. Als Illegaler auf der Baustelle arbeitet er zehn Stunden am Tag unter ständigen Diskriminierungen und Ausgrenzungen und miserablen Arbeitsbedingungen. Er bemüht sich als bekehrungswilliger Moslem um die katholische Taufe, doch nur ein Priester in einer abschüssig gelegenen armseligen Dorfkirche gibt ihm den Segen - unter Scheinargumenten versuchen die übrigen Pfarrer, ihn desto heftiger abzuwimmeln, je höher sie in der kirchlichen Hierarchie stehen. Beim Arzneimittelversuch stellt "Ali" am eigenen Leib fest, daß Marktzwänge auch Menschenversuche möglich machen. Und seine schlimmsten und ausführlichsten Erfahrungen sammelt Wallraff als Lohnsklave, als Leiharbeiter bei Thyssen, vermittelt durch eine dubiose Vermieterfirma, die den Großteil seines Lohns einsackt und ihn unter erbärmlichen Bedingungen tage- und nächtelang schuften läßt. Die Schichten seiner Kollegen dauern bis zu 72 Stunden lang - ohne Schlaf. Seine Gesundheit leidet aufgrund des ständig eingeatmeten Drecks, und er sieht sich gezwungen, mit einer List zum Chauffeur des Chefs der Leiharbeiterfirma aufzusteigen, wo er den Alltag eines modernen Sklaventreibers aus erster Hand beobachten kann. Ganz unten ist erschütternd, es ist bewegend und sehr aufschlußreich. Spannend und provokant schildert Wallraff Praktiken, die normal und gängig waren und es teilweise heute noch sind, beschreibt eine Gesellschaft, in der die Diskriminierung in Wirtschaft, Medien und Politik fast schon institutionalisiert ist. Wer sich abseits einer Medienberichterstattung, die zumindest teilweise mit Fug und Recht als tendenziös bezeichnet werden kann, über die tatsächliche Arbeits- und Lebenswelt "ganz unten" informieren will, der muß dieses Buch gelesen haben. -Erik Möller
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 16 Bewertungen)
Leserkommentare:* Beklemmend (5 von 5 Punkten) meint C.S. aus Linz, Oberösterreich Österreich Eine Parallelwelt, die wir uns normalerweise nicht vorstellen können: Wie Menschen, die sich nicht recht wehren können, ausgebeutet werden, zeigt Wallraff im Selbstversuch. Den Kampf Menschenwürde gegen Profitgier hat die Würde auch schon in den 70ern klar verloren. Die immer härteren Bedingungen in der Arbeitswelt haben ihren Anfang schon vor 30 Jahren genommen, insofern ist das Buch auch heute aktuell.
Wie erniedrigend und schrecklich Menschen auch in Mitteleuropa der Gegenwart behandelt werden, zeigt Wallraff deutlich. Ein sehr empfehlenswertes Buch!
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| | Buch: | KiWi Taschenbücher, Nr.17, Zeugen der Anklage: Die Bild-beschreibung wird fortgesetzt |
| Autor: | Günter Wallraff, Ausgabe vom 1982, Taschenbuch, Verkaufsrang 180136 |
| Preis: | 6,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)
Leserkommentare:* Empörung... (5 von 5 Punkten) meint D. ...stellte sich bei mir ein, als ich in dem Buch die wahren Hintergründe einiger BILD-Artikel wiederfand, die ich einige Jahre zuvor mit 11 oder 12 Jahren bei meinem Großvater mitgelesen hatte. Meine Einstellung gegenüber BILD bekam schon bei der Kampagne gegen mein damaliges Sportidol Sepp Maier Risse, aber als ich erfuhr, wie auf dem Rücken hilfesuchender Menschen Artikel an die belogenen Leser verkauft wurden, gingen mir vollständig die Augen auf. Es wird immer das Verdienst Günter Wallraffs bleiben, dringend notwendige Aufklärung über ein zutiefst rechtsstaatsfeindliches Massenmedium geleistetet zu haben, und die Studentenbewegungsforderung "Enteignet Springer!" mag zwar alt sein, ist aber dennoch angemessen. Wallraffs BILD-Bücher sind jedem BILD-Leser dringend zu empfehlen.
Tiefer gehender als der "Aufmacher" (5 von 5 Punkten) meint M.K. aus Hausach Im vorliegenden Band der BILD-Trilogie setzt sich Wallraff vertiefend mit dem Recherchier- und Arbeitsmethoden des Springer-Imperiums auseinander. Dabei lässt der Schriftsteller - wie der Name des Buches schon impliziert - vor allem die zahlreichen Opfer zu Wort kommen. Menschen, die sich hilfesuchend an die Aktion "Bild kämpft für Sie" wenden und dann mit ihren Anliegen nur Hohn und Spott seitens des Verlags zu spüren bekommen; wie die Berichterstattung manche Menschen gar in den Selbstmord getrieben hat; das Arbeitsklima in den Redaktionen aus Sicht der Mitarbeiter; und nicht zuletzt Wohnungseinbrüche um an Informationen zu kommen....
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| | Buch: | Ihr da oben, wir da unten |
| Autor: | Bernt Engelmann, Günter Wallraff, Ausgabe vom 1994, Taschenbuch, Verkaufsrang 237071 |
| Preis: | 12,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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In diesem inzwischen berühmt gewordenen Buch nehmen Bernt Engelmann und Günter Wallraff die bundesdeutsche Gesellschaft in die Zange. Engelmann ist "oben" zu Besuch bei den Reichen und Mächtigen - und Wallraff setzt sich "unten" als Arbeiter, Vertreter, Bote oder Portier brutalen und verschrobenen Arbeitsbedingungen aus. Sichtbar wird das Ausmaß des Widerspruchs zwischen der Anhäufung von Macht bei Wenigen und der Abhängigkeit und Ausnutzung der Vielen.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)
Leserkommentare:* Super (5 von 5 Punkten) meint T.Z. Der Artikel wurde schnell versandt und war trotz seines Alters noch in gutem Zustand. Ich bin sehr zufrieden mit dem Verkäufer. Gerne wieder.
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