Product Description 1992 erschien Die Erlebnisgesellschaft zum ersten Mal und machte rasch Furore. Heute kann der Text mit Fug und Recht als moderner Klassiker der Soziologie gelten. Gerhard Schulze konstatierte einen umfassenden Wandel in unserer Gesellschaft, durch den das Leben zum Erlebnisprojekt geworden ist. Die Erlebnisorientierung ist die unmittelbarste Form der Suche nach Glück. Eine Suche, die noch längst nicht abgeschlossen ist diese neue Art zu leben müssen wir erst lernen und die Folgen noch bewältigen. Dies gilt auch heute noch Die Sucht nach dem Kick und nach Performance ist eher gewachsen, und damit ist Gerhard Schulzes Analyse aktueller denn je.
Buch:
Die beste aller Welten: Wohin bewegt sich die Gesellschaft im 21 - Jahrhundert?
Autor:
Gerhard Schulze, Ausgabe vom 10. März 2003, Gebunden, Verkaufsrang 646063
Aus der Amazon.de-Redaktion Wohin sich die Gesellschaft bewegt, in der wir leben: Wer will das nicht wissen? Steuert die Menschheit, oder zumindest der Teil von ihr, zu dem wir uns zählen, am Ende ausgerechnet während unserer Lebensspanne schnurstracks zu auf Die beste aller Welten? Eines gleich vorweg: Auch wenn der Untertitel anderes zu versprechen scheint, eine verlässliche Antwort auf diese Frage gibt auch Gerhard Schulze nicht. Anregend ist die Lektüre seiner Trendanalyse gleichwohl. Der Autor beschreibt darin die notwendige Transformation gesellschaftlichen und individuellen Strebens als (angeblich bereits im Gang befindlichen) gesellschaftlichen Lernprozess im Zeichen der Kultur. An methodischem Marschgepäck für die verständige Begleitung dieser Expedition ins Glück der nahen Zukunft fehlt es Schulze nicht. An mindestens drei Traditionslinien der jüngeren europäischen Geistesgeschichte knüpft der Bamberger Soziologe an: an die verstehende Soziologie, die Existenzphilosophie und den Pragmatismus. Trotz aller Zukunftsrhetorik: Bei der Lektüre hat man immer wieder den Eindruck, das Buch kommt irgendwie zu spät. Vielleicht sind es auch nur manche Begriffe, an die uns Schulzes Diktion erinnert, die man aber nicht mehr hören mag, weil sie - so nötig die darin angesprochenen Dinge und Vermögen auch sind - letzten Endes zu abstrakt und im Vagen bleiben. Das mindestens zweidimensionale, vernetzte Denken etwa, das Schulze fordert, ist so ein Begriff, der vieles und doch nichts wirklich konkret Handhabbares meint. Trotzdem mag man Schulzes Versuch nicht in Bausch und Bogen verwerfen. Viele seiner Forderungen sind sympathisch. Dass etwa in der Schule nicht zuletzt "das Denken geschult" werden solle und die "Fähigkeit der Konfliktbewältigung", findet unsere ungeteilte Zustimmung. Indes: Wer einmal aufmerksam in unsere Schulen hineinsieht, der merkt schnell, wie unendlich weit sie tatsächlich noch davon entfernt sind, Orte einer solchen wahren Bildung zu sein oder in absehbarer Zeit zu werden. Sicher auch kein Indiz dafür, dass am Horizont die beste aller Welten auf uns wartet. -Hasso Greb
Buch:
Die Sünde: Das schöne Leben und seine Feinde
Autor:
Gerhard Schulze, Ausgabe vom 1. Okt. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 379459
Nach seinem durchschlagenden Erfolg "Die Erlebnisgesellschaft" entwirft Gerhard Schulze in seinem neuen Buch das Bild einer Gesellschaft, die nicht mehr vom Prinzip der permanenten Steigerung dominiert wird. Das Gefüge der Werte verschiebt sich und die Menschen beginnen eine neue Richtung einzuschlagen Fragen der Lebenskunst, des Zusammenlebens und der Kultur werden wichtiger genommen als zuvor. Wohin sich die Gesellschaft bewegt, in der wir leben: Wer will das nicht wissen? Steuert die Menschheit, oder zumindest der Teil von ihr, zu dem wir uns zählen, am Ende ausgerechnet während unserer Lebensspanne schnurstracks zu auf Die beste aller Welten? Eines gleich vorweg: Auch wenn der Untertitel anderes zu versprechen scheint, eine verlässliche Antwort auf diese Frage gibt auch Gerhard Schulze nicht. Anregend ist die Lektüre seiner Trendanalyse gleichwohl. Der Autor beschreibt darin die notwendige Transformation gesellschaftlichen und individuellen Strebens als (angeblich bereits im Gang befindlichen) gesellschaftlichen Lernprozess im Zeichen der Kultur. An methodischem Marschgepäck für die verständige Begleitung dieser Expedition ins Glück der nahen Zukunft fehlt es Schulze nicht. An mindestens drei Traditionslinien der jüngeren europäischen Geistesgeschichte knüpft der Bamberger Soziologe an: an die verstehende Soziologie, die Existenzphilosophie und den Pragmatismus. Trotz aller Zukunftsrhetorik: Bei der Lektüre hat man immer wieder den Eindruck, das Buch kommt irgendwie zu spät. Vielleicht sind es auch nur manche Begriffe, an die uns Schulzes Diktion erinnert, die man aber nicht mehr hören mag, weil sie - so nötig die darin angesprochenen Dinge und Vermögen auch sind - letzten Endes zu abstrakt und im Vagen bleiben. Das mindestens zweidimensionale, vernetzte Denken etwa, das Schulze fordert, ist so ein Begriff, der vieles und doch nichts wirklich konkret Handhabbares meint. Trotzdem mag man Schulzes Versuch nicht in Bausch und Bogen verwerfen. Viele seiner Forderungen sind sympathisch. Dass etwa in der Schule nicht zuletzt "das Denken geschult" werden solle und die "Fähigkeit der Konfliktbewältigung", findet unsere ungeteilte Zustimmung. Indes: Wer einmal aufmerksam in unsere Schulen hineinsieht, der merkt schnell, wie unendlich weit sie tatsächlich noch davon entfernt sind, Orte einer solchen wahren Bildung zu sein oder in absehbarer Zeit zu werden. Sicher auch kein Indiz dafür, dass am Horizont die beste aller Welten auf uns wartet. -Hasso Greb