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Bücher - Autoren

Gisela Graichen

 
Heilwissen versunkener Kulturen - Gisela Graichen
Buch:Heilwissen versunkener Kulturen
Autor:Gisela Graichen, Ausgabe vom 2004, Gebunden, Verkaufsrang 46388
Preis: 25,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit unseren Medikamenten stoßen wir heute immer häufiger an Grenzen: Nebenwirkungen, Resistenzen, neue Seuchen, gegen die kein Kraut gewachsen scheint. Doch es gibt Hoffnung, wenn wir das vergessene Heilwissen alter Völker neu entdecken können. Die vielfach preisgekrönte Fernsehautorin Gisela Graichen hat sich in ihrer TV-Serie Im Bann der grünen Götter weltweit auf die Spur der alten Heilpflanzen, des grünen Schatzes, gesetzt. Das Buch zur Serie erzählt von abenteuerlichen Reisen und leidenschaftlichen Forschern, von lebendigem Volkswissen und modernster Wissenschaft, von alten Heilkundigen und noch viel älteren Aufzeichnungen, deren medizinisches Wissen wir heute erst wieder neu entdecken müssen. Und das erfordert akribische Detektivarbeit von Ethnobotanikern, Archäologen, Pharmakologen, Linguisten. Die Berichte der Entdeckungsreisen in ferne Länder und alte Bibliotheken sind sowohl hoch informativ als auch lebendig, weil es immer Menschen sind, an deren Geschichte und Suche wir teilhaben: Als Leser begleiten wir eine Archäobotanikerin, die die Lebenselixiere der Pharaonen sucht. Wir treffen den Leibarzt des Maharadschas und lernen einiges über Ayurveda. Mit einem Archäologen kämpfen wir uns durch den mexikanischen Dschungel auf der Suche nach den Heilpflanzen der alten Mayas. Und wir reisen auf den Spuren des Persers Avicenna, des "Fürsten der Ärzte" aus dem 10. Jahrhundert. Dabei lernen wir unbekannte Pflanzen kennen, aber auch verblüffende Wirkungen bekannter Pflanzen, von Weihrauch und Schlafbeere bis zu Bittermandel und Teufelsdreck. Doch Heilwissen versunkener Kulturen zeichnet sich nicht nur durch spannende, gut erzählte Berichte und einen hohen Informationsgehalt aus. Es ist außerdem wunderschön und sorgfältig gestaltet und unter anderem durch die Unmengen von Farbfotos nicht nur ein Genuss für den Verstand, sondern auch für das Auge. -Gabi Neumayer


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Leserkommentare:*
"Das grüne Gold." (5 von 5 Punkten) meint J.".
Die Autorin ist bekannt durch die Filmreihe "Schliemanns Erben" und "Humboldts Erben". Das Buch versucht mit der Archäologie, der Botanik und mit Hilfe der neusten Medizin den pflanzlichen Elixieren auf die Spur zu kommen, die von uralten Kulturen verwendet wurden aber inzwischen in Vergessenheit geraten sind. Besprochen werden die Grabbeigaben der Pharaonen (z.B. die Blätter des Mimusops Baums, der heute so gut wie ausgestorben ist; das Weihrauchharz, usw.). In einer übersichtlichen Tabelle werden dann die zehn wichtigsten und Identifizierten altägyptischen Heilpflanzen und ihre Wirkungsweise dargestellt und die zehn wichtigsten Heilpflanzen der Volksmedizin. Die Rose von Jericho, der Balanites, usw. werden mit ihrer Wirkung erklärt. Die Ägyptischen Heilpflanzen: Schlafbeere, Rizinus, Fagonia indica (krebshemmende Wirkung), Granatapfel; Christdorn; werden im Labor auf ihre medizinische Wirksamkeit untersucht und die Ergebnisse erklärt.
Es folgt in dem Buch eine Untersuchung der Heilmittel die die Ärzte der Maharadschas benutzten, z.B. die Früchte des Tamarindenbaumes, die Gelbwurz, die Rauwolfia Serpentina, Weihrauchharz; die Blütenblätter des Curcuma, usw.
Dabei bespricht die Autorin auch was Ayurveda ist und welche Heilmöglichkeiten bestehen.Die Autorin reist dann zur Dschungelapotheke der Mayas und man erfährt, dass diese auch eine Sauna kannten.
Danach wird das Wissen des sehr berühmten ArztesAvicenna untersucht, der der Arzt der Kalifen war. Sein großes medizinisches Buch befindet sich im Benediktinerstift in der Steiermark.Es folgt eine Reise der Autorin in den Iran um seine beschriebenen Pflanzen zu finden. Die Zwiebeln der persischen Tulpe, der Bittermandelstrauch und weitere Pflanzen werden gefunden und untersucht.

Das Buch zeigt viele sehr schöne Bilder von den alten Kulturen und natürlich von einigen Heilpflanzen.
Erstaunlich fand ich persönlich den Hinweis, das Harz des Weihrauchbaumes soll als inneres Heilmittel bei der Behandlung von Multiple Sklerose (MS) sehr hilfreich sein!

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Deutsche Kolonien: Traum und Trauma - Gisela Graichen, Horst Gründer
Buch:Deutsche Kolonien: Traum und Trauma
Autor:Gisela Graichen, Horst Gründer, Ausgabe vom Mai 2007, Broschiert, Verkaufsrang 344365
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andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten).
Aus der Amazon.de-Redaktion
Vergleichsweise spät erst schwang sich Deutschland in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts doch noch zur Kolonialmacht auf, nachdem in den Jahrzehnten zuvor sämtliche in diese Richtung gehenden Versuche vergeblich geblieben waren. Und umso schneller war der Spuk dann auch schon wieder vorbei: Während die großen Kolonialmächte sich erst in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zögerlich und nicht selten schmerzvoll von den meisten ihrer überseeischen Besitzungen trennten, war die deutsche "Entkolonialisierung" mit dem Versailler Vertrag schon nach dem Ersten Weltkrieg unfreiwillig mit einem Schlag vollzogen. Was in den Jahrzehnten nach 1919 im eigenen Lande folgte - in katastrophischer Zuspitzung im Nationalsozialismus - ließ die deutsche Kolonialgeschichte für die historische Forschung bis in die jüngste Gegenwart vergleichsweise unbedeutend erscheinen. Und so findet man nur vergleichsweise wenig wissenschaftliche Literatur zu diesem gleichwohl äußerst spannenden Thema. Auch populäre Darstellungen der deutschen Kolonialgeschichte sind rar gesät. Der aufschlussreiche Band von Gisela Graichen und Horst Gründer schließt deshalb wirklich eine Lücke. Die Autoren erzählen die Deutsche Kolonialgeschichte samt ihrer Jahrhunderte dauernde Vorgeschichte. Schon im 16. Jahrhundert nämlich waren deutsche Konquistadoren, Kanoniere und Kaufleute im Dienst der Spanier und Portugiesen in deren sehr viel größeren Welt unterwegs. Und sie trugen die Kunde von den zu erobernden Reichtümern auch nach Hause. Ein "Präludium" erlebte die deutsche Kolonialgeschichte gar schon 1669, als es dem hanauischen Hofrat Becher gelang, von der Holländisch-Westindischen Kompanie eine "Kolonie" zu kaufen: Immerhin "ein Gebiet von über 3000 Quadratmeilen an der Nordostküste Südamerikas". Hanau selbst umfasste damals gerade 44 Quadratmeilen. Ein enormer Landgewinn also. Die Autoren schildern auch die in Deutschland sehr kontrovers geführte Diskussion, ob man Kolonien überhaupt "brauche". Und sie führen uns dorthin, wo dann die deutschen Kolonialträume ihre Blüten trieben: Nach Südwestafrika etwa, Neuguinea, Samoa, Kiautschou oder Kamerun. Auch der Umgang mit dem kolonialen Erbe während der Weimarer Republik und die völkisch-kolonialistischen Wahnideen der Nationalsozialisten werden behandelt. Eine wirklich umfassende Kolonialgeschichte also, versehen mit zahlreichen Abbildungen und Karten, einer Auswahlbiographie und einem ausführlichen Register. - Andreas Vierecke


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 13 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Diese lebendige und fesselnde Weise Geschichte darzustellen, vermittelt dem Leser interessante historische Details. (4 von 5 Punkten) meint L. aus Butjadingen-Stollhamm, an der Nordseeküste
"Nun wollen wir in Schiffen über das Meer fahren, da und dort ein junges Deutschland gründen (...) die edelsten, gottähnlichen Kinder zeugen und erziehen (...)." - In diese pathetischen Worte kleidete der Komponist Richard Wagner seinen Traum vom deutschen Kolonialreich, den viele Deutsche träumten. Was aus diesem Traum geworden ist, fand in unserer Geschichtsliteratur kaum Beachtung. Ein Buch, das die deutsche Kolonialgeschichte von ihren frühen Anfängen in der Kaiserzeit, über die Wiedererlangungsversuche in der Weimarer Republik, bis hin zu den Kolonialplänen des Dritten Reiches umfassend darstellt, suchte man bisher vergebens. Diese Lücke schließen nun die Autoren Gisela Graichen und Horst Gründer mit ihrem Begleitbuch zu einer ZDF-Serie: "Deutsche Kolonien - Traum und Trauma."

Wer nun ein trockenes Geschichtsbuch erwartet, wird enttäuscht werden, denn es gelingt den Autoren, die Interessen und Hoffnungen, die Niederlagen und Verluste, welche mit der Erschließung von Kolonien verbunden waren, so anschaulich darzustellen, dass sich auch dem wenig geschichtlich vorgebildeten Leser mühelos die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge der Kolonialzeit erschließen. In 16 unabhängig voneinander lesbaren Kapiteln entsteht ein detailliertes Bild vom Leben in den deutschen Kolonien Afrikas, Chinas und der Südsee. Welchen Hindernissen, Krankheiten und Gefahren Siedler und Einheimische dabei ausgesetzt waren, wird besonders deutlich in den zitierten Reiseberichten und Tagebüchern von Entdeckern und Kolonisten. Hier offenbaren sich abenteuerliche Lebensläufe und tragische Schicksale, die Geschichte lebendig machen.

Aus der Fülle des historischen Materials wählten die Autoren unter Mitarbeit von Holger Diedrich zahlreiche Kommentare von Politikern, Schriftstellern und Zeitgenossen, anhand derer es gelingt, den Zeitgeist der Kolonialzeit einzufangen. Diese lebendige und fesselnde Weise Geschichte darzustellen, vermittelt dem Leser interessante historische Details und beleuchtet auch die dunklen Seiten der Kolonialzeit, die sich in der Prügelmentalität der Kolonialherren, blutigen Aufständen der ausgebeuteten einheimischen Bevölkerung und nicht zuletzt in den Worten des afrikanischen Zulu-Häuptlings Ceteswayo "Erst ein Missionar, dann ein Konsul, und dann kommt die Armee" zeigen.

Der hohe Informationsgehalt des Buches "Deutsche Kolonien" wird ergänzt durch die außerordentlich reiche Bebilderung, die neben Abbildungen von Gemälden, Grafiken und Holzstichen, Portraits historischer Personen und Fotografien auch zeitgenössische Postkarten, Karikaturen und Flugblätter enthält. Bedauerlicherweise befindet sich die einzige farbige Abbildung lediglich auf dem Cover des Schutzumschlages, alle übrigen Bilder sind, wohl zugunsten farblicher Harmonie, in grau-braunen Farbtönen gehalten, was ihre Wirkung mindert. Dies gilt leider auch für die Karten, die dem Leser im Anhang des Buches die geografische Lage der deutschen Kolonien vergegenwärtigen sollen. Während man die Einzelkarten zu den Kolonien noch gut erkennen kann, erweist sich die Grau-Braun-Färbung der Weltkarte als sehr hinderlich, denn die Schraffuren, welche die Staatenzugehörigkeit der Kolonien kennzeichnen, sind kaum entzifferbar. Hier wäre eine farbige Gestaltung sinnvoll gewesen. Dem Kartenteil, auf den leider im laufenden Text des Buches nicht verwiesen wird, schließen sich eine umfassende Liste mit vertiefender Literatur, ein Verzeichnis über die Bildnachweise, sowie ein Personenregister an, das dem Leser ermöglicht, historische Persönlichkeiten schnell in den einzelnen Kapiteln zu finden.

Besonders positiv hervorzuheben ist Hellmut Hillrichs abschließendes Kapitel: "Waldaffen, "Nickneger", schwarze Perlen - Und ewig leben die (Zerr-)Bilder", in dem er sich mit "kolonialen Sprachhülsen" und dem zum Teil bis heute fortbestehenden antisemitischen Bild vom "wilden Schwarzen" auseinandersetzt. Hellmut Hillrichs Beitrag, keinesfalls selbstverständlicher Bestandteil einer historischen Darstellung, rundet das Buch "Deutsche Kolonien" auf zum Nachdenken anregende Weise ab.

"Deutsche Kolonien" lässt Geschichte lebendig werden!


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Das Kultplatzbuch - Gisela Graichen
Buch:Das Kultplatzbuch
Autor:Gisela Graichen, Ausgabe vom Juni 1999, Gebunden, Verkaufsrang 183433
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Tolles Buch (5 von 5 Punkten) meint .
Ich weiß gar nicht, was einige meiner Vorgänger so negativ an diesem Buch finden. Das Buch ist gut geschrieben, die Wegbeschreibungen sind präzise und die ausgewählten Orte sind zum Großteil sehr spannend. Daran, dass an diesen Orte wirklich Kultplätze waren, gibt es eigentlich keinen Zweifel. Ich kann das Buch nur empfehlen.

Der Schatten der Geschichte weicht ein wenig mit diesem Buch (5 von 5 Punkten) meint S.S. aus Berg / Rheinland-Pfalz
Wenn es um die Geschichte unserer Vorfahren geht ist wenig überliefert, vieles liegt im Reich der Spekulation, oder einfach nur unter dem Mantel der Geschichte verborgen.
Kultplätze gibt es viele, an manchen wandert man vorbei ohne sie zu bemerken..., sie sind in Vergessenheit geraten...
Mit diesem Buch hat man nun die Möglichkeit sich diversen Kultplätzen zu nähern, Seite um Seite. Den ein oder anderen Platz wird es auch in ihrer Nähe geben und wenn es ihnen geht wie es mir ergangen ist werden sie dieses Buch nutzen und die beschriebenen Plätze gezielt aufsuchen.
Interessante Beschreibung der Plätze in Verbindung mit wissenschaftlich fundierten Ausflügen in die Frühgeschichte unserer Vorfahren.
Die Süddeutsche Zeitung hat geschrieben: "Ein Buch mit magischen Kräften: Man möchte gleich losfahren, um diese Orte aufzusuchen". Dazu kann ich nur sagen: "Auf die Plätze! Fertig! Los!"

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Deutsche Kolonien: Traum und Trauma - Gisela Graichen, Horst Gründer, Holger Diedrich
Buch:Deutsche Kolonien: Traum und Trauma
Autor:Gisela Graichen, Horst Gründer, Holger Diedrich, Ausgabe vom Okt. 2005, Gebunden, Verkaufsrang 34290
Preis: 22,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Vergleichsweise spät erst schwang sich Deutschland in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts doch noch zur Kolonialmacht auf, nachdem in den Jahrzehnten zuvor sämtliche in diese Richtung gehenden Versuche vergeblich geblieben waren. Und umso schneller war der Spuk dann auch schon wieder vorbei: Während die großen Kolonialmächte sich erst in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zögerlich und nicht selten schmerzvoll von den meisten ihrer überseeischen Besitzungen trennten, war die deutsche "Entkolonialisierung" mit dem Versailler Vertrag schon nach dem Ersten Weltkrieg unfreiwillig mit einem Schlag vollzogen. Was in den Jahrzehnten nach 1919 im eigenen Lande folgte - in katastrophischer Zuspitzung im Nationalsozialismus - ließ die deutsche Kolonialgeschichte für die historische Forschung bis in die jüngste Gegenwart vergleichsweise unbedeutend erscheinen. Und so findet man nur vergleichsweise wenig wissenschaftliche Literatur zu diesem gleichwohl äußerst spannenden Thema. Auch populäre Darstellungen der deutschen Kolonialgeschichte sind rar gesät. Der aufschlussreiche Band von Gisela Graichen und Horst Gründer schließt deshalb wirklich eine Lücke. Die Autoren erzählen die Deutsche Kolonialgeschichte samt ihrer Jahrhunderte dauernde Vorgeschichte. Schon im 16. Jahrhundert nämlich waren deutsche Konquistadoren, Kanoniere und Kaufleute im Dienst der Spanier und Portugiesen in deren sehr viel größeren Welt unterwegs. Und sie trugen die Kunde von den zu erobernden Reichtümern auch nach Hause. Ein "Präludium" erlebte die deutsche Kolonialgeschichte gar schon 1669, als es dem hanauischen Hofrat Becher gelang, von der Holländisch-Westindischen Kompanie eine "Kolonie" zu kaufen: Immerhin "ein Gebiet von über 3000 Quadratmeilen an der Nordostküste Südamerikas". Hanau selbst umfasste damals gerade 44 Quadratmeilen. Ein enormer Landgewinn also. Die Autoren schildern auch die in Deutschland sehr kontrovers geführte Diskussion, ob man Kolonien überhaupt "brauche". Und sie führen uns dorthin, wo dann die deutschen Kolonialträume ihre Blüten trieben: Nach Südwestafrika etwa, Neuguinea, Samoa, Kiautschou oder Kamerun. Auch der Umgang mit dem kolonialen Erbe während der Weimarer Republik und die völkisch-kolonialistischen Wahnideen der Nationalsozialisten werden behandelt. Eine wirklich umfassende Kolonialgeschichte also, versehen mit zahlreichen Abbildungen und Karten, einer Auswahlbiographie und einem ausführlichen Register. - Andreas Vierecke


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 13 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Diese lebendige und fesselnde Weise Geschichte darzustellen, vermittelt dem Leser interessante historische Details. (4 von 5 Punkten) meint L. aus Butjadingen-Stollhamm, an der Nordseeküste
"Nun wollen wir in Schiffen über das Meer fahren, da und dort ein junges Deutschland gründen (...) die edelsten, gottähnlichen Kinder zeugen und erziehen (...)." - In diese pathetischen Worte kleidete der Komponist Richard Wagner seinen Traum vom deutschen Kolonialreich, den viele Deutsche träumten. Was aus diesem Traum geworden ist, fand in unserer Geschichtsliteratur kaum Beachtung. Ein Buch, das die deutsche Kolonialgeschichte von ihren frühen Anfängen in der Kaiserzeit, über die Wiedererlangungsversuche in der Weimarer Republik, bis hin zu den Kolonialplänen des Dritten Reiches umfassend darstellt, suchte man bisher vergebens. Diese Lücke schließen nun die Autoren Gisela Graichen und Horst Gründer mit ihrem Begleitbuch zu einer ZDF-Serie: "Deutsche Kolonien - Traum und Trauma."

Wer nun ein trockenes Geschichtsbuch erwartet, wird enttäuscht werden, denn es gelingt den Autoren, die Interessen und Hoffnungen, die Niederlagen und Verluste, welche mit der Erschließung von Kolonien verbunden waren, so anschaulich darzustellen, dass sich auch dem wenig geschichtlich vorgebildeten Leser mühelos die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge der Kolonialzeit erschließen. In 16 unabhängig voneinander lesbaren Kapiteln entsteht ein detailliertes Bild vom Leben in den deutschen Kolonien Afrikas, Chinas und der Südsee. Welchen Hindernissen, Krankheiten und Gefahren Siedler und Einheimische dabei ausgesetzt waren, wird besonders deutlich in den zitierten Reiseberichten und Tagebüchern von Entdeckern und Kolonisten. Hier offenbaren sich abenteuerliche Lebensläufe und tragische Schicksale, die Geschichte lebendig machen.

Aus der Fülle des historischen Materials wählten die Autoren unter Mitarbeit von Holger Diedrich zahlreiche Kommentare von Politikern, Schriftstellern und Zeitgenossen, anhand derer es gelingt, den Zeitgeist der Kolonialzeit einzufangen. Diese lebendige und fesselnde Weise Geschichte darzustellen, vermittelt dem Leser interessante historische Details und beleuchtet auch die dunklen Seiten der Kolonialzeit, die sich in der Prügelmentalität der Kolonialherren, blutigen Aufständen der ausgebeuteten einheimischen Bevölkerung und nicht zuletzt in den Worten des afrikanischen Zulu-Häuptlings Ceteswayo "Erst ein Missionar, dann ein Konsul, und dann kommt die Armee" zeigen.

Der hohe Informationsgehalt des Buches "Deutsche Kolonien" wird ergänzt durch die außerordentlich reiche Bebilderung, die neben Abbildungen von Gemälden, Grafiken und Holzstichen, Portraits historischer Personen und Fotografien auch zeitgenössische Postkarten, Karikaturen und Flugblätter enthält. Bedauerlicherweise befindet sich die einzige farbige Abbildung lediglich auf dem Cover des Schutzumschlages, alle übrigen Bilder sind, wohl zugunsten farblicher Harmonie, in grau-braunen Farbtönen gehalten, was ihre Wirkung mindert. Dies gilt leider auch für die Karten, die dem Leser im Anhang des Buches die geografische Lage der deutschen Kolonien vergegenwärtigen sollen. Während man die Einzelkarten zu den Kolonien noch gut erkennen kann, erweist sich die Grau-Braun-Färbung der Weltkarte als sehr hinderlich, denn die Schraffuren, welche die Staatenzugehörigkeit der Kolonien kennzeichnen, sind kaum entzifferbar. Hier wäre eine farbige Gestaltung sinnvoll gewesen. Dem Kartenteil, auf den leider im laufenden Text des Buches nicht verwiesen wird, schließen sich eine umfassende Liste mit vertiefender Literatur, ein Verzeichnis über die Bildnachweise, sowie ein Personenregister an, das dem Leser ermöglicht, historische Persönlichkeiten schnell in den einzelnen Kapiteln zu finden.

Besonders positiv hervorzuheben ist Hellmut Hillrichs abschließendes Kapitel: "Waldaffen, "Nickneger", schwarze Perlen - Und ewig leben die (Zerr-)Bilder", in dem er sich mit "kolonialen Sprachhülsen" und dem zum Teil bis heute fortbestehenden antisemitischen Bild vom "wilden Schwarzen" auseinandersetzt. Hellmut Hillrichs Beitrag, keinesfalls selbstverständlicher Bestandteil einer historischen Darstellung, rundet das Buch "Deutsche Kolonien" auf zum Nachdenken anregende Weise ab.

"Deutsche Kolonien" lässt Geschichte lebendig werden!


 Weitere Lesermeinungen

Humboldts Erben - Gisela Graichen
Buch:Humboldts Erben
Autor:Gisela Graichen, Ausgabe vom 2000, Gebunden, Verkaufsrang 687746
Direkt bei Amazon nicht vorrätig,
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Lohnenswert (5 von 5 Punkten) meint P.S.
Humboldts Erben (Buch + Serie) ist vermutlich an den meisten vorbeigegangen. Zu Unrecht, denn dieses Buch ist nicht nur sehr interessant, sondern auch durchweg gut lesbar und unterhaltsam geschrieben. Es gibt viel Populärwissenschaftliches auf dem Markt, aber kaum ein Buch bietet einen solchen umfassenden Querschnitt aus der Spitzenforschung: Im ersten Kapitel geht es um Ökosysteme in den Anden, im zweiten um die Steinernde Bibliothek in China. Dann geht es um die Jagd nach Neutrinos im Baikalsee und im letzten Kapitel um neuartige, bakterienartige Lebensformen, die in Geysieren und Vulkanen leben und vielleicht dem Schlüssel alles Leben auf der Erde darstellen. Dabei wird der Stand der Forschung klar und gut dargestellt, allerdings ohne tiefgreifende Details. Durch die ungewöhnlichen Orte kommt noch ein Hauch Reiseroman ins Spiel.
Alles in allem hab ich dieses Buch eher zufällig gelesen und kann es jetzt allen anderen nur wärmsten empfehlen!

Schatzjäger in Deutschland - Gisela Graichen
Buch:Schatzjäger in Deutschland
Autor:Gisela Graichen, Ausgabe vom 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 815126
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Leider nur ein Appetithäppchen für Einsteiger (3 von 5 Punkten) meint M.C.N. aus Nürnberg
Die Serien "C-14" und "Schliemanns Erben" gehören nicht ohne Grund zu den besten ihrer Art. Doch leider, leider hat die Qualität des Buches zur nunmehr dritten Staffel doch sehr nachgelassen. Man hat sich vom inhaltlichen, wissenschaftlichem Aspekt abgewandt und mehr das "Abenteuer Forschung" in den Vordergrund gerückt. Über das, was dort ergraben wurde, seine Einordnung und Hintergrund erfährt man leider deutlich weniger als noch in den ersten zwei Bänden. Dabei liegt dies sicherlich nicht an den Verfassern, den verantwortlichen Wissenschaftlern, die hätten bestimmt mehr Substanz beigetragen. Es ist vielmehr diese Abenteuer Forschung Konzeption, die man leider auch in einigen der TV-Folgen erkennen konnte. Da dieses Buch leider inhaltlich nicht mehr über die Fernsehfolgen hinausgeht, teilweise sogar zurückbleibt, ist es nur bedingt empfehlenswert. Ein Appetithäppchen für Einsteiger. Da hätte Frau Graichen, deren Ego auch diesmal wieder mehrere Photos von ihr ohne wirklichen inhaltlichen Aussagewert ins Buch geschmuggelt hat, ihren Lesern ruhig mehr zumuten dürfen.

Goldfieber - Von den Minen der Skythen zu den Schätzen Timbuktus - Gisela Graichen
Buch:Goldfieber - Von den Minen der Skythen zu den Schätzen Timbuktus
Autor:Gisela Graichen, Ausgabe vom 2002, Gebunden, Verkaufsrang 405623
Preis: 25,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Vier aufregende Länder, vier interessante Jahrhunderte, ein wunderbares Thema - Gold. Kein anderer Stoff hat seit Jahrtausenden die menschliche Phantasie so sehr beflügelt, Sehnsüchte und Abenteuerlust geweckt. Gisela Graichen entführt in ihrem Begleitbuch zur 4-teiligen ZDF-Serie mit bestechenden Bildern und brillanten Texten in die faszinierende Welt des Goldes, von Mali über Papua-Neuguinea und von Kanada nach Kirgisien. Die gekonnte Verbindung von Archäologie, Kulturgeschichte, Forschung und Abenteuer machen "Goldfieber" zu einem großartigen Leseerlebnis.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Goldfieber (5 von 5 Punkten) meint .
Einmalig das Begleitbuch zur Serie.Dieses Buch wurde von uns regelrecht verschlungen ,nicht unbedingt für Anfänger gedacht,
aber trotzdem nah für jeden Leser und man fühlt sich zurückversetzt in die verschiedenen Epochen

Das Kultplatzbuch - Gisela Graichen
Buch:Das Kultplatzbuch
Autor:Gisela Graichen, Ausgabe vom Juni 1997, Gebunden, Verkaufsrang 366236
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Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Tolles Buch (5 von 5 Punkten) meint .
Ich weiß gar nicht, was einige meiner Vorgänger so negativ an diesem Buch finden. Das Buch ist gut geschrieben, die Wegbeschreibungen sind präzise und die ausgewählten Orte sind zum Großteil sehr spannend. Daran, dass an diesen Orte wirklich Kultplätze waren, gibt es eigentlich keinen Zweifel. Ich kann das Buch nur empfehlen.

Der Schatten der Geschichte weicht ein wenig mit diesem Buch (5 von 5 Punkten) meint S.S. aus Berg / Rheinland-Pfalz
Wenn es um die Geschichte unserer Vorfahren geht ist wenig überliefert, vieles liegt im Reich der Spekulation, oder einfach nur unter dem Mantel der Geschichte verborgen.
Kultplätze gibt es viele, an manchen wandert man vorbei ohne sie zu bemerken..., sie sind in Vergessenheit geraten...
Mit diesem Buch hat man nun die Möglichkeit sich diversen Kultplätzen zu nähern, Seite um Seite. Den ein oder anderen Platz wird es auch in ihrer Nähe geben und wenn es ihnen geht wie es mir ergangen ist werden sie dieses Buch nutzen und die beschriebenen Plätze gezielt aufsuchen.
Interessante Beschreibung der Plätze in Verbindung mit wissenschaftlich fundierten Ausflügen in die Frühgeschichte unserer Vorfahren.
Die Süddeutsche Zeitung hat geschrieben: "Ein Buch mit magischen Kräften: Man möchte gleich losfahren, um diese Orte aufzusuchen". Dazu kann ich nur sagen: "Auf die Plätze! Fertig! Los!"

 Weitere Lesermeinungen

Schliemanns Erben - Von den Römern im Orient zur Goldstraße der Inka - Gisela Graichen
Buch:Schliemanns Erben - Von den Römern im Orient zur Goldstraße der Inka
Autor:Gisela Graichen, Ausgabe vom Nov. 2003, Gebunden, Verkaufsrang 400028
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"Nicht der Krieg, der Handel ist der Vater aller Dinge." Gemäß diesem Motto geht es in diesem Band zur preisgekrönten TV-Serie Schliemanns Erben um das Zusammenspiel von Handel und Macht: bei den Karthagern, den Römern, den Wikingern und den sagenhaften Inka. Ein Thema, das auch heute brandaktuell ist, angesichts von Globalisierung und (Handels-)Kriegen. In vier Kapiteln begeben sich die Autoren auf die Spuren der Archäologen, die (zum Teil unter großen Gefahren) die Geheimnisse der Vergangenheit aufdecken. Das erste Kapitel ist Karthago gewidmet. Die Stadt selbst wurde gründlich zerstört, aber die Entdeckung eines frühen Stützpunktes der Karthager, der Insel Pantelleria, bringt ganz neue Erkenntnisse. Waren die Phönizier feige, gemein und habgierig, wie ihre Bezwinger behaupteten? Eins steht zumindest fest: Sie waren die ersten "Global Players", und aus ihrer Geschichte können wir viel über die Chancen und Risiken der Globalisierung lernen. Im zweiten Kapitel geht es um den römischen Orient, die Pax Romana und die erstaunlichen Fortschritte, die im teuer erkämpften Frieden möglich waren. Im dritten Kapitel lernen wir einen russischen Wissenschaftler kennen, der für seine These, dass die Wikinger Russland gegründet haben, ins Arbeitslager gesteckt wurde. Vieles belegt heute den Einfluss der Nordmänner auf das russische Reich. Kapitel vier schließlich handelt vom Inka-Reich, das so mächtig wurde und doch nur so kurz existierte. Neueste Forschungen zeigen, dass die Inka sogar am Amazonas waren, und dass ihre sagenhaften Goldschätze durchaus entdeckt werden könnten. Spannend und lebendig ist das alles beschrieben, in einer Mischung aus Erlebnisberichten, Hintergrundinformationen, alten Reiseberichten und Alltagsgeschichte. Die Geschichten von Menschen und Völkern, von Rätseln und Entdeckungen werden überdies durch zahlreiche Farbfotos anschaulich illustriert. Archäologie muss keine staubtrockene Angelegenheit sein. Sie kann sogar sehr aufregend sein, wenn sie uns - wie in diesem Buch - Einblicke in die Vergangenheit ermöglicht und uns auch über unsere Gegenwart einiges zu sagen hat. -Gabi Neumayer

C 14, Schatzjäger in Deutschland - Gisela Graichen, Hans H. Hillrichs
Buch:C 14, Schatzjäger in Deutschland
Autor:Gisela Graichen, Hans H. Hillrichs, Ausgabe vom 1998, Gebunden, Verkaufsrang 740407
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