Guido Knopp, Ausgabe vom 1. Okt. 2001, Gebunden, Verkaufsrang 242165
Aus der Amazon.de-Redaktion "Wer Wind sät, wird Sturm ernten". Der Orkan, den die Nationalsozialisten verursachten, fegte Millionen Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Eine durch die NS-Propagandamaschinerie genährte Furcht vor der Roten Armee führte Ende des Zweiten Weltkriegs zur massenhaften Flucht gen Westen. Die Verluste an Menschenleben waren enorm, dennoch schien Das Schicksal der Vertriebenen (zu) lange eine historische Randerscheinung zu sein. Vielleicht deshalb, weil man leicht ins verhängnisvolle gegenseitige Aufrechnen verfallen kann, nach dem Schema: "Die Nazis haben zwar das, die Russen dafür aber jenes begangen". Tatsächlich ist der Horror dieser Zeit auf beiden Seiten noch sehr lebendig, und dessen ist sich Guido Knopp, Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte, auch wohl bewusst. In seinem neuen Buch Die große Flucht, das zeitgleich zur Ausstrahlung der gleichnamigen fünfteiligen Fernsehserie erscheint, versucht Knopp, sich der Vertreibung sowohl aus russischer als auch aus deutscher Sicht zu nähern und ihren Hintergründen auf die Spur zu kommen. Wer frühere Knopp-Bücher wie Hitler. Eine Bilanz oder Hitlers Helfer kennt, kennt auch die Vorgehensweise des ZDF-Chefhistorikers: Emotionale Augenzeugenberichte unterfüttern die geradlinige Darstellung der historischen Ereignisse. Dass Knopp seine Leser kaum mit Quellenangaben "belästigt", wird nur wenige stören. Viele hingegen werden von den Berichten derjenigen, die "dabei waren", berührt sein. Die Torpedierung der überfüllten Wilhelm Gustloff wird ebenso plastisch in Erinnerung gerufen wie die Flucht über das Frische Haff oder die Deportationen Richtung Sowjetunion. Dieser "menschelnde" Ansatz Knopps ist altbewährt - verjüngt präsentiert sich hingegen die Optik des Buches, vielleicht eine Folge des Konkurrenzdrucks. Immerhin war die ARD mit K. Erik Franzens Die Vertriebenen. Hitlers letzte Opfer diesmal schneller als der Mann aus Mainz. Beide Bände haben sich um die Aufklärung eines vernachlässigten Geschichtskapitels verdient gemacht. -Joachim Hohwieler 1
Buch:
Der Aufstand - 17 - Juni 1953
Autor:
Guido Knopp, Ausgabe vom 11. Mai 2003, Gebunden, Verkaufsrang 474341
Aus der Amazon.de-Redaktion In der alten Bundesrepublik war der 17. Juni als "Tag der Deutschen Einheit" über Jahrzehnte Staatsfeiertag. An ihm gedachte man des Volksaufstandes, der 1953 das frühe Ende der DDR hätte bedeuten können - wenn er nicht von der sowjetischen Roten Armee niedergeschlagen worden wäre. Dieser Tag ist also von historischer Bedeutung, das publizistische Echo blieb jedoch bislang vergleichsweise bescheiden. Bis zur deutschen Wiedervereinigung konnte man die recht spärliche Quellenlage dafür verantwortlich machen, dass man außer immer denselben Bildern zu diesem Datum vorwiegend Mythen und Legenden präsentiert bekam. Doch nicht nur die Quellenlage, auch der historische Blick auf den 17. Juni 1953 hat sich nach der Wiedervereinigung grundlegend geändert. Zum 50. Jahrestag des Volksaufstandes sind verschiedene lesenswerte Bücher zum Thema vorgelegt worden. Volker Koops Der 17. Juni 1953 etwa oder Was geschah am 17. Juni? aus der Feder des ehemaligen DDR-Kulturministers Hans Bentzien. Und Guido Knopp hat für das ZDF nicht nur ein Doku-Drama gedreht, sondern auch ein auf die historischen Fakten konzentriertes Begleitbuch herausgegeben. Sowohl das klare und durchdachte Gliederungskonzept als auch das Lay-out des Buches entsprechen der Dramaturgie, die die Geschichtssendungen Guido Knopps so erfolgreich gemacht haben. Dasselbe gilt für die eingängige Sprache des Autors, der auch den Kontext, in dem die Ereignisse rund um den 17. Juni 1953 zu sehen sind, in klaren Linien deutlich zu machen versteht. Und natürlich lässt Knopp in dem reich bebilderten Band auch Zeitzeugen zu Wort kommen. Eine tabellarische Chronologie vom 10. März 1952 (Erste "Deutschlandnote" Stalins) bis zum 20. September 1955 (Zustimmung der UdSSR zur vollen Souveränität der DDR), eine klug zusammengestellte Literaturliste sowie ein Personen- und ein Ortsregister runden den TV-Begleitband ab. -Andreas Vierecke 1
Buch:
Von Lenin bis Gorbatschow - Die deutsch-russischen Beziehungen
Autor:
Hans Dollinger, Ausgabe vom 1991, Taschenbuch, Verkaufsrang 1961764
Buch:
Hitlers nützliche Idole
Autor:
Guido Knopp, Ausgabe vom 21. Febr. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 258551
Aus der Amazon.de-Redaktion Wer geglaubt haben sollte, dass Guido Knopp nun vielleicht doch langsam einmal die Themen ausgehen könnten, mit denen er seit Jahren die Zeit des Nationalsozialismus Stück für Stück, immer nach dem gleichen Muster, aber aus immer neuen Perspektiven, beleuchtet und beleuchten lässt, hat sich getäuscht. Nach den Fernsehmehrteilern und Büchern über Hitler selbst (Hitler. Eine Bilanz), Hitlers Helfer, Hitlers Krieger, Hitlers Kinder, Hitlers Attentäter (Sie wollten Hitler töten) und Hitlers Manager, sind es diesmal Hitlers nützliche Idole anhand derer Karrieren während der Nazi-Herrschaft der ZDF-Chefhistoriker ein Schlaglicht auf die Sozialgeschichte des "Dritten Reichs" wirft. So unterschiedlich ihre Persönlichkeiten auch waren, eines haben die Schauspieler Heinz Rühmann, Hans Albers und Heinrich George, die Tänzerin Marika Rökk, der Boxer Max Schmeling und die Filmregisseurin Leni Riefenstahl gemeinsam: Sie alle haben nach dem Krieg für sich in Anspruch genommen, niemals "politisch" gewesen zu sein und immer nur für ihre Kunst und das Publikum gearbeitet zu haben. Wie wahr oder unwahr, naiv oder verlogen diese Behauptung in den hier beschrieben Fällen tatsächlich gewesen ist, zeigen Knopp und seine Mitautoren klar und deutlich und bringen den Leser ein ums andere Mal arg ins Grübeln. Etwa über das Lebensfazit des über Jahrzehnte unbestrittenen Lieblingsschauspielers der Deutschen, Heinz Rühmann: "Mein Leben war schön". Und manchmal wird man beim Lesen richtig wütend: Auf die zweifellos geniale, aber hemmungslos verlogene Lenie Riefenstahl etwa, die zeitlebens mit Verve bei ihrer absurden These blieb, sie habe mit ihren Filmen keine Propaganda für das NS-Regime machen wollen und sich auch sonst nicht wirklich etwas vorzuwerfen? Kurzum: Auch dieser Band aus der Knopp-Werkstatt mag im Detail zwar wenig Neues zutage fördern, räumt in der Gesamtschau aber doch mit mancher Legende auf! - Hasso Greb, Literaturanzeiger.de 1
Buch:
Das Wunder von Bern - Die wahre Geschichte - Das Begleitbuch zur ZDF Dokumentation
Autor:
Sebastian Dehnhardt, Guido Knopp, Ausgabe vom April 2004, Gebunden, Verkaufsrang 669837
Hörbuch:
Goodbye DDR (1 MP3 CD)
Autor:
Guido Knopp, Victor M. Stern, Ausgabe vom 9. Febr. 2007, Audio CD, Verkaufsrang 987043
Aus der Amazon.de-Redaktion "Die DDR ist Geschichte", schreibt Guido Knopp am Ende seines Vorworts, und weiter: "Was bleibt? Scham über einen ungeheuren Spitzelstaat. Trauer über die Toten an der Mauer. Aber auch Erinnerungen an 'richtiges Leben' unter 'falschen' Verhältnissen, an Liebe und Trauer, Erfolge und Niederlagen, Stolz auf eine friedliche Revolution, die erste und einzige in Deutschland, die wirklich gelang." ? Von all dem legt der nach bewährtem Muster gestrickte Band aus der Werkstatt des ZDF-Chefhistorikers Guido Knopp sauber recherchiert und reich (schwarz-weiß) bebildert Zeugnis ab. Angefangen bei Walter Ulbricht über den Stasi-Chef Erich Mielke und die Eiskunstprinzessin Kati Witt ("Kati und der schöne Schein") bis zu Erich Honecker wird die Geschichte des untergegangenen Arbeiter- und Bauernstaates dabei porträtiert aus der Perspektive auf die Menschen, die diesen Staat ebenso prägten, wie sie von ihm geprägt wurden. Wie der DDR-Staat unter der permanenten Aufsicht des Staatssicherheitsdienstes funktionierte, können die Autoren prägnant und überzeugend verständlich machen. Eines aber wird wohl auf ewig nur schwer zu verstehen sein: Wieso konnten sich an der Spitze dieses Staates beinahe ausnahmslos (uns fällt jetzt hier tatsächlich keine Ausnahme ein) derart defizitäre Subjekte etablieren, wie sie von Ulbricht, Mielke und Honecker prototypisch verkörpert wurden? Auch wenn derlei Fragen durch die Lektüre nicht beantwortet werden: Knopp und seine Mitautoren haben vermutlich gut daran getan, darüber gar nicht erst zu spekulieren, sondern sich an das zu halten, was man gesichert weiß über die Geschichte, die von diesen Subjekten geprägt wurde. Das mag reichen. - Hasso Greb
Buch:
Das Bernsteinzimmer
Autor:
Guido Knopp, Ausgabe vom 11. März 2003, Gebunden, Verkaufsrang 303511
Aus der Amazon.de-Redaktion Das Bernsteinzimmer, einst als "achtes Weltwunder" bestaunt, wurde 1941 von deutschen Soldaten aus dem Katharinenpalast bei Sankt Petersburg nach Königsberg verschleppt. Dort verlor sich bei Kriegsende jede Spur. Seitdem zieht dieses Geheimnis seriöse Wissenschaftler und selbst ernannte Experten, Geheimdienstler, Schatzsucher und Abenteurer aller Couleur magisch an. Mehr als hundert Theorien gibt es zum Verbleib des Bernsteinzimmers. An rund 130 Orten wurde es bereits vermutet, in Königsberg und Weimar, in sächsischen Silberbergwerken oder in gesunkenen U-Booten. Kein Wunder, dass aus diesem geheimnisvollen Stoff Filme und Romane entstanden sind. Nun, da zum 300-jährigen Stadtjubiläum von Sankt Petersburg das rekonstruierte Bernsteinzimmer in neuem Glanz erstrahlt, stellt sich mehr denn je die Frage nach dem Schicksal des Originals. In einer zweiteiligen TV-Dokumentation und einem aufwändigen Begleitband erzählt Guido Knopp die spannende Geschichte der Suche nach dem Bernsteinzimmer und rekonstruiert, was damals wirklich mit dem "achten Weltwunder" geschah. Während namhafte Experten das Bernsteinzimmer für verbrannt und damit für unwiederbringlich verloren halten, glaubt Knopp das Gegenteil zu beweisen. Nachweisbar zerstört sei nur ein kleiner Teil des in 27 Kisten aus Russland abtransportierten "achten Weltwunders", so der bekannte TV-Historiker. Die "stichhaltigsten Indizien" sprächen dafür, dass die Wandvertäfelungen weiter in den Kellergewölben des heute verschwundenen Schlosses von Königsberg verborgen lägen oder aber in einem nicht weit entfernten Bunker eingelagert sind. Knopp stützt seine Behauptung auf Augenzeugenberichte und nicht veröffentlichte Dokumente - unter anderem eines russischen Offiziers, der 1945 die Kunstschätze in den Ruinen des Königsberger Schlosses sichern sollte. Den "letzten Beweis" für seine These muss er freilich schuldig bleiben. Denn ihn könnte allein eine gelungene Grabung liefern. Doch nicht zuletzt aus Kostengründen schreckte das ZDF bislang vor einem solchen Unterfangen zurück. Knopps packende Dokumentation beweist somit auch eins: Die schönsten Legenden sterben nie! -Stephan Fingerle
Buch:
Hitler - Eine Bilanz.
Autor:
Guido Knopp, Stefan Brauburger, Christian Deick, Ausgabe vom 1997, Taschenbuch, Verkaufsrang 1181593
Buch:
Sie wollten Hitler töten
Autor:
Guido Knopp, Alexander Berkel, Anja Greulich, Sönke Neitzel, Ausgabe vom 2004, Gebunden, Verkaufsrang 605665
Aus der Amazon.de-Redaktion Am 20. Juli 2004 jährt sich zum 60. Mal das gescheiterte Stauffenberg-Attentat auf den "Führer" Adolf Hitler. Anlass genug für eine Reihe neuer Publikationen über den deutschen Widerstand im Dritten Reich. Guido Knopp hat den gescheiterten Tyrannenmördern von Elser bis Stauffenberg eine seiner historischen Fernsehdokumentationen und das hier anzuzeigende Begleitbuch gewidmet. Wäre das Stauffenberg-Attentat geglückt, wären den Deutschen immerhin die letzten schlimmen Monate der Naziherrschaft erspart worden. Und das wäre nicht wenig gewesen! Denn, darauf weist Guido Knopp zu Recht hin: "Allein auf deutscher Seite sind zwischen August '44 und Mai '45 mehr Menschen umgekommen als in den fünf Kriegsjahren zuvor." Auch Hunderttausenden von Juden hätte Hitlers Tod im Juli 1944 noch das Leben gerettet - "denn der Holokaust erreichte erst im Sommer 1944 seinen Gipfelpunkt". Und wenn der Krieg in diesem Sommer hätte beendet werden können, wäre darüber hinaus auch vielen Städten, die zum Zeitpunkt des Attentats noch unversehrt waren - Würzburg etwa, Dresden, Breslau oder Königsberg - der zerstörerische Bombenhagel erspart geblieben. Doch Stauffenbergs später Anschlag war nicht der erste Versuch, den Diktator zu töten. Insgesamt 42 Mal hatte man versucht, den Tyrannen zu ermorden. Bereits am 8. November 1939 hätte es um ein Haar der Schreiner Georg Elser vermocht, mit einer in mühevoller Kleinarbeit gebauten Zeitbombe Deutschland und die Welt von dem braunen Ungeheuer zu befreien, das ein paar Wochen zuvor mit dem Überfall auf Polen die Lunte für den Weltenbrand des Zweiten Weltkrieges entzündet hatte. Das zeitgleich mit dem Start des Mehrteilers vorgelegte Buch folgt im Wesentlichen dem Ablauf der Fernsehserie. Das erste, "Der einsame Held" überschriebene Kapitel ist Georg Elser gewidmet, einem Mann, der jede Bewunderung verdient hat, auch wenn seiner von langer Hand geplanten Tat unschuldige Menschen zum Opfer gefallen sein mögen. Wie viele mehr er wohl gerettet hätte, wenn Hitler den Bürgerbräukeller an diesem Abend nicht unerwartet früh verlassen hätte, führt das Buch uns noch einmal vor Augen. Das zweite Kapitel lässt die vielen von den zaudernden Generälen "verpassten Chancen" Revue passieren, im dritten und vierten wird Stauffenberg, "der Attentäter", und "das Attentat" aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet, und der letzte Abschnitt schließlich handelt von der "Rache des Regimes". Das alles präsentieren uns der ZDF-Historiker Knopp und seine Mitarbeiter in gewohnter Souveränität. Mit seinen zahlreichen Marginaltexten und Fotografien ein rundherum empfehlenswerter Band! -Andreas Vierecke
Buch:
Die Gefangenen
Autor:
Guido Knopp, Alexander Berkel, Stefan Brauburger, Ausgabe vom 2003, Gebunden, Verkaufsrang 370462
Aus der Amazon.de-Redaktion Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg sind für Guido Knopp noch nicht passé. Immer noch findet er Themen, die es in Geschichtsdokumentationen aufzuarbeiten gilt. Bereits Millionen von Menschen haben er und seine Mitarbeiter mit TV-Serien und Büchern fasziniert, aber auch aufgewühlt: Hitlers Helfer, Hitlers Kinder, Die große Flucht. Das Schicksal der Vertriebenen, Hitlers Krieger (asin 3572012716) oder über den Holokaust. Sein neuestes Werk ist den Millionen von Soldaten gewidmet, die zwischen 1939 und 1945 in Kriegsgefangenschaft gerieten. Eine Frage von Leben und Tod war dabei, von wem man gefangen genommen wurde. Während deutsche Soldaten in amerikanischer Kriegsgefangenschaft tadellos verpflegt und behandelt wurden, herrschte in sowjetischen Gefangenenlagern das blanke Elend. Wenn man das Lager überhaupt lebend erreichte, Tausende erfroren und verhungerten auf den Märschen durch den russischen Winter. Aber Guido Knopp erzählt auch vom Schicksal russischer oder alliierter Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft. Was Knopps Dokumentationen dabei besonders reizvoll macht, sind die vielen Interviews mit Zeitzeugen und Betroffenen. Im Fernsehen wirken diese O-Töne natürlich stärker. Aber auch die Leser von Die Gefangenen brauchen darauf nicht zu verzichten: Neben sehr vielen historischen Fotos sind auch auf nahezu jeder Seite Kästen mit Interviewausschnitten in den Text eingestreut. Guido Knopp wurde für seine populären Darstellungen auch schon mal als "Boulevardhistoriker" geschmäht. Freilich muss man unterhaltsam erzählen und ein wenig vereinfachen, wenn man ein großes Publikum erreichen will. Aber das beherrschen der ZDF-Redakteur und sein Team nun einmal nahezu perfekt, so dass man ihm auch in diesem Fall neidlos eine möglichst große Leserschaft wünschen mag. -Christian Stahl 1