In seinem herausragenden Fernsehfilm "Die Manns" hat Heinrich Breloer dieaufwühlende Geschichte der großen Schriftstellerfamilie erzählt. Dabeistanden die bedeutenden Autoren und Persönlichkeiten Heinrich und Thomas,Klaus und Erika Mann im Zentrum, aber Breloer ist es gelungen, auch diestilleren und weniger berühmten Familienmitglieder einem breiten Publikumnahe zu bringen Nelly Kröger, Katia Mann und allen voran Thomas MannsTochter Elisabeth, die das Herz vieler Zuschauer gewonnen hat. DasBegleitbuch zu diesem TV-Ereignis, das neben Originalfotos und Dokumenteneine Vielzahl von farbigen Filmbildern enthält, gibt es jetzt in einereinmaligen Sonderausgabe. Eine so bedeutende Künstlerfamilie wie die Manns hat es im 20. Jahrhundert in Deutschland wohl nur einmal gegeben: Da ist an erster Stelle Thomas Mann, begnadeter Autor von Werken wie Buddenbrooks (1901), Tod in Venedig (1912) und Der Zauberberg (1924), der trotz seines weltweiten Ruhmes (Literatur-Nobelpreis 1929) aufgrund seiner latenten, uneingestandenen Homosexualität niemals wirklich glücklich war. Dann ist da sein älterer Bruder Heinrich, ebenfalls ein geachteter Schriftsteller (Professor Unrat, 1905; Der Untertan, 1916), dessen Verhältnis zum im Denken wie im Schreiben eher konservativen Thomas aufgrund seiner eigenen sozial- und gesellschaftskritischen Einstellung zumeist problematisch war. Auch Thomas Manns Kinder prägten die deutsche Kulturlandschaft nachhaltig: Die älteste Tochter Erika Mann wurde ebenso wie ihr Bruder Klaus (Mephisto, 1936) zu einer der exponiertesten Vertreterinnen der deutschen Exilliteratur; Golo Mann war einer der herausragendsten Historiker der jungen Bundesrepublik. Über diese im öffentlichen wie im privaten Leben außergewöhnliche Familie lassen sich viele Geschichten erzählen. Der Filmemacher Heinrich Breloer (Todesspiel) hat sich an den Stoff herangewagt und einen dreiteiligen Fernsehfilm gedreht, der Ende 2001 ausgestrahlt wird (am 5., 6. und 7. Dezember auf Arte, am 17., 19. und 21. Dezember in der ARD). Begleitend zu dieser hervorragend besetzten Produktion (u.a. mit Armin Mueller-Stahl, Monica Bleibtreu, Jürgen Hentsch, Veronica Ferres, Sophie Rois, Sebastian Koch, Rudolf Wessely, Andrea Sawatzki, Udo Samel sowie Katharina und Anna Thalbach) ist nun ein sehr ungewöhnliches Filmbuch erschienen: Der schön ausgestattete Band enthält dankenswerterweise nicht - wie beim typischen "Buch zum Film" sonst üblich - einen Eins-zu-eins-Abdruck des Drehbuchs, sondern verdichtet dieses zu einer spannenden, flüssig zu lesenden Erzählung. Ergänzt wird dieser Lesetext durch zahlreiche Abbildungen - und zwar farbige aus dem Fernsehfilm ebenso wie Originalfotos der Manns und ihres Umfeldes in Schwarz-Weiß. Die Manns - Ein Jahrhundertroman ist nicht nur ein Fernsehfilm, auf den man sich freuen darf. Es ist auch ein absolut lesenswertes Buch, das einem die Erfolge und die Niederlagen, die Verbundenheit und die Konflikte, die Größe und die Enge dieser außergewöhnlichen Familie nahe bringt. -Christoph Nettersheim
Buch:
Mallorca, ein Jahr: Ein Inselroman
Autor:
Heinrich Breloer, Frank Schauhoff, Ausgabe vom 25. Aug. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 23679
Die Manns. Ein Jahrhundertroman Eine so bedeutende Künstlerfamilie wie die Manns hat es im 20. Jahrhundert in Deutschland wohl nur einmal gegeben: Da ist an erster Stelle Thomas Mann, begnadeter Autor von Werken wie Buddenbrooks (1901), Tod in Venedig (1912) und Der Zauberberg (1924), der trotz seines weltweiten Ruhmes (Literatur-Nobelpreis 1929) aufgrund seiner latenten, uneingestandenen Homosexualität niemals wirklich glücklich war. Dann ist da sein älterer Bruder Heinrich, ebenfalls ein geachteter Schriftsteller (Professor Unrat, 1905; Der Untertan, 1916), dessen Verhältnis zum im Denken wie im Schreiben eher konservativen Thomas aufgrund seiner eigenen sozial- und gesellschaftskritischen Einstellung zumeist problematisch war. Auch Thomas Manns Kinder prägten die deutsche Kulturlandschaft nachhaltig: Die älteste Tochter Erika Mann wurde ebenso wie ihr Bruder Klaus (Mephisto, 1936) zu einer der exponiertesten Vertreterinnen der deutschen Exilliteratur; Golo Mann war einer der herausragendsten Historiker der jungen Bundesrepublik. Über diese im öffentlichen wie im privaten Leben außergewöhnliche Familie lassen sich viele Geschichten erzählen. Der Filmemacher Heinrich Breloer (Todesspiel) hat sich an den Stoff herangewagt und einen dreiteiligen Fernsehfilm gedreht, der Ende 2001 ausgestrahlt wird (am 5., 6. und 7. Dezember auf Arte, am 17., 19. und 21. Dezember in der ARD). Begleitend zu dieser hervorragend besetzten Produktion (u.a. mit Armin Mueller-Stahl, Monica Bleibtreu, Jürgen Hentsch, Veronica Ferres, Sophie Rois, Sebastian Koch, Rudolf Wessely, Andrea Sawatzki, Udo Samel sowie Katharina und Anna Thalbach) ist nun ein sehr ungewöhnliches Filmbuch erschienen: Der schön ausgestattete Band enthält dankenswerterweise nicht - wie beim typischen "Buch zum Film" sonst üblich - einen Eins-zu-eins-Abdruck des Drehbuchs, sondern verdichtet dieses zu einer spannenden, flüssig zu lesenden Erzählung. Ergänzt wird dieser Lesetext durch zahlreiche Abbildungen - und zwar farbige aus dem Fernsehfilm ebenso wie Originalfotos der Manns und ihres Umfeldes in Schwarz-Weiß. Die Manns - Ein Jahrhundertroman ist nicht nur ein Fernsehfilm, auf den man sich freuen darf. Es ist auch ein absolut lesenswertes Buch, das einem die Erfolge und die Niederlagen, die Verbundenheit und die Konflikte, die Größe und die Enge dieser außergewöhnlichen Familie nahe bringt. -Christoph Nettersheim
Buch:
Unterwegs zur Familie Mann - Begegnungen, Gespräche, Interviews
Autor:
Heinrich Breloer, Rainer Zimmer, Ausgabe vom Januar 2002, Broschiert, Verkaufsrang 433405
DAS BUCH IST EINGESCHWEIßT Albert Speer hatte gewiss viele Talente, das hervorstechendste jedoch war die Fähigkeit, Unmögliches möglich erscheinen zu lassen. So glaubte Adolf Hitler in ihm - in ihm allein -den Mann gefunden zu haben, der der ansonsten nur ihm selbst wirklich offenbaren Großartigkeit des Nationalsozialismus eine adäquate bauliche Gestalt zu geben vermöchte. Und selbst seine innere Gewissheit, dass es doch unmöglich sein müsse, dass er - der Führer - in einem anderen Menschen vielleicht einen Freund finden könnte, geriet ihm im Falle Speers ins Wanken. "Wenn Hitler einen Freund gehabt hätte, wäre ich es gewesen", stellt Heinrich Breloer seinem erhellenden Buch denn auch ein treffendes Zitat Albert Speers als Motto voran. Sein wirkliches Meisterstück aber, so verdeutlicht Breloer mit seiner gründlich recherchierten Arbeit, gelang Albert Speer nicht als Verzauberer des größten Schlächters aller Zeiten, und auch nicht als dessen Rüstungsminister, sondern als Angeklagter vor dem Nürnberger Kriegsverbrechertribunal. Hier begann er mit der erfolgreichen Schöpfung seiner eigenen, äußerst unwahrscheinlichen Legende, in deren Zentrum zwar ein Schuldbekenntnis stand, jedoch eines von der Sorte, das den moralischen Kern der Person doch aus der Haftung entließ. Er hätte von der Vernichtung der Juden wissen können, wenn er gewollt hätte, gab er zerknirscht zu Protokoll. Aber er habe es wohl nicht wissen wollen, anders könne er sich nicht erklären, dass er von diesem schrecklichen Verbrechen entgegen aller Wahrscheinlichkeit tatsächlich nichts gewusst habe. Darin, so gestand er ein, bestehe seine Schuld. "Mitverantwortlich schuldlos geblieben, auf diesen Nenner möchte Albert Speer das Urteil über sein Tun bringen", schreibt Breloer. Tatsächlich war Speer mit diesem Bemühen einigermaßen erfolgreich. Zwar wurde er verurteilt, doch nicht zum Tode. Und anders als etwa Rudolf Hess, wurde er später - am 1. Oktober 1966 - aus der Haft auch wieder entlassen, gab Interviews und schrieb die seine wirkliche Lebensgeschichte verklärenden Erinnerungen, die tatsächlich auch über lange Jahre das Bild bestimmten, das die Öffentlichkeit sich von diesem wundersamen Albert Speer machte. Heinrich Breloer rückt dieses Bild mit dem Buch Speer und Er und dem gleichnamigen Fernsehfilm eindrucksvoll und unmissverständlich zurecht. - Andreas Vierecke
Buch:
Die Manns - Ein Jahrhundertroman
Autor:
Heinrich Breloer, Horst Königstein, Ausgabe vom 2001, Gebunden, Verkaufsrang 388296
Aus der Amazon.de-Redaktion Eine so bedeutende Künstlerfamilie wie die Manns hat es im 20. Jahrhundert in Deutschland wohl nur einmal gegeben: Da ist an erster Stelle Thomas Mann, begnadeter Autor von Werken wie Buddenbrooks (1901), Tod in Venedig (1912) und Der Zauberberg (1924), der trotz seines weltweiten Ruhmes (Literatur-Nobelpreis 1929) aufgrund seiner latenten, uneingestandenen Homosexualität niemals wirklich glücklich war. Dann ist da sein älterer Bruder Heinrich, ebenfalls ein geachteter Schriftsteller (Professor Unrat, 1905; Der Untertan, 1916), dessen Verhältnis zum im Denken wie im Schreiben eher konservativen Thomas aufgrund seiner eigenen sozial- und gesellschaftskritischen Einstellung zumeist problematisch war. Auch Thomas Manns Kinder prägten die deutsche Kulturlandschaft nachhaltig: Die älteste Tochter Erika Mann wurde ebenso wie ihr Bruder Klaus (Mephisto, 1936) zu einer der exponiertesten Vertreterinnen der deutschen Exilliteratur; Golo Mann war einer der herausragendsten Historiker der jungen Bundesrepublik. Über diese im öffentlichen wie im privaten Leben außergewöhnliche Familie lassen sich viele Geschichten erzählen. Der Filmemacher Heinrich Breloer (Todesspiel) hat sich an den Stoff herangewagt und einen dreiteiligen Fernsehfilm gedreht, der Ende 2001 ausgestrahlt wird (am 5., 6. und 7. Dezember auf Arte, am 17., 19. und 21. Dezember in der ARD). Begleitend zu dieser hervorragend besetzten Produktion (u.a. mit Armin Mueller-Stahl, Monica Bleibtreu, Jürgen Hentsch, Veronica Ferres, Sophie Rois, Sebastian Koch, Rudolf Wessely, Andrea Sawatzki, Udo Samel sowie Katharina und Anna Thalbach) ist nun ein sehr ungewöhnliches Filmbuch erschienen: Der schön ausgestattete Band enthält dankenswerterweise nicht - wie beim typischen "Buch zum Film" sonst üblich - einen Eins-zu-eins-Abdruck des Drehbuchs, sondern verdichtet dieses zu einer spannenden, flüssig zu lesenden Erzählung. Ergänzt wird dieser Lesetext durch zahlreiche Abbildungen - und zwar farbige aus dem Fernsehfilm ebenso wie Originalfotos der Manns und ihres Umfeldes in Schwarz-Weiß. Die Manns - Ein Jahrhundertroman ist nicht nur ein Fernsehfilm, auf den man sich freuen darf. Es ist auch ein absolut lesenswertes Buch, das einem die Erfolge und die Niederlagen, die Verbundenheit und die Konflikte, die Größe und die Enge dieser außergewöhnlichen Familie nahe bringt. -Christoph Nettersheim 1
Buch:
Unterwegs zur Familie Speer: Begegnungen, Gespräche, Interviews
Autor:
Heinrich Breloer, Ausgabe vom 21. April 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 397358
Buch:
Geheime Welten - Deutsche Tagebücher aus den Jahren 1939-1947 - Die Andere Bibliothek - Erfolgsausgabe
Autor:
Heinrich Breloer, Ausgabe vom 1999, Gebunden, Verkaufsrang 985748
Buch:
Mallorca, ein Jahr
Autor:
Heinrich Breloer, Frank Schauhoff, Ausgabe vom 1997, Taschenbuch, Verkaufsrang 266625