Tiger fressen keine Yogis - 3 CDs - - Stories von Unterwegs
Autor:
Helge Timmerberg, Mathieu Carrière, Ausgabe vom Aug. 2002, Audio CD, Verkaufsrang 647929
Audiobook-Rezensionen Er schreibt Reisreportagen aus fast allen Teilen unseres Planeten. Seit er 20 ist, tourt er durch die Welt. Er ist rastlos, hält es nie lange an einem Ort aus und erzählt in seinem ganz eigenen Stil. Helge Timmerberg ist neugierig, aber offen. Er kann den Moment abwarten, in dem etwas passiert und egal, was dann passiert, er schreibt darüber in seiner ganz eigenen fesselnden Art: Dabei bleibt er immer ein bisschen distanziert, geht aber gleichzeitig voller Empathie an die Geschichte und die Personen heran. Aus all seinen Reportagen hört man den Glauben an das Gute und Schöne heraus. Man hört seine Menschlichkeit. Das tut gut bei einem, der fast alles erlebt und ausprobiert hat. Mit "Tiger fressen keine Yogis ? Stories von unterwegs" liegt eine Sammlung von Helge Timmerbergs besten Reportagen vor. Wenn der Autor dieser schillernden Reiseeindrücke mit einem genialen Sprecher wie Mathieu Carrière zusammenkommt, dann ist Langeweile ein Fremdwort. Vielleicht liegt es ein bisschen daran, dass Carrière sich selbst beeindruckt über die Stories dieses modernen Nomaden geäußert hat. Jedenfalls trifft er den richtigen Ton für die Reportagen über exotische Gefilde und andere Bewusstseinszustände. Egal, ob Timmerberg von den Reisen zu Gurus und Asketen in Indien, dem Besuch von Mutter Theresas Haus des Todes in Kalkutta, den Auswirkungen des Golfkriegs in Tel Aviv oder dem wahren Flamenco erzählt, es klingt immer authentisch. Es klingt nach seinem Credo "Catch the spirit". Den Geist einer Kultur, einer Stadt oder eines Menschen erfassen ? das liegt ihm im Blut. Helge Timmerberg ist bereits heute eine Legende des Journalismus. Er veröffentlichte seine Reportagen in ziemlich allen Printmedien: Von Tempo, über Bunte, Die Zeit, Stern, Der Spiegel, Allegra oder das SZ-Magazin bis hin zum Playboy. Er war es, der in Deutschland den "New Journalism" im Stile eines Hunter S. Thompson etablierte. Frei nach dem Motto: Als Reporter soll man den subjektiven Journalismus pflegen. Für diese Dichte und Intensität der Stories passt Mathieu Carrières Stimme. Bereits mit 15 Jahren wurde er mit der Rolle des jungen Törless bekannt. Er studierte Philosophie und spielte erfolgreich am Pariser Nationaltheater. "Die flambierte Frau" und die Darstellung von Egon Schiele sind Meilensteine seiner Karriere. Carrière, der als schwierig gilt, erhielt von der französischen Regierung die Auszeichnung "Ritter der Ehrenlegion". Trotz aller anderslautenden Meldungen: Es gibt noch immer Geheimnisse auf dieser Welt! Deshalb sind diese faszinierenden Geschichten und Abenteuer ein Muss! Lesung der autorisierten Auswahl mit Musik, Spieldauer: ca. 190 Minuten, 3 CD. - culture.text
Buch:
Shiva Moon: Eine Reise durch Indien
Autor:
Helge Timmerberg, Ausgabe vom 28. Aug. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 20110
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Aus der Amazon.de-Redaktion Spiegel, Stern, Bild, Zeit, Playboy - für alle hat Helge Timmerberg schon geschrieben. Zweifellos ist er einer der ganz Großen im deutschen Journalismus. Das findet auch die Süddeutsche Zeitung: "Man fängt beim Lesen an, die guten Sätze zu unterstreichen, und bald ist die Hälfte des Buchs unterstrichen, und dann schaut man sich die restlichen Sätze an und stellt fest, dass die eigentlich auch sehr gut sind." Treffender kann man es kaum ausdrücken. Timmerbergs Sprache ist einfach schloddrig-schön, mal kumpel- und mal rüpelhaft und mal formvollendet geschliffen wie ein hochkarätiger Diamant. Aber immer pointiert und ungemein unterhaltsam. Kompromisslose Schöngeister und Moralisten mögen sich vielleicht an der häufigen Verwendung des Präfixes "scheiß" oder an seinen Hoheliedern auf Haschisch und Co. stören, doch nach Ansicht des Rezensenten macht ihn all das nur noch menschlicher, besser. Kurzum: Es macht ungeheuer Lust, seine Gedanken zu lesen. Eigentlich verschlingt man sie eher, denn mit jeder Seite steigt das Bedürfnis nach mehr Timmerberg. Wer nichts vorhat, dem kann es leicht passieren, dass er Shiva Moon in einem Rutsch durchliest. In dem mehr als 200 Seiten starken Buch gibt es keine Fotos, keine Karten (gut: eine Skizze) und keine Telefonnummern von Hotels, dafür eine nahtlose Geschichte mit zwei Hauptrollen: Timmerberg selbst und Indien. Die Handlung: Das mehr als dreißig Jahre währende Liebesverhältnis der beiden. Doch keine Angst, anders als bei mancher Buchkonkurrenz wird der Subkontinent nicht als Yoga- und Ayurveda-Paradies verklärt. Sicher, die Yogahauptstadt Rishikesh kommt vor, auch Varanasi und Kalkutta, und jeder Indienfan wird viel Wahres und selbst Erfahrenes wiederfinden. Doch, und das ist das Besondere: Auch wer sich von Indien bislang nicht angesprochen fühlte, wird sich von der Art, wie Timmerberg erzählt, mitreißen lassen. Der Mix aus Be- und Verwunderung für und über die heraufziehende Weltmacht, aus Realismus und Ironie, garniert mit einigen handfesten und im Fließtext eingestreuten Reisetipps macht?s möglich. Da werden schonungslos die Tücken des Bahnfahrkartenreservierens und des "Bettlerspießrutenlaufens" genannt, und nur wenig später die Schönheit der Gangesquelle in den schillerndsten Farben beschrieben. Indien ist eben nicht schwarz oder weiß, Indien ist alles, und Timmerberg beherrscht es wie kein anderer, aus Tausenden von Farben ein prächtiges Kunstwerk zu zaubern. - Christian Haas
Buch:
Das Haus der sprechenden Tiere: Eine Fabel
Autor:
Helge Timmerberg, Ausgabe vom 16. März 2007, Gebunden, Verkaufsrang 19588
Ronald Miehling, Helge Timmerberg, Ausgabe vom 2003, Gebunden, Verkaufsrang 371025
Aus der Amazon.de-Redaktion Vor vielen Jahren, als die Spesenbudgets der Magazin-Redaktionen noch groß und der Spaß am politisch Inkorrekten noch ein gesunder war, hat Helge Timmerberg mal für Tempo Kokain getestet. "Koks dreht alles und alle um - Freunde zu Vampiren, Sex zu S/M, Dialoge zu Monologen, Engagement zu Heuchelei", befand Timmerberg damals, nachzulesen in der grandiosen Reportagesammlung Tiger fressen keine Yogis. Aus dieser Zeit stammt ein gewisser Widerwille gegen Koksdealer, die sich eine goldene Nase verdienen, während ihre Kunden sich die eigene ruinieren. Einer davon ist Ronald "Blacky" Miehling (Jg. 1950), der zwischen 1988 und 1994 zum größten Kokainhändler Hamburgs aufstieg, bevor er in Venezuela verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert wurde, wo er seither eine zwölfeinhalbjährige Haftstrafe absitzt. Als Timmerberg den "Schneekönig" kennen lernt, stimmt die Chemie freilich von Anfang an. Miehling hatte im Gefängnis Timmerbergs Buch gelesen und befunden: Dieser Mann muss meine Autobiografie schreiben. Auf 400 Manuskriptseiten hatte Miehling binnen eines Jahres sein bewegtes Leben festgehalten, Timmerberg sollte sie ins Reine schreiben. Schnell entdeckt Timmerberg Parallelen in ihrer beider Leben: Die wichtigste davon heißt Abenteuerlust, nicht Geld, denn: "Das Geld war mir scheißegal. Ich meine das Geld an und für sich. Nicht scheißegal war mir hingegen die Geldbeschaffung. Das Abenteuer. Das Koksgeschäft", legt Timmerberg dem Polizistensohn Miehling in den Mund, "gehört zweifellos zu den sieben größten Abenteuern der Gegenwart." Auf provozierend moralfreie Weise beschreiben Miehling und Timmerberg die Kooperation mit korrupten Zöllnern, Drogengeld in Plastiktüten, das Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei und wie man das Angenehme (Sextourismus) mit dem Nützlichen (Drogengeschäfte) verbindet. Doch die Lakonik des Autors ist nicht bloß auf tarantinosche Coolness-Effekte aus, sondern schlägt auch hin und wieder poetische Funken. "Wer den Knast schafft, lässt sich auch vom Paradies nicht unterkriegen, so was in der Art dachte ich, und dann zogen die Sterne auf und die Milchstraße machte mobil. Auch das gab mir zu denken. Für uns sehen Sternschnuppen ganz niedlich aus, aber vor Ort explodieren Planeten." Seine Aufgabe sei es gewesen, "zwanzig Sätze in einen zu bringen", erklärt Timmerberg. Dazu musste er Miehlings sehr detailfreudige Erinnerungen freilich auf 159 Seiten eindampfen, also komplett neu schreiben. "Es ist seine Geschichte, aber mein Sound", sagt Timmerberg. Mit Blackys Jargon hatte der abenteuerlustige Reporter dennoch keine Probleme, schließlich hat er mit Leuten dieses Schlags "mehr Umgang als mit Intellektuellen." Zwanzig Jahre Kiezerfahrung in Hamburg kamen Timmerberg dabei zugute. Herausgekommen ist "eine Mischfigur zwischen uns beiden" (Timmerberg), vielleicht etwas eleganter als der echte Blacky. In jedem Falle ist Schneekönig keine Kolportage, sondern eine Abenteuergeschichte, die auf einem echten Leben basiert, dabei aber nichts verklärt, sondern einfach sagt: je ne regrette rien. Weil sowas Lust auf mehr macht, hat Timmerberg schon eine Fortsetzung ins Visier genommen, die sich mehr mit den Konsequenzen des aufregenden Lebens beschäftigen wird: Isolationshaft und viele Jahre Freiheitsenzug. Auch Lebenszeit. -Axel Henrici 1
Buch:
In 80 Tagen um die Welt
Autor:
Helge Timmerberg, Ausgabe vom 1. Juli 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 125261