Mit Spannung wurde er erwartet, der "neue? Tolkien - zweifellos eines der wichtigsten Fantasy-Bücher des Jahres 2007 und eine Sensation für alle Herr der Ringe-Fans. 34 Jahre nach dem Tod des Altmeisters wird mit Die Kinder Húrins ein weiteres Kapitel der Geschichte Mittelerdes aufgeschlagen, das der facettenreichen Erzählung einige neue Aspekte hinzufügt. Gänzlich neu ist die Geschichte allerdings nicht. Bereits um 1917 brachte Tolkien eine ursprüngliche Fassung des Stoffes zu Papier und ergänzte diese in den 20er Jahren um ein zweitausend Zeilen umfassendes Langgedicht. Als literarischer Nachlassverwalter seines Vaters hat Christopher Tolkien sich nun der Aufgabe angenommen, die verschiedenen Fragmente der Erzählung, wie sie beispielsweise schon im Silmarillion nachzulesen waren, zu einem in sich geschlossenen Epos zu vereinen. Die Kinder Húrins ist in der düsteren Vorzeit Mittelerdes angesiedelt, den Ältesten Tagen. Damit spielt die Geschichte weit vor den Ereignissen des Herrn der Ringe, in einem Teil Mittelerdes, der am Ende des Ersten Zeitalters von einer gewaltigen Flut überschwemmt werden sollte. Das Epos berichtet von der Schlacht der Ungezählten Tränen gegen den Gestalt gewordenen Gott Morgoth und der Niederlage Húrins von Dor-lómin. Nach einem Wortstreit wird Húrin von Morgoth verflucht und auf ewig an einen steinernen Sessel auf einem hohen Berg gefesselt. Sein Sohn Túrin Turambar macht sich daraufhin auf, seinen Vater aus der Gefangenschaft zu befreien. Trotz seines fragmentarischen Charakters weist Die Kinder Húrins all jene Merkmale auf, die Generationen von Lesern am Herr der Ringe begeistert haben: Der elegische Ton der Erzählung mit seinen zahlreichen Anleihen an die Mythologie Islands und Englands erschafft ein dichtes Werk, einen modernen Mythos im Spannungsfeld von Schicksalsergebenheit und Selbstbestimmung. Ergänzt wird das Epos durch ein umfangreiches Vorwort von Christopher Tolkien, Stammbäume und Namensregister. Die eingeklebte Karte von Mittelerde und die schönen Farb-Illustrationen von Alan Lee machen dieses Buch zu einer Liebhaberausgabe ersten Ranges! - Steffi Pritzens Die Kinder Húrins sind eine kleine Sensation. Bis zu seinem Tod arbeitete J.R.R. Tolkien an dem Epos aus den ältesten Tagen Mittelerdes, das zeitlich vor der Geschichte vom Herrn der Ringe angesiedelt ist - fertig stellen konnte er es nicht. Umso glücklicher durfte man sein, als es Christopher Tolkien gelang, aus den Fragmenten eine schlüssige und sehr gut lesbare Fassung der Geschichte zu kreieren, in der nicht nur die dunklen Mächte aus Mittelerde, sondern auch Orks und Drachen wieder auferstehen. Vom Tonfall ist Die Kinder Húrins dem großen Epos vom Herrn der Ringe ähnlich. In pseudo-historischer, teils biblischer Sprache gehalten, werden sich deshalb Leser, die sich nicht unbedingt für Tolkien-Freunde halten, wieder einmal am altertümlichen Duktus und den schier unendlichen Namen von Helden, Feinden und Ländern stören. Eingefleischten Tokien-Fans wird das gleichgültig sein. Denn hier gibt es endlich wieder Altbewährtes, aber Neues vom Altmeister der Fantasy-Literatur zu hören. Dass wieder einmal Gert Heidnereich das Epos liest, ist ein weiterer Glücksfall. Denn seine rauhe, dunkle Stimme passt zur rauhen, düstren Stimmung des Epos optimal. Hervorzuheben ist auch das glänzende Booklet zur Ausgabe, ohne dessen Ahnenlisten mancher Hörer sich im Labyrinth Tolkien?scher Erzählkunst wohl verlieren würde. Auch die mehrseitigen Erläuterungen Christopher Tolkiens sind mehr als hilfreich und beleuchten nicht zuletzt die Arbeitsweise J.R.R. Tolkjens, die ihn zu Recht so groß gemacht hat. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de 7 CD, 484 Minuten
Buch:
Das große Mittelerde-Lexikon: Tolkiens Welt von A bis Z: Tolkiens Welt von A - Z
Autor:
Robert Foster, Ausgabe vom 17. Sept. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 82849
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Aus der Amazon.de-Redaktion Von Tolkien-Experte Helmut W. Pesch bearbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht, liegt mit Robert Fosters großem Mittelerde-Lexikon ein weiteres Standardwerk der Tolkien-Forschung auf Deutsch vor. Die amerikanische Originalausgabe erschien bereits 1971 und wurde 1978 nach der Veröffentlichung von Das Silmarillion in einer erweiterten Ausgabe neu aufgelegt. Seitdem sind weitere Werke wie die zwölfbändige, von Christopher Tolkien editierte Reihe History of Middle-earth erschienen, die weitere Materialien zu Tolkiens Werk verfügbar machen. Diesem Umstand trägt Pesch in der deutschen Ausgabe Rechnung, indem er Fosters Einträge sorgsam auf den neuesten Stand der Forschung gebracht und mit ausführlichen Textverweisen versehen hat, wobei die zu Tolkiens Lebzeiten veröffentlichten Bücher weiterhin die hauptsächliche Datenquelle bilden. Ein Schwerpunkt des knapp 800 Seiten starken Lexikons liegt auf Tolkiens erfundenen Sprachen. Foster und Pesch liefern umfassende Worterklärungen für Namen, Orte und alle wesentlichen Bezeichnungen. Dabei werden mögliche Übersetzungs- und Bedeutungsvarianten akribisch diskutiert und in den Textzusammenhang gestellt. Von der Verszeile "A Elbereth Gilthoniel" bis zur Hobbit-Famile Zweifuß wird fundiert alles abgehandelt, was in den drei Zeitaltern Mittelerdes - und darüber hinaus - Erwähnung gefunden hat. Fosters Lexikon ist sicher kein Werk für Tolkien-Einsteiger, die sich möglicherweise von der Vielzahl der Informationen überfordert fühlen könnten. Ihnen sei Michael Nagulas Tolkiens Welt empfohlen, das einen einführenden Überblick über Tolkiens Schaffen bietet. Für alle, die sich bereits eine Weile mit Mittelerde beschäftigen, ist Fosters Lexikon eine unerschöpfliche Quelle des Wissens. Abgerundet wird das Ganze durch aufschlussreiche Anhänge, die eine Chronologie der Frühzeit von Arda, Stammbäume, das elbische Schriftsystem sowie einige weiter führende Literatur- und Internet-Hinweise liefern. Fazit: Ein umfassendes Nachschlagewerk, das in keinem Tolkien-begeisterten Haushalt fehlen sollte. -Birgit Schwenger 1
Buch:
Das große Elbisch-Buch
Autor:
Helmut W. Pesch, Ausgabe vom 17. März 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 129672
Elbisch: Lern- und Übungsbuch der Elben-Sprachen von J - R - R - Tolkien
Autor:
Helmut W. Pesch, Ausgabe vom 24. Okt. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 208210
Buch:
Elbisch: Grammatik, Schrift und Wörterbuch der Elben-Sprache von J.R.R - Tolkien
Autor:
Helmut W. Pesch, Ausgabe vom 10. Nov. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 55043
Aus der Amazon.de-Redaktion Als J.R.R. Tolkien mit der Fantasy-Saga Der Herr der Ringe bewies, dass er ein brillanter Erzähler war, hatte er sich längst einen Namen als Professor für englische Sprachwissenschaft gemacht und unter anderem ein Wörterbuch des Mittelenglischen veröffentlicht. So ist es kein Wunder, dass seine linguistischen Fachkenntnisse auch in seine literarischen Werke eingeflossen sind und er für die Elfen, Zwerge, Orks und viele andere Völker eigene Sprachen mitsamt Grammatik erfand. In jahrelanger Kleinarbeit trug der ausgewiesene Tolkien-Kenner Helmut W. Pesch zusammen, was an Material insbesondere über die Sprachen der Elben verfügbar ist, und fasste seine Erkenntnisse in dem Band Elbisch. Grammatik, Schrift und Wörterbuch der Elben-Sprachen von J.R.R. Tolkien zusammen. Herausgekommen ist ein ungewöhnliches Buch, eine interessante Ergänzung zu den Geschichten aus Mittelerde, eine zugleich wissenschaftlich fundierte und unterhaltsam geschriebene Lektüre. Pesch stellt die beiden Elbensprachen Quenya und Sindarin vor, zu denen Tolkien das meiste Material hinterlassen hat, nicht nur mit Konjugationen, Deklinationen und ungewöhnlichen Sonderformen, sondern auch mit den verblüffend logisch aufgebauten Lautschriften. Allerdings sind schon gewisse grammatische Grundkenntnisse nötig, um seinen Ausführungen folgen zu können. Aber wer nicht mehr alles präsent hat, muss nicht verzweifeln, weil Pesch immer noch einmal erklärt, was ein Aorist, ein Partizip oder eine Kardinalzahl ist. Neben Marc Okrands Das offizielle Wörterbuch Klingonisch-Deutsch/Deutsch-Klingonisch ist Helmut W. Peschs Elbisch ein weiterer Beitrag zur fiktiven Sprachwissenschaft, ein Sachbuch, wie man es sich wünscht und das den interessierten Leser weder über- noch unterfordert. -Martin Eilers 1