Henrik Eberle, Matthias Uhl, Ausgabe vom 2005, Gebunden, Verkaufsrang 423972
Aus der Amazon.de-Redaktion Anfangs, das heißt vor und zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, hatte der sowjetische Diktator Josef Stalin den deutschen Nazi-Führer Adolf Hitler dramatisch unterschätzt. Das sollte ihm kein zweites Mal passieren. Und deshalb wollte er den Berichten über Hitlers Tod so ohne weiteres keinen Glauben schenken. Er fürchtete, der NS-Führer könnte in Wahrheit geflohen sein und sich an einem geheimen Ort versteckt halten. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen beauftragte er seinen Geheimdienst NKWD damit, das Ende des deutschen Diktators minutiös zu rekonstruieren und für den angeblichen Tod zweifelsfreie Beweise beizubringen. Als Zeugen zogen die Geheimdienstermittler die beiden kriegsgefangenen SS-Offiziere Otto Günsche und Heinz Linge heran, die als persönlicher Adjutant bzw. Kammerdiener des Führers als bestens informierte Quellen galten. Die ihnen in zermürbenden Verhören abgepressten Berichte wurden mit persönlichen Aufzeichnungen sowie den Aussagen von Gefängnisspitzeln abgeglichen. So entstand mit den Jahren Das Buch Hitler - bestimmt zur alleinigen Lektüre Josef Stalins, der das Dossier zu seinen persönlichen Akten nahm. Eine später von Chruschtschow angefertigte Kopie fiel Matthias Uhl bei Archivarbeiten am Moskauer Institut für Zeitgeschichte in die Hände. Gemeinsam mit seinem Hallenser Historikerkollegen und Mitherausgeber Henrik Eberle hat er die Akte in Fußnoten und Nachwort kenntnisreich kommentiert. Horst Möllers erhellendes Vorwort, zwei Fotoalben, ein ausführliches biografisches Lexikon, das sorgsam erarbeitete Quellen- und Literaturverzeichnis sowie ein Personenregister runden den Band gelungen ab. Es ist gewiss richtig, dass es sich in Wahrheit schon seit Jahren nicht mehr um ein "Geheimdossier" handelt, ja (einige wenige) Auszüge daraus sogar bereits einmal veröffentlicht worden sind, wie angesichts der vielleicht tatsächlich etwas zu marktschreierischen Verlagsankündigung, die dem Buch einen "geradezu sensationellen Wert" bescheinigt, prompt gemäkelt wurde. Doch tut dies in der Sache selbst dem Wert der Veröffentlichung keinen Abbruch! Eine ausgesprochen interessante Lektüre. - Andreas Vierecke
Buch:
Briefe an Hitler: Ein Volk schreibt seinem Führer - Unbekannte Dokumente aus Moskauer Archiven - zum ersten Mal veröffentlicht
Autor:
Henrik Eberle, Ausgabe vom 16. Okt. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 120176
Das Buch Hitler: Geheimdossier des NKWD für Josef W - Stalin, zusammengestellt aufgrund der Verhörprotokolle des Persönlichen Adjutanten Hitlers, Otto .. - des Kammerdieners Heinz Linge, Moskau 1948/49
Ausgabe vom 24. Okt. 2011, Taschenbuch, Verkaufsrang 73198
Mit sozialistischem Gruß: Briefe, Akten und Absurdes aus der DDR
Autor:
Henrik Eberle, Ausgabe vom 10. April 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 479145
Buch:
Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945
Autor:
Henrik Eberle, Ausgabe vom März 2002, Gebunden, Verkaufsrang 163818
Buch:
Einverstanden, E.H - Parteiinterne Hausmitteilungen, Briefe, Akten und Intrigen aus der Honecker-Zeit
Autor:
Henrik Eberle, Denise Wesenberg, Ausgabe vom 1999, Broschiert, Verkaufsrang 580727
Buch:
Anmerkungen zu Honecker
Autor:
Henrik Eberle, Ausgabe vom 2000, Broschiert, Verkaufsrang 1213986
Aus der Amazon.de-Redaktion "Honecker kam aus einer Familie, in der das Leben schon dann ein Erfolg war, wenn der Mensch zu essen hatte, sich kleiden konnte, warm und trocken wohnte und wenn er Arbeit hatte", so sein einstiger Weggefährte Hans Modrow, "das war Honeckers Sozialismus, und der war für ihn in der DDR erreicht. Jeder, der dafür nicht Dankbarkeit zeigte, war im Grunde genommen ein Feind." Kurzum: Honecker glaubte, angekommen zu sein. Für Reformen bestand keine Veranlassung. Es ist nicht verwunderlich, dass der einst mächtigste Mann der DDR unerschütterlich an den "Sieg des Sozialismus" glaubte. Aufgewachsen in einem kommunistischen Elternhaus und seit 1929 als hauptberuflicher Jugendfunktionär tätig, zählte der Vorsitzende des DDR-Jugendverbandes FDJ bereits 1946 zum engeren Führungskreis der SED. 1956 steigt Honecker ins Zentrum der Macht auf. Ulbricht ernennt ihn zum ZK-Sekretär für Sicherheitsfragen - eine Position, in der er sich als "lupenreiner Stalinist und virtuoser Intrigant" erweist. "Ulbricht wird gestärkt, indem Honecker Ulbrichts Widersacher verdrängt. Honeckers Stellung als 'zweiter Mann' festigt sich, da er ihm ergeben Jungfunktionäre in die entstandenen Lücken schiebt", beschreibt Eberle die Symbiose zwischen dem Parteichef und seinem Sekretär. Später ist das Verhältnis gestört: 1970 enthebt Ulbricht Honecker aller Funktionen, 1971 setzt Honecker Ulbricht ab. Henrik Eberle gelingt eine erstaunlich sachliche Biografie Erich Honeckers. Er verliert sich nicht in persönlichen Details, sondern behält immer den Politiker Honecker im Blick. Nur gelegentlich menschelt es, etwa in den Kapiteln über Honeckers Jugend oder die zahlreichen Frauengeschichten, die man dem mausgrauen Berufsfunktionär nachsagte. Doch auch hier beschränkt sich Eberle auf das absolut Notwendige. Ausufernde Spekulationen sind seine Sache nicht. -Stephan Fingerle
Buch:
Kopfdressur: Zur Propaganda der SED in der DDR
Autor:
Henrik Eberle, Ausgabe vom 1994, Taschenbuch, Verkaufsrang 2663466