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Bücher - Autoren

Henryk M. Broder

 
Kritik der reinen Toleranz - Henryk M. Broder
Buch:Kritik der reinen Toleranz
Autor:Henryk M. Broder, Ausgabe vom 3. Sept. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 28091
Preis: 18,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Jetzt wird?s gefährlich. Wer nämlich eine andere Weltsicht hat oder andere Meinungen vertritt als Henryk M. Broder oder, schlimmer noch, Seine Majestät höchstselbst zu kritisieren wagt, läuft leicht Gefahr, reflexhaft als Antisemit, Antiamerikaner, Unterdrücker, Diskriminierer, Schmarotzer, Homophobe, Sexist, Klassist, Rassist etc. gebrandmarkt zu werden. Doch trotz oder gerade wegen des Risikos einer Fatwa seitens dieses notorischen Wadenbeißers, der selbst ganz unverschämt Querulanz und Intoleranz zu Tugenden erhoben hat, ist Courage höchste Bürgerpflicht. Bester Beleg ist das vorliegende Buch, das knapp ein Jahr nach Erscheinen nun als Paperback beim Pantheon Verlag neu aufgelegt wurde. Es zeigt in exemplarischer Weise die Strategie dieses Meisters der Rhetorik und Demagogie, der es sich zum Sport gemacht hat, Kontrahenten mit scharfer Zunge und spitzer Feder mindestens sprachlos aber lieber noch mundtot zu machen. Wie ein Berserker hebt der Mann, der sogar soweit ging, sich bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen als Zeichen seiner fundamentalen Opposition gegen einen angeblichen Zeitgeist falsch verstandener Toleranz demonstrativ mit George W. Bush zu solidarisieren, zum Rundumschlag gegen all jene innerhalb und außerhalb unserer Gesellschaft an, die im Grunde zivilisatorisch immer noch nicht auf der Höhe der Zeit sind. Doch wenn schon nicht Broder, so hätte doch wenigstens der bewunderte unbeugsame wiedergeborene Christ wissen müssen, dass die Devise nicht mehr "Auge um Auge, Zahn um Zahn" lautet, sondern "Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!". Eine Formel übrigens, die dem Aufklärer Immanuel Kant, auf dessen Kritik der reinen Vernunft Broder im Buchtitel Bezug nimmt, als Vorlage für seinen kategorischen Imperativ diente. ? Arnold Abstreiter


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 33 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Empfehlenswert (5 von 5 Punkten) meint J.G.
Ein absolut empfehlenswertes Buch. Was es so spannend und verblüffend macht, ist die entwaffenende Direktheit und Ehrlichkeit, mit der der Autor die Fakten darlegt - mit der richtigen Prise Sarkasmus und Ironie gewürzt. Wer immernoch Toleranz gegenüber einer Religion und Kulturen predigt, in der Frauen gesteinigt werden und "Andersgläubigen" die Kehle durchgeschnitten wird, der sollte dieses Buch unbedingt lesen. Es passt ins Bild der Zustände von Jugendlichen, die ältere Mitbrüger tottreten, ins Bild der überforderten und sich selbstzerstörenden multikulturellen, aber eben leider (oder zum Glück?) nicht "multizivilisierten" Gesellschaft, die vor lauter Toleranz das Leid Dritter negiert in dem die Täter zu "Opfern der Umstände" stilisiert werden. Eine verweichlichte, und bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Justiz deren Intension längst nicht mehr Gerechtigkeit ist, tragen ihr übriges zu den immer schlimmer werdenden Auswüchsen der Toleranz bei. Toleranz hat schon zuviele Opfer produziert. Es ist genug. Durchweg empfehlenswertes Buch!

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Schöner Denken: Wie man politisch unkorrekt ist - Josef Joffe, Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Henryk M. Broder
Buch:Schöner Denken: Wie man politisch unkorrekt ist
Autor:Josef Joffe, Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Henryk M. Broder, Ausgabe vom Febr. 2010, Broschiert, Verkaufsrang 892
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Die Autoren spießen die gestanzten Begriffe auf und rütteln an den festen Überzeugungen, die dahinterstehen. Sie appellieren an den eigenständigen Gebrauch der Urteilskraft und zerlegen ideo-logische Dogmen. Schöner Denken heißt: Trau dich, selbst zu fragen und nachzudenken. Ein Brevier souveränen, liberalen Geistes." (Focus)

"Das Autorenteam hat mit viel Freude an der Sache all jene Begrifflichkeiten gesammelt, die die politischen Diskussionen hier zu Lande dominieren. Das Resultat ist Lesespaß pur." (Handelsblatt )

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 37 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Manchmal ein bisschen unausgewogen aber insgesamt genial (5 von 5 Punkten) meint C.W. aus Kington, Tasmania
Es war das reine Vernügen das Büchlein zu lesen, v.a. die Definition von "Gender" hat mich wie schon lange nichts mehr zum Lachen gebracht.
An manchen Stellen finde ich, dass der Autor tatsächlich nur soviel überspitzt, als dass dies nötig ist, um eine humorige schriftliche Darstellung des an sich wahren Sachverhalts zu liefern.
An anderen Stellen ist die Überspitzung im Hinblick auf einen genialen humoristischen Wurf durchaus hervorragend gelungen, aber die transportierte Message ihrerseits beinahe so einseitig, unausgegoren und dümmlich "rechts", wie vieles Erwähnte in der Wirklichkeit tatsächlich genauso einseitig, unausgegoren und dümmlich "links" ist.
Ich persönlich glaube, dass wir Deutschen, ob "rechts", "links" oder "liberal", einiges gemeinsam haben: Allem voran eine irgendwie verengte und in die eine oder andere Richtung ideologisierte und damit verengte Sicht auf die Welt. Zweitens: Den Drang andere immer vom jeweiligen eigenen bereits fertigen Standpunkt überzeugen zu wollen, was letztlich wahrer Toleranz zumindest nicht zuträglich sein kann. Dass die, im Vergleich zu anderen Teilen der Welt, wirklich sehr spezifisch deutsche Linke (z.B. Israelfeindschaft), in ihrer in Deutschland unglaublichen Meinungsmacht darin dominiert steht, ohne jede Frage, außer Zweifel.
Gut wäre es für uns und unser Land tatsächlich, wenn wir einfach einst in die Lage fänden, die Dinge die uns bewegen (müssen) einfach mal ein wenig pragmatischer, weniger links- oder rechtsideologisch verbrämt, ja immer in Standpunkten verbissen, anzugehen.
Ich möchte aber auch hinzufügen, dass ich die oben ganz zweifelsohne bestehenden Eigenheiten der Deutschen, die ich aus mehreren Gründen zu unserem wertvollen Kulturgut (Kulturerbe) zählen wollte, nicht im Bausch und Bogen kritisieren würde, denn so gepolte intelektuelle Szene(n) wie die Deutschen, bringen, durch ihre Fähigkeit zu intelligenter Polarisierung, eben auch eine gute Diskussionskultur mit sich, die ich etwa im anglosächsischen Raum durchaus MANCHMAL vermisse. Vermissen tue ich dort allerdings nicht die Tatsache, dass man bei uns schneller, praxisorientierter und effizienter zu Entscheidungen kommt, diese dann aber oft auch wieder sträflich unreflektiert bleiben. In Deutschland dagegen, besteht die sehr reale Gefahr, dass sie schon so extrem reflektiert und diskutiert werden, dass es erst zu gar keiner Umsetzung mehr kommt und trotz aller mehr oder minder intelligenten Einsichten und Ansichten alles beim Alten bleibt.

Gutes Buch, das zum Nachdenken und zum Lachen anregt!!!!

Miguel Bader
Electrona, Australien


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Hurra, wir kapitulieren!: Von der Lust am Einknicken - Henryk M. Broder
Buch:Hurra, wir kapitulieren!: Von der Lust am Einknicken
Autor:Henryk M. Broder, Ausgabe vom 5. Nov. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 789
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Mann, sind die alle blöd! Henryk M. Broder, bekannt für seine scharfzüngigen Glossen im Spiegel, hat diesmal 180 Seiten gebraucht, um diese Erkenntnis zu formulieren. Ein Buch, in dem deutsche Tageszeitungen, französische Politiker, sächsische Entführungsopfer, Peter Zadek und noch viele mehr den immergleichen Vorwurf einstecken müssen: Ihr habt vor dem Islam kapituliert! Wer würde bestreiten, dass eine Auseinandersetzung Not tut? Wer könnte leichthin sagen, die Bedrohungen durch Anschläge und Kofferbomben nähmen nicht zu? Doch sind die Mittel, die Broder wählt, wirklich die passenden? Er erklärt Ehre, Respekt und Unterwerfung zu den Primärtugenden der Moslems - in Gegenüberstellung zu den vietnamesischen Tugenden des Fleißes und der Lernbegierde. Das sei dann der Grund dafür, dass Vietnamesen besser in die deutsche Gesellschaft integriert sind als Moslems aus der Türkei und den arabischen Ländern. Broder meint an anderer Stelle aber auch, der Islam habe Tempo, Stil und Autorität - im Gegensatz zur Langsamkeit, zur Schwerfälligkeit des westlichen Systems, das noch nicht einmal "sexy" sei. Damit wird dann die Bedrohung durch den Islam erklärt. Und so geht es einem öfter bei diesem Buch: dass man nicht mehr weiß, was der Dichter mir damit sagen will? Und noch drängender stellt sich die Frage: Warum sagt er es mir auf so vielen Seiten? Meyers Lexikon definiert eine publizistische Glosse als "kurzen, polemischen Kommentar zu aktuellen Ereignissen". Polemisch ist das Buch, aktuell und wichtig sind die Ereignisse, die besprochen werden, auch. Aber kurz? - Mathias Voigt, Literaturtest


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 104 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Ein Buch das den Nagel auf den Kopf trifft (5 von 5 Punkten) meint G.K.
Ein sehr empfehlenswertes Werk. Möge es seine Leser vor dem Einknicken bewahren ehe es zu spät ist....

 Weitere Lesermeinungen

Die Irren von Zion - Henryk M. Broder
Buch:Die Irren von Zion
Autor:Henryk M. Broder, Ausgabe vom 1. Okt. 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 9233
Preis: 9,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Broder bringt den ganz normalen Wahnsinn im Land humorvoll auf den Punkt.Buchjournal

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 12 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Bewertung "Irren von Zion" (5 von 5 Punkten) meint A.K.L. aus Hoyerswerda
Bestellungsabwicklung , Lieferung wie immer perfekt.
Das Buch selber deckt erschreckend real die Hintergründe und Zusammenhänge bezüglich Staat Israel und gesamt Nahen Osten auf. Für Leute, die diese "Pulverfassgegend" interessiert und die die hiesigen Berichterstattungen einordnen wollen ein unbedingtes MUSS.

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Jüdischer Kalender: Der Jüdische Kalender 2009-2010 -
Buch:Jüdischer Kalender: Der Jüdische Kalender 2009-2010
 Ausgabe vom 20. Aug. 2009, Broschiert, Verkaufsrang 478155
Direkt bei Amazon nicht vorrätig,
andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten).
Jüdischer Kalender. Ein Almanach aus deutsch-jüdischer Kultur und Geschichte. Mit über 300 Zitaten, Daten und Geschichten. Der Klassiker unter den Buchkalendern. Gescheit, unterhaltsam und informativ.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Interessantes, aber unverzichtbares Ärgernis (5 von 5 Punkten) meint M.K. aus Widen, Kanton Aargau, Schweiz
Wie Broder selbst: Man kommt nicht vorbei an seinem Jüdischen Kalender, aber man ärgert sich.

Jedenfalls geht es mir so, der ich mich als jüdischer Biograph professionell mit der Materie nun schon seit Jahren beschäftige und dabei auch den Kalender fleissig nutze.

Mir fällt da gleich der bekannte Spottvers ein, den man über den bedauernswerten Schriftsteller Albert Ehrenstein verbreitete: Hoch schätzt man den Ehrensteinen, nur seine Verse stören einen".

Zunächst einmal gibt es kein vergleichbares Produkt auf dem deutschsprachigen Markt, und der Kalender ist seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten, ein treuer und nicht mehr wegzudenkender Begleiter.

Vom Kalendarium selbst, auf das ich gleich zu sprechen komme, einmal abgesehen, ist insbesondere auch der umfangreiche Anhang ein unverzichtbares, jeweils aktuell gehaltenes Informationskompendium, sowohl der wichtige Adressteil für Deutschland, Österreich und die Schweiz, sodann aber auch für die religiösen oder religiöseren Leute die Angaben von Schabbatzeiten, Angaben zu den Feiertagen, zu den Paraschijot und Haftarot, die Angaben zu einschlägiger Literatur und Websites.

Dass der Hauptteil und der Anhang von einem nicht mehr zu ignorierenden Grundrauschen an mehr oder weniger belästigender, mehr oder weniger intelligenter Werbung begleitet wird, nun, daran hat man sich als ein in Westeuropa lebender und für Werbung weitgehend anästhesierter Mensch schon ein wenig gewöhnt.

Der Hauptteil, das Kalendarium selbst, bringt (biographische) Informationen zu jüdischen Menschen, zur jüdischen Geschichte, zur Nahost-Problematik, zur wirklichen oder gefühlten Political Correctness in diesen Themenfeldern, die immer wieder erfrischend, spannend zu lesen sind und zum Nachdenken anregen.

Dabei gab es eine Zeit lang für erfahrene Leser schon das Gefühl, Themen und Leute wiederholen sich erkennbar - daran wurde aber gearbeitet, immer wieder wird Überraschendes gebracht, Neues auch für "heavy user", die schon viel gesehen und gelesen haben. Und dennoch wird man das Gefühl nicht los, ganze Bereiche der jüdischen Geschichte werden leider komplett ausgeblendet: Die Geschichte oder Vorgeschichte des Zionismus besteht nicht nur aus Herzl und Ben-Gurion. Die an Reichhaltigkeit nicht zu überbietende Welt des so genannten Ostjudentums, die jiddische Kultur und ihre Werke: komplett Fehlanzeige. Jüdische Kultur und Geschichte beginnt auch nicht erst im 18. Jahrhundert: Wo ist das rabbinische Judentum? Tannaim, Amoräer, Geonim? Mischna, Talmud, Midrasch - keine jüdischen Themen? Kein Bestandteil jüdischer Kultur? Nichts Berichtenswertes? Kabbala ist auch nicht Madonna oder Britney Spears, sorry.

Die jüdische Geschichte und Gegenwart ist derart lebendig und unerschöpflich, dass auch in zehn hoch zehn Jahren kein Mangel an Themen sich abzeichnen wird. Und dennoch gibt es auch in anderer Hinsicht gewisse Einseitigkeiten und Schieflagen, die auf Dauer unübersehbar werden: Eigentlich finde ich Broders Arbeit und Wirken sehr heilsam. Dass er aber nicht die Souveränität besitzt, jüdische Leute oder jüdisch-relevante Ereignisse ein wenig objektiver und umfassender darzustellen oder darstellen zu lassen in seinem seit Jahren herausgegebenen Jüdischen Kalender (die angeblich miefig-piefige "Jüdische Allgemeine" ist da schon viel, viel weiter), ist schade und bedauerlich.

Abwehr von antisemitischer Kritik, o. k. Aber Unterdrücken und Ausblenden von weniger angenehmen Facts, bäh! Warum soll man nicht stolz sein auch auf Meyer Lansky, warum nicht einmal auch an Lepkele Buchalter oder David Berkowitz erinnern - keine von uns?

Ein Beispiel von vielen: Fritz Haber (beschrieben 9. Dezember 2008) ist bei ihm nur der Nobelpreisträger und Erfinder der Ammoniak-Synthese, nicht der Führer des Giftgaskrieges, die krankhaft-ehrgeizige, rücksichtslose jüdisch-deutsch-patriotische Witzfigur, ein Unhold, der seine Frau Clara Immerwahr, die es viel eher verdient hätte, dass man ihrer ehrend gedenkt, wie Dreck behandelt und in den Suizid getrieben hat.

Warum bringt Broder in seinem Kalender nicht auch mal berühmt-berüchtigte Juden, die überall schamhaft verschwiegen werden (Namen auf Anfrage). Auch das noch eine Folge des Holocaust, obwohl Broder angeblich schon so chuzpedik-selbstbewusst über Jüdisches redet und so sehr Avantgarde ist: Da ist er gar nicht Avantgarde und zeigt, wie sehr man in Deutschland noch alten Denkweisen verhaftet ist, dass es noch vieler Generationen bedarf, bis man Tabus wirklich hinter sich lässt.

Und noch eine Bemerkung am Rande zur Erklärung des Ärgernisses: Der Jüdische Kalender ist häufig extrem schlampig-schludrig zusammengeschustert. Über weite Strecken enthält fast jeder Eintrag Fehler (falsche Schreibung von Namen, falsche Daten und Fakten und Bewertungen ...), bloss nicht drauf verlassen ...

Und ein Allerletztes, regelmässig für Ärgernis Sorgendes: Gad Granach mag ja ein toller Typ sein, mag ja auch Broders Freund sein - aber ihn deshalb so überproportional zu promoten ..., na ja, kein weiterer Kommentar.

Michael Kühntopf

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Hurra, wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken - Henryk M. Broder
Buch:Hurra, wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken
Autor:Henryk M. Broder, Ausgabe vom 1. Sept. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 5180
Preis: 16,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Mann, sind die alle blöd! Henryk M. Broder, bekannt für seine scharfzüngigen Glossen im Spiegel, hat diesmal 180 Seiten gebraucht, um diese Erkenntnis zu formulieren. Ein Buch, in dem deutsche Tageszeitungen, französische Politiker, sächsische Entführungsopfer, Peter Zadek und noch viele mehr den immergleichen Vorwurf einstecken müssen: Ihr habt vor dem Islam kapituliert! Wer würde bestreiten, dass eine Auseinandersetzung Not tut? Wer könnte leichthin sagen, die Bedrohungen durch Anschläge und Kofferbomben nähmen nicht zu? Doch sind die Mittel, die Broder wählt, wirklich die passenden? Er erklärt Ehre, Respekt und Unterwerfung zu den Primärtugenden der Moslems - in Gegenüberstellung zu den vietnamesischen Tugenden des Fleißes und der Lernbegierde. Das sei dann der Grund dafür, dass Vietnamesen besser in die deutsche Gesellschaft integriert sind als Moslems aus der Türkei und den arabischen Ländern. Broder meint an anderer Stelle aber auch, der Islam habe Tempo, Stil und Autorität - im Gegensatz zur Langsamkeit, zur Schwerfälligkeit des westlichen Systems, das noch nicht einmal "sexy" sei. Damit wird dann die Bedrohung durch den Islam erklärt. Und so geht es einem öfter bei diesem Buch: dass man nicht mehr weiß, was der Dichter mir damit sagen will? Und noch drängender stellt sich die Frage: Warum sagt er es mir auf so vielen Seiten? Meyers Lexikon definiert eine publizistische Glosse als "kurzen, polemischen Kommentar zu aktuellen Ereignissen". Polemisch ist das Buch, aktuell und wichtig sind die Ereignisse, die besprochen werden, auch. Aber kurz? - Mathias Voigt, Literaturtest


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 104 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Ein Buch das den Nagel auf den Kopf trifft (5 von 5 Punkten) meint G.K.
Ein sehr empfehlenswertes Werk. Möge es seine Leser vor dem Einknicken bewahren ehe es zu spät ist....

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Der ewige Antisemit: Über Sinn und Funktion eines beständigen Gefühls - Henryk M. Broder
Buch:Der ewige Antisemit: Über Sinn und Funktion eines beständigen Gefühls
Autor:Henryk M. Broder, Ausgabe vom Juli 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 217872
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 10 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Titel, Thesen.....und viel mehr! (5 von 5 Punkten) meint E. aus Saarland
Hach! Ich kenne und liebe dieses Buch seit über 20 Jahren; habe es schon in den 80gern gekauft. Lea Fleischmann schrieb damals über Deutschland: "Dies ist nicht mein Land". Henryk M. Broder sah die Dinge wesentlich differenzierter. Polemisch und manchmal auch bitter, ja. Aber er sah auch seine eigene "Paranoia" und die "der Deutschen". Er thematisierte, und ich glaube, da war er einer der ersten, diese gewisse "Arroganz der WiedergutmacherInnen". Er drückte das in einem der (allesamt) absolut genialen Kapitel-Titel des Buches so aus: "Der Boden der deutschen Geschichte reicht bis Palästina". "Der ewige Antisemit" ist, aus meiner Sicht, ein sehr gutes, ein heilsames, unterhaltsames, durchaus polemisches und auch selbstkritisches Buch. Trotzdem und gerade deshalb ist da ein Augenzwinkern zu spüren, welches mir die Lektüre immer wieder zum Vergnügen macht. Broder ist ein wunderbarer Autor; er spielt virtuos mit Titeln und Wörtern und fordert so die LeserInnen heraus, sich selbst Gedanken über das Thema zu machen. Fünf Sterne für dieses wichtige und gelungene Buch!

Ein heilsamer Schock (5 von 5 Punkten) meint C.M.
Danke, Henryk Broder, für die klare, scharfsichtige Analyse der "kulturanthropologischen Konstante" des Antisemitismus. So wie man als Geborener des Nachkriegsdeutschland mit der neuen Freiheit aufwuchs und sich an das Gefühl, alles sagen und denken zu dürfen, ohne Gefahr für Leib und Leben gewärtigen zu müssen, so gewöhnt hat wie an das Gefühl der Kleidung auf dem Leib, so stellt man während und durch die Lektüre von "Der ewige Antisemit" fest, daß sich tradierte Vorstellungen als Filter vor die eigene Wahrnehmung der Welt schieben und unmerklich mit dem Wahrnehmungsapparat verschmelzen können, sodaß man das Wahrgenommene nicht mehr als kategorisiert und gefiltert erkennt. Das beleidigte Aufjaulen der Linken vor zwanzig Jahren, als das Buch herauskam, demonstrierte deren ihrer Wahrnehmung vorgeschalteten Filter übrigens ebenso deutlich wie Broders Beobachtungen und Analysen. Die vorzuziehende Alternative wäre allerdings Wachsamkeit statt unehrlichem beleidigtem Getue und heuchlerischer Selbstgefälligkeit. Indem Broder die Antisemitismus-Disposition als Konstante erleuchtet, eröffnet er gleichzeitig die Möglichkeit, sich von (zumindest diesem) Selbstbetrug zu befreien und an der je eigenen Grundanständigkeit weiter zu arbeiten. Daß er dies auch noch in einem unnachahmlich ironischen, humorigen Stil tut, erhöht das Lesevergnügen - und den Lerneffekt. Auch wenn einem das Lachen manchmal im Halse steckenbleibt.

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Hurra, wir kapitulieren!: Von der Lust am Einknicken - Henryk M. Broder
Hörbuch:Hurra, wir kapitulieren!: Von der Lust am Einknicken
Autor:Henryk M. Broder, Ausgabe vom 28. Febr. 2007, Audio CD, Verkaufsrang 114329
Preis: 7,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Mann, sind die alle blöd! Henryk M. Broder, bekannt für seine scharfzüngigen Glossen im Spiegel, hat diesmal 180 Seiten gebraucht, um diese Erkenntnis zu formulieren. Ein Buch, in dem deutsche Tageszeitungen, französische Politiker, sächsische Entführungsopfer, Peter Zadek und noch viele mehr den immergleichen Vorwurf einstecken müssen: Ihr habt vor dem Islam kapituliert! Wer würde bestreiten, dass eine Auseinandersetzung Not tut? Wer könnte leichthin sagen, die Bedrohungen durch Anschläge und Kofferbomben nähmen nicht zu? Doch sind die Mittel, die Broder wählt, wirklich die passenden? Er erklärt Ehre, Respekt und Unterwerfung zu den Primärtugenden der Moslems - in Gegenüberstellung zu den vietnamesischen Tugenden des Fleißes und der Lernbegierde. Das sei dann der Grund dafür, dass Vietnamesen besser in die deutsche Gesellschaft integriert sind als Moslems aus der Türkei und den arabischen Ländern. Broder meint an anderer Stelle aber auch, der Islam habe Tempo, Stil und Autorität - im Gegensatz zur Langsamkeit, zur Schwerfälligkeit des westlichen Systems, das noch nicht einmal "sexy" sei. Damit wird dann die Bedrohung durch den Islam erklärt. Und so geht es einem öfter bei diesem Buch: dass man nicht mehr weiß, was der Dichter mir damit sagen will? Und noch drängender stellt sich die Frage: Warum sagt er es mir auf so vielen Seiten? Meyers Lexikon definiert eine publizistische Glosse als "kurzen, polemischen Kommentar zu aktuellen Ereignissen". Polemisch ist das Buch, aktuell und wichtig sind die Ereignisse, die besprochen werden, auch. Aber kurz? - Mathias Voigt, Literaturtest


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 104 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Ein Buch das den Nagel auf den Kopf trifft (5 von 5 Punkten) meint G.K.
Ein sehr empfehlenswertes Werk. Möge es seine Leser vor dem Einknicken bewahren ehe es zu spät ist....

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Jedem das Seine - Henryk M. Broder
Buch:Jedem das Seine
Autor:Henryk M. Broder, Ausgabe vom 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 131014
Direkt bei Amazon nicht vorrätig,
andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten).
Henryk M. Broder, geboren 1946 in Katowice, Polen, ist Journalist beim "Spiegel" und lebt in Berlin und Jerusalem. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, unter anderem: "Erbarmen mit den Deutschen" (1993), "Schöne Bescherung. Unterwegs im Neuen Deutschland" (1994), "Volk und Wahn" (1996).

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Lesermeinungen:*
Broder kann man blind kaufen (5 von 5 Punkten) meint .
Denn er hat - wie auch auch in diesem Buch beweist, einen unnachahmlichen Humor, der viele sprachlos und mit offenem Mund zurückläßt. Schreib noch viele Bücher, Henryk!

Der Nächste bitte!: Aufzeichnungen von unterwegs - Henryk M. Broder
Buch:Der Nächste bitte!: Aufzeichnungen von unterwegs
Autor:Henryk M. Broder, Ausgabe vom März 2006, Broschiert, Verkaufsrang 128267
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Henryk M. Broder, geboren 1946 in Katowice, Polen, ist Journalist beim "Spiegel" und lebt in Berlin und Jerusalem. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. 2005 erhielt Henryk M. Broder den traditionsreichen Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen und 2007 den Ludwig-Börne-Preis.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Der Nächste bitte! (5 von 5 Punkten) meint P.K. aus Malmö
Henryk Broder ist, egal was man von ihm liest, ein Genuss für Geist und Seele.
Er ist ein absoluter Höhepunkt was Retorik und Themen betrifft.

Shalom
Monika dörre

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