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| | Buch: | Die Skythen (Beck Reihe Wissen) |
| Autor: | Hermann Parzinger, Ausgabe vom 3. Mai 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 10717 |
| Preis: | 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Leserkommentare:* Gutes Überblickswerk (5 von 5 Punkten) meint . Das Buch vermittelt einen guten ersten Eindruck und Überblick über die Skythen und ihre Nachbarvölker. Knapp und angereichert mit Abbildungen, die sinnvoll für einen Vergleich mit anderen Kulturen sind, ist das Buch uneingeschränkt zu empfehlen.
Parzingers Skythen - wohlbemerkt (4 von 5 Punkten) meint T. aus Berlin Schon mit dem Titel fangen ja die Schwierigkeiten an. DIE Skythen...? Eigentlich falsch. Aber nur mit diesem Titel versteht man, worum es hier gehen soll.
Parzinger kann mit Abstand als "der Skythenspezialist" schlechthin im Rahmen deutschsprachiger archäologischer Forschungsarbeit angesehen werden. Von einem renommierten Archäologen kann man auf jeden Fall Fakten erwarten, deren Korrektheit nicht zu kurz kommen wird. Alles, was über die nomadischen Reitervölker der eurasischen Steppen [so müsste man eigentlich korrekt die Skythen bezeichnen) in irgendeiner Art wissenschaftlich fundiert vorlegbar ist, kann man in diesem kleinen Büchlein komprimiert und doch vielseitig und facettenreich vorfinden. Anspruchsvolles archäologisches Vorwissen kann einem Leser dabei nur zugute kommen. Doch auch ein Laie braucht nicht zurückzuschrecken; Der Autor versteht es, auch die antiken literarischen Texte so viel wie möglich zu Rate zu ziehen, um ein möglichst vollständiges Bild seiner Thematik vorzulegen. Leider folgt er der "guten alten Tradition" in dem er mehr Herodot, als andere schriftliche Quellen zitiert und ein kritischer Leser sollte da aufmerken. Herodot ist gerade aufgrund seiner Sonderstellung als "Vater der Geschichtsschreibung" mit besonderer Vorsicht zu genießen, denn vor allem er vermischt gern Mythos und Wahrheit, wie jede andere antike Quelle auch. Die Herodotlastikeit der Zitate mag einen kleinen, kritischen Nörgler wie mich natürlich muffelig stimmen. Doch selbst Archäologie ist nimmer bare Münze, dahinter stehen ebenfalls interpretierende, wenn auch qualifizierte Menschen.
Meiner Meinung nach geht Parzinger völlig korrekt vor, indem er Überblickartig einen Abriss aller verfügbaren Daten über Skythen liefert, die man Schriftquellen entnehmen kann. Als Ausgräber verschedener Grabstäten skythischer Fürsten weiß er aus eigener Erfahrung zu berichten. Karten haben mir allerdings gefehlt, zwei an den Innenseiten des Umschlags fand ich einfach zu wenig in Anbetracht dessen, welche Zeiten und Räume der Autor differenzieren muss - vom 2. Jt. v. Chr. und den Alt-Vorderorientalischen Gesellschaften Mesopotamiens bis zu den Warägern des Frühmittelalters und der Kiewer Rus hat sich im betrachteten Teil der Welt eine Menge getan.
Anhand einer gelungenen Synthese zwischen Archäologie und Philologie versucht er gar ein annäherndes Bild von materieller und geistiger Kultur, der Gesellschaft und des Habitus der Skythen zu entwerfen; er geht besonders auf Bestattungsriten und Austattung von Grabstätten ein, was auch zu seinem Hauptforschungsgebiet gehört.
Bei allen neu gewonnenen Ansichten muss der Themenkreis um "die Skythen" jedoch als nach wie vor sehr problematisch konstatiert werden - vieles lässt sich nicht miteinander vereinbaren, wie so oft, die Textquelle mit dem archäologischen Befund, und das archäologische, materielle Faktum mit dem sogenannten gesunden Menschenverstand. An den Skythen stoßen sich verschiedene Gesellschaftsmodelle, zwei Extreme: Nomadentum und Hochkultur. Wie konnten umherziehende Viehzüchter hochwertige Kunstwerke aus Gold und Edelsteinen im charakteristischen, originell ästhetischen Tierstil erschaffen, um ihre Fürsten so prächtig auszustatten? Kunstsinn, Kunsthandwerk, Know-How und saisonaler Nomadismus? Eine endlose Reihe von Widersprüchen und doch Tatsachen, die für sich sprechen. Die wissenschaftlichen Geister scheiden sich da in ihren Meinungen ebenso, wie mit ihrem Kulturbegriff. Ungelöste Rätsel jedoch bleiben...
Das Buch ist auf jeden Fall ein aussagekräftiger, fundierter Überlblick, führt sowohl in die Problematik ein, als auch in die gesicherten Ergebnisse intensiver, interdisziplinärer Forschungsarbeit und verdient meine 4 Sterne; die Punkte, die ich besonders problematisch finde, habe ich angesprochen und vor dem Hintergrund der gelungenen Konzeption des Buches, die ich nur loben kann, stellen sie Grundsatzprobleme der Forschung dar, und nicht des Stoffes an sich.
Weitere Lesermeinungen |
| | Buch: | Die frühen Völker Eurasiens: Vom Neolithikum bis zum Mittelalter |
| Autor: | Hermann Parzinger, Ausgabe vom 4. Okt. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 42918 |
| Preis: | 98,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Der international renommierte Vor- und Frühgeschichts-forscher Hermann Parzinger legt mit diesem höchst informativen, reich bebilderten Band ein Grundlagenwerk über Geschichte und Kultur der frühen Völker zwischen Ural und Pazifik vor. Die Ausstellungen über Skythen und Mongolen haben das Interesse von Hunderttausenden Besuchern auf sich gezogen, und doch stellen diese beiden Völker nur einen kleinen Ausschnitt der zahlreichen Kulturen dar, die in dem gewaltigen Territorium zwischen Ural und Pazifik von der Jungsteinzeit bis zum Mittelalter entstanden sind. Den Völkern in diesem Gebiet kommt eine entscheidende Bedeutung für die Frühgeschichte der Alten Welt insgesamt zu, und so erscheinen sie als ein fester Bestandteil unseres gemeinsamen kulturellen Erbes. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs konnte der Austausch zwischen westlichen Wissenschaftlern und den Forschern auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion intensiviert werden, so daß mit dem Werk von Hermann Parzinger erstmals eine große Synthese des heutigen Wissensstandes über die archäologische Erforschung dieses Gebiets vorgelegt werden kann. Im Zentrum der Darstellung stehen die Verbreitungsgeschichte der Völker, ihre materielle Kultur, ihre Siedlungs- und Wirtschaftsweise, ihre Bestattungsbräuche und ihre künstlerischen Ausdrucksformen. All dies wird systematisch erschlossen und in enger Verbindung von Text und Bildern präsentiert. Auf diese Weise ist eine differenzierte und zugleich anschauliche Darstellung eines bedeutenden Kulturraums der Menschheitsgeschichte entstanden.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Leserkommentare:* Herausragendes Standardwerk (5 von 5 Punkten) meint C. aus Sindelfingen Mit diesem über 1000 Seiten starken Band hat der international renommierte Archäologe Hermann Parzinger ein Standardwerk geschaffen, das auf einem sehr detaillierten Niveau, aber ohne den Überblick verlieren gehen zu lassen, die gesamte Archäologie des asiatischen Teils der ehemaligen Sowjetunion vom Neolithikum bis zum Anbruch des Frühmittelalters, also über sechs Jahrtausende, darstellt. Damit legt Parzinger die erste Synthese dieses unermesslichen archäologischen Raumes dieser Art überhaupt vor. Nach einem Überblick über die Forschungsgeschichte und die Literatur zum Thema stellt der Autor nach Epochen und Gebieten geordnet nacheinander jede vorgeschichtliche Kultur aus dem behandelten Raum detailliert und durch insgesamt 259 Seiten übersichtlicher, informativer Zeichnungen ergänzt, vor. In mehreren Kapiteln fasst Parzinger dann die kulturelle Entwicklung dann nach verschiedenen Kriterien geordnet, knapp zusammen, wodurch die ungeheure Informationsmenge des Buches noch besser erschlossen wird. Diesem Zweck werden auch die Register und drei angehängte Blätter mit chronologischen Tabellen vollständig gerecht. Durch umfangreiche Literaturangaben - das nach Epochen geordnete Literaturverzeichnis umfasst über 240 Seiten - wird nicht nur Parzingers enorme Leistung belegt, sondern dem Leser auch ein Zugang zur noch unermesslicheren russischsprachigen Literatur ermöglicht. Alles in allem ist das vorliegende Buch ein herausragendes Standardwerk zur Archäologie Russlands und angrenzender Gebiete.
Weitere Lesermeinungen |
| | Buch: | Der Goldschatz von Arzan - Ein Fürstengrab der Skythenzeit in der südsibirischen Steppe |
| Autor: | Konstantin V. Cugunov, Hermann Parzinger, Anatoli Nagler, Ausgabe vom 2006, Gebunden, Verkaufsrang 738617 |
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"Das ist ja unglaublich!" Der erste Blick in die freigelegte Grabkammer eines skythischen Fürsten aus dem 7. Jahrhundert v.Chr. verschlug dem russisch-deutschen Grabungsteam im Juli 2001 die Sprache: Gold soweit das Auge reichte - schwere Halsringe, Haarschmuck, Dolche, Tausende kleiner Tierfiguren, in Gold getrieben und gegossen, die einst die Gewänder der Toten, eines Mannes und einer Frau, zierten. 9300 Objekte, davon 5700 aus Gold von insgesamt 20 Kilo Gewicht, umfaßt der Schatz von Arzhan, der reichste und älteste, der bisher in der südsibirischen Steppe an der Grenze zur Mongolei gefunden wurde. Eine archäologische Sensation, die auch unsere Vorstellung vom wilden Reitervolk der Skythen in einem neuen Licht erscheinen läßt. Seit der Antike galten sie als kriegerische Nomaden, die in weiten Landstrichen Zentralasiens Angst und Schrecken verbreiteten. Das Gold von Arzhan beweist, daß diese angeblichen "Barbaren" eine künstlerisch und handwerklich hochstehende Kultur entwickelt hatten, lange bevor der griechische Einfluß wirksam wurde.Unser Band, der die 40 schönsten Objekte aus dem Goldschatz von Arzhan in farbigen Photographien präsentiert, ist ein Vorgeschmack auf die weltweit erste Gesamtschau zur Kultur der Skythen, die ab 2007 in Berlin, München und Hamburg zu sehen sein wird.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)
Leserkommentare:* Erwartungen nicht erfüllt - leider (3 von 5 Punkten) meint M.K. Dieses Buch ist eigentlich ein reiner Bildband. Die Einführung von Prof. Dr. Dr. Parzinger ist informativ, stellt den Fund von Arzan auf hervorragende Weise in einen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang und besticht durch seine äußerst präzise Sprache. Nun ist eine Einführung eben genau das, was ihr Name aussagt, und daher hier nur 11 Seite lang. Wer also noch nicht viel über die skythenzeitlichen Steppenvölker Eurasiens gelesen hat, wird hier nicht unbedingt Antworten auf all seine Fragen zu Lebensweise, Sachkultur, Gesellschaftsstruktur usw. finden. Hier lege ich dem Interessierten andere Publikationen des Autors ans Herz.
In der Einführung finden sich einige kleine Fotos der Ausgrabung, die leider mit nur 3 x 4 cm viel zu klein sind, um Funde und Befunde deutlich erkennen zu können.
Die Fotografien der Tafeln erreichen leider nicht die erwartete Qualität. Ich selbst empfinde den weißen Hintergrund als störend. Besonders wenn man die Fotografien bei Kunstlicht betrachtet, blenden die Seiten sehr (auch aufgrund der Papierqualität), lassen die Objekte unscharf erscheinen und erschweren es, Details zu betrachten. Vielleicht wäre der in Katalogen häufig gewählte schwarze Hintergrund angebrachter gewesen.
Der Katalog mit technischen Beobachtungen von Fr. Armbruster entschädigt dann aber wieder aufgrund seines hohen Informationsgehaltes.
Wer gern Fotos mit archäologischen Funden aus Gold betrachtet, wird mit diesem Buch glücklich sein. Wer aber wie ich mehr über die Kultur der skythenzeitlichen Bevölkerung und die Ausgrabung an sich wissen möchte, dessen Wissensdurst wird nur wenig gestillt.
Fazit: Drei Sterne für die inhaltlich sehr guten Texte, wegen deren Kürze und den nicht so ganz gelungenen Fotografien leider nicht mehr...
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| | Buch: | Studien im Thrakien-Marmara-Raum: Asagi Pinar: Bd 2 |
| Autor: | Hermann Parzinger, Heiner Schwarzberg, Ausgabe vom 30. Juni 2005, Gebunden, Verkaufsrang 2329465 |
| Preis: | 75,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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| | Buch: | Gero von Merhart: Daljóko - Bilder aus sibirischen Arbeitstagen |
| | Ausgabe vom 21. Nov. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 2084394 |
| Preis: | 35,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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| | Buch: | Der große Kurgan von Bajkara |
| Autor: | Hermann Parzinger, Viktor Zajbert, Anatoli Nagler, Ausgabe vom 17. Sept. 2003, Gebunden, Verkaufsrang 3538284 |
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| | Buch: | Parzinger, Hermann; Boroffka, Nikolaus, Bd.1 : Die siedlungsarchäologischen Forschungen im Umfeld der Zinnlagerstätten |
| Autor: | Hermann Parzinger, Nikolaus Boroffka, Ausgabe vom 2003, Gebunden, Verkaufsrang 3694963 |
| Preis: | 75,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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| Hermann Parzinger, Prof. Dr. Dr. h.c. mult., geboren 1959; Studium der Vor- und Frühgeschichte mit Promotion in München, danach Hochschulassistent mit Habilitation ebenfalls in München. Seit März 2008 Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin, mit ihren Museen, Bibliotheken und Archiven eine der weltweit größten Wissens- und Kultureinrichtungen. |
| | Buch: | Zwischen Kulturen und Kontinenten: 175 Jahre Forschung am Deutschen Archäologischen Institut |
| Autor: | Mitarbeiter und Kooperationspartner des DAI, Ausgabe vom Nov. 2004, Taschenbuch,
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| | Buch: | Studien zur Chronologie und Kulturgeschichte der Jungsteinzeit, Kupferzeit und Frühbronzezeit zwischen Karpaten und mitt |
| Autor: | Hermann Parzinger, Ausgabe vom 1993, Gebunden, Verkaufsrang 280344 |
| Preis: | 102,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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| Hermann Parzinger ist Professor für Vor- und Frühgeschichte, Träger des Leibnizpreises und Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts. |
| | Buch: | Der Goldberg |
| Autor: | Hermann Parzinger, Ausgabe vom 1. Januar 1998, Gebunden, Verkaufsrang 1889909 |
| Preis: | 65,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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