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Bücher - Autoren

Hilke Lorenz

 
Kriegskinder: Das Schicksal einer Generation - Hilke Lorenz
Buch:Kriegskinder: Das Schicksal einer Generation
Autor:Hilke Lorenz, Ausgabe vom März 2005, Broschiert, Verkaufsrang 38744
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Zu Profis des Schreckens hat der Krieg die Kinder in kurzer Zeit erzogen", resümiert Hilke Lorenz. Auf jeder Seite ihres beeindruckenden Buches hat sie hierfür erschütternde Beispiele zusammengestellt. Beispiele aus einer Zeit, in der der Schrecken zum Alltag wurde und die Kinder mit Begriffen wie Luftmine oder Stabbombe so selbstverständlich hantierten wie die heutigen Kids vom Handy oder Gameboy reden. Der Zweite Weltkrieg setzte in so mancher Hinsicht neue Maßstäbe. Nicht nur was die Zahl der Toten anbetraf, sondern auch, was die Erfahrungswelten der Kinder anging. War der Erste Weltkrieg für die damalige Kindergeneration in erster Linie eine Zeit des Mangels, so kam im Zweiten Weltkrieg die direkte tödliche Bedrohung hinzu: Bombennächte und Brandkatastrophen, Vertreibung und Flucht. Zu den vielen Gesichtern des Krieges hatte sich ein neues gesellt: Das verängstigter Jungen und Mädchen, die mit vor Entsetzen starrem Blick aus den Kellern zerbombter Häuser kriechen oder die hilflos zusehen mussten, wie ihre Geschwister und Mütter auf der Flucht ums Leben kamen. Der Luftschutzbunker wurde zur Ersatzwohnung, die Kinderlandverschickung zur Lebensrettung. Bei all dem wurden die Kinder mit ihren Erlebnissen alleine gelassen, so z. B. der zehnjährige Wolfgang, der die zerfetzten Opfer eines Luftangriffs gesehen hatte oder der 13-jährige Friedrich, der den Untergang der Wilhelm Gustloff miterleben musste. "Der Krieg", so Hans Koschnick in seinem Vorwort, "zerstört Infrastruktur - auch die seelische." Die Art, wie die Autorin eine Fülle von Zeitzeugenberichten zu einem gleichermaßen einfühlsamen wie eindrucksvollen Text komponiert, ist sehr gelungen. Hilke Lorenz, die das Magazinressort der Stuttgarter Wochenzeitung Sonntag Aktuell leitet, zeichnet in ihrem Buch das Psychogramm einer Generation, die in einer Zeit aufwuchs, in der die Ausnahme des Schreckens zur Regel wurde. -Dr. Manfred Schwarzmeier


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Kriegskinder (5 von 5 Punkten) meint B.D. aus Oldenburg/Oldbg
Sensibler Umgang mit den Lebensgeschichten der betroffenen flankiert von geschichtlichen Daten und Hintergründen.
Guter Beitrag zur längst notwendigen Aufarbeitung von Kriegserinnerungen von Kindern.

 Weitere Lesermeinungen

Kriegskinder - Das Schicksal einer Generation - Hilke Lorenz
Buch:Kriegskinder - Das Schicksal einer Generation
Autor:Hilke Lorenz, Ausgabe vom 2003, Gebunden, Verkaufsrang 282627
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"Zu Profis des Schreckens hat der Krieg die Kinder in kurzer Zeit erzogen", resümiert Hilke Lorenz. Auf jeder Seite ihres beeindruckenden Buches hat sie hierfür erschütternde Beispiele zusammengestellt. Beispiele aus einer Zeit, in der der Schrecken zum Alltag wurde und die Kinder mit Begriffen wie Luftmine oder Stabbombe so selbstverständlich hantierten wie die heutigen Kids vom Handy oder Gameboy reden. Der Zweite Weltkrieg setzte in so mancher Hinsicht neue Maßstäbe. Nicht nur was die Zahl der Toten anbetraf, sondern auch, was die Erfahrungswelten der Kinder anging. War der Erste Weltkrieg für die damalige Kindergeneration in erster Linie eine Zeit des Mangels, so kam im Zweiten Weltkrieg die direkte tödliche Bedrohung hinzu: Bombennächte und Brandkatastrophen, Vertreibung und Flucht. Zu den vielen Gesichtern des Krieges hatte sich ein neues gesellt: Das verängstigter Jungen und Mädchen, die mit vor Entsetzen starrem Blick aus den Kellern zerbombter Häuser kriechen oder die hilflos zusehen mussten, wie ihre Geschwister und Mütter auf der Flucht ums Leben kamen. Der Luftschutzbunker wurde zur Ersatzwohnung, die Kinderlandverschickung zur Lebensrettung. Bei all dem wurden die Kinder mit ihren Erlebnissen alleine gelassen, so z. B. der zehnjährige Wolfgang, der die zerfetzten Opfer eines Luftangriffs gesehen hatte oder der 13-jährige Friedrich, der den Untergang der Wilhelm Gustloff miterleben musste. "Der Krieg", so Hans Koschnick in seinem Vorwort, "zerstört Infrastruktur - auch die seelische." Die Art, wie die Autorin eine Fülle von Zeitzeugenberichten zu einem gleichermaßen einfühlsamen wie eindrucksvollen Text komponiert, ist sehr gelungen. Hilke Lorenz, die das Magazinressort der Stuttgarter Wochenzeitung Sonntag Aktuell leitet, zeichnet in ihrem Buch das Psychogramm einer Generation, die in einer Zeit aufwuchs, in der die Ausnahme des Schreckens zur Regel wurde. -Dr. Manfred Schwarzmeier


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Kriegskinder (5 von 5 Punkten) meint B.D. aus Oldenburg/Oldbg
Sensibler Umgang mit den Lebensgeschichten der betroffenen flankiert von geschichtlichen Daten und Hintergründen.
Guter Beitrag zur längst notwendigen Aufarbeitung von Kriegserinnerungen von Kindern.

 Weitere Lesermeinungen

Weiterleben, als sei nichts gewesen? - Hilke Lorenz
Buch:Weiterleben, als sei nichts gewesen?
Autor:Hilke Lorenz, Ausgabe vom 18. März 2005, Gebunden, Verkaufsrang 615016
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Als der Zweite Weltkrieg hierzulande mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reichs endlich zu Ende war, hätte wohl jeder gern die Verheerungen des Tausendjährigen Reiches aus seinem Bewusstsein getilgt und ein von alldem unbeschwertes neues Leben begonnen, gerade so "als sei nichts gewesen". - "Beseelt vom Hunger nach Normalität" sei man nach den langen Kriegsjahren gewesen, schreibt Hilke Lorenz in ihrer Einführung. "Weiterleben und Vergessen" habe die Devise geheißen. Für viele jedoch war weder das Weiterleben noch das Vergessen. Besonders schwer viel dies vor allem jenen, die unter der Nazidiktatur besonders gelitten hatten. Erstaunlich gut gelang der Aufbruch in die neue Zeit indes ausgerechnet vielen der Täter, denen es nach dem Krieg gelang, ihre dunkle Vergangenheit vor anderen und oft auch vor sich selbst zu bemänteln. Die 1962 geborene Hilke Lorenz hat für ihr lesenswertes Buch über "deutsche Schicksale zwischen Hakenkreuz und Bundesadler" mit vielen Zeitzeugen gesprochen, Tätern wie Opfern. Mit Kriegerwitwen und Verfolgten des Naziregimes ebenso, wie mit NS- und SS-Schergen, die bis heute von der Richtigkeit ihres damaligen Handelns überzeugt sind. Im Falle dieser unerträglichen Relikte aus fernen, dunklen Zeiten ist man offen gestanden froh, dass sie nun endlich bald allesamt aus diesem Leben geschieden sein werden. Der Autorin aber gebührt Anerkennung dafür, auch deren Erinnerungen und fortdauernden Verblendungen für uns dokumentiert zu haben. Wie unter vielem anderen etwa auch jenen Brief, den ein ehemaliger Oberstleutnant der Deutschen Wehrmacht und ausweislich seines Briefkopfes "Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlaub und Schwertern" im Jahr 1994 (!) an einen desertierten Wehmachtssoldaten geschrieben hat ("Seien Sie versichert, Volksschädling Baumann, dass Sie für alles bald sich vor dem Reichskriegsgericht in Berlin zu verantworten haben"). Leider kein Einzelfall. - Hasso Greb


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Was Großeltern zu erzählen vergaßen ... (5 von 5 Punkten) meint S.P.
Ein gutes Buch - nicht nur Täter, nur Opfer, nur Mitwisser oder nur Mitläufer kommen zu Wort. Das Bild vom Leben im Dritten Reich wird durch diese Mischung der Stimmen wesentlich deutlicher als in Einzelschilderungen auch wenn zu Lasten der Ausführlichkeit.

Ein Zeugnis, dass sich die Ideen und die Propaganda auch nach Kriegsende nicht in Luft aufgelöst haben. Manche Geschichten von Opfern machen einen sprachlos und zwar nicht aufgrund der schrecklichen Erlebnisse im Dritten Reich, sondern weil sie im Nachkriegsdeutschland bis heute Repressalien erleben.
Das die Bundesrepublik bis heute keine glückliche Figur im Umgang mit NS-Opfern macht ist dabei eine traurige Wahrheit. Hilke Lorenz spricht auch mit Soldaten, SS-Männern und NS-Eliteschülern. Nicht alle akzeptieren die Verbrechen, die heute jedem bekannt sein sollten. Manche hingegen übernehmen Verantwortung und sind aufgeklärt.

Hilke Lorenz bezieht zwischen den Zeilen zwar deutlich Stellung aber bevormundet die Interviewpartner nicht und lässt sie die Geschichte so erzählen, wie sie sie heute sehen. Ein lesenenswertes Buch, dass von der Spannung zwischen den entgegengesetzten Biografien lebt.

Als Fazit bleibt: Losgelassen ist keiner von seiner Vergangenheit im Dritten Reich. Solche Bücher werden in Zukunft nicht mehr zu einer Aufarbeitung beitragen können, wenn die Zeitzeugen nicht mehr da sind. Mehr Ehrlichkeit im Umgang mit der persönlichen Geschichte wäre deshalb dringend nötig.

 Weitere Lesermeinungen

Silvia von Schweden/Im Angesicht meiner Feinde/Eis-Lauf/Kriegskinder - Im Spiegel der Zeit - bk540 - Norbert Loh/Gracia Burnham&Dean Merrill/Tom Ockers/Hilke Lorenz
Buch:Silvia von Schweden/Im Angesicht meiner Feinde/Eis-Lauf/Kriegskinder - Im Spiegel der Zeit - bk540
Autor:Norbert Loh/Gracia Burnham&Dean Merrill/Tom Ockers/Hilke Lorenz, Ausgabe vom 1. Januar 2004, Gebunden, Verkaufsrang 3005864
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Arbeiterfamilie + [und] Klassenbewusstsein - Lothar Lorenz
Buch:Arbeiterfamilie + [und] Klassenbewusstsein
Autor:Lothar Lorenz, Ausgabe vom 1. Januar 1972, Broschiert,
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