Lesen Sie
mein erstes Buch,
geschrieben
mit 11 Jahren,
hier kostenlos
im Internet
Buch - Hörbücher Buch - Hörbücher
DVDs - Filme DVDs - Filme
Musik-CDs Musik-CDs
Spielzeug, Spielwaren Spielzeug
Drogerie und Bad Drogerie und Bad
Elektronik, Foto Elektronik, Foto
Software Software
Computerspiele Computerspiele
Sport und Freizeit Sport und Freizeit
Haus, Garten, Küche Haus, Garten, Küche
Titel, Thema, Artikelbezeichnung:
oder Autor, Darsteller, Hersteller:
in:
Versand gegen
Rechnung möglich,
Bedingungen hier.

Bücher - Autoren

Jan Assmann

 
Das kulturelle Gedächtnis: Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen - Jan Assmann
Buch:Das kulturelle Gedächtnis: Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen
Autor:Jan Assmann, Ausgabe vom 19. Dez. 2007, Broschiert, Verkaufsrang 62364
Preis: 12,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
 Weiterinformieren oder bestellen bei Amazon
Hinweise auf Bücher
Vom Fluss der Dinge
lx. Der Ägyptologe Jan Assmann setzt in seiner (1997 erstmals erschienenen und nun als Taschenbuch vorliegenden) Studie die Erinnerungsleistungen früher Hochkulturen in Verbindung mit der gegenwärtig feststellbaren Virulenz des Themas "Gedächtnis und Erinnerung". Es seien drei Faktoren, welche die Konjunktur des Gedächtnisthemas begründeten - erstens die enorme Speicherkapazität elektronischer Medien, zweitens das gegenwärtige Gefühl, in einer Phase der "Nachkultur" (George Steiner) zu leben, sowie etwas Drittes, was uns viel persönlicher und existentieller betreffe: "Eine Generation von Zeitzeugen der schwersten Verbrechen und Katastrophen in den Annalen der Menschheitsgeschichte beginnt nun auszusterben." Auch wenn die Debatte um Geschichte und Gedächtnis teilweise höchst abstrakte Formen angenommen habe, sei doch feststellbar, dass der Begriff "Erinnerung" ein neues Paradigma der Kulturwissenschaften aufgebaut habe. - Auf diesem Hintergrund ist Jan Assmanns Rückgang zu den frühen Hochkulturen zu sehen: Als Versuch, über das Fixativ Kultur etwas vom unendlichen Fluss der Dinge festhalten zu können.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Die (Un-) Beständigkeit der Erinnerung (5 von 5 Punkten) meint M.B.
Jan Assmann, seines Zeichens Ägyptologe hat mit diesem Werk, sei es beabsichtigt oder nicht geschehen, einen Klassiker der modernen Forschung geschaffen, der in sämtlichen Bereichen dessen, was als Geisteswissenschaft bezeichnet werden kann durchschlagenden Erfolg gefunden hat. Der Grund hierfür muss wohl in der Konzeption der Untersuchungen liegen, die das Fundament aller Teilaspekte der menschlichen Kultur freilegen, und auf die Kernbegriffe "Erinnern", "Vergessen" und "Identifizieren" reduzieren. Aus diesen atomaren Bestandteilen wiederum vermag es Assmann, so verschiedenartig erscheinende Ausprägungen der Gesellschaft wie Religion, Politik und Wissenschaft in deren Entstehung zu rekonstruieren. Während im ersten Teil des Buches die theoretischen Grundlagen von Erinnerungskultur, Schriftkultur und kultureller Identität gemäß den o.g. Kernbegriffen verhandelt werden (u.a. durch eine Wiederbelebung des beinahe in Vergessenheit geratenen Soziologen Maurice Halbwachs, ein sehr interessantes Kapitel!), findet im zweiten Teil die Konkretisierung jener Konstruktionen am Beispiel dreier Fallstudien aus der Antike statt (Ägypten und der Staat, Israel und die Religion, Griechenland und die Wissenschaft). Bemerkenswert erscheint mir ferner, dass in diesem Werk entgegen aller bisheriger Leseerfahrung die theoretischen Ausführungen deutlich spannender und anregender sind als die althistorischen Exkurse, die teilweise sogar einige Längen aufweisen.
Aber nichtdestotrotz: An alle Althistoriker, Ägyptologen, Mediävisten, Semiologen, Kunsthistoriker, Theologen, Literaturwissenschaftler, Ethnologen, Soziologen, Kulturgeschichtler, Archäologen, Philosophen und natürlich alle unbefangenen Interssierten kann ich nur die Empfehlung richten: Lest dieses Buch, ihr werdet davon profitieren.

 Weitere Lesermeinungen

Die Mosaische Unterscheidung: Oder der Preis des Monotheismus - Jan Assmann
Buch:Die Mosaische Unterscheidung: Oder der Preis des Monotheismus
Autor:Jan Assmann, Ausgabe vom 25. Aug. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 27948
Preis: 19,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
 Weiterinformieren oder bestellen bei Amazon
"ist sicher eines der intelligentesten Bücher." Stephan Sattler, Focus, 05.01.04

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Dem Monotheismus auf der Spur... (5 von 5 Punkten) meint p. aus Siegen
Bittere Reaktionen seitens zahlreicher Theologen - einige dieser Reaktionen sind im Originalton im Anhang dieses Buches aufgeführt - hat Jan Assmanns Rede von der "Mosaischen Unterscheidung" ausgelöst. Bei diesem Buch hier handelt es sich um eine Antwort Assmanns auf die zahlreichen Vorwürfe, die ihm aufgrund der in seinem Buch "Moses der Ägypter" eingeführten "Mosaischen Unterscheidung" ebtgegengebracht wurden. Mit der "Mosaischen Unterscheidung" charakterisiert Assmann den wesentlichen Unterschied zwischen Monotheismus und Polytheismus. Dabei entspricht nicht schon der Unterschied vom Bekenntnis an einen (den) Gott (Monotheismus) oder an viele Götter (Polytheismus) der Mosaischen Unterscheidung, sondern vielmehr die durch den Monotheismus aufgeworfene Frage zwischen richtig und falsch bezüglich der Religion. Erst der Monotheismus stellt alle ihn umgebenen Religionen und Kulte als "falsch" dar, da ein Bekenntnis an den einen Gott kein weiteres Bekenntnis zu anderen Göttern erlauben und dulden kann, daher "argwöhnt" der Monotheismus allen anderen Kulten, was wiederum auch in Gewalt und Intoleranz gegenüber deren Anhängern umschlagen kann.
Jan Assmann selbst ist der christlichen und monotheistischen Tradition - nach Eigenaussage - absolut verbunden. Von einer gnadenlosen Abrechnung mit dem Monotheismus - und schon gar mit Juden- und Christentum (die "M. U. tritt nach Assmann schon unter Echnaton im alten Ägypten auf) - lässt sich beim vorliegenden Buch sicher nicht sprechen. Assmann selbst bedauert hier die Missverständlichkeiten, die durch sein Buch "Moses der Ägypter" ausgelöst wurden und gesteht auch eigene hermeneutische Fehler ein, versucht aber seine These von der "Mosaischen Unterscheidung" aufrecht zu halten. Das Assmann auch in der Theologie "fruchtbar" gelesen werden kann hat jüngst erst Arnold Angenendt mit seinem Werk "Toleranz und Gewalt" gezeigt. Denn für Assmann führt gerade der Monotheismus zu einem mehr an "Innerlichkeit" in der Religion, da die "Mosaische Unterscheidung", also die Frage nach wahr und falsch, innerlich vollzogen werden muss und somit zur Herzenssache wird (S. 156). Eine Verwerfung des Monotheismus ist für ihn ebenso unmöglich wie die Rückkehr zu früheren Kultformen (S. 25), denn der Monotheismus ist "vor allem auch eine zivilsatorische Leistung", in der es allen voran um Gerechtigkeit geht (S. 65).
Insgesamt ist das Buch eingängig lesbar - keineswegs eine ausgepfeilte Expertensprache, sondern sehr flüssig und für Mitdenkende spannend lesbar(!!!)-, in dem vor allem die wirksamen psychohistorischen und -soziologischen Mechanismen bei der Entstehung des Monotheismus geklärt werden, gerade auch im Vergleich zu früheren Kultformen. Darüber hinaus zeigt Assmann seine eigene Rezeptionsgeschichte auf, die vor allem in Anlehnung aber auch in Abgrenzung zu Freud zu suchen ist. Wer sich mit dem Thema der "Mosaischen Unterscheidung" eingängig beschäftigen möchte, ist das Buch bestens zu empfehlen. Aber zum noch besseren Verständnis der Debatte ist die Lektüre von "Moses der Ägypter" und die eines weiteren Assmann Werks, "Das kulturelle Gedächtnis" - m. E. ein Referenzwerk -, "wärmstens" zu empfhelen.


 Weitere Lesermeinungen

Die Zauberflöte: Oper und Mysterium - Jan Assmann
Buch:Die Zauberflöte: Oper und Mysterium
Autor:Jan Assmann, Ausgabe vom 4. April 2008, Broschiert, Verkaufsrang 16397
Preis: 14,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
 Weiterinformieren oder bestellen bei Amazon
Die Zauberflöte - Mozarts populärste Oper gibt auch die größten Rätsel auf. Wer ist gut, und wer ist böse? Mozarts Zeitgenossen fanden sich in dieser Welt zurecht, denn sie entdeckten in der Geschichte Hinweise auf die Freimaurerei, auf ihre Vorstellungen vom alten Ägypten und auf die damit verbundene Mysterienkultur. Alles Hintergründe, die in den letzten beiden Jahrhunderten in Vergessenheit geraten sind. Jan Assmann bringt sie uns wieder nahe und öffnet Augen und Ohren für eine Oper, die wir längst zu kennen glaubten.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Für Musiker interessant (3 von 5 Punkten) meint S.F.
Ich fand das Buch sehr interessant. Da ich aber keinerlei Ahnung von Noten habe, sind viele Abschnitte des Buches für mich verschlossen geblieben.

Moses der Ägypter: Entzifferung einer Gedächtnisspur - Jan Assmann
Buch:Moses der Ägypter: Entzifferung einer Gedächtnisspur
Autor:Jan Assmann, Ausgabe vom Juli 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 44868
Preis: 14,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
 Weiterinformieren oder bestellen bei Amazon
Aus der Amazon.de-Redaktion
Moses gilt - so will es die biblische Überlieferung - als Begründer der ersten monotheistischen Religion; nachdem Gott ihm im brennenden Dornbusch erschienen war, führte er sein Volk Israel aus Ägypten, und indem er die Zehn Gebote verkündete, traf er die Unterscheidung zwischen wahrer und falscher Religion. Der kulturelle Raum, der durch diese Unterscheidung aufgerissen und dadurch zum erstn Mal geschaffen wurde, ist der des jüdisch-christlich-islamischen Monotheismus: Seine historische Wirkungsmacht beruht auf der ausgrenzenden Kraft dieser ersten, fundamentalen Unterscheidung. Doch konstituiert und stabilisiert sie durch Ausgrenzung nicht nur Identität, sie schafft dadurch nicht nur Orientierung, sondern ist immer auch Ursprung von Konflikt, Intoleranz und Gewalt. Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, sie rückgängig zu machen, um dadurch den Konflikt zu bändigen. Ihren entschiedensten Zerstörer hat die "mosaische Unterscheidung" in Sigmund Freuds religionspsychologischem Werk Der Mann Moses und die monotheistische Religion gefunden. Indem er Moses zum Ägypter machte und den Monotheismus auf Echnatons religiöse Revolution zurückführte, hoffte er die konfliktträchtige Unterscheidung aufzulösen. Die Geschichte Moses' liest sich bei ihm daher anders: Die Israeliten haben sich gegen ihn erhoben und ihn schließlich ermordet. Dieser Vatermord habe die Wunschphantasie vom dereinst wiederkehrenden Messias hervorgebracht. Religion wird durch die aufklärerische Behandlung des Psychoanalytikers zum Ausdruck einer Zwangsneurose. Freuds Deutung steht am Ende einer langen und verzweigten Tradition der Auseinandersetzung mit der Moses-Gestalt. Sie führt von der Symbolisierung der mosaischen Unterscheidung in der Erzählung vom Exodus über Moses als Verkörperung ursprünglicher Weisheit in Mittelalter und Renaissance zur Lichtgestalt der Aufklärung bis zur Version Freuds. Die Faszination, die von dieser Thematik und insbesondere von ihrer Behandlung durch Freud ausgeht, war für den international angesehenen Heidelberger Ägyptologen Jan Assmann Anlass, die Geschichte dieser Deutungen zu rekonstruieren. Assmanns Moses der Ägypter, das nun auch als Taschenbuch vorliegt, ist nicht nur ein weitausholender religionswissenschaftlicher Beitrag, der durch die Eleganz der Gedankenführung besticht, sondern zudem ein eindrucksvoller Versuch, Ägypten wieder zu einem Teil des kulturellen Gedächtnisses Europas zu machen. -Jens Kertscher
1

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Gut vs.Böse (5 von 5 Punkten) meint C.O. aus Innsbruck
Jan Assmanns Buch hat in der wissenschaftlichen Welt viel Staub aufgewirbelt. Er entwickelt in diesem das Konzept der Gedächtnisgeschichte, das sich von der Diskursanalyse in einigen Punkten unterscheidet. Für Assmann ist die Geschichte das, was von ihr in der Gegenwart erinnert wird. In Moses der Ägypter folgt der Leser einer Gedächtnisspur, die laut Assmann in der Armana-Dynastie im 14. Jahrhundert v. Chr. beginnt und sich bis in die heutige Zeit nachvollziehen lässt: Die mosaische Unterscheidung prägte und prägt die europäische Geisteswelt. Monotheistische Religionen sind auf einer Konstante aufgebaut: der "Kampf" des Guten gegen das Böse, die Ikonoklasten vs. die Idolatrie. Der Mensch steht, wenn er etwas erschafft, vor einer "creatio ex nihilo". Er erblickt das "Geschaffene" und das "Nichts". So entsteht ein dualistisches System. Für Assmann gibt es nur eine Lösung, um die mosaische Unterscheidung aufzulösen: Man muss die Religion bzw. das Gottesverständnis des alten Ägyptens finden; man muss in einer polytheistischen liberalen Einheit leben. Die Freimaurer versuchen seit dem 18. Jahrhundert, diese friedliche Gedankenspur zu vollenden.

 Weitere Lesermeinungen

Monotheismus und die Sprache der Gewalt - Jan Assmann
Buch:Monotheismus und die Sprache der Gewalt
Autor:Jan Assmann, Ausgabe vom Januar 2006, Gebunden, Verkaufsrang 115572
Preis: 7,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
 Weiterinformieren oder bestellen bei Amazon
Angesichts der aktuellen Weltlage, die von einem bislang unbekannten und von niemandem vorausgesehenen Ausmaß von Gewalt bestimmt wird, die sich auf Gott und die heiligen Schriften beruft, begibt sich der Ägyptologe und Kulturtheoretiker Jan Assmann auf die Suche nach dem Zusammenhang zwischen Gewaltbereitschaft und monotheistischen Religionen. Vor allem auf die Exklusivität des einen Gottes sowie das immer wieder beschworene Bild eines eifernden, zürnenden, strafenden Gottes führt der Autor mithilfe von Zitaten aus dem Alten Testament diese Disposition zur Gewalt zurück. Auch wenn es einen Zusammenhang zwischen dem ausschließlichen Wahrheitsbegriff des Monotheismus und der Gewalt in der Sprache gibt, bestreitet Assmann, dass die Gewalt eine dem Monotheismus notwendig eingeschriebene Konsequenz darstelle. Vielmehr entstammt die Gewalt letztlich jenem politischen Druck, aus dem der Monotheismus den Einzelnen befreien will.
Zunächst definiert Assmann den Monotheismus in seinen Erscheinungsformen. In Abgrenzung zu polytheistischen Religionen seien Judentum, Christentum und Islam exklusive Religionen, die zu gewalttätiger Abgrenzung gegen Andersgläubige auffordern, vor allem aber gegen andere im eigenen Einflussbereich. Der Grund sei die ihnen gemeinsame Devise "Keine anderen Götter!" Es folgt eine Analyse mehrerer Stellen des Alten Testaments, das Assmann als besonders eindrückliches Fallbeispiel für die Gewalt in monotheistischen Religionen dient. Schließlich bespricht Assmann drei dem Monotheismus eigene Phänomene: Performativer Schriftgebrauch, Martyrium und Konversion (S. 46ff.). Er beweist hier wieder einmal, wie er wichtige Gesichtspunkte seines Themas mit wenigen Worten auf den Punkt bringen kann.
Mehrfach sichert sich Assmann gegen Kritik ab, sein Begriff von Monotheismus sei ein "ahistorischer Popanz" (S. 25). Eigentlich ist das kleinformatige Büchlein, das nur 63 Seiten stark ist (der eigentliche Vortrag umfasst sogar nur 40 Seiten) eher eine Quellensammlung und Ergänzung zu zwei anderen Büchern von Assmann, nämlich "Die Mosaische Unterscheidung oder der Preis des Monotheismus" (2000) und "Moses der Ägypter. Entzifferung einer Gedächtnisspur" von 2001. Das ist kein Vorwurf. Aufgrund der für den Verfasser typischen Prägnanz und pointierten Textauswertung ist das Buch ohne weiteres für sich allein verständlich.
Das Vorwort, offensichtlich von einem Kulturpolitiker geschrieben, der in etwas übertriebener Weise auf political correctness bedacht ist, hätte man sich sparen können. Stattdessen wünscht man sich eine Erweiterung der Untersuchung beispielsweise auf den Koran und das Neue Testament. Nichtsdestotrotz ist es das Verdienst des Verlages, eine bedeutsame kulturtheoretische Schrift herausgebracht zu haben, die zur Anschaffung sehr empfohlen werden kann.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)

Leserkommentare:*
"Am Anfang war das Wort." (Joh 1,1) (5 von 5 Punkten) meint k.
"Am Anfang war das Wort." (Joh 1,1)

Assmann (1938-) bezieht sich auf die Zielsetzung der bekannten Wiener Vorlesungsreihe im Rathaus, nämlich Bedingungshorizonte des Historischen mit der Gegenwart zu konfrontieren. So folgt seine Vorlesung der Erkenntnis, dass die Wirklichkeit des Menschen aus diskursiven Elementen besteht. Fakt und Diskurs sind die Elemente der sprachlichen Gewalt und ihre Auswirkungen in der Tat. Beiden entgegengesetzt wird die kulturelle Notwendigkeit der Zurückdrängung gefordert.

Zunächst mag es in Hinblick auf die conditio humana beruhigen, dass Gewaltanwendung durch sprachliche Exzesse vorbereitet sein will. Prediger und Ideologen, Wissenschaftler und Publizisten müssen das Terrain vorbereiten in Anerkennung des historischen Befundes über die Verbindung von Sprachgewalt und Tatgewalt. Jüngste Zeugnisse, sei es die Gefangenenlager auf Kuba oder die Ermordung des niederländischen Filmemachers, untersteichen diese Botschaft. Auch sind wir Zeugen einer Entwicklung in den abrahamitischen Religionen in Richtung eines neuen Fundamentalismus. "Diese Religionen haben zugleich mit der Wahrheit, die sie verkünden, auch ein gegenüber, das sie bekämpfen", so Assmann. Und doch ist festzustellen, in welchem historischen Kontext die uns heute als überflüssig erscheinende Sprache der Gewalt in den Texten der Bücher Moses ihre Begründung findet.

Assmann ist Ägyptologe und insofern eng mit der Geschichte des Landes vertraut. Der Auszug aus Ägypten, so Assmann, löschte jede Beziehung zur vorhergehenden Väterzeit aus, die Offenbarung des Gesetzes am Sinai ist ein totaler Neubeginn. Die Kultur im Gegensatz zur Natur erzeugt in dem, was ihre Selbstwahrnehmung, ihre narrative Selbstinszenierung und vor allem ihre Erinnerung angeht, Sprünge. In diesen Sprüngen sieht Assmann den Schlüssel zu dem Problem. Sprache und Gewalt betrachtet er als kultur-historische Reflexion, als kulturelle Semantik, in der die großen Erzählungen die Kultur geschichtlich bestimmen und die Leitunterscheidungen artikulieren. Es geht somit nicht um die gewaltsame Durchsetzung des Monotheismus, sondern vielmehr darum: "Warum wurde seine Durchsetzung in der Sprache der Gewalt dargestellt und erinnert"?

So bleibt eine geschichtliche Entwicklung der Sprache in ihrer Absicht eine Entwicklung der Begriffe und ihrer Bedeutung. Ist Monotheismus nicht gar ein Reifezustand des Polytheismus? Alle Götter sind Eins. Oder: Keine anderen Götter aus Gott! Doch in beiden Fällen tritt das Zeichen des Einen auf, damit eine Abgrenzung einer Gruppe zu anderen. Die Bibel (Ex, Dt, Num, Makk) zeigt, dass in Bezug auf die Zugehörigkeit zur Gruppe der Machtaspekt im Sinne der Gewalt am intensivsten auftreten muss. Der Zusammenhalt erzeugt die Kongruenz von Ich und Wir und lässt ein wahres Du erst zu, wenn die Einheit gegeben ist. Und doch muss diese Einheit immer wieder bewiesen werden im Sinne der Erinnerung. Der Auszug aus Ägypten ist damit nicht mehr als eine Konversion in eine neue Offenbarung, die immerwährend ist, da der Ursprung nicht vergessen wird. Im Gegensatz zur Assimilation, die das völlige, erinnerungsfreie Eintreten in eine neue Kultur meint, ist der Konvertit gebunden an seine Vergangenheit und diese erinnert ihn immer wieder an die neue, freie eigene Entscheidung eines kulturellen Wechsels. In Folge dieser Erinnerung wird die gewaltbereite Sprache zur Sicherung des assyrischen Königreichs verwand in den Büchern Moses und sie hat genau dort ihre geschichtliche Ortung und in diesem Kontext ihre Bedeutung. Ein Transfer in die Gegenwart und deren Interpretation ohne psycho-historischen Kontext verwässert und wird damit selbst zu einem Spiel der Sprache zur Untermauerung der subjektiven Wahrheit. Eifer, Eifersucht, Liebe, Gnade sind die Aspekte, die den Gedanken und die Notwendigkeit einer gewaltigen Sprache untermauern. Die Chiffre Kanaan wird in Verbindung mit Gewalt zum Zweck einer Einheit. In dieser Einheit gedeihen Liebe und Gnade unter Einhaltung von Recht und Gesetz. Zwischen Recht und Religion wurde nicht unterschieden, wie man in den Makkabäerbüchern nachlesen kann, genau wie auch die Frage des Martyriums sich dort darstellt als ein Sterben für das Gesetz. Es meint damit, das ein Leben dem Gesetz gemäß gefordert ist und da mit der Schrift die Monotheismen zur Buchreligion geworden sind, dieses Gesetz der Schrift im Leben als Gebot gilt. Ein exklusiver Monotheismus (Keine anderen Götter) ist als gesellschaftliche Konversion im Alten Testament wie eine kulturelle Metamorphose, ein Sprung in eine komplett neue Existenzform. Sich Gott als monos theos vorzustellen, heißt ihn in eine Einsamkeit, in ein Alleinsein zu setzen, was nur als Spiegelbild einer gesteigerten Subjektivität unter anthropologischen Gesichtspunkten zu sehen ist. Diese Subjektivität zeigt sich im Begriff der Reue, die in anderen Religionen nicht bekannt ist. Reue ist Konversion mit Rückkehr. Konversion wie Reue bedürfen einer negativen Selbsterkenntnis in Anerkennung der Gesetze und befähigen zur Hinwendung bzw. Umkehr. Sie betreffen den inneren Menschen.

Wahr und falsch sind auch im digitalen wie globalen Zeitalter von Bedeutung. Den kulturellen Sprung der Antike beweist die Thora und der Monotheismus. Er zeigt auch, dass die Unterscheidung von wahr und falsch nicht gewalttätig ist. Sprachliche Gewalt entspringt politischem Druck, in der Zeit der Assyrer oder heute, es geht um den Sprung aus dem Alten ins Neue. Nicht Gläubige sondern Fundamentalisten werden vom semantischen Dynamit alter Texte entzündet. Wem es um politische Macht geht, bedient sich sprachlicher Gewaltmotive. Feindbilder, Angstmotive, Bedrohungsbewusstsein sind Mittel, die Massen hinter sich zu bringen. Die alten Motive sind zu historisieren und bei deren Ursprung zu belassen. Die Motive des war on terror und deren Maßnahme können reflektiert werden, in dem man die Genese des Historischen aufdeckt und in ihrer Geltung einschränkt. Monotheismus nach Assmann ist damit nicht ursächlich für die Gewalt, vielmehr zeigt er, dass die kulturelle Konversion in den exklusiven Monotheismus den einzelnen Menschen vom politischen Druck befreit.

Assmanns kulturtheoretischer Ansatz ist sehr zu empfehlen, erweitert er deutlich die Diskussion um Sprache und Gewalt in der Bibel um einen sachdienlichen Beitrag und reduziert die vorurteilsbezogenen subjektiven Sichtweisen.

 Weitere Lesermeinungen

Religion und kulturelles Gedächtnis: Zehn Studien - Jan Assmann
Buch:Religion und kulturelles Gedächtnis: Zehn Studien
Autor:Jan Assmann, Ausgabe vom 8. Febr. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 90596
Preis: 14,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
 Weiterinformieren oder bestellen bei Amazon
Der Ägyptologe Jan Assmann geht in zehn brillanten Einzelstudien dem Zusammenhang zwischen Religion und Gedächtnis nach. Die Untersuchungen zu Symbolen und Riten, mündlicher Überlieferung und Kanonbildung beschränken sich nicht auf das Alte Ägypten, sondern beziehen die Geschichte des Judentums und die gesamte "Gedächtnisgeschichte des Abendlandes" mit ein. Als Teile dieser Geschichte und zugleich herausragende Beiträge zur Theorie des kulturellen Gedächtnisses werden Sigmund Freuds Moses-Buch und Thomas Manns Joseph-Roman gewürdigt.
Jan Assmann, internatinal angesehener Religions- und Kulturwissenschaftler, geboren 1938, lehrt seit 1976 Ägyptologie an der Universität Heidelberg. Der Historiker erhielt für sein Gesamtwerk den Deutschen Historikerpreis 1998.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Anregend... (5 von 5 Punkten) meint p. aus Siegen
Jan Assmanns Werke zu lesen ist immer wieder anregend. Assmanns Gedankengänge müssen einem weder gefallen noch überzeugen, doch bieten sie immer wieder Anlass das eigene Nachdenken anzuregen. Die Stärke des Ägyptologen Assmann liegt sicher auch in seiner Art und Weise verschiedenste wissenschaftliche Disziplienen miteinander zu verbinden (nicht nur aus der Ägyptologie, sondern auch aus der Psychologie, Theologie und Soziologie und all deren Berührungspunkten wie Sozialpsychologie, Geschichtssoziologie etc. pp.), wobei Assmann eine fast einzigartige Weise einer Art Kulturanthropologie schafft. So auch hier. Mit dem einführenden Kapitel, das der Frage nachgeht, was ist das "kulturelle Gedächtnis" überhaupt, legt Assmann die theoretische Grundlage für die darauf folgenden neun Kapitel, in denen auf unterschiedliche Art und Weise seine Idee vom kulturellen Gedächtnis zur Anwendung kommt. Dabei handelt es sich bei den einzelnen Kapiteln um Studien, die wesentlich auf Vorträgen und Aufsätzen vergangener Jahre beruhen. Wer kompakt in Assmanns Theorie vom "kulturellen Gedächtnis" eingeführt werden möchte, sollte vorweg noch Assmanns Werk "Das kulturelle Gedächtnis" studieren. Assmanns Schriften mögen auf den ersten Blick nicht immer leicht verständlich geschrieben sein, sondern entwickeln ihren Tiefgang oft bei genauer Lektüre, doch ist das Buch allen zu empfehlen, die sich sowieso schon mit Assmann auseinandergesetzt haben, aber auch uneingeschränkt allen, die am Nachdenken Freude haben.

Der Abschied von den Toten - Trauerrituale im Kulturvergleich - Hg. von Jan Assmann, Franz Maciejewski und Axel Michaels
Buch:Der Abschied von den Toten - Trauerrituale im Kulturvergleich
Autor:Hg. von Jan Assmann, Franz Maciejewski und Axel Michaels, Ausgabe vom 30. Sept. 2001, Broschiert, Verkaufsrang 336860
Preis: 34,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
 Weiterinformieren oder bestellen bei Amazon
...eine höchst lesenswerte, spannende und aufschlußreiche Lektüre. (Hanne Kulessa, hr2Mikado, 16.1.2006)

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Ein großartiges Werk (5 von 5 Punkten) meint D.K.D. aus Bremen
Wer dieses Buch in die Hand nimmt, mag zunächst stutzen und bei sich selbst denken: Das ist sicherlich (nur) ein religionsgeschichtliches Werk. Das sind Forschungen einer mir unbekannten Tagung. Schön und gut. Das ist dann wohl nichts für mich!
Doch wen der Buchtitel anspricht, wen die Fragestellung neugierig macht, sollte nur irgendwo aufgeschlagen und zu lesen beginnen und wird buchstäblich gefesselt werden.
Das Buch ist hochinteressant. Es ist kein weiterer Trauerratgeber in-nerhalb der seit Anfang der 70ger Jahre des 20. Jahrhunderts rapide an-wachsenden Trauer-Literatur. Im Gegenteil, und das ist das Aufregende an diesem Werk, es kommt gleichsam von der anderen Seite her: Vollzog sich im Westen mit Elisabeth Kübler-Ross (Interviews mit Sterbenden) und Yorick Spiegel (Prozess des Trauerns) sowie der daraus resultierenden Literatur die sozial-psychologische Rationalisierung überlieferter Sterbe- und Trauerbräuche, um bestimmte Phasenmodelle des Ablaufs herauszuarbeiten, so beschreiben und reflektieren die Beiträge dieses Werkes die Trauerrituale in Indien und Sri Lanka, in Nepal, den Tod und die Trauer in Ägypten und im Alten Orient und last but not least wird die kulturelle Trauerarbeit im Westen dargestellt: nach Auschwitz, die deutsche Volks-trauer nach 1945, die Stadtzerstörung und das Gedenken (Hamburg, Dresden, Berlin. New York) und das Ende der DDR anhand des Films Good Bye Lenin.
Die Einzelbeiträge sind durchgehend gut zu lesen, sehr anregend und auf-regend in den Gedankengängen. Für mich ist geradezu großartig, was darin über Erinnern und Vergessen, über Toten- und Trauerrituale und über das Leben mit den Toten nachgedacht wird.
Zu den von der Themenstellung interessierten Lesern wünsche ich mir un-bedingt dazu die lesenden Bestatter und die Verantwortlichen der Hospizinitiativen.

Ägyptische Religion - Totenliteratur -
Buch:Ägyptische Religion - Totenliteratur
 Ausgabe vom 22. Sept. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 203193
Preis: 42,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
 Weiterinformieren oder bestellen bei Amazon
Die Totenreligion der alten Ägypter bedeutet den größten Triumph der menschlichen Imagination und Fiktion über die harten Fakten der Existenz. Keine andere Kultur hat die altägyptischen Gegenbilder zu Sterben und Tod an Kühnheit und Farbigkeit übertroffen oder auch nur von ferne erreicht. Dabei - und das ist das Besondere der ägyptischen Totenreligion - haben diese Gegenbilder die Erfahrung des Todes in keiner Weise verdrängt und verleugnet, sondern geben ihr umfassend und schonungslos Ausdruck, um von dieser Grundsituation ausgehend alternative Wege und Räume zu erschließen. Jenseits der Todeswelt, in die auch nach ägyptischer Vorstellung alles Lebendige nach dem Tode eingeht, eröffnet die ägyptische Religion einen Weg zur Unsterblichkeit und Erlösung, auf dem ihr die späteren "Erlösungsreligionen" gefolgt sind.
In umfassender Auswahl werden die großen Korpora der Pyramidentexte, der Sargtexte und des Totenbuches vorgestellt, die über Jahrtausende hinweg die Verstorbenen als Wissenskompendium für einen erfolgreichen Übergang in die Welt jenseits der Todesschranke begleiteten. Die Totensprüche aus Grabinschriften des Neuen Reiches (1550-1070 v. Chr.) stammen zum größten Teil aus der zugänglichen Kultkapelle des Grabes. Die Totenklagen entwerfen ein meist harsches Bild des Jenseits und verleihen dem Schmerz der Hinterbliebenen eine Stimme. Den Abschluß bildet der Totenpapyrus des Month(em)saef, der ihm als Passierschein ins Totenreich dienen sollte und der eine außergewöhnlich detailreiche Schilderung von Todesriten und Totengericht enthält.
In einzigartiger Weise hat die altägyptische Kultur den Bildern und Gegenbildern des Todes sprachlichen Ausdruck verliehen. Der vorliegende Band vermittelt diesen kulturellen Reichtum und seine Vielfalt mit Neuübersetzungen der Pyramiden- und Sargtexte, des Totenbuchs, der Totensprüche und Totenklagen.

Thomas Mann und Ägypten: Mythos und Monotheismus in den Josephsromanen - Jan Assmann
Buch:Thomas Mann und Ägypten: Mythos und Monotheismus in den Josephsromanen
Autor:Jan Assmann, Ausgabe vom 23. Aug. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 167946
Preis: 22,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
 Weiterinformieren oder bestellen bei Amazon
Jan Assmann geht den bahnbrechenden religions- und kulturwissenschaftlichen Einsichten Thomas Manns nach, die dieser vor allem in seinem Romanzyklus Joseph und seine Brüder vermittelt. Auf faszinierende Weise läßt er seine Leser nicht nur das literarische Kunstwerk der Josephsromane mit neuen Augen sehen, sondern vor allem auch den Schriftsteller und Kulturwissenschaftler Thomas Mann. In der Begegnung mit dem Alten Ägypten erschloß sich Thomas Mann eine kulturelle Tiefendimension der Zeit. Seine Josephsromane kreisen um die Frage, die auch Proust, Bergson und Freud beschäftigte: in welcher Weise die Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmt, und sie geben darauf einige der klügsten, reflektiertesten und differenziertesten Antworten. Gerade in seinen Einsichten zum Wesen des Mythos, zur Entstehung des Monotheismus, zum kulturellen Gedächtnis und zur historischen Anthropologie und Psychologie erweist sich Thomas Mann als einer der bedeutendsten Kultur- und Religionswissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Den bislang noch wenig erschlossenen Dimensionen seines Werkes geht Jan Assmann in seinem neuen Buch nach. Es geht hier um "das mythische Selbst", einen der kühnsten Entwürfe historischer Anthropologie, die "mythische Zeit", ein Problem, das Thomas Mann auch in anderen Romanen und Essays beschäftigte, sowie um das spannungsreiche, aber für Mann in keiner Weise sich ausschließende Verhältnis von Mythos und Monotheismus. Assmann beschreibt das Ägyptenbild der Josephsromane und vergleicht die Josephsgeschichte Manns mit der biblischen Erzählung sowie ihrer ägyptischen Urgestalt. Höchst aufschlußreich sind auch die abschließenden Vergleiche mit zeitgenössischen Werken wie Arnold Schönbergs Moses und Aron und Sigmund Freuds Der Mann Moses.

Schrift und Gedächtnis: Beiträge zur Archäologie der literarischen Kommunikation - Aleida Assmann, Jan Assmann, Christof Hardmeier
Buch:Schrift und Gedächtnis: Beiträge zur Archäologie der literarischen Kommunikation
Autor:Aleida Assmann, Jan Assmann, Christof Hardmeier, Ausgabe vom 1. Januar 1998, Broschiert, Verkaufsrang 224957
Preis: 37,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
 Weiterinformieren oder bestellen bei Amazon

Seite 1 Eine zurück 12 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15  Eine weiter 

Alle Bestellungen werden über Amazon abgewickelt. Amazon ist der größte Online-Buchhändler und liefert sehr zuverlässig und sicher.Bücher versandkostenfrei nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz, alle anderen Artikel ab 20 € Bestellwert. Ausführliche Lieferbedingungen hier.Nach Deutschland und Österreich ist auch Lieferung gegen Rechnung möglich. Dadurch entfällt die Angabe der Bankdaten. Bedingungen hier.

Buch, Hörbücher

Politik und Geschichte

Deutsche Geschichte
Geschichte nach Ländern
Epochen
Geschichte nach Themen
Kriege und Krisen
Personen der Weltgeschichte
Geschichte allgemein
Biografien und Erinnerungen
Deutsche Politik
Politik nach Ländern
Politik nach Bereichen
Politikwissenschaft
Terrorismus und Extremismus
Gesellschaft
Bekannte Autoren