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| | Buch: | Deutschland, Deutschland über alles: Von Anfang bis Ende |
| Autor: | Joachim Fernau, Ausgabe vom 1998, Taschenbuch, Verkaufsrang 13574 |
| Preis: | 6,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 17 Bewertungen)
Leserkommentare:* Lesen, lesen, wiederlesen (5 von 5 Punkten) meint P. aus Deep Blue Sea Eigentlich ist Fernau der einzige Nachkriegsautor:
a) den es sich zu lesen lohnt
b) den es sich immer wieder zu lesen lohnt.
Er schreibt Geschichte mit dem Verstand und mit dem (blutenden) Herzen; alle seine Bücher, auch "Halleluja", "Cäsar" und "Rosen" handeln letztlich von uns, den Deutschen, aber auch vom Menschen schlechthin.
Fernau hat Schopenhauer gelesen und fügt ihm seine eigenen Erkenntnisse hinzu; außerdem bringt er dem Lesen geschichtliches Denken bei und das ganz spielerisch, selten hat man so einen guten Lehrer gehabt.
Und selten, daß man Bücher immer wieder lesen kann; ich lese seine fünf, sechs Hauptwerke jedes Jahr einmal oder höre sie auf CD und jedes Mal liest, hört, denkt man sich etwas Neues.
Welcher Autor der letzten Jahrzehnte berührt uns denn ähnlich ?
Ich kenne keinen.
Ein Meisterwerk (5 von 5 Punkten) meint R.B. aus Franken Die Leistung von Fernau ist kaum mit Worten zu beschreiben. Er marschiert nicht - er läuft gerade zu durch 2000 Jahre Germanische respektive Deutsche Geschichte und hält an denjenigen Stellen inne die er einer fundamentalen, einer Weichenwirkung zugesteht. Als Stilmittel bedient er sich hierbei einer volksnahen Prosa ohne das teils nervige Gespicke mit Fremdwörtern und Fachjargon mit dem sich andere Autoren schmücken um das Ganze etwas "professioneller" aussehen zu lassen. Denn: der Inhalt ist identisch! Nur versteht man Fernau einfach ohne zur Hilfenahme von Lexika. Dies fördert den Lesefluss enorm, so dass man ohne weiteres nach drei Tagen (oder Nächten) einen kurzweiligen Crashkurs in Sachen Deutsche Geschichte absolviert hat. Herrlich wie es Fernau immer wieder schafft, mit leicht ironischem (jedoch nie sarkastischem!) Unterton auf die Stärken und Schwächen unseres Volkes hinzuweisen - jedoch stets unter der Voraussetzung (und das macht eben den Unterschied zu heutigen Geschichtserziehern), dass er Deutsche Geschichte konsequent aus deutscher Schit erzählt und sich nicht (neudeutschen bzw. antideutschen) Gemeinplätzen hingibt welche versuchen aus unserer Geschichte nachträglich ein Verbrecheralbum zu konstruieren.
Wer die Deutsche Geschichte in seiner Gesamtheit erfasst, wird sich schwer tun die Mär einen deutschen respektive preußischen Militarismus aufrechterhalten zu können.
Aufgeteilt ist das Buch in insgesamt 16 Kapitel. Um sich den Sprachstil ein bisschen besser vorstellen zu können ein Probeauszug aus dem 4. Kapitel:
"Stellen Sie sich einen Bischof im 11. Jahrhundert vor: Ein Haudegen, ein Bataillonskommandeur, Sohn eines Grafen, ein Trinkwunder gigantischer Humpen, sicherlich Vater einen fröhlichen Kinderschar, wie man sie in gleicher gottgefälliger Zahl heute nur noch bei evangelischen Pastoren findet, klug, männlich, Heerführer im Kriege, weltlicher Reichsfürst. Diesen Männern sagte Vater Heinrich plötzlich, sie sollten keusch und züchtig sein, mönchisch leben, das verdammte Kettenhemdgerassel lassen, Selterswasser trinken und Kneippsandalen tragen..."
Natürlich kann in dieser Gerafftheit nicht jede Einzelheit, nicht jedes historische Ereignis entsprechend gewürdigt werden - das wäre in der Kürze des Raumes auch gar nicht möglich geschweige denn vom Verfasser beabsichtigt gewesen. Was Fernau vielmehr will ist das Begreifen zu ermöglichen wie sich Deutsche Geschichte entwickelt hat, wie der gemeine Deutsche der jeweiligen Epoche die Welt uns sein Land wahr nahm und nicht zuletzt helfen wie es zu den Katastrophen der beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert kommen konnte. Fernau hält hier so manche Überraschung für den von Klischees und stereotypen geplagten neudeutschen Weltbürger bereit. Zudem schafft er es, etwas von der "Deutschen Seele", von einer nie vollendeten Sehnsucht zu erzählen die jeden der noch nicht gänzlich umerzogen worden ist einfach rühren muss.
So lesen wir z.B. eine meines Wissens nach so noch nicht gestellte Frage zu der hitlerschen Diktatur:
"Es war die Übergabe der Diktatur. Hat es das Volk gewollt? Merkwürdig, wie heiß die Frage wirkt! Es liegt natürlich daran, dass sie heiß gehalten wird. Die Frage scheint so brennend, so wichtig. Sie ist ganz gleichgültig! Hat das Volk Napoleon gewollt? Hat es Ebert gewollt? Hat es Cäsar gewollt? Alle diese Männer sind die Summe, die Endsumme von Kettenwirkungen. Haben wir bei Napoleon überhaupt gefragt?"
Auch begeht Fernau auf der anderen Seite nicht den Fehler die Deutsche Geschichte einsichtig zu glorifizieren: Die Fehler der jeweiligen deutschen Herrscher werden in ihrem ganzen Verhängnis ans Tageslicht gefördert. Hier hält er z.B. den Erben Karl des Großen vor, aus kleingeistigen Denken heraus die Zukunft eines Gesamtfränkischen Reiches verspielt zu haben und so überhaupt erst die Erbfeindschaft zwischen dem westfränkischen Reich (im groben Frankreich) und dem ostfränkischen Reich (im groben Deutschland) entstanden ist. Von dieser Spaltung hat sich das Abendland bis heute nicht wirklich erholt. Denn "gut gemeint" allein reicht eben nicht für ein Land, das sich später aufgrund seiner geopolitischen Lage quasi immer in einer Art Ausnahme- bzw. Bedrohungszustand von feindlichen Mächten befunden hat. Als zwei explizit negative deutsche Charaktereigenschafen greift Fernau hier zudem die grenzenlose Nativität und mangelndes diplomatisches Geschick in außenpolitischen Angelegenheit anhand zahlreicher Beispiele auf.
Ganz am Rande, man möchte meinen auf einen Nebenspur stellt der Autor die verhängnisvolle Entwicklung weg vom Staatsdenken hin zum Gelddenken ("Kramerseele", Zinswirtschaft, Anleihen und Devisen, Adam Smith etc.) sowie die Auswirkungen der Französischen Revolution aus einem gänzlich anderen Blickwinkel dar: Die Demokratisierung, die (vermeintliche) Universalisierung der Menschenrechte habe die Verantwortlichen anonymisiert. Hier schreibt Fernau exemplarisch:
"Das große republikanische Experiment Frankreichs hat im Völkerleben nichts geändert außer einem: Die Verantwortung wurde anonym und der Haß persönlich! Man konnte nicht mehr sagen: "Ludwig XIV. hat die Pfalz niedergebrannt", sondern "die Franzosen haben..." Ich glaube, das Leben ist dadurch um einen Zug böser geworden."
An negativen Punkten konnte ich nur finden, dass das erste militärische Aufeinandertreffen zwischen Römer und Germanen (Schlacht bei Noreia) keinen Eingang in sein Werk gefunden hat.
Fazit: Es ist schade, sehr schade, das Fernau im Jahre 1988 gestorben ist. Sonnst hätte er mit seinen weisen Zwischentönen sicherlich noch ein 17. Kapitel vollenden können, dass mit der Wiedervereinigung von Westdeutschland (BRD) mit Mitteldeutschland (DDR) seinem Grundtenor der "Deutschen Romantik" sicherlich entsprochen hätte...
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| | Buch: | Rosen für Apoll: Die Geschichte der Griechen |
| Autor: | Joachim Fernau, Ausgabe vom 1993, Taschenbuch, Verkaufsrang 40889 |
| Preis: | 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Mit seiner unnachahmlichen Gestaltungskraft und Einfühlungsvermögen erzählt Joachim Fernau die Geschichte der Griechen von den mythischen Anfängen bis zum Tode Alexanders des Großen. Eine faszinierende Reise in die Vergangenheit zu den Ursprüngen der westlichen Zivilisation.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 12 Bewertungen)
Leserkommentare:* Was war Solons Leibspeise? (5 von 5 Punkten) meint r. aus Bayern Will man Joachim Fernaus "Rosen für Apoll: Die Geschichte der Griechen" in aller Kürze auf den Punkt bringen, ist das gar nicht so einfach. Was müsste ein solcher Versuch aufweisen können? Es wären die Minoer dabei mit ihrer ja eigentlich vorgriechischen Hochkultur, die beweisen, dass die Ursprünge durchaus Farbe haben und nicht nur im Dunkeln liegen. Es wäre ferner Homer dabei, der Reporter der Götter, Kriege und Helden, mit seiner Illias und der Odyssee - ganz gleich, ob Homer nun einer war oder mehrere. Und mit von der Partie wären ganz sicher auch der erste Gesetzgeber Athens, Solon, und dessen Leibspeise. Zu erzählen wäre vom Zusammenschluss der Spartaner und Athener gegen Persien, vom "echten" Marathonläufer, den Thermopylen und von Salamis. Es käme auch noch die große Figur der athenischen Demokratie, der kunstsinnige Perikles, bei dem das Lachen im Theater zu einem Dienst am Staate wurde. Noch gar nicht berichtet hätten wir dann vom Peloponnesischen Krieg zwischen Athen und Sparta, der nach Seite 249 von Fernaus Buch "Dreißigjährige Krieg", der ganz Griechenland spaltete, nicht berichtet von Philipp von Makedonien und seinem berühmten Sohn, der den halben Erdball erobert hatte, als er nach Indien kam. Aber da diese Besprechung jetzt schon über das hinausgeht, was man "in aller Kürze" nennen würde, schlage ich eines vor: Lesen Sie selbst. Die Begeisterung für die Geschichte Griechenlands kommt garantiert!
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| | Buch: | Cäsar läßt grüßen - Die Geschichte der Römer. |
| Autor: | Joachim Fernau, Ausgabe vom 1998, Taschenbuch, Verkaufsrang 185476 |
| Preis: | 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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"Die Geschichte vom Anfang und Ende des Römischen Reiches - locker und saftig, ironisch und mitunter bissig. Kein Gang durchs historische Wachsfigurenkabinett, sondern Begegnung mit lebenden Menschen."
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 19 Bewertungen)
Leserkommentare:* Rom aus gesellschaftspolitischer Sicht (4 von 5 Punkten) meint K.L. aus Wien Vielleicht ist der Stil manchem etwas zu flockig, vielleicht ist manchem der Inhalt zu dürftig. Trotzdem finden sich auf den 150 Minuten viele erhellende Aussagen zu manchen Legenden oder historischen Halbwahrheiten, z.B. zur Gründung Roms oder dem sog. "Raub der Sabinerinnen". Als besonders wertvoll erachte ich, dass viel auf gesellschaftliche Belange und auf die Lebensumstände im alten Rom eingegangen wird. Fernau unterläßt es auch nicht, dort und da mal zu werten und den einen oder anderen Herrscher als Schwachkopf hinzustellen. Die Betrachtung des politischen Umfeldes von Julius Cäsar fand ich beispielhaft - das findet man in keinem Geschichtebuch. Dafür vier Sterne. Zwischendurch neigt man aber doch dazu, auch mal abzuschalten und sich berieseln zu lassen, ohne richtig zuzuhören. Das liegt wohl daran, dass doch die Spannung manchmal fehlt.
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| | Buch: | Sprechen wir über Preußen: Die Geschichte der armen Leute |
| Autor: | Joachim Fernau, Ausgabe vom 1998, Broschiert, Verkaufsrang 17664 |
| Preis: | 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Die Geschichte der armen Leute? Bei einem solchen Untertitel erwartet man zwar aufschlussreiche, aber doch eher trockene sozialhistorische Kost. Dann schlägt man Joachim Fernaus Buch Sprechen wir über Preußen auf und ist erst einmal überrascht: Kein thematisches oder chronologisches Inhaltsverzeichnis, keine Abbildungen, sondern ein Band, der auf den ersten Blick aussieht wie ein Roman. Leicht irritiert stöbert man hinein in dieses so andere Geschichtswerk und stellt erfreut fest, dass es sich auch fast wie ein Roman liest. Nichts von sachlich-muffiger Geschichts(be)schreibung, sondern eine flott verfasste Abhandlung über Preußens Entwicklung. Fernau unternimmt mit uns eine Wanderung durch das historische Preußen, beschreibt das Leben links und rechts des Weges, den alltäglichen Überlebenskampf gegen Armut, Seuchen oder Ganoven, schaut aber auch in die Kasernenhöfe mit ihrem harten Militärdrill. Er macht bei den herrschaftlichen Sitzen Halt und erläutert seinen allzeit gefesselten Lesern den Einfluss der preußischen Herrscher auf ihren Staat, ihre Eigenheiten, ihren Regierungsstil und natürlich ihre Politik. Denn die bestimmte ja letztlich das Leben der Bürger. Zugegeben, ein klassisch-informatives Geschichtsbuch mit hohem Nachschlagewert ist Sprechen wir über Preußen nicht (da sind schon fehlende Inhaltsübersicht und Register vor), dafür aber ein kurzweiliger Band, der seine vielen Preußen-Fakten auf ungewohnte Weise vermittelt. Wem das alles zu wenig wissenschaftlich aufbereitet ist, der kann zu einem der traditionellen Geschichtsbücher greifen, die spätestens das Preußenjahr reichlich hervorgebracht hat (wie etwa den Begleitband zur ARD-Serie Preussen. Chronik eines deutschen Staates, Julius Schoeps' Preußen. Geschichte eines Mythos oder Sebastian Haffners Preußen ohne Legende. Fernaus beachtenswerte Arbeit jedenfalls ist ein Band, der das Prädikat "Ein etwas anderes Geschichtsbuch" einmal wirklich verdient hat. -Joachim Hohwieler 1
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 9 Bewertungen)
Leserkommentare:* Preußen mal anders (5 von 5 Punkten) meint J.S. aus Preußen Fernau beschreibt Preußen ohne Glanz und Gloria, amüsant und spannend lesbar.
Entgegen der "steifen" Geschichtsbücher wird für den kundigen Leser Preußen lebendig und man kann den Verlauf der Hohenzollern und Preußen nachvollziehen.
Es wird nichts verheimlicht, "die kleinen Leute" werden gut geschildert, aber auch die Handlungsweise der "oberen".
Wer Geschichte nicht anhand von Zahlen, sondern von tatsächlcihen Ereignissen erleben will, ist mit diesem Buch richtig.
Man sollte aber schon Vorkenntnisse über die Geschichte und der seinerzeit handelnden Personen mitbringen.
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| | Buch: | Halleluja: Die Geschichte der USA |
| Autor: | Joachim Fernau, Ausgabe vom Febr. 2000, Gebunden, Verkaufsrang 67070 |
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Es gibt Tausende von Büchern über Amerika, aber in keinem steht eine Behauptung wie diese: "Daß es die Vereinigten Staaten von Amerika gibt, verdanken wir vor allem den Briten. Hätten sie nicht die Indianer ausgerottet, so würde Amerika ein ganz anderes Schicksal erfahren haben. Es hätte das Schicksal Afrikas gehabt. Fernaus Geschichte der USA ist anders. Den Griechen galt die ganze Liebe des Autors, und auch unter den Römern fand er immer wieder eine Gestalt für sein Herz. Über den Atlantik aber fliegt es nie. Es bleibt unberührt von dem Rausch des Aufstiegs, dem Rausch der Parolen, dem Rausch der Macht. Wenn es hörbar schlägt, dann für zwei Besiegte: die physisch vernichteten Indianer und das seelisch vernichtete Europa, insbesondere das deutschsprachige, von heute. Dann zeigt sich, daß das Herz des Autors nicht nur lieben kann.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 24 Bewertungen)
Leserkommentare:* Vor über 30 Jahren geschrieben, trotzdem topaktuell (5 von 5 Punkten) meint A.M. aus München Für das Verständnis der US-Politik ist es zwingend notwendig, die "europäische Brille" abzulegen. Eine sehr gute Möglichkeit hierzu bietet diese Buch. Bevor ein Aufschrei erfolgt: Ich kenne die Vita von Herrn Fernau und auch, dass er nicht ganz unproblematisch ist... Aber in diesem Buch zeigt er auf, warum die Politiker der USA (bis auf ganz wenige Ausnahmen) so regieren, wie sie regieren. Fernau malt in seiner launischen Sprache aus, dass die Regierungsform der USA der Kapitalismus ist, bei dem die Hochfinanz/Industrie bei den Wahlen die Politiker sponsert (Lobbyismus) und als Gegenleistung die gewählten Präsidenten/Abgeordneten im Sinne der Hochfinanz/Industrie regieren (müssen). Trotz seiner mehr als 30 Jahre, geschrieben in der Hochzeit des kalten Krieges, ist das Buch hochaktuell: Man braucht nur auf den letzten ca. 40 Seiten das Aufeinanderprallen (engl. clash) von Kapitalismus/Kommunismus durch Kapitalismus/Islamismus auszutauschen.
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| | Buch: | Disteln für Hagen: Bestandsaufnahme der deutschen Seele |
| Autor: | Joachim Fernau, Ausgabe vom 2001, Gebunden, Verkaufsrang 555151 |
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Enthüllungen zum unerschöpflichen Thema deutsche Seele – gezeigt am altehrwürdigen Nibelungenlied. „Siegfried war kein Königssohn, sondern ein hofloser Abenteurer.” Wenn Fernau das Nibelungenlied nacherzählt, dann bedeutet das den Sturz falscher Götter, falscher Tabus und den Dornröschenkuss für die schlafenden Schönheiten. Ein Hörbuch, das Geschichts- und Gegenwartsdeutung, wie von Fernau gewohnt, scharfsinnig pointiert.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)
Leserkommentare:* Siegfried - eine Demontage (5 von 5 Punkten) meint D.V.W. Der Held der deutschen Sagenwelt - das ist sicherlich Siegfried, der Drachentöter. Aber wie ist es, wenn man sich die Geschehnisse mal von einer anderen Warte aus ansieht? Siegfried, der Naivling, der reichlich Unbedarfte, ja, sogar der unglaublich Gefühllose. Kurz gesagt, der reine Tölpel, abgesehen von seinen phantastischen körperlichen Vorzügen. Auf der anderen Seite das Brüdergespann Gunter, Gernot und Giselher, die als Terzett eine schöne Spannbreite an positiven und negativen Eigenschaften vorzuweisen haben. Aber eine der beiden eigentlichen Hauptpersonen ist Hagen von Tronje. Er ist der Stratege und Denker. Er allein erkennt Zusammenhänge und versucht die Geschichte so zu lenken, wie es seine Wertvorstellungen ihm vorgeben. Ja, er ist grausam, und noch dazu ist er es bewusst, ganz im Gegensatz zu Siegfried. Hagen ist die einzige vorkommende männliche Person, die ihr Leben führen will. Nur Kriemhild, die zweite Hauptperson, entwickelt vergleichbares Talent. Alle anderen sind letztendlich nur Marionetten.
J. Fernaus gleichnamiges Buch hatte ich vor einigen Jahren mit großem Vergnügen gelesen. Der Autor erzählt nicht nur seine Sicht des Nibelungenliedes, er versucht auch, Brüche in demselben aufzuspüren und Brücken zu anderen Sagen zu schlagen. In dieser Hörbuchfassung geht von der Faszination nichts verloren, weshalb ich sie uneingeschränkt empfehlen kann.
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| | Buch: | Deutschland, Deutschland über alles ... - Von Anfang bis Ende. |
| Autor: | Joachim Fernau, Ausgabe vom 1972, Gebunden, Verkaufsrang 513982 |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 17 Bewertungen)
Leserkommentare:* Lesen, lesen, wiederlesen (5 von 5 Punkten) meint P. aus Deep Blue Sea Eigentlich ist Fernau der einzige Nachkriegsautor:
a) den es sich zu lesen lohnt
b) den es sich immer wieder zu lesen lohnt.
Er schreibt Geschichte mit dem Verstand und mit dem (blutenden) Herzen; alle seine Bücher, auch "Halleluja", "Cäsar" und "Rosen" handeln letztlich von uns, den Deutschen, aber auch vom Menschen schlechthin.
Fernau hat Schopenhauer gelesen und fügt ihm seine eigenen Erkenntnisse hinzu; außerdem bringt er dem Lesen geschichtliches Denken bei und das ganz spielerisch, selten hat man so einen guten Lehrer gehabt.
Und selten, daß man Bücher immer wieder lesen kann; ich lese seine fünf, sechs Hauptwerke jedes Jahr einmal oder höre sie auf CD und jedes Mal liest, hört, denkt man sich etwas Neues.
Welcher Autor der letzten Jahrzehnte berührt uns denn ähnlich ?
Ich kenne keinen.
Ein Meisterwerk (5 von 5 Punkten) meint R.B. aus Franken Die Leistung von Fernau ist kaum mit Worten zu beschreiben. Er marschiert nicht - er läuft gerade zu durch 2000 Jahre Germanische respektive Deutsche Geschichte und hält an denjenigen Stellen inne die er einer fundamentalen, einer Weichenwirkung zugesteht. Als Stilmittel bedient er sich hierbei einer volksnahen Prosa ohne das teils nervige Gespicke mit Fremdwörtern und Fachjargon mit dem sich andere Autoren schmücken um das Ganze etwas "professioneller" aussehen zu lassen. Denn: der Inhalt ist identisch! Nur versteht man Fernau einfach ohne zur Hilfenahme von Lexika. Dies fördert den Lesefluss enorm, so dass man ohne weiteres nach drei Tagen (oder Nächten) einen kurzweiligen Crashkurs in Sachen Deutsche Geschichte absolviert hat. Herrlich wie es Fernau immer wieder schafft, mit leicht ironischem (jedoch nie sarkastischem!) Unterton auf die Stärken und Schwächen unseres Volkes hinzuweisen - jedoch stets unter der Voraussetzung (und das macht eben den Unterschied zu heutigen Geschichtserziehern), dass er Deutsche Geschichte konsequent aus deutscher Schit erzählt und sich nicht (neudeutschen bzw. antideutschen) Gemeinplätzen hingibt welche versuchen aus unserer Geschichte nachträglich ein Verbrecheralbum zu konstruieren.
Wer die Deutsche Geschichte in seiner Gesamtheit erfasst, wird sich schwer tun die Mär einen deutschen respektive preußischen Militarismus aufrechterhalten zu können.
Aufgeteilt ist das Buch in insgesamt 16 Kapitel. Um sich den Sprachstil ein bisschen besser vorstellen zu können ein Probeauszug aus dem 4. Kapitel:
"Stellen Sie sich einen Bischof im 11. Jahrhundert vor: Ein Haudegen, ein Bataillonskommandeur, Sohn eines Grafen, ein Trinkwunder gigantischer Humpen, sicherlich Vater einen fröhlichen Kinderschar, wie man sie in gleicher gottgefälliger Zahl heute nur noch bei evangelischen Pastoren findet, klug, männlich, Heerführer im Kriege, weltlicher Reichsfürst. Diesen Männern sagte Vater Heinrich plötzlich, sie sollten keusch und züchtig sein, mönchisch leben, das verdammte Kettenhemdgerassel lassen, Selterswasser trinken und Kneippsandalen tragen..."
Natürlich kann in dieser Gerafftheit nicht jede Einzelheit, nicht jedes historische Ereignis entsprechend gewürdigt werden - das wäre in der Kürze des Raumes auch gar nicht möglich geschweige denn vom Verfasser beabsichtigt gewesen. Was Fernau vielmehr will ist das Begreifen zu ermöglichen wie sich Deutsche Geschichte entwickelt hat, wie der gemeine Deutsche der jeweiligen Epoche die Welt uns sein Land wahr nahm und nicht zuletzt helfen wie es zu den Katastrophen der beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert kommen konnte. Fernau hält hier so manche Überraschung für den von Klischees und stereotypen geplagten neudeutschen Weltbürger bereit. Zudem schafft er es, etwas von der "Deutschen Seele", von einer nie vollendeten Sehnsucht zu erzählen die jeden der noch nicht gänzlich umerzogen worden ist einfach rühren muss.
So lesen wir z.B. eine meines Wissens nach so noch nicht gestellte Frage zu der hitlerschen Diktatur:
"Es war die Übergabe der Diktatur. Hat es das Volk gewollt? Merkwürdig, wie heiß die Frage wirkt! Es liegt natürlich daran, dass sie heiß gehalten wird. Die Frage scheint so brennend, so wichtig. Sie ist ganz gleichgültig! Hat das Volk Napoleon gewollt? Hat es Ebert gewollt? Hat es Cäsar gewollt? Alle diese Männer sind die Summe, die Endsumme von Kettenwirkungen. Haben wir bei Napoleon überhaupt gefragt?"
Auch begeht Fernau auf der anderen Seite nicht den Fehler die Deutsche Geschichte einsichtig zu glorifizieren: Die Fehler der jeweiligen deutschen Herrscher werden in ihrem ganzen Verhängnis ans Tageslicht gefördert. Hier hält er z.B. den Erben Karl des Großen vor, aus kleingeistigen Denken heraus die Zukunft eines Gesamtfränkischen Reiches verspielt zu haben und so überhaupt erst die Erbfeindschaft zwischen dem westfränkischen Reich (im groben Frankreich) und dem ostfränkischen Reich (im groben Deutschland) entstanden ist. Von dieser Spaltung hat sich das Abendland bis heute nicht wirklich erholt. Denn "gut gemeint" allein reicht eben nicht für ein Land, das sich später aufgrund seiner geopolitischen Lage quasi immer in einer Art Ausnahme- bzw. Bedrohungszustand von feindlichen Mächten befunden hat. Als zwei explizit negative deutsche Charaktereigenschafen greift Fernau hier zudem die grenzenlose Nativität und mangelndes diplomatisches Geschick in außenpolitischen Angelegenheit anhand zahlreicher Beispiele auf.
Ganz am Rande, man möchte meinen auf einen Nebenspur stellt der Autor die verhängnisvolle Entwicklung weg vom Staatsdenken hin zum Gelddenken ("Kramerseele", Zinswirtschaft, Anleihen und Devisen, Adam Smith etc.) sowie die Auswirkungen der Französischen Revolution aus einem gänzlich anderen Blickwinkel dar: Die Demokratisierung, die (vermeintliche) Universalisierung der Menschenrechte habe die Verantwortlichen anonymisiert. Hier schreibt Fernau exemplarisch:
"Das große republikanische Experiment Frankreichs hat im Völkerleben nichts geändert außer einem: Die Verantwortung wurde anonym und der Haß persönlich! Man konnte nicht mehr sagen: "Ludwig XIV. hat die Pfalz niedergebrannt", sondern "die Franzosen haben..." Ich glaube, das Leben ist dadurch um einen Zug böser geworden."
An negativen Punkten konnte ich nur finden, dass das erste militärische Aufeinandertreffen zwischen Römer und Germanen (Schlacht bei Noreia) keinen Eingang in sein Werk gefunden hat.
Fazit: Es ist schade, sehr schade, das Fernau im Jahre 1988 gestorben ist. Sonnst hätte er mit seinen weisen Zwischentönen sicherlich noch ein 17. Kapitel vollenden können, dass mit der Wiedervereinigung von Westdeutschland (BRD) mit Mitteldeutschland (DDR) seinem Grundtenor der "Deutschen Romantik" sicherlich entsprochen hätte...
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| | Hörbuch: | Cäsar läßt grüßen - 2 CDs - - Die Geschichte der Römer |
| Autor: | Joachim Fernau, Norbert Langer, Ausgabe vom Aug. 2004, Audio CD, Verkaufsrang 358924 |
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"Die Geschichte vom Anfang und Ende des Römischen Reiches - locker und saftig, ironisch und mitunter bissig. Kein Gang durchs historische Wachsfigurenkabinett, sondern Begegnung mit lebenden Menschen."
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 19 Bewertungen)
Leserkommentare:* Rom aus gesellschaftspolitischer Sicht (4 von 5 Punkten) meint K.L. aus Wien Vielleicht ist der Stil manchem etwas zu flockig, vielleicht ist manchem der Inhalt zu dürftig. Trotzdem finden sich auf den 150 Minuten viele erhellende Aussagen zu manchen Legenden oder historischen Halbwahrheiten, z.B. zur Gründung Roms oder dem sog. "Raub der Sabinerinnen". Als besonders wertvoll erachte ich, dass viel auf gesellschaftliche Belange und auf die Lebensumstände im alten Rom eingegangen wird. Fernau unterläßt es auch nicht, dort und da mal zu werten und den einen oder anderen Herrscher als Schwachkopf hinzustellen. Die Betrachtung des politischen Umfeldes von Julius Cäsar fand ich beispielhaft - das findet man in keinem Geschichtebuch. Dafür vier Sterne. Zwischendurch neigt man aber doch dazu, auch mal abzuschalten und sich berieseln zu lassen, ohne richtig zuzuhören. Das liegt wohl daran, dass doch die Spannung manchmal fehlt.
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| | Buch: | Disteln für Hagen: Bestandsaufnahme der deutschen Seele |
| Autor: | Joachim Fernau, Ausgabe vom 1993, Broschiert, Verkaufsrang 44100 |
| Preis: | 7,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Enthüllungen zum unerschöpflichen Thema deutsche Seele – gezeigt am altehrwürdigen Nibelungenlied. „Siegfried war kein Königssohn, sondern ein hofloser Abenteurer.” Wenn Fernau das Nibelungenlied nacherzählt, dann bedeutet das den Sturz falscher Götter, falscher Tabus und den Dornröschenkuss für die schlafenden Schönheiten. Ein Hörbuch, das Geschichts- und Gegenwartsdeutung, wie von Fernau gewohnt, scharfsinnig pointiert.
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Leserkommentare:* Siegfried - eine Demontage (5 von 5 Punkten) meint D.V.W. Der Held der deutschen Sagenwelt - das ist sicherlich Siegfried, der Drachentöter. Aber wie ist es, wenn man sich die Geschehnisse mal von einer anderen Warte aus ansieht? Siegfried, der Naivling, der reichlich Unbedarfte, ja, sogar der unglaublich Gefühllose. Kurz gesagt, der reine Tölpel, abgesehen von seinen phantastischen körperlichen Vorzügen. Auf der anderen Seite das Brüdergespann Gunter, Gernot und Giselher, die als Terzett eine schöne Spannbreite an positiven und negativen Eigenschaften vorzuweisen haben. Aber eine der beiden eigentlichen Hauptpersonen ist Hagen von Tronje. Er ist der Stratege und Denker. Er allein erkennt Zusammenhänge und versucht die Geschichte so zu lenken, wie es seine Wertvorstellungen ihm vorgeben. Ja, er ist grausam, und noch dazu ist er es bewusst, ganz im Gegensatz zu Siegfried. Hagen ist die einzige vorkommende männliche Person, die ihr Leben führen will. Nur Kriemhild, die zweite Hauptperson, entwickelt vergleichbares Talent. Alle anderen sind letztendlich nur Marionetten.
J. Fernaus gleichnamiges Buch hatte ich vor einigen Jahren mit großem Vergnügen gelesen. Der Autor erzählt nicht nur seine Sicht des Nibelungenliedes, er versucht auch, Brüche in demselben aufzuspüren und Brücken zu anderen Sagen zu schlagen. In dieser Hörbuchfassung geht von der Faszination nichts verloren, weshalb ich sie uneingeschränkt empfehlen kann.
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| | Buch: | Und sie schämeten sich nicht: Eine Geschichte der Liebe |
| Autor: | Joachim Fernau, Ausgabe vom 6. April 2006, Gebunden, Verkaufsrang 177696 |
| Preis: | 14,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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"Das Schönste an Fernaus Geschichte des deutschen Liebeslebens ist - neben dem munteren und gar nicht prüden Ton - der deutliche Abstand zu jeder Art von 'Sittengeschichte'." Münchner Abendzeitung Warum ist die Nacht das lichteste Kapitel der germanischen Geschichte? Weshalb wechselte man vom Minnesang so schnell zum Minnedienst? Was verbarg sich hinter der Prüderie des Biedermeier? Diese und viele andere Fragen beantwortet Joachim Fernau mit großem erzählerischen Elan, mal als geistreicher Provokateur, mal al fröhlichfrivoler Geschichtenerzähler, immer kenntnisreich und zum Vergnügen des Lesers. Die funkensprühende Geschichte des deutschen Liebeslebens - ein Muß, nicht nur für Fernau-Fans.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)
Leserkommentare:* Faszinierend (5 von 5 Punkten) meint D.H.H. aus Belgien Ein faszinierendes Buch: prickelnd geschrieben, anregend, unterhaltsam. Ich habe es schon viele Male verschenkt, und alle waren begeistert.
Hellmuth Haendler
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