John LeCarre, John le Carre, Ausgabe vom 1. März 2001, Gebunden, Verkaufsrang 250391
Aus der Amazon.de-Redaktion Es gab Leute, die befürchteten, dass das Ende des Kalten Krieges für die Kreativität vieler erstklassiger Krimi-Autoren, die sich auf dieses Gebiet spezialisiert hatten, den Garaus bedeuten würde. Im Falle von John le Carré hätte das nicht nur den Verlust Englands besten Krimiautors bedeutet, sondern zugleich eines ernsthaften Romanschriftstellers, der genauso viel literarische Gravität besitzt wie irgendeiner seiner Kollegen im literarischen Mainstream. Sein preisgekrönter Roman Der Spion, der aus der Kälte kam ist ohne Frage heute genauso bezwingend wie bei seiner Erstauflage 1963. Wie es schien, inspirierten ihn seine Themen aus der Zeit nach dem Kalten Krieg - wie beispielsweise betrügerische Doppelgeschäfte mit beiden Seiten der ehemaligen Konfliktparteien - allerdings weit weniger als die Welt der wechselnden Identitäten, mit der er sich früher in so meisterlicher Weise befasst hatte. Mit Der ewige Gärtner zieht der Autor jedoch wieder alle Register. Die Personenbeschreibungen sind so elegant und ausdrucksstark und der Stil so klar und eindringlich wie ehedem. Aber vor allem hat le Carré für seinen neuen Roman ein Thema gefunden, das genauso bedeutungsgeladen ist wie die, mit denen er sich in der Vergangenheit befasst hat: die üble, nur scheinbar Heil bringende Welt der globalen Pharmaindustrie. Le Carré erforscht die alten Themen von Betrug und Gefahr in einem Erzählstil, der den Leser über die gesamte beachtliche Länge des Romans hinweg völlig packt. Sein Protagonist, Justin Quayle, ist ein unbedachter britischer Diplomat, dessen Arbeit beim britischen Hochkommissariat in Nairobi an einen von Graham Greenes entwurzelten Helden erinnert, die sich darum bemühen, im schwülen Verfall fremder Gefilde zu überleben. Kenia unter Präsident Arap Moi befindet sich im Würgegriff von AIDS, während politische Machenschaften die Gefahr vertuschen und für einen tödlichen Status quo sorgen. Als Quayles Ehefrau (die sich weit mehr als er dafür interessiert hat, was um sie herum geschieht) getötet wird, macht er sich daran, den Umständen des Verbrechens nachzugehen. Seine Nachforschungen führen ihn in ein düsteres Geflecht aus Ausbeutung, Habgier und einen großen Pharmakonzern, der darauf erpicht ist, sein "Wundermittel" gegen Tuberkulose auf den Markt zu bringen. Als sich Quayle näher mit der Firma befasst, über die seine Frau Nachforschungen angestellt hatte, beginnt all das, woran er bisher geglaubt hatte, ins Wanken zu geraten. Der stete Spannungsaufbau und die rigorosen Charakterbeschreibungen sind klassischer le Carré, und der Leser stellt beglückt fest, dass der Meister wieder in Form ist und durch das Doppelspiel der heutigen Welt mit einer echten Wut beseelt ist. -Barry Forshaw
Buch:
Das Rußlandhaus
Autor:
John LeCarre, Ausgabe vom 1. Okt. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 1051830
Buch:
Dame, König, As, Spion
Autor:
John LeCarre, John le Carre, Ausgabe vom 1991, Gebunden, Verkaufsrang 1090730
Buch:
Die Libelle - Roman.
Autor:
John LeCarre, John le Carre, Ausgabe vom Okt. 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 1175368
Buch:
Die Libelle
Autor:
John le Carre, Ausgabe vom Sept. 1990, Gebunden, Verkaufsrang 980630
Buch:
Der Schneider von Panama.
Autor:
John LeCarre, John le Carre, Ausgabe vom 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 900688
Buch John le Carré, der größte Schriftsteller von Spionageromanen während des Kalten Krieges, fährt auch nach der Ära des Eisernen Vorhangs fort, ein Genre zu formen, zu dessen Perfektionierung er wesentlich beitrug. Der klassische Spionageroman war quasi eine Geschichte der Guten (England, Vereinigte Staaten) gegen die Bösen (Nazi-Deutschland, Sowjetunion), in der das Gute mehr oder weniger siegreich war. Der Schneider von Panama ist etwas ganz anderes: Ein Spionageroman ohne Spione, in dem die Bösen die meiste Anerkennung ernten. Es ist außerdem eine boshaft lustige Satire. Der Roman spielt in Panama, wo eine Verschwörung im Gange ist, um den Panama-Vertrag zunichte zu machen, der die Kontrolle über den Panamakanal den Panamaern 1999 zurückgeben würde. Im Zentrum der Ereignisse steht Harry Pendel, der Schneider aus dem Titel. Er wird gezwungen, für den britischen Geheimdienst zu arbeiten und heckt eine linksgerichtete Bewegung mit der Zielsetzung aus, das amerikanische Militär zu ködern, die schmutzige Arbeit zu tun - nämlich Panama à la 1989 zu besetzen und den Vertrag für null und nichtig zu erklären. Angefangen von den Charakteren bis hin zum Schauplatz hat es le Carré erfolgreich geschafft, neue Parameter für ein altes Genre zu setzen.
Buch:
Agent in eigener Sache - Sonderausgabe - Smiley's Leute
Autor:
John LeCarre, John le Carre, Ausgabe vom 1998, Gebunden, Verkaufsrang 683785
Buch:
Der Spion, der aus der Kälte kam.
Taschenbuch, Verkaufsrang 499610
Buch:
Der Spion, der aus der Kälte kam.
Autor:
John LeCarre, John le Carre, Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 1042561