Der Internationale Währungsfond versprach Wohlstand - und brachte Armut. Nobelpreisträger und Globalisierungskritiker Joseph Stiglitz gewährt tiefe Einblicke in Prozesse und Abgründe weltweiter ökonomischer Vernetzung. Die Zahl der Globalisierungsgegner hat deutlich zugenommen. Doch insgesamt scheint unter der Weltbevölkerung eine positive Grundstimmung gegenüber den globalen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungen zu überwiegen. Möglicherweise entsteht dieser Eindruck aber auch nur, weil sich die Positionen der Globalisierungskritiker kaum in der öffentlichen Debatte niederschlagen: In der Politik und in den Medien trafen sie bisher auf wenig Resonanz. In der Regel werden die Globalisierungsgegner als weltfremde Spinner und gewaltbereite Chaoten abgetan, die die Vorzüge des freien globalen Marktes nicht erkennen wollen. In Joseph Stiglitz gewinnen die Kritiker nun einen prominenten und kompetenten Fürsprecher. Der frühere Weltbank-Vizepräsident und Wirtschaftsnobelpreisträger 2001 zählt zu den weltweit renommiertesten Wirtschaftsfachleuten. Sachkundig und kritisch analysiert Stiglitz in seinem Buch die globalen (Fehl-)Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit. Stiglitz saß selbst jahrelang an den Hebeln der Macht oder zumindest in deren Nähe. Von 1993 bis 1997 fungierte er als Wirtschaftsberater von US-Präsident Clinton, bevor er anschließend drei Jahre als Chefvolkswirt bei der Weltbank tätig war. Als deren Vizepräsident erlebte er hautnah, wie der wirtschaftliche Neoliberalismus seinen Siegeszug um den Erdball antrat und wie die Ideologie des freien Marktes dabei die Volkswirtschaften mehrerer Länder ruinierte. Der Autor beschreibt, wie der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank instrumentalisiert wurden, um die Interessen der Hochfinanz und der multinationalen Konzerne zu bedienen. Die restriktiven Auflagen, die IWF und Weltbank den von wirtschaftlicher Rezession bedrohten Staaten auferlegten, führten zur Verarmung eines großen Teils ihrer Bevölkerung. Am Beispiel Russlands und mehrerer ostasiatischer Staaten schildert Stiglitz die Folgen dieser fatalen Finanzpolitik. Die Schatten der Globalisierung gewährt dem Leser tiefe Einblicke in die Prozesse und Abgründe der Weltwirtschaft. Der Autor klärt darüber auf, wer die Gewinner und Verlierer beim freien Spiel des Marktes sind. Sein Buch ist ein Plädoyer für einen dritten Weg zwischen Sozialismus und entfesseltem Kapitalismus und zugleich ein Appell an die Politik, endlich zu handeln. -Christoph Reudenbach
Buch:
Die Chancen der Globalisierung
Autor:
Joseph Stiglitz, Ausgabe vom 14. Januar 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 166281
In seinem Buch zeigt der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz den Prozess weltweiter ökonomischer Vernetzung, der Konzentration von Konzernen, der Geldströme, aber auch die Zerstörung und Verelendung vieler Volkswirtschaften. Dies ist ein bahnbrechendes Buch über einen der meist gebrauchten Begriffe unserer Zeit und seine Wirklichkeit die Globalisierung. Die Zahl der Globalisierungsgegner hat deutlich zugenommen. Doch insgesamt scheint unter der Weltbevölkerung eine positive Grundstimmung gegenüber den globalen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungen zu überwiegen. Möglicherweise entsteht dieser Eindruck aber auch nur, weil sich die Positionen der Globalisierungskritiker kaum in der öffentlichen Debatte niederschlagen: In der Politik und in den Medien trafen sie bisher auf wenig Resonanz. In der Regel werden die Globalisierungsgegner als weltfremde Spinner und gewaltbereite Chaoten abgetan, die die Vorzüge des freien globalen Marktes nicht erkennen wollen. In Joseph Stiglitz gewinnen die Kritiker nun einen prominenten und kompetenten Fürsprecher. Der frühere Weltbank-Vizepräsident und Wirtschaftsnobelpreisträger 2001 zählt zu den weltweit renommiertesten Wirtschaftsfachleuten. Sachkundig und kritisch analysiert Stiglitz in seinem Buch die globalen (Fehl-)Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit. Stiglitz saß selbst jahrelang an den Hebeln der Macht oder zumindest in deren Nähe. Von 1993 bis 1997 fungierte er als Wirtschaftsberater von US-Präsident Clinton, bevor er anschließend drei Jahre als Chefvolkswirt bei der Weltbank tätig war. Als deren Vizepräsident erlebte er hautnah, wie der wirtschaftliche Neoliberalismus seinen Siegeszug um den Erdball antrat und wie die Ideologie des freien Marktes dabei die Volkswirtschaften mehrerer Länder ruinierte. Der Autor beschreibt, wie der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank instrumentalisiert wurden, um die Interessen der Hochfinanz und der multinationalen Konzerne zu bedienen. Die restriktiven Auflagen, die IWF und Weltbank den von wirtschaftlicher Rezession bedrohten Staaten auferlegten, führten zur Verarmung eines großen Teils ihrer Bevölkerung. Am Beispiel Russlands und mehrerer ostasiatischer Staaten schildert Stiglitz die Folgen dieser fatalen Finanzpolitik. Die Schatten der Globalisierung gewährt dem Leser tiefe Einblicke in die Prozesse und Abgründe der Weltwirtschaft. Der Autor klärt darüber auf, wer die Gewinner und Verlierer beim freien Spiel des Marktes sind. Sein Buch ist ein Plädoyer für einen dritten Weg zwischen Sozialismus und entfesseltem Kapitalismus und zugleich ein Appell an die Politik, endlich zu handeln. -Christoph Reudenbach
Buch:
Die Chancen der Globalisierung
Autor:
Joseph Stiglitz, Ausgabe vom 27. Sept. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 302695
Joseph E. Stiglitz, Ausgabe vom 14. Januar 2004, Gebunden, Verkaufsrang 367892
Aus der Amazon.de-Redaktion Der frühere Weltbank-Vizepräsident und Clinton-Berater Joseph E. Stiglitz lässt nicht locker. Der Nobelpreisträger von 2001 widmet sich nochmals ausführlich der Aufarbeitung der wilden 1990er-Jahre, die am Ende in einen großen Crash mündeten. Stiglitz sieht zwei große Ursachen für das damalige Debakel. Zum einen geriet das angemessene Gleichgewicht zwischen Markt und Staat aus dem Blick. Zum anderen fand ein gigantisches Wirtschaftswachstum statt, das der Politik zum Nulltarif in die Hände gespielt wurde. Leider vernebelte es den Verantwortlichen die Sinne. Von da an unterstützten sie die wirtschaftliche Schaumschlägerei nach Kräften. Stiglitz schreibt: "Der Boom war eine klassische Blase, das heißt, dass sich die Preise von Vermögensgegenständen völlig von ihrem eigentlichen Wert gelöst hatten, wie dies im Kapitalismus seit Jahrhunderten immer wieder geschieht." Dieser irrationale Überschwang, wie ihn der Finanzökonom Robert Shiller definiert hat, sorge, so Stiglitz, für eine fortgesetzte Raserei unter den Akteuren. Die Folge: Kurzfristige egoistische Interessen setzen sich gegen langfristige Gemeinwohlbelange durch. Die Märkte drängen den Staat zurück. Stiglitz seziert messerscharf die Zeiten des Überschwangs: die Allmachtsfantasie der Wirtschaftsakteure sowie den Glauben, die ganze Welt könne von der Allmachtsfantasie der USA profitieren. "Uncle Sam wurde zu Dr. Sam, der dem Rest der Welt die Medizin verordnete", bilanziert er. Die Welt wurde von den Amerikanern nur mehr über einen Kamm geschert. Die US-Außenpolitik wurde zur PR-Abteilung von US-Firmen umfunktioniert. Stiglitz bleibt nicht nur bei der beißenden Kritik, er legt auch einen politischen Zukunftsentwurf vor: der "Neue Demokratische Idealismus". Er basiert auf einer ausgewogenen Sicht der Rolle des Staates. Dieser ist der Hüter der sozialen Gerechtigkeit auf allen Ebenen, global wie lokal. Er soll den Zugang zur individuellen Selbstentfaltung für alle fördern. Mit einer Bildungs- und Sozialpolitik, die alle mit einbezieht. Mit einer Umweltpolitik, welche die Wirtschaft maßregelt. Fazit: Stiglitz' Amerikakritik passt hervorragend in die derzeitige Anti-USA-Sachbuchliteratur. Nur mit dem Unterschied: Stiglitz ist kein Demagoge oder bedient irgendeinen plumpen Antiamerikanismus. Im Gegenteil: Er ist ein Experte, der auf höchstem Niveau mit feiner Klinge argumentiert. -Peter Felixberger
Buch:
Die Schatten der Globalisierung (Band 388)
Autor:
Joseph Stiglitz, Ausgabe vom 2002, Broschüre, Verkaufsrang 819123
Buch:
Volkswirtschaftslehre: Mikroökonomie und Makroökonomie
Autor:
Joseph E. Stiglitz, Carl E. Walsh, Ausgabe vom 1. Okt. 2012, Taschenbuch, Verkaufsrang 1662819