Roman. Das Buch zum Film. Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Belletristik 2006 Erscheinungsjahr: 2006 Aus d. Engl. v. Barbara Schaden Gewicht: 326 gr / Abmessung: 19 cm Von Ishiguro, Kazuo / Übersetzt v. Schaden, Barbara Kathy ist einunddreißig Jahre alt und arbeitet als Betreuerin. Wann immer sie durch England fährt und hinter Pappeln ein halb verborgenes Herrenhaus sieht, muss sie an Hailsham denken, das Internat, in dem sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Unwillkürlich steigen dann in ihr Erinnerungen an Tommy auf, der sich mit trotzigen Wutanfällen gegen die Ausgrenzung durch die Mitschüler wehrte, denen er nicht kreativ genug war. Seine geheimsten Ängste und Wünsche vertraute Tommy immer ihr, Kathy, an, aber eine Liebesbeziehung ging er zunächst mit ihrer besten Freundin ein, mit Ruth. Sie alle waren damals in Hailsham gut behütet, aber auch vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Die Lehrer erzählten den Kindern, dass sie später "spenden" oder "betreuen" würden, aber was sich hinter diesen Begriffen verbarg, verriet ihnen niemand. Im Unterricht fertigten die Schüler Bilder und Gedichte an, und zweimal im Jahr kam eine Respekt erheischende Dame und sammelte die besten davon für eine Galerie ein, die aber keiner der Schüler je zu Gesicht bekam. Tommy hatte den Verdacht, dass die Aufseher anhand dieser Artefakte entscheiden wollten, ob zwei Menschen wirklich zueinander passten. Denn nur wirkliche Liebespaare, so hieß es in Hailsham, konnten noch einen Aufschub erhalten, bevor sie "Spender" wurden. Pressestimmen: "Ein Meisterwerk, das den Leser gefühlsmäßig auf unerhörte Art bereichert." Kirkus Reviews Noch Jahre später kreisen Kathys Gedanken um Hailsham, dem in lieblicher Hügellandschaft gelegenen Schulheim, in dem sie und die anderen ihre Kindheit zugebracht hatten. Eine heile Welt, in der eine fröhliche Kinderschar zur "Kreativität" angeleitet werden soll. Doch bald tauchen erste Schatten auf. Wozu die Aufseher? Warum ist von späteren "Spendern" die Rede? Und was hat es mit jener eleganten "Madame" auf sich, die aus dem Nichts auftaucht, um die besten künstlerischen Arbeiten der Zöglinge für ihre Galerie abzuholen. Galerie? Jeder weiß davon, keiner hat sie jemals zu Gesicht bekommen. Nur eine weitere Merkwürdigkeit in der abgeschotteten Welt von Hailsham. Wir werden noch viele davon kennenlernen! Mit welch unspektakulären, aber erzählerisch raffinierten Mitteln der in Japan geborene und heute in England lebende Kazuo Ishiguro den Leser in seine Geschichte einwebt, gleicht einem kleinen Wunder. Sachter kann man nicht hineingeführt werden in eine Traumwelt, die sich zunehmend als bedrückende und faschistoide Zukunftsvision entpuppt. In den Rückblicken Kathys, die heute als "Betreuerin" arbeitet, wird alles noch einmal lebendig: Ruth, Kathys beste Freundin. Der rebellische, von allen abgelehnte Tommy, der nur Kathy vertraut - und doch mit Ruth eine Beziehung eingeht. Der Schulalltag und seine sanften, aber rigorosen Überwachungsmechanismen. Die Fragen hinter vorgehaltener Hand. Die Rebellion, die nie stattfindet. Ein wundervolles Werk von großer Nachhaltigkeit. In manchem gleicht Ishiguro einem literarischen Update von Daphne du Maurier. Selbst sein traumverlorenes, weltfernes Hailsham erinnert vage an Manderley aus Rebecca (anscheinend kann sich keiner der Schüler später daran erinnern, wo Hailsham überhaupt lag). Ishiguros unaufgeregter, hochliterarischer Ton aber ist es, der den Schrecken erst richtig eindringlich macht. Ein Schrecken, der in einer technikversessenen Welt längst nicht mehr abwegig erscheint. Begleiten wir die Schüler auf ihrem Weg, herauszubekommen, wer sie sind, wo sie herkommen und - was aus ihnen einst werden soll. Madame wusste es: "Ihr armen Geschöpfe!" -Ravi Unger
Buch:
Der Maler der fließenden Welt: Roman
Autor:
Kazuo Ishiguro, Ausgabe vom 1. Nov. 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 384924
Buch:
Die Ungetrösteten: Roman
Autor:
Kazuo Ishiguro, Ausgabe vom 7. Nov. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 463587
Buch:
The Remains of the Day
Autor:
Kazuo Ishiguro, Ausgabe vom Dez. 2005, Broschiert, Verkaufsrang 343594
Kazuo Ishiguro, Ausgabe vom Dez. 1996, Gebunden, Verkaufsrang 287026
Buch:
Alles, was wir geben mussten
Autor:
Kazuo Ishiguro, Ausgabe vom 15. Aug. 2005, Gebunden, Verkaufsrang 160791
Ein Speisesaal, ein Sportplatz und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so freundlich und engagiert sie auch sind, heißen hier >Wächter< und lassen die Kinder früh spüren, dass ihnen ein besonderes Schicksal auferlegt worden ist. Diese Gewissheit verbindet Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe bis für zwei von ihnen das Ende naht. Noch Jahre später kreisen Kathys Gedanken um Hailsham, dem in lieblicher Hügellandschaft gelegenen Schulheim, in dem sie und die anderen ihre Kindheit zugebracht hatten. Eine heile Welt, in der eine fröhliche Kinderschar zur "Kreativität" angeleitet werden soll. Doch bald tauchen erste Schatten auf. Wozu die Aufseher? Warum ist von späteren "Spendern" die Rede? Und was hat es mit jener eleganten "Madame" auf sich, die aus dem Nichts auftaucht, um die besten künstlerischen Arbeiten der Zöglinge für ihre Galerie abzuholen. Galerie? Jeder weiß davon, keiner hat sie jemals zu Gesicht bekommen. Nur eine weitere Merkwürdigkeit in der abgeschotteten Welt von Hailsham. Wir werden noch viele davon kennenlernen! Mit welch unspektakulären, aber erzählerisch raffinierten Mitteln der in Japan geborene und heute in England lebende Kazuo Ishiguro den Leser in seine Geschichte einwebt, gleicht einem kleinen Wunder. Sachter kann man nicht hineingeführt werden in eine Traumwelt, die sich zunehmend als bedrückende und faschistoide Zukunftsvision entpuppt. In den Rückblicken Kathys, die heute als "Betreuerin" arbeitet, wird alles noch einmal lebendig: Ruth, Kathys beste Freundin. Der rebellische, von allen abgelehnte Tommy, der nur Kathy vertraut - und doch mit Ruth eine Beziehung eingeht. Der Schulalltag und seine sanften, aber rigorosen Überwachungsmechanismen. Die Fragen hinter vorgehaltener Hand. Die Rebellion, die nie stattfindet. Ein wundervolles Werk von großer Nachhaltigkeit. In manchem gleicht Ishiguro einem literarischen Update von Daphne du Maurier. Selbst sein traumverlorenes, weltfernes Hailsham erinnert vage an Manderley aus Rebecca (anscheinend kann sich keiner der Schüler später daran erinnern, wo Hailsham überhaupt lag). Ishiguros unaufgeregter, hochliterarischer Ton aber ist es, der den Schrecken erst richtig eindringlich macht. Ein Schrecken, der in einer technikversessenen Welt längst nicht mehr abwegig erscheint. Begleiten wir die Schüler auf ihrem Weg, herauszubekommen, wer sie sind, wo sie herkommen und - was aus ihnen einst werden soll. Madame wusste es: "Ihr armen Geschöpfe!" -Ravi Unger
Buch:
Was vom Tage übrigblieb
Autor:
Kazuo Ishiguro, Ausgabe vom 1992, Taschenbuch, Verkaufsrang 466895
Roman. Aus d. Engl. v. Sabine Herting Erscheinungsjahr: 2002 Gewicht: 345 gr / Abmessung: 19 cm Von Ishiguro, Kazuo England in den Dreißigerjahren. Christopher Banks ist ein erfolgreicher Detektiv, doch es gibt einen Fall, den er noch nicht lösen konnte, der ihn quält und bis in seine Träume verfolgt: das Rätsel um das Verschwinden seiner Eltern. Beide sind vor vielen Jahren in Shanghai gekidnappt worden, wo sie anscheinend in den illegalen Opiumhandel verstrickt waren. Kann es sein, dass Banks es nur deshalb zu derart grandioser kriminalistischer Meisterschaft gebracht hat, um endlich aufklären zu können, was damals mit seinen Eltern geschah? Kazuo Ishiguro ist ein Autor der Superlative: Booker- und Whitbread-Preisträger, sein Werk in 28 Sprachen übersetzt, sein Weltbestseller "Was vom Tage übrigblieb" von James Ivory grandios verfilmt. In seinem neuen Roman, der ebenfalls gleich nach Erscheinen die Bestsellerlisten eroberte, erzählt Ishiguro die Geschichte von Christopher Banks, dem berühmtesten Detektiv im England der dreißiger Jahre. Banks wird vom ungelösten Geheimnis seines eigenen Lebens gequält. Als Kind verlor er unter mysteriösen Umständen in Shanghai seine Eltern. Dorthin macht er sich nun auf, um in der Stadt, die vom chinesisch-japanischen Kriege gezeichnet ist, sein Lebensrätsel zu lösen. Doch erst als er seinen Onkel wiedertrifft, erfährt er die bittere Wahrheit. Sie zerstört gnadenlos jene Kindheitsphantasien, die er als Junge um seine Eltern gesponnen hat. Pressestimmen: "Seufzen, vor Genuss. Auflachen, voller Mitleid. Kopfschütteln, in heilloser Verwirrung innehalten, verwundert, vorsichtig umblättern, langsam,weil so gierig - solcher Art sind die Reaktionen, die sich beim Lesen eines Romans von Kazuo Ishiguro einstellen können..."
Buch:
Königs Erläuterungen und Materialien, Bd.453, Was vom Tage übrig blieb
Autor:
Kazuo Ishiguro, Ausgabe vom 1. Sept. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 758369