Kultverdächtig! Zwei neue Osloer Kommissare lösen ihren ersten Fall. Sonntagmorgen. Ins Gespräch vertieft mit Goldfisch Kalfatrus, wird Kriminalhauptkommissar Gunnarstranda vom Klingeln des Telefons gestört. Das riecht nach Arbeit. "Fassen Sie sich kurz", meldet er sich, auch wenn er ahnt, dass sein Sonntag nicht mehr zu retten ist. In einem Straßengraben liegt die Leiche einer jungen Frau. Tod durch Erwürgen.Tatzeit vermutlich in der vergangenen Nacht ... "Der Tote war nackt, ein weißer Körper, ausgestellt in einem Sessel" - mitten im Schaufenster eines Antiquitätengeschäftes. Ein alter störrischer Mann mit Vermögen und Erbschaftsstreitigkeiten. Ein kniffliger Fall für das routinierte Duo Gunnarstranda und Frolich. Woran mag's liegen, dass so viele hervorragende Krimis gerade aus skandinavischen Ländern kommen? Lange dunkle Abende? Wie auch immer, hier ein weiterer: intensiv, lebendig, stimmungsvoll und dynamisch ohne Einbrüche über 500 Seiten. Eine dichte Handlung, die in tiefste familiäre Schichten und sensible Befindlichkeiten vordringt, Schwachpunkte der heilen Fassade aufdeckt. "Etwas gab ihm das Gefühl, gefangen zu sein, und das machte ihn ungeduldig und aggressiv." Mit seinen zwei Brüdern kam der Tote nie richtig aus, liiert war er, der Vater eines erwachsenen Sohnes, mit einer dreißig Jahre jüngeren Frau, einer schönen Frau - aber auch glücklich? Sehr angenehm: Dahls feines Händchen für Zwischentöne, für Ungesagtes, für Augenblicke. Da menschelt es auch bei Kriminalhauptkommissaren, da funktioniert das berufliche Miteinander auch freundschaftlich. Da werden nicht nur Floskeln, hohle Sätze oder Rede und Gegenrede ausgetauscht, Dahls Charaktere haben sich wirklich etwas zu sagen und das macht sicher einen großen Teil Faszination aus. Oft umschreibt er statt zu beschreiben. "Ihr nackter Fuß war auf etwas unangenehm Kühles getroffen. Der Boden war nass." Die Schlüsse mag der Leser ziehen, mit den weiteren Bildern lässt der Autor den Leser zunächst einmal allein. Für Sommernachtstod erhielt Dahl im vergangenen Jahr die höchste skandinavische Auszeichnung, die es für Krimi-Autoren gibt. Ohne Echo wird auch dieser Roman des Profi-Schreibers und Hobby-Landwirts sicherlich nicht bleiben. -Barbara Wegmann
Buch:
Knochengrab: Roman
Autor:
Kjell Ola Dahl, Ausgabe vom 11. März 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 186755
Product Description Wirkt ungelesen, Cover leichte Lagerspuren, Schnitte leicht angestaubt, ansonsten wirklich gut. Montagmorgen. Kommissar Gunnarstranda ärgert sich. Drogentote fallen normalerweise nicht in sein Ressort. Aber wenn er schon eine Leiche hat, kann er sie auch obduzieren lassen, denkt er trotzig. Damit fängt der Ärger jedoch erst richtig an. Denn die Frau ist nicht an einer Überdosis gestorben...
Buch:
Schaufenstermord
Autor:
Kjell Ola Dahl, Ausgabe vom 12. Mai 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 458331
Aus der Amazon.de-Redaktion "Der Tote war nackt, ein weißer Körper, ausgestellt in einem Sessel" - mitten im Schaufenster eines Antiquitätengeschäftes. Ein alter störrischer Mann mit Vermögen und Erbschaftsstreitigkeiten. Ein kniffliger Fall für das routinierte Duo Gunnarstranda und Frolich. Woran mag's liegen, dass so viele hervorragende Krimis gerade aus skandinavischen Ländern kommen? Lange dunkle Abende? Wie auch immer, hier ein weiterer: intensiv, lebendig, stimmungsvoll und dynamisch ohne Einbrüche über 500 Seiten. Eine dichte Handlung, die in tiefste familiäre Schichten und sensible Befindlichkeiten vordringt, Schwachpunkte der heilen Fassade aufdeckt. "Etwas gab ihm das Gefühl, gefangen zu sein, und das machte ihn ungeduldig und aggressiv." Mit seinen zwei Brüdern kam der Tote nie richtig aus, liiert war er, der Vater eines erwachsenen Sohnes, mit einer dreißig Jahre jüngeren Frau, einer schönen Frau - aber auch glücklich? Sehr angenehm: Dahls feines Händchen für Zwischentöne, für Ungesagtes, für Augenblicke. Da menschelt es auch bei Kriminalhauptkommissaren, da funktioniert das berufliche Miteinander auch freundschaftlich. Da werden nicht nur Floskeln, hohle Sätze oder Rede und Gegenrede ausgetauscht, Dahls Charaktere haben sich wirklich etwas zu sagen und das macht sicher einen großen Teil Faszination aus. Oft umschreibt er statt zu beschreiben. "Ihr nackter Fuß war auf etwas unangenehm Kühles getroffen. Der Boden war nass." Die Schlüsse mag der Leser ziehen, mit den weiteren Bildern lässt der Autor den Leser zunächst einmal allein. Für Sommernachtstod erhielt Dahl im vergangenen Jahr die höchste skandinavische Auszeichnung, die es für Krimi-Autoren gibt. Ohne Echo wird auch dieser Roman des Profi-Schreibers und Hobby-Landwirts sicherlich nicht bleiben. -Barbara Wegmann 1
Buch:
Blutfeinde: Norwegen Krimi
Autor:
Kjell Ola Dahl, Ausgabe vom 31. März 2009, Gebunden, Verkaufsrang 427897