Am Ende der Welt Eine Reise durch Feuerland und Patagonien Der Dorfälteste trägt Federschmuck. Sein Oberkörper ist nach vorne geneigt. Dann breitet der Indianer die Arme aus und hüpft flatternd wie ein Vogel im Kreis. Aufgeführt wird dieser Tanz bei einem Fest, das sich "Letzter großer Tag in Freiheit" nennt. Dieses Fest feiern die Mapuche-Indianer am 11. Oktober. Am 12. Oktober 1492 war Kolumbus in Amerika an Land gegangen. Klaus Bednarz ist wieder unterwegs. Neben den Mapuche trifft er auf seiner Reise durch Patagonien und Feuerland Farmer, Gauchos, Goldsucher, Fischer, Kapitäne, Umweltschützer oder Offiziere. Bednarz? Fahrt führt durch Bergwelt und Pampas bis zu den Fjorden Feuerlands und zum südlichsten Punkt Amerikas, dem sagenumwobenen Kap Hoorn. Da der Journalist wie gewohnt die Menschen vor Ort zu Wort kommen lässt, entstehen authentische Bilder. Zielgerichtet wie die Tour durch den Süden Chiles und Argentiniens ist auch sein flotter Schreibstil. Deshalb kommt beim Leser niemals Langeweile auf. Ob im Bergmassiv der "wilden Schreie aus Stein" oder beim Anblick einer friedlich grasenden Herde Guanakos: Der Autor öffnet sich auch der Schönheit der Natur. Richtig Fernweh bekommt der Leser - und das, obwohl Bednarz nie romantisiert. Kein Wunder, denn wer den Journalisten noch als Moderator des Polit-Magazins "Monitor" kennt, weiß, das Blauäugigkeit sein Ding nicht ist. Zudem bietet Am Ende der Welt in Buchform weit mehr als der gleichnamige ARD-Zweiteiler vom Dezember 2004. Dabei ist die Lektüre sowohl unterhaltsam als auch informativ und deshalb ideal für alle, die sich für ferne Länder und Menschen interessieren. Und wer tut das nicht?-Herwig Slezak
Buch:
Fernes nahes Land: Begegnungen in Ostpreussen: Begegnungen in Ostpreußen
Autor:
Klaus Bednarz, Ausgabe vom 1. Febr. 1997, Taschenbuch, Verkaufsrang 203235
Buch:
Das Kreuz des Nordens: Reise durch Karelien
Autor:
Klaus Bednarz, Ausgabe vom 1. Dez. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 276667
Aus der Amazon.de-Redaktion Pünktlich zur Adventszeit nimmt uns Klaus Bednarz wieder mit auf eine Reise jenseits der ausgetretenen Touristenpfade. Karelien lautet das magische Ziel, das sich von St. Petersburg bis hoch zur Barentssee erstreckt - ein vergessenes Land von berückender Schönheit und mit einer wechselvollen Geschichte. "Sturmvogel" heißt der rostige und rachitisch keuchende Kutter, der Klaus Bednarz und sein Team über den Onega-See trägt. Das Schiff sei erst 50 Jahre alt, meint Iwan, der Kapitän, und vertraut darauf, dass die gerade ausgetauschte Antriebswelle noch etwas durchhält. Hier, nordöstlich von St. Petersburg, beginnt die Reise, in das "Land der blauen Seen, schroffen Felsen, wilden Flüsse und unendlichen Wälder". Eine Abenteuerreise, die wie die großen Reiseromane vergangener Zeiten beginnt und in ein Land führt, in dem Vergangenheit und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise nebeneinander existieren. Karelien, das sind 60.000 Seen und die größte Waldfläche ganz Europas. Auf einer Fläche fast so groß wie Deutschland leben gerade einmal 800.000 Menschen. Es ist eine der ältesten Kulturlandschaften Europas, die schon in der Steinzeit besiedelt wurde und in der lange Zeit russische Bauern, orthodoxe Einsiedlermönche und karelische Urvölker friedlich zusammenlebten. Später wurde Karelien zum Schlachtfeld der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Russland, Schweden und Finnland. Ende der 30er-Jahre ließ Stalin hier über 100.000 Zwangsarbeiter den "Weißmeer-Ostsee-Kanal" in den Frostboden graben. 30.000 sollen dabei gestorben sein, ihre Leichen wurden teilweise als Füllmaterial für das Bauwerk benutzt. Und noch heute wird die Berichterstattung über die Wasserstraße streng von Putins Inlandsgeheimdienst FSB überwacht. Der besondere Charme der Reportagen von Bednarz, der lange Zeit ARD-Korrespondent in Moskau war, liegt in dem direkten Kontakt zu den Menschen. Er spricht mit Igor, dem Kapitän eines Seelenverkäufers; der Museumsdirektorin, die ohne Geld versucht, einzigartige Kulturschätze zu retten; Olga, die noch die alten wepsischen Volksweisen kennt oder dem Bauern aus Kishi, der dem alten Tolstoi aufs Haar gleicht. Die Reportagen ergänzen die zahlreichen, großformatigen Fotografien von Gabi Mühlenbrock, die Bednarz schon oft auf seinen Reisen begleitete; aus ihnen entsteht eine reiche Bilderwelt, die die Landschaften und Bewohner Kareliens eindrucksvoll einfängt. - Henrik Flor, Literaturtest
Buch:
Ballade vom Baikalsee - Begegnungen mit Menschen und Landschaften.
Autor:
Klaus Bednarz, Ausgabe vom 31. Okt. 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 205960
Buch:
Östlich der Sonne: Vom Baikalsee nach Alaska
Autor:
Klaus Bednarz, Ausgabe vom 1. Dez. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 372598
Östlich der Sonne. Vom Baikalsee nach Alaska. Sibirien zehn Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion: Mit welchen Problemen haben die Menschen zu kämpfen, seit der unwegsame Nordosten Russlands strategisch kaum noch von Bedeutung ist? Was hat die neue, oft noch ungewohnte Marktwirtschaft für Folgen? Wie sieht die Situation der lange unterdrückten Ureinwohner aus? Klaus Bednarz, langjähriger Russland-Korrespondent und Chefredakteur des TV-Politmagazins Monitor, ist mit einem Kamerateam in mehreren Etappen vom Baikalsee bis nach Alaska gereist, um diesen Fragen nachzugehen: Im Sommer bei fast 40 Grad im Schatten, im Winter bei 30 Grad unter Null, auf rostigen Dampfern und in ausgedienten Militär-Hubschraubern, im Lastwagen oder zu Fuß. Beschwerlicher als das Reisen selbst war allerdings das Organisieren von Genehmigungen und Benzin. Denn die alten Strukturen sind weg, doch neue gibt es oft noch nicht: "Sibirien ist ein Land, das man vergessen hat", hört Bednarz von den Menschen, die hier leben, immer wieder. Die postsozialistische Tristesse verlassener Städte und verfallener Industrie-Ruinen ist jedoch nur das eine. Das andere Gesicht Sibiriens sind unberührte Flüsse und Gebirge, die weiten Wald- und Sumpflandschaften, in denen sich noch immer Bären, Wölfe, Rentiere und Elche tummeln, und die Vielfalt seiner Völker. Trotz Kolonisation und 70 Jahren Sowjetherrschaft sind viele Traditionen noch lebendig: Bednarz besucht das jakutische Sonnwendfest und fährt mit den tschuktschischen Walfängern zur See. Aber auch mit Wildhütern und Archäologen, mit Überlebenden der Gulags und ehemaligen Piloten der Sowjetarmee hat sich der Autor unterhalten. Östlich der Sonne ist ein spannender Bericht über das Reisen in Sibirien und eine lebendige Reportage über die Menschen, denen Bednarz in diesem unbekanntenn Land begegnet ist. -Bernhard Wörrle
Buch:
Feuerland und Patagonien: Eine Reise in Bildern
Autor:
Klaus Bednarz, Ausgabe vom 23. Sept. 2005, Gebunden, Verkaufsrang 457954
Aus der Amazon.de-Redaktion Klaus Bednarz, dieser Name steht für Seriosität und fundierte Recherche, für den ganz besonderen Blick hinter die Dinge. Und es ist gleich, wo immer er schon war auf diesem Globus, seine Geschichten und Reportagen sind wie erzählte Momentaufnahmen: sachlich, sehr einfühlsam und für den Leser wie ein Schlüssel zu Geheimnissen einer oft unbekannten Welt. Dies trifft ganz sicher auch für Feuerland und Patagonien zu. Das Ziel ist für Bedarz und sein Team nicht zufällig gewählt: vorher noch auf Drehtour in Sibirien, ist das andere Ende der Welt, das südliche Südamerika, "der Weg, den vor Tausenden von Jahren die Vorfahren der südamerikanischen Urbevölkerung zogen. Sie waren aus Sibirien gekommen...,hatten die Beringstraße überquert,...und ihre Wanderung dann im Laufe vieler Generationen...bis hinunter nach Kap Hoorn fortgesetzt." Bedarz geht auf Spurensuche und klar: dabei interessieren ihn Menschen, ihre Lebensweise und Kultur fast noch mehr als die spektakuläre Landschaft rundum. Das mit rund 200 beeindruckenden Farbfotos bestückte Buch ist ein "Nebenprodukt" der hinreißenden Filmreportage Am Ende der Welt, und wer diese sehr empfehlenswerte Dokumentation gesehen hat, kann in Ruhe, ganz eigenem Erleben folgend, alles noch einmal Revue passieren lassen. Der wird Weite, Ferne und Gewaltigkeit dort, am "el fin del mundo", am Ende der Welt, durch imposante Aufnahmen und einen informativen, aber eher im Hintergrund stehenden Text erfahren und empfinden. Im Norden Chiles beginnt die abenteuerliche Reise, abwärts dann die Küste gen Süden, Tausende von Kilometern, durch verschiedene Klima- und Vegetationszonen, verlassene Landstriche, wilde Natur und atemberaubende Gebirgsformationen. Unterwegs mit einem Kleinbus und auch schon mal auf einem Schiff, wo man den dezenten Hinweis findet: "Seien sie bei der Einfahrt in den Golfo de Penas auf die Prüfung ihrer Seefestigkeit gefasst." Und dann irgendwann der sagenumwobene Punkt, an dem Atlantik und Pazifik zusammentreffen, Kap Hoorn, "mehr als zweihundert Tage im Jahr herrscht hier orkanartiger Sturm". Es ist ein Bildband voller Impressionen, ein Reisebericht voller Informationen, Landschaften und Menschen, ihre Kultur und Herkunft, ihre Gesichter und Geschichten interessieren Bednarz sehr überzeugend. Neugierig und offen geht er auf Menschen zu, und so schreibt er auch. Er ist ein Mann, der zuhören kann, sein Gegenüber respektiert und jemand, der perfekt die Magie eines Landes beschreiben und weitergeben kann.-Barbara Wegmann
Buch:
Fernes nahes Land - Begegnungen in Ostpreußen
Autor:
Klaus Bednarz, Ausgabe vom 1995, Gebunden, Verkaufsrang 349929
Product Description Mein Russland Literarische Streifzüge durch ein weites Land
Hörbuch:
Östlich der Sonne, 2 Audio-CDs
Autor:
Klaus Bednarz, Ausgabe vom 2003, Audio CD, Verkaufsrang 184518
Aus der Amazon.de-Redaktion Sibirien zehn Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion: Mit welchen Problemen haben die Menschen zu kämpfen, seit der unwegsame Nordosten Russlands strategisch kaum noch von Bedeutung ist? Was hat die neue, oft noch ungewohnte Marktwirtschaft für Folgen? Wie sieht die Situation der lange unterdrückten Ureinwohner aus? Klaus Bednarz, langjähriger Russland-Korrespondent und Chefredakteur des TV-Politmagazins Monitor, ist mit einem Kamerateam in mehreren Etappen vom Baikalsee bis nach Alaska gereist, um diesen Fragen nachzugehen: Im Sommer bei fast 40 Grad im Schatten, im Winter bei 30 Grad unter Null, auf rostigen Dampfern und in ausgedienten Militär-Hubschraubern, im Lastwagen oder zu Fuß. Beschwerlicher als das Reisen selbst war allerdings das Organisieren von Genehmigungen und Benzin. Denn die alten Strukturen sind weg, doch neue gibt es oft noch nicht: "Sibirien ist ein Land, das man vergessen hat", hört Bednarz von den Menschen, die hier leben, immer wieder. Die postsozialistische Tristesse verlassener Städte und verfallener Industrie-Ruinen ist jedoch nur das eine. Das andere Gesicht Sibiriens sind unberührte Flüsse und Gebirge, die weiten Wald- und Sumpflandschaften, in denen sich noch immer Bären, Wölfe, Rentiere und Elche tummeln, und die Vielfalt seiner Völker. Trotz Kolonisation und 70 Jahren Sowjetherrschaft sind viele Traditionen noch lebendig: Bednarz besucht das jakutische Sonnwendfest und fährt mit den tschuktschischen Walfängern zur See. Aber auch mit Wildhütern und Archäologen, mit Überlebenden der Gulags und ehemaligen Piloten der Sowjetarmee hat sich der Autor unterhalten. Östlich der Sonne ist ein spannender Bericht über das Reisen in Sibirien und eine lebendige Reportage über die Menschen, denen Bednarz in diesem unbekanntenn Land begegnet ist. -Bernhard Wörrle