Laura Lippman, Gerhard Falkner, Nora Matocza, Ausgabe vom Aug. 2002, Gebunden, Verkaufsrang 628827
Amazon.de Eine Entdeckung! In einer seltsamen Stadt werkelt Laura Lippmans berückende neue Privatdetektivin Tess Monaghan an einem skurrilen Mordfall, der schon bald die Aufmerksamkeit einer großen Öffentlichkeit auf sich zieht. Baltimore an einem 19. Januar, dem Geburtstag Edgar Allan Poes. Wie in jedem Jahr legt ein unbekannter Bewunderer am Grab des Schriftstellers drei Rosen und eine Flasche Cognac nieder. Diesmal erscheinen gleich zwei Fans des Autors, allerdings verlässt nur einer lebend den Friedhof. Tess Monaghan und ihr Freund Crowe sind als Augenzeugen am Tatort. Ein unbekannter Antiquitätenhändler namens J. P. Kennedy hatte am Abend zuvor das Büro der Detektivin betreten und um Hilfe in einem Betrugsfall gebeten. Ihm sei ein wertvolles Armband verkauft worden, das sich schließlich als Fälschung erwiesen habe. Es gäbe Hinweise, dass der Betrüger identisch mit dem anonymen Besucher an Poes Grab sei. Obwohl Monaghan den merkwürdigen Klienten abweist, siegt ihre Neugier und die Überredungskunst Crowes. Nach dem Mord bleibt Kennedy unauffindbar, alle Ermittlungen von Tess verlaufen im Sande, bis sie den Poe-Raum einer renommierten Bibliothek aufsucht und ihr Blick auf der Straße zufällig eine Poe-Gedenktafel an einem alten Stadthaus in Baltimore streift... Rasch wird deutlich, dass sich Laura Lippman überaus wohltuend aus der Masse hoch gelobter Ladies of Crime in dieser oder jener Tradition heraushebt. Ihre Heldin ist weder mit einem Übermaß an Selbstbewusstsein geschlagen wie viele ihrer Kolleginnen, noch hat sie den Erfolg gepachtet. Monaghans erster Fall für deutsche Leser wird nicht nur eingefleischte Fans E. A. Poes begeistern, obwohl sich vieles um den großen Autor aus Baltimore dreht. Man darf auf weitere spannende und, übrigens keine Selbstverständlichkeit, mit Ironie und Humor gewürzte Fälle aus Lippmans Feder gespannt sein, die in Amerika als eine der interessantesten neuen Autorinnen des Genres gilt. -Ulrich Deurer
Buch:
Charm City
Autor:
Laura Lippman, Ausgabe vom April 2006, Broschiert, Verkaufsrang 1057398
Aus der Amazon.de-Redaktion Privatdetektivin Tess Monaghan liebt ihr Baltimore - Charm City - wie die städtische PR-Abteilung selbstverliebt trompetet, und das doch vom Rest Amerikas so gern geschnitten wird. Da kommt eine Imagespritze wie die des Business-Tycoons Gerard "Wink" Wynkowski gerade recht, der seiner Heimatstadt ein Geschenk in Form eines kompletten Profi-Basketballteams verpassen will. Dass der Lebensweg des gewieften Wink mit Straftaten aller Arten förmlich gepflastert ist, scheint in Charm City niemanden sonderlich zu stören. Die patente Ex-Journalistin und Hobbysportlerin Tess (eine imposante 1,80-Meter-Erscheinung mit "schweren Brüsten" und einem viel zu jungen, aber ausgeflippten Freund), hat im Moment ohnehin andere Probleme. Ihr Onkel Spike liegt übel zugerichtet im Krankenhaus und sein Windhund Esskay, ein tumbes Monster mit veritablem Mundgeruch obliegt nun ihrer Fürsorge. Im weiteren Verlauf entdeckt Tess eine Windhund-Connection, die ein geradezu fürchterliches Vergnügen pflegt! Die Erzählgleise driften auseinander, als - unbeabsichtigt? - ein Artikel im "Leuchtturm", Tess früherer Wirkungsstätte, erscheint, in dem Winks kriminelle Machenschaften gnadenlos ans Licht gezerrt werden. Der Wohltäter wird schlicht zum Pleitier erklärt. Als Spender Wynkowski kurz darauf auf dubiose Weise Selbstmord begeht, beginnt Baltimores Charme mächtig abzubröckeln. Lippmans Story wurde in den Vereinigten Staaten mit dem renommierten Edgar und dem Shamus-Award ausgezeichnet. Ein guter Roman also? Nur bedingt. Hätte doch die Autorin nicht die völlig unnötige Idee zweier Erzählstränge gehegt, die nicht notwendigerweise zueinander führen. Hätte sie dafür in ihre nicht unkomplizierte Story um Filz und Co. etwas mehr Actionpfeffer gestreut, ihre Figuren aus der schemenhaften Blässe geholt. Eine amerikanische Amazon-Leserin, die ebendies bemängelte, empfahl, zwecks besseren Durchblicks zuerst den ersten Tess-Roman, Baltimore Blues zu lesen. Im Verlauf von Tess' Recherche öffnen sich Baltimores gesammelte Gullydeckel und es beginnt gewaltig zu stinken. Schon Randy Newman hatte die Stadt in wenig schmeichelhaftem Licht gesehen: "Hard times in the city/In a hard town by the sea/Ain't nowhere to run to/There ain't nothin' here for free/Oh Baltimore/Man it's hard just to live." (Baltimore) Doch Laura/Tess liebt ihre Stadt. Und sie wird weiter darüber schreiben. -Ravi Unger 1
Buch:
Baltimore Blues: Kriminalroman
Autor:
Laura Lippman, Ausgabe vom 2005, Broschiert, Verkaufsrang 825532
Aus der Amazon.de-Redaktion In den USA gilt Laura Lippman bereits als einer der viel versprechendsten neuen Namen unter den Krimiautoren. In Baltimore Blues steht der Mord an einem zwielichtigen Anwalt im Mittelpunkt. Lippmans finanziell chronisch minderbemittelte Heldin Tess Monaghan erhält Gelegenheit zu einer Schnüffelei, zumal einer ihrer besten Freunde in Tatverdacht gerät. Eigentlich möchte Darryl Paxton, genannt Rock, nur rudern und sonst nichts. Der erfolgreiche Sportler übt seinen Beruf als Biologe offenbar nur deswegen aus, um sich desto intensiver seiner eigentlichen Berufung widmen zu können. Erstaunlich, dass Rock Zeit gefunden hat, sich die attraktive angehende Anwältin Ava Hill als Verlobte zu angeln. Seine beste Freundin Tess Monaghan, arbeitslose Journalistin und ständig auf der Suche nach Verdienstquellen, vermutet daher auch Ava als eigentliche Urheberin der Verbindung. Als Avas Arbeitgeber, der nicht gerade gut beleumundete Rechtsanwalt Michael Abramowitz, in seinem Büro brutal ermordet wird, kommt Rock in echte Schwierigkeiten. Hatte er doch Tess beauftragt, Ava in deren Freizeit etwas im Auge zu behalten, weil sie sich in letzter Zeit für seinen Geschmack zu häufig und zu fadenscheinig entschuldigt hatte, wenn er sie treffen wollte. Monaghans Beschattungsarbeit förderte zu Tage, dass Ava und Abramowitz wohl auch Beziehungen nichtgeschäftlicher Art pflegten. Rock hatte daraufhin nichts Besseres im Sinn, als dem Anwalt in dessen Büro eine handgreifliche Szene zu machen und steht nun als Hauptverdächtiger da. Tess jedoch glaubt nicht an seine Schuld und verdingt sich bei Rocks Anwalt als Gehilfin und einmal mehr als Gelegenheitsschnüfflerin. Ihre Ermittlungen bringen sie selbst in höchste Gefahr. Humor, ein geschickt aufgebauter Spannungsbogen und eine hinreißend unkonventionelle Heldin zeichnen Lippmans Roman besonders aus. Nach ihrem ebenfalls sehr lesenswerten Krimi In einer seltsamen Stadt sollte die gelernte Journalistin und in den USA mit allen großen Krimipreisen ausgezeichnete Autorin Laura Lippman mittlerweile auch in Deutschland für eine große Fangemeinde gut sein. -Ulrich Deurer 1
Buch:
Butchers Hill
Autor:
Laura Lippman, Ausgabe vom 2. Juli 2005, Gebunden, Verkaufsrang 989605