Auschwitz Geschichte eines Verbrechens Wie das Ende des Krieges jährt sich 2005 auch die Befreiung der NS-Vernichtungsfabrik von Auschwitz zum sechzigsten Mal. Nicht weniger als 1,3 Millionen Menschen fanden hier den Tod. Für die BBC hat Laurence Rees über die Geschichte des Lagers eine sehenswerte mehrteilige Fernsehdokumentation produziert, die auch vom deutschen Fernsehen übernommen wurde. Wie bereits bei früheren TV-Arbeiten legt Rees zeitgleich ein Buch zum Thema vor. In dem mit großer Akribie über einen Zeitraum von 15 Jahren recherchierten Band versucht der Autor die Geschichte des in der Menschheitsgeschichte beispiellosen Verbrechens, dem Versuch der totalen Vernichtung des europäischen Judentums, für das "Auschwitz" gleichsam als Synonym steht, von seinen Anfängen bis zur "Befreiung und Vergeltung" nachzuzeichnen. Und weil das Unvorstellbare ohne sie ganz und gar nicht möglich gewesen wäre, lässt der Autor neben Opfern auch Täter zu Wort kommen, die, wie er versichert, entgegen des verständlichen Vorurteils mehrheitlich nicht verrückt gewesen seien, auch wenn sie von der Richtigkeit ihres Tuns überzeugt waren. Und das waren sie tatsächlich! Und man kann es kaum glauben: Manche dieser widerwärtigen Bestien waren es zum Zeitpunkt des Interviews immer noch! Uns vor Augen zu führen, dass das, was man für noch unmöglicher halten muss als die bloße Faktizität der kaum mehr zu überbietenden Barbarei selbst, ist das Ziel der beklemmenden TV-Dokumentation und des nicht minder bedrückenden Buches. "Es steht viel Verstörendes in diesem Buch", bekennt Rees denn auch gleich zu Beginn seiner Einführung. Dem kann man nur beipflichten. Wahrlich keine angenehme Lektüre. Aber eine von der Sorte, die wohl nötig ist. - Hasso Greb
Buch:
Auschwitz: Geschichte eines Verbrechens
Autor:
Laurence Rees, Ausgabe vom 8. März 2005, Gebunden, Verkaufsrang 536642
Aus der Amazon.de-Redaktion Wie das Ende des Krieges jährt sich 2005 auch die Befreiung der NS-Vernichtungsfabrik von Auschwitz zum sechzigsten Mal. Nicht weniger als 1,3 Millionen Menschen fanden hier den Tod. Für die BBC hat Laurence Rees über die Geschichte des Lagers eine sehenswerte mehrteilige Fernsehdokumentation produziert, die auch vom deutschen Fernsehen übernommen wurde. Wie bereits bei früheren TV-Arbeiten legt Rees zeitgleich ein Buch zum Thema vor. In dem mit großer Akribie über einen Zeitraum von 15 Jahren recherchierten Band versucht der Autor die Geschichte des in der Menschheitsgeschichte beispiellosen Verbrechens, dem Versuch der totalen Vernichtung des europäischen Judentums, für das "Auschwitz" gleichsam als Synonym steht, von seinen Anfängen bis zur "Befreiung und Vergeltung" nachzuzeichnen. Und weil das Unvorstellbare ohne sie ganz und gar nicht möglich gewesen wäre, lässt der Autor neben Opfern auch Täter zu Wort kommen, die, wie er versichert, entgegen des verständlichen Vorurteils mehrheitlich nicht verrückt gewesen seien, auch wenn sie von der Richtigkeit ihres Tuns überzeugt waren. Und das waren sie tatsächlich! Und man kann es kaum glauben: Manche dieser widerwärtigen Bestien waren es zum Zeitpunkt des Interviews immer noch! Uns vor Augen zu führen, dass das, was man für noch unmöglicher halten muss als die bloße Faktizität der kaum mehr zu überbietenden Barbarei selbst, ist das Ziel der beklemmenden TV-Dokumentation und des nicht minder bedrückenden Buches. "Es steht viel Verstörendes in diesem Buch", bekennt Rees denn auch gleich zu Beginn seiner Einführung. Dem kann man nur beipflichten. Wahrlich keine angenehme Lektüre. Aber eine von der Sorte, die wohl nötig ist. - Hasso Greb
Buch:
Hitlers Krieg im Osten
Autor:
Laurence Rees, Ausgabe vom 2000, Gebunden, Verkaufsrang 1379937
Aus der Amazon.de-Redaktion Allein 13 Millionen getötete sowjetische Zivilisten während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg sind eine schier unfassbare Zahl. Und dennoch waren die zivilen Opfer nur ein schrecklicher Teil von Hitlers Krieg im Osten, die enormen Verluste an Soldaten auf beiden Seiten waren ein weiterer. Die Darstellung des deutschen Ostfeldzuges ist für den BBC-Journalisten Laurence Rees folgerichtig mehr als nur die Abhandlung historischer Fakten. Immer wieder kommen in seinem Buch Zeitzeugen zu Wort, die ohne Scheu von eigenen, teils brutalen, teils gar verbrecherischen Taten berichten. Wie hier abgestochen, erschossen, gefoltert oder hingerichtet wurde, das offenbart schonungslos die Fratze des Krieges. Zudem erhellen die Aussagen auch das Denken in jener Zeit, empfanden die meisten Befragten ihr Vorgehen damals doch als richtig. Dieser Feldzug (und dieses Buch) zeigen, "dass Intelligenz und Kultur Gräueltaten nicht verhindern können". Neben diesen persönlichen Statements konnte Rees auch den historischen Abläufen neue Nuancen zufügen. Blitzartiger deutscher Vormarsch, Halt durch den russischen Winter, Niederlage in der Kesselschlacht von Stalingrad (deren brutale Häuserkämpfe für Rees die "Antithese zum Blitzkrieg" darstellen) und schließlich Rückzug sind geläufige Fakten, doch der Blick in nun zugängliche russische Archivunterlagen zeugt von bisher unbekannten Ereignissen. Hierzu zählen die sowjetischen Erwägungen, 1941 Frieden mit den Invasoren zu schließen - ein Kratzer im selbstgezimmerten Heldenimage Stalins. Rees' Spagat zwischen historischen Schilderungen und menschlichen Impressionen funktioniert, keine Seite bekommt Übergewicht. Seine gut bebilderte Abhandlung beschreibt ein, so Rees, "einzigartig verrücktes Unternehmen; Akt eines einzelnen, machtbesessenen Menschen". Ein sinnloser Feldzug, der schlussendlich die kriegsentscheidende Niederlage für die deutschen Truppen brachte. -Joachim Hohwieler
Buch:
Die Nazis - Eine Warnung der Geschichte.
Autor:
Laurence Rees, Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 815042
Buch:
Die Nazis - Eine Warnung der Geschichte
Autor:
Laurence Rees, Ausgabe vom März 2000, Gebunden, Verkaufsrang 1071601
Buch:
Hitlers Krieg im Osten
Autor:
Laurence Rees, Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 1707459
Aus der Amazon.de-Redaktion Allein 13 Millionen getötete sowjetische Zivilisten während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg sind eine schier unfassbare Zahl. Und dennoch waren die zivilen Opfer nur ein schrecklicher Teil von Hitlers Krieg im Osten, die enormen Verluste an Soldaten auf beiden Seiten waren ein weiterer. Die Darstellung des deutschen Ostfeldzuges ist für den BBC-Journalisten Laurence Rees folgerichtig mehr als nur die Abhandlung historischer Fakten. Immer wieder kommen in seinem Buch Zeitzeugen zu Wort, die ohne Scheu von eigenen, teils brutalen, teils gar verbrecherischen Taten berichten. Wie hier abgestochen, erschossen, gefoltert oder hingerichtet wurde, das offenbart schonungslos die Fratze des Krieges. Zudem erhellen die Aussagen auch das Denken in jener Zeit, empfanden die meisten Befragten ihr Vorgehen damals doch als richtig. Dieser Feldzug (und dieses Buch) zeigen, "dass Intelligenz und Kultur Gräueltaten nicht verhindern können". Neben diesen persönlichen Statements konnte Rees auch den historischen Abläufen neue Nuancen zufügen. Blitzartiger deutscher Vormarsch, Halt durch den russischen Winter, Niederlage in der Kesselschlacht von Stalingrad (deren brutale Häuserkämpfe für Rees die "Antithese zum Blitzkrieg" darstellen) und schließlich Rückzug sind geläufige Fakten, doch der Blick in nun zugängliche russische Archivunterlagen zeugt von bisher unbekannten Ereignissen. Hierzu zählen die sowjetischen Erwägungen, 1941 Frieden mit den Invasoren zu schließen - ein Kratzer im selbstgezimmerten Heldenimage Stalins. Rees' Spagat zwischen historischen Schilderungen und menschlichen Impressionen funktioniert, keine Seite bekommt Übergewicht. Seine gut bebilderte Abhandlung beschreibt ein, so Rees, "einzigartig verrücktes Unternehmen; Akt eines einzelnen, machtbesessenen Menschen". Ein sinnloser Feldzug, der schlussendlich die kriegsentscheidende Niederlage für die deutschen Truppen brachte. -Joachim Hohwieler