Im schwarzen See Maria Kallios siebter Fall "Jetzt weiß ich endlich, was ich tun muss. Derjenige, der Annukka getötet hat, wird auch mich töten." Annukka, engagierte und bissige Journalistin, die an einer Biografie über einen berühmten Formel-I-Piloten arbeitete, wird von Elchjägern tot aufgefunden. Maria Kallio, mittlerweile zweifache Mutter, ermittelt. Ein aufregender Fall, der keine Verschnaufpause duldet. "Warum hat sie nicht geschossen? Sie hatte ihre Waffe doch immer dabei?" Warum wurde Akkukka ermordet, hat es mit geheimen Informationen über Sasha Smeds zu tun, den Rennfahrer, der kurz vor dem ersehnten Weltmeistertitel steht? Warum hatte die Journalistin Angst, wenn sie unterwegs war? Fragen über Fragen, viele Verdächtige und Spannung, die so dosiert ist, dass sie bis zuletzt einfach nicht loslässt. Kurze Kapitel, klare Szenen, transparente Ermittlungen, handfeste Ergebnisse: die Krimis der beliebten Finnin Leena Lehtolainen sind in ihrem Heimatland längst verfilmt, erfolgreich, versteht sich! Kein Wunder, "Finnlands beste Krimi-Autorin" hat mit Maria Kallio eine Anwältin und Kommissarin erschaffen, die rundum glaubwürdig ist, die nicht nur aus der ermittelnden Perspektive agiert, sondern die auch noch eine Privatsphäre, eine private Meinung zu Politik und Gesellschaft und persönliche Gefühle für Kind und Familie hat. Aber genauso glaubwürdig und überzeugend werden auch Kollegen, Verdächtige und Angehörige lebendig und in Szene gesetzt, allen voran Annukka, die "für eine gute Story auch den Schoßhund ihrer Großmutter verkaufen würde" und ein "zähes Weibsstück" war. Drohte sie mit Enthüllungen? War Erpressung mit im Spiel? "Ruhig Blut, Maria. Früher oder später wirst du den Fall aufklären, wie immer." tröstet ein Kollege. Angenehmer Alltag herrscht bei Maria Kallio, dazu gehört ihr Privatleben mit Mann und Kindern, das Problem ihrer Arbeitszeiten, genauso wie Diskussionen über die schlechte Bezahlung bei der Polizei oder die Schlichtung eines internen Streits, bei dem es um den heiklen Punkt sexuelle Belästigung geht. Also: dieser Alltag ist alles andere als langweilig, dominiert aber auch nicht, sondern schiebt sich immer mal wieder zwischen herausfordernde Ermittlungen. Der neue Fall auf dem Tisch ist "wie Brot backen, ohne bestimmen zu können, wie lange der Teig aufging und welche Temperatur der Ofen hatte" - ein heißer Fall ist?s allemal! -Barbara Wegmann
Buch:
Auf der falschen Spur: Maria Kallio ermittelt
Autor:
Leena Lehtolainen, Ausgabe vom 16. Januar 2009, Gebunden, Verkaufsrang 396520
Wie man sie zum Schweigen bringt Maria Kallios sechster Fall Das Buch gleicht einer Nulldiät: zum Essen kommt man vor lauter Spannung ganz sicher nicht! Innenarchitekt und Stadtrat Petri Ilvesniemi wird ermordet. Waren es Rechtsradikale, denen der Homosexuelle ein Dorn im Auge war? Steckt die Drogenszene mit drin? Oder spielen "Herren in teuren Anzügen", verstrickt in kommunalpolitische Machtkämpfe eine mörderische Rolle? Ein kleiner finnischer Ort in Aufruhr. "Erst als ich wieder im Wagen saß, überfiel mich lähmende Beklemmung. Wie dumm von mir, zu glauben, der Fall ... wäre gelöst." Maria Kallio ist in Finnland keine Unbekannte, die sympathische Kommissarin, hin und her gerissen zwischen Familie und Karriere bei der Kripo, ist längst zum Fernsehstar avanciert, ihre Fälle sorgen für gute Quoten. Autorin Leena Lehtolainen schuf eine gestandene, dennoch sensible, alles in allem glaubwürdige und überzeugende Frau, die im harten Ermittlungsgeschäft ?ihren Mann? steht. Ein "gutes Namensgedächtnis" hat sie, kann gut "Räucherlachssoße" kochen und hat "Kampfgeist", wenn?s drauf ankommt. Die Szenerie, in der Maria Kallio ermittelt, ist lebendig und wach, viele Nebenschauplätze bremsen aufschäumende Spannung immer wieder gekonnt ab, schaffen aber zudem ein Gesamtbild, das sehr stimmig und rund ist. Ein Fall, in manchen Szenen geradezu wie aus dem Leben gegriffen: ein ermordeter Prominenter, dessen Privatleben nun an die Öffentlichkeit gezerrt wird. Petri, der als cholerisch galt, eine "ausgesprochen spitze Zunge" hatte und einer der "aktivsten Grünen" war, lebte seit Jahren mit seinem Partner zusammen, ein Kind wollten sie beide adoptieren, aber auch Affären gab es. Sachverhalte, die in der ?testosterongeschwängerten Atmosphäre bei der Polizei ein furchtbarer Nährboden? für wenig sachliche Intermezzos sind. Leena Lehtolainen kann sich mit ihrem Roman absolut in die Reihe der erfolgreichen skandinavischen Krimi-Autoren einreihen: lebendig, dynamisch, ausgesprochen flott zu lesen und in wellenartiger Spannung einem überzeugenden Schluß zusteuernd, ist das Buch ein schöner und vor allem absolut spannender Auftakt für den nahenden Bücher-Frühling. -Barbara Wegmann
Buch:
Zeit zu sterben
Autor:
Leena Lehtolainen, Ausgabe vom 2. Januar 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 131212
Weiß wie die Unschuld. Maria Kallios dritter Fall. Maria Kallio ermittelt wieder. Bereits zum dritten Mal begibt sich die smarte Finnin auf Verbrecherjagd. Und an ihrem neuesten Fall hat sie ordentlich zu knacken. Elina Rosberg, Leiterin eines Therapie- und Selbstverteidigungsinstituts für Frauen, ist spurlos verschwunden. Bald mehren sich die Zeichen, dass sie Opfer eines Verbrechens geworden ist. Die Verdächtigen sind schnell gefunden: der rätselhafte Dichter und Freund der Vermissten, eine junge Stripperin und eine strenggläubige Christin - die beide an Elinas letztem Vortrag teilnahmen -, und nicht zuletzt Elinas Tante Aira, die sich der Polizei gegenüber sehr verschlossen gibt. Als hätte Kallio nicht schon genug mit diesem vertrackten Fall zu tun, bricht zu allem Überfluss ein Bankräuber aus dem Gefängnis aus, den Kallio einst hinter Gitter brachte. Er hatte damals gedroht, sie umzubringen, sobald er auf freiem Fuß sei. Bei der Kommissarin stellt sich ein Gefühl ein, dass ihr bislang unbekannt war: nackte Angst. Und schon bald zeigt sich, dass diese Panik nicht ganz unbegründet ist. Leena Lehtolainen ist der neue Star am finnischen Krimihimmel - keine Frage. Mit ihrer Serienheldin hat sie frischen Wind in das Genre gebracht. Endlich mal wieder eine starke Persönlichkeit mit Intelligenz und Spürsinn, eine Frau wie Maria Kallio hat dem Kriminalroman lange gefehlt. Dabei ist es nicht nur die berufliche Kompetenz, die sie so sympathisch macht, sondern auch ihr Privatleben mit allen Sorgen, Nöten und Freuden. Ganz zu schweigen von den verbalen Reibereien, die sich Kallio mit ihrem verhassten Kollegen Perrti Ström liefert. Bleibt nur zu hoffen, dass es eine weitere Fortsetzung geben wird, denn Kallios Hochzeit ist nicht die einzige freudige Überraschung in Weiß wie die Unschuld. -Christoph Reudenbach