Product Description 'Einfach so' erzählt die Geschichte einer Frau, die in New York zu Hause ist. Sie schreibt Nachrufe für eine Zeitung, ihr Ehemann, mit dem sie glücklich ist, spielt eine gewisse Rolle in der New Yorker Kunstszene, zu der sie allerdings eine ironisch-direkte Beziehung pflegt. Sie lebt in einem weitläufigen Loft, hat drei aufmüpfige aber wohlgeratene Kinder und wenig Außergewöhnliches, nichts Dramatisches drängt sich in den Ablauf ihrer Tage. Das Außergewöhnliche liegt in Ihr selbst, in ihrer Art, die Umwelt wahrzunehmen. Ihre Lebensgeschichte - sie ist die Tochter jüdischer Eltern, die den Holocaust überlebt haben - ist immer präsent. Gegenwart und Vergangenheit sind für sie untrennbar verbunden, und ihr Beruf - in dem sie häufig Begräbnisse zumeist völlig fremder Menschen besuchen muß - verstärkt das Gefühl der Zerbrechlichkeit des Glücks.
Buch:
New York
Autor:
Lily Brett, Ausgabe vom 1. Sept. 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 352680
Product Description Ein Jahr hat Lily Brett in der ZEIT über ihr Leben in New York berichtet. Die Texte zeichnen ein Bild der Stadt und ihres Lebensgefühls und fügen sich gleichzeitig zu einem Selbstporträt der Autorin, die es meisterhaft versteht, anhand von scheinbar alltäglichen Situationen über die grossen Themen des Lebens nachzudenken.
Buch:
Zu viele Männer: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Autor:
Lily Brett, Ausgabe vom 26. März 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 323191
Zu sehen. Lily Brett, Kind von Eltern, die im Ghetto geheiratet hatten, sich nach Ausschwitz wiedergefunden hatten, und deren restliche Familie dem Holocaust zum Opfer gefallen war, ist in Australien aufgewachsen. Nun lebt sie seit Jahren in New York; im vorliegenden Band berichtet sie über ihre Jugend - und über ihre massiven Gewichtsprobleme, die sie in dieser Zeit hatte. Über das Trauma, Kind von Holocaust-Opfern zu sein. Sie erzählt, sehr offen und direkt, von ihrer Liebe, ihrer Ehe - und vom Schock, den sie und ihr Mann erlebt hatten, als sie erfuhren, ihre Tochter wäre lesbisch. Sie erzählt vom Leben in New York, von ihrer Sehnsucht nach Australien, den Unterschieden zwischen diesen beiden Orten. Und sie schreibt darüber, was für sie schreiben bedeutet, wie sie dazu gekommen war. Einzelne Passagen dieses Buches fand ich durchaus interessant. Wenn Lily Brett anfängt, fein beobachtete Episoden zu beschreiben, dann ist es ein Vergnügen, diese Geschehnisse miterleben zu dürfen. Aber wenn sie mit missionarischem Eifer von ihrer neuen Einstellung zu ihrem Körper, dem Gewichteheben, Laufen, richtig Essen anfängt, ist das relativ rasch ermüdend. So wie auch ihre Geschichten von der Analyse eine lähmende Wirkung auf mich hatten. Das ganze Buch klang für mich zu sehr wie ein "Sorge dich nicht, lebe"-Verschnitt. Aber da mir die Stellen, an denen sie etwas Gesehenes oder Erlebtes erzählt und nicht vom Innenleben spricht gefallen haben, wäre ich schon neugierig drauf zu sehen, wie sie dieses Talent in einem Roman einsetzt. -Daniela Ecker
Buch:
Alles halb so schlimm! (suhrkamp taschenbuch)
Autor:
Lily Brett, Ausgabe vom 29. März 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 170572
Alles halb so schlimm! Wie lässt sich ein neues Leben beginnen, wenn das alte so gründlich vernichtet wurde? Das polnisch-jüdische Ehepaar Renia und Josl Bensky überlebte das Ghetto von Lodz und das Konzentrationslager Auschwitz. Nach Ende des Krieges ziehen die beiden wie viele andere nach Australien, um sich dort eine neue Existenz aufzubauen. In Melbourne entsteht bald eine aufstrebende kleine Gemeinschaft aus befreundeten Familien. Doch die tragische Vergangenheit bleibt auch hier präsent. Unter der Normalität des Alltags, um die sich die Überlebenden mit aller Energie und scheinbar erfolgreich bemühen, lauern die traumatischen Erinnerungen. Auch auf den in der Sicherheit der neu gefundenen Heimat aufwachsenden Kindern wie Lola Bensky lasten die an ihren Eltern und ihrem Volk begangenen Verbrechen. Gefühlvoll, aber ohne sentimental zu werden, erzählt Lily Brett berührende Geschichten aus dem australischen Alltag von Holocaust-Überlebenden und ihren Kindern. Es sind lose zusammenhängende Episoden, mit wechselnden Erzählperspektiven und zeitlichen Sprüngen, die sich gegen Ende zusehends auf Lola Bensky, das literarische Alter Ego der Autorin fokussieren - und auf ihre Versuche, mit der tragischen Vergangenheit der Eltern umzugehen. Wie ihre bisher auf Deutsch erschienenen Bücher ist auch Alles halb so schlimm! stark autobiografisch gefärbt. Chronologisch stehen diese Geschichten am Beginn der erzählerischen Laufbahn Lily Bretts; im englischen Original erschienen sie noch vor ihrem Erfolgsroman Einfach so. Ohne große Worte, anhand kleiner lakonisch protokollierter Details vermag es die Autorin, das nachhaltige Grauen erahnbar zu machen, aber auch den Hunger nach einem Leben, das nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann. Lily Brett erzählt von Lieben und Liebschaften, Urlaubsreisen, Einkäufen, Essgewohnheiten und banalen Alltagsgesprächen - alles erscheint unter dem Vorzeichen der Katastrophe bedeutsam für die Suche nach einer eigenen, jüdischen und allgemein menschlichen Identität. Der offene, nichts verklärende Blick, der sich auch vor ungewollten Grausamkeiten in der Familie nicht verschließt, macht dieses Buch dabei ebenso zum Lektüreerlebnis wie der Sinn für Skurriles, der als sanfter Humor immer wieder zum Vorschein kommt. -Mathis Zojer
Buch:
Von Mexiko nach Polen (suhrkamp taschenbuch)
Autor:
Lily Brett, Ausgabe vom 27. März 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 313500