Ehrensachen An seine erste Begegnung mit Henry White aus New York kann sich Sam noch gut erinnern. Er steht in der Tür zu einem der drei Schlafzimmer in der Erdgeschosswohnung des Studentenheims am Harvard College, wo er ab sofort wohnen soll. Sein zukünftiger Mitbewohner Henry, "ein langer, schlanker, rothaariger Junge", hat ihm den Rücken zugekehrt. Er steht am geöffneten Fenster und winkt zu einem attraktiven Mädchen unten auf dem Rasen hinab. Das Mädchen wirft Henry sogar Kusshände zu. Zu Sams Erstaunen aber will Henry nichts unternehmen, um die offenbar an ihm interessierte Studentin näher kennen zu lernen. Erst will er es zu etwas bringen. Und er hat ein Geheimnis, das er nicht offenbaren will. Henry ist ein Jude aus der amerikanischen Oberschicht, und das ist in den Augen vieler US-Bürger Anfang der fünfziger Jahre mehr als ein tolerierbarer Makel. Obwohl Henry nach eigenem Selbstverständnis "kaum jüdischer als ein geräucherter Schweineschinken" ist, bringen die Umstände den jungen, an den Idealen eines aufstrebenden Amerika ausgerichteten Mann doch in eine Situation, die ihn dazu veranlasst, sein traditionelles Elternhaus zu verleugnen. Aus der Sicht des Ich-Erzählers Sam lässt der in Polen geborene New Yorker Schriftsteller Louis Begley in Ehrensachen dieses staubige Milieu von Harvard, das er als Student selbst am eigenen Leib erfahren hat, wieder auferstehen. Und er zeigt eindringlich, wie nachhaltig es Henrys weiteres Leben bestimmte - bis zu einem Wiedersehen zwischen Sam, inzwischen ein Schriftsteller, und Henry nach vielen Jahren... Einem breiten Publikum wurde Louis Begley vor allem mit Romanen wie Lügen in Zeiten des Krieges oder Schmidts Bewährung bekannt. Danach erschienen einige Bücher, die an die Qualität dieser Meisterwerke nicht mehr heranreichen konnten. Bei Ehrensachen ist das anders. Ehrensachen ist ein Buch, wie es sich Begley-Fans seit Jahren gewünscht haben: tiefgründig, doppelbödig, gesellschaftskritisch, melancholisch - und einfach grandios geschrieben. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
Hörbuch:
Starke Stimmen - Die Männer - Editionsbox
Autor:
Louis Begley, Eric-Emmanuel Schmitt, Ausgabe vom 15. Okt. 2007, Audio CD, Verkaufsrang 299345
Buch:
Die ungeheuere Welt, die ich im Kopfe habe: Über Franz Kafka
Autor:
Louis Begley, Ausgabe vom 2. Juni 2008, Gebunden, Verkaufsrang 538099
Product Description Der hochangesehene Wirtschaftsanwalt Albert Schmidt, 'Schmidtie' genannt,gerät nach der Frühpensionierung und dem Krebstod seiner Frau in eine Lebenskrise.Wie ein Schlag trifft ihn die Ankündigung seiner Tochter, einen seinerehemaligen Kanzleizöglinge zu heiraten Ist jener Jon Riker nicht ein banalerStreber, ein kulturloser Karrierist, und nicht zuletzt - ein Jude? Es beginntein hartnäckiger Abwehrkampf gegen die Ambitionen der nachfolgenden Generation,ein Ringen um Vermögen, Anerkennung und Selbstwertgefühl. Noch während'Schmidtie' mit dem Vorwurf des Antisemitismus, mit bitteren Erkenntnissenund subtilen Verletzungen beschäftigt ist, begegnet ihm in der Gastaltder jungen puertoricanischen Kellnerin Carrie die Chance für ein spätesGlück.
Buch:
Schmidts Bewährung: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Autor:
Louis Begley, Ausgabe vom 25. Nov. 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 93148
Schmidts Bewährung. Schmidt is back! Albert "Schmidtie" Schmidt ist Louis Begley so ans Herz gewachsen, dass er ihn noch einmal zum Mittelpunkt eines Romans macht - diesmal in Schmidts Bewährung. Dabei gab es bereits im ersten Teil, der lakonisch einfach Schmidt hieß, genug Anlass für den New Yorker Anwalt sich zu bewähren. Innerhalb kurzer Zeit war sein Leben zusammengeschnurrt wie ein Luftballon, aus dem langsam die Luft entweicht: Seine Partner in der Kanzlei drängen ihn zur Frühpensionierung, dann wird er unerwartet Witwer und verkracht sich auch noch mit seiner Tochter, weil diese einen Mann heiraten will, der überhaupt nicht nach seinem Geschmack ist. Vor der Einsamkeit des Alters bewahrt ihn einzig die junge Puertoricanerin Carrie, an die er sein altes Herz leidenschaftlich verliert. Zu Beginn von Schmidts Bewährung wohnt Carrie schon einige Zeit bei ihm und versüßt seine Tage und Nächte. Die Frage ist natürlich, wie lange das gut gehen kann mit einer Geliebten, die jünger ist als seine Tochter. Außerdem gibt es da einen seltsamen Multimillionär, der sich auffällig intensiv um Schmidts Freundschaft bemüht und dessen wahre Absichten lange im Dunkeln bleiben. Louis Begley, der erst mit 56 seinen ersten Roman veröffentlichte (Lügen in Zeiten des Krieges) und schlagartig großen Erfolg hatte, gelang mit Schmidt ein sehr vielschichtiger Charakter, den man so schnell nicht vergisst - auch wenn man nie so ganz sicher ist, ob man ihn wirklich mögen soll. Ähnliches gilt für das auch nicht sorgenfreie Leben der Reichen auf Long Island, das Begley mit spitzer Feder und großer Kennerschaft skizziert. Dass dieser zwischen "Endlifecrisis" und spätem Glück schwankende Schmidtie ein interessanter Typ ist, hat nun sogar Hollywood entdeckt: Zurzeit wird der erste Teil verfilmt - in der Titelrolle kein Geringerer als Superstar Jack Nicholson. -Christian Stahl
Buch:
Ehrensachen: Roman
Autor:
Louis Begley, Ausgabe vom 19. Febr. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 99588
Aus der Amazon.de-Redaktion An seine erste Begegnung mit Henry White aus New York kann sich Sam noch gut erinnern. Er steht in der Tür zu einem der drei Schlafzimmer in der Erdgeschosswohnung des Studentenheims am Harvard College, wo er ab sofort wohnen soll. Sein zukünftiger Mitbewohner Henry, "ein langer, schlanker, rothaariger Junge", hat ihm den Rücken zugekehrt. Er steht am geöffneten Fenster und winkt zu einem attraktiven Mädchen unten auf dem Rasen hinab. Das Mädchen wirft Henry sogar Kusshände zu. Zu Sams Erstaunen aber will Henry nichts unternehmen, um die offenbar an ihm interessierte Studentin näher kennen zu lernen. Erst will er es zu etwas bringen. Und er hat ein Geheimnis, das er nicht offenbaren will. Henry ist ein Jude aus der amerikanischen Oberschicht, und das ist in den Augen vieler US-Bürger Anfang der fünfziger Jahre mehr als ein tolerierbarer Makel. Obwohl Henry nach eigenem Selbstverständnis "kaum jüdischer als ein geräucherter Schweineschinken" ist, bringen die Umstände den jungen, an den Idealen eines aufstrebenden Amerika ausgerichteten Mann doch in eine Situation, die ihn dazu veranlasst, sein traditionelles Elternhaus zu verleugnen. Aus der Sicht des Ich-Erzählers Sam lässt der in Polen geborene New Yorker Schriftsteller Louis Begley in Ehrensachen dieses staubige Milieu von Harvard, das er als Student selbst am eigenen Leib erfahren hat, wieder auferstehen. Und er zeigt eindringlich, wie nachhaltig es Henrys weiteres Leben bestimmte - bis zu einem Wiedersehen zwischen Sam, inzwischen ein Schriftsteller, und Henry nach vielen Jahren... Einem breiten Publikum wurde Louis Begley vor allem mit Romanen wie Lügen in Zeiten des Krieges oder Schmidts Bewährung bekannt. Danach erschienen einige Bücher, die an die Qualität dieser Meisterwerke nicht mehr heranreichen konnten. Bei Ehrensachen ist das anders. Ehrensachen ist ein Buch, wie es sich Begley-Fans seit Jahren gewünscht haben: tiefgründig, doppelbödig, gesellschaftskritisch, melancholisch - und einfach grandios geschrieben. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de 1
Buch:
Der Mann, der zu spät kam: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Autor:
Louis Begley, Ausgabe vom 28. Sept. 1998, Taschenbuch, Verkaufsrang 304276