Aus der Amazon.de-Redaktion Wieviele kulturinteressierte Menschen hatten wohl schon das Gefühl, sie hätten irgendwann einmal den Homer lesen sollen? Vielleicht hat man die Werke daheim stehen, manchmal auch schon aufgeschlagen und dann doch keinen Zugang zu den schwerfälligen deutschen Hexametern gefunden. Dennoch tauchen immer wieder, in allen kulturellen Sparten, Namen auf, die man eigentlich einzuordnen in der Lage sein sollte. Man mogelt sich so durch, Penthesilea, klar, Kleist; Achill und Hektor, Troja, grosse Helden, Kassandra kennt man aus geflügelten Worten und Iphigenie ist doch Goethe und vorher ein Grieche, genau, Euripides, hat der nicht zwei Iphigenien geschrieben? Aber wie hängt das alles zusammen? Luciano De Crescenzo hat in seinem Buch Das Urteil des Paris auf 157 Seiten eine unterhaltsame Lösung für solche die Ilias betreffende Probleme bereitgestellt. Er erzählt darin die sagenhafte Geschichte des Trojanischen Krieges nach und greift dabei nicht nur auf Homers Hauptquelle zurück, die immerhin die Gemüter der Menschen fast 3000 Jahre lang ausreichend erregte, um kontinuierlich überliefert zu werden. Zusätzlich zitiert der Autor, immer darum bemüht, die packendste Version zu bieten, aus den bekannten griechischen Dramatikern, zieht Vergil, Ovid und weitere, teils noch spätere, unbekanntere Autoren heran, um im Überblick ein leichter zu erfassendes Bild dieser in der Vielfalt ihrer Versionen nicht ganz einfach zu durchschauenden Geschichte zu entwerfen. Wie schon in früheren Büchern gelingt De Crescenzo dieses Vorhaben, das dem Leser nicht nur hilft, in Zukunft Namen und Handlungsstränge in ein großes Ganzes zu stellen, sondern ihn vielleicht auch dazu veranlasst, die eine oder andere Geschichte im "Original" nachzulesen. Dass dabei der oft recht flapsige Tonfall des Autors in hartem Kontrast zum hehren Klang Voß'scher Übersetzungskunst steht, wirkt des öfteren befremdlich und mag mit der Auswahl der deutschen Übersetzungen antiker Texte durch den Herausgeber zusammenhängen, kann aber den Nutzen für alle, die sich bis jetzt nicht getraut haben, kaum schmälern.-Burkhard Steinmüller
Buch:
Die Zeit und das Glück
Autor:
Luciano DeCrescenzo, Ausgabe vom 1. Mai 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 408745
Aus der Amazon.de-Redaktion Wie in allen seinen vorherigen, durchweg sehr erfolgreichen Büchern verfolgt de Crescenzo auch in dieser neuesten auf Deutsch erschienenen Veröffentlichung das Anliegen, die Kultur und insbesondere die Literatur der Antike einem breitem Publikum zugänglich und schmackhaft zu machen. Grundlage des Werkes sind diesmal Senecas wunderbare Briefe an Lucilius, philosophische Erbauungsliteratur und ethischer Ratgeber der gehobenen Sorte. Nach überwiegender Meinung heutiger Forscher verfasst eher als zur Veröffentlichung gedachte Kunstbriefe, denn als Teil einer echten Korrespondenz. Nichtsdestotrotz entwirft de Crescenzo eine fingierte Rahmenhandlung, in der er gemeinsam mit einer natürlich hübschen, jungen Archäologin in seinem Keller auf die Antworten des Lucilius stößt, die er den nach Themengruppen ausgewählten und teilweise stark gekürzten Briefen Senecas gegenüberstellt. Dabei entsteht ein unterhaltsamer und manchmal durchaus kontroverser Dialog, in dem den überwiegend stoisch geprägten Ansichten des alten Seneca über seine Lieblingsthemen wie Tod, Zeit, Glück und Freundschaft ein teilweise zweifelnder, aber dennoch selbstbewusster Lucilius/de Crescenzo gegenübertritt, der die Ratschläge am Ende jedes Seneca-Briefes überprüft, kommentiert und hier und da auch in Frage stellt. In den jeweils eingeschobenen kurzen Gesprächen mit der Archäologin geht dann der "echte" de Crescenzo auf die immer wieder überraschende Aktualität der von Seneca angeschnittenen Probleme ein und benutzt seine Komplizin recht schamlos als Stichwortgeberin, um dem Leser noch einmal ungeschminkt die Welt aus der Sicht seiner vermeintlichen, stets überaus eitel daherkommenden Altersweisheit zu erklären. Der dozierende Ton de Crescenzos, bar jeden Selbstzweifels, hinterlässt nach der Lektüre einen schalen Nachgeschmack, der das Vergnügen an der pfiffigen und auch virtuos gehandhabten Grundidee des Buches doch erheblich schmälert. In diesem Falle sei dem Leser dazu geraten, sich mit einer guten Übersetzung den wirklich lesenswerten Originalbriefen zu widmen: sie benötigen keinen derartigen Kommentar. -Burkhard Steinmüller 1
Buch:
Zio Cardellino, dtsch - Ausgabe
Autor:
Luciano De Crescenzo, Luciano de Crescenzo, Ausgabe vom 1991, Taschenbuch, Verkaufsrang 784484
Buch:
Kinder des Olymp - Antike Göttermythen neu erzählt.
Autor:
Luciano De Crescenzo, Luciano de Crescenzo, Ausgabe vom 1998, Broschiert, Verkaufsrang 826278
Buch:
Das Urteil des Paris - Antike Mythen neu erzählt.
Autor:
Luciano DeCrescenzo, Ausgabe vom 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 387997
Aus der Amazon.de-Redaktion Wieviele kulturinteressierte Menschen hatten wohl schon das Gefühl, sie hätten irgendwann einmal den Homer lesen sollen? Vielleicht hat man die Werke daheim stehen, manchmal auch schon aufgeschlagen und dann doch keinen Zugang zu den schwerfälligen deutschen Hexametern gefunden. Dennoch tauchen immer wieder, in allen kulturellen Sparten, Namen auf, die man eigentlich einzuordnen in der Lage sein sollte. Man mogelt sich so durch, Penthesilea, klar, Kleist; Achill und Hektor, Troja, grosse Helden, Kassandra kennt man aus geflügelten Worten und Iphigenie ist doch Goethe und vorher ein Grieche, genau, Euripides, hat der nicht zwei Iphigenien geschrieben? Aber wie hängt das alles zusammen? Luciano De Crescenzo hat in seinem Buch Das Urteil des Paris auf 157 Seiten eine unterhaltsame Lösung für solche die Ilias betreffende Probleme bereitgestellt. Er erzählt darin die sagenhafte Geschichte des Trojanischen Krieges nach und greift dabei nicht nur auf Homers Hauptquelle zurück, die immerhin die Gemüter der Menschen fast 3000 Jahre lang ausreichend erregte, um kontinuierlich überliefert zu werden. Zusätzlich zitiert der Autor, immer darum bemüht, die packendste Version zu bieten, aus den bekannten griechischen Dramatikern, zieht Vergil, Ovid und weitere, teils noch spätere, unbekanntere Autoren heran, um im Überblick ein leichter zu erfassendes Bild dieser in der Vielfalt ihrer Versionen nicht ganz einfach zu durchschauenden Geschichte zu entwerfen. Wie schon in früheren Büchern gelingt De Crescenzo dieses Vorhaben, das dem Leser nicht nur hilft, in Zukunft Namen und Handlungsstränge in ein großes Ganzes zu stellen, sondern ihn vielleicht auch dazu veranlasst, die eine oder andere Geschichte im "Original" nachzulesen. Dass dabei der oft recht flapsige Tonfall des Autors in hartem Kontrast zum hehren Klang Voß'scher Übersetzungskunst steht, wirkt des öfteren befremdlich und mag mit der Auswahl der deutschen Übersetzungen antiker Texte durch den Herausgeber zusammenhängen, kann aber den Nutzen für alle, die sich bis jetzt nicht getraut haben, kaum schmälern.-Burkhard Steinmüller
Buch:
Geschichte der griechischen Philosophie - Die Vorsokratiker
Autor:
Luciano DeCrescenzo, Ausgabe vom Nov. 1991, Gebunden, Verkaufsrang 1126837
Product Description wie ungelesen, geringe Lagerspuren
Buch:
Die Kunst der Unordnung
Autor:
Luciano DeCrescenzo, Ausgabe vom 1997, Gebunden, Verkaufsrang 496834