Kengah, die Silbermöwe, ist verzweifelt. Ihr Gefieder ist ölverschmiert.Sie wird sterben müssen. Mit allerletzter Kraft gelingt es ihr, elbeinwärtszu fliegen und auf dem Balkon eines Hauses im Hamburger Hafenviertel zulanden. Dort trifft sie auf Zorbas, einen großen dicken schwarzen Kater.Kengah bittet den großherzigen Kater um drei Dinge das Ei, das sie nochvor ihrem Tod legen wird, nicht aufzufressen, sich darum zu kümmern, bisdas Möwenküken geschlüpft ist und der kleinen Möwe das Fliegen beizubringen.Zorbas gibt Kengah sein Ehrenwort und macht sich eilig auf den Weg, umHilfe zu holen. Als er mit seinen Hafenkatzenfreunden zurückkommt, istKengah bereits tot. Aber sie hat ein Ei hinterlassen. Versprechen mussman halten, so lautet der Ehrenkodex der Hamburger Hafenkatzen. Also 'brütet'Zorbas das Ei aus. Das Möwenküken schlüpft, wächst schnell heran, wirdflügge und soll nun fliegen lernen. Doch die gutmütigen Katzen merken,dass sie nicht imstande sind, das letzte Versprechen einzulösen. Sie beschließen,sich Rat bei den Menschen zu holen. Die Wahl fällt auf den Dichter, der,so Zorbas, zwar nicht mit den Flügeln, wohl aber mit seinen Worten fliegenkann. Luis Seplveda, der mit 'Der Alte, der Liebesromane las' in Deutschlandsehr erfolgreich war, stand mit seiner Katzengeschichte mehrere Wochenan der Spitze der italienischen Bestsellerliste und feierte auch in Spanienund Frankreich mit seinem Buch Erfolge. Zorbas ist ein dicker, großer, schwarzer Kater - und momentan hat er Urlaub. Das heißt, eigentlich ist seine Menschen-Familie im Urlaub, aber für Zorbas heißt das: herrlich faule, ungestörte Tage auf dem Balkon. Wenn er Lust hat, klettert er über den Baum, der an seinen Balkon heranreicht, bis in den Hinterhof und besucht die anderen Hafenkatzen im Hamburger Hafen. Die Idylle nimmt ein jähes Ende, als mit letzter Kraft eine ölverschmierte Möwe auf Zorbas Balkon plumpst. Bevor sie stirbt, nimmt sie ihm drei Versprechen ab: das Ei, das sie noch legen wird, nicht aufzufressen; es zu hüten, bis das Möwenküken schlüpft; und der kleinen Möwe das Fliegen beizubringen. Da steht er nun, der Kater, mit einem kleinen blaugetupften Ei, das er versprach zu behüten. Zum Glück gibt es die anderen Hafenkatzen, aber auch in "Schlaumeiers" Lexikon werden Sie nicht fündig, wie man eigentlich einer Möwe das Fliegen beibringt. Um die kleine Möwe zu retten, bleibt ihnen nur die Wahl, das große Tabu zu brechen... Luis Sepulveda schreibt eigentlich Romane für die Großen - aber hier ist ihm eine Geschichte gelungen, die kleine wie große Leser begeistern kann. Die vielen Illustrationen von Sabine Wilharm geben dem Kater seinen großen kuscheligen Körper (günstig auch zum Ausbrüten des Möweneis) und ein freundliches Gesicht - Zorbas in Bewegung gibt es ab Oktober 2000 auch im Zeichentrickfilm zu sehen. -Heike Reher
Hörbuch:
Historia de una gaviota y del gato que le enseno a volar: Das Hörbuch zum Sprachen lernen - Ungekürzte Orginalfassung! Niveau A1
Autor:
Luis Sepúlveda, Ausgabe vom 30. Mai 2007, Audio CD, Verkaufsrang 203005
Versprechen muß man halten, so lautet der Ehrencodex der Hamburger Hafenkatzen.Also brütet Zorbas ein Ei aus, das Kengah, eine Silbermöwe, kurz vor ihremTod gelegt hat. Sie hatte Zorbas zuvor drei Versprechen abgenommen dasEi nicht aufzufressen, sich darum zu kümmern, bis das Möwenküken geschlüpftist und der kleinen Möwe das Fliegen beizubringen. Doch Zorbas und seineKatzenfreunde merken, daß sie nicht imstande sind, das letzte Versprecheneinzulösen. Sie beschließen, sich Rat bei den Menschen zu holen. Die Wahlfällt auf den Dichter, der, so Zorbas, zwar nicht mit den Flügeln, wohlaber mit seinen Worten fliegen kann. Zorbas ist ein dicker, großer, schwarzer Kater - und momentan hat er Urlaub. Das heißt, eigentlich ist seine Menschen-Familie im Urlaub, aber für Zorbas heißt das: herrlich faule, ungestörte Tage auf dem Balkon. Wenn er Lust hat, klettert er über den Baum, der an seinen Balkon heranreicht, bis in den Hinterhof und besucht die anderen Hafenkatzen im Hamburger Hafen. Die Idylle nimmt ein jähes Ende, als mit letzter Kraft eine ölverschmierte Möwe auf Zorbas Balkon plumpst. Bevor sie stirbt, nimmt sie ihm drei Versprechen ab: das Ei, das sie noch legen wird, nicht aufzufressen; es zu hüten, bis das Möwenküken schlüpft; und der kleinen Möwe das Fliegen beizubringen. Da steht er nun, der Kater, mit einem kleinen blaugetupften Ei, das er versprach zu behüten. Zum Glück gibt es die anderen Hafenkatzen, aber auch in "Schlaumeiers" Lexikon werden Sie nicht fündig, wie man eigentlich einer Möwe das Fliegen beibringt. Um die kleine Möwe zu retten, bleibt ihnen nur die Wahl, das große Tabu zu brechen... Luis Sepulveda schreibt eigentlich Romane für die Großen - aber hier ist ihm eine Geschichte gelungen, die kleine wie große Leser begeistern kann. Die vielen Illustrationen von Sabine Wilharm geben dem Kater seinen großen kuscheligen Körper (günstig auch zum Ausbrüten des Möweneis) und ein freundliches Gesicht - Zorbas in Bewegung gibt es ab Oktober 2000 auch im Zeichentrickfilm zu sehen. -Heike Reher
Hörbuch:
Diario de un killer sentimental: Das Hörbuch zum Sprachen lernen - Niveau A2
Autor:
Luis Sepúlveda, Ausgabe vom 11. Mai 2005, Audio CD, Verkaufsrang 316026
Luis Sepúlveda, Ausgabe vom März 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 403467
Aus der Amazon.de-Redaktion Er gehört zu den absoluten Profis in seiner Klasse, das wissen seine Auftraggeber so gut wie er selbst. All seine Jobs erledigt er schnell und sauber - erstklassig, wie es gewünscht wird. Daß er dabei Menschen töten muß, ist nicht zu ändern, denn er ist ein Killer. Es ist einer jener schlechten Tage, an denen nichts glatt geht, selbst der Taxifahrer mit seinem aufdringlichen Geschwätz über den Europacup legt einem die Nerven blank, an dem er seinen letzten Auftrag erhält. Der Mann auf dem Polaroid-Foto, dessen Gesicht mit einem Filzstift eingekreist ist, ist ihm sympathisch. Aber er wird ihn töten - für eine siebenstellige Summe und ohne Fragen zu stellen. Obwohl ihn brennend interessiert, warum dieser Mann sterben soll. Luis Sepulveda, der 1949 in Chile geboren wurde und heute in Spanien lebt, hat in Deutschland zuletzt durch sein wunderbares Kinderbuch Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte Aufsehen erregt. Mit diesem schmalen Krimibändchen, Tagebuch eines sentimentalen Killers, hat er auf nur wenigen Seiten einen hard-boiled-Krimi in glasklarem Stil hingelegt, mit dem manch schlechterer Kollege einen dicken Wälzer füllen könnte. Die perfekte psychologische Charakterausleuchtung des einsamen Killers, die aufschlußreichen, kurzen Beratungen mit dem besten Freund - seinem eigenen Spiegelbild -, der ausgewogene Spannungsbogen, der die Geschichte wie einen Film Noir vor dem inneren Auge des Lesers ablaufen läßt - ein kleines, aber sehr feines Stück Krimi - eiskalt serviert. -Manuela Haselberger 1
Buch:
Wie man das Meer sehen kann: Erzählungen
Autor:
Luis Sepúlveda, Ausgabe vom 1. Febr. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 753501
Aus der Amazon.de-Redaktion "Oben wartet jemand auf Gardenien." Warum nur erweist sich ausgerechnet beim Antrittsbesuch bei der Geliebten der Klingelknopf als unüberwindliches Hindernis? Was, wenn sich nun ein anderer Mann bei ihr befindet? Wenn alles nur ein Missverständnis war? Ungelegener könnte dein Besuch dann nicht kommen. Klopfen verbietet sich auch, die hellhörigen Nachbarn könnten sich womöglich gestört fühlen. Schließlich lassen sogar die mitgebrachten Gardenien angesichts der Zaghaftigkeit des Liebhabers ihre Köpfe hängen. Angstfantasien von geradezu kafkaesken Dimensionen, bei Luis Sepúlveda zusammengedampft auf noch nicht einmal anderthalb Seiten. Wie in einem vergilbten Familienalbum blättert der heute in Spanien lebende Chilene in den Archiven seiner Erinnerung. Merkwürdige und skurrile, traurige und kraftvolle Geschichten sind dabei entstanden, die, wie die obige, von den verpassten Gelegenheiten eines Lebens berichten. Menschen verfehlen sich in Sepúlvedas Welt, wie jener junge Partybesucher, der sich auf dem Fest unsterblich verliebt hatte und darüber völlig vergaß, die Adresse der Angebeteten zu erfragen. Er sollte sie nie wieder sehen. Sinnlicher geht es da schon bei Mama Antonia zu. "Wenn Du nicht weißt, wo Du weinen sollst", lautet die erotisch mächtig aufgeladene Story, in der ein Einsamer zwischen den Fleischbergen einer kolossalen Urmutter endlich seine Bestimmung erfährt. Sepúlveda kennt ihn, den leeren Bahnsteig des vergeblich Wartenden, während dem Zug gegenüber die Verliebten turtelnd entsteigen. Wir schmecken sie förmlich, die Bitterkeit des Kaffees aus der gleichnamigen Geschichte, der am Morgen danach nur noch "nach Versagen" schmeckt. In Sepúlvedas großartigen Geschichten bekommen Verlust und Schmerz einen Namen. Hier ist es die stumme Mabel, die nach der einzigen, unvergesslichen Liebesnacht unerklärlicherweise für immer verschwindet und fortan nur noch als bitter-süße Erinnerung existiert. Untermalt vom offensichtlichen Lieblingsstück des Autors, John Coltranes My Favourite Things, einem mehr als passenden Soundtrack, geraten Sepúlvedas Pretiosen der Traurigkeit und des Weltschmerzes zur wunderschönen Lektüre. -Ravi Unger 1
Buch:
Tagebuch eines sentimentalen Killers: Roman
Autor:
Luis Sepúlveda, Ausgabe vom 22. Febr. 1999, Gebunden, Verkaufsrang 439114
Aus der Amazon.de-Redaktion Er gehört zu den absoluten Profis in seiner Klasse, das wissen seine Auftraggeber so gut wie er selbst. All seine Jobs erledigt er schnell und sauber - erstklassig, wie es gewünscht wird. Daß er dabei Menschen töten muß, ist nicht zu ändern, denn er ist ein Killer. Es ist einer jener schlechten Tage, an denen nichts glatt geht, selbst der Taxifahrer mit seinem aufdringlichen Geschwätz über den Europacup legt einem die Nerven blank, an dem er seinen letzten Auftrag erhält. Der Mann auf dem Polaroid-Foto, dessen Gesicht mit einem Filzstift eingekreist ist, ist ihm sympathisch. Aber er wird ihn töten - für eine siebenstellige Summe und ohne Fragen zu stellen. Obwohl ihn brennend interessiert, warum dieser Mann sterben soll. Luis Sepulveda, der 1949 in Chile geboren wurde und heute in Spanien lebt, hat in Deutschland zuletzt durch sein wunderbares Kinderbuch Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte Aufsehen erregt. Mit diesem schmalen Krimibändchen, Tagebuch eines sentimentalen Killers, hat er auf nur wenigen Seiten einen hard-boiled-Krimi in glasklarem Stil hingelegt, mit dem manch schlechterer Kollege einen dicken Wälzer füllen könnte. Die perfekte psychologische Charakterausleuchtung des einsamen Killers, die aufschlußreichen, kurzen Beratungen mit dem besten Freund - seinem eigenen Spiegelbild -, der ausgewogene Spannungsbogen, der die Geschichte wie einen Film Noir vor dem inneren Auge des Lesers ablaufen läßt - ein kleines, aber sehr feines Stück Krimi - eiskalt serviert. -Manuela Haselberger 1