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Bücher - Autoren

Martin Suter

 
Small World - Roman - Martin Suter
Buch:Small World - Roman
Autor:Martin Suter, Ausgabe vom März 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 455
Preis: 9,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Roman
Erscheinungsjahr: 1999
Gewicht: 275 gr / Abmessung: 18 cm
Von Suter, Martin
Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang stellt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergißt er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit - Alzheimer - raubt, desto stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist.
Pressestimmen:
"Für mich ist Martin Suter tatsächlich die Entdeckung des Herbstes und Small World einer der einfühlsamsten und zugleich spannendsten Romane, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. ... Eine wunderbare, zarte Liebesgeschichte; eine liebevolle, todtraurige und absolut realistische Alzheimer-Geschichte, und auch ein Krimi, der seine Spannung bis zu den letzten Seiten behält und behalten soll. ... Ein sehr gut recherchierter Roman, sehr einfühlsam und anrührend, geschrieben in einer präzisen, unverschnörkelten Sprache."(Süddeutscher Rundfunk)
"Genau recherchiert, sprachlich präzis und raffiniert erzählt. Dramatisch geschickt verflicht Suter eine Krankengeschichte mit einer Kriminalstory. Literarisch weit über die Schweiz hinausweisend."(Süddeutsche Zeitung)
Das Leben des reichen Fabrikantensohns Thomas Koch und das seines ärmlichen Freundes aus Kindertagen, Konrad Lang, hat sich nie sehr weit auseinander entwickelt.
Konrad war stets zur Stelle, wenn Thomas nach ihm verlangte. Mittlerweile sind die beiden sechzig und Konrad hat immer mehr Probleme mit seinem Kurzzeitgedächtnis. Nachdem er das Ferienhaus der Familie Koch aus Unachtsamkeit abbrennen ließ, reist er zu Thomas, da ihn immer mehr Kindheitserinnerungen plagen. Die betagte Mutter von Thomas, Haupt der Familie und unumschränkte Alleinherrscherin, möchte um keinen Preis, daß die Vergangenheit nochmals heraufbeschworen wird - aus gutem Grund.
Small World ist ein verwickeltes Familiendrama, das bis in die Zeit des Nationalsozialismus reicht, eine medizinische Fallstudie über Alzheimer und nicht zuletzt ein spannender Thriller. -Manuela Haselberger

Die dunkle Seite des Mondes - Martin Suter
Buch:Die dunkle Seite des Mondes
Autor:Martin Suter, Ausgabe vom Dez. 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 396
Preis: 10,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Aus der Amazon.de-Redaktion
Auch bei seinem zweiten Roman hat sich Martin Suter ein psychologisch interessantes Thema ausgewählt. Während in Small World ein an Alzheimer Erkrankter im Mittelpunkt steht, geht es in Die dunkle Seite des Mondes um einen Mann, dessen Gewissen nicht mehr funktioniert.
Urs Blank, fünfundvierzig und als Wirtschaftsanwalt in einer angesehenen Kanzlei sehr erfolgreich, erwischt die Midlife-Crisis mit voller Wucht. Sein beruflicher Erfolg erscheint ihm abgestanden, seine Ehe ist über die Jahre schal geworden.
Da trifft er eines Tages Lucille, die einen Flohmarktstand mit indischen Räucherwaren und billigen Seidentüchern betreibt. Urs ist von ihr hin und weg. In seiner unbändigen Lust auf Abenteuer und Abwechslung, fährt er mit Lucille zu einem Selbsterfahrungs-Wochenende, um die Wirkung halluzinogener Pilze auszuprobieren. Doch der Trip wirft Urs völlig aus der Bahn. Er ist nicht weiter in der Lage, seine Aggressionen zu kontrollieren, Gefühle kennt er überhaupt nicht mehr. Plötzlich ist er mit seiner eigenen "dunklen Seite" konfrontiert.
Urs bemerkt seine Veränderungen, kann sich ihrer jedoch nicht erwehren und zieht sich immer mehr in den Wald zurück. Hier findet der ehemalige Stadtmensch jetzt Schutz und kennt das undurchdringlichste Dickicht bald so gut, wie früher die Hosentaschen seines Armani-Anzugs. Währenddessen wird er von der Polizei wegen Mordes gesucht.
Martin Suter hat einen außerordentlich guten psychologischen Roman geschrieben, der auf der ganzen Linie überzeugt. Die raffiniert gesetzten Thriller-Elemente sind dabei nur stimmiges Dekor. - Manuela Haselberger
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Der letzte Weynfeldt - Martin Suter
Buch:Der letzte Weynfeldt
Autor:Martin Suter, Ausgabe vom Januar 2008, Gebunden, Verkaufsrang 88175
Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Mittfünfziger Adrian Weynfeldt, Kunstexperte und Designsammler, steht zwischen zwei Welten. Freunde seines Alters hat er keine: nur viel jüngere, die ihn ? "das etwas exotische Original" - nicht zuletzt wegen seines Reichtums umgaren, und ältere, die noch seine Eltern kannten. Mit ersteren besucht Weynfeldt Clubs und Lounges, "für die er sich allein zu alt gefühlt hätte". Mit letzteren geht er in gutbürgerliche Restaurants und verbringt "angestrengt lustige" Abende. Dazwischen hat Weynfeldt nichts dagegen, allein zu sein. Im Gegenteil: Er genießt die Einsamkeit. Sex spielt in seinem Leben eigentlich keine Rolle mehr.
Mit seinen älteren Freunden ist Weynfeldt auch unterwegs gewesen, als sich sein Leben schlagartig ändert. In einer Bar wird er von einer jüngeren Frau angesprochen, die ihm wie eine Wiedergängerin einer verflossenen Liebe erscheint. Weynfeldt lässt sich mit ihr ein, nach zahlreichen Martini und Gin-Fizz findet man sich, reichlich angetrunken, im Bett des Junggesellen wieder. Zum Äußersten kommt es zunächst nicht ("?Und bumsen?? fragte sie schlaftrunken. ?Morgen?, antwortete er. ?Falls du dann noch magst?. ?Okay?"). Als es dann doch noch zum Äußersten kommt, ist dieses Äußerste anders als von Weynfeldt erwartet. Am nächsten Morgen nämlich droht die Frau, sich vom Balkon seiner Wohnung zu stürzen. Als er sie rettet, legt sie ihr Schicksal in seine Hand. Weynfeldt soll ihre Schwierigkeiten aus der Welt schaffen. Und dann entwickelt sich die Geschichte doch noch ganz anders, als es der Junggeselle erwartet hat...
Mit Romanen wie Small World und Der Teufel von Mailand hat sich der Schweizer Autor Martin Suter eine beachtliche Fangemeinde zusammengeschrieben. Das kann man gut verstehen. Denn seine Bücher bestechen nicht nur durch eine faszinierend präzise Sprache mit ganz eigenem Duktus, sondern auch durch gut gemachte, fesselnde Plots. Der letzte Weynfeldt hat wieder das Zeug dazu, Suters Fangemeinde noch ein wenig zu vergrößern: spannend geschrieben und unberechenbar bis zum Schluss. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
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Huber spannt aus: Und andere Geschichten aus der Business Class - Martin Suter
Buch:Huber spannt aus: Und andere Geschichten aus der Business Class
Autor:Martin Suter, Ausgabe vom Aug. 2006, Broschiert, Verkaufsrang 40642
Preis: 8,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
und andere Geschichten aus der Business Class
Erscheinungsjahr: 2006
Gewicht: 169 gr / Abmessung: 18 cm
Von Suter, Martin
Business as usual, auch in Krisenzeiten: Von der Selbstbedienungsmentalität im Topmanagement. Von der enormen Anstrengung, einmal richtig auszuspannen. Vom Stylen der Personality. Und was Sie ganz sicher nicht wußten: Wie viele Feinstabstufungen es auf der Karriereskala zu bedenken gilt.
Suters Geschichten in Huber spannt aus handeln von den Helden des Managements. Sie handeln von Männern, die Winterberg heißen oder Obermann oder Gantenbein (!). Von Männern, die Zielkonflikte und Schlafmanko haben, die Synergieeffekte mehr als ihre Ehefrauen lieben und denen beim Karrieremachen das Zufallsprinzip zur Hilfe kommt. Von Männern, für die Vokabeln wie "Lohntransparenz", "Entscheidungsträger" oder "After Work" keine Fremdwörter sind (obwohl für sie nach der Arbeit immer vor der Arbeit ist) und die nach der Trennung "in gegenseitigem Einvernehmen" weich in die finanzielle Hängematte fallen. Kurz: Suters Geschichten handeln von Männern, die wir nie kennen lernen wollten, obwohl sie uns das Fernsehen ständig präsentiert. Und von Männern, über deren Schwächen, Dummheit und lächerliches Katastrophentum wir liebend gerne schmunzeln.
Suters "Geschichten aus der Welt des Managements" - eigentlich Kolumnen aus der Schweizer Weltwoche, zu denen neben Huber spannt aus auch die beiden Bände Business Class gehören - sind brillante Lifestyle-Miniaturen, Prosa-Häppchen für den Konsum zwischen Prosecco und 5-Sterne-Catering, von der Länge her genau richtig für die Strecke im Aufzug von der Tiefgarage II in die Vorstandsetage im 41. Stock - oder in die eigene Penthouse-Wohnung, je nachdem. Aber für diese Zielgruppe hat Suter, im früheren Leben Werbetexter und "Creative Director" seine Texte ja überhaupt nicht geschrieben. Er hat sie geschrieben für alle, die immer schon einmal wissen wollten, wie es zugeht in den hehren Sphären der Oberen Zehntausend, die sich die Schecks ihrer Abfindungen selbst ausstellen dürfen und sich den Draht zur Basis dadurch behalten zu haben glauben, dass sie in der Öffentlichkeit Bier statt Prosecco trinken (den es dann allerdings zuhause gibt). Er hat sie geschrieben für alle Geknechteten, die trotzdem froh sein wollen, niemals Karriere gemacht zu haben. Und er hat sie geschrieben für Leser, die einfach Spaß haben an unterhaltsamer, satirischer, blendend geschriebener Literatur. -Thomas Köster

Ein perfekter Freund: Roman - Martin Suter
Buch:Ein perfekter Freund: Roman
Autor:Martin Suter, Ausgabe vom Nov. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 3308
Preis: 11,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie National 2003. Roman
Erscheinungsjahr: 2003
Gewicht: 265 gr / Abmessung: 18,5 cm
Von Suter, Martin
Durch eine rätselhafte Kopfverletzung hat der Journalist Fabio Rossi eine Amnesie von fünfzig Tagen. Als er seine Vergangenheit zu rekonstruieren beginnt, stößt er dabei auf ein Bild von sich, das ihn zutiefst befremdet. Er scheint merkwürdige Dinge getan, ein seltsames Verhalten an den Tag gelegt zu haben in jener Zeit. Aber offenbar gibt es Leute, denen es lieber wäre, jener Fabio bliebe ausgelöscht.
Welch ein Erwachen! Kaum Gefühl im Gesicht, keine Ahnung, wo man ist. Und die Frau, die sich so rührend um einen kümmert, soll die eigene Freundin sein? Der Journalist Fabio Rossi hat einen Gedächtnisverlust erlitten. Irgendjemand hat ihm kräftig auf den Schädel gehauen. 50 Tage fehlen ihm seitdem. Und in diesen paar Tagen habe er sein Leben komplett umgekrempelt, habe Wohnung und Partnerin gewechselt, sei überhaupt nicht mehr der, der er einst wahr. Und das nicht zu seinem Vorteil. Als Journalist begibt er sich nun auf Recherche in eigener Sache und rekonstruiert die letzten Tage vor dem Black-out.
Martin Suter hat die Geschichte raffiniert konstruiert und taucht die Leser immer wieder in widersprüchliche Gefühle. Ist Rossi nun wirklich der moralisch überlegene Journalist, hat ihm sein Kumpel den Scoop um BSE in Schokostängeln geklaut? Warum ist die frisch gebackene Witwe des Forschers so glücklich - und plötzlich auch finanziell gut gepolstert? Rossi stand - und steht nun wieder - kurz vor der Enthüllung eines riesigen Skandals, als er die Macht der Lebensmittelkonzerne zu spüren bekommt. Ihr Angebot ist eines, das man nicht ablehnen sollte.
Martin Suters Romane sind fehlerlos. Die Sprache ist präzis, manchmal von einer fast unheimlichen Trockenheit. Und vor allem ist Ein perfekter Freund höchst spannend - und nebenbei auch noch lehrreich. Dass der Humor bei Suter nicht zu kurz kommt, vor allem der schwarze, kennt man. Und auch da liefert er höchst amüsante Müsterchen, die beispielsweise die Techniken des Gedächtnistrainings betreffen. So in dem Stil, wenn die Marlen plötzlich Lilli heißt. -Martin Walker

Lila, Lila - Martin Suter
Buch:Lila, Lila
Autor:Martin Suter, Ausgabe vom Juli 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 2348
Preis: 10,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
David ist Kellner in einer Szenebar und damit natürlich für das Publikum erstmal uninteressant. Das stört ihn nicht besonders, bis die 24-jährige Marie im Esquina auftaucht. David verliebt sich in sie und wird wiederum erst interessant für Marie, als er sie bittet sein Romanmanuskript zu lesen. Sie findet die Liebesgeschichte ausgezeichnet, schickt das Werk an einen Verlag, der es prompt veröffentlichen will. So weit so gut, wäre da nicht das kleine Problem, dass David den Roman nicht selber geschrieben, sondern in einem Secondhand-Nachttischchen gefunden hat. Es kommt, wie es kommen muss. David wird zum gefeierten Nachwuchsautor, und die ständig dräuende Gefahr der Entdeckung seines Betrugs manifestiert sich eines Tages in der Form eines Penners. Jacky gibt vor, der eigentliche Autor zu sein und nimmt David kurzerhand mit leicht erpresserischen Mitteln unter seine Fittiche, das heißt vor allem dessen Honorare.
In der Folge zeichnet Martin Suter ein gnadenloses Bild des modernen Literaturbetriebs zwischen Lesungen in Provinzkäffern und besoffenen Abenden auf der Frankfurter Buchmesse, Verleger überstürzen sich in Vorauszahlungen und Lektorinnen bieten sich als Agentinnen an. Doch Jacky, mittlerweile in einem besseren Hotel wohnend, hat seinen Möchtegern-Schriftsteller im Griff. Der Ausgang der Geschichte sei hier natürlich nicht verraten, nur so viel: Martin Suter lässt den gefesselten Leser in einer doppelten Volte sanft auf dem Boden landen.
Ein stilsicherer Roman wie man es von Suter gewöhnt ist, humorvoll und nicht ohne bösartige Seitenhiebe. Die Personen sind glaubwürdig, David manchmal mit einer fast ärgerlichen Naivität geschlagen. Die Umgebungen skizziert Suter stimmungsvoll und mit einem sicheren Blick für den nebensächlichen Alltag. Ein feines Buch, feine Unterhaltung. -Martin Walker
Aus der Amazon.de-Redaktion
"Lila, Lila ist der Roman, auf den wir so sehnlich gewartet haben: Das Ende der Knabenwindelprosa." Wenn der gefürchtete Großkritiker Joachim Landmann eine Rezension mit diesen gemeißelten Worten beendet, lobt er nicht einfach ein Buch. Er lanciert eine Debatte. Diesmal: das Ende der postmodernen Literatur, die Rückkehr zu alten Werten und großen Themen. Folglich geschieht, wovon Legionen von Lektoren und Verlegern träumen: Lila, Lila, der bislang kaum beachtete Erstling des jungen David Kern, stürmt die Bestsellerlisten; die Medien reißen sich um den frisch gebackenen, schüchternen Star. Dumm nur: David ist nicht der Autor dieser tragischen, in den muffigen Fünfzigern spielenden Liebesgeschichte. Der unscheinbare Aushilfskellner hat das Manuskript in einem Nachttisch vom Trödler gefunden und gibt den Text, um die schöne Marie zu erobern, als eigenen Schreibversuch aus. Die beiden werden ein Paar, die allem Schöngeistigen heftig zugetane Marie schickt das Manuskript heimlich an einen Verlag - und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Zugegeben - die Story um "Liebe, Treue, Verrat und Tod" besitzt nicht eben den Tiefgang eines Hochseedampfers. Doch aus der Feder eines Martin Suter, seien wir ehrlich, würde sogar das Telefonbuch zum Pageturner. Wer Suters Romane Small World und Die dunkle Seite des Mondes atemlos und in einem Rutsch ausgelesen hat, wird auch diesmal nicht enttäuscht. Lila, Lila schnurrt mit der Präzision einer Schweizer Herrenarmbanduhr ab. Ob schicke Szenebar, Frankfurter Buchmesse-Rummel oder das Elend eines Männerheims, Suter wechselt mit traumwandlerischer Sicherheit Schauplätze und Milieus, schreibt punktgenaue Dialoge und hält die Spannung bis zur buchstäblich letzten Seite.
Bei alldem ist Lila, Lila aber auch eine fein beobachtete und hochkomische Studie über das Making Of eines Bestsellers, ein Blick in den Bauch des Literaturbetriebs - von Klappentextwahnsinn und Vertragspoker bis zu Buchmessesuff und der Tristesse einer Lesereise durch die Provinz. Eine Berufsgruppe, bislang kaum in den Annalen der Literaturgeschichte zu finden, hat auf Lila, Lila sicher besonders sehnlich gewartet: Der Verlagssekretärin setzt Suter das längst fällige Denkmal. Ihr Urteil, nicht verlegerischer Sachverstand, bringt das Manuskript zwischen Buchdeckel: "Ich habe jedenfalls geweint." -Niklas Feldtkamp
Subtil und entlarvend beschreibt Martin Suter die Geschichte des Kellners David, der durch eine dumme Lüge, mit der er eine Frau beeindrucken wollte, zum gefeierten Literaturstar wird. Den Text, dem er dies verdankt, fand er in einer Schublade eines Nachttischchens. Um Marie, die er von Anfang liebt, zu beeindrucken, gibt er sich als Autor der Liebesgeschichte aus. Marie hat nichts Besseres zu tun, als das Manuskript einem Verlag zu schicken. Man will ihn veröffentlichen ? und David steckt mitten drin in einem vertrackten Lügengebäude.
Als Jackie, ein heruntergekommener Alkoholiker, behauptet, der wahre Verfasser des Textes zu sein, will er seinen Anteil am Erfolg. David kann die Fäden nicht mehr selbst ziehen; er ist zum Spielball Jackies, Maries, die ihn als gefeierten Schriftsteller liebt, und der Lektorin Karin Kohler, die ihn als Agentin richtig vermarkten will, geworden. Das Vorbild, die tiefe und reine Liebesgeschichte aus den fünfziger Jahren, nimmt in Davids Leben einen verheerenden, beängstigenden Lauf.
Mit Lila, Lila, erschienen 2004, schrieb Martin Suter eine Hochstaplergeschichte, parallel dazu gibt er tiefe Einblicke in den Literaturbetrieb. Martin Suter, 1948 in Zürich geboren, lebt und arbeitet in Spanien und Guatemala. Für seinen Debütroman Small World erhielt er 1998 den Prix du premier roman étranger. Der Drehbuchautor, Werbetexter und Kolumnist ist ein Meister der lakonischen Bosheit. Weitere Werke: Die dunkle Seite des Mondes (2000), Business Class. Geschichten aus der Welt des Managements (2000), Richtig leben mit Geri Weibel (2001) und Ein pefekter Freund (2001). Im März 2004 erhielt er die Goldene Diogenes Eule für eine Million verkaufte Bücher.
Daniel Brühl liest die Geschichte. Man hat den 1978 in Barcelona geborenen Schauspieler bereits in zahlreichen Kinofilmen gesehen u. a. in Good Bye Lenin.
Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 357 Minuten, 5 CD. -culture.text

Business Class: Geschichten aus der Welt des Managements - Martin Suter
Buch:Business Class: Geschichten aus der Welt des Managements
Autor:Martin Suter, Ausgabe vom Juni 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 7334
Preis: 9,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Business Class spielt auf dem glatten Parkett der Chefetagen, im Dschungel des mittleren Managements, in der Welt der ausgebrannten niederen Chargen, beschreibt Riten und Eitelkeiten, Intrigen und Ängste einer stressgeplagten Zunft.
Früher konnte man sich ja noch in Schadenfreude ergehen über die dummdreisten, egomanischen Geschäftsleute, die Martin Suter in seinen Kolumnen in die Pfanne haut, so zärtlich entblößt. In der Zeit der nicht abbrechenden Wirtschaftsskandale freilich taucht der Verdacht auf, dass die so genannten Manager Martin Suters Business Class mit einem Lehrbuch verwechselt haben. Mit einem höchst vergnüglichen allerdings.
Das Muster seiner kurzen Geschichten ist mehr oder weniger immer dasselbe. Die Protagonisten meinen, die Sache im Griff zu haben - was sich dann am Schluss als irrige Annahme erweist. Zu Hochform läuft Suter bei seinen Mehrteilern auf. Etwa die "Private Restrukturierung" in vier Etappen: "Natürlich hatte Erbe beim Projekt Trennung von Magda mit gewissen Schwierigkeiten gerechnet", heißt es da etwa, um dann tragisch zu enden: "Nicht Sie kündigen mir. Ich kündige Ihnen!", schreit Erbe verzweifelt vor seiner Exwohnungstür, zu der sein Schlüssel nicht mehr passt.
Allein ein Blick ins Inhaltsregister zeigt die unglaubliche Bandbreite menschlichen Versagens, die Suter im Programm hat. Personal, Liebe, Kinder, Ehegatten, Kollegen und Karriere. Nur ums Geschäft kümmern sich die lieben Geschäftsmänner herzlich wenig und retten nicht nur einmal ein Unternehmen, indem sie, bevor es zu spät ist, bereits weiter- und wegbefördert werden.
Die neuen Geschichten aus der Welt des Managements sind ein Muss für jeden, der arbeitet, managt, Beziehungen pflegt, Kinder und Humor hat, nicht gerade entlassen wurde, Vorgesetzte hat oder einer ist. Kurz: Lesen Sie die Geschichten! Alle auf einmal oder eine nach der anderen. Lesen Sie sie vor und lassen Sie sich vorlesen. Sie werden einiges lernen, über sich und die anderen. -Martin Walker

Der Teufel von Mailand - Martin Suter
Buch:Der Teufel von Mailand
Autor:Martin Suter, Ausgabe vom Nov. 2007, Broschiert, Verkaufsrang 5285
Preis: 10,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Roman. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2007
Erscheinungsjahr: 2007
Gewicht: 268 gr / Abmessung: 18 cm
Von Suter, Martin
Sonias Sinne spielen verrückt: Sie sieht auf einmal Geräusche, schmeckt Formen oder fühlt Farben. Ein Aufenthalt in den Bergen soll ihr Gemüt beruhigen, doch das Gegenteil tritt ein: Im Spannungsfeld von archaischer Bergwelt und urbaner Wellness, bedrohlichem Jahrhundertregen und moderner Telekommunikation beginnt ihre überreizte Wahrnehmung erst recht zu blühen oder gerät die Wirklichkeit aus den Fugen?
Der Teufel von Mailand ist geduldig. Weit oben im Schweizer Val Solitaria schenkt er dem Hirtenkind Ursina auf der Alp Dscheta einen fruchtbaren Sommer und damit gut genährte Ziegen. In einer staubigen Kutsche ist er ins Dorf gekommen und hat Ursina "unvergleichliche Schönheit, ewige Jugend, Reichtum, Glück und ein Schloss mit hundert Fenstern und dreißig Türmen" versprochen - im Austausch gegen ihre Seele, versteht sich. Ursina willigt trotzdem ein, denn das Kleingedruckte klingt dem pragmatischen Mädchen allzu verführerisch. Er wolle sie erst holen, sagt der Teufel, wenn es im Sommer Herbst werde, Glut im Wasser brenne, es beim zwölften Schlag der Turmuhr tage, der Vogel zum Fisch und das Tier zum Menschen werde. Da kann, glaubt Ursina, nichts passieren.
Und trotzdem, so unwahrscheinlich es auch klingen mag: Irgendwann treten all diese Ereignisse tatsächlich ein und Ursina muss in die Hölle. Wie sich die Rätsel auflösen, weiß die Physiotherapeutin Sonia lange Zeit nicht. Denn zwei Seiten der Sage, die sie zu Schmökern aus dem Bücherschrank für Gäste an ihrem neuen Arbeitsplatz, einem Hotel im Unterengadin, geholt hat, sind herausgerissen.
Aus diesen fehlenden zwei Seiten hat Martin Suter einen ganzen, spannenden Roman gemacht. Denn in Der Teufel von Mailand spielt irgend jemand aus Sonias Umfeld die alte Sage nach. Eigentlich ist die junge Frau hierher gekommen, um die gescheiterte Ehe mit dem reichen Banker Frédéric Forster zu vergessen - jetzt beginnt ein Alptraum, der schlimmer als die Scheidung ist. Nach einer Vergiftung verliert ein Baum im Sommer seine Blätter, Leuchtstäbe glühen im Hotelpool, jemand manipuliert die Kirchenuhr und Sonias Wellensittich Pavarotti landet im Aquarium. Sind es die mürrischen Dorfbewohner, die ihre Gegend touristenfrei halten und die Physiotherapeutin samt ihrer schönen Chefin vertreiben wollen? Oder hat ganz jemand anders ein Motiv? Und wer ist der geheimnisvolle Fremde, auf dessen dreckigen Wagen im Staub "der Teufel von Mailand" geschrieben steht? Das alles wird bis zum fulminanten, wahrhaft diabolischen Finale nicht ganz klar. So hält Der Teufel von Mailand bis zum Schluss die Spannung. Vielleicht sogar Suters bestes Buch. -Stefan Kellerer

Unter Freunden: Und andere Geschichten aus der Business Class - Martin Suter
Buch:Unter Freunden: Und andere Geschichten aus der Business Class
Autor:Martin Suter, Ausgabe vom Juli 2008, Broschiert, Verkaufsrang 44930
Preis: 8,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Product Description
Erscheinungsjahr: 2008
Gewicht: 182 gr / Abmessung: 18 cm
Von Suter, Martin
Puls im Zielbereich, Tretwiderstand maximal. Einen Konkurrenten abschießen oder die hohe Schule des Haltens. PR in eigener Sache. Bestandsaufnahme vor dem Spiegel oder - mit Liebe betrachtet, ist alles schön. Wie tröstet man den Chef, wenn er einen entlassen muß ... und vieles mehr in den neuen Business-Class-Geschichten von Martin Suter.

Ein perfekter Freund (BRIGITTE Hörbuchedition - Starke Stimmen - Die Männer.) - Martin Suter
Hörbuch:Ein perfekter Freund (BRIGITTE Hörbuchedition - Starke Stimmen - Die Männer.)
Autor:Martin Suter, Ausgabe vom 17. Sept. 2007, Audio CD, Verkaufsrang 204601
Welch ein Erwachen! Kaum Gefühl im Gesicht, keine Ahnung, wo man ist. Und die Frau, die sich so rührend um einen kümmert, soll die eigene Freundin sein? Der Journalist Fabio Rossi hat einen Gedächtnisverlust erlitten. Irgendjemand hat ihm kräftig auf den Schädel gehauen. 50 Tage fehlen ihm seitdem. Und in diesen paar Tagen habe er sein Leben komplett umgekrempelt, habe Wohnung und Partnerin gewechselt, sei überhaupt nicht mehr der, der er einst wahr. Und das nicht zu seinem Vorteil. Als Journalist begibt er sich nun auf Recherche in eigener Sache und rekonstruiert die letzten Tage vor dem Black-out.
Martin Suter hat die Geschichte raffiniert konstruiert und taucht die Leser immer wieder in widersprüchliche Gefühle. Ist Rossi nun wirklich der moralisch überlegene Journalist, hat ihm sein Kumpel den Scoop um BSE in Schokostängeln geklaut? Warum ist die frisch gebackene Witwe des Forschers so glücklich - und plötzlich auch finanziell gut gepolstert? Rossi stand - und steht nun wieder - kurz vor der Enthüllung eines riesigen Skandals, als er die Macht der Lebensmittelkonzerne zu spüren bekommt. Ihr Angebot ist eines, das man nicht ablehnen sollte.
Martin Suters Romane sind fehlerlos. Die Sprache ist präzis, manchmal von einer fast unheimlichen Trockenheit. Und vor allem ist Ein perfekter Freund höchst spannend - und nebenbei auch noch lehrreich. Dass der Humor bei Suter nicht zu kurz kommt, vor allem der schwarze, kennt man. Und auch da liefert er höchst amüsante Müsterchen, die beispielsweise die Techniken des Gedächtnistrainings betreffen. So in dem Stil, wenn die Marlen plötzlich Lilli heißt. -Martin Walker
Hier ist es wieder: das charakteristische Martin Suter Arrangement. Der Mix aus kriminalistischen Elementen, dem kennzeichnenden Gedächtnisverlust und einem raffinierten, bis zum Ende nicht offen gelegten Spiel mit dem ?perfekten Freund? erzeugt auch in diesem Fall eine spannende Geschichte.
Fabio Rossi fehlen 50 Tage in seinem bewussten Leben. Nach einer Kopfverletzung kann er sich an nichts mehr erinnern. Nicht daran, dass er seine Freundin mit einer anderen Frau, die jetzt nicht mehr von seiner Seite weicht, betrogen hat, nicht an seine Kündigung und am Anfang auch nicht an das Thema, an dem er zuletzt gearbeitet hat. Schritt für Schritt entdeckt der Journalist, wie viel er verloren hat - nicht nur Norina, die er liebt, sondern offensichtlich auch seinen besten Freund, Lucas, der jetzt mit seiner Ex zusammen ist -, ganz langsam gewinnt Fabio aber auch seine jüngste Vergangenheit wieder. Darin spielte offensichtlich ein Skandal um BSE vergiftete Schokoriegel und ein Lebensmittelchemiker, der an diesem brisanten Thema arbeitete ? und dann Suizid begangen hat, wesentliche Rollen.
Martin Suter, 1948 in Zürich geboren, lebt und arbeitet in Spanien und Guatemala. Für seinen Debütroman Small World erhielt er 1998 den Prix du premier roman étranger. Der Drehbuchautor, Werbetexter und Kolumnist ist ein Meister der lakonischen Bosheit. Ein perfekter Freund erschien 2001. Weitere Werke: Die dunkle Seite des Mondes (2000), Business Class. Geschichten aus der Welt des Managements (2000), Richtig leben mit Geri Weibel (2001) und Lila, Lila (2004).
Fazit: Ein erstklassiges, bis zur letzten Minute fesselndes Hörspiel in rasantem Tempo. Musikalisch perfekt untermalt wird mit ausgezeichneten Sprechern, allen voran Boris Aljinovic, Nicolette Krebitz, eine atemraubende Suche nach Identität, Freundschaft und nach einem Öko-Skandal inszeniert. Eine Produktion des Norddeutschen Rundfunk 2003.
Hörspiel, Spieldauer: ca. 51 Minuten, 1 CD. Mit Booklet. -culture.text

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