Langenscheidt Politiker - Deutsch / Deutsch - Politiker: Politiker verstehen leicht gemacht
Autor:
Maybrit Illner, Ausgabe vom 1. Okt. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 402681
Aus der Amazon.de-Redaktion Die Wörterbücher des Langenscheidt-Verlages sind dem Sprachenlernenden und Reisenden, Lesenden und Schreibenden seit Jahrzehnten verlässliche Begleiter. Auch mit den kleinen Sonderbänden, die uns auf mehr oder weniger humorvolle Weise die Besonderheiten des Sprachgebrauchs (deutscher) Männer, Frauen, Ärzte oder Chefs nahebringen sollen, hat man zuletzt Verkaufserfolge feiern können. Da war es eigentlich nur folgerichtig, dem Publikum auch einmal eine "Übersetzungshilfe" an die Hand zu geben, die die oft so verblasene Sprache von Politikern aufs Korn nimmt. Und mit Maybrit Illner, die nicht zuletzt dank ihrer ZDF-Polit-Talkshow über eine Menge Erfahrung beim Dechiffrieren einschlägiger Worthülsen und Textbausteine der Politikersprache verfügt, hat man dann auch eine geeignete Werbefigur und Mitautorin für den Band Politiker-Deutsch / Deutsch-Politiker gefunden. Freilich: Die einfache Gegenüberstellung von Gesagtem und tatsächlich Gemeintem (denn natürlich - so das hier bediente und ja auch nicht ganz falsche Vorurteil - sagen Politiker selten frei heraus, was sie wirklich meinen), wäre als Konzept für ein solches Buch ein bisschen dünn. Und deshalb bieten uns Illner und ihre Autoren außer diesen gleich eine ganze Politiker-Typologie, beschreiben typische Verhaltens ? und Sprachmuster von Regierungs- oder Oppositionspolitikern und referieren darüber, was Politiker tun (sollten) beziehungsweise tunlichst unterlassen (sollten), um die Gunst von Parteifreunden, Presse und Öffentlichkeit (zum Beispiel bei Talkshows) zu erwerben oder zu erhalten und dergleichen mehr. Das ist alles ganz gut beobachtet und katalogisiert. Hier und da kann man bei der Lektüre auch schon mal schmunzeln. Mehr aber auch nicht. Vielleicht liegt das ja daran, dass so viele Klischees, so zutreffend sie auch sein mögen, auf so engem Raum ermüdend wirken, oder dass man die zum Teil sehr bemühten Kalauer alle schon zu oft gehört hat. Vielleicht hat sich auch das ganze Konzept dieser, sagen wir ruhig: Comedy-Wörterbücher nun einfach schon erschöpft, weil der Inhalt so vorhersehbar ist. - Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de
Buch:
Frauen an der Macht - 21 einflussreiche Frauen berichten aus der Wirklichkeit
Ausgabe vom 2. Aug. 2005, Gebunden, Verkaufsrang 430565
Buch "Mit Macht umzugehen muss man lernen", schreibt Ursula Engelen-Kefer in ihrem Beitrag für den von Maybrit Illner herausgegeben Sammelband, in dem Frauen wie sie über ihre Erfahrungen in jenen Höhen berichten, in denen gemeinhin (noch) immer Männer das Sagen haben. "Die Familie, aus der ich komme", so die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes weiter, "war bildungsorientiert, Intrigen oder Machtspiele waren ihr fremd". So sei sie erzogen worden. - Auf dem Weg zur Macht kommt man ganz ohne Intrigen also demnach nur schwer voran. Ist das der Grund, weshalb Frauen in den Spitzenjobs unserer Gesellschaft immer noch deutlich unterrepräsentiert sind? Tun sich Frauen schwerer damit, wenn es sein muss, auch mal zu intrigieren? Das wäre eine interessante These. Oder liegt es daran, dass Frauen sich häufiger eher "bildungsorientiert" dem Wahren und Schönen zuwenden, statt sich um Macht(positionen) zu rangeln? Dies alles mag in dem einen oder anderen Fall tatsächlich eine Rolle spielen. Aber, wie die hier versammelten Erfahrungsberichte in ihrer Gesamtheit recht deutlich zeigen: Es hat immer noch sehr viel profanere Ursachen, weshalb an den Schaltstellen von Wirtschaft und Politik Männer in der Überzahl sind. Welche dies sind, und wie man trotzdem auch als Frau in hohe und höchste Positionen aufsteigen kann, erzählen neben der bereits erwähnten Vize-Chefin des DGB unter anderen die EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner, die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan, die Grünen-Politikerinnen Katrin Göring-Eckardt und Renate Künast, die große Liberale Hildegard Hamm-Brücher und die junge FDP-Hoffnung Silvana Koch-Mehrin. Und auch die erste Kanzlerkandidatin in der deutschen Geschichte, Angela Merkel, hat die Herausgeberin immerhin für ein Interview gewinnen können. Nur schade, dass die Antworten irgendwie vorgestanzt wirken. Ein farbloser Schlusspunkt eines ansonsten wirklich lesenswerten Bandes! - Freia Danz
Buch:
Schmierfinken: Politiker über Journalisten
Ausgabe vom Juli 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 547535
Aus der Amazon.de-Redaktion Wer austeilt, muss auch einstecken können. Dieses Motto erwartet man, wenn man Titel und Untertitel von Schmierfinken liest. Doch das Urteil der versammelten Politiker über Journalisten fällt zwar hart aber bis auf wenige Ausnahmen fair und verständnisvoll aus. Die harscheste Kritik hagelt auffälligerweise seitens der Frauen. Beispielsweise Claudia Roth von den Grünen, die einen Brandbrief an den BILD- und BZ-Schreiber Franz-Josef Wagner richtet. Oder die jüngst erst wegen angeblicher Arbeitsscheu unter Medienbeschuss geratene Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehring (FDP), die die Umtriebe der Stern-"Nachrichtenratte" Hans-Martin Tillack aufs Korn nimmt. Oder ihre Parteifreundin Cornelia Pieper, die ein weiteres Mal ihre Unschuld an der Cannabiskultur ihres Sohnes beteuert ("Keiner von uns konnte oder wollte diese Pflanze genauer spezifizieren"), die einer karrieresüchtigen Volontärin beim Kaffeetrinken auf dem Balkon freilich nicht entging. Schleimige Lobeshymnen à la Guido Westerwelle (über Mainhardt Graf von Nayhauß) oder Gregor Gysi (über Sandra Maischberger) halten sich Gott sei Dank in Grenzen. Für ein Glanzlicht sorgt ? wie könnte es anders sein ? der ebenfalls aus der schreibenden Zunft stammende CSU-Shootingstar Karl-Theodor zu Guttenberg mit seinen knapp dreiseitigen Reflexionen über den "Journalisten ohne Namen". Auch wenn an dieser Stelle einmal mehr nur die sattsam bekannten Promi-Namen gefallen sind, zeichnet sich das von Maybrit Illner und Hajo Schumacher herausgegebene und eingeleitete Büchlein dadurch aus, dass zur Abwechslung auch einmal kleinere Lichter des Politbetriebes zu Wort kommen und das Augenmerk eben nicht ausschließlich den "Edelfedern" der deutschen Journaille gilt. Ein ebenso vergnüglicher wie informativer Blick hinter die Kulissen, schnell gelesen und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. ? Arnold Abstreiter
Buch:
Ente auf Sendung: Von Medien und ihren Machern
Autor:
Maybrit Illner, Ingke Brodersen, Ausgabe vom 1. Juli 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 322836
Fotos für die Pressefreiheit - Herausgegeben von Reporter ohne Grenzen: Respekt - Fotos für die Pressefreiheit 2005: BD 12/2005
Autor:
Dieter Bachmann, Barbara Lauterbach, Leonie Baumann, Helga Dressel, Cyrielle LeMoigne, Christina Werner, Katrin Evers, Vincent Kohlbecher, Hina Jilani, Maybrit Illner, Ausgabe vom 3. Mai 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 1456390
Buch:
Der Kanzler wohnt im Swimmingpool oder wie Politik gemacht wird, 4 Cassetten
Aus der Amazon.de-Redaktion Die Wörterbücher des Langenscheidt-Verlages sind dem Sprachenlernenden und Reisenden, Lesenden und Schreibenden seit Jahrzehnten verlässliche Begleiter. Auch mit den kleinen Sonderbänden, die uns auf mehr oder weniger humorvolle Weise die Besonderheiten des Sprachgebrauchs (deutscher) Männer, Frauen, Ärzte oder Chefs nahebringen sollen, hat man zuletzt Verkaufserfolge feiern können. Da war es eigentlich nur folgerichtig, dem Publikum auch einmal eine "Übersetzungshilfe" an die Hand zu geben, die die oft so verblasene Sprache von Politikern aufs Korn nimmt. Und mit Maybrit Illner, die nicht zuletzt dank ihrer ZDF-Polit-Talkshow über eine Menge Erfahrung beim Dechiffrieren einschlägiger Worthülsen und Textbausteine der Politikersprache verfügt, hat man dann auch eine geeignete Werbefigur und Mitautorin für den Band Politiker-Deutsch / Deutsch-Politiker gefunden. Freilich: Die einfache Gegenüberstellung von Gesagtem und tatsächlich Gemeintem (denn natürlich - so das hier bediente und ja auch nicht ganz falsche Vorurteil - sagen Politiker selten frei heraus, was sie wirklich meinen), wäre als Konzept für ein solches Buch ein bisschen dünn. Und deshalb bieten uns Illner und ihre Autoren außer diesen gleich eine ganze Politiker-Typologie, beschreiben typische Verhaltens ? und Sprachmuster von Regierungs- oder Oppositionspolitikern und referieren darüber, was Politiker tun (sollten) beziehungsweise tunlichst unterlassen (sollten), um die Gunst von Parteifreunden, Presse und Öffentlichkeit (zum Beispiel bei Talkshows) zu erwerben oder zu erhalten und dergleichen mehr. Das ist alles ganz gut beobachtet und katalogisiert. Hier und da kann man bei der Lektüre auch schon mal schmunzeln. Mehr aber auch nicht. Vielleicht liegt das ja daran, dass so viele Klischees, so zutreffend sie auch sein mögen, auf so engem Raum ermüdend wirken, oder dass man die zum Teil sehr bemühten Kalauer alle schon zu oft gehört hat. Vielleicht hat sich auch das ganze Konzept dieser, sagen wir ruhig: Comedy-Wörterbücher nun einfach schon erschöpft, weil der Inhalt so vorhersehbar ist. - Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de
Buch:
Ente auf Sendung - Von Medien und ihren Machern
Autor:
Maybrit Illner, Ingke Brodersen, Frank Ehrler, Ausgabe vom 7. Aug. 2003, Gebunden, Verkaufsrang 840886
Aus der Amazon.de-Redaktion Es spricht eigentlich nichts dagegen, erfolgreiche Konzepte fortzuführen. Nach Der Kanzler wohnt im Swimmingpool hat sich Ingke Brodersen mit Maybrit Illner wieder eine prominente Mitherausgeberin gesucht und beschäftigt sich nach der Politik nun mit der so genannten vierten Macht im Staat: dem Journalismus. Aber war das erste Buch eindeutig für Kinder geschrieben, stellt sich bei Ente auf Sendung auf den ersten Blick die Frage nach der Zielgruppe. Die vielen niedlichen Illustrationen von Frank Ehrler lassen zunächst vermuten, es handle sich wieder um ein Kinderbuch. Erst ein Blick in den Verlagskatalog bringt Aufschluss: für Jugendliche und Erwachsene seien die Texte über die Medien und ihre Macher gedacht. Beeindruckend ist zunächst ein Blick in das Inhaltsverzeichnis: von Starfotografin Herlinde Koelbl über Showmaster-Legende Rudi Carell bis zu bekannten Reportern wie Hans Leyendecker oder Peter Scholl-Latour. Wie das bei Anthologien zwangsläufig zu sein scheint, ist die Qualität der Texte recht unterschiedlich. Tagesthemen-Moderatorin Anne Will versucht offenbar kindgerecht zu schreiben und erklärt den Lesern sogar, die kurzen Filme ihrer Sendung hießen "Beitrag" oder "Bericht". Bunte-Chefredakteurin Patricia Riekel dagegen walzt auf langweiligen sechs Seiten die These aus, zu viel Nähe zu den Stars sei nicht gut für Journalisten, ohne wirklich etwas über ihre Arbeit zu verraten. Sehr viel aufschlussreicher sind da persönlich gehaltene Beiträge, etwa von Christine Westermann über maulfaule Talkshow-Gäste oder von Oliver Welke über die Frage, wie unsportlich ein Sportreporter sein darf. Höhepunkte des Buches sind aber die eher politischen Beiträge wie von Kriegsreporterin Ariane Vuckovic oder Michael Müllers Analyse des immer erbitterter werdenden "Informationskriegs der Medien untereinander". Alles in allem ein ebenso kurzweiliger wie interessanter Streifzug durch die unterschiedlichsten Gefilde der Medienwelt - und trotz der Optik definitiv kein Kinderbuch. -Christian Stahl 1