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Bücher - Autoren

Michael Jürgs

 
Der Fall Romy Schneider: Eine Biographie - Michael Jürgs
Buch:Der Fall Romy Schneider: Eine Biographie
Autor:Michael Jürgs, Ausgabe vom Sept. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 60683
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Ich werde weiterleben und richtig gut!" Das sagte Romy Schneider 1981 am Ende des letzten großen Interviews, das sie Michael Jürgs gab. Beide waren befreundet bis zu Romys mysteriösem Tod. Im Geiste dieser Freundschaft schrieb Jürgs seine Biographie über den Weltstar ein sehr persönlicher, behutsamer, ja zärtlicher Versuch der Annäherung.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 9 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Eine Geschichte von Ruhm und von Tragödien (5 von 5 Punkten) meint H.Z. aus Heyerode
Nachdem ich im letzten Jahr einen TV-Streifen über diese tolle Frau gelesen hatte, die so viele Höhen und Tiefen erleben musste, habe ich nach einem Buch - einer Biografie - über sie gesucht und bin bei Michael Jürgs "Fall Romy Schneider" hängen geblieben.


Bildmaterial:
========

Es ist im Buch mehrseitiges Bildmaterial sehr persönlicher Art aus dem privaten und beruflichen Leben von Romy Schneider abgebildet.

Michael Jürgs
=========

Michael Jürgs geb.: 4. Mai 1945 in Ellwangen. Er ist ein deutscher Journalist und Autor.
Jürgs studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Germanistik in München, brach das Studium jedoch ab und volontierte stattdessen bei der Münchner Abendzeitung, für die er schon während seines Studiums schrieb. Mit 23 Jahren wurde er Chef des Feuilletons.
In den Jahren 1992-1994 war er Chefredakteur bei Tempo. Er moderierte auch die NDR-Talkshow. Es folgten weitere Sachbücher und Biografien. Der Fall Romy Schneider wurde zum Bestseller, sein Buch über Axel Springer wurde verfilmt (mit Heiner Lauterbach); das Thema seines Buches über den Weihnachtsfrieden" an der Westfront 1914, einen inoffiziellen Waffenstillstand zwischen Deutschen, Franzosen und Briten, wurde mit Benno Fürmann und Daniel Brühl verfilmt unter dem Titel Merry Christmas.
Jürgs ist Koautor vieler TV-Dokumentationen und schreibt für mehrere Zeitungen. Zudem schrieb er eine Biographie über Günter Grass, in der er auch auf dessen Militärdienst in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs als 17-jähriger Flakhelfer und Soldat eingeht; dass Grass dabei Mitglied der Waffen-SS war, verschwieg dieser dem Biographen. In diesem Zusammenhang erklärte Jürgs dem Berliner Tagesspiegel, er sei persönlich enttäuscht von Günter Grass und es handele sich um das Ende einer moralischen Instanz".[1]

Im Februar 2007 erschien eine Biographie über die Künstlerin Eva Hesse, Anfang Oktober 2007 folgte eine aktualisierte Biographie über den Schriftsteller Günter Grass. Paul Hertin, der Berliner Anwalt von Günter Grass, hat in diesem Zusammenhang Michael Jürgs' Behauptung, der Schriftsteller habe sich freiwillig zur Waffen-SS gemeldet, als abenteuerlich" zurückgewiesen. Beim Landgericht Berlin wurde eine Unterlassungsklage gegen die Verlagsgruppe Random House, zu der der herausgebende Goldmann Verlag gehört, eingereicht.[2] Zu einer Gerichtsverhandlung kam es nicht, Grass und Random House einigten sich auf einen Vergleich.[3]

Jürgs lebt in Hamburg.


Ich finde diese Biografie so interessant, dass ich Teil daraus aus wikipedia kopiert habe.
Quelle: www.wikipedia.de

Inhalt des Buches:
=============

Das Vorwort erzählt von der 4jährigen Sarah Biasini, der Tochter von Romy Schneider, die in diesem Alter ihre Mutter verlor. Es war der 29. Mai 1982 als Romy Schneider in ihrem Pariser Appartement tot aufgefunden wurde. Kurz wird der Werdegang Sarahs geschildert und auch eine Zusammenfassung bezüglich der Vermögensverhältnisse nach ihrem Tod wird dokumentiert. Die Zusammenhänge werden deutlich, die mit den familiären Gegebenheiten einhergehen.

.... Deshalb wird bis heute darüber gerätselt, gern auch öffentlich, ob Romy Schneider sich etwa umgebracht habe aus Angst vor dem Alter, erdrückt von Steuerschulden, gebrochen vom Kummer über das schreckliche Ende ihres Sohnes.
Alles frei erfunden.
Es war schlichtweg Herzversagen, wie es auf dem Totenschein auch geschrieben steht, aber dennoch könnte man es im übertragenen Sinne Selbstmord nennen, was Romy Schneider ihrem Leben angetan hat. Sprachkünstler malten schreibend das Bild von ihrem Herzen als einem einsam gewordenen Jäger, der keine Beute mehr fand. Am nächsten kommt einer Wahrheit, die in diesem Fall stärker ist als die Indizien der Wirklichkeit, wohl diese: Romy Schneider hat im Alter von 43 Jahren ihr Leben besiegt.
....

Diese kurze Leseprobe fand ich sehr spannend und habe sie daher an dieser Stelle eingefügt.

Nun aber zum eigentlichen Inhalt der Biografie...

21 Kapitel, die jeweils mit der Nummer des Kapitels überschrieben sind, geben das wechselvolle Leben Romy Schneiders wieder.

Das 1. Kapitel beginnt mit dem Tod Romy`s. Laurent Petin findet sie in ihrem Appartement, zuerst denkt er, sie würde noch schlafen, dann aber bemerkt er, dass sie sich nicht rührt und ruft schnellstens Notarzt und Krankenwagen. Notarzt und Polizei treffen ein. Laurent steht am Fenster, kann nicht zusehen, was die Ärzte tun ...
Er denkt, was sie noch vor einigen Tagen gemeinsam unternommen hatten ...

Es wird auch hier schon deutlich, dass Romy Schneider - und das erinnert mich besonders intensiv an Lady Di - unter ständiger Beobachtung und Medieninteresse "leiden" musste. Bilder aus dem Appartement erschienen schon kurz darauf in allen Zeitungen - und zwar mit der Überschrift: "Romy Schneider hat sich umgebracht"

Kapitel II geht dann auf die Anfänge im Leben Romy`s ein. Rosemarie Magdalena Albach wurde am 23. September 1938 in Wien geboren. (Romys Mutter !!) Ihr Vater war Wolf Albach-Retty. Die Geschichte Romy Schneiders beginnt.

Hier gleich einige persönlich Gedanken und Meinungen:
====================================

Ich finde, dass es der Autor perfekt geschafft hat, das Leben der Romy Schneider und ihrer engsten Familie super in die historischen Begebenheiten einzubeziehen, die ja auch das Leben derer ausmachte.

Man lernt sehr viel über die Familie und wie sie lebte.

Auch Adolf Hitler wird benannt, in welchem Zusammenhang .... möchte ich nicht schreiben, lest es doch einfach selbst, ich verrate nicht zu viel, damit die Lektüre auch noch spannend bleibt.

Die Personen werden sehr bildhaft dargestellt, genaue ausführliche Beschreibungen der Charaktere und des Aussehens werden genauso geschildert wie die interessantesten und unvergessensten Szenen in derer Leben.

So erfährt man gleich im zweiten Kapitel sehr genau, wie die Familienverhältnisse waren und wie Romy aufwuchs.

Der Autor analysiert eingehend die gesamten Szenen und Details immer auch im Zusammenhang mit den geschichtlichen Ereignissen und der Zeit ansich, in der die Familie und Romy gerade lebten.

So liest man sich Kapitel für Kapitel durch das Leben der Romy Schneider, die nicht nur als Übermensch und unwahrscheinlich gute Schauspielerin dargestellt wird, sondern ganz normal, mit ihren Stärken und Schwächen. Man spürt sehr gut, wie komplex sich der Autor mit dieser Person auseinandergesetzt und recherchiert hat.

Sehr sehr viele intime Details werden aufgerollt und durch den Autor analysiert und gekennzeichnet, sodass man als Leser, der man vielleicht noch nicht ganz so viel zum Thema gelesen hat, die Zusammenhänge sehr gut verstehen und begreifen sowie verinnerlichen kann.

Man kann sich während des Lesens super in die Person Romy Schneider sowohl als Privat- als auch als Schauspielerperson hinein versetzen. Man spürt, wie Romy fühlte, wie sie zu dem wurde, was sie am Ende war. Eine Frau, die viele Höhen und Erfolge erleben durfte, die eigentlich fast immer die Sissi geblieben ist, was sie nicht unbedingt wollte, die viel probiert hat, sich ausprobiert hat, die aber auch sehr viele Tiefen durchleben musste - die ihren Sohn auf tragische Weise verloren hatte und sehr jung sterben musste.

Ich finde, dieses kompakte Taschenbuch gibt alles Interessante wieder, was man zu dieser Person - ihrem Leben und Arbeiten wissen möchte. Es ist sehr tiefgründig geschrieben, leicht verständlich und gibt die Person Romy Schneider sehr gut wieder.

Im Anhang hat man als Leser nochmal die Möglichkeit, ihre Filme von 1953 bis 1982, ihre Theaterkarriere und ihre Fernsehproduktionen von 1960 bis 1976 nachzuvollziehen.

Ich finde, dass dieses Buch rundum ein gelungenes Werk ist. Es handelt sich um eine Biografie in Romanform, die der Autor sozusagen als Außenstehender in einer flüssigen Schreibweise geschrieben hat. Das man sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen kann, ist darauf zurückzuführen, dass Jürgs sehr oft auch die wörtliche Rede verwendet, die die Geschichte sehr real wirken lässt und nicht nur aus dem Blickwinkel eines Betrachters, der weit weg steht.

Michael Jürgs, das möchte ich noch anführen, hatte das Glück, im Jahr 1982 das letzte Interview zu führen mit Romy Schneider, welches sie gab. Die beiden waren befreundet, was auch noch zusätzlich verdeutlicht, dass dieser Mensch wirklich prädestiniert ist, diese Biografie zu schreiben, die für mich einfach, offen und ehrlich ist.

 Weitere Lesermeinungen

Wie geht's, Deutschland?: Populisten - Profiteure - Patrioten - - Eine Bilanz der Einheit - Michael Jürgs
Buch:Wie geht's, Deutschland?: Populisten - Profiteure - Patrioten - - Eine Bilanz der Einheit
Autor:Michael Jürgs, Ausgabe vom 11. Sept. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 294239
Preis: 19,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Jürgs hat sich aufgemacht zu einer lebendigen, gründlichen Landeserkundigung, die ihn tief in den deutschen Osten, auch in die Abgründe der ehemaligen DDR-Elite führt. […] Ein substantielles... gar aufrüttelndes Werk... Atmosphärisch dicht.“ (Spiegel )

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Witzige Analyse nach 19 Jahren Mauerfall (5 von 5 Punkten) meint S. aus Rangsdorf
M. Jürgs hat auf Grund seiner eigener Erfahrung mit dem Mauerfall - er wurde als Stern-Chefredakteur Anfang der 90er Jahre gekündigt, als seine Kolumne in Bezug auf Ost-West-Befindlichkeiten den damals gewünschten politischen Geist nicht traf - eine emotionale Beziehung zu den Neuen Bundesländern und den Menschen, die dort seit fast 20 Jahren versuchen im Guten wie im Schlechten mit der Veränderung ihrer Lebensverhältnisse klarzukommen. Dieses Buch trifft einen bestimmten Ton, es verführt zum Weiterlesen, ich habe es sehr gemocht, er bewertet nicht - naja, nur selten, dann macht es auch Sinn und er läßt Zeitzeugen zu Wort kommen, bekannte wie de Maiziére, Gysi, Jauch, Berghofer, Modrow, Merkel, aber auch ganz normale Menschen - meist natürlich Ossis, weil die Wessis hat die Wende auch nach 19 Jahren noch nicht ganz erreicht, obwohl jetzt inzwischen mehr als noch vor 10 Jahren. Es ist ein Titel, den man gern verschenkt an Menschen, die Interesse haben an diesem Prozess, der uns alle ereilt hat und das Buch ist sehr gut recherchiert und mit einer langen Titelauswahl zum Weiterlesen versehen, dankeschön. Ich kann es unbedingt weiterempfehlen, aber fast alle seine Bücher haben diesen gut recherchierten Hintergrund und dazu eine große Menschlichkeit.

Der kleine Frieden im Großen Krieg: Westfront 1914: Als Deutsche, Franzosen und Briten gemeinsam Weihnachten feierten - Michael Jürgs
Buch:Der kleine Frieden im Großen Krieg: Westfront 1914: Als Deutsche, Franzosen und Briten gemeinsam Weihnachten feierten
Autor:Michael Jürgs, Ausgabe vom 17. Okt. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 73750
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Es klingt wie ein Märchen, ist aber die unglaubliche Wahrheit: Weihnachten 1914 steigen Soldaten, die gerade zuvor noch alles getan hatten, um sich gegenseitig auszulöschen, aus ihren Gräben, begraben gemeinsam im Niemandsland zwischen den Linien ihre Toten, lachen zusammen, tauschen Geschenke aus, spielen Fußball. Der Irrsinn des "Großen Krieges" wird für zwei kurze Tage vom Wahnsinn des "kleinen Friedens" überboten. Wie kam dieser "Friede von unten" zu Stande? Diese Frage, die ihn fesselte, stand am Anfang des Buchprojekts von Bestseller-Autor Michael Jürgs. Am Ende kam ein Buch heraus, das mit gutem Gewissen als ein überaus gelungenes Stück Antikriegsliteratur bezeichnet werden kann. Die erste Frontweihnacht im "Großen Krieg" - der Bewegungskrieg war inzwischen in den Gräben erstarrt und die Zahl der Toten näherte sich der Millionengrenze - hatte etwas Besonderes: Auf beiden Seiten herrschte eine grundlegende Stimmung, "dass endlich Schluss sein möge", dass das massenweise Krepieren auf den schlammigen Feldern Flanderns, das Dahinvegetieren bei Kälte und ausgemergelt von Seuchen ein Ende haben müsse. Die Weh- und Schwermut erzeugende Weihnachtsstimmung mit Weihnachtsbäumen, Kerzen und vor allem Liedern tat ein Übriges. Doch all dies hätte nicht gereicht, wären da nicht vereinzelt Mutige gewesen, die ihren Graben verließen und dem Feind "Frohe Weihnachten" oder "Merry Christmas" zuriefen. Was dieses Buch so packend macht, ist nicht nur die Macht der Fakten, sondern vor allem die virtuose Art der Darstellung. Aus vielen Quellen wie Fotos, Briefen, Kriegstagebüchern sowie Zeitungsartikeln hat Jürgs ein Mosaik des Kriegsschreckens zusammengestellt, das mehr ist als nüchterne Geschichtsschreibung. Der Autor war auf den Schlachtfeldern von damals, hat Gedenkstätten besucht, mit Veteranen gesprochen. Sein Ziel ist es, das Unfassbare sowohl des "Großen Krieges" wie auch des "kleinen Friedens" verstehbar und dort, wo dies nicht möglich ist, weil sich der Verstand wehrt, erfühlbar zu machen. Dies ist ihm mit seinem beeindruckenden Buch vollends gelungen. Übrigens: Die Kriegspause war vorbei, als die Generäle bei drakonischen Strafen den Soldaten verboten, sich zu treffen. Damit wurden die menschlichen Gesichter der Gegenüberliegenden allmählich wieder zu konturenlosen feindlichen Fratzen und damit zum besten Nährboden für den Hass, der zum Kriegführen notwendig ist. -Dr. Manfred Schwarzmeier


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Erzählte Geschichte (5 von 5 Punkten) meint N.H. aus Hessen
Das Wichtigste vorweg: Dieses Buch ist KEIN Roman, sondern "erzählte Geschichte", will heißen: Es geht hier nicht um den Aufbau eines (romanhaften) Spannungsbogens oder die chronologische Geschichte eines einzelnen Protagonisten, sondern der Autor erzählt in seiner eigenen Handschrift eine Geschichte aus der Geschichte nach: Die Verbrüderung feindlicher (vor allem deutscher und englischer) Soldaten zu Weihnachten/Neujahr 1914/15 an der Westfront.

Dabei verwendet er eine Fülle an historischem Material, das - leider - nicht durchgängig benannt wird. Für den "normalen" Leser ist das o.k., für mich hat es das Erschließen des Buches etwas schwerer gemacht, denn ich habe es zu Recherchezwecken gelesen.

Nichtsdestotrotz bietet dieses Buch viele authentische Einblicke in diesen wahnsinnigen Krieg und ein Stückchen (Weihnachts-)Geschichte, das in der Tat in dieser Dimension unfaßbar ist.
Das kann man erst richtig begreifen, wenn man sich selbst einen Teil der Quellen erschließt, die der Autor genutzt hat, z. B. die Briefe gefallener Soldaten liest. Es ist erschütternd.

Fazit: Ein Buch, das nicht nur viele Fakten, sondern auch ganz viel Gefühl bietet - das aber eines nicht leisten kann und sicherlich auch nicht leisten will: Den Ansprüchen eines Unterhaltungsromans genügen.

Es ist und bleibt ein - sehr persönlich geschriebenes - Sachbuch, das anrührt und begeistert.

Sehr empfehlenswert!


 Weitere Lesermeinungen

Der Tag danach: Wenn das Leben über Nacht nicht mehr ist, wie es gestern noch war - Michael Jürgs
Buch:Der Tag danach: Wenn das Leben über Nacht nicht mehr ist, wie es gestern noch war
Autor:Michael Jürgs, Ausgabe vom 13. Nov. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 347694
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Es gibt Momente, in denen ändert sich mit einem Schlag alles. Das gilt für die Weltläufte ebenso, wie für das einzelne Leben. Karrieren, Lieben, auch das Leben eines nahen Menschen können jäh zu Ende gehen. "Jeder Mensch reagiert auf seine besondere Weise, wenn auf einmal nichts mehr so ist, wie es gestern noch war. Es gibt für solche Wendepunkte im Leben keine Formeln, es gibt keine Erfahrungen von anderen, denen so etwas schon passiert ist, mit denen sich etwas anfangen ließe in dem Moment, wenn es einem selber passiert." 34 Menschen haben Michael Jürgs von ihren einschneidenden Schicksalstagen erzählt. Sehr private Erinnerungen sind darunter, die berühren. Die Geschichte eines längst entfremdeten Ehepaares etwa, das gleichsam am Vorabend des Todes eines der beiden seine Liebe neu entdeckt ("Der Klavierspieler"). Oder die Geschichte um die schönste Liebeserklärung, die Alida Gundlach in einem Zettelkasten aufbewahrt ("Aufgeben gilt nicht"). Zeitgeschichtlich interessant und deshalb erwähnenswert ist der "Bluff des Moralisten" Egon Bahr, der mit einer ziemlich riskanten Lüge seinen Verhandlungen mit dem sowjetischen Außenminister zum Durchbruch verhalf. Dagegen fallen die Geschichte von der letztmaligen Kohlbewunderung Norbert Blüms nach der Wahlniederlage 1998 oder die Stoiber-Frühstücksverderberei Peter Gauweilers zwar merklich ab, in der Summe aber ist Michael Jürgs mit einer schlichten Idee ein äußerst lesenswertes Buch gelungen! - Andreas Vierecke


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 2.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Unterhaltsam und interessant (4 von 5 Punkten) meint K.D. aus Potsdam
Wer gern Biografien liest und sich für Menschen in der Deutschen Politik/Wirtschaft interessiert, ein durchaus interessantes Buch. Wenn auch manche Geschichten nicht tiefgründig genug sind, ist es doch unterhaltsam zu lesen. Wie gesagt, nicht tiefgründig genug, manche Geschichten haben mich nicht berührt. Einige Biografien waren interessant und lesenswert. Das Buch habe ich geschenkt bekommen und in einem Zug gelesen. Es lohnt sich.

 Weitere Lesermeinungen

Typisch Ossi - Typisch Wessi: Eine längst fällige Abrechnung unter Brüdern und Schwestern - Michael Jürgs, Angela Elis
Buch:Typisch Ossi - Typisch Wessi: Eine längst fällige Abrechnung unter Brüdern und Schwestern
Autor:Michael Jürgs, Angela Elis, Ausgabe vom 15. Mai 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 248072
Preis: 7,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Eine längst fällige Abrechnung" nennt das west-östliche Autorengespann Michael Jürgs und Angela Elis sein unterhaltsames Büchlein im Untertitel, und zwar eine "unter Brüdern und Schwestern". Zwischen solchen geht es ja bekanntlich schon mal ein bisschen heftiger zu. Gegenüber dem eigenen Bruder oder der eigenen Schwester staut sich mit der Zeit eben schon mal allerhand auf, weshalb es dann, wenn sich die Aggression endlich Bahn bricht, auch so richtig scheppert. Aber wie schlimm sich die Verbalattacken auch immer anhören, nach so einem klärenden Gewitter hat man sich doch wieder um so lieber - auch das gehört halt dazu zwischen Brüdern und Schwestern. Ob das zwischen den "Ossis und Wessis" tatsächlich auch irgendwann mal so sein wird, bleibt abzuwarten. Nach anderthalb gesamtdeutschen Jahrzehnten ist - um es einmal in übelstem Ossideutsch zu formulieren ? im Moment jedenfalls "Fakt", dass es zwischen Deutschen (Ost) und Deutschen (West) ganz gewaltig knirscht. Dabei sind die beiderseitigen - oft durchaus nicht ganz unbegründeten! - Vorurteile, die Jürgs und Elis freilich auch meisterlich auf den Punkt zu bringen verstehen, durchaus von hohem Unterhaltungswert. Jedenfalls für den, der nicht selbst zornesrot in solch hilflosen Schuldzuweisungen gefangen ist. Darüber zu richten, ob diese Abrechnung wirklich (noch) fällig war oder ob hier nur noch - dies allerdings ganz zweifellos mit einigem Sprachwitz! - nachgekartet wird, wollen wir anderen überlassen. - Hasso Greb


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 2.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 6 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Intelligente Sticheleien in 2 Richtungen (5 von 5 Punkten) meint i.
Michael Jürgs spricht so manches Vorurteil aus, welches "wir Wessies" so manchmal gedacht haben und hält uns dabei aber auch gnadenlos den Spiegel vor das Gesicht. Angela Elis berichtet aus der Sicht eines "Ossis" und das in so eindringlicher Weise, dass man sich im Nachhinein für seine Vorurteile ruhig ein bisschen schämen kann und sollte. Sie beschreibt u.a. die rasant einsetzenden Wandlungen und die damit verbundene Flexibilität der Bürger der ehemaligen DDR und das in einer sachlichen Art, die zum Nachdenken anregt. Ein Hörbuch, welches sicherlich in seinen Bewertungen völlig unterschätzt wurde und welches für jeden, der seine Vorurteile kaltschnäuzig und unreflektiert vor sich herträgt, zur Pflicht werden sollte - wenn er es denn versteht....

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Eine berührbare Frau: Das atemlose Leben der Künstlerin Eva Hesse - Michael Jürgs
Buch:Eine berührbare Frau: Das atemlose Leben der Künstlerin Eva Hesse
Autor:Michael Jürgs, Ausgabe vom 11. Aug. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 329918
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Haben Sie Taschentücher dabei? Es ist keine Kleinigkeit, mit dreiunddreißig Jahren an einem Gehirntumor zu leiden. Na ja. Mein ganzes Leben war so" ? Eva Hesse in ihrem letzten Interview, einer lakonischen Bestandsaufnahme, wenige Wochen vor ihrem Tod. Keine Spur mehr von der Angst, die sie ein Leben lang einschnürte. Michael Jürgs, hochgradig infiziert von dieser tragischen Figur, die, in Kunstkreisen zwar hochangesehen, einer breiten Öffentlichkeit weitgehend verborgen blieb, hat keine Ruhe gegeben und noch einmal mit dem feinsten Pinsel ein ruheloses Leben nachgezeichnet, das man so leicht nicht wieder vergessen wird. Abschied von den Eltern auf dem Bahnsteig Altona: An jenem Dezembertag 1938, mutmaßt Jürgs, begann für die Zweijährige der Horror lebenslanger Verlustängste. Einen Monat nach der Pogromnacht entkamen Eva und ihre drei Jahre ältere Schwester Helen per "Kindertransport" der einsetzenden Judenverfolgung. Den Haag. London, dann mit den Eltern nach New York. "Evas Leben und ihre Kunst seien nicht zu begreifen ohne das frühkindliche Trauma des Naziterrors", behaupten Zeitzeugen. Ex-Ehemann und Bildhauer Tom Doyle vesteigt sich gar zu der These, nicht Andy Warhol oder Jasper Johns seien Evas künstlerische Wegbereiter gewesen, sondern ? Adolf Hitler! Es entsteht das Bild einer schönen und charismatischen Manisch-Depressiven ? die nur in ihrer Kunst zur Normalität fand. Der Freitod der hochdepressiven Mutter. Die verhasste Stiefmutter, verewigt in einer bedrohlichen Gestalt auf dem späteren Gemälde "Untitled". Der eitle Künstlerehemann, der dem Whiskey und den Frauen zusprach und Eva mehr als Musenanhängsel denn eigenständige Malerin an seiner Seite betrachtete. Begleitet von Panikattacken, Drinks und Psychopharmaka, begann in der (durchaus machohaft auftretenden) Männerkünstlerwelt SoHos der künstlerische Kampf Eva Hesses. Fast entsprach es ihrem stets wachen Sinn für das Absurde dieser Welt, dass sie just in dem Moment abtreten musste, als diese sie zu entdecken begann. Was blieb, ist ein heute hochdotiertes Skulpturenwerk mit Botschaften wie aus einer fremden Welt. Einer Welt, die Michael Jürgs mit seinem akribisch recherchierten Lebensbild erfahrbar gemacht hat. Man darf dankbar sein! -Ravi Unger


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Mit den Augen fühlen (5 von 5 Punkten) meint K. aus Hamburg
"Mit den Augen fühlen,das war Eva Hesse." Manchmal gibt es Sätze,die haben Widerhaken.Die liegen in einem Buch und das Buch ist ein Fluß und ich bin ein Fisch und schwimm den Fluß hinunter.An einer Angel hängt dieser Widerhaken und fängt mich."Mit den Augen fühlen" hab ich noch nie gehört.Als ich dies las,dacht ich aber im selben Moment: das bin ich.Am schönsten sind Biografien,in denen ich Parallelen zu mir selbst entdecke.Hier war ich fündig.Manchmal sehr konkret.Eva Hesse wurde im selben Jahr wie mein Vater geboren.Beide in Hamburg.Als sie ein Jahr alt war zog sie in die Rothenbaumchaussee.In dieser Straße wohnte damals auch mein Vater.Das Titelbild dieses Buches entstand in meinem Geburtsjahr. Als ich dies gelesen hab,hab ich mich gefreut.Ein kleines bißchen Versöhnung mit meinem Vater und Eva Hesse als Mittlerin.Nicht der berührbare Vater,doch die berührbare Frau.Die genauso eine berührende Frau war und ist.Beides kommt daher,daß sie zeitlebens eine offene Seele hatte und ihre Lieblingstugend "Leidenschaft" hieß(ich weiß aber nicht wirklich,ob sie ihre Leidenschaft geliebt hat,aber sie hat sie gelebt und wenn sie noch länger gelebt hätte,wär aus der Qual der Leiden schaffenden Leidenschaft bestimmt auch immer mehr eine Leidenschaft geworden,die leiden abschafft).Michael Jürgs,der dies Buch auch deshalb schrieb,weil er heut in der Isestraße wohnt,in der Eva nach ihrer Geburt zuhause war,bis sie in die Rothenbaumchaussee umzog,wird ihr in jeder Hinsicht gerecht,denn seine Leidenschaft für sie macht diese tolle Frau wieder lebendig.

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Die Treuhändler - Michael Jürgs
Buch:Die Treuhändler
Autor:Michael Jürgs, Ausgabe vom 1997, Gebunden, Verkaufsrang 393769
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Wie die DDR verramscht wurde (5 von 5 Punkten) meint A. aus Schwarzenberg
In dem Buch wird ausführlich der kurzfristige, bedingungslose Ausverkauf der ehemaligen DDR beschrieben, koste es was es wolle!
Die Treuhand war der Nährboden für viele armsehlige Nichtsbringer
aus der BRD.
Viele aus dem Westen wurden über Nacht auf Kosten des Volkes der DDR und Millionen von dadurch erzeugten Arbeitslosen zu Millionären.
(Stundenlohn von Beratern 2000-4000 DM und Jahresgehälter der Treunhanddirektoren von über 1,0 Millionen DM/Jahr
Kein Wunder das am Ende der Treuhand ein Defizit mit Hunderten vom Millionen DM zu Buche stand.


Schade ! (3 von 5 Punkten) meint D.S.H.
Es hätte ein interessantes, lesenswertes Buch mit vielen Fakten über den Verkauf der DDR, die man so zwar ahnte, sich aber in ihrer Ungeheuerlichkeit und der Dreistheit des Vorgehens nicht vorstellen konnte, werden können - wären da nicht diese unerträglichen Plattitüden und Diffamierungen, sobald von ehemaligen Bürgern der DDR die Rede ist. Hier beweist der Autor leider (s)einen Horizont, der sich bei den Formulierungen auf Bildzeitungs-Niveau bewegt. Es fiel einem normal empfindenden Menschen deshalb schwer, das Buch nicht vorzeitig aus der Hand zu legen, wer sich aber an die Fakten halten will, sollte dies nicht tun.

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Der kleine Frieden im Großen Krieg: Westfront 1914: Als Deutsche, Franzosen und Briten gemeinsam Weihnachten feierten - Michael Jürgs
Buch:Der kleine Frieden im Großen Krieg: Westfront 1914: Als Deutsche, Franzosen und Briten gemeinsam Weihnachten feierten
Autor:Michael Jürgs, Ausgabe vom 5. Nov. 2003, Gebunden, Verkaufsrang 489105
Preis: 22,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 9 bis 11 Tagen.
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Es klingt wie ein Märchen, ist aber die unglaubliche Wahrheit: Weihnachten 1914 steigen Soldaten, die gerade zuvor noch alles getan hatten, um sich gegenseitig auszulöschen, aus ihren Gräben, begraben gemeinsam im Niemandsland zwischen den Linien ihre Toten, lachen zusammen, tauschen Geschenke aus, spielen Fußball. Der Irrsinn des "Großen Krieges" wird für zwei kurze Tage vom Wahnsinn des "kleinen Friedens" überboten. Wie kam dieser "Friede von unten" zu Stande? Diese Frage, die ihn fesselte, stand am Anfang des Buchprojekts von Bestseller-Autor Michael Jürgs. Am Ende kam ein Buch heraus, das mit gutem Gewissen als ein überaus gelungenes Stück Antikriegsliteratur bezeichnet werden kann. Die erste Frontweihnacht im "Großen Krieg" - der Bewegungskrieg war inzwischen in den Gräben erstarrt und die Zahl der Toten näherte sich der Millionengrenze - hatte etwas Besonderes: Auf beiden Seiten herrschte eine grundlegende Stimmung, "dass endlich Schluss sein möge", dass das massenweise Krepieren auf den schlammigen Feldern Flanderns, das Dahinvegetieren bei Kälte und ausgemergelt von Seuchen ein Ende haben müsse. Die Weh- und Schwermut erzeugende Weihnachtsstimmung mit Weihnachtsbäumen, Kerzen und vor allem Liedern tat ein Übriges. Doch all dies hätte nicht gereicht, wären da nicht vereinzelt Mutige gewesen, die ihren Graben verließen und dem Feind "Frohe Weihnachten" oder "Merry Christmas" zuriefen. Was dieses Buch so packend macht, ist nicht nur die Macht der Fakten, sondern vor allem die virtuose Art der Darstellung. Aus vielen Quellen wie Fotos, Briefen, Kriegstagebüchern sowie Zeitungsartikeln hat Jürgs ein Mosaik des Kriegsschreckens zusammengestellt, das mehr ist als nüchterne Geschichtsschreibung. Der Autor war auf den Schlachtfeldern von damals, hat Gedenkstätten besucht, mit Veteranen gesprochen. Sein Ziel ist es, das Unfassbare sowohl des "Großen Krieges" wie auch des "kleinen Friedens" verstehbar und dort, wo dies nicht möglich ist, weil sich der Verstand wehrt, erfühlbar zu machen. Dies ist ihm mit seinem beeindruckenden Buch vollends gelungen. Übrigens: Die Kriegspause war vorbei, als die Generäle bei drakonischen Strafen den Soldaten verboten, sich zu treffen. Damit wurden die menschlichen Gesichter der Gegenüberliegenden allmählich wieder zu konturenlosen feindlichen Fratzen und damit zum besten Nährboden für den Hass, der zum Kriegführen notwendig ist. -Dr. Manfred Schwarzmeier


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Erzählte Geschichte (5 von 5 Punkten) meint N.H. aus Hessen
Das Wichtigste vorweg: Dieses Buch ist KEIN Roman, sondern "erzählte Geschichte", will heißen: Es geht hier nicht um den Aufbau eines (romanhaften) Spannungsbogens oder die chronologische Geschichte eines einzelnen Protagonisten, sondern der Autor erzählt in seiner eigenen Handschrift eine Geschichte aus der Geschichte nach: Die Verbrüderung feindlicher (vor allem deutscher und englischer) Soldaten zu Weihnachten/Neujahr 1914/15 an der Westfront.

Dabei verwendet er eine Fülle an historischem Material, das - leider - nicht durchgängig benannt wird. Für den "normalen" Leser ist das o.k., für mich hat es das Erschließen des Buches etwas schwerer gemacht, denn ich habe es zu Recherchezwecken gelesen.

Nichtsdestotrotz bietet dieses Buch viele authentische Einblicke in diesen wahnsinnigen Krieg und ein Stückchen (Weihnachts-)Geschichte, das in der Tat in dieser Dimension unfaßbar ist.
Das kann man erst richtig begreifen, wenn man sich selbst einen Teil der Quellen erschließt, die der Autor genutzt hat, z. B. die Briefe gefallener Soldaten liest. Es ist erschütternd.

Fazit: Ein Buch, das nicht nur viele Fakten, sondern auch ganz viel Gefühl bietet - das aber eines nicht leisten kann und sicherlich auch nicht leisten will: Den Ansprüchen eines Unterhaltungsromans genügen.

Es ist und bleibt ein - sehr persönlich geschriebenes - Sachbuch, das anrührt und begeistert.

Sehr empfehlenswert!


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Stadtführer Luzern - Paul Rosenkranz, Mathias Steinmann, Kathrin Spring, Michael Spring
Buch:Stadtführer Luzern
Autor:Paul Rosenkranz, Mathias Steinmann, Kathrin Spring, Michael Spring, Ausgabe vom 1. April 2008, Broschiert, Verkaufsrang 130660
Preis: 28,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Typisch Ossi -Typisch Wessi - 2 CDs - Michael Jürgs, Angela Elis
Hörbuch:Typisch Ossi -Typisch Wessi - 2 CDs
Autor:Michael Jürgs, Angela Elis, Ausgabe vom 14. März 2006, Audio CD, Verkaufsrang 941074
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Aus der Amazon.de-Redaktion
"Eine längst fällige Abrechnung" nennt das west-östliche Autorengespann Michael Jürgs und Angela Elis sein unterhaltsames Büchlein im Untertitel, und zwar eine "unter Brüdern und Schwestern". Zwischen solchen geht es ja bekanntlich schon mal ein bisschen heftiger zu. Gegenüber dem eigenen Bruder oder der eigenen Schwester staut sich mit der Zeit eben schon mal allerhand auf, weshalb es dann, wenn sich die Aggression endlich Bahn bricht, auch so richtig scheppert. Aber wie schlimm sich die Verbalattacken auch immer anhören, nach so einem klärenden Gewitter hat man sich doch wieder um so lieber - auch das gehört halt dazu zwischen Brüdern und Schwestern. Ob das zwischen den "Ossis und Wessis" tatsächlich auch irgendwann mal so sein wird, bleibt abzuwarten. Nach anderthalb gesamtdeutschen Jahrzehnten ist - um es einmal in übelstem Ossideutsch zu formulieren ? im Moment jedenfalls "Fakt", dass es zwischen Deutschen (Ost) und Deutschen (West) ganz gewaltig knirscht. Dabei sind die beiderseitigen - oft durchaus nicht ganz unbegründeten! - Vorurteile, die Jürgs und Elis freilich auch meisterlich auf den Punkt zu bringen verstehen, durchaus von hohem Unterhaltungswert. Jedenfalls für den, der nicht selbst zornesrot in solch hilflosen Schuldzuweisungen gefangen ist. Darüber zu richten, ob diese Abrechnung wirklich (noch) fällig war oder ob hier nur noch - dies allerdings ganz zweifellos mit einigem Sprachwitz! - nachgekartet wird, wollen wir anderen überlassen. - Hasso Greb


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 2.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 6 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Intelligente Sticheleien in 2 Richtungen (5 von 5 Punkten) meint i.
Michael Jürgs spricht so manches Vorurteil aus, welches "wir Wessies" so manchmal gedacht haben und hält uns dabei aber auch gnadenlos den Spiegel vor das Gesicht. Angela Elis berichtet aus der Sicht eines "Ossis" und das in so eindringlicher Weise, dass man sich im Nachhinein für seine Vorurteile ruhig ein bisschen schämen kann und sollte. Sie beschreibt u.a. die rasant einsetzenden Wandlungen und die damit verbundene Flexibilität der Bürger der ehemaligen DDR und das in einer sachlichen Art, die zum Nachdenken anregt. Ein Hörbuch, welches sicherlich in seinen Bewertungen völlig unterschätzt wurde und welches für jeden, der seine Vorurteile kaltschnäuzig und unreflektiert vor sich herträgt, zur Pflicht werden sollte - wenn er es denn versteht....

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