Die letzte Zauberin Nur durch Zufall überlebt die junge Gabria die Vernichtung ihres Klans. Die Häuptlingstochter schwört Rache an Lord Medb, der die Macht über die Steppe an sich reißen will. Gabria weiß, dass ihre Chancen gering sind. Denn als Frau hat sie in den Kriegergemeinschaften nichts zu sagen. Aber dann stößt Gabria auf ein Hunnuli - eines der magischen Pferde der Steppe, die ihre Reiter selbst erwählen und über Gedankenkraft mit ihnen sprechen können. Sie rettet der Stute Nara das Leben und wird von ihr als Begleiterin akzeptiert. Nun hat sie einen mächtigen Verbündeten, denn Hunnuli-Reiter besitzen bei den Klans höchstes Ansehen. In der Identität ihres toten Zwillingsbruders Gabran erbittet sie bei dem Khulinin-Klan um Asyl und Hilfe bei ihrer Rache - obwohl ihr klar ist, dass man sie auf der Stelle töten wird, wenn man ihre wahre Identität entdeckt. Wie so viele amerikanische Fantasy-Autoren hat auch Mary H. Herbert bei der Serie Drachenlanze angefangen mit Romanen wie Die Nacht der Drachenlanze 03. Die schwarzen Ritter. Hier präsentiert sie eine eigene Schöpfung, bei der die junge Gabria und die magischen Pferde im Mittelpunkt stehen. Das dicke Tradepaperback enthält die ersten beiden Romane des Zyklus, Das dunkle Pferd und Tochter des Blitzes. Zugegeben, das klingt verdächtig nach einer Geschichte im Stil von "ein Mädchen und sein Pferd". Aber es ist eine überraschend vielschichtige und eigenständige Fantasy, die einmal nicht an den üblichen Königshöfen spielt. Herbert lässt ihre Leser hautnah an den Höhen und Tiefen ihrer Heldin teilhaben. Das überzeugt, ohne allzu melodramatisch zu sein. Zusammen mit der spannenden Handlung, dem originellen Szenario mit den geheimnisvollen Hunnuli-Pferden und der eigentümlichen Welt der Klangesellschaft macht das diesen Zyklus zu einer echten Entdeckung. -Andreas Decker
Buch:
Die Tochter der Zauberin: Roman
Autor:
Mary H. Herbert, Ausgabe vom 6. März 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 104808
Mit ihren Romanen um die junge Gabria, die in Begleitung eines magischen Pferdes durch ein verzaubertes Land zieht, ist Mary H. Herbert auf Anhieb ein einzigartiger Publikumserfolg gelungen Über hunderttausend verkaufte Exemplare allein in Deutschland beweisen, dass sie zu den beliebtesten Fantasy-Autorinnen unserer Zeit zählt. Mit Die Tochter der Zauberin liegt nun der zweite Band der Saga erstmals im Taschenbuch vor. Auf die Fortsetzung zu Mary H. Herberts Roman Die letzte Zauberin durfte man zu Recht gespannt sein, war der erste Band doch ausgesprochen gelungen. Wieder enthält das Tradepaperback zwei Romane, diesmal den dritten und vierten Band der Serie Stadt der Zauberer und Schwingen der Magie. Auf den Ebenen der Hunnuli, den magischen schwarzen Pferden, die mit ihren Reitern in Gedanken sprechen können, sind Jahre vergangen. Unter der Führung von Gabria und ihrem Mann Athlone haben die Klans friedliche Zeiten durchlebt. Trotzdem ist das Leben nicht einfach. Gabrias Tochter Kelene ist ein schwieriges Mädchen. Nach einem Reitunfall durch einen verkrüppelten Fuß behindert, ist sie zu einer starrsinnigen jungen Frau herangereift, die weder mit Magie noch mit den Hunnuli etwas zu tun haben will. Doch dann sucht eine tödliche Seuche die Klans heim, ausgelöst von einem Dämon. Eine Expedition soll in der zerstörten Stadt der Zauberer ein Heilmittel finden. Kelene begleitet sie, aber die verzweifelte Suche wird zu einem Ritt in die Hölle. Wie gesagt, die Erwartungen dürften hoch sein, und Mary H. Herbert enttäuscht nicht! Sie präsentiert eine ansprechende Mischung aus alten Bekannten und neuen Charakteren, und schreibt die Geschichte der Klans mit ihren magischen Pferden auf spannende Weise weiter. Mit der stolzen Kelene hat die Autorin eine vielschichtige Figur geschaffen, die so ganz anders als ihre Mutter ist. Die Darstellung des schwierigen Teenagers ist gelungen, vor allem dank der auch mal leisen Zwischentöne, die Herbert in die Handlung einfließen lässt. Erfreulicherweise geht das nicht auf Kosten der Unterhaltung. Abenteuer, Dramatik und Magie kommen in beiden - inhaltlich sehr unterschiedlichen - Romanen nicht zu kurz. So ist auch diese Fortsetzung eine rundum gelungene Fantasy, von deren Sorte es ruhig mehr geben könnte. -Andreas Decker
Buch:
Die dunkle Zauberin: Roman
Autor:
Mary H. Herbert, Ausgabe vom 5. Febr. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 122186
Buch:
Hauen und Stechen: Roman
Autor:
John Moore, Ausgabe vom Aug. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 326146
Aus der Amazon.de-Redaktion Prinz Charming ist jung, attraktiv und reitet durch das Land, um hilflose Jungfrauen vor bösen Zauberern und fiesen Drachen zu retten. Aber so langsam nervt es ihn, dass sich die Dankbarkeit der schönen Prinzessinnen auf keusche Küsschen auf die Wange beschränkt. Sein Los scheint sich zu wenden, als er Prinzessin Anne vor ihrer Stiefmutter, der bösen Königin Ruby, retten soll. Denn Ruby findet Gefallen an dem Jüngling. Bis sie erfährt, dass er dank mangelnder Erfahrung in einer ganz bestimmten, äußerst persönlichen Sache geradezu dafür prädestiniert ist, für sie den Gral zu holen. Denn der Gral offenbart sich bekanntlich nur den Unberührten. Also ergibt sich Charming in sein Schicksal und bricht auf, um seine Pflicht zu tun. Und gerät in ein turbulentes Abenteuer. Wieso hat der Märchenprinz immer so schöne Locken und wovon träumen keusche Prinzessinnen wirklich? Und wie sind die Immobilienpreise in der Nachbarschaft verwunschener Schlösser? John Moore kann diese Fragen beantworten. Und zwar auf wirklich witzige Weise. Mit einem bewundernswerten Sinn fürs Praktische nimmt sich der Autor dieser humoristischen Fantasy die bekannten Klischees vor und lässt sie in völlig neuem Licht erscheinen. Dabei macht er vor nichts Halt, ob nun die böse Stiefmutter, Dornröschen oder Aschenputtel, alle kommen dran. Freunde von feinsinnigen Parodien seien allerdings gewarnt, denn vor allem geht es hier auch um Eindeutiges und Zweideutiges, ohne dabei jedoch unter die Gürtellinie zu greifen. Trotz seines Verlangens traut sich Prinz Charming nicht an die schönen Prinzessinnen heran, um am Ende dann doch die Liebe zu finden. Eben wie im richtigen Märchen. Jeder Autor humoristischer Fantasy wird unweigerlich an Terry Pratchett gemessen. So gesehen hat sich der Amerikaner John Moore hervorragend geschlagen; Hauen & Stechen gehört auf diesem Gebiet zweifellos zu den gelungensten Romanen. -Andreas Decker 1
Buch:
Das Zeitalter des Irrationalen: Politik, Kultur und Okkultismus im 20 - Jahrhundert
Autor:
James Webb, Ausgabe vom 8. Juli 2008, Gebunden, Verkaufsrang 356311