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Bücher - Autoren

Michel Houellebecq

 
Ausweitung der Kampfzone - Michel Houellebecq
Buch:Ausweitung der Kampfzone
Autor:Michel Houellebecq, Ausgabe vom 1. Nov. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 100872
Aus der Amazon.de-Redaktion
Jeder gegen jeden
"Wir sagen ja zur modernen Welt", konnte die Münchner Band Freiwillige Selbstkontrolle Anfang der 80er Jahre noch selbstironisch singen. "Ich liebe diese Welt nicht", wütet der namenlose Ich-Erzähler im Erstlings-Roman des Franzosen Michel Houellebecq, "ich liebe sie ganz entschieden nicht."
Die Stationen seiner Odyssee durch die Vorhölle der modernen Angestellten-Welt am Ende der 90er sind allerdings auch kaum geeignet, von dieser Haltung nur ein Quentchen abzurücken. Keine Hoffnung, nirgends: Der EDV-Spezialist einer Pariser Softwarefirma, jung, beruflich erfolgreich, zugleich bindungslos und depressiv, protokolliert mit bösem Röntgenblick eine Gesellschaft, die pausenlos plappernd leerläuft. Ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, der sich mehr und mehr in einen Kriegsschauplatz verwandelt. Sex stellt für Houellebecq in diesem Kampf jeder gegen jeden nur ein "zweites Differenzierungssystem" dar, das zwar vom ökonomischen abgekoppelt, aber "mindestens ebenso erbarmungslos" funktioniert: "Die Unternehmen kämpfen um einige wenige Jungakademiker; die Frauen kämpfen um einige wenige junge Männer; die Männer kämpfen um einige wenige Frauen. Das Maß an Verwirrung und Aufregung ist beträchtlich."
Der Frontberichterstatter Houellebecq weiß nur zu gut, daß die herkömmliche Form des Romans nicht geeignet ist, die Indifferenz oder das Nichts zu beschreiben, und folglich geht es ihm auch nicht darum, sein Talent mit "sublimen Beschreibungen verschiedenartiger Seelenzustände" zu vergeuden. Film noir statt Eric Rohmer: Wenige Episoden, skizzenhaft hingeworfen, reichen aus, um am Ende der Versuchsanordnung ein vernichtendes Urteil zu sprechen: "Das Lebensziel ist verfehlt." Mit diesem Wissen, ahnt man, geht es jetzt noch 20, 30, 40 Jahre weiter, bis zum Ende. Die Hoffnung, jemals rettendes Ufer zu erreichen, ist dahin.
Zugegeben, manchmal verwechselt der angry young man vor lauter Böse-Sein-Wollen auch die Provokation mit deren Attitüde. Dennoch: Mit sparsamsten Mitteln, auf wenig mehr als 150 Seiten, gelingt Houellebecq ein eindrucksvolles, wiewohl reichlich desillusionierendes Psychogramm unserer Verlorenheit, unseres Selbstbetrugs und unserer unstillbaren Manie, glücklich sein zu wollen. Literatur, schrieb Kafka, sei die Axt für das gefrorene Meer in uns. Houellebecq, am Ende des Jahrhunderts, hantiert mit Sprengsätzen. -Niklas Feldtkamp

Elementarteilchen - Michel Houellebecq
Buch:Elementarteilchen
Autor:Michel Houellebecq, Ausgabe vom 1. Aug. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 10537
Preis: 9,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Elementarteilchen
Houellebecq der Skandalautor. Bejubelt, bewispert: 68er-Killer, Aussprecher politisch unkorrekter Unsagbarkeiten. Düsterer Untergangsschreiber aus der naturwissenschaftlichen Ecke (hat als Informatiker gearbeitet). Jetzt also light? Einfach zuhören und schon mitreden können?
Nun, wenn ich die Wahl hätte, zwischen Druck und Hörbuch, würde ich Houellebecq lieber hören als lesen. Das ist kein Kompliment für den Autor: Seine dürre Sprache allein vermag nämlich bei mir kein Interesse zu wecken an den Gestalten des Romans. Es muss etwas hinzukommen: Der akustische Reiz menschlicher Stimmen, eine Atmosphäre oder wie hier Musik, komponiert von Blixa Bargeld (er spricht auch den Hauptpart) und Tilman Schade.
Die Produktion des Westdeutschen Rundfunks zeigt, dass eine gut gemachte Hörfassung tatsächlich ein schwaches Buch zu retten vermag. Obwohl einschränkend gesagt sein soll: Wieder einmal hat sich die Regie - Leonhard Koppelmann, er hat auch das gute Textbuch geschrieben - nicht genügend getraut, allen Sprechenden wirkliches Spiel abzuverlangen, zu vieles hört sich abgelesen oder aufgesagt an. Wirklich herausragend ist dafür Lena Stolze als Annabelle.
Houllebecqs zweiter Roman erzählt das elende Leben zweier Halbbrüder zwischen 1958 und 98. Thema ist der Zusammenbruch der Menschlichkeit durch die sexuelle Liberalisierung, für den Autor die seelische Verarmung von Millionen. Am Schluss wird einer der beiden Helden, Biologe von Beruf, von Stimmen aus dem Jahr 2079 gepriesen: Dank seiner Forschungen sei es gelungen, ein neues Wesen zu züchten, die Menschheit aber aussterben zu lassen. Geschlechtslos verläuft nun das Leben auf der Erde!
Fazit: Besser nicht im Bett oder in den Ferien anhören. Stattdessen Empfehlung für schnelle ICE- oder Autofahrten durch trostlose Industrielandschaften. -Michael Winteroll

Die Möglichkeit einer Insel - Michel Houellebecq
Buch:Die Möglichkeit einer Insel
Autor:Michel Houellebecq, Ausgabe vom 1. Febr. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 11390
Preis: 9,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Die Möglichkeit einer Insel
Lanzarote ist die ideale Kulisse für Die Möglichkeit einer Insel des französischen Skandal-Autors Michel Houellebecq. Nicht nur, dass sie wegen ihres schwarzen Vulkangesteins so unwirklich erscheint wie der rein fiktive Seinszustand des Titel gebenden Eilands - der reinen "Möglichkeit" der Insel - es verlangt. Sie wirkt auch so, als habe sie eine unendlich alte Vergangenheit. Und doch scheint sie direkt aus einem Science-Fiction-Film entsprungen. Die ideale Kulisse. Denn Houellebecq erzählt von ewigen Dingen wie dem Glück der Liebe und dem Schmerz des Alterns. Aber er projiziert das Ganze in eine ferne Zukunftszeit.
Die Möglichkeit einer Insel spielt in einer Welt, wie sie der Autor, Interviews gemäß, in zweitausend Jahren tatsächlich erwartet. Menschen sind beinahe ausgestorben und vagabundieren in versprengten Häuflein durch die zerstörten Großstädte. Längst sind sie ersetzt von durchnummerierten Klonen, die allenfalls noch durch die schriftlich fixierten Biografien des humanen Ausgangsmaterials mit ihren Gen-Gebern verbunden sind. So sieht sich auch Daniel, der Hauptheld des Buchs, mit den Kommentaren seiner unzähligen Doppelgänger konfrontiert: Immer wieder werden seine Ausführungen von den Echos der "Neo-Menschen" Daniel24 oder Daniel25 unterbrochen.
Daniel ist auf der Suche nach dem Glück - der eigentlichen "Möglichkeit einer Insel" inmitten der genetischen Indifferenz der schönen neuen Welt. Er findet sie in Isabelle, die ein Magazin namens "Lolita" herausgibt - und in diesem Titel liegt bereits die ganze Tragik festgeschrieben. Denn Isabelle kann nicht für immer Kindfrau bleiben, und Daniel muss weiter, zu Esther, 22 Jahre alt. Aber auch der mehrfach gespiegelte Held des Romans wird älter und fällt, "hoch in den Vierzigern", inmitten einer Welt aus lauter Körperkult durchs Raster. Die "Möglichkeit der Insel" ist bloße Illusion.
Auch wenn im Buch alle Motive früherer Bücher Houellebecqs wiederkehren, so hat er sie in diesem doch am besten, großartigsten miteinander verknüpft. Die vormals überwiegende Lust am Untergang ist einer nüchternen Resignation gewichen - auch der Autor, der seinem Daniel stark autobiographische Züge verliehen hat, ist älter geworden. Und er hat gelernt, noch etwas besser zu erzählen. -Isa Gerck

Plattform - Michel Houellebecq
Buch:Plattform
Autor:Michel Houellebecq, Ausgabe vom 1. Aug. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 39208
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 2 Monaten.

Gegen die Welt, gegen das Leben: H - P - Lovecraft - Michel Houellebecq
Buch:Gegen die Welt, gegen das Leben: H - P - Lovecraft
Autor:Michel Houellebecq, Ausgabe vom 2. Juli 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 8472
Preis: 7,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Product Description
Gegen die Welt, gegen das Leben

Lanzarote: Erzählung - Michel Houellebecq
Buch:Lanzarote: Erzählung
Autor:Michel Houellebecq, Ausgabe vom 3. Mai 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 69298
Preis: 6,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 2 Monaten.

Elementarteilchen - Michel Houellebecq
Buch:Elementarteilchen
Autor:Michel Houellebecq, Ausgabe vom 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 95212
Amazon.de-Hörbuchrezension
Houellebecq der Skandalautor. Bejubelt, bewispert: 68er-Killer, Aussprecher politisch unkorrekter Unsagbarkeiten. Düsterer Untergangsschreiber aus der naturwissenschaftlichen Ecke (hat als Informatiker gearbeitet). Jetzt also light? Einfach zuhören und schon mitreden können?
Nun, wenn ich die Wahl hätte, zwischen Druck und Hörbuch, würde ich Houellebecq lieber hören als lesen. Das ist kein Kompliment für den Autor: Seine dürre Sprache allein vermag nämlich bei mir kein Interesse zu wecken an den Gestalten des Romans. Es muss etwas hinzukommen: Der akustische Reiz menschlicher Stimmen, eine Atmosphäre oder wie hier Musik, komponiert von Blixa Bargeld (er spricht auch den Hauptpart) und Tilman Schade.
Die Produktion des Westdeutschen Rundfunks zeigt, dass eine gut gemachte Hörfassung tatsächlich ein schwaches Buch zu retten vermag. Obwohl einschränkend gesagt sein soll: Wieder einmal hat sich die Regie - Leonhard Koppelmann, er hat auch das gute Textbuch geschrieben - nicht genügend getraut, allen Sprechenden wirkliches Spiel abzuverlangen, zu vieles hört sich abgelesen oder aufgesagt an. Wirklich herausragend ist dafür Lena Stolze als Annabelle.
Houllebecqs zweiter Roman erzählt das elende Leben zweier Halbbrüder zwischen 1958 und 98. Thema ist der Zusammenbruch der Menschlichkeit durch die sexuelle Liberalisierung, für den Autor die seelische Verarmung von Millionen. Am Schluss wird einer der beiden Helden, Biologe von Beruf, von Stimmen aus dem Jahr 2079 gepriesen: Dank seiner Forschungen sei es gelungen, ein neues Wesen zu züchten, die Menschheit aber aussterben zu lassen. Geschlechtslos verläuft nun das Leben auf der Erde!
Fazit: Besser nicht im Bett oder in den Ferien anhören. Stattdessen Empfehlung für schnelle ICE- oder Autofahrten durch trostlose Industrielandschaften. -Michael Winteroll

Suche nach Glück - Michel Houellebecq
Buch:Suche nach Glück
Autor:Michel Houellebecq, Ausgabe vom 1. Sept. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 534529

Plattform - Michel Houellebecq
Buch:Plattform
Autor:Michel Houellebecq, Ausgabe vom 2002, Gebunden, Verkaufsrang 95665
Aus der Amazon.de-Redaktion
Ein neuer Roman von Michel Houellebecq, man weiß es längst, das ist: ein neuer Skandal. Diesmal im Angebot seiner Fiktion: die Huldigung an den Sextourismus und die Diffamierung des Islams. Zudem Interview-Aussagen Houellebecqs ("Der Islam ist die bescheuertste Religion der Welt"), die ihm eine Klage der französischen Islamischen Vereinigung wegen "Anstiftung zum Rassenhass und zur religiösen Gewalt" einbrachten. Kurz: Bereits vor seiner Lektüre geriet Plattform a priori zum Medienereignis - und unterstützt auf diese Weise die Kritik gleichsam um eine neue, eine viel versprechende Debatte.
Und die Handlung, der Protagonist? Naturgemäß eine vereinzelte Person, obendrein und einmal mehr Michel mit Namen. In seiner Welt von Einzelwesen bilden Peepshows und Unterhaltungsserien im Fernsehen Orientierungspunkte seiner unglücklichen Existenz, die erst durch den Tod seines Vaters, ermordet vom Bruder seiner islamischen Freundin, eine Wendung nimmt: Das Erbe ermöglicht ihm Urlaub, und er unternimmt eine Reise in den Fernen Osten, freilich zum vornehmlichen Zwecke des Beischlafes, der seine einzige Freude ist. Aber da gibt es schließlich noch Valérie, eine untypische weil altruistische Houellebecq-Figur - und mit ihr den Versuch, im zweiten Teil des Romans die bedingungslose Liebe zu beschwören. Aber auch diese, man ahnt die Katastrophe schon, scheitert: Brutal niedergeschossen von islamistischen Terroristen stirbt Valérie in den Armen des geliebten Michel, der wieder vereinzelt zurückbleibt, dieses Buch (in uneindeutiger Perspektive) schreibt und dokumentiert: Liebe ist nicht möglich, wird immer scheitern. Michel: ein Mensch am Ende mit seinen Gefühlen; und diese haben schließlich, so Houellebecq, abzutreten.
Unglück und Scheitern wirken also katalysatorisch auf das Schreiben nicht nur des Protagonisten Michel, sondern auch des Autors und Namensvetters Houellebecq, dessen Figuren seit seinem ersten Roman von so tiefer Verzweiflung, von unermesslichem Unglücklichsein und von transzendentaler Obdachlosigkeit heimgesucht sind, dass man sich ihnen kaum entziehen kann: Es ist der lautlose Ton der Verzweiflung, der der Houellebecq'schen Prosa zu Gehör und Erfolg bei seinen Lesern verhalf, nicht aber - das scheint nach diesem Roman umso deutlicher - deren literarische Qualität. Diese schließlich reduziert sich jenseits des Tones auf einen Houellebecq'schen Realismus, skandalträchtig schwebend zwischen spekulativem und provokativem Impetus.
Was am Ende bleibt: ein schaler Eindruck eines nicht durch seine drastische Schilderung pornografischer Szenen schockierendes Buch, sondern vielmehr eines sich vor der französischen Kritik für eine neue Debatte, naturgemäß möglichst skandalträchtig, prostituierenden Autors. -Kristina Nenninger
1

Wiedergeburt: Französisch - Deutsch - Michel Houellebecq
Buch:Wiedergeburt: Französisch - Deutsch
Autor:Michel Houellebecq, Ausgabe vom 1. März 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 98115
Preis: 8,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Wiedergeburt
Über Das Phänomen Houellebecq ist spätestens seit den Elementarteilchen - auch jenseits des Rheines - viel nachgedacht, mehr geredet und (vielleicht) zu viel geschrieben worden. Dabei wissen nur wenige, dass Houellebecq, lange bevor er sich mit den Elementarteilchen als Enfant terrible der Literaturszene einen Namen machte, als Lyriker schon Anfang der 90er-Jahre respektable Erfolge feierte: So stammt La poursuite du bonheur (zu deutsch romantisierend mit Suche nach Glück übersetzt) aus dem Jahre 1992 (Neuauflage 1997) und bescherte ihm sogleich den Tristan-Tzara-Preis. Es folgte Le sens de combat. Der Sinn des Kampfes, bevor mit dem vorliegenden Band, Wiedergeburt, die Trilogie nun ihren Abschluss findet.
Vor dem Glück muss man sich nach Houellebecq nicht fürchten, da es ohnehin nicht existiert und bei der Schlacht an den Kampffronten von Einsamkeit, Konsum und Käuflichkeit werden immer schwerere Geschütze aufgefahren, weshalb sich auch im dritten Teil dieser Lyrik-Bestseller die Kampfzone ausweitet. Einmal mehr: Leere, Langweile, Liebesschwund, Tod, Trostlosigkeit, Treueverlust, Wiederholung und der ungeheuerliche Schrecken der Vergänglichkeit sowie der unaufhaltsame Verfall drohen den Menschen zu vernichten. Das prozesshafte Scheitern, das unweigerlich mit dem Tod (den Houellebecq abschaffen will) enden wird, spricht aus den meisten Zeilen auch der verdienstvollen Übertragung von Hinrich Schmidt-Henkel. Dieser hatte sich bereits beim erst Band (Suche nach Glück) unter Negierung der formalen Prinzipien - gereimte Alexandriner! - für eine Prosa-Übersetzung entschieden (was mehr als nachvollziehbar ist), die in ihrem Ton im vorliegenden Band beinahe wie Songtexte daherkommen - obschon dabei freilich die Antithetik zwischen der ästhetischen (Reim-)Form und der Ästhetik des Hässlichen (nicht das einzige Element, das an Gottfried Benn erinnert) auf der inhaltlichen Ebene verloren geht.
Vielleicht gebührt überhaupt nur Schmidt-Henkel das größte Verdienst dieser zweisprachigen Ausgabe: Nämlich die Heranführung der Leser an das französische Original, das neben der reizvollen Houllebecq'schen Antithetik - der eben beschriebene Punkt, an dem die Übertragung bewusstermaßen nicht weiterkommt - leider nicht viel Neues zu bieten hat. Denn dass Houellebecq mit seiner Poesie die Botschaft hinterlassen will, dass er die "Entstehung eines monströsen und globalen Mangels verspürte; außerstande, das Phänomen klar zu umreißen" und als "Ausdruck seiner Inkompetenz einige Gedichte hinterlassen" will, wofür man im Übrigen einmal mehr eine Menge Tabubrüche in Kauf nehmen sollte, wissen wir doch alle schon längst. -Kristina Nenninger

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