Miguel de Cervantes Saavedra, Ausgabe vom 1951, Pappbilderbuch, Verkaufsrang 3867243
Buch:
Don Quichote - Leben und Taten des scharfsinnigen Ritters - Frakturschrift - Unter Zugrundelegung der Tieckschen Übersetzung.
Autor:
Miguel de Cervantes Saavedra, Edmund Th. Kauer, Ausgabe vom 1949, Gebunden, Verkaufsrang 3964247
Buch:
Leben und Taten des scharfsinnigen Edlen Don Quichote de la Mancha, 2 - Teil
Autor:
Miguel de Cervantes Saavedra, Ausgabe vom April 2006, CD-ROM,
Hörbuch:
Leben und Taten des scharfsinnigen Edlen Don Quijote de la Mancha, Audio-CDs, Zweites Buch, 6 Audio-CDs
Autor:
Miguel de Cervantes Saavedra, Miguel de Cervantes Saavedra, Hans Paetsch, Hanjo Kesting, Ausgabe vom 2000, Audio CD, Verkaufsrang 1954329
Buch:
Don Quijote de La Mancha en cómic
Autor:
Miguel De Cervantes Saavedra, Ausgabe vom 2005, Taschenbuch,
Buch:
Das Wundertheater
Autor:
Miguel de Cervantes Saavedra, Walter Klefisch, Ausgabe vom 1957, Broschiert,
Buch:
Novellen
Autor:
Miguel de Cervantes Saavedra, Adelbert von Keller, Friedrich Notter, Ausgabe vom 1958, Unbekannter Einband,
Buch:
Leben und Taten des scharfsinnigen Ritters Don Quixote de la Mancha
Autor:
Miguel de Cervantes Saavedra, Edmund Th. Kauer, Ausgabe vom 1952, Ledereinband, Verkaufsrang 4276199
Buch:
Rinconete y Cortadillo
Autor:
Miguel de Cervantes Saavedra, Ausgabe vom Okt. 1996, Broschiert,
Buch:
Don Quijote
Autor:
Miguel de Cervantes Saavedra, Edmund Zoller, Ausgabe vom 1952, Broschiert,
Aus der Amazon.de-Redaktion "Wohl ist's ersichtlich", schnauzt der erregte Junker seinen Knappen an, "daß du in Sachen der Abenteuer nicht kundig bist; es sind Riesen, und wenn du Furcht hast, mach dich fort von hier und verrichte dein Gebet, während ich zu einem grimmen und ungleichen Kampf mit ihnen schreite". Lesen kann verhängnisvoll sein. Wer wüßte nicht, mit wem es der "Ritter von der traurigen Gestalt" (wie Ludwig Tieck ihn genannt hat) hier tatsächlich zu tun hat. Don Quijote ist ausgeritten, "um sich nach dem zu richten, was er in seinen Büchern gelesen". Da kann der kluge Knappe Sancho Pansa sagen, was er will. Was weiß das Gesindel schon von den hohen Versprechungen der Literatur! Don Quijote hat zu viele Ritterromane gelesen, Cervantes variiert das Motiv eines Irrtums. In allen möglichen niederen Gestalten sieht der glücklose Abenteurer hohe Herren und Damen, denen er seine Wehr- und Ehrhaftigkeit beweisen muß - eben so, wie er es aus den Büchern kennt. Eigentliches Thema ist also der Unterschied von Leben und Lesen. Cervantes' Jahrtausendwerk, 1605-15 erschienen und laut Kindlers Literatur-Lexikon leicht "das wirkungsmächtigste Werk nach der Bibel", markiert damit eine Schwelle in der europäischen Mentalitätsgeschichte: Buch und Welt, diese noch in der vorangehenden Renaissance innige Einheit, fällt in zwei grundsätzlich verschiedene Erfahrungsbereiche auseinander. Die Konsequenzen sind bekannt: Quijote wird verhöhnt, verprügelt, vertrieben. Wie später an Werther-Lesern zeigt die Disziplinierungsgeschichte des Geistes schon hier, wie wichtig die Umschaltkompetenz von Leben und Lesen ist. Eine Fähigkeit, die sich an der Schwelle zum 3. Jahrtausend möglicherweise als ebenso nützlich herausstellen könnte, da erneut ein grundlegender Wandel der Medien und zugleich unserer Wirklichkeitserfahrungen in vollem Gange ist. -Nikolaus Stemmer