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Mika Waltari

Seite 3
Minutus, der Römer - Mika Waltari
Buch:Minutus, der Römer
Autor:Mika Waltari, Ausgabe vom 1975, Taschenbuch, Verkaufsrang 599387
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Das abenteuerliche Schicksal des Minutus Lausu Manilianus.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Realistisches, hochkomplexes Sittengemälde der römischen Welt im 1. Jh. n. Chr. (5 von 5 Punkten) meint t.
"Minutus, der Römer" ist die Autobiographie des fiktiven römischen Ritters und Politikers Minutus Lausus Manilianus, die im Wesentlichen die Jahre 46-79 n. Chr. umfaßt. Nachdem sein Vater unter Kaiser Caligula in Ungnade fällt, zieht es ihn ins ferne Antiochia, wo Minutus aufwächst und bereits mit dem aufkeimenden Urchristentum in Kontakt kommt, das ihn wie auch das Judentum sein Leben lang begleiten wird - weil er ihre Streitigkeiten schlichten muß, weil sich seine zahlreichen Frauen zum einen oder anderen bekennen und letztendlich auch weil er selbst offenbar mehr von beiden Gruppen hält als von den römischen Kulten, die nur untergeordnet Erwähnung finden. Die Ehre seines Vaters wird unter Kaiser Claudius wiederhergestellt und bringt Minutus nach Rom und dort die Freundschaft des Lucius Domitius, der später als Kaiser Nero den Thron besteigen wird. Unter diesem bekleidet er immer höhere Ämter, vervielfacht er sein zunächst bescheidenes Vermögen, versucht er sein Glück bei den Frauen und kommt in Folge militärischer oder politischer Geschäfte nach Britannien, Korinth, Jerusalem, Alexandria und in die italienische Provinz. Doch der Künstlerfreund Nero entwickelt sich immer mehr zu einem Tyrannen und Minutus aus Feigheit zu seinem Werkzeug. Zwar mag er durch sein besonnenes Eingreifen den ein oder anderen Juden und Christen retten, doch hat er letztendlich keine großen Probleme damit, Tierhetzen zu organisieren und Kreuzigungen beizuwohnen - zwar bejammert er dieses Schicksal, doch ohne jemals auch nur den Gedanken daran zu verschwenden, sich aus Neros Klauen zu befreien, wenn er die Realisierung der kaiserlichen Wünsche schon nicht verhindern kann. Während der Pisonischen Verschwörung verrät er schließlich die Namen vieler Mitverschwörer, um sein eigenes Leben zu schonen, und als man ihn des jüdischen Glaubens zugetan verdächtigt, läßt er sich auf Befehl Neros hin in panischer Angst sofort und unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen beschneiden, nur um nachher vom lachenden Kaiser zu erfahren, daß er doch nur einen Spaß gemacht habe.

Interessant finde ich, wie es Mika Waltari gelingt, eine fiktive Figur bis in die höchsten Kreise und in sämtliche geschichtliche Ereignisse geschickt einzuweben, so daß eine detaillierte Autobiographie entstanden ist, die sich sehr eng an den historischen Begebenheiten (Glaubensauseinandersetzungen zwischen Juden und Urchristen, Brand von Rom und die daraufhin befohlene Christenverfolgung, Münzverschlechterung, Pisonische Verschwörung) und Personen (Neros Mutter Agrippina und sein Stiefbruder Britannicus, die Kaiser Claudius, Vespasian und Titus, der Apostel Kephas (Simon Petrus) und der Missionar Paulus von Tarsus, Neros Ehefrauen Octavia und Poppaea Sabina und die ihn verschmähende Claudia Antonia, sein Erzieher Seneca, der Prätorianerpräfekt Tigellinus etc.) entlangschlängelt, aber dennoch das bewegte Leben des Minutus in seiner eigenen fiktiven Welt erzählt. Ein Fokus Waltaris liegt dabei immer wieder auf den Juden und Urchristen, ihren Streitigkeiten und Spaltungen untereinander, ihrer Verbreitung und Verfolgung und ihren unterschiedlichen religiösen Ansichten, und bis zu ihrem Tod kreuzen immer wieder Petrus und Paulus den Weg des Minutus. Am Ende fällt letzterer, der die Christen - bereits in der Urgemeinde zersplittert und von Neid zerfressen - nur als temporäre Erscheinung ohne Zukunft sieht, das nachdenkenswerte Urteil "Ich warte nur noch darauf, daß eines Tages ein Christ einen anderen Christen in Christi Namen erschlägt" (Weltbild 1995, S. 703).

Waltaris Sprache ist sehr gut, klar, flüssig zu lesen, aber dennoch nicht so einfach wie bei anderen Autoren, für die ein Haupt- mit Nebensatz fast schon zuviel ist; nur manchmal wirkt sie (vielleicht auf Grund der einige Jahrzehnte zurückliegenden Entstehungszeit des Romans) etwas altbacken. Einziger sprachlicher Kritikpunkt sind für mich nur die direkten Reden des jungen Lucius Domitius lange vor seiner Thronbesteigung, die manchmal eher an einen Philosophen als an ein Kind erinnern.

Erzählerisch-inhaltlich negativ wirkt auf mich nur die Distanz des Minutus zum Leser, wobei ich weniger glaube, daß dies (unbewußt) am Stil Waltaris liegt, sondern vielmehr am Charakter des Erzählers (also bewußt von Waltari intendiert wird), der vollkommen gefühllos von Ereignissen wie seinem ersten Erschlagenen in Britannien, vom Tod seines Lehrers und seiner jungen Söhne, von der Hinrichtung seines Vaters und letztendlich auch von seinen Liebschaften berichtet. Das meiste Mitgefühl, wenngleich nicht übermäßig hoch, regt sich in ihm noch während der Tierhetzen und Kreuzigungen, also für nichtmenschliche Wesen und für Gläubige, die er als Außenseiter erkennt, aber irgendwie doch auch immer wieder in Schutz nimmt. Für jeden seiner feigen Opportunismen hat er eine Ausrede, und er sieht sich als weichherzigen Menschenfreund, weil er einen Sklaven freiläßt, empfindet aber nichts beim Töten oder teilt seinem Sohn (an den sich die Autobiographie richtet) frei von der Leber weg mit, daß er eine Weile darüber nachgedacht habe, seine Mutter (die er aber schließlich niemals verlassen wird) umzubringen. Zwar gibt er am Ende zu, daß ihm wohl mehr Fehler als gute Eigenschaften anhaften, aber das Ausmaß dieser Fehler bzw. sein meiner Ansicht nach komplettes menschliches Versagen scheint ihm nie bewußt zu werden.

Insgesamt ein phantastisches, sehr komplexes Sittengemäde der römischen Welt mit ihren verschiedenen Religionen, ihrer Politik, Gesellschaft und Dekadenz und ihrem Alltag sowie gelungene Porträts der beschriebenen Kaiser. Kann mich nicht zwischen vier (wegen der erzählerischen Distanz) und fünf Sternen entscheiden.

 Weitere Lesermeinungen

Turms der Unsterbliche - Roman. - Mika Waltari
Buch:Turms der Unsterbliche - Roman.
Autor:Mika Waltari, Ausgabe vom März 1996, Broschiert, Verkaufsrang 54905
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Turms der Unsterbliche (5 von 5 Punkten) meint .
Der Roman handelt im 5 Jahrhundert vor Christus, beginnt damit das der Protagonist (Turms) nach einem Blitzschlag bewusstlos in der nähe von Delphi gefunden wird. Er hat das Gedächtnis verloren und erinnert sich nur langsam an seine Vergangenheit. Es stellt sich heraus, das einen wichtigen Tempel der Perser in Sardeis angezündet hat und damit den Aufstand der Ionier (Griechen) gegen die Perser angezettelt hat. In Delphi schließt er Freundschaft mit einem Spartaner namens Dorios (glaube so hieß er). Die Ionischen Städte allen voran Milet rüsten sich gegen die Armee der Perser. Turms geht mit Dorios und einigen anderen Griechen nach Milet, das mittlerweile von den Persern belagert wird. Es kommt zu einer großen Seeschlacht, die die Griechen, gegen die Flotte der Perser und Phönizier verlieren. Tums kann an Bord drei Griechischer Trieren, die unter dem Befehl eines cleveren Kapitäns aus Phokaia stehen entkommen. Sie beschließen solange die Persisch-Phönizische Flotte im Ionischen Meer weilt, in dem östlichen Mittelmeer Piraterie zu betreiben und sich dann nach Marsalia (Marseille) abzusetzen welche von Siedler aus Phokaia gegründet wurde. Nachdem sie etliche Phönizische Galeeren gekapert hatten, machten sie sich auf den Weg nach Marsalla, jedoch stranden sie nach einem Sturm bei Gela in Sizilien. Dort können sie den Tyrannen, der die Stadt regiert, dazu überreden ihnen über den Winter Unterschlupf zu gewähren. Na ja, ich muss es jetzt etwas abkürzen, denn sonst werde ich nicht mehr fertig. Dorios wird wahnsinnig und meint Sagunt (oder Segesta) erobern zu müssen, da er als Nachkomme des Herakles ein Anrecht auf den Thron der Stadt hat. Mit einigen Freiwilligen und den Ureinwohner den Sikulen die von den griechischen Siedlern unterdrückt werden, gelingt im die Einnahme der Stadt. Turms überwirft sich mit Dorios und muss mit einer Tempelhetäre, einem jungen Mädchen und einem Arzt aus Delos in den Urwald von Sizilien fliehen. Später kommt er zurück nach Gela und erlebt wie die Stadt von dem Tyrannen von Syrakus angegriffen wird. Nach der verlorenen Schlacht können er und die Männer aus Phokaia mit einer Galeere fliehen, jedoch werden sie von Etruskischen Wachschiffen vor Korsika versenkt. Turms kann sich mit der Hetäre nach Rom retten und dort lernt er einen Etrusker kennen, der ihm offenbart, dass er ebenfalls Etrusker ist und zwar ein geweihter (auserwählter), so kommt es, dass er ein Priesterherrscher der Etrusker wird .... . Das Buch umfasst allerdings wesentlich mehr als nur die Geschichte die ich hier versucht habe kurz zusammen zu fassen, es geht auch viel um Philosophie und Religion. Das Buch ist wirklich spannend und gut geschrieben, lässt sich flüssig lesen und fesselt bis zum Ende.

Michael, der Finne - Bd - 1 - Michael, der Finne - Mika Waltari
Buch:Michael, der Finne - Bd - 1 - Michael, der Finne
Autor:Mika Waltari, Ausgabe vom 1954, Unbekannter Einband, Verkaufsrang 1282668
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Minutus der Römer - Mika Waltari, Joachim A. Frank
Buch:Minutus der Römer
Autor:Mika Waltari, Joachim A. Frank, Ausgabe vom 1965, Gebunden, Verkaufsrang 1071809
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Das abenteuerliche Schicksal des Minutus Lausu Manilianus.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Realistisches, hochkomplexes Sittengemälde der römischen Welt im 1. Jh. n. Chr. (5 von 5 Punkten) meint t.
"Minutus, der Römer" ist die Autobiographie des fiktiven römischen Ritters und Politikers Minutus Lausus Manilianus, die im Wesentlichen die Jahre 46-79 n. Chr. umfaßt. Nachdem sein Vater unter Kaiser Caligula in Ungnade fällt, zieht es ihn ins ferne Antiochia, wo Minutus aufwächst und bereits mit dem aufkeimenden Urchristentum in Kontakt kommt, das ihn wie auch das Judentum sein Leben lang begleiten wird - weil er ihre Streitigkeiten schlichten muß, weil sich seine zahlreichen Frauen zum einen oder anderen bekennen und letztendlich auch weil er selbst offenbar mehr von beiden Gruppen hält als von den römischen Kulten, die nur untergeordnet Erwähnung finden. Die Ehre seines Vaters wird unter Kaiser Claudius wiederhergestellt und bringt Minutus nach Rom und dort die Freundschaft des Lucius Domitius, der später als Kaiser Nero den Thron besteigen wird. Unter diesem bekleidet er immer höhere Ämter, vervielfacht er sein zunächst bescheidenes Vermögen, versucht er sein Glück bei den Frauen und kommt in Folge militärischer oder politischer Geschäfte nach Britannien, Korinth, Jerusalem, Alexandria und in die italienische Provinz. Doch der Künstlerfreund Nero entwickelt sich immer mehr zu einem Tyrannen und Minutus aus Feigheit zu seinem Werkzeug. Zwar mag er durch sein besonnenes Eingreifen den ein oder anderen Juden und Christen retten, doch hat er letztendlich keine großen Probleme damit, Tierhetzen zu organisieren und Kreuzigungen beizuwohnen - zwar bejammert er dieses Schicksal, doch ohne jemals auch nur den Gedanken daran zu verschwenden, sich aus Neros Klauen zu befreien, wenn er die Realisierung der kaiserlichen Wünsche schon nicht verhindern kann. Während der Pisonischen Verschwörung verrät er schließlich die Namen vieler Mitverschwörer, um sein eigenes Leben zu schonen, und als man ihn des jüdischen Glaubens zugetan verdächtigt, läßt er sich auf Befehl Neros hin in panischer Angst sofort und unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen beschneiden, nur um nachher vom lachenden Kaiser zu erfahren, daß er doch nur einen Spaß gemacht habe.

Interessant finde ich, wie es Mika Waltari gelingt, eine fiktive Figur bis in die höchsten Kreise und in sämtliche geschichtliche Ereignisse geschickt einzuweben, so daß eine detaillierte Autobiographie entstanden ist, die sich sehr eng an den historischen Begebenheiten (Glaubensauseinandersetzungen zwischen Juden und Urchristen, Brand von Rom und die daraufhin befohlene Christenverfolgung, Münzverschlechterung, Pisonische Verschwörung) und Personen (Neros Mutter Agrippina und sein Stiefbruder Britannicus, die Kaiser Claudius, Vespasian und Titus, der Apostel Kephas (Simon Petrus) und der Missionar Paulus von Tarsus, Neros Ehefrauen Octavia und Poppaea Sabina und die ihn verschmähende Claudia Antonia, sein Erzieher Seneca, der Prätorianerpräfekt Tigellinus etc.) entlangschlängelt, aber dennoch das bewegte Leben des Minutus in seiner eigenen fiktiven Welt erzählt. Ein Fokus Waltaris liegt dabei immer wieder auf den Juden und Urchristen, ihren Streitigkeiten und Spaltungen untereinander, ihrer Verbreitung und Verfolgung und ihren unterschiedlichen religiösen Ansichten, und bis zu ihrem Tod kreuzen immer wieder Petrus und Paulus den Weg des Minutus. Am Ende fällt letzterer, der die Christen - bereits in der Urgemeinde zersplittert und von Neid zerfressen - nur als temporäre Erscheinung ohne Zukunft sieht, das nachdenkenswerte Urteil "Ich warte nur noch darauf, daß eines Tages ein Christ einen anderen Christen in Christi Namen erschlägt" (Weltbild 1995, S. 703).

Waltaris Sprache ist sehr gut, klar, flüssig zu lesen, aber dennoch nicht so einfach wie bei anderen Autoren, für die ein Haupt- mit Nebensatz fast schon zuviel ist; nur manchmal wirkt sie (vielleicht auf Grund der einige Jahrzehnte zurückliegenden Entstehungszeit des Romans) etwas altbacken. Einziger sprachlicher Kritikpunkt sind für mich nur die direkten Reden des jungen Lucius Domitius lange vor seiner Thronbesteigung, die manchmal eher an einen Philosophen als an ein Kind erinnern.

Erzählerisch-inhaltlich negativ wirkt auf mich nur die Distanz des Minutus zum Leser, wobei ich weniger glaube, daß dies (unbewußt) am Stil Waltaris liegt, sondern vielmehr am Charakter des Erzählers (also bewußt von Waltari intendiert wird), der vollkommen gefühllos von Ereignissen wie seinem ersten Erschlagenen in Britannien, vom Tod seines Lehrers und seiner jungen Söhne, von der Hinrichtung seines Vaters und letztendlich auch von seinen Liebschaften berichtet. Das meiste Mitgefühl, wenngleich nicht übermäßig hoch, regt sich in ihm noch während der Tierhetzen und Kreuzigungen, also für nichtmenschliche Wesen und für Gläubige, die er als Außenseiter erkennt, aber irgendwie doch auch immer wieder in Schutz nimmt. Für jeden seiner feigen Opportunismen hat er eine Ausrede, und er sieht sich als weichherzigen Menschenfreund, weil er einen Sklaven freiläßt, empfindet aber nichts beim Töten oder teilt seinem Sohn (an den sich die Autobiographie richtet) frei von der Leber weg mit, daß er eine Weile darüber nachgedacht habe, seine Mutter (die er aber schließlich niemals verlassen wird) umzubringen. Zwar gibt er am Ende zu, daß ihm wohl mehr Fehler als gute Eigenschaften anhaften, aber das Ausmaß dieser Fehler bzw. sein meiner Ansicht nach komplettes menschliches Versagen scheint ihm nie bewußt zu werden.

Insgesamt ein phantastisches, sehr komplexes Sittengemäde der römischen Welt mit ihren verschiedenen Religionen, ihrer Politik, Gesellschaft und Dekadenz und ihrem Alltag sowie gelungene Porträts der beschriebenen Kaiser. Kann mich nicht zwischen vier (wegen der erzählerischen Distanz) und fünf Sternen entscheiden.

 Weitere Lesermeinungen

Im Zeichen des Herrn - Roman über das Leben des Marcus Mezentius - Mika Waltari
Buch:Im Zeichen des Herrn - Roman über das Leben des Marcus Mezentius
Autor:Mika Waltari, Ausgabe vom Januar 1998, Gebunden, Verkaufsrang 789497
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Facettenreich und mit grosser Beobachtungsgabe erzählt (5 von 5 Punkten) meint S.E.
Der Roman beginnt mit der Kreuzigung Jesu und entwirft ein Bild der folgenden 40 Tage. Er ist dabei nicht (jedenfalls nicht vordergründig) religionskritisch, sondern nimmt die biblischen Quellen als Grundlage - was Waltari daraus macht, ist eine überraschend facettenreiche literarische Studie über menschliche Reaktionen auf Ereignisse von potentiell spiritueller Bedeutung, bevor sie sich in Religionen zementieren. Dieses zündende Ereignis ist hier die Auferstehung Jesu, doch die Charaktere und ihre Verhaltensmuster wirken auf mich recht universell. Die Berichte des Erzählers Markus Mezentius habe ich sehr genossen, denn sie zeigen hohe Menschen- und Selbstkenntnis und eine faszinierende Beobachtungsgabe. Von allen literarischen Figuren, die ich je "getroffen" habe, ist er mir am nächsten und eindrücklichsten in Erinnerung. Die Erzählweise in Briefen passt perfekt, denn der Ton der Briefe zeichnet die Veränderung nach, die sich in Markus abspielt. Warm empfohlen. Für Liebhaber einer vielschichtigen, schillernden und sich langsam entfaltenden Erzählkunst.

Turms der Unsterbliche. - Mika Waltari
Buch:Turms der Unsterbliche.
Autor:Mika Waltari, Ausgabe vom 1997, Broschiert, Verkaufsrang 655484
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Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Turms der Unsterbliche (5 von 5 Punkten) meint .
Der Roman handelt im 5 Jahrhundert vor Christus, beginnt damit das der Protagonist (Turms) nach einem Blitzschlag bewusstlos in der nähe von Delphi gefunden wird. Er hat das Gedächtnis verloren und erinnert sich nur langsam an seine Vergangenheit. Es stellt sich heraus, das einen wichtigen Tempel der Perser in Sardeis angezündet hat und damit den Aufstand der Ionier (Griechen) gegen die Perser angezettelt hat. In Delphi schließt er Freundschaft mit einem Spartaner namens Dorios (glaube so hieß er). Die Ionischen Städte allen voran Milet rüsten sich gegen die Armee der Perser. Turms geht mit Dorios und einigen anderen Griechen nach Milet, das mittlerweile von den Persern belagert wird. Es kommt zu einer großen Seeschlacht, die die Griechen, gegen die Flotte der Perser und Phönizier verlieren. Tums kann an Bord drei Griechischer Trieren, die unter dem Befehl eines cleveren Kapitäns aus Phokaia stehen entkommen. Sie beschließen solange die Persisch-Phönizische Flotte im Ionischen Meer weilt, in dem östlichen Mittelmeer Piraterie zu betreiben und sich dann nach Marsalia (Marseille) abzusetzen welche von Siedler aus Phokaia gegründet wurde. Nachdem sie etliche Phönizische Galeeren gekapert hatten, machten sie sich auf den Weg nach Marsalla, jedoch stranden sie nach einem Sturm bei Gela in Sizilien. Dort können sie den Tyrannen, der die Stadt regiert, dazu überreden ihnen über den Winter Unterschlupf zu gewähren. Na ja, ich muss es jetzt etwas abkürzen, denn sonst werde ich nicht mehr fertig. Dorios wird wahnsinnig und meint Sagunt (oder Segesta) erobern zu müssen, da er als Nachkomme des Herakles ein Anrecht auf den Thron der Stadt hat. Mit einigen Freiwilligen und den Ureinwohner den Sikulen die von den griechischen Siedlern unterdrückt werden, gelingt im die Einnahme der Stadt. Turms überwirft sich mit Dorios und muss mit einer Tempelhetäre, einem jungen Mädchen und einem Arzt aus Delos in den Urwald von Sizilien fliehen. Später kommt er zurück nach Gela und erlebt wie die Stadt von dem Tyrannen von Syrakus angegriffen wird. Nach der verlorenen Schlacht können er und die Männer aus Phokaia mit einer Galeere fliehen, jedoch werden sie von Etruskischen Wachschiffen vor Korsika versenkt. Turms kann sich mit der Hetäre nach Rom retten und dort lernt er einen Etrusker kennen, der ihm offenbart, dass er ebenfalls Etrusker ist und zwar ein geweihter (auserwählter), so kommt es, dass er ein Priesterherrscher der Etrusker wird .... . Das Buch umfasst allerdings wesentlich mehr als nur die Geschichte die ich hier versucht habe kurz zusammen zu fassen, es geht auch viel um Philosophie und Religion. Das Buch ist wirklich spannend und gut geschrieben, lässt sich flüssig lesen und fesselt bis zum Ende.

Sinuhe, der Ägypter - Mika Waltari, Charlotte Lilius
Buch:Sinuhe, der Ägypter
Autor:Mika Waltari, Charlotte Lilius, Ausgabe vom 1950, Gebunden, Verkaufsrang 1057952
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Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 34 Bewertungen)

Leserkommentare:*
alt, aber gut (5 von 5 Punkten) meint C.K.
kultur und historie des alten ägypten verschmelzen mit den phantasien des autors, zu einem unterhaltsamen, harmonischen reigen. lehrreiches, aber auch unterhaltsames lesen garantiert.

Der historische Roman (5 von 5 Punkten) meint s.
"Sinuhe der Ägypter" ist viele Jahrzehnte alt und fesselt wegen der eindrücklichen Schilderung des alten Ägypten immer noch die Leser. Für mich ist es der historische Roman überhaupt. Ein melancholischer Grundzug geht dabei von der ersten bis zur letzten Seite. Sinuhe reist in fremde Länder, durchlebt viele Abenteuer, teilt das Leben der "oberen Zehntausend" und wird am Ende vom Pharao verbannt. Doch man wird den Eindruck nicht los, daß ihm das nicht unrecht ist. Am Ende seines Lebens verachtet er die Menschen.

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Sinuhe der Ägypter - Mika Waltari, Charlotte Lilius
Buch:Sinuhe der Ägypter
Autor:Mika Waltari, Charlotte Lilius, Ausgabe vom 1959, Gebunden, Verkaufsrang 553634
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Turms, der Unsterbliche - Mika Waltari, Wini von Werner
Buch:Turms, der Unsterbliche
Autor:Mika Waltari, Wini von Werner, Ausgabe vom 1956, Gebunden, Verkaufsrang 505124
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Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Turms der Unsterbliche (5 von 5 Punkten) meint .
Der Roman handelt im 5 Jahrhundert vor Christus, beginnt damit das der Protagonist (Turms) nach einem Blitzschlag bewusstlos in der nähe von Delphi gefunden wird. Er hat das Gedächtnis verloren und erinnert sich nur langsam an seine Vergangenheit. Es stellt sich heraus, das einen wichtigen Tempel der Perser in Sardeis angezündet hat und damit den Aufstand der Ionier (Griechen) gegen die Perser angezettelt hat. In Delphi schließt er Freundschaft mit einem Spartaner namens Dorios (glaube so hieß er). Die Ionischen Städte allen voran Milet rüsten sich gegen die Armee der Perser. Turms geht mit Dorios und einigen anderen Griechen nach Milet, das mittlerweile von den Persern belagert wird. Es kommt zu einer großen Seeschlacht, die die Griechen, gegen die Flotte der Perser und Phönizier verlieren. Tums kann an Bord drei Griechischer Trieren, die unter dem Befehl eines cleveren Kapitäns aus Phokaia stehen entkommen. Sie beschließen solange die Persisch-Phönizische Flotte im Ionischen Meer weilt, in dem östlichen Mittelmeer Piraterie zu betreiben und sich dann nach Marsalia (Marseille) abzusetzen welche von Siedler aus Phokaia gegründet wurde. Nachdem sie etliche Phönizische Galeeren gekapert hatten, machten sie sich auf den Weg nach Marsalla, jedoch stranden sie nach einem Sturm bei Gela in Sizilien. Dort können sie den Tyrannen, der die Stadt regiert, dazu überreden ihnen über den Winter Unterschlupf zu gewähren. Na ja, ich muss es jetzt etwas abkürzen, denn sonst werde ich nicht mehr fertig. Dorios wird wahnsinnig und meint Sagunt (oder Segesta) erobern zu müssen, da er als Nachkomme des Herakles ein Anrecht auf den Thron der Stadt hat. Mit einigen Freiwilligen und den Ureinwohner den Sikulen die von den griechischen Siedlern unterdrückt werden, gelingt im die Einnahme der Stadt. Turms überwirft sich mit Dorios und muss mit einer Tempelhetäre, einem jungen Mädchen und einem Arzt aus Delos in den Urwald von Sizilien fliehen. Später kommt er zurück nach Gela und erlebt wie die Stadt von dem Tyrannen von Syrakus angegriffen wird. Nach der verlorenen Schlacht können er und die Männer aus Phokaia mit einer Galeere fliehen, jedoch werden sie von Etruskischen Wachschiffen vor Korsika versenkt. Turms kann sich mit der Hetäre nach Rom retten und dort lernt er einen Etrusker kennen, der ihm offenbart, dass er ebenfalls Etrusker ist und zwar ein geweihter (auserwählter), so kommt es, dass er ein Priesterherrscher der Etrusker wird .... . Das Buch umfasst allerdings wesentlich mehr als nur die Geschichte die ich hier versucht habe kurz zusammen zu fassen, es geht auch viel um Philosophie und Religion. Das Buch ist wirklich spannend und gut geschrieben, lässt sich flüssig lesen und fesselt bis zum Ende.

Michael der Finne - Mika Waltari, Ernst Doblhofer
Buch:Michael der Finne
Autor:Mika Waltari, Ernst Doblhofer, Ausgabe vom 1958, Unbekannter Einband, Verkaufsrang 3818243
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Leserkommentare:*
Weltliteratur! (5 von 5 Punkten) meint M.A.S. aus Finnland
Dieses Buch und fast alle von Mika Waltari sind brillant geschrieben und recherchiert. Er hatte eben auch als Historiker und Theologe eine fundiertes Wissen und hatte mit dem gegebenen Wissensstand seiner Zeit absolut hochwertige und lesenswerte Bücher geschrieben. Vergleicht man die Qualität von Waltari mit anderen Büchern wie, Die Säulen der Erde von Ken Follet, dann steht Waltari mindestens 2 Stufen höher. Absolut lesenswert für jeden der an Qualität und nicht an Quantität interessiert ist.

Als wäre man dabeigewesen (5 von 5 Punkten) meint .
Wie seine anderen historischen Romane ist auch dieser Waltari ein pralles Stück Leben mit einem sympathischen, widersprüchlichen Held. Es fällt schwer, dieses Buch nicht in einem Zug zu lesen, so echt und authentisch ist der Stoff, so spannend die Handlung. Wer nach der Lektüre nach mehr verlangt, kann sich auf die Fortsetzung freuen - "Der Renegat des Sultans" steht diesem Buch in nichts nach.

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